EPISODE · Sep 30, 2025 · 21 MIN
IR-Podcast: "IPO ist kein Sprint, sondern Being-Public-Marathon" -
from Börsenradio IR Podcast by Manuel Taverne · host Börsenradio Network AG
Ein erfolgreicher Börsengang beginnt lange vor dem Gong. Manuel Taverne (20 Jahre IR-Praxis u. a. Polytec, FACC, Knaus Tabbert) macht im Gespräch mit Host Peter Heinrich klar: Wer die Equity Story erst nach dem Listing schärft, startet mit Vertrauensminus. Kernpunkte sind ein belastbarer Track Record, saubere Prozesse (Reporting, Governance, Quartals-/Zwischenberichte) und Sichtbarkeit - von Kapitalmarkt-PR über Interviews und Podcasts bis zu einer gut gefüllten IR-Website. Prospekte sind Pflicht und technisch, die Kür ist die frühzeitige Platzierung der Story und ein breiter Corporate-Access-Ansatz mit den richtigen Banken. Pre-Marketing ("Pilot Fishing") misst sich an ehrlichem Feedback, nicht an Lautstärke. Für Bookbuilding und Emissionspreis liefert IR Marktstimmen, steuert aber nicht die Bewertung - Ziel bleibt eine positive Erstnotiz statt "gefloppt"-Überschrift. Verschiebungen entstehen meist an zwei Stellen: Preisvorstellungen (Altaktionäre vs. Unternehmensinteressen) und plötzliches Marktumfeld. Abbruch? "Bis fünf vor zwölf" möglich - solange die Tinte nicht trocken ist. Nach dem ersten Kurs fängt die eigentliche Arbeit an: Guidance, die ersten Quartale und kontinuierliche Information, um das typische Post-IPO-Kursloch zu vermeiden. Entscheidend ist außerdem die Allokation: Nicht nur "Long-only", sondern eine sinnvolle Streuung inklusive Retail-Investoren erhöht Liquidität und Stabilität. Tavernes Fazit: IPO-Readiness ist Chefsache, wer früh beginnt, konsistent kommuniziert und Beziehungen wie ein Guthabenkonto pflegt, hat die besten Chancen auf nachhaltigen Kapitalmarkterfolg.
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Ein erfolgreicher Börsengang beginnt lange vor dem Gong. Manuel Taverne (20 Jahre IR-Praxis u. a. Polytec, FACC, Knaus Tabbert) macht im Gespräch mit Host Peter Heinrich klar: Wer die Equity Story erst nach dem Listing schärft, startet mit Vertrauensminus. Kernpunkte sind ein belastbarer Track Record, saubere Prozesse (Reporting, Governance, Quartals-/Zwischenberichte) und Sichtbarkeit - von Kapitalmarkt-PR über Interviews und Podcasts bis zu einer gut gefüllten IR-Website. Prospekte sind Pflicht und technisch, die Kür ist die frühzeitige Platzierung der Story und ein breiter Corporate-Access-Ansatz mit den richtigen Banken. Pre-Marketing ("Pilot Fishing") misst sich an ehrlichem Feedback, nicht an Lautstärke. Für Bookbuilding und Emissionspreis liefert IR Marktstimmen, steuert aber nicht die Bewertung - Ziel bleibt eine positive Erstnotiz statt "gefloppt"-Überschrift. Verschiebungen entstehen meist an zwei Stellen: Preisvorstellungen (Altaktionäre vs. Unternehmensinteressen) und plötzliches Marktumfeld. Abbruch? "Bis fünf vor zwölf" möglich - solange die Tinte nicht trocken ist. Nach dem ersten Kurs fängt die eigentliche Arbeit an: Guidance, die ersten Quartale und kontinuierliche Information, um das typische Post-IPO-Kursloch zu vermeiden. Entscheidend ist außerdem die Allokation: Nicht nur "Long-only", sondern eine sinnvolle Streuung inklusive Retail-Investoren erhöht Liquidität und Stabilität. Tavernes Fazit: IPO-Readiness ist Chefsache, wer früh beginnt, konsistent kommuniziert und Beziehungen wie ein Guthabenkonto pflegt, hat die besten Chancen auf nachhaltigen Kapitalmarkterfolg.
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