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PODCAST · news

Jasmin Kosubek

Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.

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  1. 165

    Warum ich Nazi-Bilder malen MUSSTE

    Franz Ulrich Göttlicher ist Künstler und beschäftigt sich in seiner Arbeit mit sogenannten Gefühlserbschaften – emotionalen Prägungen, die Erfahrungen früherer Generationen in Familien hinterlassen können. Seine eigene Familiengeschichte ist eng mit Krieg, Flucht und Nationalsozialismus verbunden: Einer seiner Großväter war Wehrmachtssoldat, sein Vater erlebte als Kind Krieg und Vertreibung aus dem Sudetenland. Schon als Kind entwickelte Göttlicher eine starke Faszination für Krieg und Soldaten. Später, als Kunststudent, begann er über Jahre Bilder mit Wehrmachtssoldaten, Aufmärschen und nationalsozialistisch geprägter Ästhetik zu malen. Für ihn wurden diese Bilder zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte und den Gefühlen, über die dort lange kaum gesprochen wurde. Im Gespräch mit Jasmin spricht Göttlicher über die Scham gegenüber seinem Großvater, das Schweigen innerhalb seiner Familie und die psychischen Folgen, die ihn über viele Jahre begleitet haben. Er erzählt, warum er heute weder seinen Großvater verurteilen noch dessen Vergangenheit idealisieren möchte und weshalb für ihn gerade das Aushalten dieser Ambivalenz entscheidend ist. Davon ausgehend diskutieren die beiden, warum Nationalsozialismus und Faschismus bis heute emotional aufgeladen sind, welche Rolle politische Polarisierung von links und rechts dabei spielt und warum Göttlicher sowohl die Dämonisierung des politischen Gegners als auch die Sehnsucht nach nationaler Größe, Stärke und heroischer Bildsprache kritisch sieht. Es geht um Deutschland und Erinnerungskultur, den Ukrainekrieg und Russland, Patriotismus, Männlichkeit und schließlich um die Frage, ob unverarbeitete Erfahrungen einer Generation noch Jahrzehnte später Familien und Gesellschaft prägen können. 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:44 Scham für den eigenen Großvater 05:07 Als Kind vom Krieg fasziniert 12:15 Gefühlserbschaften und familiäres Schweigen 21:03 Die „Nazi-Bilder“ an der Kunstakademie 45:48 Der Weg durch den „inneren Faschisten“ 53:02 Was der Großvater im Krieg erlebt hat 01:03:02 Warum der Faschismus heute wieder Thema ist 01:15:24 Zwischen politischer Linker und Rechter 01:24:48 Darf man Deutschland lieben? 01:32:38 Faszination für Krieg und Heldentum 🔍 Franz Ulrich Göttlicher 📲 Instagram: https://www.instagram.com/franzgoettlicher 📲 Facebook: https://www.facebook.com/franzgoettlicher YouTube:  @franzulrichgottlicher4071  Website: https://franzgoettlicher.com

  2. 164

    Warum tun alle so, als wäre nichts?

    David Owusu ist Immobilienunternehmer, Vater und bezeichnet sich selbst als stolzen Deutschen mit ghanaischen Wurzeln. Er ist in Hamburg geboren und aufgewachsen und lebt heute in München. Mit seinem Unternehmen beschäftigt er rund 37 Mitarbeiter. Obwohl er gerne in Deutschland lebt und sich dem Land verbunden fühlt, beschäftigt ihn zunehmend die Frage, wie frei er als Unternehmer seine politischen Ansichten äußern kann, ohne geschäftliche Konsequenzen befürchten zu müssen.Im Gespräch mit Jasmin spricht Owusu über seinen Vertrauensverlust in Politik und Institutionen, seine Erfahrungen während der Corona-Zeit und die wirtschaftlichen Bedingungen für Unternehmer in Deutschland. Gleichzeitig geht es um Migration, Heimat und die Frage, was es heute bedeutet, deutsch zu sein. Owusu erzählt von Situationen, in denen ihm aufgrund seiner Hautfarbe das Deutschsein nicht selbstverständlich zugeschrieben wurde, und erklärt zugleich, warum auch er die Veränderungen durch Migration kritisch betrachtet. Ein Gespräch über politische Zweifel, gesellschaftliche Zugehörigkeit, Vorurteile und die Frage, wie Deutschland wieder mehr Perspektive für Menschen schaffen kann, die hier etwas aufbauen wollen.📖 Kapitel(00:00) Intro(00:36) Warum David Owusu in Deutschland bleibt(09:00) Angst, die eigene Meinung zu sagen(13:13) Deutschland aus Sicht eines Unternehmers(23:08) Corona und der Verlust von Vertrauen(39:25) Was bedeutet es, Deutscher zu sein?(48:13) Migration und das veränderte Stadtbild(01:04:55) Heimatverlust und kulturelle Zugehörigkeit(01:17:41) Ausbeutung, Lobbyismus und politische Verantwortung(01:22:41) Die größten Fehler als Unternehmer🔍 David Owusu YouTube:  @David_Owusu  📲 Instagram: https://www.instagram.com/david.kwasi Website: https://davidundjacques.de/uber-uns/david-owusu/ FOLGT MIR📲 Spotify: https://podcasters.spotify.com/pod/show/jasmin-kosubek📲 Odysee: https://odysee.com/@JasminKosubek:a📲 X: https://x.com/JasminKosubek📲 Instagram: https://www.instagram.com/jasminkosubek/📲 Telegram: https://t.me/jasminkosubek🌍 Meine Webseite: www.jasminkosubek.de💸 WERBEPARTNER🖊️Affiliate-Link "Hörner-Group": https://hoerner-group.de/?wpam_id=5 10% Rabatt auf deinen Einkauf mit dem Code: KOSUBEK10🌿Affiliate-Link "Direkt vom Feld": https://direktvomfeld.eu/?aca=665d8599c2a43d0d0dcce9c3Geschenk mit dem Rabattcode: JASMINPFEFFER🎥 Kamera & Schnitt: Philipp Brüschke 📧 [email protected]

  3. 163

    Muss Deutschland wirklich erst zusammenbrechen?

    Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaftslehre in Madrid und Vertreter der Österreichischen Schule. Er beschäftigt sich intensiv mit libertärer Wirtschaftstheorie und Javier Milei, den er persönlich kennt und dessen Zentralbankpräsidenten er zur möglichen Dollarisierung und Abschaffung der argentinischen Zentralbank beraten hat. In seinem Buch „Die Ära Milei“ setzt er sich mit Mileis Ideen, dem Anarchokapitalismus, Libertarismus und der Frage auseinander, wie Milei mit diesen Positionen zum Präsidenten Argentiniens aufsteigen konnte. Im Gespräch mit Jasmin geht es um die bisherigen Folgen von Mileis radikalem Reformkurs und die Frage, was ein vergleichbares Modell für Deutschland bedeuten würde. Bagus erklärt, warum er Steuern grundsätzlich als Zwang betrachtet, weshalb er staatlich organisierte Renten, Gesundheit und Bildung infrage stellt und warum er freiwillige Kooperation über den Markt für die bessere Alternative hält. Jasmin konfrontiert ihn mit den sozialen Folgen dieser Positionen: Kürzungen bei Rentnern und Kranken, Arbeitsplatzverlusten und der Frage, wie Menschen abgesichert werden sollen, die vom bestehenden System abhängig sind. Außerdem sprechen sie über Mileis sinkende Zustimmung, Korruptionsvorwürfe in seinem Umfeld, die Abhängigkeit Argentiniens vom IWF und schließlich über die radikalste Frage des Gesprächs: Braucht eine Gesellschaft überhaupt einen Staat? 📚 Buch von Philipp Bagus „Die Ära Milei: Argentiniens neuer Weg“ 👉 Zum Buch:https://amzn.eu/d/071dJ5LZ 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:49 Javier Milei persönlich und die Abschaffung der Zentralbank 06:18 Mileis Bilanz: Staatsausgaben, Inflation und Armut 14:38 Sozialabbau oder notwendige Reformen? 32:37 Libertarismus: Steuern, Staat und individuelle Freiheit 47:46 Können Gesundheit und Bildung dem Markt überlassen werden? 54:04 Rente, Sozialstaat und die Abhängigkeit vom Staat 59:39 Mileis Kulturkampf und die Chancen für Deutschland 01:09:35 Korruptionsvorwürfe, IWF und die Grenzen des Milei-Modells 01:20:52 Brauchen wir überhaupt einen Staat?

  4. 162

    Warum Beziehungen immer am Gleichen scheitern

    Emanuel Erk ist Beziehungscoach und beschäftigt sich mit traumasensibler Beziehungsarbeit. Im Gespräch erzählt er offen von eigenen schwierigen Beziehungserfahrungen, einem tiefen Gefühl des Alleinseins und davon, wie ihn die Auseinandersetzung mit Bindungs- und Entwicklungstrauma geprägt hat. Im Interview geht es darum, warum alte Bindungsmuster gerade in romantischen Beziehungen sichtbar werden und weshalb Nähe für viele Menschen gleichzeitig Sehnsucht und Bedrohung bedeutet. Emanuel spricht über Ghosting, Dating Apps, Casual Sex und die Konflikte zwischen Männern und Frauen, erklärt, worauf er bei der Partnerwahl achten würde und warum Konfliktfähigkeit für ihn entscheidend ist. Außerdem geht es um langjährige Beziehungen, Trennungen in der Lebensmitte und die Frage, weshalb Paare sich trotz gemeinsamer Kinder voneinander entfernen. Zum Schluss sprechen Jasmin und Emanuel über Elternschaft, Fremdbetreuung und darüber, wie eigene Prägungen unbewusst an die nächste Generation weitergegeben werden können. 🔗 Links zu Emanuel Erk 🎁 Kostenlose Beziehungs-MasterclassDu willst wiederkehrende Muster in deiner Beziehung verstehen und endlich lösen? Emanuel schenkt allen Zuschauern seine kostenlose Beziehungs-Masterclass. 👉 Zur kostenlosen Masterclass:https://film.emanuelerk.com/ 🌐 Mehr über Emanuel Erk und seine Arbeit:https://www.emanuelerk.com/ 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:45 Beziehungsschmerz und alte Bindungsmuster 08:27 Was traumasensible Beziehungsarbeit bedeutet 15:57 Singles, Ghosting und moderne Beziehungen 28:43 Casual Sex, Pornografie und Bindungsfähigkeit 34:38 Dating Apps und die Partnersuche 42:50 Worauf es bei der Partnerwahl wirklich ankommt 53:43 Warum langjährige Beziehungen scheitern 01:03:42 Wie beziehungsfähig sind wir? 01:10:41 Kinder, Erziehung und alte Prägungen

  5. 161

    Wie die Tagesschau die Wirklichkeit zurechtbiegt

    ❤️ WOLLT IHR MEINE ARBEIT UNTERSTÜTZEN?💳 ÜBERWEISUNGNAME: Jasmin Dantas KosubekIBAN: LT373250062846324138BIC: REVOLT21💰PAYPAL: [email protected] ₿TC Onchain: bc1qfy3pu34xrhwxtqk6s6znqj4df6kfsenpktu7lf✅Kanalmitglied auf YouTube werden und meine Arbeit unterstützen:https://www.youtube.com/channel/UCuXKxMi1MAxPVZVT0bc976Q/join🎗️PATREON: https://www.patreon.com/JasminKosubek 💸 WERBEPARTNER🖊️Affiliate-Link "Hörner-Group": https://hoerner-group.de/?wpam_id=5 10% Rabatt auf deinen Einkauf mit dem Code: KOSUBEK10🌿Affiliate-Link "Direkt vom Feld": https://direktvomfeld.eu/?aca=665d8599c2a43d0d0dcce9c3Geschenk mit dem Rabattcode: JASMINPFEFFER🌍Meine Webseite: www.jasminkosubek.de🎥 Kamera & Schnitt: Philipp Brüschke 📧 [email protected] Teske war über zwei Jahrzehnte für die ARD tätig und arbeitete unter anderem in der Nachrichtenredaktion. Heute blickt er deutlich kritischer auf den öffentlich rechtlichen Rundfunk und seine eigene Zeit innerhalb des Systems. In seinem neuen Buch beschäftigt er sich zudem mit sogenannten Wochenkindern, die in der DDR bereits im frühen Kindesalter mehrere Tage am Stück von ihren Eltern getrennt betreut wurden. Teske war selbst ein Wochenkind.Im Gespräch geht es um die Frage, wie journalistische Blasen entstehen und welchen Einfluss politische Überzeugungen auf Berichterstattung haben können. Teske spricht über seine Erfahrungen während der Flüchtlingskrise 2015, redaktionelle Grenzen während Corona und den Umgang mit der AfD. Er erklärt, warum er heute manche Entscheidungen seiner früheren Kollegen anders bewertet und weshalb ihm das Ausmaß des Misstrauens gegenüber öffentlich rechtlichen Medien lange nicht bewusst war. Außerdem spricht er über frühe Fremdbetreuung, mögliche Folgen für Kinder, seine eigene Familiengeschichte und darüber, warum sich die deutsche Medienlandschaft aus seiner Sicht langsam wieder öffnet.📖 Kapitel(00:00) Intro(00:52) Die Tagesschau und ihre Bedeutung(08:05) Teskes Wandel nach der ARD(14:24) Ost West und die Folgen früher Fremdbetreuung(26:36) Kinderbetreuung heute und der Fall Eva Herman(37:08) Corona und redaktionelle Grenzen(42:17) Die Lebenswelt der Tagesschau Redakteure(53:08) Migration und Berichterstattung seit 2015(01:11:59) Social Media und alternative Medien(01:23:56) Die AfD und der Umgang mit unbequemen Positionen(01:38:56) Journalistische Distanz und der Wandel der Medienlandschaft🔍 Alexander TeskeWebsite: https://alexander-teske.de/ 📲X: https://x.com/aleksteske📲 Instagram: https://www.instagram.com/aleksteepunktFOLGT MIR📲Spotify: https://podcasters.spotify.com/pod/show/jasmin-kosubek📲Odysee: https://odysee.com/@JasminKosubek:a📲X: https://x.com/JasminKosubek📲 Instagram: https://www.instagram.com/jasminkosubek/📲Telegram: https://t.me/jasminkosubek

  6. 160

    Wie schnell deine Meinung vor Gericht landet

    Dirk Sattelmeier ist Rechtsanwalt und Strafverteidiger. Im Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen mit politisch aufgeladenen Verfahren, Corona-Demonstrationen und Meinungsdelikten. Er beschreibt, wie die Corona-Zeit sein eigenes Vertrauen in Teile der Justiz verändert hat und warum er heute insbesondere Strafgerichte, Staatsanwaltschaften und den Umgang mit politischer Gesinnung deutlich kritischer betrachtet. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie gut der deutsche Rechtsstaat den Bürger noch vor staatlicher Macht schützt. Sattelmeier spricht über die Grenzen der Meinungsfreiheit, den Ausschluss von AfD-Kandidaten von Wahlen und ausführlich über das Verfahren rund um Prinz Reuß, in dem er den ehemaligen Polizisten Michael Fritsch verteidigt. Dabei geht es um jahrelange Untersuchungshaft, Verhältnismäßigkeit, die Unschuldsvermutung und die Frage, welche rechtsstaatlichen Prinzipien gerade dann gelten müssen, wenn Angeklagte politisch oder gesellschaftlich stark umstritten sind. 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:42 Meinungsfreiheit und die Grenzen des Sagbaren 06:43 Corona-Demos und Sattelmeiers Erfahrungen mit der Justiz 22:33 Politische Gesinnung vor Gericht 35:09 Wie gut funktioniert der deutsche Rechtsstaat noch? 42:40 AfD-Kandidaten und der Schutz demokratischer Wahlen 50:53 Der Prinz-Reuß-Prozess und der Vorwurf des Staatsumsturzes 01:13:29 Untersuchungshaft und die Grenzen der Verhältnismäßigkeit 01:36:09 Unschuldsvermutung und die Zukunft des Verfahrens

  7. 159

    Warum Paare sich lieben – aber nicht mehr begehren

    Susanne Wendel beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Sexualität, Partnerschaft und persönlicher Entwicklung. Sie hat mehrere Bücher zu diesen Themen veröffentlicht, Angewandte Sexualwissenschaft studiert und ihre Masterarbeit über „Life Changing Sex“ in Langzeitbeziehungen geschrieben. In ihrer Arbeit begleitet sie unter anderem Paare, die nach vielen gemeinsamen Jahren mit Lustlosigkeit, sexueller Routine oder unterschiedlichen Bedürfnissen konfrontiert sind. Im Gespräch geht es darum, warum Sexualität in langen Beziehungen häufig verloren geht und wie Paare wieder Nähe und Begehren entwickeln können. Susanne spricht über Pornokonsum und dessen Auswirkungen auf die partnerschaftliche Sexualität, Fetisch und BDSM, Sex mit anderen, Lustlosigkeit und die Frage, was passiert, wenn man den eigenen Partner nicht mehr attraktiv findet. Gleichzeitig diskutieren Jasmin und Susanne kontrovers über Consent, sexuelle Gewalt, den heutigen Umgang mit Trauma und die Unterschiede zwischen den Generationen. Zum Schluss geht es um Sexualität im Alter und darum, warum es selbst mit 70, 80 oder 90 Jahren nicht zu spät sein muss, diesen Teil des Lebens neu zu entdecken. 🔗 Links zu Susanne Wendel🎁 Kostenloses „gesundgevögelt“-Geschenk Hol dir Susanne Wendels Buch „gesundgevögelt“ kostenlos als PDF – inklusive weiterer Infos, Anregungen und Empfehlungen. 👉 Zum Geschenk: https://www.susanne-wendel.live/geschenk/ 🌐 Mehr über Susanne Wendel: https://www.susanne-wendel.live/ 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:43 Kann guter Sex nach Jahrzehnten zurückkommen? 04:59 Was Langzeitpaare für guten Sex brauchen 11:34 Sex mit anderen und offene Beziehungen 15:23 BDSM, Fetisch und die Bedeutung von Vertrauen 21:53 Warum Paare die Lust aufeinander verlieren 27:01 Was bei sexueller Lustlosigkeit wirklich hilft 31:59 Wie Pornografie das Sexleben verändert 40:02 Sex aus Liebe und die Debatte um Konsens 47:40 Sexuelle Gewalt und Consent bei jungen Menschen 54:07 Welchen Umgang mit Sex brauchen junge Menschen? 01:00:27 Die Kontroverse um Trauma und Sexualität 01:10:04 Warum Sex gleichzeitig über und unterbewertet wird 01:13:30 Wenn der Partner nicht mehr attraktiv ist 01:18:03 Sexualität im Alter und was wir daraus lernen können

  8. 158

    Wer 45 % Steuern zahlt, ist blöd – Ex-Finanzbeamter rechnet ab

    Sascha Matussek ist Steuerberater und war zu Beginn seiner Laufbahn mehrere Jahre beim Finanzamt tätig. Heute berät er Unternehmer, Immobilieninvestoren und vermögende Privatpersonen bei der legalen Steueroptimierung und Vermögensstrukturierung. Im Gespräch erklärt er, welche Gestaltungsmöglichkeiten das deutsche Steuerrecht tatsächlich bietet, warum viele Menschen unnötig hohe Steuern zahlen und weshalb aus seiner Sicht steuerliche Bildung ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Gemeinsam sprechen Jasmin Kosubek und Sascha Matussek über die Arbeit im Finanzamt, legale Steuergestaltung für Unternehmer und Angestellte, die Wegzugsteuer, Vermögensschutz, Immobilien als Instrument der Steueroptimierung sowie die größten Fehler bei der Steuerplanung. Außerdem erklärt er, warum er das deutsche Steuersystem für zu kompliziert hält, welche Reformen er sich wünschen würde und welche einfachen Tipps jeder nutzen kann, um typische Fehler im Umgang mit Steuern zu vermeiden. 📚 Das Buch von Sascha Matussek Die besten Tipps und Tricks zur Steueroptimierung 👉 Zum Buch: https://steuer-tricks.de/produkt/die-besten-tipps-und-tricks-zur-steueroptimierung/📖 Kapitel 00:00 Intro 00:25 Vom Finanzamt zum Steuerberater 08:36 Die größten Fehler bei der Steuerplanung 10:16 Wegzugsteuer und Auswandern 16:46 Vermögensschutz statt Steuerlast 20:06 Warum Deutschland zu hohe Steuern verlangt 24:37 Legale Steuervorteile für Unternehmer 29:32 Warum Angestellte steuerlich benachteiligt sind 33:43 Lohnen sich Immobilien heute noch? 39:34 Steuervorteile mit Immobilien richtig nutzen 44:57 Kuriose Fälle mit dem Finanzamt 51:25 Flat Tax und Steuergerechtigkeit 57:24 Was Sascha als Finanzminister ändern würde 01:00:17 Die wichtigsten Tipps für Unternehmer 01:03:38 Geld, Werte und finanzielle Bildung 01:05:17 Dokumentation als bester Steuerschutz 01:15:11 Verabschiedung

  9. 157

    Mainstream oder alternative Medien – wer manipuliert mehr?

    Marius Krüger ist Unternehmer, Medienmacher und Mitgründer von Cypher Media. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht er über den Zustand der Demokratie, die Rolle von Medien im politischen Diskurs und die Frage, wie digitale Technologien gesellschaftliche Teilhabe verändern können. Außerdem geht es um seine persönliche Entwicklung, seine Motivation für den Aufbau neuer Medienformate und seinen Blick auf künstliche Intelligenz als Herausforderung und Chance für die öffentliche Debatte. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie Demokratie in einer zunehmend digitalen Gesellschaft funktionieren kann. Marius Krüger erklärt, warum er den öffentlichen Debattenraum für enger hält als noch vor einigen Jahrzehnten, weshalb Medien seiner Ansicht nach stärker über Themenauswahl als über falsche Informationen wirken und welche Verantwortung jeder Einzelne für eine funktionierende Demokratie trägt. Gemeinsam sprechen sie über politische Beteiligung, Medienvertrauen, Propaganda, künstliche Intelligenz und die Möglichkeiten neuer Technologien. Dabei verbindet das Gespräch theoretische Überlegungen mit persönlichen Erfahrungen und endet mit einem optimistischen Blick auf die Fähigkeit der Menschen, sich trotz aller gesellschaftlichen Herausforderungen immer wieder auf bessere Lösungen zuzubewegen. 🔗 Links aus dem Gespräch Decipher Media – KI-Analyse-Toolhttps://decipher.media Die im Interview besprochenen Analysen:📄 Dr. Wolfgang Wodarg - Jasmin Kosubek https://decipher.media/s/ba676e7f-00ca-4453-8b51-8331dbb07759 📄 Björn Höcke - {ungeskriptet} by Ben https://decipher.media/s/7e1e7dd4-ba58-46da-8ecd-a2692907ab06 📄 Alice Weidel im ARD-Sommerinterview - tagesschauhttps://decipher.media/s/1cac2a96-79d6-4167-8ddc-76ae24bdb486 👤 Über Marius Krüger Marius Krüger (Jahrgang 1994) ist Ökonom, Sozialunternehmer, Demokratieaktivist und Autor.2017 entwickelte er die Open-Source-App DEMOCRACY, die inzwischen über 500.000-mal heruntergeladen wurde. Für sein Engagement erhielt er 2019 den Innovationssonderpreis Wissenschaft und Bildung seiner Heimatstadt Göttingen.Heute forscht und entwickelt Marius Krüger mit der GPMK IdeenWerk GmbH an Konzepten des unternehmerischen Altruismus. Mehr Informationen:https://mariuskrueger.de📖 Kapitel 00:00 Intro 00:33 Demokratie neu denken 17:03 Warum Politik viele Menschen nicht mehr erreicht 28:07 Persönliche Erfahrungen und politische Prägung 38:51 Warum der Debattenraum immer kleiner wird 46:42 Cypher Media und die Suche nach neuen Medien 58:28 Vertrauen in Journalismus und Medienkritik 01:06:49 KI, Propaganda und die Zukunft der Öffentlichkeit 01:22:53 Hoffnung auf eine mündigere Gesellschaft

  10. 156

    Warum du trotz Arbeit kaum noch vorankommst

    Horst Lüning ist Unternehmer, Wirtschaftsanalyst und Gründer der Whisky.de GmbH. Seit vielen Jahren kommentiert er wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen aus einer marktwirtschaftlichen Perspektive. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt er, warum er Deutschland an einem wirtschaftlichen Wendepunkt sieht, welche Folgen politische Entscheidungen für Unternehmen und Bürger haben und weshalb er trotz seiner kritischen Analyse weiterhin auf Eigenverantwortung und technologischen Fortschritt setzt. Im Interview sprechen Jasmin Kosubek und Horst Lüning über die wirtschaftliche Lage Deutschlands, Steuern, Staatsverschuldung, Migration, Energiepolitik sowie die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelt und Gesellschaft. Dabei erläutert Lüning, weshalb er zentrale politische und wirtschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahre kritisch bewertet, welche internationalen Zusammenhänge er sieht und warum er Deutschland vor großen strukturellen Herausforderungen sieht. Gleichzeitig beschreibt er, welche Chancen er für Unternehmer und Menschen erkennt, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sich weiterzuentwickeln und neue Technologien zu nutzen. 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:36 Kann man sich in Deutschland noch etwas aufbauen? 11:33 Warum Selbstständigkeit heute noch Chancen bietet 16:05 Hat es die Generation Z schwerer als die Babyboomer? 21:57 Bestraft Deutschland Leistung statt sie zu belohnen? 31:03 Welche Prinzipien führen wirklich zum Erfolg? 35:04 Was junge Menschen in der Schule nicht lernen 41:09 Welche Zahlen über Deutschland kaum diskutiert werden? 49:33 Migration, Fachkräfte und Wohlstand 58:01 Energiepolitik und die Zukunft der Industrie 01:12:56 Ist es für Deutschland bereits zu spät? 01:20:18 Internationale Politik und geopolitische Interessen 01:28:11 Umgang mit Hoffnung und negativen Nachrichten 01:36:04 Horst Lünings Rat an die junge Generation

  11. 155

    Warum Politiker deine Miete unbezahlbar machen

    Jan Taschlizki ist Immobilienentwickler und Geschäftsführer der TTI Group. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht er über seinen persönlichen Werdegang, den Weg vom Flüchtlingskind zum Unternehmer sowie über die Herausforderungen der deutschen Immobilienbranche. Dabei erklärt er, warum sich der Wohnungsbau in Deutschland zunehmend schwieriger gestaltet und welche wirtschaftlichen und politischen Faktoren den Markt aus seiner Sicht prägen. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, warum Wohnen immer teurer wird und weshalb der Neubau vielerorts ins Stocken geraten ist. Jan Taschlizki beschreibt die Folgen steigender Baukosten, langwieriger Genehmigungsverfahren und wachsender regulatorischer Hürden. Er erläutert, weshalb Enteignungen seiner Ansicht nach keine Lösung für die Wohnungskrise darstellen, welche Rolle Bürokratie, Artenschutz und politische Entscheidungen spielen und warum aus seiner Sicht mehr gebaut werden muss, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten. Dabei verbindet das Interview persönliche Erfahrungen mit einer grundsätzlichen Debatte über Eigentum, Wirtschaft, Stadtentwicklung und die Zukunft des Wohnens in Deutschland. 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:36 Vorstellung: Vom Flüchtlingskind zum Immobilienentwickler 04:20 Unternehmerische Anfänge und der Weg in die Selbstständigkeit 08:35 Warum das Pflegeheim zur emotionalen Belastung wurde 15:48 Einstieg in die Immobilienbranche und die TTI GmbH 17:48 Warum sich Büroimmobilien aktuell kaum lohnen 24:07 Chancen für junge Menschen im Immobilienmarkt 32:46 Warum Wohnungen in Berlin so teuer geworden sind 40:29 Enteignung oder Neubau – was hilft wirklich gegen Wohnungsnot? 46:44 Sozialer Wohnungsbau und politische Blockaden 59:24 Bürokratie, Artenschutz und langsame Genehmigungen 01:07:28 Warum in Berlin zu wenig gebaut wird 01:18:10 Tempelhofer Feld, Nachverdichtung und politische Widerstände 01:30:33 Fazit: Teil der Lösung oder Teil des Problems?

  12. 154

    Sind junge Frauen in Deutschland noch sicher?

    Lena arbeitet als Social-Media-Redakteurin bei der JUNGEN FREIHEIT und berichtet täglich über politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Im Gespräch erzählt sie, wie sie sich während der Corona-Pandemie erstmals intensiv mit Politik beschäftigt hat und weshalb sich ihr Blick auf Deutschland seitdem grundlegend verändert hat. Sie spricht über ihren ungewöhnlichen beruflichen Weg vom Jurastudium in den Journalismus, ihre Erfahrungen bei Demonstrationen sowie darüber, wie sich ihre Arbeit auf ihre Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft auswirkt. Im Interview geht es um das persönliche Sicherheitsgefühl, unterschiedliche Erfahrungen in deutschen Städten, Migration, Kriminalitätsstatistiken und politische Gewalt gegen Journalisten. Lena schildert ihre Sicht auf gesellschaftliche Polarisierung, erklärt, warum sie Differenzierung für unverzichtbar hält und weshalb sie auch die Gefahr einer Radikalisierung im eigenen politischen Lager sieht. Außerdem spricht sie über politische Freundschaften über Lagergrenzen hinweg, ihr Verständnis von deutscher Identität sowie ihren Wunsch nach mehr Selbstreflexion und einer sachlicheren Debattenkultur in Deutschland.📖 Kapitel 00:00 Intro 00:33 Wie Corona Lena politisierte 04:31 Politik spielte in der Schule kaum eine Rolle 08:20 Wie Politik den Blick auf die Welt verändert 11:27 Sicherheitsgefühl in verschiedenen deutschen Städten 16:00 Erfahrungen in Berlin und Unterschiede zwischen Stadtteilen 19:24 Migrantenkriminalität und öffentliche Debatten 25:33 Warum Linke Kriminalität anders bewerten 29:49 Woke Rechte und die Empörungskultur auf Social Media 37:02 Politische Gewalt gegen konservative Journalisten 40:11 Fehlende Solidarität unter Journalisten 50:44 Wie Lena zur Jungen Freiheit kam 55:48 Leben zwischen linken Freunden und rechter Öffentlichkeit 59:04 Wie man sich vor politischer Radikalisierung schützt 01:05:10 Deutschsein, Migration und kulturelle Identität

  13. 153

    Warum linke Gewalt immer entschuldigt wird

    Max Mannhart ist Chefredakteur von Apollo News. Im Gespräch analysiert er die Angriffe auf Reporter am Rande der Anti-AfD-Proteste in Erfurt und spricht über politische Gewalt, Pressefreiheit, den Zustand des Rechtsstaats sowie die zunehmende Polarisierung in Deutschland. Außerdem ordnet er die Reaktionen aus Politik und Medien ein und erklärt, warum er das staatliche Gewaltmonopol als entscheidende Grundlage jeder Demokratie betrachtet. Ausgehend von den Übergriffen auf Apollo-News-Journalisten entwickelt sich das Gespräch zu einer grundsätzlichen Debatte über demokratische Prinzipien, die Legitimation politischer Gewalt, die Verwendung des Begriffs „Nazi“, den Umgang mit Extremismus sowie die Verantwortung von Politik und Medien. Zum Schluss geht es um die Zukunft der AfD, mögliche gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, warum Bürgerlichkeit und ein selbstbewusstes Verhältnis zu den eigenen demokratischen Institutionen aus seiner Sicht verloren gegangen sind. 📖 Kapitel 00:00 Intro 00:47 Gelten demokratische Prinzipien wirklich für alle? 03:38 Ist politische Gewalt jemals legitim? 07:11 Warum der Begriff „Nazi“ seine Bedeutung verliert 10:38 Wie aus einer Menschenmenge ein Lynchmob wird 15:14 Linke Reaktionen auf den Angriff auf Apollo News 21:09 Steuert Deutschland auf mehr politische Gewalt zu? 29:20 Sollte der Staat radikale Bündnisse verbieten? 36:29 Leben unter Bedrohung als Journalist 41:46 Die Zukunft der AfD und Deutschlands Polarisierung 48:27 Warum Bürgerlichkeit ihre Attraktivität verloren hat

  14. 152

    Warum der IQ sinkt

    Dr. Michael Nehls ist Molekulargenetiker, Arzt und Alzheimerforscher. Mit Büchern wie Die Alzheimer-Lüge, Das erschöpfte Gehirn, Das indoktrinierte Gehirn und Das Lithium-Komplott beschäftigt er sich seit Jahren mit der Frage, wie Ernährung, Lebensstil und Umwelt die Gesundheit unseres Gehirns beeinflussen. Im Gespräch erklärt er, warum er die geistige Leistungsfähigkeit des Menschen als entscheidenden Faktor für Gesundheit, Freiheit und gesellschaftliche Entwicklung betrachtet und weshalb er überzeugt ist, dass viele neurologische Erkrankungen vermeidbar wären.Im Interview sprechen wir über Schlaf, Regeneration und die Frage, warum unsere geistige Leistungsfähigkeit nach Ansicht von Michael Nehls abnimmt. Es geht um den Zusammenhang zwischen Ernährung, Mikronährstoffen und Gehirngesundheit, den kontrovers diskutierten Stellenwert von Lithium, die Darm-Hirn-Achse sowie die Rolle von Bewegung, Stress und sozialem Leben. Außerdem diskutieren wir den Einfluss von Propaganda auf politische Entscheidungen, die Voraussetzungen einer funktionierenden Demokratie und warum Nehls überzeugt ist, dass gesunde Gehirne die Grundlage für eine freie Gesellschaft sind.📖 Kapitel00:00 Intro 00:46 Schlaf, Regeneration und geistige Leistungsfähigkeit 11:55 Sinkt der IQ der Gesellschaft? 20:49 Manipulation, Propaganda und Demokratiefähigkeit 26:48 Warum Lithium für das Gehirn wichtig sein soll 39:43 Lithium, Fruchtbarkeit und Nahrungsergänzung 54:32 Sinnvolle Supplemente und gesunde Ernährung 59:29 Was schadet unserem Gehirn am meisten? 01:07:50 Darm-Hirn-Achse und mentale Leistungsfähigkeit 01:17:59 Ernährung zwischen Wissenschaft und Ideologie 01:24:21 Warum Gehirngesundheit über unsere Zukunft entscheidet

  15. 151

    Warum Männer erst aufwachen, wenn es zu spät ist

    MEHR VON MORITZ / THE NEW MAN 🔴 Kostenloses Live-Webinar für Männer am Donnerstag, den 16.07 um 19:30 Uhr (90 Min live):Sieh klar, wo du gerade stehst in Sachen Selbstführung, Partnerschaft, Business und echter Männerverbindung. ➡️ https://growbeyond.the-new-man.de/live-webinarDu bist ein Macher und willst über dich hinauswachsen? Das GrowBeyond-Seminar:→ https://the-new-man.de/grow-beyondMoritz auf Instagram – folgen und am besten direkt eine Frage stellen:→ https://www.instagram.com/moritz.ertinger.new.man/Alles zu Moritz' Arbeit & Events:→ https://the-new-man.de/eventMoritz Ertinger ist Unternehmer, Männermentor und Mitgründer des Männerprogramms „Wenn Mann“. Im Gespräch spricht er über die Krise moderner Männlichkeit, die Orientierungslosigkeit vieler Männer und seinen Ansatz einer bewussten Männerarbeit. Ausgehend von seiner eigenen Geschichte – geprägt von einem alkoholkranken Vater und dem Weg durch persönliche Krisen – erklärt er, warum Selbstführung, emotionale Reife, Männergemeinschaften und Verantwortung für ihn die Grundlage eines erfüllten Lebens und gelingender Partnerschaften bilden.Gemeinsam mit Jasmin Kosubek geht Moritz Ertinger der Frage nach, warum der Begriff „der neue Mann“ so starke Reaktionen hervorruft. Sie sprechen über Rollenbilder, Partnerschaft, Polarität, Aggression, Vaterschaft und den Einfluss von Persönlichkeiten wie Andrew Tate auf junge Männer. Dabei erklärt Ertinger, weshalb viele Männer erst durch Krisen bereit werden, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, warum Männerfreundschaften häufig an Tiefe fehlen und weshalb der Weg zu einer besseren Beziehung nicht beim Gegenüber, sondern bei der eigenen Selbstverantwortung beginnt. Das Gespräch zeichnet das Bild einer Männerarbeit, die weder traditionelle Männlichkeit ablehnt noch in Extreme verfällt, sondern Stärke und Verletzlichkeit miteinander verbinden möchte.📖 Kapitel00:00 Intro 00:37 Was bedeutet „der neue Mann“? 06:08 Orientierungslosigkeit moderner Männer 07:36 Maskulinität, Präsenz und Polarität 19:37 MANN SEIN Konferenz Berlin 22:07 Warum Männer Persönlichkeitsentwicklung meiden 28:36 Wut, Aggression und verletzte Männer 38:46 Selbstführung statt Kontrolle in Beziehungen 45:53 Männerfreundschaften und der Umgang mit Frauen 56:43 Andrew Tate und die Sehnsucht nach Orientierung 01:09:20 Partnerschaft, Konflikte und Männerarbeit 01:16:22 Für wen Männerarbeit wirklich gedacht ist

  16. 150

    Warum alte Ideen uns nicht mehr retten - Patrick Reiser über die Krise des Bewusstseins

    Patrick Reiser ist Unternehmer, Autor und Gründer des Human Elevation Institute. Bekannt wurde er zunächst als Natural Bodybuilder und Fitnessunternehmer, bevor er sich zunehmend mit den Themen Bewusstseinsentwicklung, Psychologie, Philosophie und persönlicher Transformation beschäftigte. In seinem aktuellen Buch „Rich Buddha“ beschreibt er seinen Ansatz zu innerem und äußerem Reichtum sowie seine Sicht auf gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderungen einer zunehmend komplexen Welt. Im Gespräch geht es zunächst um nationale Identität und die Frage, warum Deutschland noch immer mit seiner Vergangenheit ringt. Daraus entwickelt sich eine Diskussion über Bewusstseinsentwicklung, persönliche Identität und die gesellschaftlichen Folgen von Polarisierung, Migration und Künstlicher Intelligenz. Patrick Reiser spricht offen über seine Zeit als Bodybuilder, den Einfluss von Geld auf den eigenen Charakter, Macht, Erfolg und die Suche nach innerer Stabilität. Gemeinsam diskutieren wir außerdem über Elon Musk, psychedelische Erfahrungen, gesellschaftlichen Wandel sowie die Frage, weshalb Optimismus für ihn trotz aller Krisen keine Naivität, sondern eine bewusste Entscheidung ist.📖 Kapitel00:00 Intro 00:36 Deutsche Identität und Nationalstolz 08:12 Bewusstseinsentwicklung und Identität 14:17 Vom Bodybuilder zum Bewusstseinscoach 22:38 Carl S., Migration und Polarisierung 25:55 Psychedelische Erfahrungen und innere Entwicklung 36:24 Geld, Erfolg und innere Motive 46:05 Elon Musk, Macht und Verantwortung 57:49 Bewusstsein als Lösung gesellschaftlicher Krisen 01:08:25 Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Menschen 01:29:26 Optimismus in einer Zeit großer Umbrüche

  17. 149

    Wie gefährlich sind Männer wirklich? Eine Feministin über Angst, Erziehung und Verantwortung

    Anna Ritzinger ist Model, Tieraktivistin, Mutter von vier Kindern und Mitglied der Partei Die Linke. Sie lebt auf einem Lebenshof und setzt sich seit Jahren für Tierrechte, Feminismus und gesellschaftliche Gerechtigkeit ein. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht sie über ihre politische Haltung, über Antifaschismus, Geschlechterrollen und darüber, warum sie trotz unterschiedlicher Weltanschauungen den offenen Dialog für wichtig hält. Dabei erzählt sie auch von ihrer Familie, ihrer Rolle als Mutter und den Erfahrungen, die ihren Blick auf Gesellschaft und Zusammenleben geprägt haben.Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die großen Konfliktlinien unserer Zeit: Feminismus, Männlichkeit, Dating, Einsamkeit, Sexualität, Erziehung und die Frage, wie Männer und Frauen heute miteinander umgehen sollten. Anna Ritzinger erklärt, warum sie ihre Söhne und Töchter bewusst unterschiedlich erzieht, weshalb sie Consent-Kultur und „Nur Ja heißt Ja“ für notwendig hält und warum sie glaubt, dass Männer stärker an ihrer emotionalen Entwicklung arbeiten müssen. Gleichzeitig kritisiert sie vereinfachende Feindbilder, den inflationären Gebrauch von Begriffen wie „Nazi“ und einen Feminismus, der Klassenfragen ausblendet. Entstanden ist ein langes, kontroverses und zugleich respektvolles Gespräch zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, die sich nicht gegenseitig überzeugen wollen, sondern versuchen, einander zu verstehen.📖 Kapitel00:00 Intro00:22 Vorstellung/Kontroverse um den Gesprächsrahmen02:29 Begriffe wie „Nazi“ und die Vielfalt der Linken05:25 Antifaschismus und die Debatte um Gewalt08:31 Klischees, Feminismus und Schönheitsideale14:28 Mutter von vier Kindern und Erziehung17:21 Töchter stärken, Söhne sensibilisieren28:24 Dating, Einsamkeit und die Rolle der Männer33:28 Patriarchat und weibliche Emanzipation36:46 Die Einsamkeit der Männer39:43 Partnerwahl und gegenseitige Erwartungen48:55 Kritik am Feminismus52:50 Frauen in Führungspositionen und Frauenquote01:02:34 Geschlecht, Transidentität und biologische Realität01:12:05 Catcalling und staatliche Regulierung01:24:59 Consent-Kultur und „Nur Ja heißt Ja“01:39:14 Was vom Gespräch hängen bleiben soll

  18. 148

    Der Staat kassiert Rekordsteuern — und nichts funktioniert

    Marc Friedrich gehört zu den bekanntesten Finanzexperten Deutschlands und ist siebenfacher Spiegel-Bestsellerautor. Der studierte Betriebswirt erlebte 2001 den argentinischen Staatsbankrott aus nächster Nähe und beschäftigt sich seitdem mit dem Geldsystem, der Wirtschaftsgeschichte und der Vermögenssicherung. In seinem neuesten Buch „Die größte Revolution aller Zeiten: Warum unser Geld stirbt und wie Sie davon profitieren" verbindet er Geldgeschichte, wiederkehrende Zyklen und Bitcoin zu der These, dass unser ungedecktes Papiergeldsystem am Ende ist. Als Gründer der Friedrich Vermögenssicherung GmbH berät er Privatpersonen, Unternehmen und Family Offices, auf YouTube erreicht er mit seinen Analysen ein Millionenpublikum.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um die Frage, auf welchen Daten und Zyklen Friedrich seine düsteren Prognosen aufbaut und warum er nicht von einem plötzlichen Crash, sondern von einem schleichenden Niedergang des Westens spricht. Er erklärt, weshalb er das Schuldgeldsystem für gescheitert hält, warum Gutverdiener und Unternehmen das Land verlassen und wie ein historischer Generationszyklus aus seiner Sicht über die kommenden Jahre entscheidet. Jasmin hält dagegen, konfrontiert ihn mit den offiziellen Wirtschaftsdaten, mit zwölf Jahren ausgebliebener Crash-Prophezeiung und mit dem Vorwurf, seine eigenen Inhalte trügen zur miesen Stimmung im Land bei. Es ist ein Schlagabtausch über Infrastruktur und Bürokratie, über die AfD als Hoffnung und Härtetest für die Demokratie, über eine mögliche Neuwahl noch in diesem Jahr und über die provokante Frage, ob die parlamentarische Demokratie von 1949 überhaupt einen Ewigkeitsanspruch hat.📖 Kapitel00:00 Intro: Untergangsprophet oder Optimist?03:19 Werbung: Junge Freiheit04:25 Crash oder Decline? Die Basis der Prognosen09:29 Kapitalflucht: Warum Unternehmer Deutschland verlassen13:30 Substanzverzehr: Bahn, Schulen und Firmensterben19:16 Verlust der Industriejobs und der Braindrain21:57 Generationszyklus, Force Turning und multipolare Welt26:25 Macht Friedrich die Stimmung mies?31:27 Bürokratie, Sozialstaat und „Die Politik ist das Problem"33:20 Die AfD als Hoffnung und Test für die Demokratie36:41 Zyklen, Kriegsgefahr und das Ende des Systems39:28 Neuwahlen dieses Jahr? Prognosen und CDU-Insider44:01 Den Menschen aus dem politischen System nehmen?48:02 Schlusswort: Deutschland wieder stark machen

  19. 147

    Die Frau, die nicht mehr mitmacht

    Nina Maleika ist Sängerin, Musikpädagogin und Aktivistin. 2011 stand sie bei „Rock gegen rechts" gemeinsam mit Udo Lindenberg auf der Bühne. Über zwei Jahrzehnte arbeitete sie als Künstlerin, daneben ist sie weiterhin als Musikpädagogin tätig und absolviert eine Ausbildung zur Gestalttherapeutin. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters wuchs sie bei ihrer Mutter auf und reist seit ihrer Jugend regelmäßig nach Ägypten; in den vergangenen Jahren konvertierte sie zum Islam. Seit 2020 wurde sie zunächst als Kritikerin der Corona-Maßnahmen öffentlich wahrgenommen, später als propalästinensische Aktivistin. In diesem Zusammenhang erlebte sie mehrere Hausdurchsuchungen und wurde wegen Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen und Beleidigung verurteilt. Zuletzt wurde sie per Haftbefehl gesucht. Inzwischen wurde sie freigesprochen. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Nina Maleika über ihre Strafverfahren, ihr Verhältnis zum deutschen Staat, den sie als mindestens totalitär bezeichnet, und über die Frage, ob sie bereit wäre, für ihre Überzeugung ins Gefängnis zu gehen. Sie schildert ihren Weg aus der Coronakritischen Szene, die sie rückblickend als Sekte beschreibt, und erklärt, warum sie sich von vielen ihrer früheren Mitstreiter distanziert hat. Weitere Themen sind die Finanzierung ihres Aktivismus, ihre nach eigener Aussage diagnostizierte Impulskontrollstörung, ihre Konversion zum Islam sowie ihre Sicht auf Migration, demografischen Wandel und Sicherheit in Deutschland. Ein Gespräch über Überzeugung, Radikalität und die Grenzen der Meinungsfreiheit.📖 Kapitel00:00 Intro & die Vorwürfe gegen Nina Maleika09:01 Helfen die Posts den Kindern in Gaza?13:14 Warum Palästina und nicht die Ukraine?20:38 Abrechnung mit der Corona-Szene: „eine Sekte”36:11 Die ewige Aktivistin: getrieben von Lebendigkeit39:41 Wie finanziert sie ihren Aktivismus? Der Mäzen44:36 Radikale Rhetorik & die Faschismus-Frage56:34 Medien-Hass: der Fall Paul Ronzheimer01:03:16 Provokation, Scham und das Verhältnis zu Deutschland01:07:10 Hinwendung zum Islam: die Konversion01:18:31 Demografischer Wandel und Migration01:32:55 Rat an die Ängstlichen: auf die Menschen zugehen01:38:14 Deutschland in zehn Jahren & ihr Ausstieg

  20. 146

    Corona: Jetzt muss alles raus

    Wolfgang Wodarg ist Arzt, Gesundheitswissenschaftler und einer der bekanntesten Kritiker der offiziellen Corona-Politik. Er arbeitete als Hafenarzt in Hamburg, wo er früh mit Tropenmedizin in Berührung kam, und leitete später das Gesundheitsamt im schleswig-holsteinischen Flensburg. Fünfzehn Jahre saß er für die SPD im Bundestag, war Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und Mitglied der Enquetekommission Ethik und Recht der modernen Medizin, wo er an den Grundlagen des Gendiagnostikgesetzes mitarbeitete. In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates brachte er 2009 die Untersuchung der Schweinegrippe ins Rollen und prägte dafür den Begriff der Fake Pandemic, deren offizieller Bericht später Interessenkonflikte und Geldverschwendung feststellte. Spätestens seit 2020 ist Wodarg einer breiten Öffentlichkeit als unbequeme Stimme bekannt, der die einen als Aufklärer und die anderen als Schwurbler sehen. Aktuell ist er mit seinem Vortrag Die Welt ist krank. Wie kann man da gesund sein? unterwegs.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es weit über Corona hinaus um eine grundsätzliche Frage: Wem kann man im Gesundheitssystem überhaupt noch trauen, wenn Angst zum Herrschaftsinstrument wird und am Kranksein verdient wird? Wodarg schildert seinen Weg vom angesehenen Amtsarzt zum politischen Außenseiter, erzählt von der Schweinegrippe und ihren Parallelen zu heute und erklärt, warum er die WHO für eine Agentur zur Vorbereitung von Insidergeschäften hält. Er spricht über PCR-Tests und Übersterblichkeit, über die Umbenennung von Gentherapie in Impfung und darüber, warum er seine Kinder heute nicht mehr impfen würde, obwohl er einst selbst Impfkampagnen organisierte. Jasmin hält dagegen, fragt nach seinem eigenen blinden Fleck und ob seine Thesen vor Gericht standhielten, und stößt dabei auch auf einen Punkt, an dem Wodarg einen früheren Irrtum einräumt. Am Ende wird es persönlich, wenn er erzählt, was ihn die letzten sechs Jahre gekostet haben und warum es sich für ihn trotzdem befreiend anfühlt, die eigene Meinung auszusprechen.📖 Kapitel00:00:00 Intro + Vorstellung00:02:56 Berufsverbot, Hafenarzt und der Weg in die SPD00:10:11 Europarat, Ethik und die Grenzen der Gendiagnostik00:16:20 Reproduktionsmedizin, Leihmutterschaft und Fertilität00:20:08 Schweinegrippe und der Antrag "Fake Pandemic"00:26:46 Corona: War es überhaupt eine Pandemie?00:34:23 Wie aus einer Gentherapie eine "Impfung" wurde00:36:25 Bergamo, New York und der Vorwurf der Falschbehandlung00:44:20 Confirmation Bias: Wie sicher kann Wodarg sein?00:49:54 Eigene Irrtümer und die HIV-Aids-Frage00:52:31 Eine Medizin, die am Kranksein verdient00:59:09 WHO, Normsetzung und die Frage nach guten Studien01:02:34 Zweitmeinung, Supplements und der gute Arzt01:10:45 Hanta-Virus, Moderna-Aktie, Ebola und EHEC01:21:16 Wem kann man überhaupt noch vertrauen?01:24:26 Die WHO als Agentur für Insidergeschäfte01:30:04 Würde Wodarg seine Kinder noch impfen?01:32:51 Medien, Gemeinschaft und neue Strukturen01:38:09 Persönlich: Der Preis der letzten sechs Jahre

  21. 145

    20 Jahre Diffamierung: Warum Friedensforscher Dr. Daniele Ganser nicht aufgibt

    Dr. Daniele Ganser ist ein Schweizer Historiker und Friedensforscher, Jahrgang 1972, der seit zwei Jahrzehnten zu den meistdiskutierten Stimmen im deutschsprachigen Raum gehört. Seine Doktorarbeit über verdeckte Kriegsführung und inszenierten Terrorismus schloss er rund um die Jahrtausendwende ab, später forschte er als Senior Researcher an der ETH Zürich und unterrichtete als Dozent an der Universität Zürich. 2006 veröffentlichte er als Erster im Schweizer Mainstream einen Artikel über den Einsturz von World Trade Center 7, was ihm bis heute das Etikett des Verschwörungstheoretikers einbrachte. In der Folge verlor er seine universitäre Anstellung, was man aus heutiger Sicht wohl als frühen Fall von Cancel Culture bezeichnen würde. Heute leitet er ein eigenes Forschungsinstitut für Frieden und Energie, ist Autor mehrerer Bestseller, darunter sein Buch über das Imperium USA, und füllt mit seinen Vorträgen über Krieg, Frieden und Geopolitik regelmäßig große Säle. Er versteht sich als Pazifist, kritisiert den amerikanischen Imperialismus und die NATO und plädiert in jedem Konflikt für Deeskalation und die Orientierung am Völkerrecht.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek blickt Ganser auf 20 Jahre Diffamierung zurück und erklärt, wie er gelernt hat, im Shitstorm seinen inneren Frieden zu wahren. Wir sprechen über seine Thesen zu WTC7 und Nord Stream, über die Frage, warum Macht aus seiner Sicht jeden Menschen verändert, der über Leben und Tod entscheidet, und über die völkerrechtliche Einordnung der Kriege im Iran und in der Ukraine. Es geht um Angst als Herrschaftsinstrument, um den Preis, den abweichende Meinungen kosten können, und um einen echten Disput zwischen uns beiden: Ist der Meinungskorridor heute enger geworden oder freier? Am Ende landet das Gespräch bei einer überraschend hellen These, denn Ganser ist überzeugt, dass wir mitten in einer Informationsrevolution leben, dass die Zahl der kritischen Menschen wächst und dass er selbst, allem Gegenwind zum Trotz, heute sehr glücklich ist.

  22. 144

    30 Jahre Erfahrung als Frauen-Coach: Zerstört Gleichberechtigung Beziehungen? | Leila Bust

    Leila Bust ist Heilpraktikerin, systemische Paar- und Familientherapeutin, Sexualtherapeutin und Tantra-Lehrerin. Seit 1995, also seit über drei Jahrzehnten, arbeitet sie mit Frauen in Seminaren und Therapieräumen und öffnete damit Räume für weibliche Selbsterfahrung, lange bevor das Thema Weiblichkeit in den Mainstream-Diskurs zurückkehrte. Gemeinsam mit dem Männlichkeits-Experten Björn Leimbach hat sie ein Institut gegründet, das Männer und Frauen getrennt wie auch als Paare in ihrer Polarität ausbildet. Ihre Arbeit verbindet systemische Therapie mit der Körperpsychotherapie nach Wilhelm Reich und Alexander Lowen sowie mit der indisch-asiatischen Energielehre. In ihrem Buch „Weiblichkeit Leben. Die Hinwendung zum Femininen" formuliert sie eine neue Weiblichkeit jenseits von Tradwife-Romantik und feministischer Gleichmacherei. Bust lebt heute überwiegend in einer Dorfgemeinschaft im Nordosten Brasiliens.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Leila Bust, warum sie die Gleichmacherei zwischen Mann und Frau für eine der größten Beziehungslügen der Gegenwart hält und warum Frauen heute schwerer in Beziehungen finden als noch vor dreißig Jahren. Bust spricht über die Folgen fehlender Väter, über kollektive sexuelle Wunden und über eine Dynamik, die sie aus jahrzehntelanger Praxis kennt: Frauen, die ihre Männer aus Kontrollbedürfnis schwach machen und dann den Respekt vor ihnen verlieren. Wir diskutieren Bodycount, Hingabe und Unterordnung, christliche Geschlechterbilder ebenso wie die Welt der Manosphere und den feministischen Ruf nach „Decenter the Man". Bust nimmt dabei eine seltene dritte Position ein, jenseits von Tradwife und Genderdebatte, und benennt klar, was viele Frauen heute spüren, aber kaum aussprechen.

  23. 143

    Wie sieht politische Verfolgung in Deutschland heute aus?

    Markus Haintz ist Rechtsanwalt und Volljurist, ursprünglich spezialisiert auf Baurecht und Architektenrecht, heute aktiv im Medien- und Äußerungsrecht. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er ab 2020 als juristische Stimme der Querdenken-Bewegung bekannt. Mit seiner Kanzlei führt er nach eigenen Angaben über 1.100 laufende politische Verfahren und vertritt unter anderem Mandanten wie Flavio von Witzleben. Haintz ist dabei nicht nur Anwalt, sondern selbst betroffen: gekündigte Bankkonten, ein nicht verlängerter Lehrauftrag, eine Hausdurchsuchung und nach eigenen Angaben rund 20 bis 30 Strafverfahren gegen ihn in den letzten Jahren.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um die zentrale Frage, wie politische Verfolgung in Deutschland heute tatsächlich aussieht. Haintz beschreibt das Land nicht als totalitären Staat, aber auch nicht mehr als funktionierende Demokratie, sondern als Postdemokratie. Oppositionelle würden weniger durch direkte Repression mundtot gemacht als durch wirtschaftlichen Druck: gekündigte Konten, verlorene Aufträge, Strafanzeigen-Wellen und Hausdurchsuchungen, die selbst zur Strafe werden. Es geht um die Doppelmoral der Justiz bei Volksverhetzung und NS-Symbolik, das Geschäftsmodell hinter den Strack-Zimmermann-Anzeigen, die Verfolgung von Ärzten wegen Maskenattesten und die These, dass im deutschen Strafrecht vor allem der Recht bekommt, der es sich leisten kann. Am Ende steht ein vorsichtig optimistischer Ausblick auf eine kritische Öffentlichkeit, ein lernendes System und die Aufforderung, den Mund weiter aufzumachen.

  24. 142

    Der Bruch im rechten Lager, den keiner offen austragen will | Dieter Stein Gründer Junge Freiheit

    Dieter Stein ist Gründer und Herausgeber der Jungen Freiheit, der ältesten konservativen Wochenzeitung Deutschlands. 1986 gab er die erste Ausgabe als 19-Jähriger aus seinem Kinderzimmer heraus, heute begleitet er den deutschen Konservatismus seit fast 40 Jahren publizistisch. Die Junge Freiheit stand selbst zehn Jahre lang unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, bis das Bundesverfassungsgericht 2005 zugunsten der Zeitung entschied. Stein hat sich publizistisch von Götz Kubitschek und der von ihm geprägten „Neuen Rechten" distanziert und Björn Höcke 2019 in einem viel beachteten Artikel als „ideologisches Irrlicht" bezeichnet. Den Begriff „Neue Rechte" lehnt er ab und hat ein Buch dagegen geschrieben. Sein politisches Selbstverständnis bezeichnet er als liberal-konservativ. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und stammt aus einer politisch heterogenen Familie – seine Schwester Monika Stein trat zuletzt als von Grünen und Linken getragene Oberbürgermeisterkandidatin in Freiburg an.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Dieter Stein offen über die inneren Spannungen des konservativen Lagers, über die Frage, wo die Grenze nach rechts verläuft und warum er Björn Höcke für ein „ideologisches Irrlicht" hält. Es geht um die Bruchlinien innerhalb der AfD, den Umgang mit Russland und der Ukraine, um Nord Stream, deutsche Souveränität und die Frage, was es eigentlich bedeutet, ein normales Land zu sein. Besonders eindringlich wird das Gespräch beim Thema Wehrhaftigkeit. Stein vertritt eine Position, die mit dem Pazifismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft bricht, und stellt sich der Konsequenz seiner eigenen Argumentation, auch in einem persönlichen Moment, der für viele Zuschauer schwer erträglich sein wird. Ein Gespräch über vier Jahrzehnte rechts der Mitte, über Familie, Identität und die Frage, was Konservative heute eigentlich noch zusammenhält.

  25. 141

    Der neue Extremismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft

    Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches „Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld. Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber, warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den „Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran, den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert, und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit, sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit. Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.

  26. 140

    Iran, Öl, dein Geld: Was jetzt wirklich droht - Fondsmillionär Max Otte

    Prof. Dr. Max Otte ist Ökonom, Fondsmanager und ein bekannter Wirtschaftspublizist im deutschsprachigen Raum. Mit 14 Büchern, darunter sechs Spiegel-Bestseller, hat er Generationen von Anlegern geprägt – von seiner Frühwarnung vor der Finanzkrise 2006 bis zu seinen aktuellen Analysen zur deutschen Wirtschaftslage. Otte ist außerdem Gründer des Investmentfonds „Privatinvestor Privatfonds". Sein neues Buch „Rettet unser Bargeld" erscheint Ende Mai und verbindet harte ökonomische Analyse mit konkreten Ratschlägen für die Mittelschicht. Nach dem Rauswurf aus seinem langjährigen Verlag veröffentlicht er heute unabhängig – und spricht entsprechend offen über das, was er sieht.Im zweiten Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es ums Eingemachte: Iran, Öl, Energiepreise und die Frage, was das alles für den deutschen Normalverbraucher bedeutet. Otte rechnet schonungslos ab – mit Trump, den er dreimal gewählt hat und der ihn enttäuschte, mit Friedrich Merz, dem er nie getraut hat, und mit einer Wirtschaftspolitik, die er als „ökonomischen Suizid" bezeichnet. Er erklärt, warum die deutsche Mittelschicht ausgeblutet wird, warum er als Millionär die Vermögenssteuer befürwortet und was er einem jungen Menschen mit 10.000 Euro Ersparnissen heute konkret raten würde. Ein Gespräch über Prepping, Souveränität, Cancel Culture und die Frage, was der Einzelne noch tun kann, wenn die alten Systeme nicht mehr tragen.

  27. 139

    Wer 45 Jahre arbeiten geht, ist ein Schlafschaf – Ole Nymoen provoziert

    Ole Nymoen ist Podcaster, Buchautor und dezidierter Kriegsdienstverweigerer. Bekannt wurde er im Juni 2024 mit einem Leitartikel unter dem Titel „Für Deutschland kämpfen? Never", der eine breite öffentliche Debatte auslöste. Seitdem zieht er durch die großen deutschen Talkshows – Markus Lanz, Hart aber fair, Sarah Bosetti – und sorgt dort regelmäßig für Entsetzen, wenn er seine Haltung unverändert vertritt: lieber besetzt als tot. Er betreibt einen Podcast, von dessen Erlösen er lebt, und sieht diese finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung dafür, unbequeme Meinungen überhaupt öffentlich vertreten zu können. Bis vor Kurzem war er Mitglied der Linkspartei. Er ist formal nicht ausgetreten, sondern schlicht durch Nichtzahlen der Beiträge. Ihm war die Parteiposition zum Nahostkonflikt zu wenig klar. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Nymoen eine konsequent materialistische Begründung seiner Kriegsdienstverweigerung: Ein Staat, der seine Wirtschaft darauf ausrichtet, Vermögende reicher zu machen, verdient keine Loyalität seiner Bürger. Wir sprechen über die Grünen als Kriegstreiber, über den instrumentalisierten Hitler-Vergleich in deutschen Talkshows und über die Frage, ob Arbeitsstolz eine Form von Autoritätshörigkeit ist. Dazu kommt ein bemerkenswertes Eingeständnis: Nymoen gibt zu, während der Corona-Zeit dem Staat geglaubt zu haben. “Das war falsch”, gibt er zu. Ein Gespräch, das polarisiert, weil es keine einfachen Lager kennt.

  28. 138

    Intuition statt Studien: So überzeugt dieser Influencer Millionen

    Fabian Kowallik begann als Ernährungsinfluencer auf Social Media. Sein Credo: Fleisch, Tierprodukte, kurzum Gottesnahrung. Und eine radikale Ablehnung von Protein-Shakes, Samenölen und industrieller Ernährung. Heute beschreibt er sich selbst anders: als Aufklärer. Mit einem abgebrochenen Medizinstudium, einem Bachelor of Science im Hintergrund und der Erfahrung, wie sein Vater durch eine falsche medizinische Behandlung früh starb, entwickelte er eine Weltanschauung, die Intuition über Studien stellt und Institutionen grundsätzlich misstraut. Auf seinen deutschen und englischen Social Media Kanälen erreicht er zusammen über 1,5 Millionen Menschen. Sein Buch „Die Ernährungslüge" wurde ein Bestseller. Sein neues Buch „Die Krankheitslüge" ist gerade erschienen. Er lebt auf Zypern.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Kowallik etwas offen, das die wenigsten Influencer je zugeben: Er erklärt seine eigene Methode. Wer sagt, was viele denken aber keiner sagen darf, bekommt Liebe und Hass und Reichweite. Wir sprechen über Chemtrails und warum er daran glaubt, ohne Evidenz dafür zu haben, über seinen öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Ernährungsinfluencer Christian Wolf, über Geschlechterrollen, Erziehung und seine These, dass Männer schuld sind, wenn Beziehungen scheitern.

  29. 137

    Deutschlands erster Dating-Coach: Was brauchen junge Männer wirklich?

    Maximilian Pütz, geboren 1978 in Hamburg, ist Deutschlands bekanntester Verführungscoach und Mitbegründer der deutschen Pick-up-Szene. Nach einer Ausbildung zum Erzieher und einem Schauspielstudium gründete er 2006 sein erstes Coaching-Unternehmen, das heute unter dem Namen Casanova Coaching firmiert. Zusammen mit dem Geschlechterforscher Arne Hoffmann veröffentlichte er drei Bücher im Heyne Verlag, darunter den Bestseller „Der perfekte Eroberer". In über 20 Jahren hat Pütz nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Männer persönlich begleitet. Von schüchternen Anfängern bis zu gestandenen Unternehmern. Er war früher Gast bei Markus Lanz, Hart aber fair und Maybrit Illner, wo er regelmäßig für kontroverse Debatten sorgte. Pütz bezeichnet sich selbst als Verführungscoach, Männerrechtler und Feminismus-Kritiker. Er lebt seit 16 Jahren in einer festen Beziehung.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek zeigt sich ein Mann, der auch differnezieren kann, was sein Online-Image nicht vermuten lässt. Pütz spricht offen über seine vaterlose Jugend, die Ablehnung seiner eigenen Männlichkeit und den therapeutischen Weg zurück zu einem versöhnten Verhältnis mit beiden Elternteilen. Dann wird es konfrontativ: Jasmin legt ihm seine umstrittensten Aussagen vor: „Nein heißt nicht immer Nein" bis „Frauen sind das Chaos". Es entsteht eine intensive Debatte über Consent, Patriarchat und die Frage, ob Frauen historisch wirklich systematisch unterdrückt wurden. Die beiden diskutieren über den modernen Dating-Markt, den Unterschied zwischen Red-Pill-Rhetorik und gelebter Realität, und warum erfolgreiche Frauen oft die größten Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben. Ein Gespräch, das Vorurteile auf beiden Seiten herausfordert.

  30. 136

    Ist Erziehung überflüssig?

    Oliver Heuler ist Golflehrer, Autodidakt, Philosoph und Buchautor. Seit 38 Jahren unterrichtet er Golf. Eine Sportart, die er mit 16 Jahren für sich entdeckte und die ihn bis heute nicht losgelassen hat. Nebenbei hat er rund 30 weitere Sportarten erlernt, darunter olympisches Gewichtheben, das er mit 45 Jahren begann, und Backgammon, in dem er den Titel des internationalen Meisters trägt. Aus seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Psychologie, östlicher Philosophie und dem Werk von Ken Wilber und Marshall Rosenberg entwickelte er seinen eigenen Ansatz: den Empathiekompass. Ein Navigationssystem jenseits moralischer Normen, das er in seinen Büchern „Vom Sollen zum Sein" und dem Roman „Jenseits der Moral" beschreibt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek legt Heuler offen, warum er Moral nicht für ein Fundament des Zusammenlebens hält, sondern für eine der gefährlichsten Erfindungen der Menschheit — weil sie Menschen von echter Empathie entbindet und Gewalt moralisch rechtfertigt. Wir sprechen darüber, warum er seinen Sohn nie erzogen hat, wie er vom überzeugten Ökosozialist zum Libertären wurde, was der Sozialstaat mit Waffengewalt zu tun hat und warum er den freien Willen für eine Illusion hält und das Leben seitdem deutlich angenehmer findet.

  31. 135

    Darum scheitern erfolgreiche Männer in der Beziehung

    Amir Reichart hat viele Jahre als Regisseur und Cutter gearbeitet, und ist heute Coach für leistungsorientierte Männer. Er kommt aus dem Medienbereich und arbeitete über zwölf Jahre an einem eigenen Science-Fiction-Film. Ein Projekt, das ihn tief in die Frage führte, was Erfolg wirklich bedeutet und was er kostet. Heute begleitet er Männer dabei, die emotionalen Muster hinter ihrer Leistungsorientierung zu verstehen. Sein erstes Buch „Der Hollywood Mönch" erscheint Mitte des Jahres.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um eine Frage, die viele Männer kennen, aber selten so benennen: Warum reicht es nie – egal was man tut? Amir Reichart erklärt, warum erfolgreiche Männer in Beziehungen oft genau deshalb scheitern, weil sie das, was sie beruflich stark macht, auch dort anwenden. Wir sprechen über die versteckte Bedürftigkeit hinter der Leistung, über Verletzlichkeit und die Angst, dafür bestraft zu werden, über den Unterschied zwischen Effizienz und Präsenz – und darüber, was es wirklich braucht, damit ein Mann nicht nur funktioniert, sondern wirklich da ist.

  32. 134

    Niemand will diese Kinder, aber alle verdienen daran | Sozialarbeiterin mit Heimerfahrung Carofragt

    Caro, bekannt auf Social Media als Carofragt, ist Sozialarbeiterin und Influencerin, die seit letztem Jahr für die Junge Freiheit als Kommentatorin auf Social Media arbeitet. Die 27-jährige Deutsch-Brasilianerin hat selbst drei Jahre in Kinder- und Jugendheimen verbracht – als Elfjährige, infolge eines erbitterten Rosenkriegs ihrer Eltern. Aus dieser Erfahrung heraus studierte sie Soziale Arbeit und spezialisierte sich auf das sogenannte Hochrisikoklientel: Kinder und Jugendliche, die aus jeder Einrichtung herausfallen und von System zu System weitergereicht werden. Mehrere Träger, mehrere Kündigungen, eine Haltung: Sie spricht aus, was Kollegen nur im Flüsterton sagen. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Caro erstmals ausführlich von ihrer eigenen Heimzeit. Sie berichtet außerdem von ihrer Erfahrung als Sozialarbeiterin. Der erste Fall: ein 9-jähriger Junge, der acht Einrichtungen gesehen hat und monatelang nicht zur Schule ging, während der Träger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat abrechnete. Der zweite Fall: ein 12-jähriger albanischer Junge, dessen Betreuung am Ende 100.000 Euro monatlich kostete und mit einem Messerangriff endete, weil niemand auf Caros Warnungen hörte. Ihr Vorwurf ist präzise: Das Jugendhilfesystem setzt strukturelle Anreize, Kinder im System zu halten statt sie herauszulösen; die wichtigste Ebene und zwar die der Beziehung wird dabei nicht berücksichtigt.

  33. 133

    Sind Diskussionen heute sinnlos?

    Matthias A. Narr, besser bekannt als „Biased Skeptic", betreibt seit 2021 einen YouTube-Kanäle an der Schnittstelle von Philosophie und Gesellschaftskritik. Der studierte Sprach- und Literaturwissenschaftler, Marketingexperte und Gründer der Kommunikationsagentur we communicaid GmbH hat sich mit seinem Kanal inzwischen über 40.000 Abonnenten einen Namen gemacht, indem er politische und gesellschaftliche Debatten auf logische Fehler, rhetorische Strategien und kognitive Verzerrungen untersucht. Aktuell macht er den Master in Philosophie im europäischen Kontext an der Fernuniversität Hagen. Sein 2024 erschienenes Buch „Dialog statt Dogma – Wie wir gesellschaftliche Konflikte lösen, ohne zu spalten" fasst seinen Ansatz zusammen. Narr ist Mitglied der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), bezeichnet sich selbst als agnostischen Atheisten mit naturalistischem Weltbild – und setzt sich trotzdem bewusst an Tische, an denen ganz anders gedacht wird.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek nimmt Narr die häufigsten Denkfehler auseinander, die unsere Diskussionen vergiften: vom Bestätigungsfehler über den Strohmann bis zur Nazikeule. Dabei bleibt er nicht in der Theorie, sondern wendet die Werkzeuge live an – auf Migrationsdebatte, Kriminalstatistiken und die Frage, warum Linke und Rechte bei Zahlen mit zweierlei Maß messen. In der zweiten Hälfte wird es persönlich: Anhand von Aristoteles' drei Phasen – Emotion, Anwalt, Richter – zeigen beide, wie produktive Gespräche gelingen können, und stellen sich der Frage, die seit Corona in vielen Familien unbeantwortet geblieben ist: Warum war ich mir so sicher – und du nicht? Ein Gespräch über die Kunst des Zuhörens, die Grenzen der Logik und die Hoffnung, dass Dialog noch möglich ist.

  34. 132

    Was Männer über Liebe wirklich denken - aber nie sagen

    Mischa Janiec, geboren 1991 in der Schweiz, wurde als einer der bekanntesten Fitness-Influencer im deutschsprachigen Raum bekannt. Als Natural Bodybuilder gewann er 2016 den Gesamtsieg bei der WNBF, war Teil der Netflix-Dokumentation „The Game Changers" von James Cameron und baute mit „ChainlessLIFE" eine internationale Community rund um Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung auf. Seit seinem Rückzug aus dem Wettkampfsport lebt Janiec als digitaler Nomade zwischen Berlin, Thailand und Südafrika. In seinem neuen Buch „Chainless Love – Die Befreiung der Liebe" wendet er seinen radikalen Ehrlichkeitsanspruch auf Beziehungen und Sexualität an – und legt dabei seine eigene Geschichte schonungslos offen.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Mischa Janiec über die Kluft zwischen dem, was Männer öffentlich über Liebe sagen und dem, was sie privat wirklich denken. Er erzählt, warum er es nicht geschafft hat, treu zu sein, wie Scham Beziehungen zerstört und warum die Idee von Besitz in der Liebe zwangsläufig zu Leid führt. Jasmin konfrontiert ihn mit der Selbstbezogenheit seines Ansatzes, hinterfragt die bequeme Konstruktion seiner offenen Beziehung und stellt die Frage, ob es nicht Dinge gibt, die größer sind als das eigene Wollen.

  35. 131

    Wie NGOs die „rechte Unterschicht" erziehen wollen | Insiderin Maike Gosch

    Maike Gosch ist Kommunikationsstrategin, Autorin und ehemalige Rechtsanwältin für Medienrecht. Nach ihrem Jurastudium in Hamburg und einem Referendariat mit Stationen in Brüssel und der Deutschen Botschaft in der Slowakei arbeitete sie zunächst als Anwältin, dann als Drehbuchautorin und Dramaturgin – unter anderem für Stoffentwicklungen bei Studio Hamburg und Colonia Media. 2012 gründete sie die Kommunikationsberatung story4good und wurde zu einer gefragten Storytelling-Expertin für NGOs, Stiftungen und Parteien. Zu ihren Kunden zählten unter anderem Brot für die Welt, die Grünen auf Landes- und Bundesebene, die Friedrich-Ebert-Stiftung, WWF Deutschland und Reporter ohne Grenzen. Heute schreibt sie als Journalistin für die NachDenkSeiten.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erzählt Maike Gosch, wie sie als überzeugte „Storytellerin für das Gute" NGOs beibrachte, mit Emotionen, Empathie und dramaturgischen Techniken Menschen zu überzeugen – und wann sie begann, an diesem System zu zweifeln. Sie beschreibt, wie sich seit 2016 eine Verschmelzung von Staat und Zivilgesellschaft vollzog, wie amerikanische Gelder nach Berlin flossen, und warum sie die Arroganz der Anti-Desinformations-Szene heute mehr beunruhigt als die Narrative, die sie einst selbst mitgebaut hat. Gosch spricht über die Transformation der Grünen von der Friedens- zur Kriegspartei, über Corona als Spaltungsmoment und über ihre Trauer darüber, wie politische Kultur in Deutschland zerfällt – erzählt von einer Frau, die das Innenleben dieses Systems aus erster Hand kennt.

  36. 130

    Hatten die Verschwörungstheoretiker die ganze Zeit Recht?

    B-Lash, bürgerlich Yousefali Bidarian Nejad, wurde 1982 im iranischen Qazvin geboren und wuchs in Berlin-Kreuzberg auf. Als Sohn eines iranischen Musikers begann er um das Jahr 2000 als DJ und Produzent in der Berliner Hip-Hop-Szene, arbeitete mit Rappern aus dem Bassboxxx-Umfeld zusammen und veröffentlichte insgesamt 16 Alben – nach eigener Aussage ohne je Geld damit verdient zu haben. Gemeinsam mit MC Bogy betreibt er seit 2019 den Podcast „100% Realtalk", in dem Hip-Hop-Kultur auf gesellschaftspolitische Themen trifft. Während der Corona-Zeit geriet B-Lash durch Gäste wie Ken Jebsen und Attila Hildmann ins Fadenkreuz von Medien und Szene: Er wurde als Verschwörungstheoretiker, Corona-Leugner und Antisemit bezeichnet – letzteres wehrte er per Gerichtsbeschluss ab. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Machtstrukturen, Geheimdienstoperationen und dem, was er selbst „historische Verschwörungsanalyse" nennt.Im Gespräch entfaltet B-Lash seine Sicht auf die Epstein-Akten, die aktuelle Rehabilitation von Xavier Naidoo und die Frage, ob die sogenannten Verschwörungstheoretiker am Ende Recht behalten haben. Er zieht Parallelen zwischen dem Epstein-Netzwerk und dem Franklin-Skandal der 80er Jahre, spricht über Erpressungsstrukturen in Politik und Geheimdiensten und vertritt die These, dass die Veröffentlichung der Epstein-Files Teil eines geplanten Systemwechsels sein könnte. Dabei geht es auch um Pizzagate, Hollywood, rituellen Missbrauch und die Rolle von Figuren wie Jean-Luc Brunel und Virginia Giuffre. Jasmin hakt nach, wo die Grenze zwischen fundierter Analyse und Confirmation Bias verläuft.

  37. 129

    "Sie nehmen es sich, weil sie es können" | Ex-Bundestagsabgeordnete rechnet ab

    Joana Cotar, geboren 1973 im rumänischen Pitești, floh als Kind mit ihrer Familie vor dem Ceaușescu-Regime nach Deutschland. Nach einem Studium der Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Mannheim arbeitete sie in der Finanzbranche und im IT-Projektmanagement der Deutschen Börse Group. 2013 trat sie der AfD bei, 2017 zog sie über die hessische Landesliste in den Bundestag ein, wo sie als digitalpolitische Sprecherin und Obfrau im Ausschuss Digitale Agenda tätig war. Nach innerparteilichen Konflikten verließ sie 2022 die AfD-Fraktion und war bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 fraktionslose Abgeordnete. Sie gründete die Initiative „Bitcoin im Bundestag" und engagiert sich heute für das Milei-Institut und die Partei Team Freiheit. In ihrem Buch „Inside Bundestag: Wie ich in acht Jahren im Zentrum der Macht das Vertrauen in unsere Demokratie verlor" legt sie einen schonungslosen Insiderbericht über das parlamentarische System vor.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek öffnet Cotar die Bücher – im wörtlichen Sinne. Sie legt offen, was ein Abgeordneter den Steuerzahler kostet, wie Dienstreisen zum bezahlten Urlaub werden und warum eine CDU-Abgeordnete kurz vor Jahresende per Email zum großen Einkaufen aufrief. Doch das Interview geht weit über Anekdoten hinaus: Cotar analysiert, wie das System jeden Idealisten absorbiert – auch die AfD-Abgeordneten, die einst antraten, um aufzuräumen. Sie spricht über persönliches Mobbing aus der eigenen Fraktion, über den Moment, als sie merkte, was die Macht mit ihr selbst machte, und über ihre Entscheidung, auf eine dritte Legislaturperiode zu verzichten. Im letzten Drittel stellt Jasmin kritische Fragen zur Rolle von Cotars Bruder Alexander Tamas, einem Milliardär und Großinvestor bei der Twitter-Übernahme, und zur Frage, wem die „Free Speech"-Agenda wirklich nützt.

  38. 128

    Wem kann man heute noch vertrauen, Herr Reichelt?

    Julian Reichelt, geboren 1980 in Hamburg, ist einer der polarisierendsten Journalisten Deutschlands. Aufgewachsen in einem Journalistenhaushalt und mit dem Wunsch irgendwann mal Bild-Chefredakteur zu werden, absolvierte er die Axel-Springer-Akademie und machte sich zunächst als Kriegsreporter einen Namen, unter anderem in Afghanistan, dem Irak, Sudan und Syrien. 2014 übernahm er die Leitung von Bild.de, 2017 wurde er als Nachfolger von Kai Diekmann Vorsitzender der Bild-Chefredaktionen. Im Oktober 2021 wurde er von Axel Springer abberufen – ein Bruch, der bis heute unterschiedlich gedeutet wird. Seit 2022 betreibt Reichelt den YouTube-Kanal „Achtung, Reichelt!", seit 2023 ist er Chefredakteur und geschäftsführender Direktor von Nius, einem der reichweitenstärksten "alternativen" Nachrichtenportale im deutschsprachigen Raum. Sein Selbstverständnis: furchtloser Journalismus gegen Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch – seine Kritiker sehen darin rechtspopulistische Meinungsmache.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Reichelt über die Epstein-Akten und den drohenden Vertrauenskollaps gegenüber den globalen Eliten, über seine Zeit als Bild-Chefredakteur und die Mechanismen von Macht und Nähe zwischen Medien und Politik. Er schildert, wie eine schriftliche Anweisung von Friede Springer ihn während der Pandemie erreichte, warum er die Corona-Zeit als „Blick in die Mechanismen des Totalitarismus" beschreibt und weshalb er seine eigene Impfempfehlung heute als Fehler bezeichnet. Ein intensives Interview über Vertrauen, Fehler und die Frage, ob der Journalismus Deutschland verraten hat.

  39. 127

    Warum rechte Politik Deutschland nicht retten kann | Wolfgang M. Schmitt

    Wolfgang M. Schmitt ist Kulturkritiker, Buchautor und Podcaster. Mit seinem YouTube-Kanal und dem Podcast „Die neuen Zwanziger" erreicht er ein breites Publikum, das sich für Filmkritik, Gesellschaftsanalyse und politische Ökonomie interessiert. Schmitt bezeichnet sich selbst als marxistisch links, betont aber die Notwendigkeit von Methodenpluralität – neben Marx bezieht er sich auf Keynes und andere ökonomische Denker. Ursprünglich wollte er eine Dissertation über Ernst Jünger schreiben, entschied sich dann aber für den Weg in die Öffentlichkeit. Sein Markenzeichen: der Anzug, den er als bewusste ästhetische Entscheidung trägt – nicht als politisches Statement.Er verteidigt Meinungsfreiheit, kritisiert die Staatsverliebtheit der Linken während Corona und räumt ein, dass seine Seite bei der Aufarbeitung der Pandemie versagt hat. Zugleich argumentiert er, dass Migration ein „Scheinproblem" sei – die eigentlichen Ursachen für gesellschaftliche Spannungen seien ökonomisch: Niedriglöhne, fehlende Integration durch fehlende Ressourcen, eine Steuerpolitik, die Arbeitende belastet und Vermögende schont.

  40. 126

    Deutschland verlernt das Denken – Mathematikprofessor nennt die Schuldigen

    Bernhard Krötz ist Professor für Mathematik an der Universität Paderborn, wo er unter anderem Mathematiklehrer ausbildet. Der gebürtige Franke begann sein Studium 1990 in München zunächst mit Physik, wechselte nach dem Vordiplom zur Mathematik und machte dort Karriere in der Forschung. Über seinen YouTube-Kanal erreicht er mittlerweile hunderttausende Menschen mit Videos über den Zustand des deutschen Bildungssystems. Krötz war als Experte im Bildungs-ausschuss des Bayerischen Landtags geladen und hat alte Schulbücher von Verlagen freigekauft, um sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seine Kritik an Kompetenzorientierung, Digitalisierung und dem Einfluss von NGOs auf die Bildungspolitik hat ihn zu einer der lautesten Stimmen in der Debatte um Deutschlands Schulen gemacht.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek analysiert Krötz den dramatischen Leistungsabfall der letzten Jahre und benennt konkrete Ursachen: die Kultusministerkonferenz, die Bertelsmann Stiftung, die Abschaffung grundlegender Rechenverfahren und ein Schulsystem, das Masse statt Qualität produziert. Er erklärt, warum zwei Drittel der Studienanfänger aus seiner Sicht nicht studierfähig sind, warum PISA-Tests wenig aussagen und weshalb er die KMK am liebsten sofort schließen würde. Dabei wird er auch persönlich: Er spricht über seinen eigenen Bildungsweg, die Konditionierung von Kindern durch Symbole und Konsum, und die Frage, ob eine Gesellschaft, die schneller verändert wird als sie begreifen kann, auf eine Katastrophe zusteuert.

  41. 125

    Götz Kubitschek: Wie sieht ihr Deutschland aus?

    Götz Kubitschek ist Verleger, Publizist und eine der einflussreichsten Figuren der Neuen Rechten in Deutschland. Mit seinem Antaios Verlag in Schnellroda, Sachsen-Anhalt, hat er Autoren wie Martin Sellner, Ellen Kositza und Armin Mohler verlegt und gilt als intellektueller Vordenker einer Bewegung, die weit über die AfD hinausreicht. Der ehemalige Bundeswehroffizier und Vater von sieben Kindern wird vom Verfassungsschutz beobachtet, sein Verlag ist als „gesichert rechtsextrem" eingestuft. Bernd Lucke nannte ihn einst einen der „wichtigsten Strippenzieher" der Partei, Björn Höcke zählt seit über 20 Jahren zu seinen engsten Gesprächspartnern. 2017 führte ich mein erstes Interview mit ihm – damals war der Ton in den Medien noch ein anderer.Im Gespräch sprechen wir über den Wandel im Journalismus, über Handgreiflichkeiten mit Fotografen und die Frage, ob seine Haut nach 20 Jahren im Fadenkreuz dicker geworden ist. Kubitschek erklärt, warum er keinen Döner isst, was ihn mit Höcke verbindet und wo er die Grenze zieht zwischen konservativ und radikal. Wir diskutieren Remigration, den Streit mit Maximilian Krah, die Wehrpflicht und seine Haltung zu Corona – als er sich „libertär aus Notwehr" verhielt. Und ich stelle ihm die Frage, die mir ein linksradikaler Bekannter mitgegeben hat: Was ist die große Lebenslüge der Rechten?

  42. 124

    Crash-Prophet oder Realist? Markus Krall über Deutschlands Abstieg

    Dr. Markus Krall ist Ökonom, Unternehmensberater und Gründer des Edelmetallhändlers Goldrevolution. Nach über 30 Jahren in der Finanzbranche, in denen er Banken, Versicherungen und Regierungen in mehr als 40 Ländern beriet, wechselte er 2019 in den Goldhandel – zunächst als Geschäftsführer der Degussa Goldhandel, seit 2024 mit seinem eigenen Unternehmen in der Schweiz. Krall polarisiert: Seine düsteren Prognosen zur deutschen Wirtschaft haben ihm den Ruf eines „Crash-Propheten" eingebracht, seine libertären Positionen zu Staat, Steuern und Freiheit machen ihn zur Reizfigur im öffentlichen Diskurs. Er lebt mittlerweile in der Schweiz und hat Deutschland den Rücken gekehrt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek stellt sich Krall der Kritik an seinen früheren Prognosen – und verdoppelt: Das, was wir gerade erleben, sei erst der Anfang. Er rechnet vor, warum Deutschland auf eine Verschuldung von über 100 Prozent zusteuert, weshalb die offiziellen Wirtschaftszahlen seiner Meinung nach lügen und was es bedeutet, wenn 400 Milliarden Euro jährlich in Staatsbedienstete fließen. Es geht um Gold als Absicherung, um die Frage, ob sein Pessimismus zum Geschäftsmodell gehört. Krall spricht über westliche Kriegstreiberei, die ihn „anekelt", über Trump und Grönland, über Wehrpflicht und das Recht, Waffen zu tragen.

  43. 123

    Scham und Schuld - Warum sagst du nicht, was du wirklich denkst?

    Benedikt Zeitner ist Traumatherapeut und Heilpraktiker mit einem ungewöhnlichen Werdegang: Bevor er sich 2019 ganz der therapeutischen Arbeit widmete, stand er 13 Jahre lang als Musik-Kabarettist mit dem Comedy-Duo „Ass-Dur" auf der Bühne. Heute ist er lizensierter NARM-Master-Therapeut und verbindet in seiner Methode „Deep Honesty" Elemente aus Radical Honesty, Gestalttherapie und Traumatherapie. Seine Arbeit findet sowohl in Einzelsitzungen als auch in Gruppenformaten und Retreats statt, die er regelmäßig anbietet. Auf YouTube und Instagram teilt er seine Erkenntnisse über Trauma, Scham und radikale Ehrlichkeit. Jasmin und Benedikt kennen sich seit elf Jahren – sie begegneten sich erstmals bei einer Veranstaltung von Dr. Daniele Ganser in Berlin.Im Gespräch geht es um zwei Gefühle, die unser Leben stärker prägen, als wir ahnen: Scham und Schuld. Benedikt erklärt, warum wir als Kinder lernen, Teile von uns zu verstecken, und wie diese frühen Anpassungen uns noch heute daran hindern, authentisch zu sein – auf der Arbeit, in Beziehungen, in politischen Diskussionen. Er dreht dabei eine gängige Annahme um: Selbstbewusstsein müsse nicht aufgebaut, sondern wiederentdeckt werden, weil es in jedem von uns bereits angelegt ist. Besonders provokant wird es, als er die Verbindung zwischen politischer Wut und Kindheitstrauma herstellt und erklärt, warum Menschen, die uns triggern, zu „Arschengeln" werden können. Benedikt spricht dabei offen über seine eigenen Scham-Themen und zeigt, dass auch Therapeuten keine fertigen Menschen sind – sondern Menschen auf dem Weg.

  44. 122

    Warum Selbstoptimierung dich nicht glücklicher macht | Psychologin Esther Bockwyt

    Esther Bockwyt ist Psychologin, Gutachterin und Spiegel-Bestsellerautorin. Mit ihrem letzten Buch, einer psychologischen Analyse der Woke-Kultur, erreichte sie ein breites Publikum und positionierte sich als kritische Stimme gegenüber ideologischen Trends in Gesellschaft und Wissenschaft. In ihrem neuen Buch „Alles toxisch oder was? Ein Wegweiser durch den Mental Health Dschungel – und was wirklich hilft" nimmt sie sich nun die Pop-Psychologie vor: Selbstliebe, inneres Kind, Manifestation, toxische Beziehungen – Bockwyt prüft, was davon wissenschaftlich haltbar ist und wo der Trend ins Schädliche kippt.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Bockwyt, warum der Begriff „Selbstliebe" in der akademischen Psychologie nicht existiert, weshalb die Inflation von Labels wie ADHS oder Hochsensibilität problematisch ist und was sie meint, wenn sie sagt, Antidepressiva seien „Placebo mit Nebenwirkungen". Sie analysiert, wie der Fokus auf Selbstoptimierung und emotionale Unabhängigkeit paradoxerweise zu mehr Einsamkeit und schlechteren Beziehungen führt. Am Ende steht ein einfacher, aber radikaler Rat: Wer glücklicher leben will, sollte aufhören, um sich selbst zu kreisen – und sich stattdessen der Welt zuwenden.

  45. 121

    Wie radikal muss Deutschland werden? | Neujahrsgespräch mit NIUS-Moderatorin und rechtem Influencer

    Giovanna Winterfeldt ist Moderatorin des NIUS-Formats "Gio Unzensiert", Synchronsprecherin und seit einiger Zeit eine kritische Stimme im politischen Diskurs. Bekannt wurde sie durch ihre Kritik an den Coronamaßnahmen und der damit verbundenen öffentlichen Abkehr von der linken Bubble, in der sie sich lange bewegte. Auf Social Media teilt sie heute Gedanken zu Gesellschaft, Geschlechterrollen und politischer Kultur. Feroz Khan betreibt seit über zehn Jahren den YouTube-Kanal Achse:Ostwest und gehört damit zu den dienstältesten rechten YouTubern Deutschlands. Als bekennender AfD-Aktivist, Veganer und Ex-Muslim vereint er Positionen, die selten in einer Person zusammenkommen. Im Gespräch stellen wir uns eine zentrale Frage: Sind wir radikal genug? Wir sprechen über Neujahrsvorsätze und persönliche Ziele, aber auch über Landtagswahlen, AfD-Strategien und die Frage, ob es erst schlimmer werden muss, bevor es besser wird. Giovanna erklärt, warum sie dieses Jahr mit ihren Kindern keine Weihnachtsmärkte besucht hat. Ich formuliere meine rechtsradikalste und meine linksradikalste Forderung. Und am Ende stellt Feroz eine Frage, die uns alle zum Nachdenken bringt: Wärt ihr lieber Täter oder Opfer desselben Verbrechens? Ein Neujahrs-Live über unbequeme Wahrheiten, persönliche Grenzen und die Frage, was 2026 wirklich braucht.

  46. 120

    Kann ich mich als erfolgreiche Frau einem Mann unterordnen?

    Jana Highholder, bürgerlich Jana Hochaltar, ist Ärztin, Podcasterin und eine der bekanntesten christlichen Stimmen auf Social Media im deutschsprachigen Raum. Mit 27 Jahren hat sie bereits zwei Doktorarbeiten verfasst – ihre Promotion in der Palliativmedizin widmete sich der Frage, ob Spiritualität eine Ressource zur Krankheitsbewältigung bei jungen krebskranken Menschen sein kann. Nach zwei übersprungenen Schulklassen schloss sie ihr Medizinstudium mit 24 Jahren ab und arbeitet heute als Ärztin in der Allgemeinmedizin, nebenbei ist sie in der ästhetischen Medizin tätig. Als High Performerin mit einem konsequent gelebten christlichen Weltbild bewegt sie sich zwischen den Welten: Botox und Bibel, medizinische Karriere und Glaubenspraxis, Leistungsdruck und dem Versuch, Gott zu dienen statt sich selbst zu verwirklichen.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek spricht Jana Highholder über die Spannungen, die ihr Leben prägen: Wie verträgt sich ästhetische Medizin mit christlichem Glauben? Warum definiert sie Selbstverwirklichung als Egoismus? Jana wünscht sich außerdem einen Ehemann, aber die Partnersuche ist kompliziert. Sie wartet mit Sex bis zur Ehe, verteidigt die Unterordnung der Frau unter den Mann und glaubt, dass patriarchale Strukturen nicht grundsätzlich negativ sind. Jana erklärt, warum Mann und Frau sich in der Ehe ergänzen müssen wie zwei Teile einer Einheit und warum sie trotz ihres Erfolgs die Rolle des Mannes als Führungsfigur akzeptiert. Ein Gespräch über Geschlechterrollen, Partnerschaft, Glaube und die Frage, wie viel Raum Männer und Frauen in einer modernen Gesellschaft einnehmen sollten.

  47. 119

    Was passiert, wenn Rechts und Links ehrlich miteinander reden? Max Mannhart vs. Simon David Dressler

    Max Mannhart ist Gründer, Geschäftsführer und Chefredakteur von Apollo News, einem rechtskonservativen Online-Magazin. Er führt eine Redaktion von 15 festangestellten Mitarbeitern und erreicht mit Apollo-News monatlich über 3,5 Millionen Seitenbesuche. Mannhart, der keine formale journalistische Ausbildung absolviert hat, arbeitete zuvor bei Tichys Einblick und in der Chefredaktion von Julian Reichelts Nius. Er bezeichnet sich selbst als bürgerlich-liberal und positioniert Apollo News als Alternative zu klassischen Medien. Simon David Dressler, 26 Jahre alt, studiert Linguistik in Berlin und hat sich als „progressiver Populist" auf TikTok einen Namen gemacht, wo er über 50.000 Follower erreicht. Einst Werkstudent bei der CDU – eine Phase, die er heute als „Jugendsünde" bezeichnet – unterstützte er im letzten Wahlkampf die Linke und macht seitdem mit pointierten Videos linke Politik für eine junge Zielgruppe zugänglich.In dieser 3-stündigen Debatte prallen zwei Weltsichten aufeinander: Sechs Thesen strukturieren das Gespräch: von der moralischen Bewertung des Kapitalismus über Israels Rolle im Nahen Osten, die Wehrpflicht-Debatte und Identitätspolitik bis zur Frage, ob Milliardäre existieren dürfen. Der überraschende Höhepunkt: Nach stundenlangem Streit finden beide einen gemeinsamen Nenner in der Kritik am Staat selbst, der – unabhängig davon, wer regiert – zu tief in die Freiheitsrechte seiner Bürger eingreift. Eine Debatte, die zeigt, wie tief die Gräben verlaufen, aber auch, wo unerwartete Überschneidungen liegen.

  48. 118

    Warum wird Bargeld systematisch abgeschafft?

    Hansjörg Stützle kommt vom Bodensee und hat als Unternehmensberater kleinen Unternehmen bei der Sanierung geholfen. Irgendwann stellte er sich die Frage, warum Menschen erst handeln, wenn die Hütte brennt – und wechselte zu präventiver Beratung. Heute beschäftigt er sich intensiv damit, wie Menschen mit Geld umgehen, welche psychologischen Mechanismen beim Bezahlen greifen und warum Bargeld mehr ist als nur ein Zahlungsmittel. Mit seiner Nähe zur Schweiz – dort ist der Name "Stützle" verwandt mit "Stutz", einem umgangssprachlichen Wort für Franken – hat er eine besondere Perspektive auf den Wert und die Symbolik von Geld.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek geht es um weit mehr als Scheine und Münzen. Stützle erklärt, warum Menschen mit Bargeld 18 bis 23 Prozent weniger ausgeben als mit Karte, welche Rolle Schmerzempfinden beim Bezahlen spielt und wie digitales Bezahlen systematisch zur Überschuldung führt. Er analysiert, warum der 500-Euro-Schein als "Bin Laden Schein" kriminalisiert wurde, wie Banken, Politik und Handel gemeinsam daran arbeiten, Bargeld zu verdrängen, und welche Konsequenzen das für Datenschutz, Freiheit und Demokratie hat. Am Ende steht eine konkrete Herausforderung: eine Woche nur Bargeld, eine Woche nur digital – um selbst zu spüren, was diese Entscheidung mit uns macht.

  49. 117

    Kann man unseren Wahlen noch vertrauen? BSW-Chef Fabio De Masi klagt vor dem Verfassungsgericht

    Fabio De Masi ist Vorsitzender des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) und führt seit der Bundestagswahl 2025 einen juristischen Kampf um eine Neuauszählung der Stimmen. Das BSW scheiterte mit nur 9.529 fehlenden Stimmen knapp an der 5%-Hürde – das knappste Wahlergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik. De Masi, der sich in den vergangenen Monaten intensiv in das deutsche Wahlrecht eingearbeitet hat, wirft der schwarz-roten Mehrheit im Bundestag vor, aus Eigeninteresse eine Neuauszählung zu blockieren. Nun zieht er vor das Bundesverfassungsgericht.Im Interview erläutert De Masi die juristische Ausgangslage, dokumentierte Zählfehler und statistische Anomalien, die eine Neuauszählung aus seiner Sicht rechtfertigen. Er geht dabei hart mit etablierten Parteien ins Gericht: Der Bundestag sei „Richter in eigener Sache" – eine Regelung aus der Kaiserzeit, die von Juristen seit Jahren kritisiert werde. De Masi zeigt sich differenziert, wenn er der AfD bescheinigt, sich in diesem Fall „sauber verhalten" zu haben, während er CDU, SPD und Grünen vorwirft, die parlamentarische Kontrolle aus Eigeninteresse zu lähmen. Seine zentrale These: Die sogenannte „demokratische Mitte" verhindere Untersuchungsausschüsse und demokratische Prinzipien, um ihre Mehrheit zu sichern. Ein Gespräch über Wahlrecht, Machtinteressen und die Frage, wer in diesem Konflikt tatsächlich demokratisch handelt.

  50. 116

    Fondsmillionär und Crash-Prophet Max Otte: Wann kommt der "Weltsystemcrash" endlich?

    Max Otte ist Ökonom, Buchautor, Investor und Unternehmer. Seine Prognose der Finanzkrise 2008 in seinem Bestseller "Der Crash kommt" machte ihn deutschlandweit bekannt und brachte ihm den Ruf als Crashprophet und Krisenökonom ein. 2019 folgte "Weltsystemcrash", das 13 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und seine These einer fundamentalen globalen Neuordnung entwickelte. Otte war drei Jahrzehnte lang CDU-Mitglied, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und Mitglied der Atlantikbrücke, wo er Friedrich Merz persönlich kennenlernte. Als Vorsitzender der WerteUnion und später der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung bewegte er sich zunehmend an den Rändern der Partei. Seine Kandidatur für die Bundespräsidentschaft 2022, vorgeschlagen von AfD-Abgeordneten, führte zum Bruch: Parteiausschluss aus der CDU, Verlust seiner Professur, mediale Diffamierung. Im Gespräch mit Jasmin Kosubek erklärt Otte, warum der seit Jahren angekündigte Wirtschaftscrash zwar ausgeblieben ist, Deutschland aber dennoch mitten in einem "Weltsystem-Crash" steckt – einer Serie von Krisen von Corona über Deindustrialisierung bis zum Ukraine-Krieg. Er rechnet mit der politischen Elite ab, analysiert Friedrich Merz als Lobbyisten ohne Skrupel und verteidigt seine AfD-Nähe als demokratisch legitim. Otte gibt konkrete Investmenttipps für unsichere Zeiten, spricht über den persönlichen Preis seiner politischen Überzeugungen und erklärt, warum er seine Entscheidung trotz aller Konsequenzen nicht bereut.

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Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten Sinne des Wortes liegt mit besonders am Herzen. Als Mensch bin ich neugierig, offen und bewusst. Ein besonderes Anliegen ist es mir, einen positiven Beitrag zur Normalisierung unserer Diskursfähigkeit zu leisten.

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