EPISODE · Mar 10, 2023 · 27 MIN
Folge 3: Der Künstler Gerhard Lang und die Kunsthistorikerin Ursula Panhans-Bühler über das „Einfangen“ von Wolken
from Art‘n‘Vielfalt. Der Podcast für Kunst und Natur des Museums Sinclair-Haus · host Museum Sinclair-Haus
Der Künstler Gerhard Lang bezeichnet seine Arbeit nicht ohne Grund als „poetisierte Wissenschaft“. Er fängt draußen, unter freiem Himmel, die Bewegung der Wolken ein. Dabei blickt er ausschließlich in den Himmel, nicht auf das Papier. Seit mehreren Jahren arbeitet er an einer großen Staffelei im Schwarzwald, wo großformatige Werke auf Papier entstehen - unter Einfluss jeden Wetters, mit Graphit und Pastell oder mit Farbe aus Erde, die er vor Ort sammelt. Die zweiteilige Arbeit „Nubi Tempora", Teil der Ausstellung „Wolken. Von Gerhard Richter bis zur Cloud" im Museum-Sinclair-Haus, entstand 2017 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst. Während Gerhard Lang auf dem Dach des Wetterdienstes in Offenbach das Sehen der Wolken zeichnete, wurden im Rechenzentrum darunter die Rohdaten der Wetterstation gesammelt. Beide Teile der Arbeit „Nubi Tempora“ zeigen dasselbe nie direkt, sondern in unterschiedlicher Form anders. Oder, um es mit den Worten der Kunstkritikerin Ursula Panhanns-Bühler auszudrücken: Das „Sehen-in-der-Zeit erfasst etwas von der inneren Verwandlungsenergie der Wolke, worin es sich mit den modernsten Messverfahren der Meteorologen trifft.” Um zu erfahren, welchen Nutzen Kunst und Wissenschaft voneinander ziehen und wie Gerhard Lang bei diesem Prozess vorgegangen ist, hat die Journalistin und Podcasterin Marilena Berends gemeinsam mit ihm und der Kunsthistorikerin Ursula Panhans-Bühler unterhalten.
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Der Künstler Gerhard Lang bezeichnet seine Arbeit nicht ohne Grund als „poetisierte Wissenschaft“. Er fängt draußen, unter freiem Himmel, die Bewegung der Wolken ein. Dabei blickt er ausschließlich in den Himmel, nicht auf das Papier. Seit mehreren Jahren arbeitet er an einer großen Staffelei im Schwarzwald, wo großformatige Werke auf Papier entstehen - unter Einfluss jeden Wetters, mit Graphit und Pastell oder mit Farbe aus Erde, die er vor Ort sammelt. Die zweiteilige Arbeit „Nubi Tempora", Teil der Ausstellung „Wolken. Von Gerhard Richter bis zur Cloud" im Museum-Sinclair-Haus, entstand 2017 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst. Während Gerhard Lang auf dem Dach des Wetterdienstes in Offenbach das Sehen der Wolken zeichnete, wurden im Rechenzentrum darunter die Rohdaten der Wetterstation gesammelt. Beide Teile der Arbeit „Nubi Tempora“ zeigen dasselbe nie direkt, sondern in unterschiedlicher Form anders. Oder, um es mit den Worten der Kunstkritikerin Ursula Panhanns-Bühler auszudrücken: Das „Sehen-in-der-Zeit erfasst etwas von der inneren Verwandlungsenergie der Wolke, worin es sich mit den modernsten Messverfahren der Meteorologen trifft.” Um zu erfahren, welchen Nutzen Kunst und Wissenschaft voneinander ziehen und wie Gerhard Lang bei diesem Prozess vorgegangen ist, hat die Journalistin und Podcasterin Marilena Berends gemeinsam mit ihm und der Kunsthistorikerin Ursula Panhans-Bühler unterhalten.
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Folge 3: Der Künstler Gerhard Lang und die Kunsthistorikerin Ursula Panhans-Bühler über das „Einfangen“ von Wolken
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