EPISODE · Nov 26, 2023 · 13 MIN
Folge 1255: DIE THEORIE VON ALLEM - Nicht von dieser Welt
from SchönerDenken FilmPodcast · host Johanna und Thomas
Quantenphysiker auf der Suche nach der Weltformel, ein Kongress in einem abgeschiedenen Hotel hoch in den Alpen, radioaktiv verseuchte Tunnel tief in den Berg, rätselhafte Morde, eine noch rätselhaftere Frau … das ist deutscher Noir. Timm Kröger greift tief in den Werkzeugkoffer der 1940er Jahre: melodramatische Musik, kontrastreiches Schwarzweiss, dramatische Kameraeinstellungen – und verfehlt damit nicht seine Wirkung. Es dauert nicht allzu lange bis der Doktorand Johannes Leinert auf mysteriöse Doppelgänger trifft – und das passt zur Theorie seiner Doktorarbeit, die sein Doktorvater nicht akzeptiert: Dass es nicht nur ein Universum gibt. Der Film schwankt zwischen Thriller, Science-Fiction und psychologischem Anspruchskino, ist einerseits herausragend in Inszenierung und Kamera (die Gestaltung des Weltenübergangs!), andererseits laufen die Geheimdienstler auf wie Parodien aus einem Indiana-Jones-Film. Den Film zeichnet aber auch ein gewisser subtiler Humor aus, zum Beispiel, wenn als Film im Film die „teoria della tutto“ auf der Leinwand erscheint oder die Mondlandung kurz eine Rolle spielt. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutiere ich mit Johanna über die manchmal fehlende Zugänglichkeit des Films, über die ansteigende Emotionalität und die mutige Entscheidung, Prolog und Epilog „außerhalb des Films“ zu gestalten.
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Quantenphysiker auf der Suche nach der Weltformel, ein Kongress in einem abgeschiedenen Hotel hoch in den Alpen, radioaktiv verseuchte Tunnel tief in den Berg, rätselhafte Morde, eine noch rätselhaftere Frau … das ist deutscher Noir. Timm Kröger greift tief in den Werkzeugkoffer der 1940er Jahre: melodramatische Musik, kontrastreiches Schwarzweiss, dramatische Kameraeinstellungen – und verfehlt damit nicht seine Wirkung. Es dauert nicht allzu lange bis der Doktorand Johannes Leinert auf mysteriöse Doppelgänger trifft – und das passt zur Theorie seiner Doktorarbeit, die sein Doktorvater nicht akzeptiert: Dass es nicht nur ein Universum gibt. Der Film schwankt zwischen Thriller, Science-Fiction und psychologischem Anspruchskino, ist einerseits herausragend in Inszenierung und Kamera (die Gestaltung des Weltenübergangs!), andererseits laufen die Geheimdienstler auf wie Parodien aus einem Indiana-Jones-Film. Den Film zeichnet aber auch ein gewisser subtiler Humor aus, zum Beispiel, wenn als Film im Film die „teoria della tutto“ auf der Leinwand erscheint oder die Mondlandung kurz eine Rolle spielt. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutiere ich mit Johanna über die manchmal fehlende Zugänglichkeit des Films, über die ansteigende Emotionalität und die mutige Entscheidung, Prolog und Epilog „außerhalb des Films“ zu gestalten.
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