EPISODE · Aug 15, 2022 · 2 MIN
Gott nicht nötig haben
from Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
220815PCGott nicht nötig haben. Mensch Mahler am 15.08.2022Gestern beim Pilgern: „Günter, ist es ein Problem für Dich, dass zwei deiner vier Kinder nicht getauft sind?“ Nein, antworte ich. Probleme habe ich nur damit, dass Menschen ihr Leben lang keine Mitte und keine Ruhe finden. Wo immer sie suchen. Das Labyrinth von Chatres hat es mit angetan. Verschlungene Wege, die schließlich doch zum Ziel führen. Im Zentrum des Labyrinths, in der Mitte meines Seins und meines Ichs liegt es. Die Ankunft. Bei mir, im Leben, im Ganzen. Die Buddhisten sagen, dass man dann am Ziel ist. Bedürfnislos. Ohne Gier, ohne Unruhe. „Gott nötig haben ist nichts, dessen man sich schämen müsste, sondern es ist die Vollkommenheit, und es ist am traurigsten, wenn etwa ein Mensch durchs Leben ginge, ohne zu entdecken, dass er Gott nötig hat.“Sören Kirkegaard hat das gesagt. Und ich habe viele vor Augen, die einen unruhigen Blick haben und eine aufgewühlte Seele. Manche von Ihnen habe ich erst auf dem Sterbebett so angetroffen und festgestellt, dass sie keine Ruhe in sich fanden, um loszulassen und hinüberzugehen. Bei denen, für die es noch nicht zu spät ist, werbe ich um ein Leben in tiefem Frieden. Eingebettet in das Große Ganze. „Unruhig ist unser Herz bis es Ruhe findet Gott, in Dir“. Das stammt von Augustinus. Wie immer Du Gott erlebst, definierst, egal, welche Chiffren und Namen und Bilder du für das Ewige hast: Suche es. „Halt ein, wo fliehst Du hin? Der Himmel ist in Dir. Suchst Du ihn anderswo, du fehlst ihn für und für.“ Angelus Silesius. Lassen sie uns Suchende bleiben. Bis wir im Labyrinth des Lebens die Mitte gefunden haben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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220815PCGott nicht nötig haben. Mensch Mahler am 15.08.2022Gestern beim Pilgern: „Günter, ist es ein Problem für Dich, dass zwei deiner vier Kinder nicht getauft sind?“ Nein, antworte ich. Probleme habe ich nur damit, dass Menschen ihr Leben lang keine Mitte und keine Ruhe finden. Wo immer sie suchen. Das Labyrinth von Chatres hat es mit angetan. Verschlungene Wege, die schließlich doch zum Ziel führen. Im Zentrum des Labyrinths, in der Mitte meines Seins und meines Ichs liegt es. Die Ankunft. Bei mir, im Leben, im Ganzen. Die Buddhisten sagen, dass man dann am Ziel ist. Bedürfnislos. Ohne Gier, ohne Unruhe. „Gott nötig haben ist nichts, dessen man sich schämen müsste, sondern es ist die Vollkommenheit, und es ist am traurigsten, wenn etwa ein Mensch durchs Leben ginge, ohne zu entdecken, dass er Gott nötig hat.“Sören Kirkegaard hat das gesagt. Und ich habe viele vor Augen, die einen unruhigen Blick haben und eine aufgewühlte Seele. Manche von Ihnen habe ich erst auf dem Sterbebett so angetroffen und festgestellt, dass sie keine Ruhe in sich fanden, um loszulassen und hinüberzugehen. Bei denen, für die es noch nicht zu spät ist, werbe ich um ein Leben in tiefem Frieden. Eingebettet in das Große Ganze. „Unruhig ist unser Herz bis es Ruhe findet Gott, in Dir“. Das stammt von Augustinus. Wie immer Du Gott erlebst, definierst, egal, welche Chiffren und Namen und Bilder du für das Ewige hast: Suche es. „Halt ein, wo fliehst Du hin? Der Himmel ist in Dir. Suchst Du ihn anderswo, du fehlst ihn für und für.“ Angelus Silesius. Lassen sie uns Suchende bleiben. Bis wir im Labyrinth des Lebens die Mitte gefunden haben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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