EPISODE · Apr 7, 2011 · 25 MIN
Fußgängerbezogene Datenaufbereitung in OpenStreetMap (fossgis2011)
from Chaos Computer Club - recent events feed · host Robert Bieber
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Aufbereitung von Geodaten aus dem Datenbestand von OpenStreetMap (OSM) für die Zielgruppe von Fußgängern. Im Mittelpunkt stehen Nutzbarkeit, Datenhaltung und Datenerfassung fußgängerrelevanter Objekte, insbesondere im Hinblick auf den Einsatz der Daten in Fußgängernavigations- und Routingsystemen. Hierzu werden die eingangs gestellten Ansprüche von Fußgängern an die Navigation sowie modell-theoretische Voraussetzungen für die Wegsuche innerhalb des Datenbestandes besprochen. Darauf aufbauend wird im Anschluss, neben der Beschäftigung mit bereits bestehenden Objekten aus dem Objektartenkatalog von OSM (Map Features), vor allem die Thematik straßenbegleitender Fußwege näher untersucht. Letztere sind bei auf dem Markt befindlichen Fußgängernavigations- und Routingsystemen bisher vernachlässigt worden. Bislang beziehen sich sowohl Routenberechnung als auch Führung entlang einer Route auf die Mittellinie der Straßengeometrie und nicht wie erforderlich entlang straßenbegleitender Infrastrukturobjekte wie etwa Fußwege. Die Möglichkeit den Fußgänger sicher, schnell und auf dem kürzesten Weg zum Ziel zu führen, indem Straßenübergänge bei der Routenberechnung berücksichtigt werden, ist derzeit nicht möglich. Die Anordnung mehrerer parallel verlaufender Wege führt zu der Problematik des Linienbündels, bei der es vor allem in Kreuzungssituationen zu Erfassungs- und Darstellungsproblemen kommt. Aufgrund der Tatsache, dass OSM bewusst keine verbindlichen Regeln vorschreibt, existiert bisher keine Vorgabe wann und wie fußgängerrelevante Daten zu erfassen sind. Das führt dazu, dass die Datenhaltung in OSM drei unterschiedlichen Methoden (geometrisch, attributiv und relational) aufweist. In einer Gegenüberstellung der drei Datenhaltungsarten sollen Vor- und Nachteile für Erfassung (Mapping), Navigation (Routing), Darstellung (Rendering) und Datenspeicherung (Haltung) bewertet werden. Das Ziel dieser Arbeit ist die Ableitung von Datenhaltungsarten in Abhängigkeit von spezifischen Geländesituationen. Dabei sollen die bereits in der Bewertung entstandenen Ergebnisse dazu dienen, die verschiedenen Ansprüche und Voraussetzungen (Fußgänger, Mapper, Routing, OSM-Datenmodell) miteinander zu verknüpfen. Die zu dieser Arbeit zugehörige Projektseite innerhalb des OSM-Wiki beinhaltet die ausführlichen Informationen zu den Arbeitsschritten und die Beschreibung aller grundlegenden Ergebnisse. Die praktische Umsetzung und Evaluation der Arbeitsergebnisse erfolgte im Stadtgebiet Potsdam. about this event: https://fossgis-konferenz.de/2011/programm/events/205.de.html
What this episode covers
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Aufbereitung von Geodaten aus dem Datenbestand von OpenStreetMap (OSM) für die Zielgruppe von Fußgängern. Im Mittelpunkt stehen Nutzbarkeit, Datenhaltung und Datenerfassung fußgängerrelevanter Objekte, insbesondere im Hinblick auf den Einsatz der Daten in Fußgängernavigations- und Routingsystemen. Hierzu werden die eingangs gestellten Ansprüche von Fußgängern an die Navigation sowie modell-theoretische Voraussetzungen für die Wegsuche innerhalb des Datenbestandes besprochen. Darauf aufbauend wird im Anschluss, neben der Beschäftigung mit bereits bestehenden Objekten aus dem Objektartenkatalog von OSM (Map Features), vor allem die Thematik straßenbegleitender Fußwege näher untersucht. Letztere sind bei auf dem Markt befindlichen Fußgängernavigations- und Routingsystemen bisher vernachlässigt worden. Bislang beziehen sich sowohl Routenberechnung als auch Führung entlang einer Route auf die Mittellinie der Straßengeometrie und nicht wie erforderlich entlang straßenbegleitender Infrastrukturobjekte wie etwa Fußwege. Die Möglichkeit den Fußgänger sicher, schnell und auf dem kürzesten Weg zum Ziel zu führen, indem Straßenübergänge bei der Routenberechnung berücksichtigt werden, ist derzeit nicht möglich. Die Anordnung mehrerer parallel verlaufender Wege führt zu der Problematik des Linienbündels, bei der es vor allem in Kreuzungssituationen zu Erfassungs- und Darstellungsproblemen kommt. Aufgrund der Tatsache, dass OSM bewusst keine verbindlichen Regeln vorschreibt, existiert bisher keine Vorgabe wann und wie fußgängerrelevante Daten zu erfassen sind. Das führt dazu, dass die Datenhaltung in OSM drei unterschiedlichen Methoden (geometrisch, attributiv und relational) aufweist. In einer Gegenüberstellung der drei Datenhaltungsarten sollen Vor- und Nachteile für Erfassung (Mapping), Navigation (Routing), Darstellung (Rendering) und Datenspeicherung (Haltung) bewertet werden. Das Ziel dieser Arbeit ist die Ableitung von Datenhaltungsarten in Abhängigkeit von spezifischen Geländesituationen. Dabei sollen die bereits in der Bewertung entstandenen Ergebnisse dazu dienen, die verschiedenen Ansprüche und Voraussetzungen (Fußgänger, Mapper, Routing, OSM-Datenmodell) miteinander zu verknüpfen. Die zu dieser Arbeit zugehörige Projektseite innerhalb des OSM-Wiki beinhaltet die ausführlichen Informationen zu den Arbeitsschritten und die Beschreibung aller grundlegenden Ergebnisse. Die praktische Umsetzung und Evaluation der Arbeitsergebnisse erfolgte im Stadtgebiet Potsdam. about this event: https://fossgis-konferenz.de/2011/programm/events/205.de.html
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