EPISODE · Nov 7, 2024 · 55 MIN
Rita - Leben und Überleben
from mit Milch und Zucker · host mit Milch und Zucker
(06:32) Wir kannten uns, weil wir die gleichen Ärzte hatten. (08:11) Es hat sich hingezogen und plötzlich sind immer mehr Symptome aufgetreten. (08:42) Mit 19 habe ich einen Verein und eine Selbsthilfegruppe gegründet. (09:01) Es sind meistens junge Patienten und Frauen, die nicht ernst genommen werden. (09:47) Es hat 10 Reanimationen gebraucht, bis man draufgekommen ist, dass mein Gehirn vergisst, dem Körper zu sagen, dass er atmen soll. (10:53) Sie hat zu mir gesagt, dass sie nicht wissen, ob ich auch mit der Operation überleben werde. (10:59) Nach 2 Wochen Koma bin ich aufgewacht und hatte ein Tracheostoma. (11:23) Mir wurde gesagt, dass niemand wüsste, ob meine Stimme zurückkommt, und dass Singen unmöglich sein wird. (12:35) Meiner Mutter wurde gesagt, dass ich nicht mehr lebend aus dem Krankenhaus kommen werde. (12:42) Das ist jetzt zwei Jahre her, ich hab‘s geschafft. (13:41) Natürlich wünsche ich diese Momente niemandem, aber nachdem ich keine Wahl hatte, bin ich froh, dass ich das erlebt und überlebt hab. (14:44) Ich bin mit meiner besten Freundin selber auf die Diagnose gekommen. (15:30) Ich hätte mir eine frühere Diagnose gewünscht. (17:49) Natürlich gibt's auch gute Ärzte. (19:30) Sie macht Apnoetauchen und lernt das irgendwie. (21:49) Du kannst dich nicht selber reanimieren. (23:18) Ich hab ja die Zeit schon überlebt, von der mir gesagt wurde, ich werde sie nicht überleben. (27:28) Ich habe durch meine Geschichte gelernt und versuche, das Erlernte weiterzugeben. (28:26) Wenn man merkt, es wird immer kritischer mit der Krankheit, lernt man auch sich selbst zu helfen. (34:45) Durch das Gesundheitssystem erlebt man sehr viel Frustration. Das geht dann auch einfach auf die Psyche. (36:27) Kein Strom heißt keine Luft für mich. (37:24) Natürlich gibt es Einschränkungen, aber ich versuche, mein Leben so zu leben, wie ich es gerne hätte. (42:42) Manchmal würde ich gerne in unvoreingenommene Konversationen starten. (44:01) Komische Kommentare kommen meist aus Unwissenheit. (46:00) Eine Stärke, die mir von meinen Eltern mitgegeben wurde, ist, in jeder Situation etwas Lustiges zu finden. (46:44) Lachen war nie ganz weg. (47:00) Ich wünsche mir, dass ich die älteste Patientin mit dieser Erkrankung werde. (51:48) Ich wäre gern der Mensch, den ich mir für mich gewünscht hätte.
What this episode covers
(06:32) Wir kannten uns, weil wir die gleichen Ärzte hatten. (08:11) Es hat sich hingezogen und plötzlich sind immer mehr Symptome aufgetreten. (08:42) Mit 19 habe ich einen Verein und eine Selbsthilfegruppe gegründet. (09:01) Es sind meistens junge Patienten und Frauen, die nicht ernst genommen werden. (09:47) Es hat 10 Reanimationen gebraucht, bis man draufgekommen ist, dass mein Gehirn vergisst, dem Körper zu sagen, dass er atmen soll. (10:53) Sie hat zu mir gesagt, dass sie nicht wissen, ob ich auch mit der Operation überleben werde. (10:59) Nach 2 Wochen Koma bin ich aufgewacht und hatte ein Tracheostoma. (11:23) Mir wurde gesagt, dass niemand wüsste, ob meine Stimme zurückkommt, und dass Singen unmöglich sein wird. (12:35) Meiner Mutter wurde gesagt, dass ich nicht mehr lebend aus dem Krankenhaus kommen werde. (12:42) Das ist jetzt zwei Jahre her, ich hab‘s geschafft. (13:41) Natürlich wünsche ich diese Momente niemandem, aber nachdem ich keine Wahl hatte, bin ich froh, dass ich das erlebt und überlebt hab. (14:44) Ich bin mit meiner besten Freundin selber auf die Diagnose gekommen. (15:30) Ich hätte mir eine frühere Diagnose gewünscht. (17:49) Natürlich gibt's auch gute Ärzte. (19:30) Sie macht Apnoetauchen und lernt das irgendwie. (21:49) Du kannst dich nicht selber reanimieren. (23:18) Ich hab ja die Zeit schon überlebt, von der mir gesagt wurde, ich werde sie nicht überleben. (27:28) Ich habe durch meine Geschichte gelernt und versuche, das Erlernte weiterzugeben. (28:26) Wenn man merkt, es wird immer kritischer mit der Krankheit, lernt man auch sich selbst zu helfen. (34:45) Durch das Gesundheitssystem erlebt man sehr viel Frustration. Das geht dann auch einfach auf die Psyche. (36:27) Kein Strom heißt keine Luft für mich. (37:24) Natürlich gibt es Einschränkungen, aber ich versuche, mein Leben so zu leben, wie ich es gerne hätte. (42:42) Manchmal würde ich gerne in unvoreingenommene Konversationen starten. (44:01) Komische Kommentare kommen meist aus Unwissenheit. (46:00) Eine Stärke, die mir von meinen Eltern mitgegeben wurde, ist, in jeder Situation etwas Lustiges zu finden. (46:44) Lachen war nie ganz weg. (47:00) Ich wünsche mir, dass ich die älteste Patientin mit dieser Erkrankung werde. (51:48) Ich wäre gern der Mensch, den ich mir für mich gewünscht hätte.
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