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Mensch und Maschine – wer programmiert wen?

Wir werden in den nächsten zehn Jahren sehr stark mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz konfrontiert werden. Sie wird viele Bereiche unseres Lebens fundamental verändern. Von Industrie 4.0 über autonome Maschinen bis hin zu Anwendungen in der Medizin verstärkt sich der Einsatz von Deep Learning – Systemen. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit wir diesen neuen intelligenten Systemen vertrauen können. Wieviel Verantwortung geben wir ab?

Episode 19 of the re:publica 18 - Science & Technology podcast, hosted by Ranga Yogeshwar, titled "Mensch und Maschine – wer programmiert wen?" was published on May 2, 2018 and runs 63 minutes.

May 2, 2018 ·63m · re:publica 18 - Science & Technology

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Ranga Yogeshwar Manche Bereiche des Deep-Learning sind ungeheuer leistungsfähig. Bei der Auswertung von Röntgenbildern oder dem Erkennen von Verkehrsschildern übertreffen die neuronalen Netze bereits heute den Menschen. Moderne Systeme können bei der Vergabe von Bankkrediten besser urteilen als Menschen es tun. Die Folge: Die Algorithmen entscheiden. Doch nach welchen moralischen Prinzipien fällen sie ihre Entscheidung? Betrachtet man die genaue Arbeitsweise dieser Systeme, so verhalten sie sich aufgrund von Rückkopplungseffekten und ihrer Komplexität nicht mehr kausal. Diese neuronalen Systeme funktionieren zwar, doch ihre genauen Entscheidungsmuster entziehen sich einer klassischen Logik.  Wir erleben also einen Übergang von der Kausalität zur Korrelation. Das entspricht einem Bruch mit den grundlegenden Prinzipien der Aufklärung. Selbst innerhalb der Kommunikationsströme von Twitter oder Facebook oder den Anwendungen des „natural language processing" zeigt sich ein beachtliches Potenzial einer gesellschaftlichen Fragmentierung. Mensch und Maschine– wer programmiert am Ende wen? // Vor dem  Talk von Ranga Yogehswar wird Anja Karlizcek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Subkonferenz "We can WORK it out" zum Wissenschaftsjahr 2018 - Arbeitswelten der Zukunft mit einem Impuls zum Thema "Wissenschaftskommunikation in den Arbeitswelten der Zukunft" eröffnen.

Ranga Yogeshwar Manche Bereiche des Deep-Learning sind ungeheuer leistungsfähig. Bei der Auswertung von Röntgenbildern oder dem Erkennen von Verkehrsschildern übertreffen die neuronalen Netze bereits heute den Menschen. Moderne Systeme können bei der Vergabe von Bankkrediten besser urteilen als Menschen es tun. Die Folge: Die Algorithmen entscheiden. Doch nach welchen moralischen Prinzipien fällen sie ihre Entscheidung? Betrachtet man die genaue Arbeitsweise dieser Systeme, so verhalten sie sich aufgrund von Rückkopplungseffekten und ihrer Komplexität nicht mehr kausal. Diese neuronalen Systeme funktionieren zwar, doch ihre genauen Entscheidungsmuster entziehen sich einer klassischen Logik.  Wir erleben also einen Übergang von der Kausalität zur Korrelation. Das entspricht einem Bruch mit den grundlegenden Prinzipien der Aufklärung. Selbst innerhalb der Kommunikationsströme von Twitter oder Facebook oder den Anwendungen des „natural language processing" zeigt sich ein beachtliches Potenzial einer gesellschaftlichen Fragmentierung. Mensch und Maschine– wer programmiert am Ende wen? // Vor dem  Talk von Ranga Yogehswar wird Anja Karlizcek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Subkonferenz "We can WORK it out" zum Wissenschaftsjahr 2018 - Arbeitswelten der Zukunft mit einem Impuls zum Thema "Wissenschaftskommunikation in den Arbeitswelten der Zukunft" eröffnen.
re:publica 18 - Alle Sessions re:publica 18 Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - re:publica re:publica Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - Politics & Society re:publica Politik und Gesellschaft in all ihren Dimensionen sind mehr denn je ein Thema, dem wir uns auf der re:publica 2018 zuwenden wollen. re:publica 18 - Arts & Culture re:publica Wir leben mitten im postdigitalen Zeitalter. Das Netz ist allgegenwärtig, auch und gerade in Kunst und Kultur.
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