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  1. 15

    „Der härteste Angriff auf den Sozialstaat seit der Agenda 2010“ – Ulrich Schneider im Interview

    Am kommenden Samstag regt sich bundesweit Protest: In 15 Großstädten gehen Menschen auf die Straße, um gegen die geplanten Haushaltskürzungen der Bundesregierung im sozialen Sektor zu demonstrieren. Radio F.R.E.I. sprach im Vorfeld mit Ulrich Schneider. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und jetzige Bundesvorstand der Linken zieht in seiner aktuellen Bilanz ein bitteres Resümee. Im Interview warnt er vor einem historischen Kahlschlag, der fast zehn Millionen Menschen direkt in die Armut drängen oder ihre Not verschärfen könnte – von Alleinerziehenden über Pflegebedürftige bis hin zu Rentner*innen, die vor allem in Ostdeutschland kaum über alternative Absicherungen verfügen. Warum er der Bundesregierung Feigheit vor den Superreichen vorwirft und was die Kürzungspolitik für unsere Demokratie bedeutet, hört ihr im Interview.

  2. 14

    Mehr KI. Mehr Output. Und immer mehr Einheitsbrei? | Johannes Kaiser führt die Nadel

    Johannes Kaiser arbeitet mit generativer KI, ohne ihr das Denken zu überlassen. Zwischen Emaille, Silberschmiede, Bildgeneratoren und AI-Slop geht es um die Frage, was Kunst noch ausmacht, wenn Maschinen in Sekunden Bilder, Musik und Gestaltung ausspucken können. Ein Gespräch über Handwerk, Ästhetik, Urheberrecht, digitale Reizüberflutung – und die ziemlich analoge Erkenntnis, dass ein Werkzeug noch lange keinen Künstler macht.

  3. 13

    Wie weiter mit den Mietpreisen? - Ein Gespräch mit Lisa Vollmer zu Lösungen für bezahlbaren Wohnraum

    Bezahlbarer Wohnraum ist knapp in deutschen Städten. Wer kann, der bleibt in seiner Wohnung bevor er eine neue Wohnung sucht. Ein Vorschlag des 75. Deutschen Juristentages in Erfurt beschäftigt sich mit diesem Problem und zeigt mögliche Lösungen auf. Asmus hat mit Dr. Lisa Vollmer vom Leibnitz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung über ihre Kritik an diesem Vorschlag gesprochen und welche Wege sie zur Bewältigung der Wohnungsknappheit in Deutschland für möglich hält.

  4. 12

    Fachkräfte gesucht. Menschenrechte optional? (Serie 1580: RAGE - Redaktion Arbeitswelt und Gewerkschaft )

    Deutschland braucht Arbeitskräfte – aber viel zu oft landen migrantische Beschäftigte in Abhängigkeit, Angst und Ausbeutung. Rana Alnawa und Benjamin Heinrichs von Faire Integration erzählen von nicht gezahltem Lohn, unbezahlten Überstunden, Kündigungen, Aufenthaltsdruck und Arbeitgebern, die mit Abschiebung drohen. Ein Gespräch über vietnamesische Pflege-Azubis in Thüringen, dicke Bretter vor Gericht – und die einfache Wahrheit: Wer Menschen zum Arbeiten ins Land holt, darf sie nicht behandeln wie Maschinen, die man bei Problemen zurückschickt. https://www.radio-frei.de/index.php?iid=podcast&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=10854

  5. 11

    Der Sozialstaat ist kein Geschenk. Er wurde erkämpft. (Serie 1580: RAGE - Redaktion Arbeitswelt und Gewerkschaft )

    Renate Licht vom DGB Hessen-Thüringen spricht über Reformen, die nach Vernunft klingen – und nach Sozialabbau riechen. Steigende Preise, Pflegenotstand, Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, längere Befristungen, unsichere Renten: Was als notwendige Modernisierung verkauft wird, trifft am Ende vor allem die, die arbeiten, pflegen, zahlen und später trotzdem zu wenig haben. Ein Gespräch über erkämpfte Rechte, politische Zumutungen – und den Protesttag am 26. September, der klar machen soll: Gesundheit, Arbeit und Rente sind nicht verhandelbar. https://www.radio-frei.de/index.php?iid=podcast&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=10851

  6. 10

    Beitragsstabilisierung klingt harmlos. Für Beschäftigte wird es bitter. (Serie 1580: RAGE - Redaktion Arbeitswelt und Gewerkschaft )

    Nico Baumann von ver.di spricht über ein Gesundheitssystem, das alle brauchen – und das trotzdem kaputtgerechnet wird. Das Beitragsstabilisierungsgesetz klingt nach Ordnung im Kassenbuch, meint aber vor allem: weniger Geld, weniger Entlastung, weniger Schutz für die Beschäftigten. Ein Gespräch über Krankenhäuser unter Druck, gestrichene Qualitätsstandards, Tarifkämpfe – und die Frage, wer am Ende die Rechnung bezahlt, wenn Politik beim Personal spart. https://www.radio-frei.de/index.php?iid=podcast&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=10850

  7. 9

    Arbeitskräfte vor dem Limit - Ein Gespräch mit Jens Löbel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

    Sie kümmern sich um uns, wenn wir in den Urlaub fahren, sie kochen uns leckere Gerichte oder stellen die Lebensmittel dafür her. Doch ihr Arbeitsalltag ist stressig und lässt sich manchmal nur schwer mit Familie und Freizeit in Einklang bringen. Und jetzt sollen laut Plänen der Bundesregierung die Wochenarbeitszeit neu geregelt werden. Wegfallen sollen die starren 40 Stunden und durch eine flexiblere Regelung ersetzt werden. Dagegen stellen sich Vertreter aus Zivilgesellschaft und Gewerkschaften. Wir sprachen mit Jens Löbel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten über die geplanten Gesetzesänderungen und was es aus ihrer Sicht eigentlich bräuchte.

  8. 8

    "Provinzlust. Erotikshops in Ostdeutschland." | Interview mit Dr. Uta Bretschneider

    Warum hat sich eigentlich vorher noch niemand mit den Ost-Erotikshops nach der Wende beschäftigt? Soziologin Uta Bretschneider und Historiker Jens Schöne haben in der Pandemiezeit einige Shops besucht, mit den Inhaber:innen gesprochen und dazu das Buch "Provinzlust" geschrieben. Im Gespräch mit Uta Bretschneider nähern wir uns dem Thema an: die Mischung aus Sexshop und Aquaristikladen, Berufsbiografien und Geldverdienen, Wandel der Shops von den 1990er Jahren bis heute, Arbeit zwischen DVDs und Riesendildos, (Un)Erwartetes. „Eine Einladung, ostdeutsche Provinz genauer in den Blick zu nehmen, weil da viele Themen schlummern.“

  9. 7

    Im Panoramawagen Richtung Abgrund. Und Albert Jörimann bleibt erstaunlich gelassen. (Serie 49: Aus Neutraler Sicht)

    Im Glacier Express zieht die schmelzende Alpenwelt am Panoramafenster vorbei – und Albert Jörimann blickt zurück auf 25 Jahre Kommentararbeit „aus neutraler Sicht“. Ein Abschiedsgespräch über Produktivkräfte, Klassenfragen, Klimaversagen, politische Renovation und den Versuch, trotz allem nicht im Kulturpessimismus zu versinken. Ein Gespräch über eine bröckelnde Welt – und den eigensinnigen Luxus, trotzdem klar zu denken. https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=10838

  10. 6

    Neuer Sonderforschungsbereich an der FSU Jena: VirusRevolution

    Im Mai 2026 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben, dass an der Universität Jena ein neuer Sonderforschungsbereich eingerichtet wird, der den Titel trägt VirusRevolution – Dekodierungswerkszeuge für die Virusforschung. Sprecherin dieses Sonderforschungsbereichs ist die Bioinformatikerin Manja Marz von der Fakultät für Mathematik und Informatik und dort dem Institut für Bioinformatik. Mit Manja Marz hat Reino sich am Telefon über den Sonderforschungsbereich und ihren Forschungsgegenstand unterhalten und sie zuerst einmal gefragt, wie man das als Wissenschaftlerin empfindet, wenn man einen solchen Sonderforschungsbereich „bekommt“ und dessen Sprecherin ist.

  11. 5

    Bildungspolitik der AfD Sachsen-Anhalt ist wissenschaftlich an vielen zentralen Punkten nicht tragfähig

    Vielleicht kommt es der AfD ja gar nicht darauf an, ob man ihr Wahlprogramm liest. Wenn sie es denn aber aufschreibt, sollte sie es ja wohl ernst meinen. Deshalb ist es wie bei den anderen Parteien auch notwendig zu untersuchen, ob die Faktenbasis zutrifft und es dem heutigen Wissen entspricht. Lars Meyer-Jenßen ist Professor für pädagogische Psychologie an der HMU in Erfurt und hat den bildungspolitischen Teil des AfD-Programms in Sachsen-Anhalt wissenschaftlich untersucht. Mit ihm hat sich Reino über die wesentlichen Ergebnisse dieser Betrachtung unterhalten.

  12. 4

    Sparen an der Psychotherapie – mit welchen Folgen?

    Im Juli 2026 wurde das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz beschlossen. Änderungen sind auch für den Bereich der Psychotherapie geplant. Im Gespräch bei Radio F.R.E.I. erklärt die Erfurter Psychotherapeutin Janine Manthey, welche Auswirkungen Budgetierung und Honorarregelungen auf Praxen, Wartezeiten und Patient:innen haben könnten. Außerdem geht es um die Frage, ob sich durch die Reform tatsächlich Kosten sparen lassen – oder ob langfristig höhere Ausgaben für das Gesundheitssystem entstehen.

  13. 3

    Buchbesprechung | „Nemesis Töchter – 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt“ (2 Teile)

    Lia spricht in dieser Sendereihe mit Gästinnen über Bücher. Bücher, die etwas in ihr bewegt haben. Und den Auftakt macht „Nemesis Töchter – 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt“ von Tara-Louise Wittwer. Und warum ausgerechnet das? Weil der Name schon verrät: Es geht um Wut! Um Female Rage! Und diese Rage ist ein Motor für Veränderung - für ein „nicht mehr hinnehmen“. Aber genau die wurde vielen Frauen abtrainiert. Besonders als Frau bin ich darauf konditioniert hinzunehmen, nicht anzuecken. Dabei ist sie vor allem eins: eine Reaktion auf Ungerechtigkeit. Und genau diese geballte, gesammelte und vor allem sichtbare Wut ist ein guter Ausgangspunkt für diese Reihe - als treibende Kraft für Veränderung!

  14. 2

    Extrem Temperaturen im Sommer - Ein Interview mit Bernhard Mühr (Diplommeteorologe)

    41,8 Grad Celsius ist der neue offizielle Temperaturrekord für Deutschland. Gemessen am 30. Juni 2026 in Sachsen-Anhalt, während einer Hitzewelle über weite Teile West- und Mitteleuropas. Wir sprachen mit Bernhard Mühr - Diplommeteorologen und Co-Autor eines Berichts des Karlsruher Institut für Technologie zu dieser Hitzewelle - über die wissenschaftlichen Hintergründe und Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Infrastruktur.

  15. 1

    Über die Sozialpolitik der AfD

    Die Handreichung "was wäre, wenn ...?" der Diakonie Mitteldeutschland war der Anlass, Steffen Mikolajczyk - Referent für Grundsatzfragen für Sozialpolitik und Sozialplanung - zu einem Interview einzuladen. Welche Bereiche betreffen die Sozialpolitik, inwiefern möchte eine AfD in Sachsen-Anhalt in bestehende Regelungen eingreifen? Welche Rolle spielen Inklusion und Bildung? Und noch mehr Themen werden im Interview mit Steffen Mikolajczyk aufgegriffen.

  16. 0

    #ef0407Collage: Eindrücke der Konferenz “Bevor es zu spät ist.” vom 03.06.2026

    Bereits am 03. Juli 2026 reisten viele Menschen nach Erfurt, um gegen den AfD-Bundesparteitag zu demonstrieren. Am Erfurter Zughafen luden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Konferenz "Bevor es zu spät ist" ein. Es ging um Themen wie ein mögliches AfD-Verbot, den neuen Faschismus und aggressive Männlichkeit. Mehrere hundert Menschen waren gekommen. Radio F.R.E.I. hat mit einigen von ihnen gesprochen - darunter Demokratie-Theoretikerin Franziska Martinsen und Soziologe Harmut Rosa.

  17. -1

    Konferenz „Bevor es zu spät ist. Wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr“ | Interview mit Silke van Dyk

    Warum erstarkt die AfD – und welche Antworten kann die Wissenschaft auf die aktuelle Rechtsverschiebung geben? Darüber spricht die Soziologin und Mitorganisatorin Silke van Dyk im Interview mit Radio F.R.E.I. Anlass ist die Konferenz „Bevor es zu spät ist“, die parallel zum AfD-Bundesparteitag in Erfurt stattfindet. Van Dyk erläutert, warum Wissenschaft gerade jetzt den öffentlichen Raum suchen sollte, weshalb der Erfolg der AfD auf tiefere gesellschaftliche Ursachen verweist und warum sie trotz der aktuellen Entwicklungen Anlass zur Hoffnung sieht.

  18. -2

    Was macht eigentlich... die AfD?

    Andreas Kemper spricht im Interview über den am Wochenende anstehenden Bundesparteitag der AfD in der Erfurter Messe. Das Gespräch dreht sich um die Fragen, worum es inhaltlich beim Bundesparteitag gehen wird, welche Fraktionen innerhalb der Partei miteinander ringen und welchen Einfluss der Thüringer Landesverband der Partei hat.

  19. -3

    AfD Verbot jetzt! Warum ein Verbot der AfD sinnvoll und möglich ist – und was wir in Thüringen dafür tun (Mitschnitt)

    Die Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag lud am 23. Juni 2026 zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion in den Erfurter Club "Franz Mehlhose" ein. Als Gast referierte Chan-jo Jun, Rechtsanwalt und stellvertretendes nichtberufsrichterliches Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs. Er gehört zu den profiliertesten juristischen Stimmen, die in einem Verbotsverfahren unabhängig vom Ausgang einen Nutzen für die Demokratie sehen, da das Prüfungsverfahren Anpassungsprozesse in Gang setzt, die entweder zu einer weiteren Radikalisierung und damit zu einem Verbot oder zu einer Abspaltung und Demokratisierung führen können. Unter Umständen kann die Einleitung des Verfahrens von einer Ermessensreduktion bestimmt sein. Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag stellte den Antrag der Thüringer Linksfraktion zum Verbot der AfD vor und moderierte den Abend. Radio F.R.E.I. wurde der Mitschnitt bis auf die Publikumsdiksussion zur Verfügung gestellt.

  20. -4

    "Es geht hier um Menschen..." | Interview über die Anerkennung vom Todesopfern rechter Gewalt

    Im vergangenen Jahr wurde eine unabhängige Studie zu Todesfällen mutmaßlich rechter Gewalt in Thüringen seit 1990 vorgelegt. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass es im Freistaat mindestens zehn Todesopfer rechter Gewalt gibt – offiziell anerkannt ist bislang nur ein Fall. Im Gespräch erläutert Franziska Schestak-Haase von Ezra, der Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, warum die Aufarbeitung auch Jahrzehnte später wichtig ist und welche Konsequenzen nun für Politik, Behörden und die Erinnerungskultur folgen sollten.

  21. -5

    „Angst kann nicht die Lösung sein“ – Medine Yilmaz über Kultur, Zusammenhalt und den Umgang mit dem Rechtsruck

    Wie bleibt man handlungsfähig, wenn rechte Positionen immer stärker werden? Für Medine Yilmaz lautet die Antwort: Menschen zusammenbringen. Während in Erfurt der AfD-Bundesparteitag stattfindet, setzt sie auf eine andere Form des politischen Zeichens: gemeinsames Tanzen und Feiern. Deshalb organisiert sie für den 4. Juli die Veranstaltung "Wir feiern unser Dasein" in der Erfurter Barfüßerruine. Im Interview spricht sie über ihre langjährige politische Arbeit, den Umgang mit Ängsten und darüber, warum gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht nur auf Demonstrationen entsteht, sondern auch auf der Tanzfläche.

  22. -6

    "Alle hassen Nazis": Die Band KAFVKA im Interview

    Wenn die Tanzfläche bei einem Song nur FLINTA* gehört und Cis-Männer Platz machen müssen, dann gibt es nicht viele Möglichkeiten, welche Band gerade spielt. Bei welcher das aber selbstverständlich ins Repertoire gehört, ist KAFVKA aus Berlin. Vor ihrem Konzert im Erfurter Club Kalif Storch am 17. Mai 2026 lassen die Bandmitglieder Alessio, Jonas und Philipp noch einmal ihre Tour "KAFVKA FÜR ALLE" Revue passieren. Sie erzählen, warum Awareness auf ihren Konzerten besonders wichtig ist und wie ihre Solo-Projekte in KAFVKA einfließen. Als politische Band sprechen sie außerdem über die bevorstehenden Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag am 4. Juli in Erfurt und über das Spannungsfeld zwischen Palästina-Solidarität und Antisemitismus-Vorwürfen.

  23. -7

    „Wenn der Vorhang fällt – steht der Kulturjournalismus vor dem Aus?" mit der freien Journalistin Blanka Weber (Serie 1487: Unter Drei – Die Radio F.R.E.I. Medienwerkstatt)

    Blanka Weber arbeitet seit mehreren Jahrzehnten als freie Autorin und Journalistin beim Deutschlandfunk, MDR Klassik oder MDR Kultur. Im Gespräch spricht sie über ihre Jugend in Südthüringen in den 1980er Jahren, über ihren Neuanfang nach dem Mauerfall und wie sie von der Welt der Nachrichten in die Welt der Kultur kam. Schwerpunkt des Gesprächs ist die Frage, wie es mit der kulturellen Berichterstattung weitergeht, wenn z. B. ein Sender wie MDR Klassik Ende des Jahres eingestellt wird.

  24. -8

    Die Stadt als Labor neuer Politik. Und als Kampfplatz alter Interessen. (Serie 1300: Zangenkrise)

    Silke van Dyk über Neuen Munizipalismus, Barcelona als „wärmenden Leuchtturm“ und die harte Frage, was von radikaler Stadtpolitik übrig bleibt, wenn Privateigentum, Verwaltung und Markt zurückschlagen. Ein Gespräch über Gemeingüter, sorgende Städte und Beteiligung, die mehr sein muss als Lückenfüllen im Sozialstaat. Zwischen Hoffnung und Scheitern wird klar: Wer Stadt verändern will, braucht mehr als gute Ideen – nämlich Macht, Ausdauer und Menschen, die dranbleiben.

  25. -9

    "Schrei nach Liebe", "Drei Rote Pfiffe" und mehr - Es singt der Antifaschistischer Chor Erfurt

    Seit Beginn des Jahres treffen sich jede Woche singbegeisterte Menschen zum gemeinsamen Proben. Was sie eint: Anfang Juli ein lautes Zeichen für Weltoffenheit zu setzen, wenn sich die AfD zum Bundesparteitag in der Erfurter Messe treffen möchte. Radio F.R.E.I. war an einem Sonntag im Mai bei der Probe des Chores "Rotkehlchen" dabei - hört hier ein Gespräch mit zwei der Organisatorinnen und eine Umfrage unter den Sänger*innen.

  26. -10

    „Die AfD ist nicht die Mehrheit der Gesellschaft...“ | Interview mit dem Bündnis "Zusammenstehen"

    Am 4. und 5. Juli soll der AfD-Bundesparteitag in der Messe Erfurt stattfinden – ein Ereignis, das bereits im Vorfeld für Diskussionen und Proteste sorgt. Im Interview spricht ein Vertreter vom Bündnis „Zusammenstehen – vielfältig, solidarisch, weltoffen“ über die Entstehung der Protestbewegung und die schnelle Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure in Erfurt. Es geht um geplante Aktionen rund um das Wochenende Anfang Juli, organisatorische Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit Stadt und Behörden. Außerdem wird die politische Bedeutung des Parteitags und die Stimmung in der Stadt beleuchtet.

  27. -11

    „Widersetzen“ in Erfurt: Auftakt gegen den AfD-Bundesparteitag

    Anlässlich des diesjährigen AfD-Bundesparteitags hat sich in Erfurt eine Lokalgruppe des Bündnisses „Widersetzen“ gegründet. Zum Auftakttreffen am 28. April 2026 im Nerly kamen über 400 Interessierte, um sich über geplante Protestaktionen und die Arbeit zu informieren. Das gemeinsame Ziel sei es, am Aktionswochenende im Juli ein deutliches Zeichen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft zu setzen. Man wolle zeigen, dass Thüringen nicht nur aus „Braun und Höcke“ besteht, sondern viele Menschen beheimatet, die sich aktiv gegen menschenfeindliche Ideologien wehren. Langfristig soll die Vernetzung über den Parteitag hinaus als dauerhafte Bewegung für eine gerechte Gesellschaft bestehen bleiben.

  28. -12

    "Aus neutraler Sicht" von Albert Jöriman - Die letzte Sendung (Serie 49: Aus Neutraler Sicht)

    Seit ich vor 25 Jahren mit den Beiträgen aus neutraler Sicht begonnen habe, hat sich Vieles verändert. Alles andere wäre ja auch besorgniserregend, und so kann ich meine Tätigkeit als Kommentator beenden mit der beruhigenden Einsicht, dass auch in Zukunft kein Stein auf dem anderen bleiben wird, metaphorisch gesprochen; mit einem tatsächlichen Erdbeben oder mit einem Krieg rechne ich in Zentral- und Westeuropa nicht, wenn sich auch einige Gruppen alle Mühe geben, einen solchen anzuzetteln, vor allem die Polinnen brennen ganz offensichtlich darauf, ihre offenen Rechnungen mit Russland definitiv zu begleichen, und zwar mit den Mitteln der Nato und der Europäischen Union.

  29. -13

    „Am Ende sagen sie: Die Polizei kann mich nicht schützen.“ | Über die hohe Dunkelziffer bei Gewalt gegen Frauen

    Gewalt im häuslichen Umfeld bleibt oft unsichtbar. Eine bundesweite Dunkelfeldstudie zeigt, wie verbreitet sie ist – und wie selten Betroffene Anzeige erstatten. Der Beitrag beleuchtet Gründe dafür: Angst vor Eskalation, Abhängigkeiten und strukturelle Hürden im Hilfesystem. Gleichzeitig geht es um Unterstützungsangebote – und darum, warum sie bekannter werden müssen. Sabine Guntau von der Thüringer Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention und Viola Worsch, Beraterin beim Weißen Ring und Aktive im Netzwerk gegen Feminizide Thüringern, kommen zu Wort.

  30. -14

    Nutzung sozialer Medien aus psychologischer Sicht - Gespräch mit Charlotte Rosenbach, HMU Erfurt

    Soll die Nutzung sozialer Medien eingeschränkt werden? Bei dieser Frage geht vornehmlich darum, welche Schäden die Nutzung oder eine besonders exzessive Nutzung zur Folge hat oder haben kann. Was sagen die verschiedenen Wissenschaftszweige dazu? Reino hat sich zunächst die psychologische Seite angesehen und sich hierüber mit Prof. Dr. Charlotte Rosenbach von der Health and Medical University (HMU) in Erfurt unterhalten.

  31. -15

    Zeitzeugin Liliana del Monte - 1944: Deutsche Militärpolizisten erschossen ihre Familie, doch sie überlebte

    Liliana del Monte überlebte im Jahr 1944, als 11-Jährige, ein Massaker im kleinen Ort Bettola. Partisanen hatten versucht eine Brücke zu sprengen, deutsche Militärpolizisten erklärten daraufhin das anliegende Wirtshaus zum „Partisanennest“ und töteten etwa 30 Menschen, darunter die Familie von Liliana. Liliana erzählt, wie sie aufwuchs, wie sie das Massaker erlebte und überlebte, wie ihr Leben weiter ging und warum sie sich erst in den 1990er Jahren dazu entschied ihre Geschichte zu erzählen. Warum hat ein deutscher Polizist sie „gerettet“? Was geschah auf der anderen Straßenseite mit den Menschen aus dem Wirtshaus? Lohnten sich Partisanenaktionen, wenn ein Massaker als Vergeltung drohte?

  32. -16

    Über Zulassungen, Vertrauen bei den Hörer:innen und (fehlende) journalistische Standards | NIUS macht nun auch in Thüringen Radio

    Seit dem Spätsommer 2025 ist NIUS-das Radio auch über DAB+ in Thüringen empfangbar. Dahinter steht das vom ehemaligen BILD-Chefredakteur Julian Reichelt gegründete gleichnamige Onlineportal. Die selbsternannte „ „Stimme der Mehrheit““ macht vor allem mit stark meinungsgetriebenen, populistischen und teils rechten Inhalten gezielt politische Stimmung gegen Minderheiten, etablierte Medien, Wissenschaft und alles, was für eine vielfältige Gesellschaft steht.

  33. -17

    Der neue Medienrat und seine Bedeutung - Gespräch mit Minister Stefan Gruhner aus der Thüringer Staatskanzlei

    Im Reform-Staatsvertrag der Bundesländer ist mit dem Medienrat ein neues Gremium eingerichtet worden. Es agiert unabhängig, kontrolliert die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags und gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung. Seinen Sitz hat der Medienrat in Weimar. Für Reino von Radio F.R.E.I. war das Grund genug, sich mit Minister und Thüringer Staatskanzleichef Stefan Gruhner über den Medienrat, seine Aufgaben, aber auch über die Bedeutung und den Reformbedarf von öffentlich-rechtlichen Medien, zu unterhalten.

  34. -18

    Korrespondenten - als Satellit in der Nachrichtenwelt mit Iris Mayer (Süddeutsche Zeitung) (Serie 1487: Unter Drei – Die Radio F.R.E.I. Medienwerkstatt)

    Seit 2022 ist Iris Mayer für die Süddeutsche Zeitung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterwegs. Als Korrespondentin arbeitet sie weitestgehend losgelöst von ihrer Redaktion in München und berichtet über das Geschehen in den drei Ländern. In “Unter Drei” erzählt sie, wie sie diesen Tanz auf mehreren Hochzeiten meistert und was sie am Nachrichtengeschäft fasziniert.

  35. -19

    Honorar-Kürzungen bei Psychotherapeut:innen: Demo vor dem Thüringer Landtag

    Die Suche nach einem Therapie-Platz ist für psychisch Erkrankte in der gesetzlichen Krankenversicherung eine Herausforderung. Patient:innen müssen teils monatelang warten. Dass trotzdem ab April bei den Honoraren für Psychotherapeut:innen gekürzt wird, macht die Teilnehmenden der Demo am 25. März 2026 vor dem Thüringer Landtag wütend.

  36. -20

    "Es war klar, dass es eine hohe Zahl werden wird." | Mobit über Konzerte der rechten Szene in Thüringen

    Mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor: 100 extrem rechte Musikveranstaltungen zählte die Mobile Beratung (Mobit) im Jahr 2025 in Thüringen. Anfang März ist die aktuelle Chronik erschienen und Stefan Heerdegen von Mobit geht im Gespräch näher auf die Zahlen ein. Im Zentrum steht dabei ein Ort: Brattendorf im Landkreis Hildburghausen - "der Versuch einer rechten Erlebniswelt, fast so ein Nazi-Disneyland".

  37. -21

    "Es war klar, dass es eine hohe Zahl werden wird." | Mobit über Konzerte der rechten Szene

    Seit 2007 erstellt die Mobile Beratung in Thüringen – für Demokratie gegen Rechtsextremismus (Mobit) eine Chronik extrem rechter Konzerte. Anfang März ist die aktuelle Chronik erschienen für das vergangene Jahr. Das Ergebnis: 100 extrem rechte Musikveranstaltungen in Thüringen 2025. Doppelt so viele wie letztes Jahr und so viele wie noch nie. Im Zentrum steht dabei ein Ort: Brattendorf im Landkreis Hildburghausen. Stefan Heerdegen von Mobit geht im Gespräch näher auf die Zahlen ein. Hat ihn das Ergebnis überrascht?

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