EPISODE · Dec 30, 2025 · 14 MIN
Jahresrückblick Wirtschaftsjournalist 2025 - Klick & Find Kolumne von Michael Klems
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Jahresrückblick 2025: Datenkompetenz und KI-Transformation im Wirtschaftsjournalismus Zusammenfassung der Fachbeiträge von Michael Klems Das Jahr 2025 stand im Zeichen der geopolitischen Neuordnung und der technologischen Disruption durch Künstliche Intelligenz in der Recherche. Michael Klems, der seit der Jahrtausendwende die Recherche-Kolumne verantwortet, lieferte in fünf zentralen Beiträgen das Rüstzeug für eine evidenzbasierte Berichterstattung. Im Fokus standen die Erschließung valider Primärquellen für komplexe Ökonomien und die kritische Anwendung neuer KI-Tools. Hier ist die chronologische Analyse der Themen: Ausgabe #01: Der Mercosur – Daten jenseits der Oberfläche Anlässlich des EU-Freihandelsabkommens mit dem Mercosur analysierte Klems die Datenverfügbarkeit des südamerikanischen Binnenmarktes. Er wies darauf hin, dass die offizielle Webseite des Mercosur zwar Basisdaten liefert, jedoch keine Exportfunktionen für tiefere Analysen bietet. Für investigative Recherchen empfahl er den direkten Zugriff auf nationale Statistikämter wie das argentinische INDEC oder das brasilianische IBGE, die detaillierte Indikatoren zu Inflation und Branchenstrukturen vorhalten. Für den makroökonomischen Kontext verwies er auf den „Data Mapper“ des IWF sowie das Observatory of Economic Complexity (OEC). Ausgabe #02: Renaissance der Rüstungsindustrie Mit dem Fokus auf Europas Verteidigungsfähigkeit beleuchtete Klems den Wandel der Rüstungsbranche von einer „Schattenindustrie“ zum zentralen Wirtschaftsfaktor. Er identifizierte das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) als Goldstandard für Zeitreihen zu Rüstungsausgaben und Unternehmensrankings. Ein entscheidender Hinweis für die Recherche nach Budgets war die Nutzung der EU-Ausschreibungsdatenbank „Tenders Electronic Daily“. Klems zeigte auf, wie Journalisten über spezifische Vergabevermerke die Geldflüsse der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte („forces“, „armées“) transparent machen können. Ausgabe #03: Die Kirche als ökonomisches Ökosystem In einer seltenen ökonomischen Betrachtung der katholischen Kirche legte Klems die Fragmentierung der finanziellen Transparenz offen. Während die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA) offizielle Berichte publiziert, beruhen Gesamtschätzungen oft auf Sekundärquellen,. Für valide Daten im DACH-Raum empfahl er Studien des Instituts für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfung kirchlicher Leistungen sowie das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Katholischen Privat-Universität Linz für wissenschaftliche Hintergrundrecherchen,. Ausgabe #04: Validierung durch Market Reports Klems plädierte für die Nutzung professioneller Marktforschungsberichte als Instrument zur Faktenprüfung von Pressemitteilungen. Er kategorisierte die Anbieterlandschaft: Statista als visueller „Allrounder“ für den schnellen Überblick, IBISWorld für tiefgehende Risiko- und Finanzanalysen sowie Euromonitor Passport für Konsumdaten. Er mahnte jedoch zur kritischen Prüfung der Methodik und Transparenz der jeweiligen Anbieter. Ausgabe #06: Der KI-Browser-Vergleich – Atlas vs. Comet Zum Jahresende untersuchte Klems den Paradigmenwechsel von der manuellen Suche zur KI-Assistenz. Im Vergleichstest standen „ChatGPT Atlas“ (Fokus: Automatisierung und Textproduktion) und „Perplexity Comet“ (Fokus: Transparenz und Workspaces). Während Atlas durch Analysefunktionen direkt im Browser punktet, bietet Comet strukturierte Quellenarbeit für Dossiers,. Klems warnte explizit vor Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection-Angriffen und empfahl für sensible Recherchen eine restriktive Nutzung ohne tiefe Systemverknüpfung. Hintergrund: Der Experte und das Medium Über Michael Klems Michael Klems, Jahrgang 1966, gilt als einer der erfahrensten Information Professionals im deutschsprachigen Raum. Er ist seit 1991 im Informationsgeschäft tätig und leitet das Unternehmen infobroker.de mit Sitz in Sonthofen (Allgäu). Sein Spezialgebiet ist die Recherche nach Unternehmens- und Wirtschaftsinformationen in spezialisierten Datenbanken für weltweite Entscheidungsträger. Seit dem Jahr 2000 begleitet er die Leser des Wirtschaftsjournalist:in mit seiner Kolumne zu Recherchestrategien und Quellenkunde. Über das Magazin: Wirtschaftsjournalist:in Das Fachmagazin Wirtschaftsjournalist:in (vormals Der Wirtschaftsjournalist) wurde 2001 vom Salzburger Medienfachverlag Johann Oberauer GmbH gegründet,. Es fungiert als zentrales Branchenmedium für Finanz- und Wirtschaftsjournalisten, PR-Manager und Analysten in der DACH-Region. Das redaktionelle Spektrum umfasst: • Analysen zu Trends in der Finanzberichterstattung und im Medienmarkt. • Strategien für Investor Relations und Unternehmenskommunikation. • Karriere- und Weiterbildungsthemen für Kommunikationsprofis. Das Magazin hat sich über die Jahre kontinuierlich modernisiert, unter anderem durch die Einführung von E-Paper-Ausgaben und die Etablierung von Branchenpreisen und Netzwerkveranstaltungen, um den digitalen Wandel im Wirtschaftsjournalismus aktiv zu begleiten,.
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Jahresrückblick 2025: Datenkompetenz und KI-Transformation im Wirtschaftsjournalismus Zusammenfassung der Fachbeiträge von Michael Klems Das Jahr 2025 stand im Zeichen der geopolitischen Neuordnung und der technologischen Disruption durch Künstliche Intelligenz in der Recherche. Michael Klems, der seit der Jahrtausendwende die Recherche-Kolumne verantwortet, lieferte in fünf zentralen Beiträgen das Rüstzeug für eine evidenzbasierte Berichterstattung. Im Fokus standen die Erschließung valider Primärquellen für komplexe Ökonomien und die kritische Anwendung neuer KI-Tools. Hier ist die chronologische Analyse der Themen: Ausgabe #01: Der Mercosur – Daten jenseits der Oberfläche Anlässlich des EU-Freihandelsabkommens mit dem Mercosur analysierte Klems die Datenverfügbarkeit des südamerikanischen Binnenmarktes. Er wies darauf hin, dass die offizielle Webseite des Mercosur zwar Basisdaten liefert, jedoch keine Exportfunktionen für tiefere Analysen bietet. Für investigative Recherchen empfahl er den direkten Zugriff auf nationale Statistikämter wie das argentinische INDEC oder das brasilianische IBGE, die detaillierte Indikatoren zu Inflation und Branchenstrukturen vorhalten. Für den makroökonomischen Kontext verwies er auf den „Data Mapper“ des IWF sowie das Observatory of Economic Complexity (OEC). Ausgabe #02: Renaissance der Rüstungsindustrie Mit dem Fokus auf Europas Verteidigungsfähigkeit beleuchtete Klems den Wandel der Rüstungsbranche von einer „Schattenindustrie“ zum zentralen Wirtschaftsfaktor. Er identifizierte das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) als Goldstandard für Zeitreihen zu Rüstungsausgaben und Unternehmensrankings. Ein entscheidender Hinweis für die Recherche nach Budgets war die Nutzung der EU-Ausschreibungsdatenbank „Tenders Electronic Daily“. Klems zeigte auf, wie Journalisten über spezifische Vergabevermerke die Geldflüsse der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte („forces“, „armées“) transparent machen können. Ausgabe #03: Die Kirche als ökonomisches Ökosystem In einer seltenen ökonomischen Betrachtung der katholischen Kirche legte Klems die Fragmentierung der finanziellen Transparenz offen. Während die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA) offizielle Berichte publiziert, beruhen Gesamtschätzungen oft auf Sekundärquellen,. Für valide Daten im DACH-Raum empfahl er Studien des Instituts für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfung kirchlicher Leistungen sowie das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Katholischen Privat-Universität Linz für wissenschaftliche Hintergrundrecherchen,. Ausgabe #04: Validierung durch Market Reports Klems plädierte für die Nutzung professioneller Marktforschungsberichte als Instrument zur Faktenprüfung von Pressemitteilungen. Er kategorisierte die Anbieterlandschaft: Statista als visueller „Allrounder“ für den schnellen Überblick, IBISWorld für tiefgehende Risiko- und Finanzanalysen sowie Euromonitor Passport für Konsumdaten. Er mahnte jedoch zur kritischen Prüfung der Methodik und Transparenz der jeweiligen Anbieter. Ausgabe #06: Der KI-Browser-Vergleich – Atlas vs. Comet Zum Jahresende untersuchte Klems den Paradigmenwechsel von der manuellen Suche zur KI-Assistenz. Im Vergleichstest standen „ChatGPT Atlas“ (Fokus: Automatisierung und Textproduktion) und „Perplexity Comet“ (Fokus: Transparenz und Workspaces). Während Atlas durch Analysefunktionen direkt im Browser punktet, bietet Comet strukturierte Quellenarbeit für Dossiers,. Klems warnte explizit vor Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection-Angriffen und empfahl für sensible Recherchen eine restriktive Nutzung ohne tiefe Systemverknüpfung. Hintergrund: Der Experte und das Medium Über Michael Klems Michael Klems, Jahrgang 1966, gilt als einer der erfahrensten Information Professionals im deutschsprachigen Raum. Er ist seit 1991 im Informationsgeschäft tätig und leitet das Unte
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