EPISODE · May 10, 2024 · 46 MIN
Irgendwas mit Israel - Kein Land regt die Deutschen mehr auf
from Irgendwas mit Podcast - der Vortragspodcast der Aktion 3. Welt Saar e. V. · host Aktion 3. Welt Saar e. V.
Vollbesetztes Haus bei Esther Schapira und Georg M. Hafner am 3. März in Saarbrücken, wo sie aus ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird“ lasen. Ihre These: Es ist der über Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an Einfühlungsvermögen. Eine Besserung ist erst mal leider nicht in Sicht, aber aufgeben ist ja auch keine Option. Das Ziel aber ist klar, so Esther Schapira: „Ich würde mir wünschen, dass die Deutschen Israel so entspannt sehen würden wie die Israelis Deutschland.“ Kaum ein Land regt die Menschen mehr auf als Israel. Der 1948 gegründete Judenstaat polarisiert viele Deutsche. Dabei trifft man nur selten auf echte und bekennende Antisemiten. Stattdessen wird gerne rhetorisch gefragt: „Man wird ja wohl noch Israel kritisieren dürfen?“. Sicher darf man das. Nirgendwo wird übrigens die jeweilige israelische Regierung heftiger und polemischer kritisiert als in Israel selbst. Aber woher kommt dieses Bedürfnis nach „Israelkritik“ und welches Bedürfnis erfüllt es? Esther Schapira, Abteilungsleiterin Fernsehen beim HR und der Filmautor und Publizist Georg M. Hafner vertreten in ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird“ die These: Es ist der über Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an Einfühlungsvermögen. Im einzigen demokratischen Staat der Region läuft es genauso gut oder schlecht wie in anderen Staaten mit Parlament und Marktwirtschaft. Trotzdem wird der Judenstaat zigmal häufiger „kritisiert“ – ein Ausdruck doppelter Standards. Man mag diese oder jene Entscheidung einer israelischen Regierung ablehnen, aber Israel hat, auch angesichts offener militärischer Vernichtungsdrohungen durch die palästinensische Hamas und durch den Iran, einen anderen Umgang verdient. Mehr noch: Hätte es 1933 ein handlungsfähiges Israel gegeben, wäre der Holocaust nicht durchführbar gewesen.
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Vollbesetztes Haus bei Esther Schapira und Georg M. Hafner am 3. März in Saarbrücken, wo sie aus ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird“ lasen. Ihre These: Es ist der über Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an Einfühlungsvermögen. Eine Besserung ist erst mal leider nicht in Sicht, aber aufgeben ist ja auch keine Option. Das Ziel aber ist klar, so Esther Schapira: „Ich würde mir wünschen, dass die Deutschen Israel so entspannt sehen würden wie die Israelis Deutschland.“ Kaum ein Land regt die Menschen mehr auf als Israel. Der 1948 gegründete Judenstaat polarisiert viele Deutsche. Dabei trifft man nur selten auf echte und bekennende Antisemiten. Stattdessen wird gerne rhetorisch gefragt: „Man wird ja wohl noch Israel kritisieren dürfen?“. Sicher darf man das. Nirgendwo wird übrigens die jeweilige israelische Regierung heftiger und polemischer kritisiert als in Israel selbst. Aber woher kommt dieses Bedürfnis nach „Israelkritik“ und welches Bedürfnis erfüllt es? Esther Schapira, Abteilungsleiterin Fernsehen beim HR und der Filmautor und Publizist Georg M. Hafner vertreten in ihrem Buch „Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird“ die These: Es ist der über Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und Mangel an Einfühlungsvermögen. Im einzigen demokratischen Staat der Region läuft es genauso gut oder schlecht wie in anderen Staaten mit Parlament und Marktwirtschaft. Trotzdem wird der Judenstaat zigmal häufiger „kritisiert“ – ein Ausdruck doppelter Standards. Man mag diese oder jene Entscheidung einer israelischen Regierung ablehnen, aber Israel hat, auch angesichts offener militärischer Vernichtungsdrohungen durch die palästinensische Hamas und durch den Iran, einen anderen Umgang verdient. Mehr noch: Hätte es 1933 ein handlungsfähiges Israel gegeben, wäre der Holocaust nicht durchführbar gewesen.
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