EPISODE · Mar 20, 2026 · 28 MIN
Vertrauensbruch an der Uni Freiburg: Der Fall der 800 heimlich gefilmten Frauen
from BZ am Ohr · host Gina Kutkat
Ein Studienberater der Universität Freiburg hat über 15 Jahre hinweg mehr als 800 Frauen heimlich in intimsten Situationen gefilmt – in WG-Badezimmern, auf Uni-Toiletten und sogar während vertraulicher Beratungsgespräche. Der Fall sorgte Anfang März für Entsetzen in Freiburg, als das Amtsgericht den 57-jährigen Peter S. wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs zu einer Bewährungsstrafe verurteilte. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Reporter Frank Zimmermann über den erschütternden Prozess und die Dimension des Spanner-Skandals. Wie konnte der Täter jahrelang unentdeckt bleiben? Welche perfiden Methoden nutzte er, um seine Opfer zu filmen? Frank Zimmermann berichtet von den Aussagen betroffener Studentinnen, die in der von Peter S. vermieteten WG lebten und erst durch Zufall die versteckte Kamera im Badezimmer entdeckten. Der Reporter erklärt, wie die Ermittler auf über 800 Namen von Frauen stießen und warum nur ein Bruchteil der Taten überhaupt verhandelt werden konnte. Neben dem Urteil und der juristischen Einordnung geht es in dieser Folge auch um die heftige Kritik am Vorgehen der Universität Freiburg. Viele betroffene Frauen erfuhren erst durch die BZ-Berichterstattung von den heimlichen Aufnahmen am Arbeitsplatz. Studierende und Mitarbeitende demonstrierten vor der Uni und fordern mehr Transparenz und Schutz. Wie reagiert die Hochschulleitung auf die Vorwürfe? Und was bedeutet dieser Fall für den Umgang mit sexualisierter Gewalt an Universitäten?
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