EPISODE · Jan 14, 2010
Wirtschaftsnews vom 14. Januar 2010
from Aktuelle Radiobeiträge zu Wirtschaft, Auto, Gesundheit und mehr mit Michael Weyland · host Michael Weyland
Die Wirtschaftsnachrichten vom 14. Januar 2010: Themen heute: Sparer verschenken laut Union Investment Riesterzulagen; Autoindustrie nach Ansicht von PricewaterhouseCoopers weiter in Krise; Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr mit Bussen und Bahnen laut Statistischem Bundesamt gestiegen 1. Mit dem Jahreswechsel endete die Frist für die Beantragung der staatlichen Riester-Zulage für das Jahr 2007. Diese ließen jedoch viele Sparer ungerührt verstreichen und schenkten dem Staat dadurch mehrere Millionen Euro. Alleine beim größten Anbieter von Riester-Verträgen, Union Investment, stellten 18 Prozent der berechtigten Anleger keinen Zulagenantrag für das Jahr 2007. Multipliziert man diese Zahl mit der durchschnittlichen Förderung von 188 Euro pro Vertrag aus dem Jahr 2006 (Quelle: Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen), sparte der Staat nur hier schätzungsweise 48 Millionen Euro. Dazu bemerkte Hans Joachim Reinke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Union Investment. "Einen Riester-Vertrag abzuschließen ohne die Zulagen zu beantragen ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse. Man kommt voran, schnell erreicht man sein Ziel jedoch nicht". 2. Die Krise der deutschen Autoindustrie ist noch nicht ausgestanden. Hierzulande verlassen 2010 voraussichtlich rund 4,8 Millionen Pkw die Werkshallen - rund 100.000 weniger als 2009. Dabei geht der Rückgang vor allem zu Lasten der Volumenhersteller, die im Vorjahr noch von der so genannten Abwrackprämie gestützt wurden. Das Automotive Institute der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert im Volumensegment (beispielsweise bei Klein- und Kompaktwagen) ein Minus von 9,4 Prozent auf 2,3 Millionen Fahrzeuge, nachdem die heimische Produktion in diesem Segment bereits 2009 um 9,1 Prozent auf 2,6 Millionen Pkw gesunken war. Premiummarken wie Audi, Mercedes und BMW sollten demgegenüber von der Erholung wichtiger Exportmärkte wie den USA und Westeuropa, aber auch der wachsenden Nachfrage in China und anderen Schwellenländern profitieren. 3. Für das Jahr 2009 rechnet das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage bisher vorliegender Monats- und Quartalseckdaten damit, dass in Deutschland die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr mit Bussen und Bahnen um 1,2% gestiegen sind. Für die Fluggastzahlen im Luftverkehr wird dagegen infolge der Wirtschaftskrise für 2009 ein Minus von 4,8% erwartet. Mit Bussen und Bahnen wurden von den Fahrgästen voraussichtlich rund 10,4 Milliarden Fahrten im Linienverkehr unternommen, durchschnittlich 9,3 Kilometer weit. Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/News20100114.mp3
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