EPISODE · Feb 20, 2026 · 11 MIN
Geschichte und Gegenwart: "Die 1920er und 30er Jahre": Epsisode 2: Moeller van den Bruck
from KlarText Global · host Dr.Andreas Heuer
In den politischen Krisenjahren nach dem Ersten Weltkrieg gerieten liberale Ordnungen unter massiven Legitimationsdruck. Parlamentarische Verfahren erschienen vielen als Ausdruck von Schwäche, nationale Souveränität als verloren, politische Einheit als zerfallen.Arthur Moeller van den Bruck deutete diese Situation nicht als vorübergehende Störung, sondern als geistige Krise der Moderne. Mit dem Begriff des „Dritten Reiches“ entwarf er keine konkrete Staatsform, sondern eine geschichtsphilosophische Verheißung von Ordnung, Einheit und nationaler Erneuerung. Der Beitrag zeigt, wie dieses Denken Politik in einen mythischen Deutungsraum verschob – und warum seine Struktur bis heute verständlich macht, wie demokratische Ordnungen in Krisenzeiten an semantischer Stabilität verlieren.
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