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BZ am Ohr

Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!

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  1. 181

    Live: Zwischen Kuckucksuhr und KI: Der Schwarzwald fordert das Silicon Valley heraus

    Die großen Einhörner kommen alle aus dem Silicon Valley? Nein, nicht alle. Wertvolle Start-ups kommen zunehmend auch aus Freiburg und der gesamten Region Südbaden. Freiburg als Startup-Hotspot hatte lange niemand auf dem Schirm. Aber: Die Black Forest Labs machen international Schlagzeilen. Der Medizintechnikhersteller Cortec fordert mit seinen Gehirnimplantaten Elon Musk heraus. Und beim KI-Startup Prior Labs ist der Softwareriese SAP mit einem Milliardendeal eingestiegen. Wie gelingt den südbadischen Startups das? Was haben sie dem Markt zu bieten? Warum ist ausgerechnet Freiburg zum Brutkasten für Weltklasse-Startups geworden – und welche Rolle spielen dabei die Uni Freiburg, der badische Tüftlergeist und die Lebensqualität im Dreiländereck? Wie kommt Hightech aus dem Schwarzwald an das nötige Risikokapital – und warum ist das in Europa so viel schwieriger als im Silicon Valley oder in China? Über diese Fragen diskutierten in diesem Live-Podcast Frank Hutter, Gründer von Prior Labs, Cortec-Chef Martin Schüttler, Nikolaus Raupp vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), Deutschlands größtem Frühphasen-Investor, und Lena Hornecker vom Branchenverband Bitkom bei einem Live-Podcast mit Markus Hofmann, Leiter Digitale Inhalte und stellvertretender Chefredakteur der BZ. Aufgezeichnet wurde der Live-Podcast auf dem Käpsele Innovation Festival auf der Messe in Freiburg - dem größten Innovationsfestival in der Region. Die Freiburger Wirtschaftsförderung FWTM und die IHK Südlicher Oberrhein bringen dort die regionale Startup-Szene, den Mittelstand, internationale Vorreiter aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Bei der dritten Ausgabe des Festivals trafen sich Mitte Juli 2026 rund 2000 Menschen.

  2. 180

    80 Jahre BZ: "KI kann Texte vertrauenswürdiger machen", sagt Medienjournalistin Ulrike Langer

    KI oder nicht? Für Innovationsjournalistin Ulrike Langer entscheidet diese Frage nicht über journalistische Qualität. Sie sagt: „Neun Monate mit KI haben mich zu einer besseren Journalistin gemacht.“ Was kann man online noch lesen - und glauben? Wie macht KI journalistische Arbeit besser - und was würde Ulrike Langer nie aus der Hand geben? Die Medienjournalistin lebt in Seattle, schreibt einen gefragten Branchennewsletter zu Medieninnovationen und arbeitet mit 63, so sagt sie, mehr denn je. Ihre KI-Tools haben sie nicht schneller gemacht - aber effektiver. So habe sie zum Beispiel mehr Zeit für das Wesentliche im Journalismus: den Austausch mit Menschen. Im Podcast hat sie auch ganz praktische KI-Tipps parat - für Berufseinsteiger, für den Lokaljournalismus - und für seine Leserinnen und Leser. Diese Folge ist Teil einer Serie: Zum 80. Geburtstag der BZ gibt es diese Woche nicht nur einmal BZ am Ohr - sondern vier Mal. In den anderen Folgen werfen mit unserer Chefredaktion einen Blick hinter die Kulissen, wir machen uns auf die Suche nach der perfekten Geschichte - und der Ministerpräsident Cem Özdemir spricht über das Verhältnis von Medien und Politik.

  3. 179

    80 Jahre BZ: Cem Özdemir: "Dann ist die Frage, ob wir einfach kollektiv verblöden"

    Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht bei BZ am Ohr über seine Anfänge im Lokaljournalismus, die Bedeutung regionaler Medien - und ein striktes Social-Media-Verbot für Jugendliche. Bei seinem ersten Besuch in Freiburg in seinem neuen Amt ist Cem Özdemir zu Gast im Podcast bei BZ-Politikchef Dietmar Ostermann. Anlässlich des 80. Geburtstags der Badischen Zeitung blickt Özdemir dabei auch auf seine eigene Vergangenheit zurück: Als Student arbeitete er als freier Journalist für die Südwestpresse und den Reutlinger Generalanzeiger – und verrät, welchen Trick er damals nutzte, um sein Honorar zu maximieren. Im Gespräch bezieht Özdemir klar Position zur Macht der großen Tech-Konzerne und zur Zukunft des Journalismus. Er fordert ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige und ein Handyverbot an Schulen – und erklärt, warum er darin nicht nur eine Frage des Kinderschutzes sieht, sondern eine Entscheidung über die wirtschaftliche und demokratische Zukunft des Landes. Warum bleibt er trotz aller Kritik auf der Plattform X, während andere Parteien sie verlassen haben? Özdemir spricht auch darüber, wie sich politische Kommunikation durch soziale Medien verändert – und was das für den Parlamentarismus bedeutet. Er erklärt, warum er eine Digitalabgabe für Tech-Konzerne unterstützt und wie das Geld in regionale Medien fließen könnte. Und: Welche Schlagzeile würde er sich selbst für die ersten Wochen seiner Landesregierung wünschen? Die Antwort – knapper als fünf Wörter – gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr". Diese Folge ist Teil einer Serie: Zum 80. Geburtstag der BZ gibt es diese Woche nicht nur einmal BZ am Ohr - sondern vier Mal. In den anderen Folgen werfen mit unserer Chefredaktion einen Blick hinter die Kulissen, wir erklären, warum und wie JournalistInnen KI nutzen - und wir machen uns auf die Suche nach der perfekten Geschichte.

  4. 178

    80 Jahre BZ: Auf der Suche nach der perfekten Geschichte mit Joshua Kocher und Jannik Jürgens

    Wie erzählt man die perfekte Geschichte? Was macht eine gute Lokalgeschichte aus? Und warum ist das ausgerechnet für eine Regionalzeitung wie die BZ so wichtig? Zum 80. Geburtstag werfen wir bei BZ am Ohr einen Blick hinter die Kulissen. Im Interview mit Podcast-Redakteurin Dora Schöls erklären BZ-Reporter Joshua Kocher und Jannik Jürgens, warum es in einer Zeitung heute nicht mehr ausreicht, einfach nur zu informieren. Joshua Kocher und Jannik Jürgens sind derzeit als sogenannte Resilienzreporter für die BZ im Einsatz: Sie ziehen von Lokalredaktion zu Lokalredaktion – von Lahr über Müllheim bis nach Lörrach – und helfen den Kolleginnen und Kollegen vor Ort dabei, die bestmöglichen Geschichten zu finden und zu erzählen. Beide haben nach ihrem Volontariat bei der BZ an der Reportageschule Reutlingen das Handwerk des Erzählens verfeinert und danach freiberuflich für Magazine gearbeitet. In der Folge kommen auch der ehemalige BZ-Chefreporter Stefan Hupka, BZ-Chefredakteurin Carolin Buchheim, BZ-Lokalreporter Patrik Müller und Datenexpertin Katja Fleischmann zu Wort. Wie findet man die Geschichten, die einen nicht loslassen? Wie viel Zeit braucht eine wirklich gute Reportage? Wie bringt man Menschen dazu, Intimes preiszugeben – und wie schützt man sie dabei vor sich selbst? Und wo verläuft die Grenze zwischen journalistischem Erzählen und Fiktion? Antworten auf all das gibt es in dieser Folge von BZ am Ohr. Diese Folge ist Teil einer Serie: Zum 80. Geburtstag der BZ gibt es diese Woche nicht nur einmal BZ am Ohr - sondern vier Mal. In den anderen Folgen werfen mit unserer Chefredaktion einen Blick hinter die Kulissen, wir erklären, warum und wie JournalistInnen KI nutzen - und Ministerpräsident Cem Özdemir ist bei uns im Podcast zu Gast.

  5. 177

    80 Jahre BZ: "Die regionale Verwurzelung prägt uns bis heute", sagt die Chefredaktion

    80 Jahre Badische Zeitung – das nehmen wir zum Anlass für einen besonderen Blick hinter die Kulissen des regionalen Journalismus in Südbaden. In dieser Jubiläumsfolge von „BZ am Ohr" sind Carolin Buchheim und Stephan Schröter zu Gast, die seit gut einem Jahr gemeinsam die Chefredaktion der BZ bilden. Wie sind die beiden eigentlich zum Journalismus gekommen? Und was hat sie dazu bewogen, die Doppelspitze der größten Regionalzeitung im Südwesten zu übernehmen? Im Gespräch erzählen Buchheim und Schröter von ihren sehr unterschiedlichen Werdegängen – von ersten journalistischen Gehversuchen über Stationen bei Springer und dem Freiburger Online-Magazin fudder.de bis hin zur Chefredaktion. Außerdem nehmen sie die Hörerinnen und Hörer mit ins Gründungsjahr 1946: Wie entstand die BZ damals in einem Waschraum im Freiburger Herderbau – und welche demokratische Mission steckte hinter der Gründung? Und was verbindet die Arbeitsweise der Redakteurinnen und Redakteure von damals mit der von heute? Wie funktioniert Führung zu zweit – und wo liegen die Vorteile einer Doppelspitze? Wie begegnet die BZ als Familienunternehmen den Herausforderungen des digitalen Wandels, sinkenden Printauflagen und immer mehr KI im Journalismus? Und lesen die Chefredakteurin und der Chefredakteur eigentlich selbst noch die gedruckte Zeitung? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr". Diese Folge ist Teil einer Serie: Zum 80. Geburtstag der BZ gibt es diese Woche nicht nur einmal BZ am Ohr - sondern vier Mal. In den anderen Folgen gehen wir auf die Suche nach der perfekten Geschichte, wir erklären, warum und wie JournalistInnen KI nutzen - und Ministerpräsident Cem Özdemir ist im Podcast zu Gast.

  6. 176
  7. 175

    Tipps fürs Fernwandern für Frauen - „Den Mental Load hinter sich lassen“

    Die BZ verschenkt 1000 Gratis-Abos: mehr.bz/gratisabo Fernwandern für Frauen – allein, leicht und mit Mut: Darum geht es in dieser Folge von „BZ am Ohr" mit der Wanderexpertin und Autorin Nina Rühlig. Sie ist bereits den GR10 durch die Pyrenäen gelaufen, hat den Stevenson-Weg durch die Cevennen erkundet und zuletzt drei Wochen lang allein den Küstenwanderweg in der Bretagne zurückgelegt – nebenbei hat sie dabei gleich einen Wanderführer geschrieben. In ihrem Buch „Fernwandern für Frauen" lädt sie Frauen ein, sich mit Mut und Freude auf Mehrtagestouren zu wagen. Was meint Nina, wenn sie vom „Luxus der Leichtigkeit" spricht? Es geht ihr nicht nur ums Gepäck, sondern auch um etwas viel Größeres: den Mental Load, gesellschaftliche Erwartungshaltungen – und wie das Wandern beides hinter sich lässt. Im Podcast erzählt sie, welche Ängste Frauen am häufigsten davon abhalten, loszugehen, und wie man ihnen schon bei der Planung begegnen kann. Außerdem verrät sie, was wirklich in den Rucksack gehört, worauf Frauen beim Kauf von Rucksack und Wanderschuhen achten sollten – und warum man Letzere unbedingt nachmittags anprobieren sollte. Nina spricht in „BZ am Ohr" auch über Themen, die im Wanderkontext selten offen diskutiert werden: Menstruation auf dem Trail, Wandern in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Und sie erzählt, wie es sich anfühlt, nach sieben Wochen in den Pyrenäen wieder im Alltag anzukommen – und warum das gar nicht so einfach ist. Welche Tour plant sie als nächstes? Und was braucht es wirklich, um einfach loszugehen? Das Buch „Fernwandern für Frauen - Ein Leitfaden rund um Mehrtagestouren“ ist im Mai im Conrad Stein Verlag erschienen. Nina Rühlig schreibt außerdem in ihrem Blog ninawandert.de. Die BZ verschenkt 1000 Gratis-Abos: mehr.bz/gratisabo

  8. 174

    Live-Podcast: Macht KI unser Leben wirklich besser?

    Christian Steiger, Aya Jaff, Julia Bösch, Dominic von Proeck und Timo Mayer diskutieren im Historischen Kaufhaus in Freiburg über Künstliche Intelligenz: Mehr als 2 Billionen Euro – eine Zahl mit 12 Nullen. So viel Geld wird wohl allein dieses Jahr in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz gesteckt. KI verändert gerade alles: die Dimensionen unseres Wirtschaftssystems, die Arbeit in jedem Unternehmen, den Alltag von uns Menschen. Aber wozu das Ganze? Was soll die KI bewirken – und was bewirkt sie tatsächlich? Macht sie unser Leben wirklich besser? Um diese Fragen ging es im Live-Podcast am vergangenen Dienstag bei der dritten Ausgabe der „Evolve“, einer Fachkonferenz für KI und Marketing. Organisiert wird die Veranstaltung von Macs, der Marketing Community Freiburg/Südbaden, die Badische Zeitung ist Medienpartnerin. Moderiert wurde der Live-Podcast von BZ-Redakteurin Dora Schöls. Bei der KI-Revolution stehen wir noch ganz am Anfang – darüber waren sich die fünf Gäste einig. Und: Wir sprechen zwar über Technologie, letztlich soll es aber um den Menschen gehen. Nur: Was genau ist der Mehrwert von KI? Da gingen die Meinungen auseinander. Sie soll „das Leben einfacher und besser machen“, sagte Timo Mayer, Vorstand der Freiburger Digitalagentur Virtual Identity. „KI ist ein Werkzeug. Ein Hammer macht das Leben auch nicht besser, sondern das, was wir daraus machen.“ So sah das auch Julia Bösch, Gründerin des Online-Styling-Services Outfittery. Ihr Produkt verbessere das Leben der Kunden – weil diese sich mit der neuen Kleidung „wohl fühlen und anders auftreten“. Dabei ersetze die KI keine Menschen, sondern gebe mehr Zeit etwa für menschliche Kundenbeziehungen. Entschieden widersprach Autorin Aya Jaff: KI gebe es nur auf Basis von menschlichem Wissen. Die Arbeit etwa von kreativen Menschen werde zum KI-Training verwendet – ohne dass diese Menschen um Erlaubnis gefragt würden. Wie verändert es das menschliche Miteinander, wenn ein Unternehmen KI-Agenten als eigenständige Mitarbeitende mit Personalakte und Feedbackgesprächen einsetzt, so wie das Schulungs-Startup Leaders of AI? „Wir versuchen, den menschlichen Austausch mehr wertzuschätzen“, betonte Gründer Dominic von Proeck. Regelmäßig treffe sich das Team auf Mallorca – ohne die KI-Kollegen. Allerdings: Wenn die KI immer mehr Aufgaben übernehmen kann, müsse man schon aufpassen, dass man selbst kritisch bleibt, ergänzte Lexware-Chef Christian Steiger: „Wir sind alle Convenience-Schweine, wir lieben es, nicht nachzudenken.“ Dabei brauche es genau das im Umgang mit der KI. Was bedeutet es, wenn Menschen die KI nicht mehr kontrollieren können? Welche menschlichen Fähigkeiten werden jetzt wieder wichtig? Und lösen wir mit der KI überhaupt die richtigen Probleme? Um diese und weitere Fragen geht es in dieser Live-Folge von BZ am Ohr.

  9. 173

    Warum Kinder die Schule verweigern – und wer dann hilft

    Schulabsentismus – wenn Kinder und Jugendliche wochenlang, monatelang oder sogar jahrelang nicht zur Schule gehen – ist ein wachsendes Problem, das seit der Pandemie deutlich zugenommen hat. In dieser Folge diskutiert BZ-Redakteurin Katharina Meier mit drei Gästen über Ursachen, Hilfsangebote und die Grenzen des Systems. Zu Gast sind die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin an der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Freiburg Frau Kaiser, der Lehrer und ASKO-Mitarbeiter Alexander Schwieren sowie Frau Müller – eine Mutter, deren Tochter fast zwei Jahre nicht zur Schule gehen konnte. Im Mittelpunkt steht die bewegende Geschichte von Frau Müllers Tochter: Mit zwölf Jahren hörte sie nach Mobbing-Erfahrungen auf, zur Schule zu gehen. Was folgte, war ein langer Weg durch Beratungsstellen, lange Wartezeiten und schließlich die Kinder- und Jugendpsychiatrie – wo die Diagnosen soziale Phobie und Autismus-Spektrum-Störung gestellt wurden. Welche Rolle spielte die Tagesklinik als „Game Changer"? Und wie hat eine berufstätige Mutter im Schichtdienst diese 20 Monate gemeistert? Die Expertinnen und Experten beleuchten, welche psychischen Erkrankungen hinter Schulabsentismus stecken können – von Depression über Angststörungen bis hin zu unerkannten Lese-Rechtschreib-Störungen – und warum Druck allein selten hilft. Welche Frühwarnzeichen sollten Eltern und Lehrkräfte kennen? Was können Schulen tun, und wo stoßen alle Beteiligten an ihre Grenzen? Und was braucht es politisch, damit betroffene Familien nicht so lange allein kämpfen müssen?

  10. 172

    Ratten im OP, sterbende Kinder und kaum Hygiene: Was eine Gundelfingerin im Sudan erlebt hat

    Krieg, Hunger, Krankheiten: Menschen auf dieser Welt erleben unfassbares Leid. Diesen Menschen will Sabine Breisacher aus Gundelfingen helfen. Für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen geht sie in Länder wie den Sudan, Afghanistan oder in das größte Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch. Wie geht sie mit dem Leid und dem Sterben um? Bringt sie sich da auch selbst in Gefahr? Und erlebt sie vor Ort auch schöne Momente? Darüber spricht die 57-jährige Intensivpflegerin, die hauptberuflich an der Uniklinik in Freiburg arbeitet, in dieser Folge von BZ am Ohr mit BZ-Redakteurin Nikola Vogt. Sabine Breisacher erzählt, was sie bei ihrem jüngsten Einsatz im Sudan erlebt hat: katastrophale hygienische Zustände, eine Sterblichkeitsrate von 20 Prozent auf der Neugeborenenstation und immer wieder Shootings, bei denen auch Unbeteiligte getroffen werden können. Wie geht sie mit einer solchen Belastung um? Außerdem erklärt Sarah Meschenmoser, Leiterin der politischen Abteilung von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, warum die humanitäre Lage im Sudan so dramatisch ist – und welche Folgen der Rückzug der USA mit dem Ende von USAID für die internationale Nothilfe hat.

  11. 171

    Mehr CO2 als Fliegen: Wie Alma Spribille mit Mobilfunk die Welt retten will

    Geht Wirtschaften auch nachhaltig? Ja, sagt Alma Spribille. Sie hat in Freiburg den klimaneutralen Mobilfunkanbieter Wetell gegründet. Die ehemalige Solarzellenforscherin am Fraunhofer ISE war zudem Mitglied im Mittelstandsbeirat von Robert Habeck und setzt sich im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft für wertebasiertes Unternehmertum ein. In dieser Folge von „BZ am Ohr" erzählt sie BZ-Redakteurin Dora Schöls, wie sie aus der sicheren Forschungsstelle ins Gründerabenteuer wechselte. Warum ausgerechnet Mobilfunk, wenn es doch offensichtlichere Baustellen beim Klimaschutz gibt? Alma Spribille erklärt, dass Telekommunikation weltweit mehr CO2-Äquivalente verursacht als der Flugverkehr – und dass es in dieser Branche lange keine nachhaltige Alternative gab. Sie spricht über Greenwashing bei großen Anbietern, über Pflanzenkohle-Kompensation und darüber, wie Wetell mit Investitionen in Windräder auf dem Rosskopf Ökostrom produziert. Und sie verrät, mit welcher „dreisten Mutigkeit" sie sich eine Netzanbindung erkämpfte. Doch Alma Spribille blickt auch kritisch auf die aktuelle Wirtschafts- und Energiepolitik, auf die Herausforderungen für Gründerinnen in Deutschland und auf die Frage, wie viel Verantwortung Politik, Wirtschaft und Einzelne für eine nachhaltige Zukunft tragen. Warum gründen so wenig Frauen ein Start-up? Wie geht sie persönlich mit Rückschlägen um – etwa beim gescheiterten Crowdfunding für den Wetell Hub? Und was rät sie anderen Frauen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen?

  12. 170

    Der Klimapfarrer von St. Blasien: Wie ein Jesuit zur Letzten Generation kam

    Klimagerechtigkeit, ziviler Ungehorsam und ein ungewöhnlicher Lebensweg: Pater Jörg Alt ist Jesuit – und war zwischen 2021 und 2023 bei Klimaprotesten der Letzten Generation dabei. Für den Podcast „BZ am Ohr" hat ihn BZ-Redakteurin Gina Kutkat im Jesuitenhaus in St. Blasien besucht und mit ihm über seinen Weg vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst über Straßenblockaden bis hin zu seiner neuen Rolle als Dompfarrer im Schwarzwald gesprochen. Seit Ende 2025 lebt und arbeitet Alt in St. Blasien – einer Stadt, die er schon aus früheren Jahren kennt und die er einst als Urlaubsort schätzte. Im Podcast erzählt Alt, wie ihn der Kontakt mit Fridays for Future und den Hungerstreikenden vor der Bundestagswahl 2021 verändert hat – und warum er nach vielen Jahren klassischer Kampagnenarbeit schließlich den Schritt in den Zivilen Ungehorsam wagte. Er nimmt die Hörerinnen und Hörer mit in eine Straßenblockade auf dem Nürnberger Altstadtring, schildert, wie er sich selbst bei der Polizei anzeigte – und was er dabei erlebte. Wie reagierten die Autofahrer wirklich? Und was sagten seine Mitbrüder über die Klimaaktionen? Außerdem berichtet Alt von seiner 25-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Nürnberg im April 2025 – und warum er die Geldstrafe bewusst nicht zahlte. Was erlebte er hinter Gittern, und welches Echo hatte sein Bericht über die bayerischen Haftbedingungen? Der Klimapfarrer hat sein aktivistisches Engagement vorerst beendet – und denkt im Podcast laut darüber nach, wie es weitergehen kann.

  13. 169

    „Ich habe mich gefühlt wie ein Alien“ – Südbadener über seine Drogensucht und Drug Checking

    Redaktion: Sina Schuler Produktion: Gina Kutkat Kristian Weiser war 13, als er das erste Mal einen Joint rauchte. Doch dabei blieb es nicht, später kamen chemische Drogen wie MDMA oder Amphetamine dazu – bis er fast an einem Drogen-Cocktail gestorben wäre. Der heute 29-Jährige wusste meist nicht, was genau er da konsumiert und in welcher Dosierung. Darüber sind sich auch heute noch die wenigsten Konsumierenden klar, die in Baden-Württemberg leben. Denn das Land hätte längst grünes Licht, Drug-Checking umzusetzen – doch es hinkt der Einrichtung solcher Angebote hinterher, bei denen Substanzen auf ihre Inhaltsstoffe und Dosierung überprüft werden. Im Podcast spricht Kristian Weiser, der heute in Hartheim lebt, über seinen Konsum und den Weg aus der Sucht. Und wie schockiert er darüber ist, dass er so unbedarft verschiedene Substanzen konsumiert hat. Hätte ihm Drug-Checking geholfen? Das Know-how, Substanzen zu analysieren, hat die Forensische Toxikologie an der Uniklinik Freiburg. Volker Auwärter, der das Institut leitet, setzt sich seit Jahren für Drug-Checking ein. Auch der Experte kommt in dieser Folge von „BZ am Ohr“ zu Wort. Könnte es Drug-Checking bald in Städten wie Freiburg geben und wie genau könnte es ablaufen?

  14. 168

    Malle-Marco fliegt siebenmal im Jahr zum Ballermann: „Das ist wie Heimkommen“

    Er liebt den Ballermann so sehr, dass alle Urlaubstage dafür draufgehen: Marco Flohe aus Denzlingen, besser bekannt als „Malle-Marco“ auf Social Media, ist Bierkönig-Ultra. Auf Instagram und Tiktok hat er Tausende Follower, er teilt dort Videos und Memes von seinem Malle-Lifestyle. Was treibt ihn an? Und hat er keine Sorgen, dass ihm sein Lebensstil in Sachen Job oder Beziehung irgendwann vor die Füße fällt? Das erzählt Malle-Marco in dieser Podcastfolge von "BZ am Ohr".

  15. 167

    Gewalt bei der Geburt erleben bis zu 30 Prozent der Frauen - wie ändern wir das?

    Sie werden angeschrien, unter Druck gesetzt – oder erleben gar Eingriffe, die sie gar nicht wollen. 10 bis 30 Prozent der Frauen erleben bei der Geburt ihres Kindes Gewalt. Woher kommt diese Gewalt? Die Freiburger Historikerin Helena Barop sagt: Aus dem Patriarchat. Darüber hat sie ein Buch geschrieben: „Mythen, Macht und Muttermund - eine feministische Geschichte der Geburt" ist gerade im Siedler-Verlag erschienen. Helena Barop zeigt darin, wie patriarchale Strukturen bis heute die Geburtshilfe prägen. Sie zeichnet nach, wie die die Geburtshilfe von einer reinen Frauensache zu einer männlich dominierten Medizin wurde – mit Folgen, die bis in die heutigen Kreißsäle reichen. Im Podcast „BZ am Ohr" spricht Helena Barop über die erschreckende Geschichte der Gebärhäuser ab 1750, in denen mittellose Frauen als Übungsobjekte für Medizinstudenten missbraucht wurden. Sie erklärt, warum Frauen überhaupt auf dem Rücken gebären – eine Erfindung der Aufklärung, die nichts mit medizinischer Notwendigkeit zu tun hat. Und sie beschreibt, wie die mechanische Vorstellung von Geburt, die damals entstand, noch immer zu unnötigen Eingriffen führt. Warum liegt die Kaiserschnittrate in Deutschland bei über einem Drittel? Wie hängen Zeitdruck im Kreißsaal und Gewalt unter der Geburt zusammen? Und was bedeutet es, wenn 10 bis 30 Prozent der Gebärenden traumatisierende Erfahrungen machen? Helena Barop macht aber auch Mut: Noch nie waren Geburten so sicher wie heute, noch nie hatten Frauen und Kinder so viele Rechte. Die Geschichte der gewaltfreien Geburtshilfe ist noch nicht zu Ende erzählt – aber sie muss aktiv weitergeschrieben werden. Was sich im System ändern muss, welche Rolle Hebammen spielen sollten und warum die Ärzteschaft historische Verantwortung übernehmen muss, erklärt die Historikerin in dieser Folge von „BZ am Ohr".

  16. 166

    Der SC Freiburg stürmt sensationell ins Europa-League-Finale: "Die Krönung der Entwicklung"

    Mit einem 3:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga bucht der SC Freiburg das Ticket für das Europa-League-Finale. Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte des Sportclubs. Wie konnte dieser Finaleinzug gelingen? BZ-Sportchef René Kübler sagt, es sei die Krönung einer Entwicklung, die schon über viele Jahre anhält. Man habe das nicht erwarten können, aber es komme auch nicht völlig überraschend. In dieser Sonderfolge von "BZ am Ohr" sprechen Christoph Giese und René Kübler über das starke 3:1 gegen Braga, über Lukas Kübler und Nicolas Höfler, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügten - und über die starke Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren.

  17. 165

    Digitale Gewalt: Wie Frauen sich vor Deepfakes schützen können

    Digitale sexualisierte Gewalt, Deepfakes und KI – diese Themen betreffen längst nicht mehr nur Prominente. Mit nur einem Foto lassen sich täuschend echt aussehende Porno-Aufnahmen von echten Menschen erstellen. Digitale Gewalt ist ein riesiges Problem - das zeigen auch die aktuellen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes oder der Spanner-Skandal an der Uni Freiburg. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Podcast-Redakteurin Dora Schöls mit Rechtsanwältin und Podcasterin Stephanie Beyrich über die Frage: Wie können wir uns vor digitaler Gewalt schützen - ohne komplett aus dem Netz zu verschwinden? Welche gesellschaftlichen Veränderungen braucht es, damit digitale Gewalt nicht weiter verharmlost wird? Und warum sind vor allem Frauen betroffen? Stephanie Beyrich erklärt, warum wir wie nackt im Dunkeln stehen, wenn wir Daten online hinterlassen, und gibt konkrete Tipps für Betroffene: Wie dokumentiere ich Beweise rechtssicher? Wann sollte ich Strafanzeige erstatten? Und wie kriegen wir große Internet-Plattformen dazu, schneller auf Meldungen zu reagieren? Denn die aktuelle Gesetzeslage schützt die Opfer nicht ausreichend. Beyrich sagt im Podcast, was sie von dem aktuellen Gesetzesentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig hält, und erklärt, warum ihr geplante EU-Regelungen Hoffnung machen.

  18. 164

    Lexware-Chef Christian Steiger: „Hört auf zu prompten“

    Künstliche Intelligenz, Unternehmensführung und die Zukunft der Arbeit – das sind die zentralen Themen dieser Folge von „BZ am Ohr". Zu Gast ist Christian Steiger, Geschäftsführer von Lexware, einer Tochter der Freiburger Haufe Group. Der 52-Jährige vertritt eine provokante These: In naher Zukunft wird jeder Unternehmer von einer KI als Co-Geschäftsführer unterstützt. Doch wie realistisch ist diese Vision – und was bedeutet sie für Selbstständige, Handwerker und den Mittelstand? Christian Steiger erklärt im Gespräch sein „Lena-Prinzip": Statt nur zu „prompten", sollten Unternehmer lernen, KI zu „mandatieren" – ihr also klare Ziele, Werte und Grenzen vorzugeben. Wie funktioniert das konkret? Welche Tools nutzt Steiger selbst im Alltag? Und warum sieht er gerade für die vier Millionen Selbstständigen in Deutschland enormes Potenzial, durch KI entlastet zu werden? Der Podcast gibt praktische Einblicke, wie ein Bäcker oder Handwerker den Einstieg in die KI-Welt meistern kann – und warum die Kontrolle dabei immer beim Menschen bleiben muss. Doch die KI-Revolution wirft auch unbequeme Fragen auf: Werden Berufseinsteiger es künftig schwerer haben? Verschwinden klassische Bürojobs? Und was passiert, wenn Routineaufgaben wegfallen? Steiger spricht offen über die Transformation des Arbeitsmarktes, über die Bedeutung von Neugier und Loslassen – und darüber, warum er seiner Tochter nicht empfehlen würde, Buchhalterin zu werden. Außerdem verrät der frühere Musiker und Komponist der Euromir-Hymne, ob KI-generierte Musik ihn berühren kann und wann ihm neue KI-Entwicklungen zuletzt eine Gänsehaut bereitet haben.

  19. 163

    SC Freiburg in den Halbfinal-Wochen: Was macht den Sportclub derzeit so stark?

    Der SC Freiburg spielt eine der erfolgreichsten Saisons seiner Vereinsgeschichte. In der Bundesliga kämpft der Club noch um den Einzug in den Europapokal, im DFB-Pokal und in der Europa League hat er jeweils das Halbfinale erreicht. In dieser Woche nun steht das Halbfinal-Hinspiel bei Sporting Braga an. Setzt sich der Sportclub gegen den portugiesischen Verein durch, würde er ins Finale der Europa League einziehen. Das wird am 20. Mai in Istanbul ausgetragen. In dieser Folge von BZ am Ohr sprechen die BZ-Redakteure Julia Dreier und Christoph Giese über diese außergewöhnliche Saison. Was macht den SC Freiburg so erfolgreich? Warum ist der SC seit einigen Jahren im Dauer-Hoch? Und wie lange geht das noch so weiter? Außerdem werfen wir einen Blick auf das anstehende Halbfinale: Was ist Braga für ein Team? Welche Spieler von Braga kennt man aus Deutschland? Und wieso ist das Stadion von Braga so besonders?

  20. 162

    Engländerunglück am Schauinsland – Die Lügen der Nazis wirken bis heute nach

    Engländerunglück am Schauinsland: 90 Jahre nach der Tragödie von 1936 kehren die Familien der Opfer und Überlebenden nach Hofsgrund zurück. Am 17. April 1936 führte der Lehrer Kenneth Keast 27 Londoner Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren auf eine verhängnisvolle Wanderung am Schauinsland. Trotz Warnungen von Einheimischen und Schneefalls brach er mit den unzureichend ausgerüsteten Jungen zur Gewalttour auf. Fünf Schüler starben in Schnee und Kälte – doch die Kirchenglocken von Hofsgrund retteten 22 Überlebende, die den Weg zum Dobelhof fanden. In dieser Folge von "BZ am Ohr" spricht Kate Connolly, Deutschland-Korrespondentin des Guardian, über das bewegende Gedenkwochenende im April 2026. Die britischen Angehörigen und die Hofsgrunder Dorfgemeinschaft kamen erstmals in dieser Größe zusammen. Warum haben die Nationalsozialisten aus der Tragödie eine Heldengeschichte gemacht? Weshalb wurde der fahrlässige Lehrer nie zur Rechenschaft gezogen? Und welche Rolle spielten britische Behörden bei der Vertuschung? Connolly erzählt von den Glocken, die in der Kirche St. Laurentius erneut läuteten und kaum ein Auge trocken ließen. Sie berichtet von Nancy Wheelan, der Nichte des 14-jährigen Opfers Jack Eaton, deren Großvater sein Leben lang vergeblich für die Wahrheit kämpfte. Und sie beschreibt, wie Jennifer Davies, Tochter eines Überlebenden, erstmals ein Reisetagebuch las, das ihrem Vater die lebenslangen Schuldgefühle hätte nehmen können. Wie die Recherchen von Historiker Bernd Hainmüller und Connolly selbst die wahre Geschichte ans Licht brachten und warum diese 90 Jahre alte Tragödie heute aktueller ist denn je.

  21. 161

    Banken - braucht's die in Südbaden noch?

    Südbadens Alt-Banker sind überzeugt: Banken wird es noch eine ganze Weile geben. Unregulierte Internet-Marktplätze, wo sich Kapitalgeber und Kapitalnehmer ohne Aufsicht virtuell im Netz treffen, werden nicht an die Stelle der etablierten Finanzdienstleister treten. So macht Marcel Thimm, langjähriger Chef der Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau, im Videopodcast "BZ am Ohr" deutlich, dass es Banken sind, die mit ihrem Wissen die unterschiedlichen Interessen von Sparern und Kreditnehmern in Einklang bringen. Thomas Keller, Firmenkundenspezialist und bis 2022 unter anderem Managing Director der Deutschen Bank in Freiburg und Stuttgart, weist auf die positiven Folgen des regulierten deutschen Bankwesens für die Entwicklung der heimischen Wirtschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hin. Schwierigkeiten einzelner Finanzdienstleister hätten gut abgefangen werden können, das Risiko einer Ansteckung sei gering gewesen. Uwe Barth, über viele Jahre hinweg Sprecher des Vorstands der Volksbank Freiburg und ebenfalls Firmenkundenspezialist, sagt, ein guter Bankberater vermöge, wie ein Kunde zu denken. Für ihn heißt das, sich in der betreffenden Branche hervorragend auszukennen und sich intensiv mit den Problemen des Unternehmens auseinanderzusetzen. Der Anspruch müsse sein, "auf Augenhöhe mit der Unternehmerin oder dem Unternehmer zu reden". Das Gespräch führte Bernd Kramer, Redaktionsleiter Wirtschaft bei der Badischen Zeitung.

  22. 160

    Freiburg vor der OB-Wahl: Wie ist die Stimmung in der Stadt?

    An diesem Sonntag hat Freiburg die Wahl: Am 26. April wählen die Freiburgerinnen und Freiburger eine oder einen neuen Oberbürgermeister. Wie ist die Stimmung in der Stadt vor der Wahl? Wer hat die größten Chancen, Amtsinhaber Martin Horn herauszufordern, der erneut mit Unterstützung der SPD antritt? Da sind Monika Stein, unterstützt von einem links-grünen Bündnis, und Achim Wiehle mit der CDU hinter sich. Außerdem treten an die parteilosen Kandidaten Florian Braune und Dejan Mihajlovic sowie Karl Schwarz von der AfD - und dann gibt es noch die Spaßfraktion mit Claudio Probst, Martin Borgmann und Wim Kölker. Eine repräsentative Umfrage der BZ sieht Martin Horn vorne, gefolgt von Monika Stein und Achim Wiehle. Was sagen diese Kandidierenden zu den entscheidenden Themen wie bezahlbares Wohnen und Wirtschaft? Zum Stadttunnel und zur Verpackungssteuer? Soll der Flugplatz bebaut und der Stühlinger Kirchplatz mit Video überwacht werden? Darüber spricht BZ-Podcastredakteurin Dora Schöls in dieser Folge von "BZ am Ohr" mit Max Schuler, dem Leiter der Freiburger Stadtredaktion der Badischen Zeitung. Außerdem geht es um die Frage, warum soll das Münster gesprengt und Freiburg zur Küstenstadt werden soll. Wofür wurde der AfD-Kandidat Karl Schwarz heftig ausgebuht? Wann und wo gibt es am Sonntag die Ergebnisse? Und was passiert, wenn am Sonntag niemand die absolute Mehrheit bekommt?

  23. 159

    OB-Wahl in Freiburg: Wer sind die neun Menschen, die für das Amt kandidieren?

    Die OB-Wahl in Freiburg rückt näher - doch wen soll ich wählen? Die Badische Zeitung berichtet intensiv über den Wahlkampf, über die Kandidierenden und ihre Positionen. Der Höhepunkt der Berichterstattung war die Podiumsdiskussion am Montagabend im Bürgerhaus im Seepark. Dort konnten sich die Kandidaten und die Kandidatin, die am 26. April gewählt werden wollen, vor einem großen Publikum präsentieren. In nur wenigen Stunden war die gemeinsame Veranstaltung von BZ, SWR und der Landeszentrale für politische Bildung ausverkauft. Wer es nicht mehr ins Bürgerhaus geschafft hat, kann die wesentlichen Teile des Abends in dieser Folge hören. Wie stellen sich die Kandidierenden selbst vor, wo setzen sie Akzente? In der Diskussion durften sich fünf der Kandidierenden, vom Publikum ausgewählt, austauschen: Martin Horn, Monika Stein, Achim Wiehle, Dejan Mihaijlovic und Martin Borgmann. Wie stehen sie zum Thema Wohnen - wie soll in Freiburg bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden? Was halten sie von Bauprojekten wie Kleinescholz, Dietenbach oder der Zähringer Höhe? Wie sieht's aus beim Thema Verkehr und Klimaschutz - wer ist fürs Fahrrad, wer fürs Auto? Und welche Schwerpunkte setzen sie beim Thema Bildung?

  24. 158

    Ärger um die Bezahlung von Hebammen - was ist dran an der Kritik?

    Hebammen begleiten den ersten Atemzug eines neuen Lebens. Sie erleben Schmerz und Angst, aber auch unendliches Glück. Sie stehen Frauen in einer der intensivsten Phasen ihres Lebens bei. Doch in den vergangenen Monaten hat ein neuer Hebammenhilfevertrag für massive Kritik gesorgt - und für Verunsicherung in der Branche. Wie viel verdienen Hebammen wirklich? Warum verdienen manche Hebammen plötzlich weniger? Und welche Folgen hat das für die Geburtshilfe in Südbaden? In dieser Folge von BZ am Ohr zu hören sind Sophia Martin, die als freiberufliche Hebamme im Freiburger Umland Hausgeburten und Wochenbetten betreut, und Carolin Ströbel, Dienstbeleghebamme am Ortenau-Klinikum in Offenburg. Die beiden sprechen über ihre Arbeit, ihre Motivation, die Herausforderungen des neuen Vertrags - aber auch die positiven Seiten, denn die gibt es auch. Während die Wochenbettbetreuung deutlich aufgewertet wurde, leiden vor allem Beleghebammen unter Einkommenseinbußen von um die 15 Prozent. In Offenburg haben bereits Kolleginnen gekündigt, in Tettnang am Bodensee schließt sogar die ganze Geburtshilfe. Auch wenn sich die Hebammenverbände und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einigen konnten: Der Frust und die Verunsicherung bleiben bei vielen Hebammen. Und das in einer Zeit, in der es ohnehin in vielen Regionen schwierig ist, eine Hebamme zu finden, etwa in der Ortenau oder im Kreis Lörrach. Warum Carolin Ströbel und Sophia Martin diesen Beruf trotz allem jedenfalls nicht ganz aufgeben wollen, erzählen sie in dieser Folge von BZ am Ohr.

  25. 157

    Autismus bei Frauen: „Das Maskieren hat mich jahrelang erschöpft"

    Autismus bei Frauen wird oft erst spät diagnostiziert – ein Grund dafür ist das sogenannte Maskieren. Autistische Frauen passen sich häufig von klein auf an ihre Umgebung an, um dazuzugehören und nicht aufzufallen. Sie beobachten andere, kopieren Verhalten und unterdrücken ihre eigenen Bedürfnisse. Nach außen wirken sie unauffällig, doch der Preis ist hoch: permanenter Stress, Erschöpfung und langfristig oft Depression oder Burnout. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Volontärin Saskia Rohleder mit Karin Drixler über das Leben zwischen Anpassung und Authentizität. Karin Drixler ist 34 Jahre alt, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an einer Hochschule und leitet eine Selbsthilfegruppe für Autisten in Freiburg. Ihre Autismusdiagnose erhielt sie erst mit 27 Jahren – nach einem langen Weg voller Selbstzweifel und Wartezeiten. Im Podcast erzählt sie, wie sie schon als Kind lernte, sich anzupassen, um nicht aufzufallen. Warum fällt es ihr auch heute noch schwer, die Maske abzulegen? Welche gesundheitlichen Folgen hatte das jahrelange Maskieren? Und wie reagierte ihr Umfeld auf die Diagnose? Außerdem erklärt Karin Drixler, warum sie ein Seminar für Lehramtsstudierende entwickelt hat, in dem es um Autismus geht. Sie zeigt auf, welche einfachen Anpassungen im Schulalltag autistischen Kindern helfen können – und warum davon letztlich alle profitieren. Wie kann man Autismus wirklich verstehen? Und warum passen gängige Klischees oft nicht zur Realität? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge von „BZ am Ohr".

  26. 156

    Was Läuferinnen und Läufer vor dem Freiburg-Marathon wirklich essen sollten

    „Man sollte die Ernährung genauso trainieren wie das Laufen“, sagt Anna Zierke aus Freiburg. Die 34-Jährige ist studierte Sport- und Ernährungswissenschaften, war mehrere Jahre Sporternährungsberaterin am Olympiastützpunkt in Heidelberg und ist heute Produktentwicklerin und Sporternährungsberaterin. Aus ihrer Arbeit mit Athletinnen und Athleten weiß sie, dass man seinen Körper ausreichend mit Energie versorgen muss: „Wenn wir Höchstleistungen von unserem Körper erwarten, müssen wir ihn gut pflegen“, sagt Zierke. Der Freiburg Marathon steht am 12. April 2026 an. Wie die Versorgung vor dem Halbmarathon oder Marathon aussehen kann, erklärt Anna Zierke in dieser Podcastfolge. Es geht um Carboloading, Kaffee und den besten Snack für danach. Unterstützt wird sie dabei von vier Top-Läuferinnen und Läufern aus Freiburg: Nina Albers, Fritz Koch, Anja Röttinger und Nils Schallner erzählen, wie sie sich vor, während und nach einem Lauf ernähren.

  27. 155

    Wenn Angst den Alltag von Kindern bestimmt

    Zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben irgendwann Angststörungen. Das zeigt ein aktueller DAK-Report, Die Zahlen sind in der Pandemie massiv gestiegen - und seitdem hoch geblieben. Angst ist zunächst mal ganz normal und auch gesund. Doch wann wird Angst zum Problem? Und was können Eltern tun, wenn die Angst den Alltag ihres Kindes bestimmt? In dieser Folge von „BZ am Ohr“ geht es um Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Folge ist ein Mitschnitt einer Live-Veranstaltung der Reihe „Kindermedizin im Dialog", bei der BZ-Redakteurin Katharina Meyer mit Experten und einem Vater eines betroffenen Kindes über Angststörungen im Kindesalter spricht. Der betroffene Sohn hat mit sechs Jahren plötzlich massive Ängste entwickelt, sein Vater erzählt im Podcast vom Leben mit der Angst. Henrik Büch, Psychotherapeut an der Freiburger Kinder- und Jugendpsychiatrie, erklärt die verschiedenen Formen von Angststörungen – von sozialen Ängsten über Trennungsängste bis zur generalisierten Angststörung. Isolde Krug, leitende Psychologin an der Kinder- und Jugendklinik Freiburg, beleuchtet das enge Zusammenspiel von Angst und körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen. Die gute Nachricht: Angststörungen sind sehr gut behandelbar. Die Experten erklären, wie kognitive Verhaltenstherapie funktioniert, welche niederschwelligen Hilfsangebote es gibt und warum es so wichtig ist, Kinder ihre Ängste nicht vermeiden zu lassen. Auch die Rolle der sozialen Medien, die besonders bei Mädchen zu einem starken Anstieg sozialer Ängste geführt haben könnten, wird diskutiert. Wie können Eltern ihr Kind ermutigen, sich der Angst zu stellen – und wo finden Familien Unterstützung?

  28. 154

    Ulrich von Kirchbach über Rathaus, Boxring und seinen Kampf gegen den Krebs

    Er ist mit 24 Jahren der mit Abstand dienstälteste Freiburger Bürgermeister: Mit 70 geht Ulrich von Kirchbach nun in den Ruhestand. In der Stadt genießt der Kulturbürgermeister hohe Wertschätzung. Wie er sich fühlt, wenn er jetzt auf seiner Abschiedstournee so viel Zuneigung spürt, das erzählt er in einer sehr persönlichen Podcastfolge von „BZ am Ohr“. Er blickt zurück auf seine Jugendjahre in Ostfildern nahe der Landeshauptstadt Stuttgart. Er findet schon, dass er schwäbischen Tugenden wie den Fleiß in Südbaden eingesetzt hat. Er hat sich an die badischen Neckereien im Laufe der Jahrzehnte gewöhnt und erzählt drum selbst auch seinen Lieblingsschwabenwitz. Und er erzählt auch, wie er noch zu Studentenzeiten in Tübingen, einen schweren Feuerunfall beim Grillen mit schweren Verbrennungen überlebt hat, was auch seine Sicht aufs Leben veränderte. Nach einer Tätigkeit als Dezernent im Landkreis Rastatt ist der Jurist dann 2002 zum neuen Sozial- und Kulturbürgermeister von Freiburg gewählt worden. Er berichtet, wie ihn das Langzeitprojekt der Sanierung des Augustinermuseums durch die ganze Amtszeit begleitet hat. Er beleuchtet in der Rückschau die Freiburger Anstrengungen in der Flüchtlingskrise samt den Anfeindungen, die er einstecken musste. Denkwürdig verlief einst auch der Premierenabend der von ihm miterfundenen „Säule der Toleranz“ auf dem Augustinerplatz. 70-Stunden-Arbeitswochen waren für ihn Standard - auch als seine Kinder noch klein waren. Und dann gab es auch noch die OB-Wahl im Jahr 2010, als von Kirchbach gegen seinen damaligen Chef Dieter Salomon antrat. Während des Wahlkampfs stieg von Kirchbach sogar als Kämpfer in den Boxring. Gefightet hat er auch im letzten Jahr seiner Amtszeit, nachdem bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Trotz schwerer Chemo arbeitete der Bürgermeister einfach weiter.

  29. 153

    Vertrauensbruch an der Uni Freiburg: Der Fall der 800 heimlich gefilmten Frauen

    Ein Studienberater der Universität Freiburg hat über 15 Jahre hinweg mehr als 800 Frauen heimlich in intimsten Situationen gefilmt – in WG-Badezimmern, auf Uni-Toiletten und sogar während vertraulicher Beratungsgespräche. Der Fall sorgte Anfang März für Entsetzen in Freiburg, als das Amtsgericht den 57-jährigen Peter S. wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs zu einer Bewährungsstrafe verurteilte. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Reporter Frank Zimmermann über den erschütternden Prozess und die Dimension des Spanner-Skandals. Wie konnte der Täter jahrelang unentdeckt bleiben? Welche perfiden Methoden nutzte er, um seine Opfer zu filmen? Frank Zimmermann berichtet von den Aussagen betroffener Studentinnen, die in der von Peter S. vermieteten WG lebten und erst durch Zufall die versteckte Kamera im Badezimmer entdeckten. Der Reporter erklärt, wie die Ermittler auf über 800 Namen von Frauen stießen und warum nur ein Bruchteil der Taten überhaupt verhandelt werden konnte. Neben dem Urteil und der juristischen Einordnung geht es in dieser Folge auch um die heftige Kritik am Vorgehen der Universität Freiburg. Viele betroffene Frauen erfuhren erst durch die BZ-Berichterstattung von den heimlichen Aufnahmen am Arbeitsplatz. Studierende und Mitarbeitende demonstrierten vor der Uni und fordern mehr Transparenz und Schutz. Wie reagiert die Hochschulleitung auf die Vorwürfe? Und was bedeutet dieser Fall für den Umgang mit sexualisierter Gewalt an Universitäten?

  30. 152

    Arm aufwachsen in Bad Säckingen - wie fühlt sich das an?

    Armut, psychische Gesundheit und Klassenkampf – darüber spricht Miriam Davoudvandi in dieser Folge von „BZ am Ohr". Die 33-jährige Journalistin und Podcasterin ist in Bad Säckingen am Hochrhein aufgewachsen. In einer Sozialwohnung, umgeben von Wohlstand, den sie selbst nie hatte. In ihrem aktuellen Buch „Das können wir uns nicht leisten – Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein" (btb) beschreibt sie, wie Armut von der Geburt bis zum Tod alles beeinflusst: Bildungschancen, Gesundheit, Partnerwahl und vor allem die Psyche. Miriam erzählt, warum sie trotz Bestnoten auf die Hauptschule sollte, wie Hip-Hop und der Rapper Haftbefehl ihr halfen, sich gesehen zu fühlen, und warum sie ihre ADHS erst mit 30 diagnostiziert bekam. Sie erklärt den Zusammenhang zwischen Armut und Depression und warum sie heute mit ihrem Podcast „Danke, gut" über mentale Gesundheit spricht. Wie geht es Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen? Was bedeutet sozialer Aufstieg wirklich? Und warum reichen Achtsamkeitskurse nicht aus, um eine gute Psyche für alle zu schaffen? Im Gespräch mit BZ-Redakteurin Dora Schöls wird deutlich: Armut ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch ein Gefühl, das Menschen ein Leben lang prägt. Miriam fordert ein Umdenken in der Debatte über Sozialleistungen und erklärt, was sie tun würde, wenn sie Bundeskanzlerin wäre – und warum sie diesen Traum längst aufgegeben hat.

  31. 151

    Black Forest Labs und Co.: Wie gut können Startups in Südbaden wachsen?

    Auf den jungen Unternehmen ruhen viele Hoffnungen. Start-ups sollen Reichtum bescheren, neue Arbeitplätze schaffen und helfen, den ökonomischen Strukturwandel im Land zu bewältigen – auch in Südbaden. Mittlerweile hat sich eine vielfältige Start-up-Szene etabliert: Zum Beispiel mit dem Bildgeneratorenentwickler Black Forest Labs, dem Radarsensorbauer Ondosense oder Dermagnostix - ein Unternehmen, das neue Methoden zur Erkennung von Hautkrankheiten entwickelt hat. Doch ist das wirklich eine Erfolgsbilanz? In den USA ist aus dem Start-up Google der Weltkonzern Alphabet geworden, der die Weltwirtschaft umgekrempelt hat. Was unterscheidet die Situation für junge Unternehmen heute von der zu Beginn der 2000-er Jahre, als der Start-up-Begriff erstmals ins öffentliche Bewusstsein rückte? Ist Südbaden interessant für Wagniskapitalgeber? Sind die Hochschulen in der Region gründerfreundlich? Was macht ein Start-up erfolgreich? Im Video-Podcast "BZ am Ohr" geben Expertinnen und Experten Antworten. Der südbadischer Start-up-Veteran Ulrich Birsner hat mehrere Unternehmen gegründet und wurde mit dem Freiburger Biotech-Aushängeschild Genescan bekannt. Thomas Scheuerle leitet den Badencampus, wo Gründerinnen und Gründer unterstützt werden. Marco Winzer ist Partner des bekannten deutschen Wagniskapitalgebers High-Tech-Gründerfonds. Am Lehrstuhl des Freiburger Uni-Professors Roland Zengerle sind etliche junge Hightech-Unternehmen entstanden. Und wie man erfolgreich gründet, das weiß Dermagnostix-Chefin Natalie Garzorz-Stark.

  32. 150

    Radprofi Clara Koppenburg: „Möchte auf keinen Fall zurück ins Untergewicht“

    Clara Koppenburg ist eine erfolgreiche deutsche Radrennfahrerin, die vor allem durch ihre Ausdauer und ihre Kletterqualitäten im Profi-Peloton auf sich aufmerksam gemacht hat. Besonders hervorzuheben sind ihr Gesamtsieg bei der Setmana Ciclista Valenciana 2019 sowie die WM-Bronzemedaille im Mixed-Staffel-Wettbewerb 2023. Nach Jahren intensiver Rennerfahrung, Erfolgen und Rückschlägen suchte die 30-jährige Lörracherin eine Veränderung und fand zum Beginn des Jahres im Gravel-Sport ihre neue sportliche Heimat. Dieser Disziplinwechsel bedeutet für Koppenburg nicht nur sportlich einen Neuanfang, sondern auch mehr Eigenverantwortung und Freiheit abseits der starren Strukturen des klassischen Straßenradsports, wie sie im Podcast „BZ am Ohr“ erzählt. Offen spricht Clara Koppenburg im Podcast mit BZ-Redakteur Bernhard Amelung zudem über ihren langjährigen Kampf mit Essstörungen, die im Leistungssport durch den Fokus auf Gewicht und Watt pro Kilogramm verstärkt wurden. Mithilfe professioneller Unterstützung gelang es ihr, zu mehr Wohlbefinden und Lebensfreude zurückzufinden. Im Gravel-Sport hat sie ein Umfeld entdeckt, das Selbstverantwortung und Zusammenhalt fördert und ihr ermöglicht, ihre Leidenschaft fürs Radfahren auszuleben.

  33. 149

    Landtagswahl in Baden-Württemberg: Was bedeutet der Sitze-Gleichstand für Grüne und CDU?

    Baden-Württemberg hat gewählt – und die Grünen stehen als Sieger da. Ganz knapp ist die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir vor der CDU gelandet. Den Grünen und Özdemir ist damit eine echte Aufholjagd geglückt, lag die Partei in den Umfragen doch phasenweise mehr als zehn Prozentpunkte hinter der CDU. Trotz deutlichen Zugewinnen zeigt sich die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel unzufrieden mit dem Ergebnis. In dieser Sonderfolge von „BZ am Ohr“ erklärt Michael Wehner, Politikwissenschaftler und Leiter der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für Politische Bildung, warum der Wahlkampf von Cem Özdemir Erfolg hatte – und was bei der CDU gefehlt hat. Er analysiert die Ergebnisse in den südbadischen Wahlkreisen und erläutert, warum die Ergebnisse bei Erst- und Zweitstimmen so sehr variieren. Wehner ordnet ein, warum sich der Wahlkampf so sehr auf die beiden Kandidaten Özdemir und Hagel zugespitzt hat – und wieso darunter vor allem SPD, FDP und Linke litten. Welche Rolle spielte die Bundespolitik bei der Landtagswahl? Wie haben die 16- und 17-Jährigen abgestimmt, die bei dieser Landtagswahl erstmals stimmberechtigt waren? Und wie geht es jetzt weiter in Stuttgart? Antworten auf diese Fragen finden Sie in dieser Folge von „BZ am Ohr“.

  34. 148

    Bass statt Babyphone: Warum der Mama-Rave Mütter stark macht

    Endlich mal wieder loslassen, sich frei fühlen, tanzen und feiern – so wie früher. Als man sich noch nicht ständig verantwortlich gefühlt hat, nicht das Leben von anderen mit organisieren musste. Das können Mamas - und alle anderen Frauen - beim Mama-Rave. Veranstaltet wird diese Reihe in Freiburg und Umgebung von Saskia Durst. Sie ist 40 Jahre alt, kommt aus Staufen und hat drei Kinder. Sie ist Betriebswirtin, Geburtsbegleiterin, das nennt sich Doula, sie ist Yoga-Lehrerin und Beraterin für den Übergang in die Mutterschaft. Im Podcast erzählt sie, was ihr Musik und Tanzen bedeuten und wie sich das durch ihre Mutterschaft verändert hat. Warum es eine besondere Veranstaltung nur für Mütter braucht – und warum bei ihr ausgerechnet elektronische Musik läuft. Wir sprechen darüber, wie schwierig es für Frauen sein kann, Mutter zu werden. Dafür gibt es sogar einen eigenen Begriff: Die Muttertät. Der nächste Mama-Rave findet am 21. März 2026 im Waldsee in Freiburg statt. Die nächsten Termine von "Mama geht tanzen": 7.3. in Freudenstadt im Martinique, 13.3. in Freiburg im Puzzles, 14.3. in Lahr im Meier Club, 21.3. in Achern im Theodor Noise Club, 17.7. Sommerspecial in Breisach auf einem Schiff.

  35. 147

    Wie ticken Cem Özdemir und Manuel Hagel - von denen einer Ministerpräsident wird?

    Am 8. März haben die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg die Wahl: Wie soll der neue Landtag aussehen? Insgesamt stehen 21 Parteien zur Wahl - Chancen auf das Amt des Ministerpräsidenten haben die CDU mit Manuel Hagel an der Spitze und die Grünen um Cem Özdemir. Wie ticken die beiden Spitzenkandidaten, wo kommen sie her? Wie wollen sie die Wirtschaft wieder in Schwung bringen? Wie bekommt mit ihnen jedes Kind die gleichen Bildungschancen? Und was ist eigentlich mit dem Klima? BZ-Politikchef Dietmar Ostermann hat beide Kandidaten im Wahlkampf erlebt. Im Podcast ordnet er ihre Ideen ein, erklärt, wo er Unterschiede zwischen den beiden sieht - und verrät auch, für wie glaubwürdig er sie hält. Dabei kommen natürlich auch die beiden Politiker Özdemir und Hagel selbst zu Wort, mit Zitaten aus BZ-Veranstaltungen. Und: Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige bei einer Landtagswahl im Südwesten wählen. Ostermann sagt, warum er das für richtig hält, warum bei dieser Landtagswahl jeder zwei Stimmen hat und wie groß eigentlich das Erbe von Winfried Kretschmann ist.

  36. 146

    Gesund, komisch oder krank? Wie Kinder und Eltern mit der Autismus-Spektrum-Störung leben

    Wie lebt ein Jugendlicher mit einer Autismus-Spektrum-Störung, wie meistert er seinen Alltag, was fällt ihm schwer? Davon berichtet der 17-jährige Ian bei der Podiumsveranstaltung „Kinderheilkunde im Dialog“ zum Thema Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern und Jugendlichen, eine Kooperation der Badischen Zeitung und der „Initiative für unsere Kinderkliniken“, die Geld für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Freiburg sammelt. Hier erzählen Betroffene und Experten vom Leben mit Autismus. Was genau ist Autismus eigentlich? Sind Betroffene gesund, komisch - oder krank? Wo finden Eltern Unterstützung? Und wie schwierig ist es im Alltag, diese Unterstützung auch wirklich zu bekommen? Darum geht es in dieser Sonderfolge von BZ am Ohr, moderiert von BZ-Redakteurin Katharina Meyer. Dieser Podcast bietet wertvolle Informationen, persönliche Einblicke und einen offenen Austausch rund um das Thema Autismus-Spektrum-Störung bei Kindern und Jugendlichen. Er informiert Eltern, Fachkräfte und alle Interessierten über die Störung, die Betreuende – und vor allem das Betreungssystem – häufig vor Herausforderungen stellt. Die Veranstaltungsreihe „Kinderheilkunde im Dialog“ wird auch 2026 fortgesetzt.

  37. 145

    Live-Podcast: Wiebke Lühmann ist aus Freiburg nach Südafrika geradelt - 14 Monate lang

    Mut entsteht, wenn man macht“, sagt Wiebke Lühmann über das „Abenteuer ihres Lebens“, eine Radreise aus Freiburg bis zum Kap der guten Hoffnung. 14 Monate war sie unterwegs, als sie im Dezember 2024 zurückkehrt nach Deutschland. Im Gepäck: Momente von Freiheit, Hoffnung und Kraft. Grenzen - die von 22 Ländern, die ihres eigenen Körpers und solche, von denen sie vor ihrer Reise keine Ahnung hatte. Im Podcast spricht die radreisende Freiburgerin über ihren Aufbruch nach einer Trennung, das alleine Reisen - und dennoch zusammen mit anderen unterwegs zu sein, über Angst und Stereotype, atemberaubende Natur und immer wieder tiefe menschliche Begegnungen, in denen sie das größte Glück an den abgelegendsten Orten fand. Nicht nur auf ihrem Instagram-Account macht sie sich außerdem dafür stark, auch oder gerade als Frau einen eigenen Weg zu gehen, anstatt vor jedem Schritt zu fragen, was erlaubt ist - und was nicht.

  38. 144

    Diese 30-jährige Freiburgerin liebt Fasnacht über alles - wegen der Tradition und Gemeinschaft

    Fasnacht – für die einen bedeutet das schöne Tradition, Gemeinschaft, Feiern – und für die anderen ist das alles ein wenig befremdlich, das bunte Narrenhäs, die Brauchtumspflege und die mehr oder weniger wilden Partys rund um die Fasnachtszeit. Lisa Eckert gehört zur ersten Sorte. Sie will versuchen, ihre Leidenschaft für Fasnacht auch an andere weiterzugeben. Wie viele andere Närrinnen und Narren ist sie in eine Zunft „reingeboren“ worden, und zwar bei den Ribblinghielern Freiburg aus dem Stadtteil Stühlinger. Mit 23 Jahren wurde Lisa schon deren Zunftvögtin, also Vorstand des Vereins. Inzwischen ist sie 30 Jahre alt, hat einen zweijährigen Sohn und wohnt mit ihrer kleinen Familie in Herbolzheim. Fasnacht spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in ihrem Leben: "Das hat gerade Priorität 1". Deshalb hat sie Anfang Februar auch die ganze Familie zusammengetrommelt und ins Häs gesteckt, um am großen Kinder- und Narrenumzug im Freiburger Stadtteil St. Georgen Anfang Februar mitzumachen. Kurz bevor der Umzug losgeht, mitten im Narrengewusel, treffen wir sie für die Podcastfolge. Welche Ideen und Hoffnungen sie hat, damit die traditionelle Fasnacht noch über Generationen erhalten bleibt, und warum ihre Narrenfigur immer weint, das erzählt sie im dieser Folge von "BZ am Ohr" - und nimmt die Hörerinnen und Hörer mit zum Fasnachtsumzug.

  39. 143

    Rettet Kultur den Freiburger Drogen-Hotspot Stühlinger Kirchplatz?

    Kinder spielen, Menschen trinken Kaffee, plaudern, lachen: An Markttagen wirkt er wie ein ganz normaler Platz. Doch der Stühlinger Kirchplatz in Freiburg hat auch eine dunkle Seite, mit Drogen, Kriminalität, Gewalt. Die Stadt will den Platz wieder für alle sicher und schön machen - auch mit einem Kulturkiosk. Betreiben wird ihn Stephanie Boye. Sie hat einige Jahre im Senegal gelebt und geht schon seit Jahren immer wieder auf den Platz, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Was hat sie mit dem Kulturkiosk vor? Warum kommt es ihr gar nicht so auf ihre eigenen Ideen an? Fühlt sie sich auf dem Platz auch mal unsicher? Was hält sie von Messerverbot und Videoüberwachung? Kann Kultur wirklich einen Kriminalitäts-Hotspot retten? Und was hat das alles mit einem senegalesischen Automechaniker zu tun? Davon erzählt Stephanie Boye hier, bei BZ am Ohr. NEUE BZ-PODCAST-SERIE: PLATZANGST Für die neue BZ-Podcast-Serie Platzangst gehen die Reporter Joshua Kocher und Jannik Jürgens auf Spurensuche auf dem Stühlinger Kirchplatz. Der Platz gilt seit Jahren als Kriminalitätsschwerpunkt. Wie ist es dazu gekommen und wo liegen heute die größten Probleme? Welche Lösungsansätze gibt es und was sagen die Menschen, die täglich mit dem Platz zu tun haben? Die erste Folge erscheint am 6. Februar, die zweite am 13. Februar und die letzte Folge am 20. Februar 2026. >> Platzangst ist zu hören auf mehr.bz/Platzangst und überall, wo es Podcasts gibt. FREIBURGER OB-WAHL Die Freiburgerinnen und Freiburger wählen am 26. April einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Das bedeutet: In den kommenden Wochen wird der Wahlkampf an Fahrt aufnehmen und die Kandidierenden werden mit ihren Wahlprogrammen versuchen, Stimmen in der Stadt zu sammeln. Doch sind das auch tatsächlich die Themen, die euch in Freiburg am meisten bewegen? Das wollen wir, die Freiburger Lokalredaktion der BZ, zusammen mit dem Recherchenetzwerk Correctiv herausfinden. Dafür haben wir das Projekt „Deine Stimme, deine Themen“ gestartet. Unser Ziel ist es, euch in den kommenden Wochen zuzuhören und die Themen und Fragen zu sammeln, die euch wichtig sind. Nehmt dazu gerne an unserer Umfrage unter mehr.bz/deinestimme teil oder kommt vorbei, wenn wir am Freitag, 6. Februar, 17 Uhr, und Samstag, 21. Februar, 11 Uhr, unsere Redaktion für euch öffnen (Kaiser-Joseph-Straße 229). Eure Anliegen sollen den Kern unserer Berichterstattung bilden. Wir freuen uns auf eure Themen.

  40. 142

    Jenny Haas steht in Offenburg gegen Rechtsextremismus auf

    Die Demokratie in Deutschland ist so gefährdet wie lange nicht mehr. Es braucht Menschen, die sie verteidigen. Eine von ihnen ist Jenny Haas. Sie ist Sprecherin der Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ in Offenburg. Mit ihren Mitstreitern dokumentiert sie demokratiefeindliche Umtriebe in der Region – und wird dabei auch zur Zielscheibe. Im Podcast BZ am Ohr erzählt sie, wie sie damit umgeht, wenn sie angefeindet, angespuckt, angeschrien wird. Sie erklärt, warum sie die AfD für so gefährlich hält - und ein Verbotsverfahren für dringend nötig. Nicht nur in Ostdeutschland gebe es Menschen mit rassistischen und menschenfeindlichen Ansichten, sagt Jenny Haas. Wie gut grenzen sich die anderen Fraktionen im Gemeinderat von Offenburg von der AfD-Fraktion ab? Was ist eigentlich mit dem Antisemitismus von Links? Was macht Jenny Haas Hoffnung? Und was kann jede und jeder Einzelne tun?

  41. 141

    Kann Musik wirklich noch die Welt verändern, Zweierpasch?

    Bei Gina Kutkat im Podcast-Studio sitzen heute die Freiburger Zwillingsbrüder Felix und Till Neumann. Als Musikerduo Zweierpasch haben sie gerade das Bundesverdienstkreuz von Frank-Walter Steinmeier verliehen bekommen. In seiner Laudatio nannte der Bundespräsident sie ein „Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit“. „Ein Gänsehautmoment“, sagt Felix Neumann. Seit über zehn Jahren macht der 42-Jährige zusammen mit seinem Bruder Till politischen HipHop, der für Frieden und gegen Grenzen ist. Wie gehen die beiden damit um, dass die Welt, für die sie einstehen, gerade dabei ist, zu zerbröckeln? „Mein Rückzugsort ist die Musik. Wenn ich Texte schreibe, verarbeite ich, was gerade auf der Welt passiert“, sagt Till Neumann. Zweierpasch steht für politischen Rap, der immer eine Botschaft hat. Im Podcast sprechen sie über den schmalen Grat zwischen Botschafter und Moralapostel, persönliche Zweifel und die Frage, ob Musik in einer zerbrechenden Weltordnung wirklich etwas verändern kann. Und sie verraten, wie oft sie sich als eineiige Zwillingsbrüder wirklich streiten.

  42. 140

    Single und nicht einsam, wie geht das?

    Ohne Sex kann man leben, aber nicht ohne Beachtung, sagt Irmtraud Tarr. Die 75-jährige Psychotherapeutin weiß, wie wichtig der Kontakt zu anderen Menschen ist. Und wie sehr man unter Einsamkeit leiden kann. Innerhalb von nur zwei Monaten hat sie fünf nahestehende Menschen verloren. Drei enge Freunde sind gestorben, ihre Mutter – und ihr Mann. Um den Verlust und die Einsamkeit besser zu verarbeiten, hat Irmtraud Tarr ein Buch darüber geschrieben. Unter dem Titel „Einsamkeit – vom Mut, sich selbst und anderen zu begegnen“ ist es im Patmos-Verlag erschienen. Irmtraud Tarr lebt in Rheinfelden. Sie hat Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und diverse Sachbücher geschrieben. Im Dreiländereck, aber auch international ist sie als Konzertorganistin bekannt. 2016 hat sie die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg bekommen, mit der Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden. Bei BZ am Ohr erklärt Irmtraud Tarr, wo der Unterschied zwischen einsam und allein sein ist, wie Corona die Gesellschaft verändert hat und wie man als Single nicht einsam wird. Sie spricht darüber, ob man der Einsamkeit vielleicht auch etwas Positives abgewinnen kann und wo die Einsamkeit überhaupt herkommt – denn sie betrifft ganz schön viele Menschen. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat 2025 ergeben, dass sich in Baden-Württemberg mehr als ein Drittel, nämlich gut 38 Prozent der Menschen, einsam fühlen. Deshalb sagt Irmtraud Tarr natürlich auch, was ihr hilft, wenn sie einsam ist.

  43. 139

    Kochen, essen, posten (3): Viktoria Fuchs, wie führt man ein Restaurant in die 6. Generation?

    Mal eben ein Hotel und Restaurant übernehmen, das Romantik Hotel & Restaurant Spielweg im Münstertal – das hat Viktoria, Viky Fuchs gemacht, zusammen mit ihrer Schwester Kristin. Wobei das mit „mal eben“ natürlich nicht ganz stimmt – genau darüber sprechen wir mit der Köchin, Küchenchefin und TV-Kochshow-Star Viktoria Fuchs aus dem Schwarzwald: Was heißt es eigentlich, einen Familienbetrieb in die sechste Generation zu führen, mit Mitte dreißig, einem kleinen Kind und drei Generationen unter einem Dach, die jeden Tag zusammen leben und arbeiten? Mit Dutzenden Mitarbeitenden, anspruchsvollen Gästen und mehreren Fernsehshows im Jahr. Daher kennt ihr Viktoria Fuchs vielleicht. Egal ob „Kitchen Impossible“, „Küchenschlacht“ oder „Fuchs und Vogel“, wahrscheinlich ist Euch Viky schonmal über den Bildschirm oder den Instagram-Feed gelaufen. Passend zum Jahresende ging es um: Übergänge. Von einer Generation zur nächsten, von der Köchin zur Chefin und natürlich von 2025 in 2026, mit allem was dazugehört: Ein schönes Weihnachtsessen und Pläne schmieden. Ihre Pläne teilt Viky Fuchs im Podcast mit uns. Schön dass ihr dabei seid. Die weiteren Folgen von "Kochen, essen, posten", der Gastro-Weihnachtsserie der Badischen Zeitung, hört ihr hier: Folge 1: Vegane Vesperstube im Schwarzwald - wie geht das? Folge 2: Mira Maurer über das Kochen zwischen Showküche und Instagram

  44. 138

    Kochen, essen, posten (2): Mira Maurer ist immer hungrig auf Neues

    Wer Mira Maurer ist, das muss man in Südbaden eigentlich niemandem mehr erklären. In den letzten Jahren hat sich die Freiburger Köchin als Fernsehköchin, Instagram-Köchin und BZ-Kolumnistin einen Namen gemacht. Mit ihrer authentisch-badischen Art begeistert sie auf Instagram über Hunderttausend Fans. Und auch im Gespräch bei BZ am Ohr zeigt sie sich nahbar und sympathisch. Was treibt sie an, wo will sie noch hin? Im Podcast wird Mira Maurer auch ein bisschen privater: Sie erzählt, dass Freunde sie nur noch selten zum Essen einladen und verrät, welche Zutat bei ihr immer im Kühlschrank ist. Außerdem hat sie jede Menge Tipps: Wie reagiert man am besten, wenn einem das Essen in einem Restaurant nicht schmeckt und wie macht man das Weihnachtsessen unkompliziert? Diese Folge ist Teil einer kleinen Serie, einem 3-Gänge-Menü zu Weihnachten. In der ersten Folge erzählen Sina und Marcel Hildmann, wie ihre vegane Vesperstube an einem Wanderweg mitten im Schwarzwald bei den Leuten ankommt. Und Im dritten Teil spricht Gourmet-Köchin und Instagram-Star Victoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen - hin zu ihrem eigenen Restaurant und ins neue Jahr. Diese Folge erscheint am 23. Dezember. Mehr von Mira Maurer gibt es hier: In ihrer Kolumne "Mira empfiehlt" erzählt sie, welche Restaurants und Cafés in Südbaden es ihr angetan haben – und was ihr dort besonders gut schmeckt. Auf dem BZ-Instagramkanal gibt's Videos von Mira. Alle Folgen von BZ am Ohr gibt es hier. Und hier geht's zur Weihnachtsaktion: Welches Tablet liegt bei Ihnen unterm Baum? Bestellen Sie jetzt BZ-Digital Premium mit einer Laufzeit von 24 Monaten und sichern Sie sich ein Apple iPad oder das brandneue Samsung Galaxy Tab kostenlos!

  45. 137

    Kochen, essen, posten (1): vegane Vesperstube im Schwarzwald – wie geht das?

    Vegane Vesperstube, mitten im Schwarzwald? Wie passt das zusammen? Für Sina und Marcel Hildmann passt das wunderbar - vegan leben, kochen, essen und das als Influencer bei Instagram zeigen. Die beiden betreiben in Ottenhöfen in der Ortenau einen Gnadenhof für Tiere, mit einer veganen Gastronomie dabei - den Lebenshof Mut im Bauch. Wie sie mit Mitte 30 diese große Lebensentscheidung getroffen haben, ob ihre Kinder auch vegan leben und warum es rund um ihren Lebenshof einen Shitstorm inmitten der veganen Szene gab, das erzählen sie hier, bei BZ am Ohr, dem Podcast der Badischen Zeitung. Diese Folge ist Teil einer kleinen Serie, sozusagen ein 3-Gänge-Menü zu Weihnachten! In der zweiten Folge erzählt die Freiburger Köchin Mira Maurer von der Vielfältigkeit ihres Berufs von Instagram bis Showküche – zu hören ab 18. Dezember. In Teil 3 spricht Gourmetköchin und Insta-Star Viktoria Fuchs aus dem Münstertal von Übergängen, hin zu ihrem eigenen Restaurant und natürlich ins neue Jahr. Zu hören in der Weihnachtswoche.

  46. 136

    Kasi & Antonius über Konzerte, Streamingeinnahmen und politische Statements auf der Bühne

    Kasi und Antonius sind Mitte 20 und sind vor ein paar Jahren zum Studieren nach Freiburg gezogen. Das Studium ist Vergangenheit, denn mittlerweile sind die beiden erfolgreiche Indie-Pop-Künstler. 2022 haben sie ihren ersten Song rausgebracht, 2023 gelang mit "Vielleicht in einem Jahr" der Durchbruch. Gerade erst haben sie zwei ausverkaufte Konzerte in Freiburg gespielt. „Das ist ein krasses Gefühl, das man sich so nicht kaufen kann“, sagt Antonius über den Moment auf der Bühne. Wie war ihr Jahr 2025 und was erwartet die Fans auf dem neuen Album „Kids“?

  47. 135

    Live-Podcast: Wie tickt der neue Intendant des Theater Freiburg, Felix Rothenhäusler?

    Mit Felix Rothenhäusler zieht nicht nur ein flammendes Herz und eine pinke Webseite ins Theater Freiburg ein. Der neue Intendant steht für Wandel – was treibt ihn an, wie versteht er Theater? Ist jetzt alles hipper, frischer, offener? Wie will das Theater neue Zielgruppen erschließen, ohne die alten zu verprellen? Wie viel Platz ist für Subkultur und junge Menschen? Im Live-Podcast mit den BZ-Redakteur*innen René Zipperlen und Dora Schöls im Freiburger Café Hermann spricht Rothenhäusler über seinen Ansatz. Er erklärt, warum das Theater nicht alle Erwartungen erfüllen kann – und das vielleicht auch gar nicht will. Er erzählt von seinem ersten Theaterbesuch, bei dem er empört den Saal verlassen hat. Und er verrät, ob ihn die Größe des Freiburger Hauses auch nervös macht. Der nächste Live-Podcast der BZ wird übrigens im Theater stattfinden: am 13. Februar, mit Wiebke Lühmann, die mit dem Fahrrad von Freiburg bis nach Kapstadt geradelt ist. Termin jetzt vormerken!

  48. 134

    Leben, Sterben, Begleiten: Ein Gespräch aus dem Hospiz in Freiburg

    In der Gemeinschaftsküche Kaffee trinken und dann einen Sterbenden in seinen letzten Tagen begleiten: Das ist für Schwester Miriana kein Gegensatz, sondern Alltäglichkeit. Die Ordensschwester leitet das Karl Josef Hospiz in Freiburg und sorgt mit ihrem Team dafür, dass sich die Sterbenden sicher und geborgen fühlen. Die BZ hat sie im Hospiz besucht: Helle Räumlichkeiten, freundliche Menschen und acht Türen mit dem Namen „Kaiserstuhl“ oder „Tuniberg“, hinter denen die Gäste sich aufhalten. Die Ordensschwester führt uns in den Gemeinschaftsraum, um ein Gespräch über den Tod, das Sterben, aber auch das Leben zu führen. Schwester Miriana und vier ihrer Kolleginnen sind auch Teil der Podcastserie „Jenseits der Schwerkraft“, die am Freitag, 21. November, bei der BZ erscheint. In der zweiten Staffel „Der letzte Ort auf Erden“ nehmen uns Lukas Fleischmann und Ralph Würschinger mit ins Hospiz in Freiburg und versuchen die Frage zu beantworten, was Menschen am Ende ihres Lebens beschäftigt. Überall dort, wo es Podcasts gibt.

  49. 133

    Geraldine Schüle saniert einen alten Hof - und Hunderttausende schauen zu

    Von der weiten Welt in den Schwarzwald: Geraldine Schüle (32) ist in ihrem Leben durch die halbe Welt gereist. Immer auf der Suche nach sich selbst und einem Zuhause. Gefunden hat sie es im Kreis Waldshut, auf einem 500 Jahre alten Hof. Den saniert sie nun gemeinsam mit ihrem Mann Patrick (35). Eingezogen sind sie aber erstmal so - ohne Heizung, ohne warmes Wasser in der Küche. Und das mit zwei kleinen Kindern. Die BZ hat sie auf ihrem Hof besucht. Die Kühe verstecken sich an diesem Novembertag leider im Nebel, dafür begrüßen uns Hund und Katze. Und in der Küche, wo wir das Interview aufnehmen, ist es zum Glück warm, dank Küchenhexe und selbst geschlagenem Holz. Im Podcast erzählt Geraldine, wie es sich anfühlt, von einem Tiny House in einen riesigen Schwarzwaldhof zu ziehen. Wie sie als Landwirte und Selbstversorger leben können, obwohl sie das nie so richtig gelernt haben. Wie sie völlig unverhofft zum Instagram-Star wurde - und warum ihr dort mehr als eine halbe Million Menschen bei ihrem Alltag zuschauen. Über den Hof hat Geraldine Schüle auch ein Buch geschrieben. Mit „Unser wilder Hof“ ist sie zu Lesungen in der Region unterwegs: Am 19. November in Freiburg, am 9. Dezember in Waldshut-Tiengen und am 4. März in Titisee-Neustadt.

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    Ausbildung mit 40 - wenn Erwachsene wieder Azubis werden

    Raphael Büchel ist 41 Jahre alt und sitzt mit Schülerinnen und Schülern n in der Klasse, die kaum älter sind als sein eigener Sohn. Aktuell lernt er in der Berufsschule, was man als Fachkraft für Lagerlogistik alles wissen muss. Er hat nach einer zehnjährigen Karriere in einem großen Discounter nochmal einen Wechsel gewagt. Ella Hartmann steht mit 44 Jahren kurz vor ihrer ersten Berufsausbildung. Sie wird sich bald einen Traum erfüllen und eine Ausbildung zur anästhesietechnischen Assistenz beginnen. Welche Schritte die beiden Freiburger dazu bewegt hat, diesen Weg zu gehen, welche Zweifel sie zwischendurch hatten und welche Tipps sie bei der Ausbildungssuche haben, erzählen sie in dieser Folge von BZ am Ohr.

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Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!

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