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PODCAST · religion

BetDenkZettel

by BetDenkzettel

BetDenkZettel sind kurze Bet- und Denkanstöße von Fra' Georg Lengerke - in der Regel zu einem Wort aus den Schriftlesungen der Liturgie vom Tag

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Episodes

  1. Von der Angst, abgeschafft zu werden

    Die größte Angst, die mir begegnet, ist die vor der Abschaffung des Menschen. „Niemand hat uns angeworben“, sagten die spät gefundenen Tagelöhner im Gleichnis zu einem Weinbergsbesitzer. Der wirbt sie an für eine Stunde – und für den Lohn eines Tages. Von einem Mitwirken-Dürfen, das selbst schon...

  2. Franziskanische Schokolade - Vergebung lernen

    Woran trägt der Mensch am schwersten? An eigener und fremder Schuld. Manches lässt sich wiedergutmachen. Aber was befreit uns von Schuld, die nicht wiedergutgemacht werden kann? Da braucht es Vergebung. Und die lernen wir, indem wir selbst Vergebung empfangen. Von ihr – und von franziskanischer...

  3. Kein Liebeslied wird „nur notfalls“ gesungen

    „Wer sagt ihr, dass ich sei?“, fragt Jesus seine Jünger. Einer antwortet und trifft ins Schwarze. Doch einstweilig verbietet Jesus ihnen, es weiterzusagen. Vom Gerede zur Unzeit, vom Reden, wenn es Zeit ist – und davon, dass kein Liebeslied „nur notfalls“ gesungen wird, handelt der BetDenkzettel...

  4. Wir leben von Krümeln

    Jesus ignoriert eine nichtjüdische Frau. Schließlich erhört er sie doch. Man sagt mir, Jesus habe von der Frau gelernt, sich aus der religiös-ethnischen Beschränktheit seiner Zeit zu lösen zu einer „universalen Menschlichkeit“ hin. Ich habe da meine Zweifel. Von ihnen und von den Krümeln, die vom...

  5. Komm heraus und stell dich!

    „Komm heraus und stell dich …!“, wird dem Mann zugerufen, der sich auf der Flucht in einer Höhle versteckt hat. Doch ist dies nicht eine Szene aus einem Western, wo der Bösewicht vom Sheriff (oder der Sheriff vom Bösewicht) erwischt wird. Gott ruft den gewaltigen Elija aus der Höhle, der…

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  6. Die Liebesmühe der Lebensmüden

    Warum müssen wir in der Sommerhitze wieder und wieder daran erinnert werden, genug zu trinken? Weil wir uns an die trockene Mattigkeit gewöhnen können – und zwar sowohl im Leib als auch im Geist. Von der vergeblichen Liebesmühe der Lebensmüden und vom Trinken des Leibes und der Seele handelt der...

  7. Die Sollnichtbruchstelle - Über die Einheit im Orden und in der Kirche

    Es gibt Dinge mit einer Sollbruchstelle. Zum Beispiel eine Tafel Schokolade. Und es gibt Dinge mit einer Sollnichtbruchstelle. Zum Beispiel eine Erkennungsmarke der Bundeswehr. Denn die Erkennungsmarke wird nur dann zerbrochen, wenn der Soldat gefallen ist. Auch Gemeinschaften haben Stellen, an...

  8. Jedem sein Sendungsformat

    Noch nie waren die Möglichkeiten, mit wenig Aufwand so viele Menschen zu erreichen, so vielfältig wie heute. Aber nicht jeder ist ein Influencer. Jeder erreicht andere Menschen. Und jeder erreicht Menschen anders. Vom Sendungsformat der Christen handelt der BetDenkzettel vom 14. Juni 2026 unter...

  9. Morgenliebe bis zum Abend

    Morgens bin ich ein besserer Mensch. Aber das Gute, das mir morgens klar ist, ist mir mittags schon fraglich geworden und abends oft vergessen. „Eure Liebe ist wie der Tau, der bald vergeht“, sagt der Prophet Hosea. Von der Morgenliebe, die bis zum Abend geht, handelt der BetDenkzettel vom 7.…

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  10. Du Einer und wir Vielen (Pfingsten)

    Nicht nur in der Kirche fragen sich Menschen: Was verbindet mich mit den anderen? Und was unterscheidet mich von ihnen? Von dem, der die Menschen sowohl verbindet als auch unterscheidet und so den einen durch die Gaben des anderen froh macht, handelt der BetDenkzettel vom 24. Mai 2026 unter...

  11. Jünger machen (nach Christi Himmelfahrt)

    Wer einen Menschen liebt, möchte, dass seine Freunde ihn kennenlernen. Wer einen Lehrer findet, möchte, dass auch andere ihn hören. Wem ein Arzt das Leben gerettet hat, der empfiehlt ihn den Kranken. „Macht alle zu meinen Jüngern“, sagt Jesus, und viele Christen genieren sich. Vom Widerstand und...

  12. Vom Pack-Ende und vom Ergriffenwerden

    Nicht jeder Getaufte ist begeistert. Welche Enttäuschung! Aber schon das Neue Testament erzählt von Neugetauften, die keine Ahnung hatten vom Heiligen Geist, der lebendig macht. Vom „Pack-Ende“ Gottes und vom Ergriffenwerden vom Geist handelt der BetDenkzettel vom 10. Mai 2026 unter...

  13. Lasst euch aufbauen!

    „Lasst euch aufbauen!“, heißt es im Ersten Petrusbrief. Was wie eine holprige Einladung zu einem Wellness-Wochenende klingt, ist eine Art Bauanleitung für ein Gebäude, mit dessen Fundament kein Mensch gerechnet hat. Vom Grundstein für die einen und Stolperstein für die anderen handelt der...

  14. Musste er oder musste er nicht? (Emmaus)

    Da muss ich durch, sagt sich einer, dem auf dem Weg zu einem wichtigen Ziel schwere Zeiten bevorstehen. „Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?“ fragt der unerkannte Jesus zwei verstörte Anhänger auf ihrem Weg nach Emmaus. Musste er oder musste er nicht? Vom...

  15. Dreierlei Anteil (Eine kleine Osterkatechese)

    Liebende wollen beieinander sein. Das Osterfest handelt von der Einswerdung zweier Leben, indem eines am anderen Anteil bekommt. Von der AnteilGabe, der AnteilNahme und der AnteilHabe am Leben handelt der BetDenkzettel vom Osterfest 2026 unter https://www.betdenkzettel.de/⁠. Fra' Georg Lengerke

  16. Der König auf dem Weg zum Khan (Palmsonntag)

    Jesus Christus habe keinen Vorteil gegenüber Dschingis Khan, meinte einer der Protagonisten des Nahostkrieges letzte Woche. Wenn das Böse stärker, rücksichtloser und mächtiger sei, setze es sich gegen das Gute immer durch. Angesichts des Gekreuzigten scheint es, als hätte der Mann recht. Aber der...

  17. Wärest du dagewesen (Fünfter Fastensonntag)

    Der Vorwurf der Trauernden wiegt schwer: „Wärest du hier gewesen…“. Im Film Hamnet (2025) hört William Shakespeare ihn von seiner verzweifelten Ehefrau. Im Evangelium sagen es zwei Schwestern Jesus. Vom Trostbild im Theater und dem Trostereignis im Evangelium handelt der BetDenkzettel vom 22.…

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  18. Wem die Wahrheitsliebe glaubt (Vierter Fastensonntag, Laetare)

    Es gibt Ausdrucksformen des Glaubens, die von Aufgeregtheit, Übertreibung und Verzerrungen gezeichnet sind. Deren Kritiker geben sich nüchtern und haben leichtes Spiel. Von einer trockenen Wahrheitsliebe, die zum Nährboden des Glaubens und zur Anfrage an seine geifernden Zweifler wird, handelt…

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  19. Quelle statt Tanke (Dritter Fastensonntag)

    Viele Erschöpfte sagen: „Ich muss auftanken.“ Später dann beginnt wieder die Zeit des Verbrauchs – mal sparsamer, mal verschwenderischer. Bis zum nächsten Auftanken. Einer Frau, die zum Tanken kommt, erzählt Jesus von „lebendigem Wasser“, das im Menschen zu einer Quelle wird. Von der inneren…

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  20. Hier ist gut sein (Zweiter Fastensonntag)

    Die Asamkirche in München ist einer dieser Orte, den täglich viele fotografisch festhalten, in dem aber nur wenige wirklich einen Moment bleiben. „Hier ist gut sein!“, sagt Petrus, als er Jesus in überirdischem Licht sieht, und will den Moment festhalten, wie andere die Asamkirche mit der Kamera....

  21. Warum der Sündenfall kein Glücksfall war (Erster Fastensonntag)

    „Eigentlich war der Sündenfall doch ein Glücksfall“, sagte mir mal jemand. Aber der Sündenfall hat die Freiheit des Menschen nicht gemehrt, sondern versaut. Von der Ordnung des Gartens zum Gesetz des Dschungels – und der neuen Ordnung der Liebe handelt der BetDenkzettel vom 22. Februar 2026 unter...

  22. Und was macht dein Licht?

    Strahlen sind nicht immer harmlos. Aber auch der Glückliche strahlt. Wer mit Gott liebt, ist „Licht der Welt“. Von dessen Strahlen handelt der BetDenkzettel vom 8. Februar 2026 unter https://www.betdenkzettel.de/ . Fra' Georg Lengerke

  23. Mein "heiliger Rest"

    Wenn in Diskussionen über die Zukunft der Kirche vom „heiligen Rest“ gesprochen wird, dann klingt das oft elitär, verächtlich oder resigniert. Aber der „heilige Rest“, von dem der Prophet Zefania spricht, verdankt sich nicht der heldenhaften Treue der Übriggebliebenen, sondern der Treue Gottes.…

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  24. Er taucht ein, damit du auftauchst

    Was wird mal aus dem Jungen werden, den ich gestern in das Leben mit Christus und in seine Kirche hineingetauft habe? Zumal die seit den Tagen des Paulus in Parteilichkeit und Personenkult zerstritten ist. Von einem, der eintaucht in die Welt, damit wir aus der Welt auftauchen, handelt der...

  25. Darf ich bekannt machen?

    „Darf ich bekannt machen?“, fragt mich ein Freund, der findet, ich sollte einen neu Hinzugekommenen kennenlernen. Er erwartet keine Antwort. Wir werden einander vorgestellt, und der Freund entschwindet. Wir sind auf uns selbst gestellt. Von der Vorstellung Jesu durch den Täufer Johannes handelt…

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  26. Der Arzt im eigenen Wartezimmer (Taufe des Herrn)

    Am Ende der Weihnachtszeit und am Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu steht die Welt einen Augenblick lang auf dem Kopf. Der, den alle erwarten, stellt sich mitten unter die Wartenden, der, der keine Umkehr nötig hat, vollzieht ein Zeichen der Umkehr und verwandelt es in etwas ganz Neues. Von…

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  27. Wieso neu? War das Alte nicht gut? (Zur Jahreslosung 2026)

    Ein BetDenkzettel zur Jahreslosung 2026: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5) „Seht, ich mache alles neu“, hört der Seher Johannes im letzten Buch der Bibel Gott in einer Vision sagen. Aus Menschenmund klingt das bedrohlich, wo das gelebte Leben abgetan zu werden droht. Und es...

  28. Ich steh in deinem Blicke hier (Weihnachten)

    In manchen Kirchen wird an Weihnachten eine Figur des Kindes Jesus in einer feierlichen Prozessionin die Kirche getragen. Aber das Evangelium erzählt, dass er zuerst keinen Eingang bei uns Menschen fand. Die Leute mussten zu ihm rausgehen, damit Weihnachten wird. Von dem „Draußen“ dieses Kindes,...

  29. Ausgesondert für Weihnachten (Vierter Advent)

    Wer behauptet, „ausgesondert“ worden zu sein, scheint entweder gekränkt oder eingebildet zu sein. Aber ausgesondert aus dem Allgemeinen wird jeder, der als Einzelner gemeint und angesprochen wird – gerade da, wo Gemeinschaftlichkeit großgeschrieben wird. Von der weihnachtlichen Aussonderung des...

  30. Keine Zeit für Spielchen (Dritter Advent)

    „Was habt ihr denn sehen wollen?“, fragt Jesus die Leute, die zu Johannes dem Täufer in die Wüste gingen, um sich von ihm (bildlich gesprochen) den Kopf waschen zu lassen. Einen, der euch sagt, was ihr hören wollt? Einen, der euch bestätigt in dem, was bei euch falsch läuft? Von der möglichst...

  31. Toni und Leo falten zusammen (Zweiter Advent)

    Wenn der Gesalbte Gottes kommt, dann verschafft er den Geringen und Armen ihr Recht, schreibt der Prophet Jesaja. Es gibt „messianische Momente“, in denen sich der ankündigt, von dem die Christen sagen, er sei der dieser Messias. Von einem solchen Moment und von Toni und Papst Leo zwischen...

  32. Wachsam statt schlaflos (Erster Advent)

    Es gibt Nächte, in denen wir schlaflos vor lauter Sorge um unsere Schlaflosigkeit sind. Es braucht eine neue Perspektive, einen Blick von woanders. Nicht nur auf unsere Geschichte,sondern auf uns in unserer Geschichte. Vom Kommen dessen, der uns diesen neuen Blick und den gläubigen Umgang mit der...

  33. Wisst ihr nicht, was ihr seid? (Weihetag der Lateranbasilika)

    Auf einem Fresko von Giotto von 1295 träumt Papst Innozenz III, wie die im Verfall befindliche Lateranbasilika vom heiligen Franziskus aufgerichtet und erneuert wird. Aber Franziskus war nicht bloß eine Art Reparateur, er war ein Baustein der Kirche. "Wisst ihr nicht, dass ihr es seid?", fragt...

  34. Kennste alle, kennste einen (Allerheiligen)

    „Kennste einen, kennste alle“, sagen die Leute von den Songs dieser Sängerin, von den Witzen jenes Spaßmachers oder im Spaß von den Bewohnern einer bestimmten Region. Anders, wenn etwas oder jemand sich immer anders in jeweils Verschiedenem zeigt, dann müsste man sagen: „Kennste alle, kennste...

  35. Vielleicht bin ich doch wie dieser da (Über das Vergleichen)

    Manchmal werde ich vom Evangelium ertappt. Zum Beispiel wo ich froh bin, nicht so zu sein wie einer im Evangelium, der froh ist, nicht so zu sein wie ein anderer. Vielleicht bin ich nämlich doch wie dieser da. Von einem Letzten, der meint, der Erste zu sein, und einem Ersten, der meint, der…

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  36. Wer musikalisch ist, soll musizieren - Über das innere Gebet

    Jürgen Habermas bezeichnete sich mal als religiös unmusikalisch. Heute vermisst er in den Kirchen die Verkündigung transzendentaler Glaubensinhalte statt einer bloß immanenten Zuversichtlichkeit. Vom inneren Gebet und vom Anspruch der Unmusikalischen auf die Musik der Musikalischen an der…

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  37. Wo du bist, ist Heiliges Land

    Ein Fremder wird im Heiligen Land geheilt. Dann bittet er darum, ein Stück des Landes mit sich in seine ferne Heimat nehmen zu dürfen. Vom Heiligen Land in uns handelt der BetDenkzettel vom 12. Oktober 2025 unter https://www.betdenkzettel.de. Fra' Georg Lengerke

  38. Unverzagt

    Dass Menschen in Zeiten wachsender Unsicherheit Angst haben, ist kein Wunder. Die Kunst besteht darin, mit ihr angemessen umzugehen. Aber es gibt auch einen „Geist der Verzagtheit“, in dem die Klage zum guten Ton gehört und die eigene Lähmung immer die Schuld der anderen ist. Vom…

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  39. Der Abgrund zwischen uns und euch

    „Zwischen uns und euch ist ein unüberwindlicher Abgrund.“ Ich habe diesen Satz selten gehört. Aber ich sehe immer mehr Verhältnisse, in denen er ganz offensichtlich wahr ist. Von dem einzigen, der den unüberwindlichen Abgrund zwischen uns um unseretwillen überwunden hat, handelt der BetDenkzettel...

  40. Making friends - Macht euch Freunde

    „Making friends“ klingt auf Deutsch komisch. Dennoch heißt es im Evangelium: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“. Nicht, weil man Freunde „machen“ könnte, sondern weil man mit dem Mammon etwas zur Befreundung machen kann. Davon, wie der Mammon gerecht und Fremde Freunde werden…

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  41. Unbesiegt gestorben (Kreuzerhöhung)

    Auf die Psychatrie im Kloster vom Kreuz (Deir Salib) in Beirut schauen die Leute ähnlich wie auf das namengebende Kreuz Christi: Für die einen ist es ein Ort des Grauens, für die anderen ein Ort der Rettung. Von der Rettung, die in unser Grauen kommt, und von den Unbesiegten von Deir Salib…

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  42. An Gernegroß und Gerneklein - Über die Demut

    In den letzten beiden Jahren beklagten sich Schriftsteller darüber, einen renommierten Literaturpreis nicht bekommen zu haben. Im Gleichnis setzt sich ein Mann selbst auf einen Ehrenplatz, den er für einen räumen muss, dem er zugedacht war. Von der Demut, die den Gernegroß schrumpft und den...

  43. Wenn's eng wird

    „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen.“ Was nach einer Empfehlung für den Sommerschlussverkauf oder den Ratschlag für eine Evakuierung im Brandfall klingt, sagt das Evangelium vom Weg des Menschen zu Gott. Aber nicht Gott macht die Tür eng, sondern der Mensch. Von der...

  44. Kerzenschmerz

    Die Taufpatin hatte die Taufkerze meisterlich geschmückt. Undals sie angezündet wurde, versetzte es ihr einen kleinen Stich. Aber die Kerze ist dazu da, zu brennen. So wie der Mensch dazu da ist, zu lieben. Vom Brennen und Lieben und einer Schonung, die Vergeudung wäre, handelt der BetDenkzettel...

  45. Glaube hat Heimweh

    Als Kind hatte ich woanders Heimweh nach zuhause. Als Jugendlicher hatte ich zuhause Fernweh nach woanders. Als Erwachsener lernte ich zuhause zu sein, woanders auch immer ich war – und dennoch noch immer Heimweh zu haben. Vom Leben als Pilgerschaft und vom Heimweh nach Himmel handelt der...

  46. Offenbar werden

    In München findet heute die Firmung einer jungen Frau statt, die in der Begegnung mit behinderten Menschen Entscheidendes über die Liebe und über sich selbst gelernt hat. Von der Offenbarung des Menschen als Geliebter und Liebender handelt der BetDenkzettel vom 3. August 2025 unter...

  47. Unter Räubern (Der barmherzige Samariter)

    Beim Gleichnis vom barmherzigen Samariter identifizieren sich helfende Christen (wie die Malteser) fast immer zuerst mit dem Samariter, der einem Mann hilft, der überfallen wurde. Aber das Gleichnis handelt zuerst von denen, die unter die Räuber gefallen sind und sich helfen lassen sollen – um...

  48. Vollmacht Freude

    auf der Fußmatte meines Nachbarn steht „Welcome!“ Aber von mir aus gesehen, steht sie Kopf. Sie sagt den Bewohnern ein Willkommen draußen in der Welt. Willkommen in der Welt!, scheint Jesus den Jüngern zu sagen, als er ihnen bei der Aussendung in die Welt Vollmacht über die unreinen Geister gibt....

  49. Gewonnen werden wollen – Über den geistlichen Kampf (Eph 6,10-20)

    Diesmal besteht der BetDenkzettel in einer Predigt, gehalten am 28. Juni 2026 im Kaiserdom in Frankfurt. Die einen wollen jeden Kampf vermeiden und werden faul und feige. Die anderen verkämpfen sich um Nichtigkeiten oder um Gutes mit schlechten Mitteln. Der geistliche Kampf beginnt beim Aufstehen...

  50. Wo‘s uns um Gott und Gott um uns geht (Fronleichnam)

    Vor Jahren sprach mich ein mit der katholischen Liturgie nicht vertrauter Gottesdienstbesucher nach der Heiligen Messe an: Es habe eine Stelle gegeben, die ihn sehr bewegt habe, sagte er mir. „Da habe ich gemerkt: Hier geht’s um Gott.“ Von einer Stelle, an der es uns um Gott und Gott um uns geht,...

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