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EPISODE · Dec 16, 2019 · 43 MIN

Laura Meschede: Digitalisierung – Künstliche Intelligenz

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Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit das sind die Themen, die die Gesellschaft bewegen. Wir stehen vor großen Veränderungen, die vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind. Maschinen werden Aufgaben übernehmen und in vielen Bereichen menschliche Arbeitskraft ersetzen. Doch wer führt die Jobs aus, die für einen Computer schlicht zu kompliziert sind? Crowd- oder Clickworker werden diese Menschen genannt. Sie erledigen die monotonen "Restarbeiten" – weltweit und rund um die Uhr. Laura Meschede hat sechs Wochen lang als Crowdworkerin bei Amazons digitaler Plattform Mechanical Turk geschuftet, auf der rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um Kleinstaufträge konkurrieren. Sie bewerten zum Beispiel, ob eine Person auf einem Foto eher zufrieden oder übellaunig schaut. Oder sie erkennen, welche der Dutzenden Zahlen auf einem Kassenzettel die Steuer ausweist. Für jeden richtig abgetippten Kassenzettel gibt es 0,03 Dollar. Es sind miserabel entlohnte Jobs. Denn je mehr Crowdworker bereit sind, die Aufgabe zu erledigen, desto günstiger wird es für Auftraggeber. Unabhängig davon, wie lange die Crowdworker dafür tatsächlich gebraucht haben. Laura Meschede hat eine lesenswerte Reportage geschrieben, die vor den negativen Seiten der zukünftigen Arbeitswelt warnt. Dabei ist die Journalistin nicht per se gegen Digitalisierung oder künstliche Intelligenz. "Das Problem ist nicht die Arbeit an sich. Es ist die Ausbeutung", schreibt sie. Die Online-Plattform fühlt sich nicht für die Arbeitsbedingungen des Crowdworkers verantwortlich. Weder für seinen Arbeitsaufwand noch für seine Arbeitszeit. Wird er krank, ist es sein Problem. Urlaubsanspruch existiert nicht. Gibt es ein technisches Problem und nach einer Stunde Arbeit bricht alles zusammen, hat er schlicht Pech gehabt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schwärmt vom hohen Wachstumspotential der Crowdworking-Plattformen. Politiker und Unternehmer fordern stets Flexibilität ein, wenn sie über die Zukunft der Arbeit sprechen. Laura Meschede aber stellt die eigentlich wichtige Frage: Was können wir tun, dass das Leben vieler Arbeitnehmer nicht noch schlechter wird? Laura Meschede wurde an der Deutschen Journalistenschule ausgebildet, schreibt für verschiedene Medien wie Zeit, FAZ, SZ-Magazin, taz und Junge Welt. In der Vergangenheit wurde sie für verschiedene Journalistenpreise nominiert (Henri-Nannen, Reporterpreis, Grimme Online) und auch ausgezeichnet (Otto-Brenner, Willi-Bleicher, evangelischer Medienpreis); ist Marxistin und Kommunistin, hält den Sturz dieses Systems für eine Notwendigkeit und ihr Interesse gilt den Produktivkräften in der Vergangenheit und heute. In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Mönchengladbach Standort

Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit das sind die Themen, die die Gesellschaft bewegen. Wir stehen vor großen Veränderungen, die vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind. Maschinen werden Aufgaben übernehmen und in vielen Bereichen menschliche Arbeitskraft ersetzen. Doch wer führt die Jobs aus, die für einen Computer schlicht zu kompliziert sind? Crowd- oder Clickworker werden diese Menschen genannt. Sie erledigen die monotonen "Restarbeiten" – weltweit und rund um die Uhr. Laura Meschede hat sechs Wochen lang als Crowdworkerin bei Amazons digitaler Plattform Mechanical Turk geschuftet, auf der rund 500.000 Menschen rund um den Erdball um Kleinstaufträge konkurrieren. Sie bewerten zum Beispiel, ob eine Person auf einem Foto eher zufrieden oder übellaunig schaut. Oder sie erkennen, welche der Dutzenden Zahlen auf einem Kassenzettel die Steuer ausweist. Für jeden richtig abgetippten Kassenzettel gibt es 0,03 Dollar. Es sind miserabel entlohnte Jobs. Denn je mehr Crowdworker bereit sind, die Aufgabe zu erledigen, desto günstiger wird es für Auftraggeber. Unabhängig davon, wie lange die Crowdworker dafür tatsächlich gebraucht haben. Laura Meschede hat eine lesenswerte Reportage geschrieben, die vor den negativen Seiten der zukünftigen Arbeitswelt warnt. Dabei ist die Journalistin nicht per se gegen Digitalisierung oder künstliche Intelligenz. "Das Problem ist nicht die Arbeit an sich. Es ist die Ausbeutung", schreibt sie. Die Online-Plattform fühlt sich nicht für die Arbeitsbedingungen des Crowdworkers verantwortlich. Weder für seinen Arbeitsaufwand noch für seine Arbeitszeit. Wird er krank, ist es sein Problem. Urlaubsanspruch existiert nicht. Gibt es ein technisches Problem und nach einer Stunde Arbeit bricht alles zusammen, hat er schlicht Pech gehabt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schwärmt vom hohen Wachstumspotential der Crowdworking-Plattformen. Politiker und Unternehmer fordern stets Flexibilität ein, wenn sie über die Zukunft der Arbeit sprechen. Laura Meschede aber stellt die eigentlich wichtige Frage: Was können wir tun, dass das Leben vieler Arbeitnehmer nicht noch schlechter wird? Laura Meschede wurde an der Deutschen Journalistenschule ausgebildet, schreibt für verschiedene Medien wie Zeit, FAZ, SZ-Magazin, taz und Junge Welt. In der Vergangenheit wurde sie für verschiedene Journalistenpreise nominiert (Henri-Nannen, Reporterpreis, Grimme Online) und auch ausgezeichnet (Otto-Brenner, Willi-Bleicher, evangelischer Medienpreis); ist Marxistin und Kommunistin, hält den Sturz dieses Systems für eine Notwendigkeit und ihr Interesse gilt den Produktivkräften in der Vergangenheit und heute. In Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Mönchengladbach Standort

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This episode is 43 minutes long.

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This episode was published on December 16, 2019.

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Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Zukunft der Arbeit das sind die Themen, die die Gesellschaft bewegen. Wir stehen vor großen Veränderungen, die vergleichbar mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind. Maschinen...

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