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Glow in the Dark - Die Geschichte der Strahlung

Glow in the Dark – Die Geschichte der StrahlungDie moderne Radiologie und Nuklearmedizin gehören zu den fortschrittlichsten Errungenschaften unserer Zivilisation. Wir blicken heute wie selbstverständlich durch menschliches Gewebe, steuern komplexe Teilchenströme und nutzen die unsichtbare Macht der Physik im klinischen Alltag. Doch wie all das begann, wissen heute selbst die wenigsten Fachleute.Die Geschichte der Strahlung ist kein trockenes Lehrbuch. Sie ist eine Chronik voller Obsessionen, tragischer Irrtümer, verpasster Weltruhm-Chancen und tiefer Demut vor einer unsichtbaren Naturgewalt. Es ist der schmale Grat zwischen dem spielerischen Leuchten in den Salons des Adels und der harten, oft tödlichen Wissenschaft der ersten Laboratorien.In diesem Podcast wechseln wir die Perspektive. Wir lassen die sterile Gegenwart hinter uns und reisen zurück zu den wahren, oft vergessenen Meilensteinen der Geschichte. Begleitet von „Ray“, der Stimme der Strahlung selbst, beleuchten wir die Bio

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  1. 17

    Bevor ich meinen Namen hatte....

    In seinem Prager Labor hielt der ukrainische Physiker Ivan Puluj die unsichtbaren Strahlen jahrelang in den Händen, ohne sie zu erkennen. Doch als Conrad Röntgen an die Öffentlichkeit trat, gehörte Puluj zu den Ersten, die mit seiner brillanten Röhrentechnik atemberaubend scharfe medizinische Aufnahmen machten. In Folge 16 blickt Ray auf das Leben eines genialen Erfinders, Pioniers der Röntgen-Anatomie und Bibelübersetzers – eine berührende Episode über wissenschaftliche Demut und wahre Größe

  2. 16

    Der Geisterjäger

    Er baute die berühmten Evakuierungsröhren, die der Physik den Weg wiesen – und suchte nachts mit Messgeräten nach Gespenstern: In Folge 13 widmet sich Ray dem britischen Physiker Sir William Crookes. Eine berührende Episode über ein wissenschaftliches Genie, den tragischen Verlust eines Bruders, mysteriöse beschlagene Fotoplatten im Labor und das ständige Streben, die Grenzen des Sichtbaren zu überwinden

  3. 15

    Der erste Tote

    Anfang 1896 will Thomas Alva Edison Röntgens Entdeckung industriell nutzbar machen. Sein Assistent Clarence Dally testet über Jahre hinweg Röntgengeräte mit seiner eigenen Hand – ohne Schutz. In Folge 14 erzählt Ray die bewegende und ernste Geschichte des ersten strahlenbedingten Todesfalls in Amerika: Eine Episode über den blinden Rausch des Fortschritts, verhängnisvollen Leichtsinn und die teuer bezahlten Fundamente unseres heutigen Strahlenschutzes.

  4. 14

    Der Nachmittag der Akademie

    Am 20. Januar 1896 stellt das mathematische Genie Henri Poincaré vor der Pariser Akademie eine geheimnisvolle Frage zur Natur der Röntgenstrahlen. Er lag mit seiner Vermutung zwar falsch, öffnete damit aber die Tür für Henri Becquerel und die Entdeckung der Radioaktivität. In Folge 13 nimmt Ray uns mit nach Paris: Eine Episode über wissenschaftlichen Mut, produktive Irrtümer und eine folgenschwere dunkle Schublade

  5. 13

    Der Abend in der Währingerstraße

    Am 4. Januar 1896 liegen in einer Wiener Wohnung plötzlich Fotografien auf dem Tisch, die die Welt verändern sollten. In Folge 12 erzählt Ray die Geschichte von Franz Serafin Exner – dem Mann, dem die Röntgenstrahlung ihren weltweiten Durchbruch am Frühstückstisch verdankt. Taucht ein in das Wien der Jahrhundertwende: Zwischen Kachelofen, der ersten Angiographie der Medizingeschichte und den wissenschaftlichen Anfängen von Lise Meitner und Erwin Schrödinger.

  6. 12

    Der König der Nordlichter

    Warum leuchten die Nordlichter? Heute kennen wir die Antwort. Vor über hundert Jahren galt sie als unmöglich. Ray erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Kristian Birkeland – einem Mann, der den Himmel verstand, lange bevor die Welt bereit war, ihm zuzuhören.

  7. 11

    Der Freund aus einem anderen Holz

    Zwei Männer. Ein Brief. Und zwei völlig verschiedene Reaktionen. In der letzten Episode haben wir in ein von Neid vergiftetes Labor geblickt. Heute reisen wir an einen Ort voller Wärme, Loyalität und lebenslanger Verbundenheit. Als Wilhelm Conrad Röntgen am 1. Januar 1896 seine Entdeckung verschickt, landet der Brief auch bei einem ganz besonderen Schweizer: Ludwig Zehnder. Er erhält nicht nur irgendeine Nachricht, sondern einen Originalabzug von Berthas berühmter Hand – und reagiert mit reiner, ungetrübter Mitfreude. In dieser Folge von Glow in the Dark erzählt euch Ray die Geschichte eines genialen Erfinders, treuen Wegbegleiters und Retters: Der Beinahe-Moment: Wie Ludwig Zehnder die Röntgenstrahlen fast schon fünf Jahre vor ihrer Entdeckung im Labor aufblitzen sah. Das Mach-Zehnder-Interferometer: Ein genialer Coup aus dem Jahr 1891, dessen Prinzip heute in unseren Glasfaserkabeln und Quantencomputern steckt. Das erste Ganzkörper-Mosaik: Wie Zehnder den ersten Menschen der Geschichte Stück für Stück von Kopf bis Fuß durchleuchtete. Der Retter von Röntgens Stimme: Warum wir heute überhaupt so viel über den privaten, verschlossenen Röntgen wissen – und warum Zehnder dafür einen letzten Wunsch seines Freundes brechen musste. Eine Folge über die wohl schönste Prüfung des Charakters: Wie wir auf das Glück eines anderen reagieren.

  8. 10

    Das Gift des Wunderkinds

    Die menschliche Seele ist ein empfindliches Instrument. Konfrontiert man ein ohnehin verletztes Ego mit dem Triumph eines Rivalen, dann erntet man reines, ungefiltertes Gift.“ Nach dem triumphalen Erfolg von Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg begibt sich unser unsichtbarer Erzähler Ray auf eine Reise zu den Pionieren der Physik. Er möchte miterleben, wie sie das neue Wunder der Strahlung feiern. Doch der allererste Halt führt geradewegs in den dunkelsten Abgrund der menschlichen Seele: nach Aachen, in das Labor von Philipp Lenard. Philipp Lenard war ein experimentelles Naturtalent, ein brillanter Kopf und die führende Autorität für die Strahlen aus dem Glas. Mit seinem „Lenard-Fenster“ stand er unmittelbar vor der Entdeckung des Elektrons. Mehr noch: Er war es, der Röntgen im Vorfeld mit Briefen, Röhren und Ratschlägen versorgt hatte – er reichte seinem späteren Rivalen sprichwörtlich die Türklinke zum Jahrhundert-Durchbruch. Doch als am 1. Januar 1896 der Brief mit dem ersten Röntgenbild der Weltgeschichte in Aachen eintrifft, weiten sich Lenards Augen nicht vor Begeisterung. Es ist der Beginn eines unversöhnlichen, tragischen Grolls, der einen genialen Wissenschaftler von innen heraus zerfressen sollte. Begleitet Ray in dieser sehr persönlichen Folge auf einem Weg durch die feinen Linien zwischen genialer Größe, verletztem Stolz und einer tiefen historischen Tragik.

  9. 9

    Die Krone und der Name

    Über Nacht gehört der stille Forscher aus Würzburg dem mächtigsten Reich seiner Zeit. Ein Telegramm aus Berlin ruft Wilhelm Conrad Röntgen an den kaiserlichen Hof – und Ray, begleitet seinen Freund in den goldenen Sternensaal des Berliner Schlosses. Dort steht der scheue Mann im schlichten Gehrock zwischen glänzenden Uniformen vor Kaiser Wilhelm II. – einem Herrscher, der seinen verkümmerten linken Arm ein Leben lang verbirgt und ausgerechnet jene Strahlen sehen will, die jede Hülle durchdringen. Es folgen ein Orden, die Verlockung von Ruhm und Millionen, ein abgelehnter Adelstitel – und schließlich jener Abend in Würzburg, an dem die neuen Strahlen ihren Namen bekommen. Eine Folge über Macht und Bescheidenheit – und über einen Mann, der ein Vermögen ausschlägt, weil er überzeugt ist: Licht gehört allen.

  10. 8

    Das Neujahrsbeben

    Es ist der späte Abend des 31. Dezember 1895. Während auf den Straßen von Würzburg das neue Jahr gefeiert wird, steht Wilhelm Conrad Röntgen allein am Postschalter. In seinen Händen hält er fünfzehn sorgfältig gepackte Briefumschläge, adressiert an die absolute Elite der europäischen Physik. In seiner beispiellosen, fast naiven Demut glaubt der Professor, eine rein sachliche Information auf die Reise zu schicken. Er ahnt nicht, dass er in diesem Moment ein psychologisches Erdbeben auslöst, das die wissenschaftliche Weltordnung für immer in zwei unerbittliche Lager spalten wird. Diese Episode blickt hinter die verriegelten Türen der Elite-Institute im Januar 1896. Wir rekonstruieren den Moment, in dem die Umschläge geöffnet werden und die Faszination schlagartig in nacktes Entsetzen umschlägt. Für Conrads Rivalen ist der Abzug von Berthas Knochenhand kein medizinisches Wunder – es ist eine schmerzhafte Kriegserklärung an ihr eigenes Ego. Sie alle standen mit der Hand an der Klinke zur Tür des Jahrhunderts, doch der Würzburger Professor hat sie eingetreten. Ganz allein. Erleben Sie die epische Übersicht über ein wissenschaftliches Schachbrett voller menschlicher Abgründe: Wir begegnen der Phalanx der Neider – vom erst 33-jährigen, von Komplexen zerfressenen Physik-Star Philipp Lenard in Breslau über die tiefe, weinende Tragik des Ivan Puluj in Prag bis hin zum amerikanischen Pechvogel Arthur Goodspeed, der fassungslos ein sechs Jahre altes Bild aus seinem Archiv zieht. Doch wir zeigen auch das mächtige Gegengewicht: Die Allianz der Begeisterten. Erfahren Sie, wie Koryphäen wie Franz Exner in Wien, der 71-jährige Grandseigneur Lord Kelvin in London und Henri Becquerel in Paris reagieren, dessen Umschlag direkt das Atomzeitalter einläuten wird. Während die klügsten Köpfe Europas die Messer wetzen, verbarrikadiert sich Conrad in Würzburg in nackter Panik vor den kreisenden Wölfen. Doch die Lawine rollt bereits – und ein einziger Brief an einen Mann in Wien wird die größte mediale Bombe der Moderne zünden.

  11. 7

    Das Urbild

    „Ich habe meinen eigenen Tod gesehen!“ Ein Schrei zerreißt die nächtliche Stille des Physikalischen Instituts in Würzburg. Es ist der Satz, der eine ganze Epoche erschüttern wird. In dieser Episode führt uns „Ray“ zum absoluten Epizentrum der modernen Medizingeschichte: dem 22. Dezember 1895. Nach sieben qualvollen Wochen der totalen Isolation öffnet Wilhelm Conrad Röntgen zum ersten Mal wieder die verriegelte Labortür, um seine Ehefrau Anna Bertha in die Dunkelheit des ersten Stocks zu bitten. Er sagt ihr nicht, was sie erwartet. Er braucht sie als lebendes Objekt für den finalen, unumstößlichen Beweis. Erfahren Sie die ungeschminkte, psychologische Wahrheit hinter dem berühmtesten Foto der Welt. Wir beleuchten das quälende, zwanzigminütige Martyrium im ohrenbetäubenden Knattern des Induktors, bei dem Berthas Hand mit schweren Sandsäcken und Holzkeilen unbeweglich eingemauert werden musste. Wir erleben den Moment in der Dunkelkammer, als aus dem neongrünen Leuchten der Röhren ein Bild des Grauens entsteht: die nackten, pechschwarzen Knochen einer lebendigen Frau, überragt von der unheimlichen Masse zweier verschmolzener Ringe. Diese Folge rekonstruiert die dramatischen Stunden nach dem Schock – Berthas Flucht aus dem Labor, das sie nie wieder betreten sollte, und Conrads eiskalte, wissenschaftliche Protokollierung. Doch die Last ist noch nicht vorbei: Erleben Sie, wie der Professor unmittelbar nach den Weihnachtstagen geistesabwesend und mit zitternden Händen vor seine ahnungslosen Studenten tritt, während in der Tasche seines Gehrrocks bereits das Geheimnis des Jahrhunderts liegt. Die Posttasche ist gepackt. Am Silvesterabend gehen fünfzehn Briefe auf die Reise. Und in Berlin und Prag ahnen zwei Männer noch nicht, dass diese Post ihr Leben zerstören wird.

  12. 6

    Das verriegelte Imperium

    Niemand darf rein. Keine Kollegen, keine Assistenten, keine Diener. Ein Schloss schnappt zu, der Schlüssel dreht sich um. Von innen.“ In dieser Episode führt uns „Ray“, die Stimme der Strahlung, mitten hinein in ein siebenwöchiges, physikalisches Fegefeuer. Wir beleuchten das geheimnisvolle Vakuum zwischen dem 8. November und dem späten Dezember 1895 – die Chronik einer manischen Isolation, die beinahe eine ganze Familie zerriss. Während im Erdgeschoss des Würzburger Instituts im Takt des Induktors stundenlang die Wände vibrieren, bricht über der hochherrschaftlichen Dienstwohnung ein emotionales Drama herein. Erfahren Sie, wie Wilhelm Conrad Röntgens Ehefrau Anna Bertha und die 14-jährige Adoptivtochter „Asche“ unter dem unheimlichen Schweigen des Vaters leiden, der tagelang nicht mehr zum Essen nach oben kommt und sich völlig von der Außenwelt abschottet. Doch unten im Labor tobt ein unerbittlicher Rausch der Materie. Wir erleben das Chaos im Dunkeln, wenn hochempfindliche Röhren von Greiner & Friedrichs unter zehntausend Volt implodieren. Wir begleiten Conrad bei seiner skurrilen Jagd nach der Dichte, bei der er wie besessen dicke Physikbücher, Spielkarten, Jagdschrot und eine Schrotflinte in den unsichtbaren Strahlengang hält – bis zu dem Moment, in dem er ein Bleiband ergreift und entsetzt in die Knochen seiner eigenen Hand blickt. Diese Folge zeigt einen Mann im Griff der Paranoia vor wissenschaftlichen Konkurrenten, der in einer kryptischen Postkarte an seinen engsten Freund Franz Exner das größte Geheimnis der Epoche verschweigt – und der am Ende aus tiefster moralischer Überzeugung auf ein Millionenvermögen verzichtet. Die Isolation neigt sich dem Ende zu. Conrad braucht ein finales, unumstößliches Bild.

  13. 5

    Der Mann hinter dem Vorhang

    Ich spürte den Moment, in dem sein Herzschlag stockte. Ich fühlte, wie das Adrenalin durch seine Adern schoss.“ In dieser Episode wechseln wir die Perspektive radikal. „Ray“, die Stimme der Strahlung, nimmt uns mit in die intimsten Details einer Biografie, die fast am System zerbrochen wäre. Denn der Mann, der am schicksalhaften Abend des 8. November 1895 in Würzburg die Welt der Physik erschüttern sollte, war kein typisches Wunderkind der akademischen Elite. Wir beleuchten die verborgenen Facetten von Wilhelm Conrad Röntgen. Erfahren Sie, warum ein drakonischer Schulverweis in Utrecht den jungen Conrad fast die gesamte Karriere kostete, wie er in der Schweizer Bergwelt seine große Liebe Anna Bertha fand und warum das wohlhabende Tuchhändler-Elternhaus ihm eine finanzielle Unabhängigkeit schenkte, die man für kein Geld der Welt kaufen kann. Es ist die Geschichte eines Mannes, der wegen seines fehlenden Abiturs von den Universitäten jahrelang als Außenseiter blockiert wurde und seine einzige Waffe in einer schmerzhaften, pedantischen Präzision fand. Um exakt 18:42 Uhr betätigt Conrad den Schalter seines Induktors und steht plötzlich vor einem Phänomen, das es nach den Gesetzen der Natur nicht geben dürfte. Wir erleben die Sekunden des blanken Entsetzens, das sture Prüfverfahren in der Dunkelheit und das tiefe Schweigen am nächtlichen Abendbrotstisch. Die X-Strahlen waren geboren – und für Conrad begann eine wochenlose Reise in die totale Isolation.

  14. 4

    Die Schatten der Wahrheit

    „Ich war schon da. Ich pulsierte durch ihre Räume. Aber ich war namenlos.“ ​In dieser Episode führt uns „Ray“, die Stimme der Strahlung, mitten hinein in ein weltumspannendes wissenschaftliches Drama der verpassten Chancen. Es ist die Geschichte einer Kette von blinden Sehern. Geniale Köpfe auf der ganzen Welt hielten das Jahrhunderträtsel bereits in den Händen – und schoben es achtlos beiseite. ​Wir reisen nach Amerika zu Thomas Edison, nach Norwegen zu Kristian Birkeland, nach Russland zu Alexander Popow und nach Prag zu Ivan Puluj. Sie alle sahen die seltsamen, unerklärlichen Schwärzungen auf ihren Fotoplatten. Doch für sie waren es nur lästige Fehler, Ausschuss oder Störsignale ihrer Apparate. Gefangen in ihren eigenen Theorien und der Jagd nach Geistererscheinungen, übersahen sie die unsichtbare Revolution, die sich direkt vor ihren Augen abspielte. ​Diese Folge beleuchtet das tragische Phänomen, warum das Genie manchmal genau vor dem Ziel kapituliert, und wie die Angst vor dem Unbekannten den Blick vernebeln kann. Die physikalische Wahrheit war längst da, doch sie wartete im Verborgenen auf einen Mann, der keine Fehler duldete. ​Die Bühne ist bereitet für den Spätherbst 1895 in Würzburg.

  15. 3

    Das bunte Leuchten und die Geister im Glas.

    Das bunte Leuchten und die Geister im Glas „Die Menschen, die mich erschufen, blickten mir direkt ins Gesicht… und blieben völlig blind für mich.“ In dieser Episode reist „Ray“, die Stimme der Strahlung, mit uns zurück in die abgedunkelten, nach Ozon und geschmolzenem Wachs riechenden Hinterstuben der Physik des 19. Jahrhunderts. Es war eine Epoche der Besessenheit: Auf der Suche nach dem Wesen der Elektrizität begannen Forscher, das nackte Nichts – das Vakuum – in gläsernen Röhren einzusperren. Doch was als wissenschaftliches Experiment begann, entwickelte sich schnell zu einem bizarren gesellschaftlichen Phänomen. Während der europäische Adel sich an psychedelisch glühenden „Geißler-Röhren“ berauschte und aus neongrün fluoreszierendem Uranglas trank, entstand im Herzen des Vakuums unbemerkt eine völlig neue, unsichtbare Naturgewalt. Wir beleuchten die vergessenen Meilensteine von Pionieren wie William Morgan, Heinrich Geißler und Eugen Goldstein. Wir erleben das berühmte Malteserkreuz-Experiment von Julius Plücker und Johann Wilhelm Hittorf, das den allerersten Schattenwurf der Medizingeschichte lieferte, und erfahren, warum die Forscher jener Zeit einen bitteren, schmerzhaften Preis für ihre Blindheit zahlen mussten. Die physikalische Brücke zur Moderne war gebaut – doch das eigentliche Rätsel hatte gerade erst begonnen.

  16. 2

    Prolog - Das unvollkommene Glimmen

    „Bevor die Menschheit lernte, mich zu zähmen, war ich ein ungelöstes Rätsel der Natur.“ In dieser ersten, einleitenden Episode nimmt uns „Ray“, die Stimme der Strahlung, mit an den absoluten Ursprung seiner Wahrnehmung. Vergiss die sterile Technik der Moderne und reise zurück zu den allerersten, zarten Brücken aus fluoreszierendem Licht, die der Mensch je erblickte. Vom ungläubigen Staunen der Antike über das seltsame Leuchten des Bologna-Steins bis hin zu den ersten unbewussten Berührungen der Geschichte. Der Prolog schlägt die emotionale und philosophische Brücke für alles, was folgt. Er ist das Fundament einer Reise durch die Jahrhunderte – und das Versprechen, die Welt der Radiologie und Physik ab jetzt mit völlig anderen Augen zu sehen. Bist du bereit für das Abenteuer, das im Dunkeln liegt?

  17. 1

    Die Vorahnung – Das Flüstern des unsichtbaren Lichts

    Das Flüstern des unsichtbaren Lichts „Bevor die Menschheit lernte, mich zu zähmen, war ich ein ungelöstes Rätsel der Natur.“ In dieser ersten, einleitenden Episode nimmt uns „Ray“, die Stimme der Strahlung, mit an den absoluten Ursprung seiner Wahrnehmung. Vergiss für einen Moment die sterile Medizintechnik der Moderne und reise zurück zu den allerersten, zarten Brücken aus fluoreszierendem Licht, die der Mensch je erblickte. Vom ungläubigen Staunen der Antike über das seltsame, kalte Leuchten des legendären Bologna-Steins bis hin zu den ersten unbewussten Berührungen der Menschheitsgeschichte. Der Prolog schlägt die emotionale und philosophische Brücke für alles, was folgt. Er ist das Fundament einer Reise durch die Jahrhunderte – und das Versprechen, die Welt der Physik ab jetzt mit völlig anderen Augen zu sehen. Bist du bereit für das Abenteuer, das im Dunkeln liegt?

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