PODCAST · society
Jüdische Salongespräche
by Sonia Simmenauer, Marion Kollbach
Unser Jüdischer Salon Berlin bietet unter www.juedischer-salon-berlin.de/podcasts Jüdische Salongespräche als Podcast zum Nachhören an.Im krisenhaften Heute bieten wir geladenen Gästen in unserem Berliner Jüdischen Salon, fern von den sozialen Medien, ein Forum, in dem sie sich persönlich und mit ihrem Wissen einbringen können, und in dem sich das Gespräch mit dem Publikum entfalten kann. Jenseits von Ohnmacht und Vorurteil kommt die Unübersichtlichkeit und Vielfältigkeit von Realität und Vorstellung zu Wort und wird aus diversen Perspektiven beleuchtet. Die eigenen Fragen treffen auf die Fragen anderer, Neugierde paart sich mit Austausch.Die Themen unseres Salons haben aktuelle gesellschaftliche Relevanz, sie sind ein Spiegel der Gesellschaft. Die ursprüngliche Frage, die wir aufwerfen wollten: Wie lebt es sich als Jüdin und Jude im 21. Jahrhundert? Wurde von der Aktualität überrollt, so geht es heute nicht mehr „nur“ darum, wie sich die Shoah neu unter die anderen Kapitel der so l
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Diasporic views
Mit Logan February, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Michaela Špačková und Maria Stepanova - im Gespräch mit Sasha Marianna Salzmann. Von jeher war Kunst ein Spiegel des diasporischen Lebens. Einer Geschichtserzählung, die Menschen in Fremde und Einheimische separiert, setzen Musik und Poesie komplexe Lebensrealitäten entgegen, die gängige Erklärungsmuster unterlaufen. Was haben Dichter*innen, deren Werke vom Nachdenken über die Diaspora geprägt sind, einander zu sagen? Welchen Hallraum erzeugen ihre Erfahrungen, wenn sie aufeinandertreffen? Aus unterschiedlichen Blickwinkeln schauen sie auf eine gemeinsam geteilte Welt und erzählen sie weiter. Art has always been a mirror of diasporic life. Through music and poetry, artists counter historical narratives that separate people into foreigners and locals, revealing instead the complex realities that defy simple explanation. What do poets whose works are shaped by the diasporic experience have to say to each other? What resonance do their experiences create when they encounter one another? From different perspectives, they look at a shared world and pass on its story. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter: https://www.salon-ich.berlin/programm/diasporic-views-texte-gedichte-und-musik
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Muttersprache im Exil
Podcast vom Salon am 1. Juli 2025 mit mit Ruth Rosenfeld und Galili Shahar, Moderation Marion Kollbach Die Schauspielerin Ruth Rosenfeld und der Literaturwissenschaftler Galili Shahar machen die jüdische Mehrsprachigkeit als diasporische Erfahrung erlebbar - historisch und aktuell. In den brisanten Konflikten unserer Zeit verliert die Sprache ihre Verbindung zum anderen, sie wird manipuliert, ihr droht Bedeutungsverlust, sie wird zensiert – unser Fokus gilt der Offenheit und Gastlichkeit der Sprache in der Geschichte und heute. Die jüdische Diaspora war niemals monolingual, sie war immer vielstimmig. „Das Judentum ist nicht in einem Land, es ist im Wort.“ (Edmond Jabes) Sprache ist Erinnerung und Exil zugleich, ein Raum (מקום/ makom), in welchem Zugehörigkeit immer wieder neu Gestalt annimmt. Wie lebt es sich zwischen den Sprachen? Welche Sprachen verlieren wir und welche gewinnen wir hinzu? Szenisches und ein Gespräch über Sprachverwirrung, Sprachstörung, Prophezeiung, Schweigen, Stimmen, Jargon und Übersetzung. Wie Sprache das Miteinander-Sein bestimmt.
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Gewachsene Verbindungen: Blicke auf Israel und Deutschland
Wenn von „den Beziehungen“ zwischen Deutschland und Israel die Rede ist, wird es schnell staatstragend – oder schwarz-weiß. Dann geht es um „pro“ und „anti“, um Täter und Opfer, um politische Positionierungen und Stellungsnahmen, die häufig nach Worthülsen klingen. Das hat jedoch wenig mit den Lebenswelten von Israelis und Deutschen zu tun, die sich in ihrem Alltag tatsächlich begegnen. Ihre Geschichten erzählen oft von Zwischenmenschlichem und Emotionen, persönlichen Verbindungen und gemeinsamem Erleben. „Woran denkst Du, wenn Du an Israel denkst? Woran denkst Du, wenn Du an Deutschland denkst?“ – sind die zwei Fragen, die Dr. Alexandra Nocke und Teresa Schäfer im Rahmen ihres Buches „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke.“ ihren Interviewpartner:innen gestellt haben. Eine der Beitragenden im Buch war die Sopranistin Alma Sadé, die an diesem Abend zusammen mit Alexandra Nocke über ihren ganz persönlichen Blick auf Deutschland und Israel spricht. Es geht dabei um Grünflächen im nowhere land, Freiheit und Ficusbäumen auf den Boulevards in Tel Aviv, aber auch um den existentiellen Bruch nach dem 7.10.2023. Im Jüdischen Salon präsentieren Alexandra Nocke und Alma Sadé überraschende Perspektiven auf die Beziehungen zwischen Israelis und Deutschen und blicken auf Trennendes und Verbindendes, Ungewöhnliches und vermeintlich Typisches. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin
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Dreamed Belongings: Jewish life between Europe and Israel
Die renommierte Historikerin und Intellektuelle, Diana Pinto, ist nach dem Ende des Kalten Kriegs für ein selbstbewusstes, vielfältiges und in der europäischen Gesellschaft verankertes Judentum eingetreten, das aktiv an der Gestaltung Europas mitwirken solle. Ob und wie sich ihre Vision auf dem Hintergrund der aktuellen Konflikte ausnimmt, wie sich ein diasporisches Judentum inhaltlich gestalten kann, dies diskutieren Cilly Kugelmann und Diana Pinto auf ihrem jeweilig sehr unterschiedlichen jüdischen Hintergrund. Sie denken darüber nach, wie ihr Verhältnis zu Israel aussieht und aussah. Juden sehen sich mit der Erwartung konfrontiert, die Politik Israels rechtfertigen zu müssen, was zu emotionalen Loyalitätskonflikten führen kann. Ob es in dieser schwierigen Situation eine Chance für ein selbstbewusstes europäisches Judentum mit einer nuancierten Haltung zu Israel, die Verbundenheit und kritische Reflexion vereint, geben kann, diskutiert Cilly Kugelmann mit Diana Pinto. Die Krise der EU zwingt die Juden Europas seit Jahren, sich zu aktuellen Fragen wie Migration, dem Erstarken des Populismus und einem zunehmenden Antisemitismus zu positionieren. Durch den Krieg in Gaza sehen sich jüdische Organisationen gezwungen, öffentlich auf komplexe politische Fragen zu reagieren, die selten pluralistisch ausfallen, was oft interne Spannungen auslöst. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/
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Explosive Moderne mit Gast Eva Illouz
Im Gespräch mit Christina von Braun stellt Eva Illouz ihr neues Buch Explosive Moderne vor. Politiken der Angst, Spiralen der Enttäuschung, Menschen in Wut. In ihrem neuen Buch blickt Eva Illouz auf unsere aufgewühlte Zeit aus der Perspektive der Gefühle, die sie prägen. Angst, Enttäuschung und Wut, aber auch Scham oder Liebe sind fest in die sozialen Arrangements der westlichen Moderne eingebaut – und werden von ihrer Ökonomie, Politik und Kultur intensiv bewirtschaftet. Sie sind psychologisch relevant, moralisch bedeutsam, politisch wirksam – und hochgradig ambivalent. Das macht die Gegenwart, in der wir leben, so brisant, ja explosiv. Illouz erhellt diese Phänomene in einer meisterlichen Komposition aus soziologischen Analysen, historischen Miniaturen und Lektüren ikonischer Werke der Weltliteratur. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/
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Unfähigkeit zu trauern? - Mit Gast Alfred Bodenheimer
Zu Gast ist Alfred Bodenheimer, Autor der Rabbi-Klein- sowie Jerusalem-Kriminalromane, er ist seit 2003 Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums an der Universität Basel. Über das Töten und den Tod wird allenthalben geschrieben und geredet, es ist auch leider allgegenwärtig, aber was ist mit dem Trauern? Wie wird um all die Toten getrauert und dann weitergelebt? Nicht zuletzt wegen seines Kriminalromans Kains Opfer und wie seine Figur Rabbi Klein darin mit dem Trauern umgeht, haben wir Alfred Bodenheimer gefragt, ob er sich dieses Themas für unseren Salon annehmen würde. Alfred Bodenheimer lebt und arbeitet zwischen Basel und Tel Aviv. Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober – er war zu dem Zeitpunkt in Israel – reflektiert er das Auseinanderdriften des Trauerns in der Diaspora und in Israel. Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/
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Jüdische Räume In Der Diaspora – Wo Stehen Wir? Mit Elisabeth Becker und Dekel Peretz
Ein Gespräch mit der aus New York stammenden Soziologin Elisabeth Becker und dem Historiker Dekel Peretz, der zwischen Israel und New York aufgewachsen ist und vor über 20 Jahren nach Berlin gekommen ist. Wie sind die jüdischen Räume beschaffen, die sie sowohl in ihren wissenschaftlichen Studien analysieren als auch selbst erfahren und mitgestalten? Ist die Diaspora der Schlüssel, der Sicherheitsgarant des Überlebens für Jüdinnen und Juden? Das jüdische Leben hat sich angesichts des Massakers vom 7. Oktober und des folgenden Gaza Krieges, dem Erstarken des Populismus und des zunehmenden Antisemitismus stark verändert. Die Gesellschaft ist zerbröckelt und Hass ist zutage getreten. Welche Bedeutung haben diese Veränderungen für die jüdische Diaspora, die Allianzen mit anderen Minderheiten und den muslimisch-jüdischen Dialog? Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/
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Nicht-Wissen-Wollen im Wirrwarr der Ideologien mit Eran Rolnik
Zu Gast ist der politisch engagierte israelische Psychoanalytiker und Historiker Eran Rolnik. Er diskutiert, wie der Mensch immer noch imstande ist, seine eigene Menschlichkeit in Frage zu stellen? Wie verändert der 7. Oktober die Psychoanalyse, das Gemeinschaftsdenken und die die Gesellschaft in Israel? Ist er Zäsur oder Trauma? Weitere Informationen zum Jüdischen Salon sowie nächste Termine finden Sie unter https://www.salon-ich.berlin/
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Sonia Simmenauer, Marion Kollbach
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