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EPISODE · Mar 21, 2019 · 11 MIN

Marielles Vermächtnis

from Rosa-Luxemburg-Stiftung Audiodokumentationen · host Rosa-Luxemburg-Stiftung

Azadê Peşmen interviewt Jamile da Silva e Silva, eine Vertreterin des Kollektivs Schwarzer Frauen «Articulação de Mulheres Pretas», zur Bedeutung des Mordes an Marielle Franco. Am 14.03.2019 jährte sich zum ersten Mal der Todestag von Marielle Franco und ihrem Fahrer Anderson Gomes. Sie staben an den Schüssen aus einer Waffe des deutschen Herstellers Heckler und Koch. Verschiedene Demonstrationen auf der ganzen Welt gedachten der ermordeten Aktivistin und Politikerin aus Rio de Janeiro und forderten die Aufklärung des Mordes – auch in Berlin. Täglich geschehen Morde in Brasilien, die nicht aufgeklärt werden. Gerade Angehörige der traditionell marginalisierten Gruppen gehören am häufigsten zu den Opfern. Marielle selbst war Schwarz, lebte in einer Beziehung mit einer Frau und kam aus der Favela Maré. Sie setzte sich für die Belange ihrer Community und für die Aufklärung von Verbrechen der Polizei und der Milizen in den Favelas ihrer Heimatstadt ein. Marielle ist entgegen allen strukturellen Widerständen erfolgreich gewesen. Sie war Abgeordnete in Rio de Janeiro für die linke Partei PSOL und hat ihre Stimme lautstark für die erhoben, die ausgegrenzt werden - deren Leben nicht zu zählen scheint. Sie ist trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb umgebracht worden. Brasilien hat einen neuen ultrarechten Präsidenten gewählt, der für seine rassistischen, homophoben, frauenfeindlichen und gewaltverherrlichenden Äußerungen bekannt ist. Der Protest für eine Aufklärung des Mordes an Marielle ist zu einem Sinnbild des Kampfes der Geleichberechtigung von Armen, Schwarzen, Frauen* und LGTBIQ* und für den Widerstand gegen den ultrarechten Backlash in Brasilien geworden. Weitere Inhalte zur Situation in der Region: https://www.rosalux.de/themen/international-transnational/amerika/

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This episode was published on March 21, 2019.

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