PODCAST · health
Clog Talk – Zwischen Herz, Hektik und Hygiene
by nordiska
Clog Talk – Zwischen Herz, Hektik und HygieneStaffel 1: Patientensicherheit neu gedachtWas bedeutet Patientensicherheit wirklich – für Patient*innen und für alle, die im Krankenhaus arbeiten? In Staffel 1 von Clog Talk sprechen wir offen, respektvoll und ohne Schuldzuweisungen über Situationen, in denen im Klinikalltag Fehler passieren können. Nicht, um Angst zu machen. Nicht, um jemanden an den Pranger zu stellen. Sondern, um besser zu verstehen – und gemeinsam besser zu werden.Wir geben Menschen eine Stimme, die Patientensicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven erleben:Betroffene, die erzählen, wie kritische Situationen ihr Leben beeinflusst haben.Pflegekräfte, die täglich unter hoher Belastung Verantwortung tragen.Ärztinnen und Ärzte, die Entscheidungen und Strukturen transparent machen.Expert*innen, darunter ein Professor für Patientensicherheit und ein Hygieniker, die wissenschaftlich einordnen und zeigen, wie Prävention im Alltag funktionieren kann. Dabei betrachten
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#3: Infektion, Amputation, Neubeginn: Annas Weg zurück ins Leben
In dieser Folge sprechen wir mit Anna – auf Social Media bekannt als mrsannnna, die mit Anfang 20 zu einer eigentlich harmlosen Kniespiegelung ins Krankenhaus ging – und mit einer schweren Infektion, monatelangen Komplikationen und schließlich der Amputation ihres Beins daraus hervorging. Was als Routineeingriff begann, entwickelte sich zu einem medizinischen Albtraum: Ihr Knie versteifte sich unmittelbar nach der OP, die Infektion breitete sich aus, es folgten zahlreiche Operationen, Blutvergiftungen und sogar ein multiples Organversagen. Zwei Jahre lang war das Krankenhaus ihr Lebensmittelpunkt, und mehrfach stand ihr Leben auf Messers Schneide. Anna erzählt offen, wie es war, in dieser Zeit immer wieder nicht ernst genommen zu werden. Obwohl sich ihr Bein selbst unter Narkose nicht bewegen ließ, wurden ihre Beschwerden oft als psychisch dargestellt. Sie berichtet von verletzenden Situationen – darunter ein Arzt, der ihr die Gehhilfen wegtrat und sie beschimpfte – und davon, wie sehr diese wiederholte Abwertung sie zusätzlich belastete. Als klar wurde, dass die Infektion im Bein weiterhin schlummerte und jederzeit zurückkehren konnte, sowie der Fuß zunehmend lahm wurde, traf Anna nach langem Ringen eine mutige Entscheidung: die Amputation. Wir sprechen darüber, wie sie diesen schweren Schritt erlebt hat, wie es war, nach der Operation zum ersten Mal die Prothese zu tragen und welchen Einfluss dieser Moment auf ihr Leben hatte. Ein großes Thema ist zudem die Rolle von Social Media: Die Unterstützung und der Zuspruch, den sie dort fand, wurden zu einer wichtigen Stütze in ihrer emotionalen und körperlichen Genesung. Heute – acht Jahre später – erzählt Anna, wie ihr Alltag aussieht, was sie zurückgewonnen hat, welche Herausforderungen geblieben sind und warum sie trotz allem mit beeindruckender Stärke und Klarheit auf ihren Weg blickt. Eine Folge über Schmerz, Fehlannahmen und Ungerechtigkeit – aber vor allem über Mut, Selbstbestimmung und eine außergewöhnliche innere Kraft.
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#2 Der OP als Teamaufgabe
Wie führt man einen OP‑Bereich in einer Zeit, in der Prozesse immer komplexer werden – und Menschlichkeit trotzdem im Mittelpunkt stehen muss? In dieser Folge sprechen wir mit Marco Köster, OP‑Manager im Klinikum Kassel. Er begann seine Laufbahn als Gesundheits‑ und Krankenpfleger und wuchs über die Jahre in die Leitungsfunktion hinein, angetrieben von seiner Begeisterung für Zahlen, Abläufe und die Frage: Wie kann man den OP sicherer, effizienter und menschlicher gestalten? Trotz seiner Leitungsposition bleibt Marco nah dran am Geschehen und steht weiterhin selbst am Tisch. Er erzählt, warum ihm diese Verbindung zur Praxis so wichtig ist und wie Social Media für ihn zum Werkzeug wurde – nicht für Comedy, sondern für Aufklärung, Nachwuchsgewinnung und echte Wissensvermittlung im OP‑Funktionsdienst. Ein wichtiges Thema der Folge ist Mut in Hierarchien: Marco macht deutlich, dass Patientensicherheit nur funktioniert, wenn jede Stimme zählt – unabhängig vom Titel. Für ihn ist es selbstverständlich, dass auch eine Berufsanfängerin einen Chefarzt auf einen Fehler oder ein Hygieneproblem hinweisen darf und soll. Diese Haltung lebt er in seinem Team täglich vor. Wir sprechen außerdem über seine Erfahrungen mit Generation Z, seine Einschätzung zu modernen Führungsaufgaben und darüber, warum Empowerment im OP für ihn eine echte Herzensangelegenheit ist. Besonders eindrücklich sind Marcos Erinnerungen an Beinahe‑Fehler – von einer falsch gesetzten Medikamentengabe bis hin zur beinahe falschen Seitenblockade – und wie wichtig Standards, Checklisten und digitale Systeme wie CIRS dabei sind, Risiken zu reduzieren, ohne sie falsch einzusetzen. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Führung, Praxisnähe und Prozessqualität zusammenwirken – und wie Patientensicherheit entsteht, wenn Mut und Struktur aufeinandertreffen.
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#1: Als die Behandlung zur Belastung wurde
In dieser Folge sprechen wir mit Roy, der einen Behandlungsfehler erlebt hat, der ihn körperlich wie psychisch schwer belastete. Seit seiner Kindheit kämpfte Roy mit Hautproblemen und war über Jahre medizinisch in Behandlung. Eine neue Therapie weckte Hoffnung: Eine operative Behandlung mit Elektrolytverfahren sollte endlich Besserung bringen. Doch der Eingriff endete anders als erwartet. Nach dem Aufwachen merkte Roy sofort, dass etwas nicht stimmte. Statt Benommenheit verspürte er einen stechenden Schmerz am Steißbein – und stellte fest, dass er auf einer großen, nässenden Verbrennung lag, rund 20 bis 25 Zentimeter im Durchmesser. Die Ursache: mutmaßlich hat er nass gelegen und das Desinfektionsmittel hat in Verbindung mit der Hochfrequenzchirurgie zu einer Verbrennung geführt. Als der diensthabende Chefarzt den Befund bestätigte, reagierte er jedoch nüchtern und mit einer Haltung, die Roy später als „kann passieren“ beschreibt. Diese fehlende Empathie traf ihn fast härter als der körperliche Schmerz. Erst ein anderer Arzt erwähnte beiläufig, dass er rechtliche Schritte einleiten könnte. Roy entschied sich direkt am nächsten Tag dazu – aus dem Gefühl heraus, nicht ernst genommen worden zu sein. Die Wochen nach dem Vorfall waren für ihn extrem belastend. Die Verbrennung befand sich an einer Stelle, über die man ungern spricht und die im Alltag kaum geschont werden kann. Schlafen, sitzen, stehen, arbeiten, Auto fahren – alles wurde zur Herausforderung. Hinzu kam die psychische Belastung: Angst, Scham, Wut, Hilflosigkeit. Für Roy war es vor allem ein Gedanke, der ihn nicht losließ: Er kam schlechter aus der Behandlung heraus, als er hineingegangen war. Im Gespräch wird deutlich, wie sehr ihn nicht nur der Fehler selbst, sondern vor allem der Umgang damit getroffen hat. Was Roy sich gewünscht hätte: Verständnis, eine klare Entschuldigung, Aufklärung – und das Gefühl, dass sein Schmerz ernst genommen wird. Diese Folge zeigt eindrücklich, warum Patientensicherheit nicht nur aus Prozessen und Standards besteht, sondern auch aus Haltung, Sprache und Empathie. Und weshalb der Umgang mit Betroffenen nach einem Fehler oft den Unterschied macht – zwischen Heilung und zusätzlicher Verletzung.
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#1: Zwischen OP und Realität
Was bedeutet Patientensicherheit für jemanden, der täglich im OP steht – und das in immer wechselnden Teams und Kliniken? In dieser Folge sprechen wir mit Franziska Lauermann, vielen bekannt als „OTAfranzi“ auf Instagram. Seit fast zehn Jahren arbeitet sie als OTA, aktuell in Elternzeit, und hat sich bewusst für den Weg der Leiharbeit entschieden. Dadurch erlebt sie, wie unterschiedlich Patientensicherheit und Hygienevorgaben in verschiedenen Häusern tatsächlich gelebt werden. Franzi berichtet offen aus ihrem Arbeitsalltag: von den Momenten, in denen sie als „einfache OTA“ mutig auf Chefärzt*innen hinweisen muss, wenn Hygieneprozesse nicht eingehalten werden – und davon, wie viel Stärke das erfordert. Gleichzeitig erklärt sie, wie sie versucht, immer so zu handeln, als würde ein geliebter Mensch auf dem OP‑Tisch liegen. Für sie ist das eine Haltung, die selbstverständlich sein sollte. Wir sprechen außerdem über ihre Ausbildung, ihren Werdegang, und darüber, wie sie über Social Media und eigene Produkte Tools entwickelt, die anderen OTAs helfen, sicherer und selbstbewusster zu arbeiten. Eine ehrliche Folge über Verantwortung, Mut und die Realität im OP – und darüber, was passieren kann, wenn alle gemeinsam für Patientensicherheit einstehen.
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Clog Talk – Zwischen Herz, Hektik und HygieneStaffel 1: Patientensicherheit neu gedachtWas bedeutet Patientensicherheit wirklich – für Patient*innen und für alle, die im Krankenhaus arbeiten? In Staffel 1 von Clog Talk sprechen wir offen, respektvoll und ohne Schuldzuweisungen über Situationen, in denen im Klinikalltag Fehler passieren können. Nicht, um Angst zu machen. Nicht, um jemanden an den Pranger zu stellen. Sondern, um besser zu verstehen – und gemeinsam besser zu werden.Wir geben Menschen eine Stimme, die Patientensicherheit aus unterschiedlichen Perspektiven erleben:Betroffene, die erzählen, wie kritische Situationen ihr Leben beeinflusst haben.Pflegekräfte, die täglich unter hoher Belastung Verantwortung tragen.Ärztinnen und Ärzte, die Entscheidungen und Strukturen transparent machen.Expert*innen, darunter ein Professor für Patientensicherheit und ein Hygieniker, die wissenschaftlich einordnen und zeigen, wie Prävention im Alltag funktionieren kann. Dabei betrachten
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nordiska
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