EPISODE · Sep 4, 2026 · 38 MIN
Folge 9: Mut ist, wenn du´s trotzdem machst
from Ohmazing Inside Out · host Sandra Pikowski-Ohm
Vom Funktionieren zum eigenen Weg: Darüber habe ich mit Katharina gesprochen – einer Frau, die ihren eigenen Weg selbst durch tiefe Veränderung gegangen ist und heute andere Frauen und Mütter auf diesem Weg begleitet.Katharina kommt aus der Steiermark in Österreich und arbeitet heute als psychosoziale Beraterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Frauen und Müttern, unter anderem mit Familienaufstellungen, körper- und nervensystemorientierter Arbeit, Hypnose und der Arbeit mit dem inneren Kind. Nach 17 Jahren im Unternehmen erlitt Katharina ein Burnout. Von einem Tag auf den anderen konnte sie nicht mehr aufstehen. Was sich rückblickend über Jahre angekündigt hatte, war plötzlich nicht mehr zu ignorieren.Katharina begann loszulassen und erkannte: Wenn sie ohnehin noch einmal ganz neu anfangen musste, konnte sie auch den Weg einschlagen, den sie schon lange in sich gespürt hatte.Der Schritt in die Selbstständigkeit fühlte sich für sie zunächst an wie „ein Sprung von einer Klippe ohne Fallschirm“. Doch genau dieser Sprung führte sie zu ihrer heutigen Arbeit.Warum so viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr spürenEin zentrales Thema in Katharinas Arbeit ist das Funktionieren.Viele Frauen – insbesondere Mütter – haben gelernt, zuerst auf alle anderen zu achten: auf die Kinder, den Partner, die Familie, die Kollegen. Sie scannen ständig ihre Umgebung und spüren, wie es anderen geht. Erst wenn alle versorgt sind, dürfen sie selbst an die Reihe kommen.Nur: Wann ist das?Mut bedeutet nicht, keine Angst zu habenIm Gespräch kommen wir auch auf eine Frage, die viele Frauen beschäftigt: Wie finde ich den Mut, meinen eigenen Weg zu gehen?Katharina hat darauf eine klare Antwort: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz der Angst loszugehen.Der perfekte Moment kommt selten. Manchmal reicht ein erster kleiner Schritt.Wir müssen uns nicht „verlieren“ – wir dürfen uns erinnernBesonders schön ist für mich ein Gedanke, der sich gegen Ende unseres Gesprächs entwickelt: Vielleicht haben wir uns selbst gar nicht wirklich verloren.Vielleicht haben wir uns angepasst.An unsere Familie. An Erwartungen. An gesellschaftliche Vorstellungen. An das, was andere von uns brauchen. An das, was vermeintlich „normal“ ist.Was hat uns als Kind Freude gemacht? Was hat uns zum Lachen gebracht? Was hat uns Energie gegeben? Was lässt uns heute wieder lebendig fühlen?Und genau dort kann ein Teil unseres eigenen Weges beginnen.Hör auf zu warten.Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft aus unserem Gespräch:Wir müssen nicht erst am Tiefpunkt ankommen, um etwas zu verändern.Wir müssen nicht warten, bis der Rücken an der Wand steht.Wir dürfen losgehen, weil da ein Wunsch ist. Eine Vision. Ein innerer Ruf. Das Gefühl, dass da noch mehr möglich ist.Und wir dürfen Angst haben. Wir können die Angst sogar an die Hand nehmen und gemeinsam mit ihr losgehen. Denn manchmal braucht es keinen großen Sprung. Manchmal braucht es nur den nächsten kleinen Schritt.Für uns. Für unser Leben. Und vielleicht auch für die Menschen, die nach uns kommen.Kontakt: Web https://www.katharinaschwaiger.at/Insta https://www.instagram.com/_katharina.schwaiger_/LinkedIn https://www.linkedin.com/in/katharina-schwaiger-/
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Folge 9: Mut ist, wenn du´s trotzdem machst
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