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PODCAST · sports

Equidemia Insights

Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!

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  1. 123

    Blutbild und Fütterung

    Der Herbst ist da, der Fellwechsel läuft und viele Pferdebesitzer stellen sich dieselbe Frage: Braucht mein Pferd jetzt ein Blutbild? In dieser Folge sprechen Celina Skogan und Equidemia-Fütterungsexpertin Kathrin darüber, warum Blutbilder in der Fütterungsberatung oft überschätzt werden und weshalb eine bedarfsgerechte Ration deutlich aussagekräftiger sein kann als einzelne Laborwerte. 🐴 Themen der Folge: • Warum Blut ein Transportmedium und kein Speicherorgan ist • Weshalb normale Blutwerte einen Mangel nicht ausschließen • Die Risiken von Monopräparaten und „Fütterung auf Verdacht“ • Warum Selen eine Sonderrolle einnimmt • Weshalb wir bei Equidemia mit der Heuanalyse beginnen • Wie eine evidenzbasierte Fütterungsberatung tatsächlich funktioniert • Warum eine Rationsberechnung oft mehr Antworten liefert als ein Blutbild 💡 Die wichtigste Erkenntnis: Das Blut ist die Straße, nicht das Lager. Bevor wir uns fragen, was im Blut ankommt, sollten wir zuerst verstehen, was überhaupt ins Pferd hineingeht. Deshalb beginnt eine fundierte Fütterungsberatung immer bei der Analyse von Heu, Grundfutter und Gesamtversorgung.

  2. 122

    Der Kartesische Fehler

    Ein Philosoph, ein Gartenpark bei Paris und ein Denkfehler, der bis heute in so manchem Stallgespräch mitschwingt: In dieser Folge gehe ich der Frage nach, warum die Wissenschaft Tieren – und damit auch Pferden – jahrhundertelang jedes Innenleben absprach, woher diese Idee eigentlich kam und warum wir uns davon erst seit 2012 offiziell wieder verabschiedet haben. Mit einem Augenzwinkern, aber ganz ohne Uhrwerk. In dieser Folge - Woher die Idee vom „Tier als Maschine“ wirklich stammt – und was ein Park bei Paris damit zu tun hat - Warum diese Sichtweise sogar einfühlsamer war, bevor sie radikalisiert wurde - Wie moderne Bewusstseinsforschung diesen jahrhundertealten Denkfehler korrigiert hat - Was das ganz praktisch für mein Pferdetraining bedeutet – weg von „Der testet mich nur“ hin zu „Was will mir mein Pferd gerade sagen?“ - Warum „atypisches Verhalten“ der Schlüssel sein kann, um Unwohlsein beim Pferd überhaupt zu erkennen Kurz & knapp – die wichtigsten Fragen dieser Folge Was ist der „kartesische Fehler“? Die im 17. Jahrhundert entstandene Annahme, Tiere seien reine Automaten ohne eigenes Innenleben – benannt nach dem Philosophen René Descartes. Haben Pferde ein Bewusstsein? Nach heutigem wissenschaftlichem Konsens: ja. Die belastbare Evidenz dazu – inklusive Studien und Erklärungen – findest du in unserem Blogartikel zu dieser Folge. Was bedeutet das für mein Pferdetraining? Verhalten, das wir als „widersetzlich“ oder „stur“ lesen, ist häufig eine Kommunikation des Pferdes über Schmerz, Angst oder Überforderung – kein Defekt, der behoben werden muss. Die wissenschaftliche Einordnung, alle Studien und Quellenangaben zu dieser Folge findest du ausführlich in unserem Blogartikel.

  3. 121

    Sind Ganganomalien beim Pferd immer vom Reiter ausgelöst?

    Eine Hörerfrage, die eine klare Antwort verdient: Nein. In dieser Folge gehe ich der Frage nach, wie wir Ganganomalien beim Pferd sinnvoll beurteilen können – und warum meine Betrachtung nicht beim Reiter im Sattel beginnt. Ich schaue zunächst auf die Mechanik, den Bauplan und die Belastbarkeit des Pferdes: auf Wirbelsäule, Becken, Hals, Rumpf und Gliedmaßen, den Muskel- und Faszienstatus sowie mögliche Kompensationsmuster. Dabei spielt auch das Recoil System, also die elastische Funktion von Sehnen und Bändern, eine wichtige Rolle. Ein weiterer Ausgangspunkt ist für mich die Spinal Engine Theory und damit die Frage, Bewegung vom Rumpf und der Wirbelsäule aus zu denken. Erst wenn diese Grundlagen betrachtet sind, lassen sich Reiter, Sattel, Hilfsmittel und Training sinnvoll beurteilen. Denn natürlich kann falsches oder missbräuchliches Reiten Schäden verursachen – aber nicht jede Ganganomalie lässt sich damit erklären. Ich spreche außerdem darüber, welche Rolle Zucht, Management und Training innerhalb oder außerhalb der individuellen Toleranzgrenzen spielen und warum gerade frühe Auffälligkeiten im Bauplan eines Jungpferdes ernst genommen werden sollten. Mein zentraler Gedanke dabei: Eine gute Pferdebeurteilung beginnt früher als beim Reiter im Sattel. Und wenn wir Pferde wirklich verstehen und nachhaltig trainieren möchten, müssen wir diese Perspektive auch in unsere Zucht- und Managemententscheidungen einbeziehen.

  4. 120

    Wie viel Anstrengung darf sein?

    Eine Hörerin schreibt uns nach unserer Folge mit Hanna Engström: Wie oft ist sie über die Grenzen ihrer Stute Lilly gegangen, in dem Glauben, es sei am Ende gut für sie? Sie bringt drei Sätze mit, die in Ställen ständig fallen – "man muss auch mit Baustellen trainieren, wie beim Rehasport", "beim Sport guckt man auch nicht fröhlich", "ich geh auch arbeiten trotz Kopfschmerzen". Wir nehmen jeden einzelnen ernst und prüfen, was daran stimmt – und was fehlt, wenn man ihn vom Menschen aufs Pferd überträgt. Dabei geht es um das Belastungsfenster, um trainierbares und nicht-trainierbares Gewebe, um erworbene versus angeborene Einschränkungen, und um zwei Mechanismen, die leicht verwechselt werden: Exercise-Induced Hypoalgesia und Stress-Induced Analgesia. Worum es in dieser Folge geht: - Die Angst hinter der Frage: Nicht "bewege ich zu wenig", sondern "habe ich geschadet" – und warum Bewegung ein gesundes Pferd nicht abnutzt. - Das Belastungsfenster: Warum Unterforderung bei gesunden Pferden oft das größere Problem ist als Überforderung – und warum sich das Fenster bei Baustellen umkehrt. - Was ist wirklich trainierbar? Muskulatur, Sehnen, Bänder, Koordination – ja. Bereits geschädigter Gelenkknorpel – nur sehr begrenzt. Der Unterschied verändert das Trainingsziel, nicht die Trainingsbereitschaft. - Erworben vs. angeboren: Warum eine Sehnenverletzung anders behandelt werden muss als eine Fehlstellung, mit der ein Pferd geboren wurde – und warum beide ineinander übergehen können. - Der Schmerztoleranz-Mythos: Pferde spüren Schmerz nicht weniger als wir. Sie zeigen ihn nur seltener – aus gutem, evolutionärem Grund. - Reha unter Belastung: Warum reine Schonung bei frischen Verletzungen keine neutrale, sichere Wahl ist, sondern selbst die Heilungsqualität beeinflusst. - Exercise-Induced Hypoalgesia vs. Stress-Induced Analgesia: Zwei unterschiedliche Mechanismen, die beide Schmerz maskieren können – und warum der zweite dafür sorgt, dass Trainingserfolg nie ausschließlich während des Tuns bewertet werden darf, sondern in der Ruhe danach. - Unser Werkzeug dafür: Die funktionale Ganganalyse, unser Messstab aus 24 Verhaltensmerkmalen plus Horse Grimace Scale – warum wir immer damit beginnen, und warum wir nach einer bestimmten Zeit erneut hinschauen.

  5. 119

    Welfare Washing im Pferdetraining

    Frisch von der ISES-Konferenz in Dänemark nehme ich euch in dieser Folge mit zu einer Frage, die mich dort besonders beschäftigt hat: Was bedeutet es eigentlich, das Pferd in seinem Wesen wirklich ernst zu nehmen? Ein zentraler Gedanke war für mich die „Horsiness of the Horse“ – also die Frage, was Pferde als Pferde brauchen und wie sehr wir unsere Entscheidungen daran tatsächlich ausrichten. Ich spreche über Welfare Washing, die Diskrepanz zwischen dem, was für uns gut aussieht, und dem, was dem Pferd tatsächlich guttut, und darüber, warum auch gut gemeinte Haltungs-, Fütterungs- und Trainingsentscheidungen problematisch sein können. Außerdem geht es um die Bedeutung von artspezifischen Bedürfnissen, die Auswirkungen von Übergewicht, neue Perspektiven auf Schmerz und die Frage, wie Trainingsmethoden und Hilfsmittel unsere Wahrnehmung von Wohlbefinden beeinflussen können. Die Konferenz hat mich dabei nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern sogar dazu, einige Dinge in meinem eigenen Buchprojekt noch einmal zu überdenken. Denn Pferdewohl lässt sich nicht an einer Checkliste, einem schönen Bild oder daran messen, wie gut etwas nach außen aussieht. Entscheidend ist, ob unsere Entscheidungen dem Pferd tatsächlich gerecht werden. .

  6. 118

    Manchmal kommt das Leben dazwischen

    Manchmal erinnert uns das Leben daran, Prioritäten neu zu setzen. Deshalb gibt es diese Woche keine neue Podcastfolge. Nach meiner Rückkehr nach Norwegen muss ich mich zunächst um eines meiner Pferde kümmern. Ich habe mich deshalb bewusst entschieden, diese Woche eine kleine Pause einzulegen, anstatt eine Folge aufzunehmen, hinter der ich nicht zu 100 % stehen kann. Ab nächster Woche bin ich wieder für euch da – mit frischen Eindrücken von der ISES-Konferenz und neuer Podcastfolge! Vielen Dank für euer Verständnis und bis ganz bald! Hört doch in diese Folge mit Hanna rein: https://horsefriends.podigee.io/117-why-do-we-need-more-acceptance

  7. 117

    Varianz in der Futterposition

    Eine Hörerfrage nehme ich zum Anlass, mit einem hartnäckigen Dogma aufzuräumen: "Kopf tief gleich Rücken automatisch entlastet." Ich zeige, warum das alte String-and-Bow-Modell der Forschung nicht standhält, was Dorsostabilität stattdessen bedeutet, und wie ich mit variantenreichen Futterpositionen gezielt die tiefe, stabilisierende Muskulatur meiner Pferde trainiere – ganz ohne zusätzliches Bewegungstraining. Darum geht's - Warum "Kopf tief" zum Ideal wurde – und warum die Wiese, auf der wir das beobachten, biomechanisch gesehen ziemlich eintönig ist - Was frei lebende Pferde tatsächlich beim Fressen tun, und was das mit Varianz zu tun hat - Warum das String-and-Bow-Modell der aktuellen Forschung nicht standhält - Dorsostabilität: das Konzept, das ich an die Stelle des alten Bogen-Modells setze - Faservarianz in der Halsmuskulatur – und warum ein Muskel manchmal zwei Jobs gleichzeitig können muss - Die tiefe Muskulatur, die wir von außen nicht sehen, aber die den Unterschied macht - Warum das gerade bei Trageerschöpfung und Lahmheit relevant wird Quellen: - Buchanan C. E. et al. (2025): Free-Roaming Horse Diet and Body Condition Differences Across Seasons and Ecologically Diverse Herd Management Areas. - Gómez Álvarez C. B. et al. (2006): The effect of head and neck position on the thoracolumbar kinematics in the unridden horse. - Rhodin M. et al. (2005): The influence of head and neck position on kinematics of the back in riding horses at the walk and trot. PubMed - Rombach N. et al. (2014): Gross anatomy of the deep perivertebral musculature in horses. PubMed - Gellman K., Bertram J. E. A. & Hermanson J. W. (2002): Morphology, histochemistry, and function of epaxial cervical musculature in the horse. - Stubbs N. C. et al. (2011): Dynamic mobilisation exercises increase cross-sectional area of musculus multifidus. PubMed - Sullivan H. M. et al. (2022): Influence of Chronic Lameness on Thoracolumbar Musculus Multifidus Structure in the Horse. PubMed - Raspa F. et al. (2021): Studying the Shape Variations of the Back, the Neck, and the Mandibular Angle of Horses Depending on Specific Feeding Postures. Open Access

  8. 116

    Hanna Engström, why do we need more acceptance?

    Join us as we explore the profound connection between humans and horses, and why genuine understanding always begins with acceptance. In this episode, I reflect with my dear friend Hanna Engström on the importance of seeing both ourselves and our horses as they truly are—without judgement, unrealistic expectations or artificial limitations. Together, we discuss how emotional intelligence, body awareness and functional movement shape not only our training, but also the relationships we build with our horses. In this podcast: - Why acceptance is the foundation of meaningful progress - The role of emotional intelligence and body awareness in horsemanship - Understanding biomechanics and functional movement beyond technique - Why respecting physical and emotional limits leads to healthier horses - The balance between science, tradition and self-reflection - How patience, honesty and humility shape better training decisions A thoughtful conversation about authenticity, ethical horsemanship and the lifelong process of learning. Because true harmony is not created by striving for perfection, but by understanding the horse in front of us—and ourselves along the way.

  9. 115

    Wenn ich das damals schon gewusst hätte

    Manchmal bringt uns das Leben genau im richtigen Moment wieder mit einem Pferd zusammen. In meinem Urlaub hatte ich das unglaubliche Glück, eines meiner früheren Trainingspferde wiederzusehen. Ein Pferd, das mich viele Jahre begleitet hat und bei dem ich heute manches anders machen würde. Nicht, weil damals alles falsch war, sondern weil ich heute mehr weiß, genauer hinschaue und Pferde anders verstehe. Diese Begegnung hat mich darüber nachdenken lassen, wie sich Beziehungen zwischen Menschen und Pferden entwickeln. Was bleibt nach vielen Jahren? Was bedeutet Bindung wirklich? Und können wir eine Verbindung wieder aufnehmen, auch wenn viel Zeit vergangen ist? In dieser sommerlichen Podcastfolge geht es um zweite Chancen, um Verantwortung und um den schmerzhaften Gedanken: Wenn ich das damals schon gewusst hätte, hätte ich meinem Pferd vielleicht einiges ersparen können. Aber es geht auch darum, dass Entwicklung immer rückwärts betrachtet ungerecht wirkt. Wir treffen Entscheidungen mit dem Wissen, das uns in diesem Moment zur Verfügung steht. Entscheidend ist nicht, dass wir früher alles richtig gemacht haben. Entscheidend ist, ob wir bereit sind, heute genauer hinzusehen und unser Handeln zu verändern. Denn unsere Pferde brauchen keine perfekten Menschen. Sie brauchen Menschen, die lernen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, Beziehung immer wieder neu entstehen zu lassen. Eine persönliche Sommerfolge über Wiedersehen, Erinnerung, Dankbarkeit und die Frage, was wir aus unserer gemeinsamen Geschichte mit unseren Pferden machen. Pferdetraining neu denken. Evidenzbasiert, individuell und mit echtem Blick für das Pferd, das vor uns steht.

  10. 114

    Ist das noch Reitkunst?

    In dieser Episode spreche ich über die Verbindung von traditioneller Reitkunst und moderner Wissenschaft – und warum ich glaube, dass beides kein Widerspruch sein muss. Wir werfen gemeinsam einen Blick darauf, wie sich unser Verständnis von Pferdeausbildung in den letzten Jahren verändert hat und weshalb funktionales Denken, Bewegungswissenschaft und evidenzbasierte Erkenntnisse heute eine immer größere Rolle spielen. Dabei geht es nicht darum, bewährte Traditionen zu ersetzen, sondern sie kritisch zu hinterfragen und dort weiterzuentwickeln, wo neue Erkenntnisse uns helfen, Pferde besser zu verstehen. Ich spreche darüber, warum Reitweise und Trainingsplanung nicht dasselbe sind, weshalb funktionelle Ganganalyse eine zentrale Grundlage jeder Ausbildung sein sollte und warum wir den Blick stärker auf das individuelle Pferd richten müssen, statt an starren Modellen festzuhalten. Denn mein Ziel ist es nicht, eine bestimmte Reitweise zu propagieren – sondern Pferde so auszubilden, dass sie langfristig gesund, leistungsfähig und mit Freude in Bewegung bleiben.

  11. 113

    Pferdezucht im Wandel

    In dieser Episode tauchen wir tief in die komplexen Herausforderungen und Chancen der modernen Pferdezucht ein. Unsere Gästin Caroline Rohmann teilt ihre Perspektiven auf die Entwicklung der Zucht, die Bedeutung der Gesundheit und die Verantwortung, die Züchterinnen und Züchter tragen – alles vor dem Hintergrund, wie wir Pferde für ein langes, erfülltes Leben optimal züchten können. In diesem Podcast: - Die Entwicklung der modernen Pferdezucht – Chancen und Herausforderungen - Gesundheit, Langlebigkeit und Charakter als zentrale Zuchtziele - Warum Funktion wichtiger ist als reine Optik - Der Einfluss von Genetik, Markttrends und Zuchtentscheidungen - Verantwortung, Ethik und die Zukunft einer nachhaltigen Pferdezucht Hinweis: Diese Diskussion unterstreicht die Dringlichkeit, Pferdezucht nachhaltig, verantwortungsvoll und mit Zukunftsperspektive zu gestalten. Züchter, Reiter, Tierärzte und die Gesellschaft sind eingeladen, diesen Wandel aktiv mitzugestalten.

  12. 112

    Das fehlende Puzzleteil

    In dieser Episode spreche ich über ein Thema, das mich in den letzten Wochen intensiv beschäftigt hat: die Frage, wie wir im Pferdebereich mit Evidenz, Nicht-Wissen und Hoffnung umgehen. Auslöser war eine Fortbildung, von der ich mir viel versprochen hatte. Ich habe dort durchaus Neues gelernt – und gleichzeitig gemerkt, wie oft wir mit Konzepten, Versprechen und Erklärungsmodellen arbeiten, deren wissenschaftliche Grundlage deutlich unsicherer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Dabei geht es mir nicht darum, alles abzulehnen, was wir nicht messen können. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass es viele Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir vielleicht nie vollständig erklären werden. Pferde dürfen uns überraschen. Beziehungen dürfen mehr sein als der eine oder andere Messwert. Aber genau deshalb müssen wir lernen, sauber zwischen Wissen, Vermutungen, Erfahrungen und Hoffnungen zu unterscheiden. In dieser Folge spreche ich darüber, • warum Nicht-Wissen oft das eigentliche Problem ist • weshalb wissenschaftliche Evidenz wichtig ist, ohne zur einzigen Wahrheit zu werden • wie Marketing, Narrative und vermeintliche Allheilmittel unsere Wahrnehmung beeinflussen • warum kritisches Denken kein Widerspruch zu Offenheit ist • und weshalb wir manchmal den Mut brauchen, zu sagen: „Ich weiß es nicht.“ Denn vielleicht liegt genau dort das fehlende Puzzleteil: zwischen Evidenz und Hoffnung. Viele der Fragen, die ich in dieser Episode anspreche, beschäftigen uns auch intensiv in der Equidemia Masterclass. Denn dort geht es nicht darum, Methoden auswendig zu lernen oder Patentrezepte zu sammeln. Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse einzuordnen, kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig die Komplexität realer Pferde nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn du tiefer in diese Themen eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich zu unserem kostenfreien Info-Webinar zur Equidemia Masterclass am Montag ein. Dort stelle ich die Ausbildung vor und beantworte alle Fragen rund um Inhalte, Aufbau und Zielsetzung der Masterclass.

  13. 111

    ECVM beim Pferd verstehen

    ECVM bei Pferden verstehen: Komplexität, Forschung und praktische ImplikationenIn dieser Episode taucht Celina Skogan tief in die Welt der ECVM (Equine Complex Vertebral Malformation) ein. Sie erklärt, warum es sich um ein vielschichtiges Thema handelt, das weit über einfache Diagnosen hinausgeht, und zeigt, wie aktuelle Forschungsergebnisse unsere Sicht auf diese Wirbelsäulenveränderungen verändern. Wichtig ist: Nicht jeder Befund ist gleich problematisch, und funktionale Relevanz steht im Mittelpunkt. → Was ist ECVM genau und wie wird es erkannt? → Die Bedeutung der anatomischen Variationen im Zusammenhang mit Funktionstesten → Unterschiede zwischen rein anatomischen Befunden und klinischer Relevanz → Die Rolle genetischer Faktoren: Hinweise auf Erblichkeit, aber noch keine klaren Gene → Wissenschaftliche Studien: Vera und Dyson – Was sie sagen und was nicht → Wie Röntgenbildgebung und Diagnostik im Kontext helfen können → Praktische Konsequenzen: Training, Management und die Gefahr des Schwarz-Weiß-Denkens → Der Einfluss von Haltung, Fütterung und Lebensstil auf die Resilienz der Pferde → Zukunft der Forschung: Neue Projekte und mögliche präventive Maßnahmen Hinweis: Das Verständnis von ECVM erfordert eine umfassende Betrachtung, bei der Diagnostik, Funktionalität und individuelle Resilienz zusammenwirken. Dieses Thema zeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz ist. Hast Du den Verdacht, dass dein Pferd Schmerzen hat, bitte suche dir umgehend tierärztlichen Rat.

  14. 110

    Hinter der Senkrechten

    In dieser Folge von Equidemia Insights nehme ich dich mit auf eine faktenbasierte Reise durch die Themen Pferdebiomechanik, Haltung und Training. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Spinal Engine, die Rolle von Hals und Rücken im Bewegungsablauf sowie die Frage, wie verschiedene Kopf-Hals-Positionen die Energieeffizienz und Funktion des Pferdekörpers beeinflussen können. Außerdem sprechen wir über verbreitete Missverständnisse rund um Rollkur, die Position hinter der Senkrechten und die Bedeutung wissenschaftlicher Evidenz für einen ethisch und biomechanisch sinnvollen Umgang mit Pferden. Dabei geht es auch darum, wie individuelle Anatomie, Gesundheit und unsere eigenen Glaubenssätze die Wahrnehmung von Pferdebewegung prägen.

  15. 109

    Die geheime Kraft des Pferdehalssystems

    In dieser Folge nehme ich dich mit in die wissenschaftliche Welt des Pferdetrainings. Gemeinsam schauen wir darauf, wie biomechanische Erkenntnisse dabei helfen können, Bewegung als vernetztes System zu verstehen und Training einfacher, nachhaltiger und evidenzbasierter zu gestalten. Dabei sprechen wir über die Rolle von Hals, Wirbelsäule und elastischen Energieaustauschstrukturen sowie deren Einfluss auf Balance, Stabilität und Bewegungseffizienz. Außerdem teile ich praktische Gedanken dazu, wie wir Bewegungsqualität im Alltag besser beobachten und beurteilen können.

  16. 108

    Der Pferdehals ist kein Lenkrad

    Der Pferdehals ist weit mehr als ein „Formgeber“ im Training. In dieser Episode tauchen wir tief in die funktionelle Anatomie und Biomechanik des Halses ein — als Sinnesorgan, Balancegeber, Energiespeicher und zentraler Bestandteil der Bewegungseffizienz des gesamten Pferdes. Wir sprechen über den Telescoping Neck, das Nackenband als elastisches Recycling-System, dorsale und ventrale Stabilität, sensorische Integration — und darüber, warum freie Halsbewegung kein „ästhetisches Extra“, sondern ein physiologisches Grundprinzip ist, und wie das unser Training und den Blick auf Formgebung verändert.

  17. 107

    Die Wirbelsäule des Pferdes als Multitasker

    In dieser Folge tauchen wir tief in die komplexen Zusammenhänge der Pferdebiomechanik und Neurologie ein. Ich erkläre, warum das Verständnis der Wirbelsäule und des zentralen Nervensystems entscheidend ist, um Pferde besser zu trainieren, Schmerzen zu erkennen und die Bewegungsqualität zu verbessern. Key Topics - Evolution und Bewegungsmechanik des Pferdes - Die Wirbelsäule als Zentrum für Bewegung, Stabilität und Sensorik - Die Bedeutung der „Spinal Engine“ im Training - Systemisches Denken statt isolierter Problemanalyse - Nervensystem, Propriozeption und Bewegungssteuerung - Einfluss von Reiter, Sattel und Equipment auf die Wirbelsäule - Ursachen und Kompensationen bei Lahmheiten und Schmerzen - Effizienz von Bewegung, Faszien und Energie-Recycling

  18. 106

    Warum Pferde nicht rund laufen – Bewegung systemisch verstehen

    Viele Pferde laufen nicht rund – aber die Ursache liegt oft nicht dort, wo wir suchen. In dieser Folge geht es um einen Perspektivwechsel: weg von der lokalen Suche nach Problemen hin zu einem systemischen Verständnis von Bewegung. Du erfährst, warum Bewegung nicht im Bein entsteht, welche Rolle das Nervensystem spielt und wie das Konzept der Spinal Engine hilft, Bewegung neu einzuordnen. 🧠 In dieser Folge - Warum „nicht rund laufen“ oft keine klare Ursache hat - Bewegung als Zusammenspiel von Struktur, Neurologie und Koordination - Central Pattern Generators (CPGs) - Die Idee der Spinal Engine (Gracovetsky) - Warum Gliedmaßen Bewegung zeigen – aber nicht erzeugen

  19. 105

    Die Zukunft der Pferdewelt mit Dr. Christina Münch

    Was braucht die Pferdewelt, um auch morgen noch relevant, verantwortungsvoll und anschlussfähig zu sein? In dieser Folge spreche ich mit Dr. Christina Münch vom HorseFuturePanel. Sie beschäftigt sich mit den großen Entwicklungslinien der Pferdebranche: mit gesellschaftlichem Wandel, mit neuen Erwartungen an den Umgang mit Pferden und mit der Frage, wie eine zukunftsfähige Pferdewelt aussehen kann. Das HorseFuturePanel beschreibt sich selbst als Team, das Impulse für die Branche setzt; Dr. Christina Münch ist dort Teil des Teams und wird im Impressum als Geschäftsführerin geführt. In unserem Gespräch geht es nicht darum, Angst vor Veränderung zu machen. Im Gegenteil. Es geht darum, die Chancen zu sehen, die genau in diesem Wandel liegen. Wir sprechen darüber: - warum sich die Pferdewelt gerade verändert, - was gesellschaftliche Akzeptanz heute eigentlich bedeutet, - weshalb Kommunikation und Verantwortung immer wichtiger werden, und wie wir diese Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern als Einladung verstehen können, Pferdehaltung und Pferdetraining bewusster, klarer und tragfähiger zu gestalten. Für mich ist das eine wichtige Perspektive, weil sie den Blick weitet: weg von einzelnen Methoden, hin zu der größeren Frage, wie wir eine Pferdewelt mitgestalten, die fachlich fundiert, ethisch tragfähig und auch für kommende Generationen lebendig bleibt.

  20. 104

    Wenn Lieben zur Pflege wird – Antizipatorische Trauer im Pferdekontext

    In dieser Folge sprechen wir über antizipatorische Trauer – also die Trauer, die entsteht, während dein Pferd noch lebt, sich aber bereits etwas verändert. Was passiert, wenn aus Beziehung plötzlich Pflege wird? Wenn du nicht mehr nur Begleiter bist, sondern Caregiver? Und warum fühlt sich dieser Zustand oft so zermürbend an? 🧠 In dieser Folge geht es um: Warum Pferde für viele Menschen funktional Familie sind Warum Bindung laut Neurobiologie ein Regulationssystem ist Was passiert, wenn diese Sicherheit durch Krankheit wegbricht Warum antizipatorische Trauer nicht automatisch entlastet Wie sich Beziehung verändert, wenn du zum Caregiver wirst

  21. 103

    Muskeln sind nicht gleich Muskeln – warum Bewegung allein nicht reicht

    Im Pferdetraining gehen wir oft davon aus, dass sich Probleme über mehr Bewegung lösen lassen. Mehr Vorwärts. Mehr Aktivität. Mehr Arbeit. 👉 Das stimmt – aber nur zum Teil. In dieser Folge geht es um die Frage, wovon Bewegung eigentlich abhängt – und warum es einen Unterschied macht, ob wir Bewegung erzeugen oder Stabilität ermöglichen. Du bekommst einen Einblick in: - den Unterschied zwischen Haltemuskulatur und Bewegungsmuskulatur - die funktionelle Einteilung in tonisch und phasisch - die Rolle von Muskelfasertypen (Typ I, IIa, IIx) - den Unterschied zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Ansteuerung und warum Gewebe und Struktur (ECM, Kollagen) entscheidend für die Qualität von Bewegung sind

  22. 102

    Bewegung verstehen - wie Biomechanik entsteht

    Ich glaube daran, dass das Wissen darüber, wie Pferde wirklich sind, die Kraft hat, Training und Reiten grundlegend zu verändern – evidenzbasiert, empathisch und ethisch. Doch dafür müssen wir Bewegung anders betrachten. Denn oft sprechen wir nur über Biomechanik – über das, was sichtbar ist: Winkel, Kräfte, Tragkraft und Schub. Aber Biomechanik ist nicht der Anfang, sondern das Ergebnis. Bewegung entsteht im Zusammenspiel mehrerer Systeme: Neurologie, Physiologie, Energetik und Fluids – ergänzt durch physikalische Prinzipien wie Kräfte und Elastizität. Ein Pferd ist kein mechanisches Modell. 🔍 In dieser Folge erfährst du: warum Biomechanik allein nicht ausreicht wie Bewegung im Nervensystem beginnt warum Energie ein limitierender Faktor sein kann und weshalb Bewegungsanalyse immer systemisch gedacht werden muss 🧠 Kerngedanke: Biomechanik ist nicht die Ursache von Bewegung – sondern ihr sichtbarer Ausdruck.

  23. 101

    Methode vs. Evidenz – und warum Kontext alles verändert

    Ich glaube daran, dass das Wissen darüber, wie Pferde wirklich sind, die Kraft hat, Training und Reiten grundlegend zu verändern. Evidenzbasiert. Empathisch. Ethisch. Und genau daran scheitert es im Alltag oft, denn wir sprechen im Pferdetraining ständig über Methoden: Reitweisen, Techniken, Ansätze. Aber viel zu selten über das, was darunter liegt. 👉 Evidenz. Kontext. Systemverständnis. 🔍 In dieser Folge geht es um: den Unterschied zwischen Methode und evidenzbasierter Arbeit warum viele Trainingsprobleme nicht auf der Methoden-Ebene lösbar sind wie das Bewegungsmodell zeigt, dass Biomechanik nur ein Teil des Systems ist weshalb echte Veränderung erst entsteht, wenn wir Zusammenhänge verstehen und warum Training ohne Kontext oft an der Oberfläche bleibt. 🎓 Warum die Masterclass genau so aufgebaut ist Aus genau diesem Verständnis heraus ist die Equidemia Masterclass entstanden. Nicht als neue Methode, sondern als Struktur, um Kontext zu verstehen. Die drei Module bilden genau dieses System ab: Modul 1 – Geist des Pferdes Verhalten, Wahrnehmung, Lernen, Stress und Schmerz → die neurologische und mentale Grundlage von Bewegung und Training Modul 2 – Körper des Pferdes Anatomie, Biomechanik, Bewegungsanalyse → das, was sichtbar wird Modul 3 – Gesundheit, Training & Kontext Fütterung, Haltung, Rehabilitation, Trainingsplanung → die Verbindung aller Ebenen im Alltag

  24. 100

    Warum die Wendy Story nicht immer greift

    Wir alle kennen sie: die Geschichte vom „schwierigen“ Pferd, das durch Liebe plötzlich wieder funktioniert. Die klassische Wendy- oder Black-Beauty-Story – schön, aber oft zu einfach gedacht. In dieser Folge schauen wir genauer hin: Warum Verhalten nicht einfach „weg geliebt“ werden kann und welche Rolle Haltung, Gesundheit und Umwelt wirklich spielen. Du erfährst, warum Beziehung wichtig ist – aber nicht alles löst, und wie dir Modelle wie der Worry Cup oder das Five Domains Model helfen können, Verhalten besser zu verstehen. Gleichzeitig wird es auch persönlich: Ich teile mit euch, warum ich selbst an den Punkt gekommen bin, an dem Gefühl allein nicht mehr gereicht hat. Und weshalb evidenzbasiertes Arbeiten kein Ziel war – sondern eine Konsequenz.

  25. 99

    Warum ich angefangen hab, evidenzbasiert zu arbeiten

    In dieser Folge wird es persönlich. Denn evidenzbasiertes Arbeiten war für mich nie ein Ziel. Ich wollte nie „wissenschaftlich“ sein – und ganz sicher nicht kompliziert. Ich wollte einfach nur, dass es meinen Pferden gut geht. Doch genau dieser Wunsch hat mich irgendwann an einen Punkt gebracht, an dem Gefühl allein nicht mehr ausgereicht hat – und ich anfangen musste, genauer hinzusehen, unbequeme Fragen zu stellen und mein gesamtes Verständnis von Training, Haltung und Pferd neu zu denken.

  26. 98

    Problempferde werden gemacht, nicht geboren – Wie Gewalt im täglichen Handling Pferde erst zu Problempferden macht

    Ein virales Video zeigt eine Szene beim Hufschmied: Ein Pferd steht in Crossties, trägt eine Pferdebremse, das Bein wird mit einer Longe weggezogen. Das Pferd hat sichtbar Angst. Unter dem Video entsteht eine typische Diskussion im Pferdebereich. Die einen sprechen von Tierquälerei. Die anderen sagen: „Beim Schmied ist das halt so.“ In dieser Folge analysiere ich die Situation aus Sicht der Verhaltensbiologie, der Lerntheorie und der Pferdeausbildung. Wir sprechen darüber, - warum starke Restriktion bei Fluchttieren problematisch ist - was in der Kommentarspalte psychologisch passiert - warum Konflikte beim Schmied oft lange vor dem Schmiedtermin beginnen - welche Verantwortung Pferdebesitzer und Professionals tragen und warum sogenannte „Problempferde“ meist eine Lerngeschichte haben. Außerdem werfen wir einen Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Equitation Science, unter anderem auf die Arbeit von Dr. Gemma Pearson (University of Edinburgh) zu Pferdeverhalten und Horse & Handler Safety. Denn gutes Training ist nicht nur eine Frage der Fairness. Es ist auch eine Frage der Sicherheit für Pferd und Mensch.

  27. 97

    Wir züchten nicht nur Verhalten – Wie Domestikation und Selektion Pferdekörper formen

    Domestikation des Pferdes, genetische Selektion und strukturelle Veränderungen in der modernen Zucht Domestikation ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Sie wirkt bis heute – in Temperament, Stressphysiologie, Leistungsfähigkeit und Körperbau unserer Pferde. In dieser Episode geht es um die wissenschaftliche Grundlage hinter modernen Zuchtentwicklungen: - die zwei Domestikationswellen des Pferdes - die DOM2-Expansion und der genetische Austausch um ca. 2200 v. Chr. - Selektion auf Reitbarkeit, Verhalten und Lokomotion - das Silver-Fox-Experiment als Modell genetischer Verhaltensselektion - genetische Enge und Inzucht am Beispiel der Wölfe von Isle Royale - warum vermehrt über Hals-, Rippen- und Lendenvariationen bei Pferden berichtet wird und weshalb moderne Sportpferdezucht populationsgenetisch relevant ist. Diese Folge verbindet Ancient Genomics, Verhaltensgenetik und aktuelle Zuchtpraxis.

  28. 96

    Warum Verstehen Verantwortung ist – Sandra Schneider über Verhalten, Lernen und Evidenz

    Was bringt jemanden dazu, tiefer zu graben – jenseits von Methoden, Trends und Meinungen? In dieser Episode spreche ich mit Sandra Schneider, Westerntrainerin und ausgewiesene Expertin für Problempferede, über ihren Weg in die Welt von Pferdeverhalten, Lernen und evidenzbasiertem Denken. Wir sprechen darüber, warum oberflächliche Antworten im Pferdetraining nicht reichen, was Lerntheorie wirklich leisten kann – und warum Verstehen immer auch Verantwortung bedeutet. In dieser Episode geht es unter anderem um: - Was Sandra ursprünglich dazu bewegt hat, sich intensiv mit Pferdeverhalten zu beschäftigen - Warum Lerntheorie für sie kein „Tool“, sondern ein Denkrahmen ist - Wie evidenzbasiertes Arbeiten Sicherheit schafft – für Mensch und Pferd - Warum gutes Training nicht bei Technik beginnt, sondern beim Verständnis Für wen ist diese Folge besonders spannend? - Für Reiter:innen, die nicht nur was, sondern warum verstehen wollen - Für Trainer:innen, die Lernen sauber denken wollen - Für alle, die genug haben von Meinungen – und anfangen wollen, informierte Entscheidungen zu treffen

  29. 95

    Warum wir über Domestikation reden müssen

    Domestikation ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Sie wirkt weiter – im Körper, im Nervensystem und in der Belastbarkeit unserer Pferde. In dieser Episode spricht Celina Skogan darüber, warum Domestikation biologisch etwas völlig anderes ist als Zähmung weshalb sie Populationen verändert – nicht Individuen wie stark moderne Pferde durch gezielte Selektion und enge Zuchtlinien geprägt sind und warum Training, Haltung und Management ohne genetischen Kontext unvollständig bleiben Denn bevor wir über Training sprechen, müssen wir verstehen, was für Körper wir überhaupt trainieren. Ein persönlicher Wendepunkt steht im Zentrum dieser Episode: die Erfahrung, dass selbst „alles richtig machen“ nicht ausreicht, wenn genetische Voraussetzungen nicht mitgedacht werden.

  30. 94

    Pferdebiografie im Training: Konstantin und sein Weg aus der Hofreitschule Wien

    In dieser Folge spricht Anna Eichinger über Konstantin – ein Pferd, das aus der Hofreitschule Wien zu ihr gekommen ist und ihre Arbeit nachhaltig geprägt hat. Im Gespräch geht es um Biografie, Vorgeschichte und die Frage, was passiert, wenn Pferde aus stark strukturierten Ausbildungssystemen in einen neuen Kontext wechseln. Nicht theoretisch, sondern aus gelebter Erfahrung. Die Folge ist Teil des thematischen Rahmens des Equidemia Summits Inside the Horse’s Mind und knüpft an zentrale Fragen an: Wie erleben Pferde ihre Umwelt? Was bringen sie aus ihrer Geschichte mit? Und welche Verantwortung entsteht daraus für Training und Umgang?

  31. 93

    Inside the Horse’s Mind – Warum wir das Programm kuratieren

    Einen Summit zu organisieren ist ein bisschen wie einen Sack Flöhe zu hüten – zumindest dann, wenn man ein kuratiertes Programm machen will. In dieser Podcastfolge sprechen Gitti und ich darüber, warum wir den Equidemia Summit immer wieder organisieren, obwohl er alles andere als bequem ist. Warum Inside the Horse’s Mind bewusst als Wissenskonferenz gedacht ist. Und warum wir Inhalte kuratieren, statt einfach Programmpunkte aneinanderzureihen. Wir sprechen darüber, warum Lernen, Emotion und Verhalten keine Trainingsfragen sind, sondern biologische Prozesse weshalb Neurobiologie und Neurophysiologie die Grundlage für verantwortungsvolles Pferdetraining sind und warum dieser Summit keine Werbeveranstaltung ist, sondern eine inhaltlich zusammenhängende Geschichte erzählt Diese Episode ist kein Programmdurchlauf. Sie ist ein Blick hinter die Kulissen – und ein Einblick in unsere Haltung.

  32. 92

    Warum Pferde „Problemverhalten“ zeigen – eine evidenzbasierte Perspektive

    Was, wenn Pferde gar kein Problemverhalten zeigen? Was, wenn das, was wir als Konflikt- oder Fehlverhalten bezeichnen, in Wahrheit normales Verhalten in einer unnormalen Umwelt ist? In dieser Folge spricht Celina Skogan, Trainerin, Osteopathin und Gründerin von Equidemia, über die Frage, wie unsere Vorstellung von „normalem“ Pferdeverhalten durch systemische Bedingungen geprägt ist, die aus biologischer Sicht oft alles andere als normal sind. Basierend auf Welfare-Forschung, Traumaperspektiven und persönlichen Beobachtungen nach dem Umzug nach Norwegen hinterfragt diese Episode die Gleichsetzung von Angepasstheit mit Wohlbefinden.

  33. 91

    Ganganalyse – Verstehen statt Raten

    In dieser Episode geht es um die Frage: Was ist Ganganalyse und welche Formen gibt es? Wir sprechen über: - Tierärztliche Ganganalyse – klassisch: lahm oder nicht lahm - Objektive Ganganalyse – technische Messsysteme & KI - Subjektive Analyse – Wahrnehmung des Auges - Die Reitlehrer-Perspektive – oft durch Trainingsbrille interpretiert - Funktionale Ganganalyse – Blick auf Belastungsgrenzen & Bewegungseinheiten Außerdem gibt’s eine praktische Handlungsempfehlung, wie du mit Markierungen und Video-Wiederholungdeinen Blick schärfen kannst – ein tolles Weihnachtsprojekt. Und zum Schluss: kostenfreier Compass Call, wenn du Hilfe brauchst. Take-aways: ⭐ Ganganalyse ist mehr als „lahm oder nicht lahm“ ⭐ Objektive & subjektive Methoden ergänzen sich – aber keine ist allein perfekt ⭐ Funktionale Ganganalyse hilft, Belastungsgrenzen zu erkennen statt nur Symptome zu markieren ⭐ Beobachten lernen ist ein Skill – und jeder kann ihn trainieren!

  34. 90

    Equine Hanna Somatics — Training the Nervous System with Alissa Mayer

    In this episode, Celina Skogan from Equidemia speaks with Alissa Mayer BSc (Equine), EHSE-C, director of the Equine Hanna Somatics® Professional Training & Certification Program, about how Hanna Somatics principles can be applied to horses — why chronic tension isn’t just a mechanical issue, how the nervous system learns and unlearns movement, and what this means for prehab, rehab and training. This conversation bridges neuroscience, motor learning, pain science and equine performance, offering a fresh perspective on posture, comfort and movement quality — and reframing persistent muscle tension as a neurophysiological learning pattern that can be retrained, not just worked on. You will gain a clear understanding of what Equine Hanna Somatics actually addresses, how sensory-motor amnesia can develop in horses through stress and learned patterns and why voluntary pandiculation plays a central role in restoring movement awareness. The episode highlights where this approach can be genuinely effective, where its limits lie and how it can be integrated thoughtfully alongside veterinary care and training. It also offers insight into how nervous-system-based learning may shape the future of sustainable performance and equine welfare.

  35. 89

    Zwischen Pferdekacke, PowerPoint & persönlichem Wachstum - mit Conny Röhm

    In dieser Jahresauftakt-Folge spricht Celina Skogan mit ihrer Kollegin, Freundin und Ausbilderin Conny Röhm über das echte Leben selbstständiger Pferdemenschen – zwischen Meetings, Mistgabeln und geplatzten Wasserleitungen. Kein Selbstoptimierungs-Gelaber. Sondern ehrliche Gespräche über Growth Mindset, die wichtigsten Learnings aus 2025 und den Blick nach vorn auf 2026: mit mehr Vertrauen, weniger Mikromanagement und einer Hoforganisation, die nicht das Nervensystem sprengt. Diese Folge ist für alle, die Verantwortung tragen, Pferde lieben und wachsen wollen – ohne sich dabei selbst zu verlieren.

  36. 88

    Warum dein Gehirn nicht zum Denken da ist — und was das fürs Training wirklich bedeutet

    In dieser Episode sprechen Celina Skogan und Gitti Kuchenbecker über eines der spannendsten neurowissenschaftlichen Bücher der letzten Jahre: Seven and a Half Lessons About the Brain von Lisa Feldman Barrett. Das Buch ist kein klassisches Lehrbuch, sondern eine populärwissenschaftliche Mini-Essaysammlung (7 + ½ Lektionen), die mit hartnäckigen Hirn-Mythen aufräumt und ein zeitgemäßes Verständnis von Gehirn, Lernen, Emotion und Verhalten vermittelt. Im Gespräch geht es nicht um Zustimmung oder Ablehnung, sondern um Einordnung: Was sagt das Buch wirklich? Was ist gut durch Forschung gestützt? Wo wird theoretisch zugespitzt? Und warum ist dieses Wissen für Pferdemenschen so relevant? 🐴 Warum ist das für Pferdemenschen wichtig? - Verhalten ist Regulation, kein Ungehorsam - Lernen ist körperlich eingebettet - Kontext schlägt Technik - Wiederholung ist biologisch notwendig - Druck reduziert Lernfähigkeit – bei Mensch und Pferd

  37. 87

    Jahresreflexion 2025

    In dieser Weihnachtsfolge ziehe ich Bilanz: Was hat sich verändert – in meinem Denken, im Team und in der strategischen Ausrichtung von Equidemia? Es geht nicht um Erfolge oder Meilensteine, sondern um Entscheidungen, die unbequem waren – und notwendig. Themen dieser Episode: - Warum mehr Wissen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen führt - Weshalb einfache Erklärungen im Pferdetraining langfristig schaden - Wie sich Equidemia 2025 von einer Wissensplattform zu einer Orientierungsplattform entwickelt hat - Meine persönliche Entwicklung: weniger erklären, klarer stehen - Teamarbeit jenseits von „Unterstützung“ – Verantwortung als Struktur - „Beyond the Obvious“ nicht als Claim, sondern als Arbeitsprinzip Diese Folge ist Bestandsaufnahme, Augenzwinkern und Neuausrichtung.

  38. 86

    Mustangs jenseits von Mythen - mit Katrin Bockstette

    Mustangs faszinieren – und werden gleichzeitig massiv missverstanden. In dieser Episode spreche ich mit Katrin Bockstette, die seit Jahren Wildpferde in den USA dokumentiert. Wir schauen hinter die Romantik und sprechen über Fakten: Herdenstrukturen, Roundups, Adoptionen, das Mustang Makeover – und die Frage, wie fairer Umgang wirklich aussehen kann. Themen dieser Folge: - Wie Mustangs wirklich leben - Die größten Mythen – und was davon stimmt - Chancen & Risiken von Adoptionen - Kritik am Mustang Makeover: Was dahintersteht - Was fairer, ethischer Umgang bedeuten würde - Katrins Wunsch für die Zukunft der Mustangs Equidemia Insights – evidenz-based, empathic, ethical. Gemeinsam denken wir Pferdetraining neu!

  39. 85

    Reiten ist Kommunikation - Neuroimagination mit Stephan Fischer

    In der neuen Podcastfolge spreche ich mit Stephan Fischer über etwas, das im Reiten oft übersehen wird: Sitz als Kommunikation. Wir starten bei seinen Wurzeln in der Reitkunst, schauen auf die Einflüsse des Centered Riding und gehen dann tief in das hinein, was unseren Sitz wirklich verändert: das Nervensystem – nicht der Muskel. Und genau hier wird es spannend: Neuroimagination. Ein Werkzeug, das im Sport selbstverständlich ist und im Reiten viel zu selten genutzt wird. Warum es wirkt, wie es wirkt und welche Veränderungen Stephan bei seinen Schüler:innen beobachtet, erzählt er im Gespräch.

  40. 84

    Winterpferde mit Almut von Sápodoris als Gast

    In dieser Episode reden wir über das, was im Winter wirklich zählt: Thermoregulation, Atemwege, Fütterung und Haltung – und warum die Temperatur allein ungefähr so aussagekräftig ist wie eine Reithalle ohne Licht. Wir klären: • Warum Pferde nicht wegen Kälte frieren, sondern wegen Nässe, Wind & Futterpausen • Welche Managementfehler jedes Jahr zuverlässig wiederkommen • Wie viel Heu Pferde im Winter wirklich brauchen • Warum Winter die Atemwege auf die Probe stellt – und was du sofort verbessern kannst • Equines Asthma • Und: Almut teilt mit uns, wie sie als Asthmatikerin die Krankheit managed. Kurz: Winter muss kein Drama sein. Mit Evidenz, Energie und trockenem Fell wird’s richtig gut.

  41. 83

    Was, wenn Pferde Menschen wären?

    In dieser Folge sprechen wir mit der Schmerz- und Equitation-Wissenschaftlerin Frauke Musial über ihr neues Paper What if Horses Were Humans? Comparing Rein Tension and Bit Pressures to Human Pressure Pain Thresholds. Wir beleuchten, wie Gebiss- und Zügeldruck wissenschaftlich ins Verhältnis gesetzt werden zu menschlichen Schmerzschwellen — und was das für die ethische & praktische Reitweise bedeutet.

  42. 82

    Korrekturreiten oder Übergriff? - Warum gutes Reiten keine Meinungssache ist

    In dieser Episode spreche ich darüber, was der Fall Christian Kuckuck über unser Reitsystem zeigt – und warum die Diskussion viel größer ist als ein einzelner Reiter. Wir reden über Begriffe wie Korrekturreiten und warum sie so gefährlich sind. Wir reden darüber, wie schnell wir Reiter:innen Dinge schönreden. Und wir sprechen darüber, was gutes Reiten ist, wenn wir auf Daten, Zahlen und Fakten zurückgreifen. Du erfährst: - warum der Satz „Korrekturreiten hat im Ring nichts zu suchen“ im Umkehrschluss alles verrät - ab wann Zügelzug messbar schmerzhaft wird - was die Wissenschaft über Rein Tension wirklich sagt - warum 30–60 % aller Sportpferde nach einem Ritt Läsionen im Maul haben - wie kognitive Dissonanz verhindert, dass wir hinschauen - und was gutes Reiten aus evidenzbasierter Sicht tatsächlich bedeutet Mit dabei: viele kleine Wissenshäppchen aus der Forschung, die dir helfen, den Zügel anders zu sehen und dein Pferd klarer zu verstehen. Nächste Woche werde ich das Thema mit einem Gast vertiefen.

  43. 81

    Glückliche Athleten bluten nicht

    In dieser Folge spreche ich über kognitive Dissonanz im Pferdebereich: Warum wir Dinge tun, von denen wir wissen, dass sie nicht richtig sind – und wie wir von Jein zu Klarheit kommen. Wir schauen auf Festingers Theorie, typische Stall-Beispiele und auf Forschung, die erklärt, warum Menschen ihre Wahrnehmung anpassen, wenn sie ihr Verhalten nicht ändern wollen. Zur Popkultur-Brücke: Fettes Brot – „Jein“. Perfekter Soundtrack für den inneren Konflikt.

  44. 80

    Embodiment - Wie Emotionen im Körper Form annehmen Part 3

    In dieser Folge tauchen wir ein in die Frage, wie Emotionen im Körper Form annehmen – bei Mensch und Pferd. Was wir als „Bauchgefühl“ kennen, ist tatsächlich messbar: über Atmung, Haltung und Muskelspannung. 📎 Studien zur Folge: Hausberger et al. (2021): Detecting Welfare in a Non-Verbal Species: Social/Cultural Biases and Difficulties in Horse Welfare Assessment Aktuelle Forschung: ScienceDirect-Artikel 💡 Take-home: Emotionen sind nicht „nur im Kopf“ – sie spiegeln sich im Körper. Beim Pferd spricht der Körper zuerst, wir hören meist zu spät. Was wir als „normal“ ansehen, kann bereits eingeschränktes Wohlbefinden sein. Bewusstsein + Training = den Körper lesen lernen.

  45. 79

    Emotionen sind Biologie – Wie der Körper fühlt, lernt und reagiert

    Emotionen sind keine Laune. Sie sind Biologie – das Betriebssystem, das entscheidet, ob dein Pferd lernen, flüchten oder vertrauen kann. In dieser Folge von Science & Soulfulness for Equestrians tauchen wir tief in die Neurobiologie des Fühlens ein: Was passiert, wenn dein Pferd reagiert? Wie beeinflussen Hormone wie Cortisol, Dopamin und Oxytocin sein Verhalten? Und warum ist emotionale Sicherheit die Voraussetzung für jedes echte Lernen?

  46. 78

    Emotionen bei Pferden Teil 1

    Zwei Menschen sehen dasselbe Pferd – und kommen zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen. „Der hat Angst!“ – „Nein, der ist einfach stur.“ Beide überzeugt, beide sicher – und beide falsch? In dieser Episode geht es darum, warum Wahrnehmung keine Wahrheit ist, wie unser Gehirn Emotionen vorhersagt statt beobachtet, und warum wir Pferde oft durch unsere eigene Brille interpretieren. Celina zeigt, was die Forschung wirklich über Emotionen beim Pferd weiß – von Cathrynne Henshall über Karen Merkies bis Wathan & McComb – und warum „Erregung“ nicht automatisch „Freude“ bedeutet. Außerdem: wie du lernst, Emotionen wissenschaftlich fundiert und empathisch zu lesen, ohne in die Falle von Anthropomorphismus und Confirmation Bias zu tappen.

  47. 77

    Weg zur Fütterung — multidisziplinär denken, beraten, begleiten mit Almut von Sapodoris

    In dieser Episode sprechen wir über den Weg von Almut in die Pferdefütterung – und darüber, warum gute Futterberatung weit über Zahlen und Rationen hinausgeht. Wir schauen auf das große Ganze: von Haltung und Psyche über Mineralstoffversorgung bis hin zu den kleinen Details, die den Unterschied machen. Gemeinsam teilen wir Erfahrungen aus der Praxis – über Chancen, Fallstricke und den Wert eines interdisziplinären Blicks. Denn echte Fütterungskompetenz bedeutet, Körper, Geist und Umfeld des Pferdes als Einheit zu verstehen.

  48. 76

    Ethik Teil 2: Ich nehm euch die Kunden weg ?!

    „Wenn die Leute auf dich hören, bleibt ja kein Pferd mehr für die Reitkunst übrig.“ Echt jetzt? In dieser Episode schauen wir genauer hin, warum solche Sätze in der Pferdewelt überhaupt fallen – und was sie über unser Verhältnis zu Wissen, Verantwortung und Veränderung verraten. 🔍 Worum es geht In dieser Folge spricht Celina Skogan offen über ein Thema, das viele in der Pferdebranche lieber meiden: die Angst vor Wissen – und das Geschäftsmodell, das daraus entstanden ist. Wir reden darüber: Warum Nichtwissen Angst macht, und warum genau dort echter Fortschritt beginnt. Weshalb Besitzer-Shaming oft nur ein Ablenkungsmanöver ist – und ein lukratives Geschäftsmodell. Warum eine Methode niemals für alle Pferde funktionieren kann. Wie Wissenschaft Verantwortung bedeutet, nicht Elfenbeinturm. Und weshalb man manchmal einfach wieder „zur Schule gehen“ muss – im besten Sinn. Celina zeigt, dass Ethik nicht das Geschäft zerstört – sondern es endlich ehrlich macht.

  49. 75

    Ethik vs. Erfolg – wenn Ehrlichkeit teuer wird

    Wie viel Ehrlichkeit verträgt das Pferdebusiness? In dieser Episode erzähle ich von einer Entscheidung, die mich lange beschäftigt hat: Eine Kundin will ein Jahrespaket Unterricht kaufen – doch ihr Pferd bringt eine Krankengeschichte mit. Verkaufen oder ehrlich sein? Wir sprechen über: Warum Ethik manchmal Umsatz kostet – und warum es sich trotzdem lohnt. Typische „Stolperfallen“ zwischen Geschäft und Pferd: Fütterung, Unterricht, Equipment.

  50. 74

    Stressresilienz mit Pferden - im Gespräch mit Marlitt Wendt

    In dieser Episode sprechen wir mit Marlitt Wendt über Stressresilienz in Wissenschaft & Praxis. Resilienz ist mehr als graue Theorie – sie entscheidet darüber, wie Pferde und Menschen mit Stress und Unsicherheit umgehen. Wir beleuchten, was wissenschaftliche Forschung dazu sagt, und wie innere Stärke praktisch gefördert werden kann, damit Pferde sich sicher fühlen und wir gemeinsam gelassener durch den Alltag gehen. Marlitt teilt dabei Einblicke aus ihrem neuen Buch „Resilienz“ und gibt einen Vorgeschmack auf ihr kommendes Webinar im Equidemia Campus.

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Horsefriends ist der Podcast von und mit Celina Skogan. Pferde sind Celinas Leidenschaft, und darum geht es natürlich auch in diesem Podcast. Celina ist Trainerin für akademische Reitkunst, Cranio Sacral Therapeutin und Osteopathie, und vor allem ein passioniertes Pferdemädchen. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis betrachtet sie das Pferd als Ganzes - frei von Reitphilosophien und Mythen. Dafür mit einem klaren Blick auf die Natur des Pferdes und die vorliegende Daten- und Faktenlage, und immer absolut Pro-Pferd. Denn das ist die Mission bei Equidemia: Echtes Pferdewissen weiterzugeben und Pferdemenschen zu guten Entscheidungen zu befähigen. Mal auf Deutsch, und mal auf Englisch. Den Podcast findest Du übrigens auch als Videocast bei YouTube! Enjoy the Journey!

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