PODCAST · religion
Diesseits von Gut und Böse
by Martin Gerlaus und Beat Oberholzer
Podcast für Religion und Ethik – Mit Martin Gerlaus und Beat Oberholzer – Entspannte Gespräche zu spannenden Themen
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30: Die Menstruation
Die Menstruation ihrer Mitarbeiter*innen kostet die Stadt Zürich jährlich 60 Millionen. Dies zeigt eine Studie der Universität Bern auf. Bald könnten es gar Hunderte von Millionen sein, denn über die Hälfte der Betroffenen würden «die» Menstruationsdispens nutzen, wenn er denn eingeführt würde. Und 34% sind sich nicht sicher.Ein Nachtrag zum Thema Transsubstantiation und gleichzeitig Überleitung zum Thema Menstruation sind die sog. Blutwunder. Im Mittelalter lieferten «Bluthostien» Anlass für christliche Feiertage und Judenpogrome. Aber nicht alle Wunder sind echt. Gerade unter den blutenden Madonnen ist nicht jede eine wirkliche mater dolorosa.Wir lernen aus dem Bericht der Universität Bern viel Wissenswertes. Dass das Geschlecht eine entscheidende Determinante für die menstruelle Gesundheit ist. Dass nicht nur Frauen menstruieren. Dass die Menstruation ein zentrales Element der reproduktiven Gesundheit ist. Dass der Menstruation wird oft abgesprochen wird, eine Krankheit zu sein. Dass der menstruierende Körper nicht als Problem dargestellt werden soll, sondern in positivem Licht. Dass die Menstruation geschützt und gefördert werden muss. Dass Menstruation Arbeit ist und deshalb monetär abgegolten werden sollte. Dass die Betroffenen unter Mikroaggressionen leiden. Dass Menstruation stark tabuisiert und stigmatisiert ist. Dass Menstruation als etwas ganz Normales abgetan wird. Und vieles mehr.Martin findet, dass sehr offen über die Menstruation gesprochen werden konnte und dass die Episode einen Beitrag zu ihrer Enttabuisierung leistet. Beat ist sich nicht sicher.Den Bericht zum Mitlesen gibt es hier: https://www.stadt-zuerich.ch/de/aktuell/publikationen/2025/bericht-menstruationsbeschwerden-am-arbeitsplatz.html
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29: Die Transsubstantiation
Jahrhunderte lang schluckte man die Hostien runter, ohne sich gross Gedanken zu machen. Doch dann begannen sich die Gelehrten wissenschaftlich mit dem Mysterium des Abendmahls zu beschäftigen, und sie gerieten bald in einen erbitterten Streit darüber, ob sich Brot und Wein wirklich in Fleisch und Blut verwandeln. Oder ob sie es vielleicht doch nur symbolisch tun.Für die römlisch-katholische Lehre stellte Thomas von Aquin ein für alle mal klar: Was da mit den Zähnen zermalmt und mit einem tüchtigen Schluck Blut heruntergespült wird, ist echt und wahrhaftig Jesu Leib und Blut. Vorausgesetzt, der Pfarrer spricht die Einsetzungworte «hoc est corpus meum» (dt. «Dies ist mein Leib»; vulgärlatein: «Hokuspokus») korrekt.Die Reformatoren konnten sich hingegen in dieser politisch entscheidenden Frage nicht einigen, sonst gäbe es heute vielleicht gar keine Katholiken mehr. Wir begleiten Zwingli zum Marburger Religionsgespräch mit Luther; und wir schauen Bullinger und Calvin («der Hitler von Genf») zu beim Aushecken der «Zürcher Übereinkunft» (consensus tigurinus).Es gibt wahrlich viel zu staunen und zu schmunzeln in dieser Folge. Aber hütet euch vor der Überheblichkeit der Nachgeborenen! Die heutige Debatte um Trans ist nicht minder politisch brisant.
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28: Die sexualisierte Armee
In der Schweizer Armee ist sexualisierte Gewalt «an der Tagesordnung». Alle Geschlechter sind betroffen. Und dies, obschon Armeechef Thomas Süssli 2023 das Prinzip Nulltoleranz eingeführt hat. Rücktrittsforderungen wurden keine laut.Die Medien übertrafen sich aber mit fürchterlichen Schlagzeilen: 40% (SRF), 86% (NZZ), knapp 90% (20min), über 90% (NZZ), 94% (Watson), massive 94,2 Prozent (Blick), ja sogar 95% (AZ) aller Frauen in der Armee sind von sexualisierter Gewalt betroffen. Aber auch viele Männer haben selten bis sehr oft Situationen erlebt, die ihnen «unangenehm» waren. Wir wollen wissen, was den Armeeangehörigen zugestossen ist, lesen den ganzen Studienbericht und schauen die Medienkonferenz, bei der die Armeeführung ihr totales Versagen einräumt angesichts ihrer «Nulltoleranz», die sie nun aber Seite an Seite mit den DEI-Milizen umso entschlossener durchsetzen will: «Diesen Weg geht die Armee, bis sie am Ziel ist.»Der Vollständigkeit halber hier auch noch der Link zur Studie von Markwalder et al., auf welche der Armeebericht verweist. Nämlich weil sie aufzeige, dass Transphobie ein strukturelles systemisches gesellschaftliches Problem sei. Allerdings steht dort dann nur, dass dazu keine Aussage gemacht werden könne. Wir tappen also nach wie vor im Dunkeln. PS: Die Stimme im Abspann gehört Tamara FunicielloWarnung: Dieser Podcast ist nichts für Weicheier.
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27: Die Pronomen
Eigentlich wollten wir über die Transubstantiation sprechen, der Lehre der Umwandlung von Wein in Blut. Doch bei der Transubstantiation-Miniserie kommen wir nach dem Gender-Stern zur (Neo-)Pronomen. Nach dem Gender-Stern-Folge sprechen wir GrammatikstundeWarum gibt jemand wie Cédric Wermuth seine Pronomen an (er/ihm). Warum nennt er ausgerechnet Nominativ und Dativ? Und nicht zum Beispiel den Akkusativ? Und wir funktioniert das nun grammatisch mit den Neo-Pronomen wie z.B. hen/hem, nin/nim, xier/xiem oder dey/denen?Das zeigen wir in der Episode anhand des folgendes Lückentexts:________ ist Co-Präsident der SP________ Bart ist voll und dicht________ Katze heisst MarxGerechtigkeit ist __________ besonders wichtigWir haben _________ schon mehrmals erwähntAuch heute nehmen wir uns ____________ an______ ist der einzige SP-Parteipräsident*in, _______ man an seinem Bart erkennt______ ist der einzige SP-Parteipräsident*in, ______ die Pronomen wichtig sind______ bekennt _______ zu __________ Vergangenheit als «machoides Arschloch»Schau, hier sind Cédric und Mattea! Sind _________ nicht ein Traumpaar?Wir zeigen schliesslich eine Lösung, die nicht so kompliziert ist, und dennoch halten könnte.Am 16. November 2024 ist übrigens Tag der Pronomen.
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26: Der Genderstern
Die Stadt Zürich hat nicht nur ein Herz für die UNRWA, sondern auch für Transmenschen und Nichtbinäre. Deshalb soll ihrer gedacht werden, indem in jedes Nomen agentis ein Sternchen eingefügt wird. Die Initiative “Tschüss Genderstern” macht sich derweil Sorgen um Barrierefreiheit und Grammatik und will ihn aus dem Sprachreglement verbannen. Das Stadtparlament hat beraten und empfiehlt die Initiative zur Ablehnung. Wir waren bei der Debatte* dabei, Beat Oberholzer in persona, Martin Gerlaus per Videoschaltung. Unsere Zielgruppenanalyse zeigt bedenkliche Inkongruenzen im Product-Market-Fit auf. Parteisoldat Oberholzer sieht immerhin die Genderfluiden noch als zumindest zeitweilig Begünstigte. Gerlaus hingegen glaubt, dass sich nicht einmal Xenogender durch den Stern repräsentiert fühlen können. Sondern höchstens die TERFs von der SP. *Gemeinderatssitzung Nr 104 (Video ab 1:39:20)Ein Fazit in lyrischer Form bildet den künstlerischen Abschluss dieser lehrreichen Episode. Eine Charade von Martin Gerlaus (Beat Oberholzer distanziert sich von diesem Gedicht wie überhaupt von Lyrik im Allgemeinen):Der Genderstern aus christlicher SichtDer Genderstern ✹der helle Stern der Genderseele,dem der Menschen Gebete gelten,der Herde der BekennendenDer den Bethlehem-Stern beerbte,den er entwendete, den er entgegender rechten Lehre verwendete.Den er der Welt entfremdeteEr gedenkt der Vergessenen, der Genderversteckten,Er erkenne der Engel Geschlecht.Er ehre Entrechtete, rette Geknechtete!Gesegnetes Menschengeschlecht!Echt? – Eher geht der Gendersternden entgegengesetzten Weg!Er zerrt den Nerv, erregt den Ekel,Er hechelt, er zetert, er flenntBelesene Lesende bremst er.Lesegehemmte erschreckt er,Erlesene Texter entsetzt er,Experten werde es schlechtWenn Leser erbrechen (wegen dem Stern),erregt es den Gendergerechten erst recht!Den selbstgerechten, perversen Deppen,Den weltfremden WeltenverbesserererDer echte Zweck des Gendersterns:Erkennen, wer bekennt? Wer sperrt?Wer gerne ehrergeben gendert –Wer es dem Gessler eben verwehrtEhe es vergessen geht,Ehrenwerte Menschen:Verwendet ferner neben dem ‘e’ –keene enderen Vekele
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25: Der UN-abhängige Bericht
Soll die Stadt Zürich das Terrorhilfswerk UNRWA finanziell unterstützen? Im Gemeinderat wurde dieser Vorstoss begründet mit dem “unabhängigen” Colonna-Bericht, der die UN-Organisation angeblich von den Terrorvorwürfen entlastet habe. In der letzten Folge hatten wird festgestellt, dass der Bericht diese Vorwürfe aber gar nicht untersucht hat, geschweige denn sie als unbegründet erwiesen hätte. Vielmehr hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in die konkreten Anschuldigungen – Beteiligung von UNRWA-Angestellten am Massaker vom 7. Oktober – im Januar an eine zweite, UN-interne Untersuchung delegiert. (Das steht zwar schon auf der ersten Seite des Colonna-Berichts, wurde aber von vielen Medien und Zürcher Gemeinderäten aber offenbar überlesen.)Inzwischen hat nun also auch das OIOS die Ergebnisse seiner halbjährigen Untersuchung vorgelegt. Diese sind trotz ihrer Kargheit reichlich verwirrend, sogar für die Profis an der Pressekonferenz. Wir setzen uns dazu und wollen wissen, warum jetzt 9 Mitarbeiter entlassen werden, obschon sie doch nur “möglicherweise” in die Terrorangriffe involviert gewesen und die Beweismittel in Israels “Gewahrsam” geblieben seien. Mit dem OIOS-Bericht setzt die UNO die Desinformationsstrategie zu ihrer UNRWA konsequent fort. Erstaunlich ist nur die Arroganz, mit der sie ihre Verbrämungen serviert. Noch erstaunlicher ist aber, wie willfährig die Medien sie wiederkäuen. Wir hören rein bei New York Times, Spiegel und SRF. “Kann sich die UNRWA mit diesem Bericht nun ein Stück weit rehabilitieren?” – Ja, mithilfe solcher Medien wohl schon.Ausserdem noch zwei Faktenchecks zur vorletzten Gemeinderatssitzung. Wir prüfen, ob es in Gaza seit Kriegsbeginn tatsächlich schon 186’000 zivile Opfer (Moritz Bögli, AL) gegeben hat, darunter aber nur gerade 14’000 tote Kinder (Tanja Maag, AL). Quellen: Sitzung des Zürcher Gemeinderats vom 10. Juli 2024 (Video)Note to correspondents on the OIOS investigation of the UNRWA (6.8.2024)Pressekonferenz Catherine Colonna vom 22. April 2024 (Youtube)UN Press Briefing 6.8.2024 (Youtube)UN Press Briefing 6.8.2024 (Transkript)UN Press Briefing 18.10.2015 (Youtube)New York Times Schlagzeile (vorher) (Screenshot auf x.com, 6.8.2024)New York Times Schlagzeile (nachher)Uno entlässt neun UNRWA-Mitarbeiter (Der Spiegel, 5.8.2024)UNRWA: Bundesrat gibt Gelder vorerst nicht frei (SRF, 10vor10, 24.4.2024)UNO-Bericht weist Terror-Vorwürfe gegen UNRWA zurück (SRF, Tagesschau, 22.4.2024)Die UNRWA hat grosses Interesse an Transparenz (SRF, Rendezvous, 6.8.2024)186’000 killed in the last 9 months of genocide (Francesca Albanese, x.com)
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24: Der unabhängige Bericht
Die Stadt Zürich soll das umstrittene Palestinenser-Hilfswerk UNRWA finanziell unterstützen. So hat es das Stadtparlament in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen. Man will in die Bresche springen, die der Bundesrat mit der Halbierung der Zahlungen aufgerissen hat. Begründet wurde der Vorstoss von der Ratslinken mit dem sog. Colonna-Bericht, der die UNRWA vom Vorwurf terroristischer Aktivitäten entlaste. Aber tut er das? Um es herauszufinden, wenden wir einen einfachen Trick an: Wir lesen ihn. Es ist eine heitere, aber auch verstörende Lektüre, wenn man die Voten der Zürcher Gemeinderäte im Ohr hat.Achtung, Spoiler!Der Bericht entlastet die UNRWA in keiner Weise von den erhobenen Vorwürfen, ja er handelt nicht einmal von diesen. Das steht explizit gleich schon auf den ersten Zeilen.Diesen – vor dem Hintergrund der Medienberichte und den Voten der Zürcher Gemeinderäte – überraschenden Befund lassen wir uns auf der Pressekonferenz von Catherine Colonna persönlich drei Mal bestätigen.Fazit: Der UNO ist ein Coup geglückt mit dem Trick, die Anschuldigungen in zwei verschiedenen Berichten untersuchen zu lassen und nur den einen öffentlich auszuschlachten, der gar nicht auf die Anschuldigungen eingeht. Die Geberländer sind nun wieder ruhig gestellt, und neu möchte sich nun auch Zürich als Geberstadt profilieren.Quellen:Sitzung des Zürcher Gemeinderats vom 10. Juli 2024 (Teil 1, ab 2:08:30)Sitzung des Zürcher Gemeinderats vom 10. Juli 2024 (Teil 2)Austausch Philippe Lazzarini und Cathrine Colonna auf XIndependent Review of Mechanisms and Procedures to Ensure Adherence (“Colonna-Bericht”)Pressekonferenz Catherine Colonna vom 22. April 2024 (Youtube)
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23: Foucault und das islamische Gesetz
In dieser Folge schauen wir, wie die Intellektuellen die anti-israelischen Proteste an den Universitäten verteidigen. Michael Moore erklärt, warum die Protestierenden gar nicht antisemitisch sein können, und warum die wahren Feinde Israels die Christen sind (so wie er und Joe Biden). Naomi Klein deutet die alttestamentarische Geschichte vom goldenen Kalb als Manifest gegen den Zionismus und die “revolutionäre” Protestbewegung als “Exodus vom Zionismus”. Und es wird noch intellektueller: Um all das zu verstehen, blenden wir zurück zur Geburtsstunde der iranischen Republik und lassen uns von Michel Foucault erklären, was er am Ayatollah und seinem Gottesstaat toll findet und warum das islamische Gesetz “von innen heraus leuchtet”.
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22: Antisemitismus nach Grossmuftiart
Weil Beat im Antisemitismus-Quiz “Marx oder Marr?” so gut war, darf er noch eine Bonusrunde “Marx oder Hitler?” spielen. Auch hier kann er die Zitate in 80% der Fälle richtig zuweisen. Sind die beiden gar nicht so schwer zu unterscheiden, oder hat Beat geschummelt?Hauptthema ist aber in dieser Folge der Antisemitismus islamischer Ausprägung. Über Adolf Hitler kommen wir auf dessen Busenfreund Amin Al-Husseini zu sprechen, den Grossmufti von Jerusalem. Dieser war vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg die zentrale Figur bei der Erfindung des islamistischen Terrors und Anführer im Kampf gegen den Zionismus. Den Geist von Al-Husseini atmet auch die Charta der Hamas, die neben den üblichen Verwünschungen überraschenderweise auch für einen achtsamen und bewussten Umgang mit Anderen wirbt und ein Herz für die Kunst zeigt.Und schliesslich schauen wir uns einen oft zitierten Koranvers an, der sich gegen das Töten von Menschen ausspricht. Es sei denn, diese hätten Unheil gestiftet, in welchem Fall sich die Kreuzigung, das Amputieren von Händen und Füssen sowie die Verbannung empfehlen.
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21: Marx oder Marr – Das Antisemitismus-Quiz
Nachdem wir zuletzt die queerfeministische Linie der «Israelkritik» bis auf Judith Butler zurück verfolgt haben, widmen wir uns in dieser Folge den klassischen Marxisten und ihrem Verhältnis zum Judentum.Wir steigen ein mit den Jungmarxisten von «Der Funke», die das Massaker vom 7. Oktober als Sklavenaufstand deuten. Diese Einschätzung untermauern sie mit einem Artikel von Karl Marx zum Sepoy-Aufstand 1857. Für uns Grund genug, uns näher mit diesem historischen Ereignis zu befassen, bei dem eine Mischung aus Schweineschmalz und Rindertalg zu einem furchtbaren Blutbad führte.Marx wäre heute – das lässt sein Artikel zum Sepoy-Aufstand vermuten – für ein «Freies Palästina». Aber wäre er auch für ein «judenfreies» Palästina, so wie es «from the river to the sea» in aller Offenheit auch im Westen skandiert wird? Dieser Frage gehen wir auf den Grund, indem wir uns Marx’ Zur Judenfrage und einige andere Schriften vornehmen. Damit das aber nicht zu kopflastig wird, machen wir es als Quiz: Marx oder Marr – das Antisemitenquiz. Wilhelm Marr war Zeitgenosse von Marx und seinerseits Erfinder des modernen Antisemitismus, Autor von Schriften wie Der Judenspiegel, Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum und Wählet keinen Juden!Das Quiz geht so: Beat bekommt judenfeindliche Zitate vorgelegt und muss für jedes erraten, ob es von Karl Marx oder Wilhelm Marr stammt. Vom Marx-oder-Marr-Quiz gibt es auch eine Online-Version. Testet euer Wissen und fordert eure Freunde heraus!Disclaimer: Wir distanzieren uns ohne Vorbehalt von allen judenfeindlichen und rassistischen Äusserungen, die hinter den obigen Links zu lesen und im Podcast als Zitate zu hören sind. For educational purposes only.
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20: Dschihad
Nach einem Newsflash zum Missbrauch an der katholischen Kirche (im Nachgang der Zürcher Studie und den Episoden 19 und 20) widmen wir uns endlich dem Krieg im Nahen Osten:In den sozialen Medien: Wie können wir bei Meldungen von Gräueltaten wahr und falsch unterscheiden?An den Universitäten: Warum Studentinnen und Mitarbeiter den Dschihadisten zujubeln und was die Präsidentinnen dazu meinen.Queerfeminismus : Die seltsame Allianz zwischen Woke und Islam: Was gefällt Leuten wie Judith Butler an islamistischen Organisationen?Und die neue Gretchenfrage der Linken: Wie hältst du's mit den Juden, Genosse?
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Holder Knabe im lockigen Haar (W)
Wir erzählen die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus (1.18-25), Lukas (1.26-38) und nach dem Koran (Sure 19, 16-21). Weil wir dabei aber streng chronologisch vorgehen, studieren wir zuerst eine Bulle von Papst Pius IX, worin klargestellt wird, dass nicht nur Jesus selbst, sondern auch seine spätere Mutter Maria schon vom Heiligen Geist (und also unbefleckt von irdischer Sünde) empfangen worden ist. Ausserdem lernen wir, warum Weihnachten ausgerechnet am 25. Dezember gefeiert wird, dass das neugeborene Jesuskind schon in der Wiege rhetorisch beschlagen war, dass die heiligen drei Könige weder heilig noch Könige noch deren drei waren, warum sie sich überhaupt auf die Suche nach einem Neugeborenen begeben hatten, und vieles mehr von der Sorte.
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19: Die Spitze des Eisbergs II
Das Ausmass des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ist so enorm, dass wir mit der Studie der Uni Zürich nicht in einer einzigen Episode durchgekommen sind. Hört nun also in diesem zweiten Teil von den beiden Nonnen T. und F., die vor etwa zwei Jahrzehnten eine Weile lang miteinander intim verkehrten, bevor sie sich zerstritten. Wie die Kirche keine weiteren Massnahmen ergriff, ausser eine Aussprache zwischen den beiden und eine psychologische Begleitung zu ermöglichen! Dies ist nur einer der 1002 Fälle, die ihrerseits erst “die Spitze des Eisbergs” sind.Hört auch von den Menzinger Schwestern, die vor etwa 60 Jahren mit dem Besenstiel auf die Kinder losgingen, weil die Care-Arbeit auch damals schon schlecht bezahlt und die Aufopferungsbereitschaft dieser Frauen ausgebeutet worden ist.Wieviel dieses Fallbeispiel zu den insgesamt 1002 Missbrauchsfällen beisteuert, geht aus dem Bericht nicht hervor. Dafür erfahren wir, was die “katholischen Spezifika” sind, die nach Ansicht der Historikerinnen den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen (und Erwachsenen) begünstigen: der Zölibat, die hohe Schwulenquote, die Sexualmoral sowie die “soziale, politische, juristische und ökonomische Machtballung” bei den Angestellten der katholischen Kirche in der Schweiz. Martin Gerlaus und Beat Oberholzer werden sich nicht einig, ob die Uni Zürich so eine Studie auch zu einer anderen Religionsgemeinschaft auf diese Art und Weise ausführen und der Öffentlichkeit präsentieren könnte. Martin glaubt, der Rektor müsste den Sessel räumen. Beat ist überzeugt, dass eine solche Studie zu einem Problem im Umfeld des albanischen Islam in der Schweiz durchaus denkbar wäre.
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18: Die Spitze des Eisbergs I
Martin hat den Bericht gelesen, über den alle reden. Die Rede ist vom Bericht über die sexuellen Missbräuche in der katholischen Kirche in der Schweiz seit 1950, der am 12. September 2023 veröffentlicht worden ist.Klar ist, dass sexueller Missbrauch keinen Platz haben darf, doch hat die Studie für so ein wichtiges Thema doch erstaunliche Lücken und wissenschaftliche Schwachstellen. Warum hat man genau solang geforscht, bis die magische Opferzahl 1000 grad knapp überschritten wurde. Wo bleibt der «Apparat», der die 1002 Missbrauchszahlen auflistet und den Weg für weitere Forschung ermöglicht? Welche der 1002 Missbräuche waren «problematischen Grenzüberschreitungen», welche waren «schwerste, systematische Missbräuche»? Und was hat es mit dem Missbrauch an Säuglingen auf sich, der in der Einleitung erwähnt wird, danach aber in der ganzen Studie nicht vertieft wird?Bevor du reinhörst in unser für einmal wenig entspanntes Gespräch, darfst du zur Vorbereitung gerne den ganzen Bericht lesen. «Bericht zum Pilotprojekt zur Geschichte sexuellen Missbrauchs im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz seit Mitte des 20. Jahrhunderts» von Monika Dommann und Marietta Meier. https://www.media.uzh.ch/dam/jcr:b2ba9e06-55ab-4789-914b-d0131a3d371d/2023_09_04_BerichtPilotprojekt_finale%20Version_de_Sperrfrist.pdf
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17: Die Koranverbrennung
In Stockholm hat Salwan Momika in mehreren Aktionen Korane verbrannt. Diesen Ereignissen und den Auswirkungen gehen wir nach und eröffnen die Episode mit der Analyse von drei Momika-Videos, die man gut der Kategorie «Slapstick» zuordnen kann:1. Momika zündet genüsslich einen Koran an, der auch ein bisschen brennt. Doch warum lässt er sich nur von einem wackligen Tiktok-Dilattanten filmen? https://youtu.be/iTyS-NaEaDk?t=4322. Momika zündet wieder einen Koran an, diesmal versucht eine mit einem Feuerlöscher bewaffnete Frau, den Koran im letzten Moment noch zu retten: https://www.youtube.com/watch?v=dHK6Z4VTjtI3. Momika wird von einem Kick-Boxer (erkennbar an den Box-Handschuhen) angegriffen, verteidigt sich aber mit einem Werbeschild: https://www.youtube.com/shorts/6-NgRRyI8fo Wir fragen uns:Warum schafft es ein Clown in Stockholm mit solchen Aktionen, Staatsoberhäupter in Rage zu versetzen?Schaffen es die Skandinavier, ein Gesetz zu erlassen, dass zwar solche Koran-Aktionen verhindert, aber dennoch nicht die Meinungsfreiheit einschränkt. Wir fiebern mit den Juristen und der Legislative mit.Beschäftigen diese Aktionen wirklich alle Muslime so stark? Wir haben Mohammed von nebenan gefragt. Überhaupt: Wo werden die Grenzen gezogen? Welche Bücher dürfen verbrannt werden, welche nicht? Wir haben drei Vorschläge von Büchern, die wir selber aus wissenschaftlichen Gründen gerne verbrennen würden:«In Badehosen nach Stalingrad»«Das Pfadfinderbuch»«Das Manifest der kommunistischen Partei»Nun sind wir auf euch angewiesen. Was sind eure Reaktionen? Geht das gar nicht? Ist eines dieser Bücher zu wertvoll, um es zu verbrennen? Verletzt das eure Gefühle? Unser Versuch funktioniert nur mit deiner Rückmeldung, also empört euch bitte
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16: Max Vögtli fliegt nach Mexiko
Es war ein kleiner Skandal in den Schweizer Medien: Klimaaktivist Max Vögtli wurde auf dem Flug nach Mexiko erwischt. Wir ordnen das Geschehen und die dazugehörige Medienberichterstattung ethisch-moralisch ein, sowohl die ersten «Leserreportagen» aus Blick, ZüriToday und «20 Minuten», als auch die späteren Analysen von Tages-Anzeiger, WOZ und Republik Zudem suchen wir mit Max ebenfalls nach den geforderten «Alternative Reiseinfrastrukturen» nach Mexiko und fragen uns, warum die Klima-Aktivisten in den Rechtfertigungen alle denselben schwer verständlichen Satz herunterbeten:«Sich zu weigern, in den endlosen Kreislauf von Schuldzuweisungen und Verurteilungen einzutreten, ist der grösste Akt der Menschlichkeit, den wir bisher vollbringen können» Zum Schluss der Episode warten noch 3 Pflicht-Hausaufgaben auf euch.
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15: Ein Lied für Mutter Erde
Brauchen wir eine neue Religion (Klimaschutz-Religion), wie es z.B. das Buch «Ministry for the Future» suggeriert? Ein Choralwerk dazu ist bereits entstanden und zwar in St. Gallen. Wir haben reingehört. Dazu noch ein paar News:Mira Murati (CTO von OpenAI) sagt, wir bräuchten doch nicht mehr Ingenieurinnen, sondern mehr Philosophinnen. Was gilt nun?Oder doch mehr Krähenforscherinnen, so wie es der Grüne Politiker Bastien Girod fordert?Und wie ist der neuste Gender-Pay-Gap des WEF zu verstehen? Dauert es nun noch 100 Jahre (WEF) oder 300 Jahre (Uno), bis die Gleichstellung erreicht ist?
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14: Die M***** von Zürich II
Martin Gerlaus und Beat Oberholzer vertiefen die kulturgeschichtlichen Aspekte der Zürcher Mohren-Fantasie-Studie.– In welchem Kontext kommt das M-Wortes im Buch Jeremia vor?– Muss Thomas Manns Erzählung «Das Gesetz» auf den Index?– Wie wir Schillers «Verschwörung des Fiesco zu Genua» lesen Aber auf Verwechslungen von Jeremia mit Jesaia oder «versinken» mit «versenken» will Martin nicht rumreiten.
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13: Die M***** von Zürich I
Martin Gerlaus hat die ETH-Studie zu den möglicherweise rassistischen Häuserinschriften «Zum M*****tanz» und «Zum M******kopf» in Zürich genaustens gelesen, vor allem den kulturellen Teil, und ordnet ein.Zudem: Martin und Beat deuten Dalai Lamas Zungen-Skandal unterschiedlich, und das Mohr-Wappen von Coburg soll schon wieder geändert werden. == Zur ETH-Studie: https://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/ueber_das_departement/medien/medienmitteilungen/2023/maerz/230328b.htmlZeit Online zur Petition für eine Coburger Wappenänderung: https://www.zeit.de/zett/politik/2020-06/coburger-mohr-zwei-frauen-fordern-in-einer-petition-die-aenderung-eines-rassistischen-stadtwappensZum Coburger Wappen: https://de.wikipedia.org/wiki/Coburg#Siegel,_Wappen,_Motto
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12: Die Kreuzigung
Die Episode beginnt mit der Auswertung von Smartvote der letzten Folge: Smartvote bestätigt, dass Jesus tatsächlich, wie von uns vermutet, bei den Grünen am besten aufgehoben wäre, obwohl er gar nicht so grün ist. Er würde aber möglicherweise Probleme kriegen, wenn er als gewählter Grüner weiterhin so autoritär und ungrün auftritt. Es könnte bald zu Streit kommen, und Jesus würde seinen Parteigefährten zurufen: «Schlangen und Otterngezücht»Bild Smartspider, links Dominik Waser, rechts Jesus: https://gut-und-boese.ch/blog/wp-content/uploads/2023/04/episode-12-smartspider-waser-jesus.jpgBild Wahlempfehlung: https://gut-und-boese.ch/blog/wp-content/uploads/2023/04/episode-12-wahlempfehlung-jesus.jpg«Good News in Bad Times»: Noch 300 Jahre soll es laut UNO-Generalsekretär dauern, bis die Gleichstellung erreicht ist (warum das Good News sind, ist nicht sofort ersichtlich, kann aber gerne nachgehört werden).Neue Rubrik: «Dominik Wasers Wort zum Sonntag» Ein umstrittener Tweet (https://twitter.com/domiwaser/status/1634604452303761414) zu umstrittenen Statistiken, die niemand ausser der SVP verwenden möchte. Auch wir im Podcast streiten uns darum, ob es sich um reine Daten handelt oder schon um deftige Interpretationen davon. Und wir versuchen herauszufinden, was Ökofaschismus ist.Bild der umstrittenen Statistik: https://gut-und-boese.ch/blog/wp-content/uploads/2023/04/episode-12-umstrittene-statistik.jpgAber dann endlich zum Hauptthema: Ostern / KreuzigungBeat will den Ostermontag abschaffen. Obwohl früher die ganze Woche zwischen Ostern und dem Folgesonntag frei war.Die heilige Schrift legt schon ziemlich nahe, dass es den vier Evangelisten sehr wichtig war, den Juden (Sadduzäer und Pharisäer) die Schuld an Jesus Kreuzigung zu geben und nicht den Römern (Pilatus). Die Ostergeschichte ist sowieso eine der grössten PR-Coups: Dass Jesus der Messias sei und Israel aus der Sklaverei befreit, ist auch 40 Jahre nach Jesus Tod ziemlich unglaubwürdig. Dass dies dann doch noch als Glaube etabliert hat, ist eine unglaubliche Kommunikationsleistung. Noch bemerkenswerter ist, dass das Kreuz zum Logo des Christentums wurde: Das Folterwerkzeug mit welchem der eigene Messias abgemurkst worden ist, als Logo der eigenen Bewegung zu verwenden, ist beispiellos.Martin kennt auch die technischen Details einer Kreuzigung. Im Unterschied zu damals kennen wir diese Details heute nicht mehr, aber damals war allen bekannt, was eine Kreuzigung ist. Nachdem das Christentum römische Staatsreligion wurde, wurde die Kreuzigung als Hinrichtungsmethode abgeschafft (danach wurden Verbrennungen populärer).Abschliessend kommen wir zum Cliffhanger: Wie Jesus vom Kreuz abgenommen und mit 50 Kilogramm kostbarer Medizinsalbe eingerieben worden ist. Und wie die Pharisäer und Sadduzäer bei Pilatus argwöhnisch nach der Bewachung des Grabes verlangten. Bahnt sich da eine Auferstehung an?
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11: Jesu Smartspider II
Es geht weiter mit unseren akribischen Untersuchungen der Bibel, um herauszufinden, wie Jesus Smartvote ausfüllen würde und wie sein politischer Smartspider aussieht.Weltuntergang, Food Waste, Eherecht, Umgang mit Geld, Steuern – Zu all diesen Themen haben wir Statements Jesu zusammengetragen.
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10: Jesu Smartspider I
Wo würde Jesus heute politisch stehen? Wen würde er wählen? Dank Martins grossen Bibelkenntnissen haben wir es gewagt, Jesus' Smartvote zu den Zürcher Kantonswahlen auszufüllen.Zwischenstand des Smartspiders Jesu nach den ersten beiden Frageblöcken: Smartspider 1Ein kleiner Gag: Smartspider 2Folgende Politikerinnen und Politiker würde Jesus im Wahlkreis 4&5 in Zürich wählen: Wahlvorschlag Ausserdem: In der Rubrik «Good news in bad times» besprechen wir den Minnesota-Fall, wo ein Bild des Propheten gezeigt wurde. Es ist zugegeben ein schon etwas altes Bild.
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9: Holder Knabe im lockigen Haar
Wir erzählen die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus (1.18-25), Lukas (1.26-38) und nach dem Koran (Sure 19, 16-21). Weil wir dabei aber streng chronologisch vorgehen, studieren wir zuerst eine Bulle von Papst Pius IX, worin klargestellt wird, dass nicht nur Jesus selbst, sondern auch seine spätere Mutter Maria schon vom Heiligen Geist (und also unbefleckt von irdischer Sünde) empfangen worden ist. Ausserdem lernen wir, warum Weihnachten ausgerechnet am 25. Dezember gefeiert wird, dass das neugeborene Jesuskind schon in der Wiege rhetorisch beschlagen war, dass die heiligen drei Könige weder heilig noch Könige noch deren drei waren, warum sie sich überhaupt auf die Suche nach einem Neugeborenen begeben hatten, und vieles mehr von der Sorte.
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8: Die satanische Kita II
Der zweite Teil des kalifornischen Satanistenprozesses mit erstmals nachgesprochenen Szenen aus dem Gerichtssaal. Wie hätten Sie als Richter entschieden?
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7: Die satanische Kita I
Martin Gerlaus hat sich wieder in etwas eingelesen. Diesmal ins Thema Satanismus. Dabei sprechen wir nicht über die Hexenverbrennungen im späten Mittelalter, sondern über Satanistenprozesse in den 1980er Jahren, insbesondere über den unglaublichen Fall der McMartin-Kita in Los Angeles. Beat Oberholzer hört ungläubig zu.Personen:- Billy Johnson- Judy Johnson, Mutter von Billy- Ray Buckey, Betreuer in der McMartin-Kita- Peggy Buckey, Mutter von Ray, Leiterin der McMartin-Kita- Virginia McMartin, Mutter von Peggy, Gründerin der McMartin-Kita- Kathleen «Kee» MacFarlane, Sozialarbeiterin- Wayne Satz, Journalist ABC, mit Kee MacFarlane liiert- Astrid Heger, Fachperson für medizinische Untersuchungen- Bruce Woodling, Fachperson für medizinische Untersuchungen
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6: Das sexuelle Schisma
Martin Gerlaus und Beat Oberholzer vertiefen sich in den Verhaltenskodex des Bistums Chur, deren Verbindlichkeit vom «Churer Priesterkreis» abgelehnt wird.Klingt zwar nicht nach attraktivem Hörstoff, aber hört selber, wieviel da im Bistum kommunikativ schief gegangen ist...Wer lieber lesen will statt hören. Hier ist der Kodex: https://www.bistum-chur.ch/wp-content/uploads/2022/04/2022_verhaltenskodex_macht_bistum_chur.pdf
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5: Über 1000 Kinderleichen
Letztes Jahr wurde in Kanada auf dem Gelände eines katholischen Internats ein «Massengrab» mit den «Überresten» von 215 indigenen Kindern gefunden. Manche davon waren «erst 3 Jahre alt». Innert fünf Wochen waren es bereits «über tausend». So berichteten es die Medien rund um den Erdball in seltener Einstimmigkeit. Martin Gerlaus hätte gerne mehr Aufklärung gesehen, denn die Berichterstattung hörte sich seltsam unvollständig an.Too make a short story long: Passender Blogbeitrag von Martin Gerlaus
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4: Das Himmelreich II
In dieser Episode führen Martin und Beat wieder ein entspanntes Gespräch zu vielen spannenden Themen. Zum Beispiel: Ab wann sind laut der Scholastik die Embryonen beseelt? Wie hängt dieser Beseelungszeitpunkt mit der heutigen Abtreibungs-Fristenlösung zu tun? Kann Martin den Unterschied zwischen Sukzessivbeseelung und Simultanbeseelung verständlich erklären?Zurück zum Hinmelreich: Trotz Egalität im katholischen Himmel gibt es Statusunterschiede:– Einige haben einen Heiligenschein– Wer keusch gelebt hat, kriegt einen Ganzkörperschein (Aurolae)– Wieder andere erhalten einen «Fructus» (wer sich verdient gemacht hat bei der Weiterverbreitung von Gottes Wort).Lustig: Thomas von Aquin hatte gleich alle drei Abzeichen...Den Heiligenschein spürt man übrigens nicht, das sei wie ein bequemer Kopfhörer, weiss GerlausKernthema: Die Daschanna – Das islamische Himmelreich (ab Minute 24): https://de.wikipedia.org/wiki/DschannaEine Parklandschaft mit viel Schatten und Bächen mit Wein, von dem man keinen Kater bekommt. Zudem warten die berühmten 72 ewige Jungfrauen, die Huris: https://de.wikipedia.org/wiki/HuriInhaltlich sind der katholische und der muslimische Himmel ziemlich gegensätzlich. Der christliche Himmel ist wie ein AirBnB-Inserat ohne Fotos der Zimmer und ohne exakte Angaben der Ortschaft. Man würde sowas nicht buchen, denn man erwartet irgendwo einen Haken. Der islamische Himmel ist wie ein AirBnB-Inserat mit viel Overselling. Man kann fast nicht glauben, dass das alles wahr ist, was beschrieben steht. Würde man also wohl auch nicht buchen.Und zum Schluss: Hat die Genderdebatte religiöse Züge? Das seelisches Geschlecht triumphiert über das biologische Geschlecht. Sind das ähnliche Beschreibungen wie die Jenseits-Beschreibungen der Kirche?Links zu nebenher erwähnten Storys:Gott* mit Genderstern treibt Sprach-Puristen zum Austritt aus der katholischen Kirche: https://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-aktuell/gott-mit-genderstern-deutscher-sprachpfleger-tritt-aus-katholischer-kirche-aus-78260766.bild.htmlDer ägyptische Imam Tahtawi, der im Jahr 1826 verbüfft feststellte, dass die Franzosen keine Neigung zur Knabenliebe hätten: https://www.welt.de/politik/ausland/article156336066/Im-Paradies-warteten-auch-zarte-Juenglinge.html
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3: Das Himmelreich I
Pünktlich zu Weihnachten erklärt Martin Gerlaus uns, wer die Idee hatte, dass Menschen überhaupt in den Himmel kommen können und wer der erste Mensch im Himmel war. Und viel mehr. Beat hört ein weiteres Mal interessiert zu.
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2: Das Fegefeuer
Martin erklärt das Purgatorium und den Limbus. Beat hört interessiert zu
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1: Die Hölle
Martin erklärt, dass die Hölle nicht etwa in der Bibel beschrieben wird, sondern nur in bibelähnlichen Büchern. Und warum man Details der Hölle so gut kennt. Und dass man vom Himmel aus eine direkte Schaltung in die Hölle hat.
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Podcast für Religion und Ethik – Mit Martin Gerlaus und Beat Oberholzer – Entspannte Gespräche zu spannenden Themen
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Martin Gerlaus und Beat Oberholzer
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