EPISODE · May 7, 2020 · 51 MIN
Von dem Anschluss der DDR bis heute
from Rosa-Luxemburg-Stiftung Audiodokumentationen · host Rosa-Luxemburg-Stiftung
Teil 2 des dreiteiligen Features von Tim Schleinitz und Constantin Hühn für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano hat mit der Forderung für Furore gesorgt, dass der 8. Mai zu einem Feiertag erklärt werden solle. Dieser Tag ist seit dem Kriegsende das Terrain von geschichtspolitischen Deutungskämpfen. Die extreme Rechte konnte nie mehr darin sehen, als einen «Tag der Schande», Bundespräsident Heuss sah die Deutschen «erlöst und vernichtet in einem» und schließlich entwickelte Richard von Weizsäcker eine Perspektive von Befreiung, die Eingang in den Kanon der Erinnerungskultur gefunden hat. Doch auch nach dieser bahnbrechenden Rede und dem Anschluss der DDR gingen die geschichtspolitischen Auseinandersetzungen weiter. Seit den 1990er Jahren entzündeten sich neuen Debatten um «die Deutschen als Opfer» von Vertreibungen, Bombenkrieg und alliierter Besatzung und stellten die Erinnerungskultur. Es wurde sich an dem Mythos abgearbeitet, dass es eine Tabuisierung dieser Themen gegeben hätte. Der 8. Mai steht im Spiegel der Zeit für eine lebhafte und kontroverse Debatte um den Umgang mit dem präzedenzlosen Menschheitsverbrechen des NS-Regimes und seiner zweiten Geschichte – der geschichtlichen Einordnung. Foto: Befreiungsfeier in Mauthausen 2016; MKÖ / Sebastian Philipp (https://www.befreiungsfeier.at) Nutzung unter folgenden Bedingungen: Tim Schleinitz und Constantin Hühn/Rosa-Luxemburg-Stiftung, Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-ND 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ DOWNLOAD: Das vollständige Script: https://www.rosalux.de/fileadmin/images/Dossiers/8.Mai-Befreiung/MS_Feature_8_Mai_Teil-1_2.pdf Die Quellenangaben: https://www.rosalux.de/fileadmin/images/Dossiers/8.Mai-Befreiung/Quellen_Feature_8.Mai-Kontroverse-u-Kanonisierung.pdf
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Teil 2 des dreiteiligen Features von Tim Schleinitz und Constantin Hühn für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano hat mit der Forderung für Furore gesorgt, dass der 8. Mai zu einem Feiertag erklärt werden solle. Dieser Tag ist seit dem Kriegsende das Terrain von geschichtspolitischen Deutungskämpfen. Die extreme Rechte konnte nie mehr darin sehen, als einen «Tag der Schande», Bundespräsident Heuss sah die Deutschen «erlöst und vernichtet in einem» und schließlich entwickelte Richard von Weizsäcker eine Perspektive von Befreiung, die Eingang in den Kanon der Erinnerungskultur gefunden hat. Doch auch nach dieser bahnbrechenden Rede und dem Anschluss der DDR gingen die geschichtspolitischen Auseinandersetzungen weiter. Seit den 1990er Jahren entzündeten sich neuen Debatten um «die Deutschen als Opfer» von Vertreibungen, Bombenkrieg und alliierter Besatzung und stellten die Erinnerungskultur. Es wurde sich an dem Mythos abgearbeitet, dass es eine Tabuisierung dieser Themen gegeben hätte. Der 8. Mai steht im Spiegel der Zeit für eine lebhafte und kontroverse Debatte um den Umgang mit dem präzedenzlosen Menschheitsverbrechen des NS-Regimes und seiner zweiten Geschichte – der geschichtlichen Einordnung. Foto: Befreiungsfeier in Mauthausen 2016; MKÖ / Sebastian Philipp (https://www.befreiungsfeier.at) Nutzung unter folgenden Bedingungen: Tim Schleinitz und Constantin Hühn/Rosa-Luxemburg-Stiftung, Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-ND 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ DOWNLOAD: Das vollständige Script: https://www.rosalux.de/fileadmin/images/Dossiers/8.Mai-Befreiung/MS_Feature_8_Mai_Teil-1_2.pdf Die Quellenangaben: https://www.rosalux.de/fileadmin/images/Dossiers/8.Mai-Befreiung/Quellen_Feature_8.Mai-Kontroverse-u-Kanonisierung.pdf
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