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EPISODE · Aug 12, 2026 · 8 MIN

Google Ads Betreuung teurer als Werbung? Wann sich das trotzdem lohnt

from Master of Scaling: Marketing messbar machen – mit Ads, Automatisierung & KI · host Christoph Mohr, Jörg Ullmann, Master of Search GmbH

Deine Google Ads Agentur verlangt 1.000 Euro im Monat für die Betreuung – aber dein eigentliches Werbebudget liegt nur bei 800 Euro. Da stellt sich völlig zu Recht die Frage: Kann sich das überhaupt rechnen? Die Antwort ist nicht automatisch Nein. Entscheidend ist nicht, ob die Betreuung mehr kostet als das Werbebudget. Entscheidend ist, welchen zusätzlichen Ertrag die Betreuung erzeugen kann. ---- Gleiche Betreuung, völlig anderer Hebel Stell dir zwei Unternehmen vor. Beide bezahlen den gleichen Betrag für die laufende Betreuung ihrer Google Ads Kampagnen. Unternehmen 1: - 800 Euro Werbebudget - 2 Aufträge pro Monat - 30 Prozent Verbesserung bedeutet vielleicht einen zusätzlichen Auftrag Unternehmen 2: - deutlich höheres Werbebudget - 20 Aufträge pro Monat - 30 Prozent Verbesserung bedeutet 6 zusätzliche Aufträge Die Arbeit der Agentur kann ähnlich sein. Der wirtschaftliche Hebel ist aber komplett unterschiedlich. Je mehr bereits funktioniert, desto stärker können sich Optimierungen absolut auswirken. ---- Warum kleine Budgets laufende Betreuung schwierig machen Bei kleinen Werbebudgets entsteht oft noch ein zweites Problem: Es gibt schlicht zu wenig Daten. - Zu wenig Klicks - Zu wenig Anfragen - Zu wenig Abschlüsse - Zu wenig Grundlage für Optimierungen Dann sitzt du möglicherweise jeden Monat mit deiner Agentur im Gespräch und es gibt kaum etwas Sinnvolles auszuwerten oder zu steuern. Eine laufende Betreuung kann dann teuer sein, obwohl der Preis an sich vollkommen angemessen ist. Das Problem ist nicht zwingend der Preis. Das Problem kann der fehlende Hebel sein. ---- So prüfst du, ob sich die Betreuung rechnet Rechne nicht nur mit dem Werbebudget. Addiere: Werbekosten + Betreuungskosten = gesamte monatliche Investition Dann stell dir folgende Fragen: - Was ist ein neuer Kunde für dein Unternehmen wert? - Wie viele zusätzliche Kunden müsste die Betreuung erzeugen? - Ist diese Anzahl in deinem Markt realistisch? - Gibt es überhaupt genug Nachfrage und Kapazität für zusätzliche Aufträge? - Kann dein aktuelles Werbebudget sinnvoll weiter skaliert werden? Wenn du für das zusätzliche Agenturhonorar 20 oder 30 weitere Aufträge im Monat bräuchtest, dein Markt das aber gar nicht hergibt, wird die Rechnung schwierig. Wenn bereits wenige zusätzliche Kunden das Honorar finanzieren, kann die Betreuung dagegen sinnvoll sein. ---- Laufende Betreuung ist nicht die einzige Lösung Gerade bei kleineren Google Ads Konten kann ein anderes Modell sinnvoller sein. Zum Beispiel: - Kampagnen einmal professionell aufsetzen lassen - Conversion Tracking sauber einrichten - bestehende Kampagnen einmal grundlegend optimieren - einen Mitarbeiter für die laufende Betreuung ausbilden - Google Ads selbst lernen und sich dabei begleiten lassen Dann entstehen nicht dauerhaft hohe monatliche Betreuungskosten. Und manchmal ist sogar die beste Entscheidung, erstmal überhaupt keine Agentur zu beauftragen. ---- Der Entscheidungsrahmen Frag nicht nur: „Ist die Agentur teurer als mein Werbebudget?“ Frag stattdessen: 1. Was kosten Werbung und Betreuung zusammen? 2. Was ist ein zusätzlicher Kunde wert? 3. Wie viele zusätzliche Kunden brauche ich, damit sich die Betreuung trägt? 4. Ist diese Anzahl realistisch erreichbar? 5. Gibt es genug Daten und Budget, damit überhaupt sinnvoll optimiert werden kann? 6. Wäre eine einmalige Einrichtung oder interne Betreuung wirtschaftlicher? Wenn die Rechnung trägt, kann eine Betreuung sinnvoll sein – selbst wenn sie mehr kostet als dein Werbebudget. Wenn die Rechnung nicht trägt, brauchst du möglicherweise keine laufende Agenturbetreuung, sondern ein anderes Modell.

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