EPISODE · Apr 21, 2018 · 32 MIN
Schrebers Erben - 074
from Gartenradio – Der Garten-Podcast · host Quilitz/Sicconi
„Raupenleim Klebelang“ setzten frühe Kleingärtner gegen Schädlinge ein. Zu DDR-Zeiten gab es sozialistischen Gemüsewettstreit und ausgerechnet der Namenspate, Dr. Schreber hatte mit Gärten gar nichts im Sinn. Und natürlich erfährt man im einzigen Kleingär
What this episode covers
Das einzige Kleingärtnermuseum der Welt steht auf dem Gelände des allerersten Schrebervereins, gegründet am 10. Mai 1864. Und so kann sich der Besucher nicht nur die Ausstellung ansehen und erfahren, wie Kleingärten entstanden sind, und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, sondern sich auch durch die original Schrebergartenanlage treiben lassen. Erstaunlicherweise war Dr. Schreber Orthopäde und hatte mit Gärten gar nichts im Sinn. Sein Anliegen, das er Mitte des 19. Jahrhunderts verfolgte, passt auch heute in die Handy- und Computer Zeit: die Jugend sollte sich mehr bewegen. Dass sich in Leipzig zu Kniebeugen und Ballspielen auch Radieschen und Kartoffeln gesellten, ist zwei "Weiterdenkern" zu verdanken. Dr. Ernst Innocenz Hauschild sorgte dafür, dass ein Platz zur Verfügung gestellt wurde, und Karl Gesell brachte die Idee der Beete ein. Welche Unterschiede es zwischen Kleingärten und Schrebergärten gab, warum Laubenpieper als die ersten Landbesetzer mit mobilen Hochbeeten gelten und weshalb man heutzutage im KGV Dr. Schreber mit Steam-Punkern picknicken kann – erzählt Museumsdirektorin Claudia Paetzeld in der neuen GartenRadio-Folge.
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Schrebers Erben - 074
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