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Philosoph! Der andere Versicherungspodcast

Willkommen bei ‘Philosoph! Der andere Versicherungspodcast’ – dem Raum für neue Perspektiven und tiefgehende Gespräche. Hier geht es nicht um Tarife oder Trends, sondern um die großen Fragen, die unsere Gäste bewegen. Wir philosophieren über die Ideen, die die Versicherungswelt prägen, und wagen gemeinsam einen Blick über den Tellerrand.

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  1. 68

    #75 Sommerfolge Spezial

    In ihrer gemeinsamen Sommerfolge plädieren Mathias Harrassowitz und Christian Granseier für eine Rückbesinnung auf den Menschen. Bei ihrer Analyse prägender Podcast-Momente stellen sie fest: Wahre Resilienz liegt nicht in technischen Schutzmauern, sondern im analogen Vertrauen.Christian verweist auf den folgenschweren Cyberangriff auf die IDEAL Versicherung. Dort war es kein System, sondern die schnelle Intuition eines einzelnen Mitarbeiters, der durch beherztes Handeln das Schlimmste verhinderte. Mathias pflichtet bei: Man kann sich zwar gegen finanzielle Schäden versichern, nicht aber gegen den Verlust von Vertrauen. Technik schützt Prozesse, doch nur Menschen sichern Beziehungen.Diese Erkenntnis erstreckt sich weit über die IT hinaus bis in die Führungsetagen und die existenziellen Fragen des Lebens. Ob im Umgang mit dem Tod oder bei harten unternehmerischen Entscheidungen: Empathie und das Zulassen von Emotionen werden heute von modernen Führungskräften als Stärke verstanden. Am Ende sind sich Mathias und Christian einig: Trotz aller Automatisierung bleibt der Mensch der entscheidende Differenzierungsfaktor. Die Zukunft wird nicht durch Technologie beliebig, sondern durch gelebte Menschlichkeit erst wieder wertvoll.Hier finden sich mehr Informationen zum erwähnten Buch „Mit Sicherheit Zukunft – 28 Gespräche über Vertrauen, Veränderung und die Zukunft der Versicherungsbranche“.Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  2. 67

    #74 Imke Brammer-Rahlfs – Brauchen wir in der Führung viel Testosteron?

    „Angst macht dumm.“ Dieser vermeintlich simple Satz birgt die wohl größte Wahrheit über moderne Unternehmenskultur: Wo Druck und Angst herrschen, kollabiert die Entscheidungsqualität. Imke Brammer-Rahlfs, Vorstandsvorsitzende der Uelzener Versicherungen, plädiert für ein radikales Umdenken in den Chefetagen. Führung braucht kein Testosteron, sondern Wirksamkeit, Klarheit und Empathie.Für Imke bedeutet Führung im Kern „Dienen“ – die aktive Gestaltung eines Umfelds, in dem Mitarbeitende ihre Fähigkeiten voll entfalten können. Das verlangt, mit dem historischen Dogma zu brechen, dass die Führungskraft fachlich stets am besten aufgestellt sein muss. In einer komplexen Welt führt dieser patriarchale Anspruch unweigerlich ins Scheitern. Stattdessen zeichnet sich eine Zukunft ab, in der disziplinarische Führung und fachliche Spezialisierung konsequent entkoppelt werden.Diese Entwicklung wird durch den Einzug künstlicher Intelligenz drastisch beschleunigt. Wenn KI-Agenten künftig Routineaufgaben übernehmen und Datenfluten bändigen, wandelt sich die Rolle des Menschen: Er wird vom Ausführenden zum strategischen Orchestrator. Führungskräfte müssen diesen technologischen und kulturellen Wandel moderieren. Das gelingt jedoch nur, wenn die Belegschaft technologische Assistenz nicht als Bedrohung, sondern als Befreiung begreift. Letztlich entscheidet nicht die Technologie über den Erfolg einer Organisation, sondern ihre psychologische Sicherheit und die Fähigkeit, im ständigen Wandel stabil zu bleiben.Zu Gast: Imke Brammer-Rahlfs, Vorstandsvorsitzende der Uelzener VersicherungenFoto: Nicole SchickDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  3. 66

    #73 David Nedel – Haben wir noch die Macht über unsere Systeme?

    Wenn Technik so mächtig wird, dass ihre Funktionsweise im Verborgenen liegt, droht die Gestaltungsfreiheit zu kippen. Im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier warnt David Nedel davor, dass gewachsene Systemkomplexität in Unternehmen unbewusst zum Machtinstrument wird. Nur wer jahrzehntealte IT-Architekturen durchdringt, besitzt heute Deutungshoheit. Gehen diese Wissensträger in den Ruhestand, droht ein Kontrollverlust. Die Lösung liegt nicht im Rückbau, sondern in der konsequenten Demokratisierung dieses Wissens.Noch drängender wird diese Machtfrage durch KI. David betont: Algorithmen besitzen keinen eigenen Willen; sie vollziehen nur menschliche Designentscheidungen. Es wäre ethischer Bankrott, die Effizienzgewinne der Automatisierung abzuschöpfen, bei Fehlern aber auf die Maschine zu zeigen. Verantwortung lässt sich nicht wegdelegieren. Deshalb müssen wir Werte direkt in den Code schreiben: Ein Algorithmus darf nicht bloß Profit maximieren, sondern muss dies tun, ohne bestimmte Gruppen zu diskriminieren.Dafür braucht es eine neue Kultur des Zweifelns. Entwickler müssen ermutigt werden, ethische Bedenken laut zu äußern, wenn ein Modell ältere Kunden benachteiligt. Während die Maschine berechnet, was technisch möglich ist, bleibt es das ureigene Privileg des Menschen, zu fragen, ob es auch richtig ist. Empathie, Einzelfallgerechtigkeit und echtes Bedauern im Krisenfall lassen sich nicht programmieren. Am Ende steuert Führung künftig keine bloßen Umsetzer mehr, sondern Gestalter autonomer Systeme. Ob dafür bald ein „Chief of Ethics“ am Vorstandstisch sitzt, bleibt offen – die Notwendigkeit einer ethischen Leitplanke steht längst fest.Zu Gast:David Nedel, Vorstand IT und Digitalisierung bei der VGH-Versicherung und Sprecher der Geschäftsführung bei der IVV GmbHDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  4. 65

    #72 Dietmar Stumböck & Mansoer Weigert – Geht die Menschlichkeit im Vertrieb verloren?

    Wem vertrauen wir mehr für die Altersvorsorge: Dem Menschen oder dem Roboter? Vertrauen ist ein zutiefst sensorischer Akt – es braucht einen Händedruck, Blickkontakt und echte Intuition. Genau dieses menschliche Urvertrauen bleibt das wertvollste Gut in einer zunehmend algorithmisch gesteuerten Wirtschaft. Während Künstliche Intelligenz im Wochentakt technologische Quantensprünge macht, entscheidet am Ende nicht die Machbarkeit, sondern das Bedürfnis der Kunden über das Tempo der Transformation.Für Dietmar Stumböck und Mansoer Weigert von den VPV Versicherungen liegt der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Organisation daher in einem radikalen Kulturwandel. Weg von starren Hierarchien, hin zu einer kollaborativen „Kultur des Wir“, in der das beste Argument und die echte Kompetenz zählen – völlig unabhängig von Dienstjahren oder Statussymbolen. Besonders die nachwachsende Generation fordert heute agile, technologiegestützte Arbeitsweisen ein. Wer hier als Arbeitgeber punkten will, muss Talente selbst qualifizieren und begleiten, anstatt sich im branchenüblichen Abwerbekampf aufzureiben.Dietmar betont im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier, dass der exzessive, gegenseitige „War for Talents“ ein fataler Irrweg ist. Anstatt sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, sollte die Branche kooperative Modelle entwickeln, um das Image des Berufsstands gemeinsam aufzuwerten. Auch Mansoer plädiert für den Mut zum Experimentieren und für hybride Ansätze: Während profane Prozesse wie Adressänderungen rein digital gelöst gehören, braucht die existenzielle Beratung den empathischen Menschen. Erst im feinsinnigen Zusammenspiel aus digitaler Assistenz und tiefer Empathie entsteht jener echte Mehrwert, der Menschen ein Leben lang verlässlich begleitet.Zu Gast:Dietmar Stumböck, Vorstand Vertrieb und Marketing & Mansoer Weigert, Bereichsleiter Zentrale Vertriebsunterstützung bei den VPV VersicherungenDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  5. 64

    #71 Frank Kettnaker – Was bleibt?

    Wenn Sprache das Werkzeug und der Mensch das Produkt ist, offenbart sich die wahre Essenz des Vertriebs. Frank Kettnaker, der nach fast vier Jahrzehnten die ALH Gruppe verlässt, blickt auf eine Ära zurück, in der Vertrauen nicht standardisiert, sondern geschenkt und gelebt wurde. Seine wichtigste Erkenntnis: Wer Neues wagen und Märkte gestalten will, braucht ein Umfeld, das frei von der Angst des Scheiterns ist. Denn nur aus psychologischer Sicherheit erwächst der Mut zur echten Innovation.In einer Welt mit Künstlicher Intelligenz verschiebt sich die Rolle des Vermittlers grundlegend. Die Maschine mag hochkomplexe Daten in Millisekunden analysieren, doch sie kann keine empathische Intuition simulieren. Frank sieht die Zukunft des Vertriebs daher nicht im Verschwinden des Menschen, sondern in seiner Evolution zum Coach. KI wird zur technologischen Pflichtübung – vergleichbar mit einem Führerschein, den man erlernen muss –, während der Mensch die Kür übernimmt: die finale Sinnstiftung, das kritische Hinterfragen und das emotionale Sicherheitsnetz bei existenziellen Lebensentscheidungen.Dieser Übergang erfordert jedoch tiefgreifende Achtsamkeit. Wo blinde Standardisierung zur bloßen Skalierung zwingt, droht die persönliche Verbindung auf der Strecke zu bleiben. Umso wichtiger ist es, starre Silos aufzubrechen und konsequent crossfunktional zu denken. Für seinen eigenen Abschied wählt Frank ein starkes Bild: Der Nachfolger ist die Frontscheibe, er selbst nur noch der Rückspiegel – und die Scheibe muss naturgemäß um ein Vielfaches größer sein, um den Weg nach vorn sicher freizugeben.Zu Gast:Frank Kettnaker, Vorstandsmitglied Vertrieb und Marketing bei ALH GruppeCreate your podcast today! #madeonzencastr

  6. 63

    #70 Alexandra Markovic-Sobau – Brauchen Versicherungen künftig noch Vermittler?

    Ein Vermittler ohne künstliche Intelligenz wird durch einen Vermittler mit künstlicher Intelligenz ersetzt werden – so prägnant bringt Alexandra Markovic-Sobau das Paradoxon der modernen Beratung im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier auf den Punkt.Während Algorithmen in der Logik triumphieren, scheitern sie an der „Übersprungshandlung“. Eine KI kann zwar jede Maltechnik der Welt imitieren, aber niemals einen neuen Rembrandt erschaffen. Das Schöpferische und das intuitiv Unlogische bleiben dem Menschen vorbehalten.Für Alexandra entwertet die technologische Entwicklung das klassische Fachwissen. Wer heute noch stolz darauf ist, Bedingungen auswendig zu kennen, gleicht dem Vertreter vergangener Jahrzehnte, der Prämien mühsam auf Papierblöcken multiplizierte. Diese Fähigkeiten werden schlicht unnütz. Die eigentliche Kompetenz verschiebt sich radikal: Weg von der reinen Wissensverwaltung, hin zur emotionalen Intelligenz. Zwar simulieren Maschinen Empathie inzwischen oft besser als Experten unter Zeitdruck, doch als bewusste Wesen suchen wir in der Absicherung unserer Existenz keine perfekte Simulation, sondern wahrhaftiges Vertrauen und Selbstverantwortung.Der flächendeckende Einsatz von KI-Assistenten ist für Alexandra keine bloße Effizienzsteigerung, sondern eine demografische Überlebensstrategie. Angesichts schwindender Belegschaften muss die Technik die Routine übernehmen, damit der Mensch Zeit für die komplexe Beratung gewinnt. Führung wandelt sich dabei vom hierarchischen Wissensmonopol hin zu einer moderierenden Kraft, die Sinn stiftet und Begeisterung für den technologischen Sprung weckt. In dieser neuen Ära überlebt nicht derjenige, der am meisten weiß, sondern wer die Werkzeuge am klügsten nutzt, um wieder mehr Mensch sein zu dürfen.Zu Gast:Alexandra Markovic-Sobau, Vorständin Vertrieb und Marketing bei SIGNAL IDUNA GruppeDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  7. 62

    #69 Verena Ottenstreuer – Ist Versicherung klassisches Business oder Solidaritätsversprechen?

    In einer zunehmend vernetzten Welt, in der Risiken systemischer und schwerer kalkulierbar werden, gewinnt das Modell der Gegenseitigkeit paradoxerweise an neuer Relevanz. Verena Ottenstreuer vom Versicherungsverband Deutscher Eisenbahnen betont im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier, dass gerade die Nähe zum Risiko und der kollektive Ausgleich die notwendige Stabilität in einer unübersichtlichen Infrastrukturlandschaft bieten.Der aktuelle Wandel vom traditionellen Umlageverfahren hin zum modernen Prämienmodell markiert dabei keinen Abschied von der Gemeinschaft, sondern eine Evolution der Fairness. Wenn Risiken individueller bepreist werden, erhöht das die Transparenz und Planbarkeit für die Mitglieder, ohne den Kern – das gemeinsame Einstehen füreinander – anzutasten. Eine erfolgreiche Transformation darf niemals den Zweck des Systems korrumpieren, sondern lediglich die Mittel optimieren.In der Zukunftsvision einer KI-gestützten Mobilität verändert sich die Rolle des Versicherers fundamental: Weg vom reinen Schadensabwickler, hin zum proaktiven Risikopartner. Während Automatisierung die Schadenshäufigkeit senken mag, steigen die Komplexität und potenzielle Schadenshöhe vernetzter Systeme. Hier zeigt sich die Stärke eines Verbandes, der nicht der kurzfristigen Gewinnmaximierung, sondern seinen Mitgliedern verpflichtet ist. Verena sieht darin den entscheidenden Vorteil: Innovation wird nicht von oben diktiert, sondern gemeinschaftlich gestaltet. Wahre Resilienz entsteht dort, wo technischer Fortschritt auf ein unerschütterliches Leistungsversprechen trifft, das im Ernstfall den Menschen am anderen Ende der Leitung nicht durch einen Algorithmus ersetzt.Zu Gast:Verena Ottenstreuer, Vorständin beim Versicherungsverband Deutscher Eisenbahnen (VVDE)Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix. Create your podcast today! #madeonzencastr

  8. 61

    #68 Lars Fuchs – Kann man Vertrauen skalieren?

    Auf den ersten Blick wirkt diese Frage wie ein logischer Widerspruch: Skalierung ist eine technische, kalte Metrik, während Vertrauen ein zutiefst emotionaler, menschlicher Akt bleibt. Doch Lars Fuchs, Vorstandsvorsitzender der DOMCURA, löst dieses Paradoxon auf. Vertrauen lässt sich nicht durch Knopfdruck vervielfältigen, aber man kann die Rahmenbedingungen so gestalten, dass es wachsen kann. In einer Branche, die mit dem immateriellen Versprechen der Sicherheit handelt, ist Verlässlichkeit die einzige harte Währung.Lars betont, dass echte Bindung nur dort entsteht, wo Transparenz herrscht – auch und gerade im Scheitern. Ein offen eingestandener Fehler und dessen zügige Lösung skalieren das Vertrauen oft stärker als ein steriler, reibungsloser Prozess. In einer Welt des extremen Kostendrucks darf Effizienz daher kein Selbstzweck sein. Sie muss vielmehr als Werkzeug dienen, um Zeit für das Wesentliche zurückzugewinnen: die persönliche Beziehung.Dieser Ansatz spiegelt sich im Umgang mit Künstlicher Intelligenz wider. Die KI „KIM“ übernimmt bei der DOMCURA standardisierte Aufgaben wie die Schadensprüfung bis zu bestimmten Summen. Doch Lars stellt klar: Die Technik soll den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn für komplexe Entscheidungen und echte Empathie freispielen. Vertrauen in Technologie entsteht paradoxerweise durch die Gewissheit menschlicher Kontrolle. Der Mensch bleibt in der Verantwortung – er muss im „Lead“ bleiben, hinterfragen und steuern. So wird aus technischer Effizienz am Ende wieder eine zutiefst menschliche Dienstleistung: Sicherheit im Leben zu geben.Zu Gast:Lars Fuchs, Vorstandsvorsitzender der DOMCURADer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix. Create your podcast today! #madeonzencastr

  9. 60

    #67 Alexander Schmidt – Ist Versicherung disruptionsresistent oder träge?

    Versicherung ist womöglich nicht träge, sondern nur schwer zu erschüttern. Gerade darin liegt die Pointe von Dr. Alexander Schmidt: Eine Branche, die vom Versprechen auf ferne Hilfe lebt, lässt sich nicht so leicht umpflügen wie ein Markt für Smartphones oder Streaming-Abos. Wer eine Police kauft, erwirbt kein Produkt zum Anfassen, sondern Vertrauen — und Vertrauen liebt keine modische Hektik.Alexander beschreibt eine Welt, in der technischer Fortschritt selten als Feuerwerk erscheint, sondern als zäher Umbau bei laufendem Betrieb. Großrechner leben länger als Managementmoden, nicht weil niemand Veränderung will, sondern weil Millionen alter Verträge nicht auf Zuruf verschwinden. Vieles, was einst als Umsturz verkauft wurde — IoT, Blockchain, Insurtech-Euphorie — besaß am Ende mehr Lautstärke als Wirksamkeit.Künstliche Intelligenz aber könnte mehr sein als der nächste Hype. Nicht, weil sie morgen alles vernichtet, sondern weil sie still in jede Stufe der Wertschöpfung einsickert: ins Underwriting, in den Service, in die Schadenbearbeitung, in die Betrugsabwehr. Die Revolution kommt nicht als Paukenschlag, sondern als Prozess.Bemerkenswert ist dabei Alexanders Nüchternheit. Weder Technikromantik noch Abwehrreflex bestimmen seinen Blick, sondern die Einsicht, dass Versicherungen an einem menschlichen Rest hängen: Jemanden zu kennen, der im Schadenfall ans Telefon geht. Vielleicht bleibt genau das, bei aller Agentic AI, der eigentliche Kern des Geschäfts — dass am Ende selbst in einer Bot-zu-Bot-Welt noch jemand für ein Versprechen geradestehen muss.Zu Gast:Dr. Alexander Schmidt, Chief Underwriting Officer der Zürich Gruppe DeutschlandDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  10. 59

    #66 Oliver Graumnitz – Ist Zukunft real?

    Versicherung wird nicht an zu wenig Ideen scheitern, sondern an zu viel Vorsicht. Oliver Graumnitz beschreibt eine Branche, die sich nicht mehr fragen kann, ob sie sich verändert, sondern nur noch, ob sie den Takt der Veränderung mitbestimmt. Künstliche Intelligenz ist dabei nicht bloß ein weiteres Werkzeug im Maschinenraum. Sie tritt an die Oberfläche, spricht mit Kunden, versteht Absichten, stößt Prozesse an und erledigt im Hintergrund ganze Aufgabenketten. Der eigentliche Umbruch liegt nicht in der Technik, sondern in der neuen Sichtbarkeit von Technik.Oliver denkt diesen Wandel nicht als Triumph der Maschine, sondern als Neuverhandlung der Zuständigkeiten. Gerade weil sich Sprachmodelle dem Menschlichen annähern, wird die Frage drängender, wo menschliche Beratung unverzichtbar bleibt: dort, wo Entscheidungen nicht nur rational, sondern biografisch und emotional sind. Eine Lebensversicherung ist eben mehr als ein sauber gelöster Case.Pointiert wird das Gespräch dort, wo deutsche Gründlichkeit auf technologische Beschleunigung trifft. Jahrzehntelang ließ sich Innovation vertagen; diesmal nicht. Wer weiter alles durchplanen will, bevor er beginnt, verwechselt Kontrolle mit Zukunftsfähigkeit. Die klügere Haltung ist das kontrollierte Ausprobieren: kleine Teams, begrenzte Risiken, schneller Nutzen.So wird aus dem Technikthema eine Kulturfrage: Nicht Perfektion schützt Unternehmen, sondern Lernfähigkeit.Zu Gast:Oliver Graumnitz, Innovation Lead DACH bei ConcentrixDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  11. 58

    #65 Stefan Wirtz – Lieben KI-Agenten das Chaos?

    KI wird im Versicherungsvertrieb nicht zum Roboterarm, der Menschen ersetzt – sondern zum Scheinwerfer, der gnadenlos zeigt, wo Prozesse noch im Nebel stochern. Wer keine strukturierten Daten hat, kann sich jeden „Agenten“ schönreden; er wird trotzdem nur so klug sein wie das Chaos dahinter. Genau darin liegt die Provokation: Der Hype ist echt, aber er bestraft Unordnung.Stefan Wirtz beschreibt im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier ein Modell, das weniger nach Insurtech-Romantik klingt als nach industrieller Fertigung: eine „Insurance Factory“, die nicht nur Tarife verkauft, sondern Kernsysteme, Schaden- und Vertragsbearbeitung, Inkasso, Output, Archiv – das ganze End-to-End-Gewerbe. Der Clou ist nicht Technik um der Technik willen, sondern Geschwindigkeit: Neue Kanäle, neue Marken, neue Sparten – wie ein Speedboot neben dem Tanker. Dass ein Platzhirsch wie die HUK-Coburg für Makler- und Flotten-Kfz genau diesen Umweg wählt, sagt mehr über die Trägheit klassischer IT-Roadmaps als über irgendeine Nische.Im Vertrieb verschiebt sich damit die Macht: Weg von Beziehung als Standard, hin zum Tarif als stärkstem Verkäufer – zumindest im Privatkundengeschäft, wo Vergleichsplattformen längst vorführen, wie emotionslos Kaufentscheidungen werden können. Menschen bleiben wichtig dort, wo Risiken komplex sind; überall sonst wird die entscheidende Frage lauten, ob der Kunde lieber mit einer Maschine spricht – oder mit niemandem.Hier geht es zur erwähnten Ausgabe unseres Journals "The Elephant": https://www.carls-zukunft.de/journal/Zu Gast:Stefan Wirtz, Vorstand Vertrieb bei der Neodigital Versicherung AGDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  12. 57

    #64 Melanie Kramp-Gerstner – Sind wir auf 2026 und danach ausreichend vorbereitet?

    Wenn die Generali-Vorständin Melanie Kramp-Gerstner vom Zukunftsfestival „The Elephant“ 2026 spricht, klingt zwischen den Zeilen eine ungewohnte Dringlichkeit an. Der Rückblick gerät zum Aufbruch: Nicht, weil dort Visionen entwickelt wurden – das tun viele –, sondern weil deutlich wurde, wie weit die Wirklichkeit anderswo bereits ist. Länder mit höherer technologischer Taktung, flexibleren Gesellschaften und mutigeren Organisationen setzen Standards, während Deutschland sich oft im eigenen Prozessfimmel verliert.Melanie bringt es im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier auf den Punkt: Die zentrale Frage ist nicht mehr, was in fünf oder zehn Jahren passiert, sondern ob wir überhaupt so viel Zeit haben. Der Festival-Hotseat, ein bewusst konfrontatives Format, legte diese Spannungen offen. Wer dort spricht, wird nicht beklatscht, sondern hinterfragt – eine Einladung zum Denken unter Druck.Im Zentrum: Digitale Souveränität als kulturelle Reifeprüfung. Gemeint ist nicht nur technologische Autonomie, sondern die Fähigkeit von Organisationen, schnell, dezentral und kundenzentriert zu handeln. Alte Muster – zentral denken, dezentral befolgen – sind dafür hinderlich. Zukunft entsteht nicht aus Anweisungen, sondern aus Verstehen.Und dann ist da noch die KI: zugleich Beschleuniger und Bedrohung. Schon heute schreiben Maschinen juristisch klingende Kundenbriefe oder manipulieren Dokumente. Die Reaktion darauf? Ebenfalls KI – ein technologischer Wettstreit, der auch kulturell entschieden wird.„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, sagt Melanie zum Abschluss. Vielleicht ist das der eigentliche Impuls von „The Elephant“: Der Elefant im Raum ist die Veränderung – und keiner kann sich mehr leisten, ihn zu übersehen.Die erwähnte Folge mit Stefanie Hauer, Investorin für naturpositive Geschäftsmodelle, findet sicher hier: https://www.carls-zukunft.de/die-natur-als-der-beste-business-case-stefanie-hauer-investorin/Zu Gast: Melanie Kramp-Gerstner, Chief Customer Officer (CCO) bei der Generali Deutschland AG Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  13. 56

    #63 Maximilian Beck – Die IDEAL im Fadenkreuz der Cyberkriminalität

    Es gibt Sätze, die in Vorstandsetagen fast nie öffentlich fallen – schon gar nicht nach einer Cyberattacke. Umso bemerkenswerter ist, dass Maximilian Beck, Vorstandsvorsitzender der IDEAL Versicherungsgruppe, erstmals überhaupt über den konkreten Vorfall spricht. Nicht als glatte Erfolgserzählung, sondern als Blick in den Maschinenraum: Was passiert, wenn plötzlich nichts mehr „normal“ ist – und trotzdem Entscheidungen in Minuten getroffen werden müssen?Maximilians vielleicht stärkster Impuls ist radikal schlicht: Wenn es sich falsch anfühlt, zieh den Stecker. Nicht aus Aktionismus, sondern aus Respekt vor dem, was auf dem Spiel steht: Vertrauen. Effizienz ist dann nur noch ein hübsches Wort von gestern, Robustheit wird zur eigentlichen Währung.Die Worte klingen an keiner Stelle nach Lehrbuch, weil Maximilian nicht über „Cyber“ redet, sondern über Menschen im Ausnahmezustand: über den Moment, in dem Kommunikation wieder analog wird, Zuständigkeiten plötzlich glasklar sein müssen und Führung sich nicht in Memos beweist, sondern in Ruhe, Prioritäten und Wiederholung. Resilienz ist hier keine Versicherungspolice – sie ist ein Muskel, der nur durch Training existiert.Wer in der Branche Verantwortung trägt, hört daraus mehr als eine einzelne Episode: eine Blaupause dafür, wie schnell aus „IT-Thema“ ein Unternehmensmoment wird. Und warum die entscheidende Frage nicht lautet, ob es passiert – sondern wie man handelt, wenn es passiert.Zu Gast:Maximilian Beck, Vorstandsvorsitzender der IDEAL VersicherungsgruppeDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  14. 55

    #62 Trau dich, 2026!

    Das größte Hindernis für Transformation ist nicht Technologie, sondern Selbsttäuschung. Christian Granseier und Mathias Harrassowitz sprechen in ihrer Jahresrückblicksfolge mit Michael Carl nicht über Rückspiegel, sondern über blinde Flecken. Ihre Diagnose: Die Branche redet über Fortschritt, doch sie fürchtet ihn zugleich. Sie testet statt zu transformieren, vertraut auf Regulatorik als Ausrede und verwechselt Planung mit Ergebnis. Mathias benennt einen zentralen „Elefanten im Raum“: den Mangel an Ehrlichkeit. Ehrlich wäre, sich einzugestehen, dass bestehende Organisationsstrukturen an ihre Grenzen stoßen – nicht irgendwann, sondern jetzt. Die Komfortzone wird zur Todeszone, wenn Unternehmen hoffen, das Alte mit KI zu beschleunigen, statt es neu zu denken. Noch gravierender: Wenn Vorstände sich in vermeintlichem Erfolg ausruhen, weil die Zahlen stimmen, unterschätzen sie das eigentliche Risiko – das, zu spät zu reagieren.Christian wiederum mahnt zur Geschwindigkeit. KI ist nicht mehr ein Zukunftsthema, sondern Gegenwartstechnologie. Wer heute nicht kooperiert, wird morgen irrelevant. Wer glaubt, die Transformation in isolierten Testfeldern abwickeln zu können, verkennt die neue Normalität: Der Ausnahmezustand ist der Standard.Die zentrale Erkenntnis: KI ist nicht der Feind des Menschen, sondern des Mittelmaßes. Aber nur, wenn man sie nutzt – mit Mut, mit Partnern und mit dem Willen, auch intern wirklich neu zu denken. Der Elefant im Raum verschwindet nicht, wenn man ihn ignoriert. Er verschwindet erst, wenn man den Mut hat, ihn anzusehen.Genau darum geht es auch beim "The Elephant" Festival 2026 am 13.01.2026 in Leipzig: um die großen, unbequemen Fragen. Um ehrliche Debatten jenseits von Buzzwords. Um Transformation, die nicht simuliert, sondern gemeint ist. Das Festival bringt Entscheider:innen, Vordenker:innen und Praktiker:innen zusammen, die bereit sind, den Elefanten nicht nur zu benennen – sondern ihm zu begegnen.Tickets & Infos: https://www.carls-zukunft.de/festival-the-elephant-2026Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  15. 54

    #61 Oke Heuer – Brauchen wir in Zukunft noch Banken?

    Eine Bank, die Weltspartage mit Kindergartenkindern feiert und gleichzeitig KI-gestützte Services ausrollt – die Sparkasse zu Lübeck lebt einen bemerkenswerten Widerspruch, der keiner ist. Oke Heuer, Vorstand der Sparkasse, beschreibt ein Bankenmodell, das nicht zwischen analog und digital entscheidet, sondern beides radikal integriert. Die Nähe zum Kunden ist hier kein nostalgisches Versprechen, sondern ein strategisches Prinzip: echte Begegnung im Stadtteil, persönliche Beratung für Gründer und Senioren, ein S‑Corner für junge Menschen mit 10.500 Followern.Die Pointe liegt darin, dass diese Menschlichkeit nicht im Widerspruch zur digitalen Transformation steht. Im Gegenteil: KI wird bewusst als Ergänzung verstanden – zur Entlastung, nicht zum Ersatz. Es geht um das „sowohl als auch“: Avatare und Stadtteiltische, Remote‑Beratung und Weltspartag, App und Augenhöhe.In einer Welt des strukturellen Wandels, so Oke, wird die Regionalbank zur sozialen Infrastruktur. Sie stiftet nicht nur ökonomische Teilhabe, sondern auch kulturelle Relevanz. Und genau das macht sie unersetzlich: nicht, weil sie sich dem Fortschritt verweigert, sondern weil sie ihn mit Haltung gestaltet. Die vielleicht wichtigste Einsicht aus dem Gespräch mit Mathias und Christian Granseier: Digitalisierung ist nicht die Alternative zum Menschen, sondern seine Voraussetzung in der neuen Welt.Zu Gast:Oke Heuer - Vorstand Sparkasse zu Lübeck AG Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  16. 53

    #60 Peter Bochnia – Wie stoppen wir das Agentursterben?

    Peter Bochnia liefert eine Antwort, die zugleich einfach und komplex ist: indem man aufhört, es als Sterben zu begreifen. Der klassische Vermittlerberuf hat sich längst gewandelt – von der nebenberuflichen Mini-Agentur zum mittelständischen, lokal verwurzelten Betrieb mit Führungsverantwortung, Teamstruktur und digitalen Schnittstellen. Wer heute eine Agentur führt, ist Unternehmer, nicht Einzelkämpfer.Bemerkenswert im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier ist Peters fester Glaube an das Konzept der Ausschließlichkeit – ein Prinzip, das andernorts längst als Auslaufmodell gilt. Doch genau diese gegenseitige Bindung zwischen Unternehmen und Vertrauensperson ermöglicht ein Maß an Loyalität und Prozessklarheit, das in der Vertriebslandschaft Seltenheitswert hat. Wenn andere sich aus der Fläche zurückziehen, bleibt die LVM präsent – und wächst gerade dort, wo es kaum noch Konkurrenz gibt.Das Agentursterben sei nicht die Folge eines veralteten Modells, sondern einer fehlenden Anpassung. Digitalisierung, KI, Diversität – das sind für Peter keine Bedrohungen, sondern Ressourcen. Die digitale Vertriebsstrategie etwa wird nicht zentral ausgerollt, sondern gemeinsam mit den Agenturen entwickelt. Dass 400 bis 500 Bewerbungen monatlich eingehen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines durchdachten Kulturwandels.Agenturen sterben nicht, wenn man sie ernst nimmt – als Orte der Begegnung, der Verantwortung und der regionalen Identität. Wer das versteht, muss nicht gegen das Agentursterben kämpfen. Er gestaltet schlicht eine neue Generation von Agenturen.Zu Gast:Peter Bochnia, Vertriebsvorstand bei der LVM VersicherungLink zur genannten Recruitingseite: https://karriere.lvm.de/Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  17. 52

    #59 Alina vom Bruck – Wie geht Female Leadership?

    Manchmal entsteht Führung nicht aus Macht, sondern aus Haltung – und selten wird das so deutlich wie im Gespräch mit Alina vom Bruck. Statt von disruptiven Strategien oder visionären Masterplänen zu sprechen, beschreibt sie ihren Führungsstil als einen Akt des Atmens, des Innehaltens, der Erdung. Wer in den Bergen wandert, lernt, wie wenig man braucht – eine Erkenntnis, die sich wie ein stilles Fundament durch ihr Denken zieht.Was sie unterscheidet, ist weniger ihr Geschlecht als ihr Selbstverständnis. Führung als Rolle zu spielen, war gestern; heute geht es um Echtheit. Der Wandel in der Unternehmenskultur zeigt sich nicht zuletzt daran, dass emotionale Intelligenz nicht mehr als Schwäche gilt. Wenn ein Kollege ihr offen Kritik äußert, erkennt sie darin nicht Bedrohung, sondern Mut – und wertvolle Perspektive. So sieht Vertrauen aus, das nicht kontrolliert, sondern einlädt.In Zeiten, in denen viele Führungskräfte Künstliche Intelligenz als Effizienzmaschine sehen, sieht Alina darin vor allem eines: Freiraum. Nicht zum Wegrationalisieren von Arbeit, sondern zum Zurückgewinnen dessen, was wirklich zählt – strategisches Denken, menschliche Nähe, mutige Entscheidungen. Ihre leise Botschaft: Moderne Führung braucht weniger Lautstärke, dafür mehr Richtung. Und die kommt oft aus dem Bauch – oder vom letzten Zeltplatz in den Alpen.Zu Gast:Alina vom Bruck, Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherungs AG und Mitglied des Vorstands der BarmeniaGothaerDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  18. 51

    #58 Arndt Bickhoff – IT trifft Kundenfokus

    Wenn künstliche Intelligenz die neue Infrastruktur ist, dann braucht es in der Organisation nicht mehr nur Experten für Technik, sondern eine Kultur der Technologiemündigkeit. Arndt Bickhoff, Vorstand für Digitale Entwicklung und IT bei der VHV Versicherung, entwirft genau dieses Bild: Weg von einer funktionalen IT hin zu einem integrativen Ansatz, in dem Technologie zum gemeinsamen Projekt wird. Fachbereiche und IT rücken zusammen, nicht durch Reorganisation, sondern durch geteilte Verantwortung.Besonders bemerkenswert ist sein Konzept der „Stable Islands“. Das klingt nach Sicherheitszonen, ist aber das Gegenteil von Beharrung. Gemeint ist: stabile, aber flexible Einheiten, die auf Sicht planen – ein Jahr, nicht fünf. Der alte Traum, in einem Megaprojekt alles auf einmal umzubauen, ist ausgeträumt. Die Zukunft ist ein iterativer Prozess.Arndt spricht über Technologie mit dem nüchternen Realismus eines Praktikers: KI kommt, ja. Aber nicht als Schockwelle, sondern als Werkzeug. Seine Perspektive ist geprägt von Differenzierung – Blockchain? Überschätzt. KI? Kein Randthema, aber kein Grund zur Panik. Denn der eigentliche Wandel ist kulturell: Offenheit, Neugier, Veränderungsbereitschaft. So lautet auch sein Appell an den Nachwuchs. Es ist kein lautes Werben für die Branche, sondern eine stille Einladung an diejenigen, die gestalten wollen – mit Technologie, aber nicht ihrer Unterwerfung.Der in der Folge genannte PayPal-Aktion in Kooperation mit Perplexity findet sich hier: https://www.perplexity.ai/join/p/paypal-subscriptionZu Gast:Arndt Bickhoff, Vorstand Digitale Entwicklung und IT bei der VHV Holding SEDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  19. 50

    #57 Jens Warkentin – Menschen. Maschinen. Vertrauen.

    Die Gegenwart der Versicherung ist weniger ein Zahlenspiel als ein Charaktertest. Jens Warkentin, Vorstandsvorsitzender des HDI, entwirft mit Michael Carl und Mathias Harrassowitz das Bild einer Branche, die im Wandel ihre Würde sucht: weg vom autoritären Patriarchen hin zur Führung, die Vertrauen nicht einfordert, sondern verdient.Jens beschreibt den Versicherer als Sozialorganisation — nicht als Kapitalmaschine. Menschen, sagt er, seien der eigentliche Rohstoff, nicht Policen. Wer führen will, müsse Begeisterung stiften, nicht To-Do-Listen abhaken. Die alte Stärke, „hart durchzugreifen“, taugt heute nur noch als Fossil eines untergegangenen Führungsstils.Gleichzeitig schiebt sich die digitale Zukunft unaufhaltsam in diese Welt der analogen Bindungen. Agentic AI, also selbsthandelnde Systeme, werden bald ebenso selbstverständlich mit Kunden sprechen wie Menschen. Doch Jens bleibt Realist: Vertrauen lässt sich nicht programmieren. Der Mensch bleibt die Schnittstelle, an der sich Risiko und Verlässlichkeit berühren.Seine Vision ist kein technikfeindlicher Rückzug, sondern ein Plädoyer für Gleichgewicht: Die Maschine soll erleichtern, nicht ersetzen. Sie füllt Formulare, während der Mensch die Fragen stellt, die kein Algorithmus versteht — jene nach Sorge, Sicherheit und Sinn.Und so klingt in diesem Gespräch weniger der CEO als der Sportsmann durch: Einer, der gelernt hat, dass man Siege nicht plant, sondern erarbeitet — mit Disziplin, Geduld und dem Mut, das Menschliche im System zu bewahren.Zu Gast:Jens Warkentin, Vorstandsvorsitzender HDI Deutschland AGDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  20. 49

    #56 Katharina Stecher – Von Recht zu Richtung

    Wer Sicherheit verkaufen will, muss erst Unsicherheit fühlen. Katharina Stecher beschreibt Versicherung nicht als Produkt, sondern als Beziehung — und diese beginnt mit Verletzlichkeit. Vertrauen entsteht nicht auf PowerPoint-Folien, sondern dort, wo jemand bereit ist zu sagen: „Ich weiß es gerade nicht.“ Kompetenz beginnt für sie nicht mit dem besten Tarif, sondern mit echtem Zuhören.Katharina sagt im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier, dass Führung für sie bedeutet, Räume zu öffnen: für Entscheidungen, für Entwicklung, für Familie. Mut ist dabei ein Leitmotiv — Mut, sich selbst zurückzunehmen, nicht sofort zu antworten, und auch dann zu bleiben, wenn der andere zögert. Die GVV, bei der sie ab Oktober den Vorstandsvorsitz übernimmt, ist dafür kein Zufallsort. Nähe, Vertrauen und die Bereitschaft zur individuellen Förderung sind hier kein Aushängeschild, sondern gelebte Kultur.Besonders stark ist ihr Blick auf das Scheitern. Wenn ein Gespräch nicht gelingt, sieht sie darin keinen Makel, sondern eine Einladung zur Reflexion. Die tiefste Form der Versicherung ist für sie nicht ein Vertrag, sondern die Zusage: Ich bin da, auch wenn es schwierig wird.Verkaufen heißt dann nicht, jemandem etwas abzunehmen. Sondern jemandem zur Seite zu stehen. Vielleicht ist das die radikalste Idee, die man dieser Branche zumuten kann.Zu Gast:Katharina Stecher, Vorstandsvorsitzende der GVV VersicherungsgruppeDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  21. 48

    #55 Gerrit Böhm – Makler bleiben Zukunft

    Vertrauen ist kein Add-on, kein weiches Extra – es ist der harte Kern eines Geschäftsmodells. Gerrit Böhm, Vorstandsvorsitzender des Volkswohlbunds, denkt nicht in Disruption, sondern in Kontinuität mit Haltung. Was wie Stillstand klingt, erweist sich als produktive Stabilität: Eine Organisation, die sich nicht durch jeden Hype treiben lässt, sondern vom Problem her denkt – nicht von der Technologie. Gerrit gibt damit ein seltenes Beispiel für Innovationsfähigkeit ohne Aktionismus.Er stellt klar: Echte Veränderung braucht Fundament. Wer in der Fläche präsent bleibt, langfristige Beziehungen pflegt und kulturelle Anker setzt, schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch Geschwindigkeit – und verhindert Chaos. Technologie, besonders KI, wird dabei nicht als Ersatz des Menschen verstanden, sondern als Werkzeug, um menschliche Nähe und Beratung noch besser zu machen. Nicht die KI ersetzt den Makler, sondern sie befreit ihn von Routine.Bemerkenswert ist die Haltung gegenüber der eigenen DNA: Was sich ändert, darf sich ändern. Was bleiben soll, muss erkennbar bleiben. In einer Branche, die gerne alles für disruptiv erklärt, ist das fast schon revolutionär. Und es zeigt: Man kann auch mit Maß und Mitte modern sein.Zu Gast:Dr. Gerrit Böhm, Vorstandsvorsitzender beim Volkswohl BundDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #54 Sommerfolge Spezial

    Ein Algorithmus hat kein Rückgrat. Und genau das könnte sein größter Vorteil sein. Denn im Gegensatz zum Menschen, der sich an Traditionen, Hierarchien oder emotionalen Bindungen abarbeitet, agiert künstliche Intelligenz radikal sachorientiert. Sie liefert Ergebnisse – und ist dabei gleichgültig gegenüber der Frage, ob sie wie ein Mensch klingt oder nicht. Für Christian Granseier ist diese Neutralität der KI kein Makel, sondern eine Stärke, die künftig über Qualität entscheiden wird: Nicht, ob es menschelt, zählt – sondern ob es nützt.In seinem sommerlichen Gespräch mit Mathias Harrassowitz wird deutlich, wie stark dieser Gedanke inzwischen in der Praxis angekommen ist. Ob in der Rechtsberatung, im Kundenservice oder in der Weiterbildung: Die Frage ist nicht, ob die Maschine den Menschen ersetzt, sondern ob sie ihn befreit. Von Routine, von Engpässen, von Ineffizienz. Und damit Raum schafft – für Vertrauen, für Haltung, für echte Beziehung.Gerade in einer Branche wie der Versicherung, die auf Vertrauen basiert, könnte die größte Disruption darin bestehen, dass Technologie endlich das tut, was Menschen oft versäumen: Klar, schnell und zuverlässig zu helfen. Was bleibt, ist der Mensch – nicht als Erklärbär oder Prozessknecht, sondern als das, was keine KI je sein wird: Resonanzfläche für Sinn, Haltung und Wärme. Wer das erkennt, wird sich nicht fragen, ob KI ein Risiko ist, sondern ob man mutig genug ist, sie wirklich ernst zu nehmen.Hier finden sich die Informationen zum angesprochenen The Elephant Festival 2026: https://www.carls-zukunft.de/festival-the-elephant-2026/Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #53 Philosoph meets Süße Zitronen: Martin Gräfer und Anna Kuhns

    Die Teams der Podcasts "Süße Zitronen" und "Philosoph! Der andere Versicherungspodcast" im Gespräch. Eine Versicherung ist kein Papier, sondern ein Versprechen. Und manchmal ist sie ein Dorf. Martin Gräfer, Süße Zitrone und Vorstandsvorsitzender der Bayerischen, findet für das abstrakte System Versicherung ein leuchtendes Bild: ein Kollektiv, das den Einzelnen trägt, gerade dann, wenn er den anderen nicht sieht – und genau deshalb ist dieses Unsichtbare ein Beweis für Vertrauen. Es ist diese paradoxe Verbindung von Unsichtbarkeit und Sicherheit, die in diesem Gespräch aufscheint. Sicherheit, so zeigen Anna Kuhns und Martin im Gespräch mit Michael Carl und Christian Granseier, entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Beziehung: zum Selbst, zu anderen und zu Systemen, denen wir vertrauen.Anna führt in die frühkindlichen Ursprünge dieses Gefühls – die Reaktion der Eltern auf das Weinen des Kindes wird zur Blaupause für späteres Urvertrauen. Selbstwirksamkeit wiederum wächst durch Scheitern und Wiederholung. Diese psychologische Tiefenschicht spiegelt sich überraschend klar in der Struktur von Versicherungen: auch sie belohnen nicht das Ereignis, sondern die Vorbereitung, das „Ich hab vorgesorgt“ als stilles Narrativ.Spannend wird es dort, wo künstliche Intelligenz ins Spiel kommt: Der Versicherte als gläserner Mensch, die KI als digitaler Walter, der Vertrauensbote der Zukunft. Und doch bleibt ein Zweifel: Wer vermittelt Vertrauen – die Technik oder der Tonfall? Das Gespräch endet mit einer einfachen Erkenntnis: Nicht Sicherheit schützt uns – sondern das Sprechen über sie.Zu Gast:Martin Gräfer, Vorstand bei der Versicherungsgruppe die Bayerische & Dr. Anna Kuhns, Psychotherapeutin, Hosts des Podcasts "Süße Zitronen"Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #52 Steffen Guttenbacher – Innovation entsteht, #Wir verbindet

    Eine Strategie ist nur dann lebendig, wenn sie den Mut hat, sich selbst zu hinterfragen – und dennoch Orientierung zu geben. Steffen Guttenbacher, Vorstand bei der VPV, beschreibt im Gespräch mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier diesen Balanceakt mit einer Klarheit, die selten ist im Sprachgebrauch von Versicherungsunternehmen. Die VPV vollzieht keinen Wandel im klassischen Sinne, sondern einen Umbau bei vollem Betrieb: Sie erweitert ihr Geschäftsmodell um das Gewerbegeschäft, baut technologische Kompetenzen radikal aus und etabliert eine Unternehmenskultur, die nicht mehr vom Produkt, sondern vom Menschen her denkt.Dabei ragt besonders ein Gedanke heraus: Technologie ist nicht Ressortaufgabe, sondern Organisationsprinzip. IT endet nicht an Abteilungsgrenzen, sondern durchdringt jede Führungsentscheidung. Dieses breite Technologieverständnis ist nicht nur eine Reaktion auf die Dynamik der Branche, sondern eine bewusste Wahl – mit dem Ziel, aus der Mittelständlersituation eine Stärke zu machen.Steffen spricht auch von #wir – einem Kulturprogramm, das auf Vertrauen, Feedback und crossfunktionale Zusammenarbeit setzt. Damit positioniert sich die VPV in einem Markt, der immer noch stark über persönliche Vertrauensverhältnisse funktioniert, mit einem ganzheitlichen Anspruch: menschlich, technologisch, strategisch.Am Ende steht die Einsicht, dass Transformation nicht in Projektplänen entsteht, sondern im täglichen Dialog. Und in der Fähigkeit, Menschen zu gewinnen – nicht nur Kundinnen und Kunden, sondern auch die eigenen Mitarbeitenden.Zu Gast:Steffen Guttenbacher, Vorstand Compositeservice und IT bei der VPVDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #51 Ralf Oestereich – Wo Wandel Tradition hat

    Wenn sich ein Unternehmen zum 100. Jubiläum nicht selbstzufrieden zurücklehnt, sondern offen über technologische Schulden, überforderte Legacy-Systeme und kulturellen Wandel spricht, dann ist das bemerkenswert. Ralf Oestereich, Vorstand der SDK, gelingt das Kunststück, sich als entschlossener Modernisierer zu zeigen, ohne den Respekt vor der Tradition zu verlieren. Seine Perspektive: Wandel beginnt nicht mit Tools, sondern mit Haltung.Die SDK will keine Digitalversicherung sein – sondern ein Versicherer, der Digitalisierung nutzt, um Menschen Zeit für Menschen zu verschaffen. KI soll hier nicht entmenschlichen, sondern freisetzen. Bemerkenswert ist dabei der Pragmatismus: Wer heute nicht mit KI experimentiert, wird morgen nicht mehr relevant sein. Und dennoch: Nicht jedes Buzzword wird zum strategischen Ziel erklärt. Die erste Pflicht bleibt der Abbau technischer Altlasten – ehrlich benannt als das, was sie sind: Versäumnisse der Vergangenheit.Ralfs Blick auf die Branche ist kritisch, aber nie besserwisserisch. Wenn er sagt, dass viele Versicherer noch immer an Hostsystemen aus den Neunzigern hängen, dann nicht aus Spott, sondern als Mahnung: Veränderung braucht Mut – aber vor allem Kompetenz. Dass beides möglich ist, zeigt sein drittes Ziel: Vertrauen schaffen im neuen Vorstandsteam nach der Fusion mit der Stuttgarter. In einer Branche, die oft auf Quartale schaut, denkt hier jemand in Jahrzehnten. Und genau deshalb dürfte es die SDK auch noch mit 200 geben.Zu Gast:Ralf Oestereich, Vorstand bei der SDK VersicherungsgruppeDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #50 Olav Spiegel – Daten tragen unsere Werte

    Veränderung braucht keine Roadmap, sondern Neugier. Was Olav Spiegel, CIO der Allianz-Gruppe, im Gespräch zeigt, ist ein radikal persönlicher Zugang zur Transformation: Kultur wird nicht eingeführt, sie wird erlebt. In Kanada entscheidet er sich gegen die internationale Komfortzone auf dem Campus und für das Gästezimmer in einer kanadischen Großfamilie. In den USA packt er seine Familie samt Container ein und lebt den Kulturschock, nicht als Hürde, sondern als Haltung. Diese Haltung zieht sich durch sein Denken: Veränderung ist keine technische Disziplin, sondern eine soziale Praxis. Digitalisierung und KI sind nicht nur Tools, sondern Ausdruck eines kulturellen Wandels, der Offenheit, Vertrauen und Kommunikation voraussetzt. Es sind nicht Algorithmen, sondern Nähe und Distanz, die Transformation bestimmen wie viel Raum Menschen brauchen, ob beim Boarding oder im Team. Olav denkt KI nicht als Werkzeug, sondern als künftiges Teammitglied. Doch statt sie mit menschlicher „Befindlichkeit“ zu überladen, fordert er Klarheit und Verlässlichkeit: Eine KI, der man vertrauen kann, weil sie verständlich bleibt nicht schmeichelhaft. Eine KI, die hilft, nicht belehrt. Zwischen den Zeilen entsteht so ein Zukunftsbild, in dem technologische Dynamik nicht Überforderung bedeutet, sondern Gelegenheit zur Gestaltung. Am Ende bleibt sein einfachster, aber stärkster Ratschlag: zuhören, gemeinsam essen, einander begegnen. Transformation beginnt nicht im Vorstand sondern am Küchentisch.Zu Gast: Olav Spiegel, Group CIO der Allianz SE Der Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix. Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #49 Tabea Allinger – Lernkultur als Schlüssel

    Was wäre, wenn Transformation nicht als disruptiver Sturm durch Unternehmen fegt, sondern als Einladung verstanden wird, tiefer zu verstehen, was Menschen im Innersten antreibt? Tabea Allinger, Head of P&C Steering, Transformation & Governance bei der AXA, spricht nicht über Projekte – sie spricht über Haltungen. In einer Welt, in der Versicherungen mit Sicherheit assoziiert werden, stellt sie sich der Herausforderung, Wandel nicht trotz, sondern wegen dieser Erwartung zu gestalten.Transformation, das wird deutlich, ist für sie keine technische Frage, sondern ein zutiefst menschlicher Prozess. Ob durch das gezielte Fördern von Lernkulturen, die Aufbauarbeit psychologischer Sicherheit oder KI-Einführungen mit Augenmaß – es geht stets darum, Menschen mitzunehmen, nicht Prozesse durchzusetzen. Besonders bestechend ist ihr Verständnis von Führung: Wer heute Verantwortung übernimmt, muss Kommunikation und Orientierung geben können, nicht nur Entscheidungen treffen.Tabea wurde durch ihre Erfahrungen bei IBM und als Vorstandsassistentin geformt – Stationen, die sie nicht als Durchlaufposten sieht, sondern als prägende Bühnen des Lernens, Scheiterns und Netzwerkens. Was sie transportiert, ist ein Führungsverständnis, das auf Demut, Klarheit und der Bereitschaft zur Extrameile fußt. Wer Transformation auf diese Weise denkt, öffnet Räume – für andere, für sich selbst, und für eine Branche, die mehr ist als ihre Policen. Sie wird so zur leisen Revolution – geführt mit Haltung statt Macht.Zu Gast:Tabea Allinger, Head of P&C Steering, Transformation & Governance bei AXACreate your podcast today! #madeonzencastr

  28. 41

    #48 Markus Niederreiner – Digitale Transformation als Haltung

    „Wandel gestalten, statt ihn nur zu verwalten“ – dieser Satz von Markus Niederreiner zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch mit Mathias und Michael Carl. Und doch ist es ein Satz, der in vielen Vorstandsetagen deutscher Versicherer eher wie eine Drohung klingt. Denn der wahre Kern der digitalen Transformation ist nicht Technik, sondern Haltung – und daran scheitert sie allzu oft.Markus spricht aus der Tiefe von Beratung, Unternehmenspraxis und Führungserfahrung. Seine Beobachtung: Zu viele Veränderungen sind Alibi-Programme. Der Lack wird poliert, während der Motor weiter ruckelt. Echte Transformation bedeutet aber, sich am Fundament zu vergreifen – selbst wenn dabei erst einmal Dreck gefressen werden muss. Doch in einer Branche, die jahrzehntelang gut davon lebte, Risiken zu managen statt selbst welche einzugehen, fehlt dafür oft der Mut.Gerade deshalb ist seine Forderung so unbequem wie notwendig: Führung heißt heute, Unsicherheit auszuhalten. Verantwortung übernehmen, auch wenn die Früchte erst die Nachfolger ernten. Und: Kooperation nicht zu simulieren, sondern strukturell zu verankern. Die Versicherung als abgeschottete Burg ist ein Auslaufmodell. Die neue Rolle ist die eines vernetzten, lernenden Akteurs – nicht nur technologisch, sondern mental.Der vielleicht prägnanteste Gedanke: Künstliche Intelligenz ist nicht bloß ein Tool – sie ist der Messi im Bezirksligateam. Sie bringt nicht automatisch den Sieg, aber zeigt das Niveau, zu dem man aufschließen muss. Doch bevor sie das kann, braucht es Köpfe, die bereit sind, die Formation zu ändern. Und genau da trennt sich die Spreu vom Weizen.Zu Gast:Markus Niederreiner, Experte für digitale Transformation, Geschäftsführer und BeiratDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

  29. 40

    #47 David Stachon – Unsere Bildung reicht nicht aus!

    Was Fritzchen nicht lernt, lernt Franz nimmermehr – dieser altbackene Satz wird in diesem Gespräch zur hellsichtigen Mahnung. David Stachon, COO bei Canada Life, benennt glasklar das Problem: Wir leben in einem hochentwickelten Land, doch unser individueller Wohlstand hinkt hinterher, weil finanzielle Bildung fehlt. Nicht Technik, nicht Talent, sondern der Mangel an frühzeitiger ökonomischer Kompetenz macht uns zu Verlierern eines selbstverschuldeten Spiels.Es geht nicht bloß um trockene Rentenmodelle oder den Unterschied zwischen Brutto und Netto. Es geht um Teilhabe, um gesellschaftliche Durchlässigkeit und darum, wer sich in Zukunft orientieren, entscheiden und Verantwortung übernehmen kann. Bildung wird zum exklusiven Gut, wenn sie nicht neu gedacht und breiter verfügbar gemacht wird. Stachon fordert daher eine radikale Neuordnung: Lernen darf kein linearer Lebensabschnitt bleiben, sondern muss sich im Rhythmus des Lebens entfalten – modular, individualisiert, durchlässig.Technologie ist dabei kein Selbstzweck, sondern Katalysator. KI-gestützte Lernformate, sprachübergreifende Wissensvermittlung, frühzeitige Praxiserfahrungen – das alles gibt es längst. Was fehlt, ist der Wille, sie systematisch zu nutzen. Nicht der Mangel an Ressourcen bremst uns, sondern eine veraltete Ordnung, die Jahrgänge sortiert, Talente standardisiert und Bildungswege versiegelt.Wer das ernst nimmt, erkennt: Es braucht kein neues Fach, sondern ein neues Verständnis von Bildung. Und den Mut, endlich aus dem Analogen ins Wirkliche zu wechseln.Zu Gast: David Stachon, COO bei Canada LifeDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix. Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #46 Per Protoschill: bAV - von Kohle zu KI

    Wer heute von betrieblicher Altersvorsorge spricht, redet nicht mehr über ein trockenes Verwaltungsprodukt, sondern über ein zukunftsfähiges Bindemittel zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. Per Protoschill bringt es auf den Punkt: Die betriebliche Vorsorge ist längst zu einem entscheidenden Teil des Employer Brandings geworden – in einer Zeit, in der Talente ihre Arbeitgeber auswählen und nicht umgekehrt. Was früher ein Sack Kohle war, ist heute ein flexibler Baukasten an Absicherungsmöglichkeiten.Dabei offenbart sich ein überraschendes Bild: Gerade junge Menschen, oft als unbedarft gegenüber Zukunftsplanung dargestellt, zeigen laut Peer ein hohes Bewusstsein für die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorge. Es ist nicht Gleichgültigkeit, sondern ein klarer Realismus gegenüber einem überforderten Sozialstaat.Noch spannender ist jedoch die Zukunftsperspektive: Wenn Arbeit und Ruhestand sich weiter auflösen, wenn Menschen länger leben, länger gesund bleiben – wird Altersvorsorge dann nicht zur Ermöglichung eines dritten Lebensabschnitts, der mehr ist als bloßer Rückzug? Bildung, Engagement, soziale Verantwortung: Ruhestand wird zur aktiven Lebensphase. Und die betriebliche Altersvorsorge? Wird zur Starthilfe für diese neue Freiheit. Das ist kein Rückblick auf 100 Jahre Fürsorge, sondern der Beginn eines neuen Versorgungsversprechens – für ein gutes Leben, auch jenseits des Erwerbs.Zu Gast: Per Protoschill, Geschäftsführer und Leiter Vertriebsunterstützung bei Stuttgarter Vorsorge-Management GmbHDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix. Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #45 Dirk Schilling – Evolution oder Revolution? Industrie 4.0

    Wie verändert Künstliche Intelligenz die Welt der Industrieversicherung? Dirk Schilling, Head of Guidance and Captive Service bei HDI Global SE, spricht mit Mathias und Marc über technologische Innovationen, neue Geschäftsmodelle und die Herausforderungen der Digitalisierung.Dirk erklärt, wie Unternehmen heute schon Mikrosensoren nutzen, um minimale Abweichungen in Maschinen weltweit in Echtzeit zu erfassen – ein Gamechanger für die Schadenprävention. Die Versicherungsbranche kann diese Daten für bessere Risikoeinschätzungen nutzen, doch wo stehen wir wirklich?Auch KI und Automatisierung sind große Treiber des Wandels. Versicherer testen, inwieweit Algorithmen Underwriting-Prozesse beschleunigen und Schadenbearbeitungen effizienter gestalten können. Doch reicht das schon?Große Unternehmen setzen zunehmend auf eigene Versicherungsgesellschaften, um Risiken individuell abzusichern. Doch sind Captives wirklich ein Zukunftsmodell oder werden sie überschätzt? Dirk gibt spannende Einblicke in die strategischen Überlegungen der Industrie.Zu Gast:Dr. Dirk Schilling, Head of Guidance and Captive Service bei HDI Global SEDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #44 Philipp Lechner – Digitalisierung und Tradition

    Versicherung ist Vertrauenssache – doch wie schafft man Vertrauen in einer zunehmend digitalen Welt? Philipp Lechner ist Mitglied des Vorstands des Badischen Gemeindeversicherungsverbands (BGV). Er spricht mit Mathias und Marc über die Balance zwischen Innovation und Tradition.Philipp betont, die rasante technologische Entwicklung dringend zu brauchen. Ohne sie könne er die Stabilität des Betriebs auf Dauer nicht gewährleisten. In seinem Unternehmen sieht er Technologie auch als Antwort auf die demographische Herausforderung. In den kommenden fünf Jahren gehen 30% seiner Belegschaft und auch des Vertriebs in den Ruhestand. Selbst wenn er wollte, eine Versicherung findet gar nicht so viele Menschen, um diese Löcher auch wieder zu besetzen, die da gerissen werden.Gemeinsam diskutieren Mathias, Marc und Philipp, wie weit Technologie auch Empathie erzeugen kann - oder sie zumindest glaubwürdig genug vorspielen kann. Die Kommunikationsbedürfnisse der Kund:innen sind in einem starken Wandel, darüber sind sich alle einig. Nur was folgt daraus? Wie verändert Künstliche Intelligenz zum Beispiel  Vertrieb und Kundenservice einer Versicherung? Ein zentraler Aspekt, den Philipp hervorhebt, ist: Versicherungen haben ein erklärungsbedürftiges Produkt. Informationen liefern und aktualisieren, das lässt sich sicher mit intelligenter Technologie abbilden. Aber wenn jenseits von Kfz und persönlicher Haftpflicht der Bedarf an Versicherung erst geweckt werden muss, bleibt eine zentrale Rolle für den Menschen in Vertrieb und Betreuung.  Zu Gast:Dr. Philipp Lechner, Mitglied des Vorstands beim Badischen Gemeindeversicherungsverband BGVDer Philosoph wird ermöglicht durch unseren Zukunftspartner Concentrix.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #43 Patricia Körner - Rechtsschutzversicherung neu gedacht: Digital, proaktiv, verständlich?

    Rechtliche Probleme kommen oft unerwartet – doch was wäre, wenn man sich vorbereiten könnte, bevor es ernst wird?Patricia Körner, Vorständin für Produktbetrieb und IT bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG, spricht mit Mathias Harrassowitz und Christian Granseier über eine neue Rolle der Rechtsschutzversicherung: Weg vom reinen Kostenerstatter, hin zum digitalen Wegbegleiter.Wie verändern KI, digitale Plattformen und Chatbots den Zugang zum Recht? Kann Künstliche Intelligenz juristische Erstberatung übernehmen? Und was bedeutet das für die Zukunft der Versicherer?Ein Gespräch über smarte Lösungen, verändertes Kundenverhalten und die Frage, ob Rechtsschutz künftig mehr sein kann als eine Police in der Schublade.Jetzt entdecken, wie Technologie das Recht einfacher macht.Zu Gast:Patricia Körner, Vorständin für Produktbetrieb und IT bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #42 Philipp Schönbach - Vom Acker bis zur Cloud: Wie Versicherungen die Landwirtschaft auf dem Weg in die Zukunft unterstützen

    Mathias Harrassowitz & Marc Morunga sprechen mit Philipp Schönbach, dem Vorstandssprecher der Vereinigten Hagelversicherung, über die drängenden Fragen unserer Zeit: Wie kann sich die Versicherungsbranche auf die zunehmenden Wetterextreme einstellen, und welche Rolle spielt Innovation dabei?Von der Bedeutung von Präventionsmaßnahmen bis hin zur Nutzung von Technologien wie Drohnen und Satelliten – diese Episode bietet Einblicke in die Zukunft der Ernteversicherung und zeigt, wie sich der Agrarsektor und Versicherer gemeinsam an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen.Themen dieser Folge:Spätfrost, Starkregen und Dürre: Neue Risiken durch den Klimawandel.Prävention in der Landwirtschaft: Technologische Ansätze und Fördermöglichkeiten.Die Zukunft der Versicherungen: Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus.Wie KI und Datenanalysen die Risikoabschätzung revolutionieren könnten.Key Takeaways:Wetterextreme erfordern kreative Ansätze im Risikomanagement.Versicherer wie die Vereinigte Hagel setzen zunehmend auf innovative Technologien.Der Austausch zwischen Landwirten und Versicherungen ist essenziell für nachhaltige Lösungen.Gast:Philipp Schönbach, Vorstandssprecher der Vereinigten Hagelversicherung.Create your podcast today! #madeonzencastr

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    #41 Michaela Exenberger - Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit

    Michaela Exenberger von der Niederösterreichischen Versicherung spricht mit Michael Carl über Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, die Rolle der Rückversicherung und darüber, wie Versicherungen konkrete Verantwortung übernehmen können.Nachhaltigkeit – Von der Strategie zur PraxisMichaela erläutert, wie die Niederösterreichische Versicherung das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich angeht. Der Schlüssel? Alle Bereiche – von Produktentwicklung über Kapitalanlagen bis hin zum Schadenmanagement – ziehen von Anfang an mit. Gemeinsam wird nicht nur eine Strategie erarbeitet, sondern sie wird auch jährlich überprüft und in konkrete Maßnahmen übersetzt.Nachhaltigkeit im KerngeschäftWas bedeutet Nachhaltigkeit für ein Versicherungsunternehmen? Michaela zeigt auf, dass es nicht nur um „grüne“ Themen geht, sondern um vorausschauende Schadensprävention und innovative Produktgestaltung. Ein Beispiel: Die Förderung von Reparaturen statt Neukauf nach einem Schaden oder der Zuschuss zu Hochwasserschutzmaßnahmen. So wird Nachhaltigkeit für Kunden erlebbar und Versicherungen widerstandsfähiger.Rückversicherung als Hebel für VeränderungZentrale Bedeutung kommt der Rolle der Rückversicherung zu. Michaela erläutert, wie Rückversicherer als starker Hebel fungieren können, um Risiken neu zu bewerten und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Gerade in einer Zeit, in der Naturkatastrophen zunehmen, braucht es gemeinsame Lösungen – von Versicherern, Rückversicherern und der Politik.Nachhaltigkeit als KulturarbeitMichaela betont: Nachhaltigkeit ist kein Elfenbeinturm-Thema. Damit sie im Unternehmen ankommt, muss sie gelebt werden. Mit Arbeitsgruppen, klaren Zielen und Schulungen wird der Gedanke in alle Bereiche getragen. Gleichzeitig braucht es Anreize und eine Vorbildfunktion vom Management.Zukunftsvision: Nachhaltigkeit als ChanceNachhaltigkeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch eine Chance, erklärt Michaela. Ob als Differenzierungsmerkmal am Markt, durch innovative Kapitalanlageentscheidungen oder als starker Faktor für Employer Branding – die Versicherung der Zukunft wird nachhaltig und wirtschaftlich zugleich sein.Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit zum festen Bestandteil der Strategie und des Geschäftsmodells werden kann. Michaela gibt tiefe Einblicke, wie die Niederösterreichische Versicherung konkrete Verantwortung übernimmt – von der Schadensprävention bis zur Rückversicherung.Zu Gast: Michaela Exenberger, Bereichsleitung Rückversicherung und Nachhaltigkeit, Niederösterreichische Versicherung.

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    #40 Alina vom Bruck – Wie aus einer Fusion ein Sprungbrett wird

    Alina vom Bruck, Mitglied des Vorstands der BarmeniaGothaer, spricht mit Michael über Fusionen, Unternehmenskultur und die Kunst, Resilienz und Innovation zu verbinden. Gemeinsam erkunden sie, wie Unternehmen flexibel bleiben und gleichzeitig Stabilität vermitteln können.Fusion als NeuanfangAlina erzählt von ihrer Rolle in der frisch fusionierten BarmeniaGothaer. Eine Fusion ist mehr als nur ein Zusammenschluss – es ist die Chance, Bestehendes zu hinterfragen und neu zu gestalten. Dabei spielt das richtige Mindset eine entscheidende Rolle, um die Balance zwischen Bewahren und Verändern zu finden.Resilienz durch VeränderungFür Alina ist klar: Resilienz bedeutet nicht, an alten Mustern festzuhalten, sondern sich flexibel und lernbereit an neue Gegebenheiten anzupassen. Gerade in der Lebensversicherungsbranche zeigt sich, wie wichtig es ist, mit Innovation und Veränderung auf die Herausforderungen der heutigen Zeit zu reagieren.Innovation: Mehr als nur neue ProdukteInnovation in der Versicherungsbranche? Absolut! Alina betont, dass Innovation sich nicht nur auf Produkte beschränkt, sondern alle Bereiche betrifft – von Prozessen über digitale Services bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit. Besonders wichtig: Innovation muss immer einen echten Mehrwert bieten, sowohl für das Unternehmen als auch für die Kunden.Führung, die inspiriertModerne Führung bedeutet für Alina weniger Hierarchien und mehr Vertrauen. Fehler werden nicht bestraft, sondern als Lernchance gesehen. Diese Haltung schafft eine Unternehmenskultur, die den Raum für Innovation und Resilienz öffnet.Zukunftsmusik: Resilienz und Innovation Hand in HandWie kann man Resilienz stärken und gleichzeitig den Mut zu Veränderungen fördern? Alina spricht über Strategien, mit denen Unternehmen und Mitarbeitende fit für die Zukunft gemacht werden können. Denn für sie sind Resilienz und Innovation untrennbar miteinander verbunden.Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie Herausforderungen in der Unternehmenswelt zu Chancen werden können. Lassen Sie sich inspirieren von den Einsichten einer Führungspersönlichkeit, die den Spagat zwischen Tradition und Innovation perfekt meistert.Zu Gast: Alina vom Bruck, Mitglied des Vorstands der BarmeniaGothaer, Zuständigkeit Lebensversicherung, sowie Vorstandsvorsitzende der Gothaer Lebensversicherung AG.

  37. 32

    #39 Alex Müller-Benz - Von einem, der eine Versicherung zu einem coolen Unternehmen macht

    ... und weil das viel zu lang ist, steht auf seiner Visitenkarte: Head of People & Culture. Meint aber dasselbe. Alex Müller-Benz von "Die Bayerische" zu Gast im Philosophen. Michael und Alex sprechen über die Transformation von Unternehmenskultur, die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen und die Rolle von KI als kreativer Mitspieler. Gemeinsam erkunden sie, wie Unternehmen modern, menschlich und erfolgreich bleiben können.Vom Versicherer zum Magnet für TalenteAlex nimmt uns mit auf eine Reise, wie Die Bayerische sich von einem klassischen Versicherungsunternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber entwickelt hat, der frischen Wind in die Branche bringt. Statt steifer Hierarchien setzt das Unternehmen auf Dynamik, persönliche Nähe und ein Umfeld, in dem Mitarbeitende ihre Ideen einbringen und wachsen können.Warum der Mensch entscheidend bleibtFür Alex ist klar: Es geht nicht nur um Strategien, sondern darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen gerne arbeiten und sich wertgeschätzt fühlen. Die richtige Mischung aus Homeoffice und persönlichem Austausch sieht er als Schlüssel für Teamgeist und Innovation. Der persönliche Kontakt bleibt trotz moderner Arbeitsweisen unverzichtbar.KI: Kollege, nicht KonkurrentEin Highlight der Episode ist die Diskussion über KI. Alex spricht darüber, wie künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag erleichtert, indem sie Routineaufgaben übernimmt und dadurch den Menschen mehr Raum für echte Kreativität und zwischenmenschliche Themen lässt. In einer unternehmensinternen „KI-Community“ wird Mitarbeitenden spielerisch gezeigt, wie sie diese neuen Technologien nutzen können – ohne Berührungsängste.Führung, die inspiriertAlex teilt außerdem persönliche Erfahrungen, wie Führung durch Vorleben funktioniert. Als er damals als Führungskraft in Elternzeit ging, setzte er ein Zeichen für Veränderung und zeigte, dass moderne Unternehmenskultur nicht nur Theorie ist, sondern gelebt werden muss.Zukunftsmusik: Mensch und KI im perfekten ZusammenspielDie Zukunft sieht Alex in einer engen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie. KI wird zum smarten Partner, während der Fokus weiterhin auf den menschlichen Stärken bleibt – Empathie, Kreativität und Teamwork. Diese neue Symbiose verlangt aber auch nach neuen Strukturen und einer Kultur, die Mut und Neugier fördert.Fazit: Diese Folge zeigt eindrucksvoll, wie ein modernes Unternehmen wie Die Bayerische den Spagat zwischen Tradition und Innovation meistert. Lassen Sie sich inspirieren von neuen Ansätzen und erfahren Sie, wie auch Sie die Arbeitswelt der Zukunft gestalten können.Zu Gast: Alex Müller-Benz, Head of People and Culture, Die Bayerische

  38. 31

    #38 Arndt Bickhoff, VHV: Orientierung im Wandel - Stable Islands als Ankerpunkte

    In unserer neuesten Folge sprechen Michael Carl und Bernd Blasczyk, VP Sapiens, mit Arndt Bickhoff, Vorstandsmitglied der VHV Holding SE und verantwortlich für IT und Digitalisierung, über die komplexe und kontinuierliche Transformation der Versicherungsbranche. Sie thematisieren, wie Digitalisierung und Unternehmenskultur zusammenspielen und wie sich die Versicherungsbranche zukunftssicher aufstellt. Digitalisierung als fortlaufender ProzessBickhoff versteht Digitalisierung weniger als abgeschlossenes Projekt, sondern als ein Prozess, der Unternehmen und Mitarbeitende stets weiterentwickelt. Digitale Technologien, insbesondere in der Versicherungsbranche, bedürfen kontinuierlicher Anpassung und Modernisierung. Von der Ablösung veralteter Systeme bis hin zur Einführung moderner KI-Technologien – die Digitalisierung bleibt ein ständiger Begleiter.
Agilität und Flexibilität als ErfolgsfaktorenUm in einem sich schnell wandelnden Umfeld erfolgreich zu bleiben, setzt VHV auf agile Methoden und flexible Strategien. Bickhoff erläutert, dass große Vorhaben in kleinere „Stable Islands“ aufgeteilt werden, um in Etappen produktiv zu arbeiten und die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen. Dieses Vorgehen hilft dabei, das Risiko langer Implementierungszeiten zu minimieren und auf Veränderungen im Markt schneller reagieren zu können.Mensch im Mittelpunkt: Change-Management und UnternehmenskulturDie Digitalisierung bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich, die für die Belegschaft oft herausfordernd sind. Daher ist es entscheidend, dass Veränderungsprozesse auch menschlich begleitet werden. Bickhoff betont, dass eine Unternehmenskultur, die von Teamarbeit, Feedback und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, dabei hilft, die Mitarbeitenden aktiv in den Prozess einzubinden und ihnen den Wandel zu erleichtern. Er sieht ein hohes Maß an Engagement als wesentlichen Erfolgsfaktor und fördert eine Kultur, in der Feedback – auch hierarchieübergreifend – willkommen ist.Künstliche Intelligenz als digitaler Kollege?Ein weiterer spannender Punkt der Diskussion ist die Rolle von KI in der Versicherungswelt. Bickhoff sieht in KI große Potenziale, insbesondere zur Unterstützung von Mitarbeitenden bei wiederkehrenden Aufgaben. Er bezeichnet KI jedoch nicht als Ersatz für menschliche Arbeitskraft, sondern als Werkzeug, das Prozesse effizienter macht und dabei hilft, wertvolle Arbeitskraft auf komplexe Aufgaben zu konzentrieren. Diese Kombination von menschlicher und künstlicher Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, ohne Arbeitsplätze zu gefährden.Zukunftsvision: Digitalisierung, aber mit WeitblickBickhoff bleibt optimistisch und sieht die VHV gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Die Kombination aus flexibler strategischer Planung, technologischem Fortschritt und einer wertschätzenden Unternehmenskultur gibt ihm Vertrauen, dass das Unternehmen zukünftige Herausforderungen erfolgreich meistern wird. Die Veränderungen werden dabei nicht nur als technischer, sondern auch als kultureller Wandel verstanden – ein Ansatz, der die Mitarbeitenden stärkt und dem Unternehmen eine solide Basis für den Erfolg im digitalen Zeitalter bietet.Fazit: Diese Episode liefert wertvolle Einsichten in die Balance zwischen Digitalisierung und menschlicher Führung. Erfahren Sie, wie die VHV das Beste aus beiden Welten verbindet und wie auch Sie von diesen Strategien profitieren können. Hören Sie rein und lassen Sie sich inspirieren!Zu Gast: Arndt Bickhoff, Vorstand IT der VHV Holding SE

  39. 30

    #37 Thomas Sepp, Komplexität und Größe: Wie Versicherungen bei Großrisiken die Welt stabilisieren können

    In der neuesten Folge unseres Podcast „Der Philosoph“ spricht Michael Carl mit Thomas Sepp, Chief Claims Officer und Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), über die Herausforderungen und Strategien der Versicherungsbranche bei großen Schadensfällen. Dabei geht es um Schadensregulierung in einem Maße, das über die klassischen Versicherungsfälle hinausgeht und viele spannende Einblicke in die Rolle der Versicherungen bei extremen Risiken bietet.Versicherungen bei Großschäden und komplexen RisikenThomas Sepp erklärt, dass Versicherungen bei Schadensfällen wie Konzertabsagen oder Naturkatastrophen eine entscheidende Rolle spielen. Hier geht es um Summen, die oft zu groß sind, als dass sie allein von einem Versicherer getragen werden könnten. Deshalb setzen Versicherungen in solchen Fällen auf syndizierte Modelle, bei denen mehrere Versicherer beteiligt sind. Das verringert nicht nur das Risiko für die einzelnen Unternehmen, sondern sichert auch die Schadensregulierung ab.Der entscheidende Faktor Mensch und die TechnologieIm Gespräch thematisiert Sepp, dass Großschäden häufig eine andere Dynamik als alltägliche Schadensfälle haben. Während die Dunkelverarbeitung bei einfachen Versicherungsfällen längst Realität ist, erfordert die Bewältigung komplexer Fälle ein tiefes Verständnis der individuellen Risiken und Verträge – hier spielt der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle. Auch moderne Technologien wie Satellitendaten und KI gewinnen an Bedeutung, um Risiken besser zu bewerten und so die Schadensregulierung zu optimieren.Risiken durch Klimawandel und politische KrisenThomas Sepp stellt fest, dass extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen immer häufiger und intensiver auftreten. Ein weiteres Beispiel für unerwartete Risiken ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine, der etwa zur Blockade von Flugzeugen und Schiffen führte. Solche geopolitischen Veränderungen erfordern nicht nur technologische Lösungen, sondern auch intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Versicherungsunternehmen und politischen Akteuren.Zusammenarbeit und Lernprozesse als SchlüsselfaktorenGroßschäden erfordern die enge Zusammenarbeit vieler Versicherer und externer Fachleute, da die Schadensfälle nicht allein durch einen Versicherer abgedeckt werden können. Versicherungen führen deshalb regelmäßig sogenannte Market Meetings durch, in denen sie gemeinsame Lösungen erarbeiten und neue Erkenntnisse für zukünftige Policen sammeln. Dieser kontinuierliche Lernprozess hilft ihnen, auch in komplexen und dynamischen Umfeldern wie dem Klima- und Cybersicherheitsbereich handlungsfähig zu bleiben.Fazit: Herausforderungen und neue ChancenWir erhalten in dieser Folge spannende Einblicke in die Funktionsweise der Versicherungsbranche bei Großschäden. Durch den kontinuierlichen Umgang mit immer komplexeren Risiken und die gezielte Nutzung technologischer Innovationen bleibt die Versicherungsbranche dabei ein stabilisierender Faktor in einer Welt voller Unsicherheiten. Hören Sie rein und entdecken Sie, wie Versicherungen die Risiken der modernen Welt meistern – und welche Rolle Sie dabei spielen können!Zu Gast: Dr. Thomas Sepp, Chief Claims Officer und Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS)

  40. 29

    #36 Dr. Sami Charaf Eddine -Effizientere Schadensabwicklung: Wie Digitalisierung die Versicherungswelt transformiert

    mit Sami Charaf Eddine von claimflow **Komplexität der Schadensabwicklung – Ein System mit vielen Schwächen ** Es beginnt mit einer prägnanten Analyse: Die Bearbeitung von Versicherungsschäden ist komplex, langwierig und stark fragmentiert. Viele Personen und Systeme sind involviert – vom Versicherungsnehmer über Makler bis hin zu diversen Dienstleistern. Dadurch entstehen nicht nur Ineffizienzen, sondern auch Frustration bei den Kunden. Ein Problem, das oft durch veraltete IT-Systeme verstärkt wird, die über Jahre hinweg nur mit „Pflastern“ geflickt wurden. **Digitalisierung und Automatisierung als Lösung ** Doch was ist die Lösung? Charaf Eddine macht deutlich, dass Digitalisierung und Automatisierung viele dieser Herausforderungen lösen könnten – wenn sie konsequent und intelligent umgesetzt würden. Dabei betont er, dass es nicht allein um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht, sondern vor allem um saubere Datenstrukturen und standardisierte Prozesse. KI könne zwar dabei helfen, unstrukturierte Daten wie PDF-Dokumente in maschinenlesbare Formate umzuwandeln, aber viele grundlegende Probleme liegen in der fehlenden Modernisierung der Kernsysteme. **Dunkelverarbeitung – Grenzen der Automatisierung ** Besonders spannend ist die Diskussion über die sogenannte „Dunkelverarbeitung“ – also die automatisierte Abwicklung von Schadenfällen ohne menschliches Eingreifen. Während dies bei einfachen Schäden, etwa im Kfz-Bereich, bereits funktioniert, zeigt sich bei komplexeren Fällen schnell, dass menschliches Zutun weiterhin notwendig bleibt. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass menschliche Arbeit dort ansetzt, wo sie wirklichen Mehrwert bringt: bei der Kundenbetreuung, nicht bei der Datenpflege. **Kundenerwartungen in Extremsituationen ** Ein weiteres Highlight der Episode ist die Betrachtung des Kundenverhaltens. Gerade in Extremsituationen, wie bei einem Wasserschaden, möchten Kunden vor allem eines: schnelle, unkomplizierte Hilfe. Hier sieht Charaf Eddine eine große Chance für Versicherer, sich durch bessere Prozesse und eine nahtlose Kommunikation mit den Kunden abzuheben und ihre Position am Markt zu stärken. Fazit: Potenzial für die Versicherungsbranche Für die Beschäftigten der Versicherungsbranche bietet diese Podcast-Episode wertvolle Einblicke in die Optimierungspotenziale der Schadensabwicklung. Sie zeigt auf, dass es nicht nur um technische Lösungen geht, sondern um eine ganzheitliche Betrachtung, die Kunden, Mitarbeiter und Prozesse gleichermaßen einbezieht. Hören Sie rein und erfahren Sie, wie claimflow die Zukunft der Schadensabwicklung gestaltet – und welche Rolle die Versicherungsbranche dabei spielen kann.

  41. 28

    #35 Miriam Giefer, HDI Group - Der Kampf gegen die Skepsis

    mit Miriam Giefer, Lead Sustainability Manager & Senior Expert Sustainability bei HDI Group Giefer beginnt mit einer treffenden Beobachtung: Das Thema Nachhaltigkeit wird oft mit Stirnrunzeln oder gar leichtem Stöhnen empfangen. Warum? Viele haben das Gefühl, dass es „zu viel“ ist oder nicht in den Unternehmensalltag passt. Doch genau hier sieht Giefer ihre Aufgabe: die Skepsis der Kolleginnen und Kollegen in ein neues Verständnis zu wandeln. Ihr Ziel ist es, dass nach jedem Gespräch das Stirnrunzeln verschwindet und Offenheit für das Thema entsteht. Umgang mit hohen ethischen Erwartungen Ein zentrales Thema ist der Umgang mit den hohen ethischen Erwartungen, die mit Nachhaltigkeit verbunden sind. Niemand würde heutzutage offen sagen, dass Nachhaltigkeit irrelevant ist, doch die Umsetzung ist oft schwerfällig. Vor allem in der Versicherungsbranche, die auf den ersten Blick wenig greifbare Berührungspunkte mit dem Thema hat. Giefer erklärt jedoch, wie eng Versicherungen mit sozialer Nachhaltigkeit verbunden sind. Soziale Absicherung durch Produkte wie Berufsunfähigkeits- oder Altersvorsorgeversicherungen tragen einen großen Teil zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit bei. Ein weiteres, oft unterschätztes Feld ist die Kapitalanlage. Versicherungen verwalten enorme Summen, und die Art und Weise, wie diese Gelder investiert werden, kann massive Auswirkungen auf die Transformation hin zu einer CO₂-armen Wirtschaft haben. Nachhaltigkeit als Querschnittsthema Spannend wird es, als Giefer die interne Kommunikation anspricht. Oft stoßen nachhaltige Initiativen auf Widerstand, doch durch gezielte Schulungen und den Abbau von Vorurteilen, gelingt es ihr, Mitarbeitende zu motivieren. Sie betont, wie wichtig es ist, Nachhaltigkeit als Querschnittsthema zu etablieren und aufzuzeigen, dass viele bereits nachhaltiger handeln, als sie denken. Das Gespräch bietet einen motivierenden Blick auf die Rolle der Versicherungen in der nachhaltigen Transformation. Giefer zeigt, dass es möglich ist, Skepsis abzubauen, und erklärt, wie Nachhaltigkeit auch im Arbeitsalltag ohne erhobenen Zeigefinger integriert werden kann. Hören Sie in unsere neueste Folge rein und erfahren Sie, wie Miriam Giefer die Versicherungswelt ein kleines Stück nachhaltiger macht.

  42. 27

    #34 Ole Sieverding, Cyberdirekt: Cyberkriminalität: Gefühlte oder echte Bedrohung für Versicherungen?

    mit Ole Sieverding, Co-Founder und Geschäfsführer von Cyberdirekt Der Philosoph ist aus der Sommerpause zurück! Ohne Umschweife steigen wir direkt ein mit einem Thema, das neben KI zu den aktuellsten überhaupt gehört: Gefühlte und echte Bedrohungen und Sicherheiten rund um Cyberkriminalität. Unser Gast in dieser Folge ist Ole Sieverding, Gründer und Geschäftsführer von CyberDirekt. Die Plattform bietet Cyberversicherungen für Unternehmen, Makler und Versicherungen an. Warum das wichtig ist? Stellen Sie sich folgendes Szenario in Ihrem Unternehmen vor: Sämtliche Computer sind verschlüsselt, alle Daten sind abgezogen, das Telefon ist tot und auf dem Bildschirm erscheint nur ein Totenkopf. Dahinter steckt die kriminelle Absicht, Lösegeld von Ihnen zu erpressen. Reales Szenario oder dem Tatort entsprungen? Leider ersteres. Ransomware stellt mittlerweile den dominanten Schadenfall schlechthin dar, was Frequenz und Schadenhöhe angeht. Und mitnichten sind nur große Unternehmen betroffen. Ganz im Sinne von "Crime as a Service" werden Lösegeldforderungen einfach an die Größe des Unternehmens angepasst. Sieverding betont, dass vor diesem Hintergrund Verdrängung eben kein Erfolgsmodell ist, sondern ein mächtiger Gegner, dem sich Versicherungsunternehmen stellen müssen. Die unternehmerische Verantwortung wächst Michael Carl und Cybersecurity-Experte Sieverding stellen fest, dass die gefühlte und tatsächliche Risikolage ganz unterschiedlich eingeschätzt wird und generell das Risiko einer Cyberattacke gerne unterschätzt wird. Gerade im Kontext der Digitalisierung, die immense Vorteile mit sich bringt, aber eben auch Risiken, ist laut Sieverding die Beschäftigung mit Cyberversicherungen unabdingbar. Besorgniserregend ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der im Bereich KI immer neue Möglichkeiten entstehen, aber damit auch neue Risiken aufkommen. Die Abhängigkeiten von IT steigen markant, was leider auch in kriminelle Energie umgesetzt wird. Die angreifende Seite rüstet auf. Wie kann man dem als Versicherer entgegenwirken? Michael Carl und Ole Sieverding sind sich einig, dass es nur mithilfe einer bestimmten Kultur gehen wird. Mitarbeiter können und müssen die Security-Produkte und Funktionen nutzen, die es bereits gibt. Sicherheitslösungen finden bereits in zahlreichen Standardprodukten Anwendung. Es gilt, mutig zu sein und KI sinnvoll in den Alltag zu integrieren, aber auch achtsam zu bleiben. Sicherheit schaffen als kreativer Akt CyberDirekt als Anbieter schaut natürlich genau hin, was Versicherungen umtreibt, was sie unternehmen und wo Herausforderungen liegen. Sieverding versteht es daher auch als seine Aufgabe, Bedrohungsszenarien zu kommunizieren und zu motivieren, aktiv zu werden. Cybergefahren stellen das Geschäftsrisiko #1 für Unternehmen dar und es steigt von Jahr zu Jahr. Es einzudämmen gelingt nur über den Diskurs und das Ergreifen adäquater Sicherheitsmaßnahmen. Wie Versicherungen herausfinden können, was für sie in Sachen Cyber-Sicherheit wichtig ist und wie sie den Sweetspot im Dreieck aus Preis, Leistung und Risikofragen finden, das erfahren Sie in der aktuellen Folge.

  43. 26

    #33 Nikolaus Sühr, KASKO: Irgendjemand ist immer schon weiter. Zum Glück.

    mit Nikolaus Sühr, Gründer und CEO von KASKO Für Nikolaus Sühr ist Innovation nicht nur eine Neuerung für den Markt, sondern vor allem für das Unternehmen selbst. Er betont, dass Innovation kein Selbstzweck oder Leuchtturmprojekt sein darf, sondern als angewandte Innovation verstanden werden muss - also konkret umsetzbar und nutzbringend sein sollte. Innovation ist harte Arbeit und erfordert kontinuierliche Anstrengungen und Anpassungen. Die Rolle der Insurtechs und neuer Technologien Die große Insurtech-Welle vor einigen Jahren konnte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dennoch ist das Potenzial in diesem Bereich nach wie vor groß. Insbesondere im Umgang mit neuen Risikofaktoren wie Naturkatastrophen und Cyberrisiken stehen die Versicherer vor großen Herausforderungen. Systemische und schwer kalkulierbare Risiken können auch durch künstliche Intelligenz nicht vollständig gelöst werden. Insurtechs setzen daher auf bestehende Technologien und bringen ihr Wissen ein, um effizientere Lösungen zu entwickeln. Die entscheidende Frage ist: Braucht man die unkonventionellen Ansätze der jungen Wilden oder das fundierte Wissen der alten Hasen? Für Nikolaus Sühr liegt die optimale Lösung in einer Mischung aus beidem. Von vorhandenen Erfahrungen zu profitieren und gleichzeitig innovative Wege zu gehen. In der Versicherungsbranche gibt es kaum ein Problem, das nicht schon einmal aufgetreten ist - und für das es nicht bereits Lösungsansätze gibt. Nikolaus Sühr ist überzeugt, dass der Zugang zu den richtigen Personen und ihrem Wissen zur Förderung der Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. „Es gibt kein Problem, bei dem ich nicht jemanden kenne, der schon einen Schritt weiter ist als wir“, sagt er. Durch diesen Austausch können Unternehmen von den Erfahrungen anderer profitieren und gemeinsam innovative Lösungen entwickeln. Für Versicherungen ist es daher sinnvoll, neue Formen der Zusammenarbeit zu forcieren, um den Entwicklungen und Herausforderungen gewachsen zu sein. Innovation lässt sich nicht einfach einkaufen, sondern muss durch kontinuierliches Lernen und den Austausch mit Experten vorangetrieben werden. Ein Blick in die Zukunft In den kommenden Jahren sind in der Versicherungswirtschaft bedeutende Veränderungen und Fortschritte zu erwarten. Um erfolgreich zu sein, sind sowohl technologische als auch kulturelle Veränderungen notwendig. Insbesondere der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren und Experten sind entscheidend für eine erfolgreiche Zukunft.

  44. 25

    #32 Simon Moser - KI: Menschlicher als gedacht?

    mit Simon Moser von muffintech In der neuesten Episode des Podcasts gibt uns Simon Moser, Mitbegründer und CEO von muffintech, einen spannenden Einblick in die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) und wie diese zunehmend unser tägliches Leben bereichert. Künstliche Intelligenz spielt in verschiedenen Lebensbereichen eine immer wichtigere Rolle, sowohl in der Arbeitswelt als auch im Privatleben. Simon Moser betont, dass KI zunehmend menschlicher und empathischer wird, was unsere Erwartungen an die Interaktion mit technischen Geräten grundlegend verändert. Diese Entwicklung führt dazu, dass Technologie immer mehr wie ein menschlicher Partner agiert. Ein besonders amüsantes Beispiel, das er teilt: Er lässt sich von KI inspirieren, wenn er zu Weihnachten Gedichte für seine Eltern schreibt. Mut zur Veränderung Die Einführung von KI in Unternehmen erfordert Mut und eine genaue Vorstellung von der Zukunft. „Man kann nicht vom Fax zur GenAI springen. Man muss die Prozesse anpassen und die Menschen mitnehmen“, unterstreicht Simon Moser. „Change Management und Schulungen sind entscheidend, um die Mitarbeitenden auf diesem Weg zu begleiten.“ Während muffintech als volldigitaler, chatbasierter Versicherungsmakler startete, konzentriert sich das Unternehmen heute vor allem auf die Optimierung des Kundenservices. Als absoluter Game Changer hat sich dabei eine selbst entwickelte und auf Versicherungsspezifika trainierte Conversational AI erwiesen, die maßgeblich zur Produktivitätssteigerung beigetragen hat. KI wird in den nächsten fünf Jahren vor allem in den Bereichen Kundenservice, Wissensmanagement und Vertrieb eine immer wichtigere Rolle spielen und darüber hinaus neue Möglichkeiten für Innovationen schaffen. Bereits heute ist die Integration von KI in den Unternehmensalltag Realität. Wir befinden uns in einer spannenden Zeit des technologischen Wandels, in der Mut zur Veränderung und eine klare Vision unerlässlich sind, um die Vorteile von KI voll auszuschöpfen. Neugierig geworden? In Folge #32 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  45. 24

    #31 Julia Ricks - Umweltfreundlich, aber ohne Verzicht

    mit Julia Ricks von Europe Assistance Autofahren bleibt der Deutschen liebstes Kind Julia Ricks zeigt auf, dass trotz des gestiegenen Umweltbewusstseins in der Gesellschaft aktuelle Studien ein überraschendes Bild zeichnen. So ist der Anteil der Personen, die ein eigenes Auto besitzen, in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Damit liegen wir nur knapp unter dem europäischen Durchschnitt. Trotz des allgemeinen Wunsches, umweltbewusst und nachhaltig zu leben, zeigen sich nicht nur strukturelle Unterschiede zwischen Stadt und Land. Viele Menschen nutzen Alternativen wie Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel zusätzlich und nicht als Ersatz. Sehnsucht nach Sicherheit „Ich sehe eine positive Entwicklung, aber sie ist sehr schleichend und immer noch von Bequemlichkeit und Preis getrieben“, fasst Julia Ricks zusammen. „Das Bewusstsein für saubere Mobilität und die Umwelt ist da, aber letztlich wird die Kaufentscheidung vom Strom-/Benzinpreis beeinflusst.“ Wie Europe Assistance das Mobilitätsproblem in Zukunft lösen will und welche innovativen Angebote es gibt, um unabhängig vom individuell gewählten Verkehrsmittel versichert zu sein, ist in der aktuellen Folge zu hören. Neugierig geworden? In Folge #31 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  46. 23

    #30 Melanie Kramp - Komplexität bewältigen

    mit Melanie Kramp von Generali Deutschland Komplexität als Freund Eine wichtige Erkenntnis ist, dass sich Komplexität nicht durch einfache Maßnahmen reduzieren lässt. Vielmehr geht es darum, Komplexität zu durchdringen und auszugleichen, um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, was kommen könnte. Dies erfordert nicht nur individuelle Kompetenz, sondern auch die Fähigkeit, aus kollektiven Erfahrungen zu schöpfen und daraus zu lernen, um Unsicherheiten zu minimieren. Carl und Kramp betonen die Notwendigkeit, ein Bewusstsein für den Umgang mit Unsicherheit zu entwickeln und gleichzeitig die Fähigkeit zu bewahren, neue Chancen zu erkennen und anzunehmen. Auch wenn dies bedeutet, den bisher eingeschlagenen Weg zu verlassen. In einer Welt, die sich ständig verändert und immer komplexer wird, ist die Fähigkeit, mit dieser Komplexität umzugehen, entscheidend für den langfristigen Erfolg. Dies gilt sowohl für das Management von Unternehmen als auch für das persönliche Leben. Neugierig geworden? In Folge #30 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  47. 22

    #29 Rainer Reitzler: Soziale Verantwortung und Wohlstand

    mit Rainer Reitzler, von Münchener VereinIn der neuesten Folge unseres Podcasts spricht Michael Carl mit Dr. Rainer Reitzler, dem Vorstandsvorsitzenden des Münchener Vereins. Dabei geht es um drängende Themen, die unsere Aufmerksamkeit erfordern. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Verständnis von Wohlstand, dem Generationenvertrag und der Zukunft der Solidarität. Einigkeit herrscht darüber, dass Transparenz, Sensibilisierung und die Suche nach Lösungen entscheidend sind. Doch wie gelingt es, aus vielen Einzelakteuren einen gemeinsamen gesellschaftlichen Akteur zu formen? Diskutiert werden die Kosten der Solidarität und die Notwendigkeit eines sinnvollen Ausgleichs in einer immer komplexer werdenden Welt. **Organisierte Solidarität – Wie sorgen wir für einen sinnvollen Ausgleich? **Ein besonderer Fokus liegt auf dem Generationenvertrag und dem aktuellen Rentensystem. Dieses belastet zunehmend die jüngere Generation. Die Frage nach Reformen oder einer grundlegenden Erneuerung des Systems drängt sich auf, während der demographische Konflikt weiter wächst und der Druck im System noch nicht groß genug ist. „Es ist wichtig, dass wir die Balance in der Gesellschaft halten. Und gleichzeitig einen Weg finden, aus den alten Systemen, die wir jetzt haben, etwas zu machen, was in die Zukunft gerichtet ist", betont Dr. Reitzler. Es ist an der Zeit, diese wichtigen Themen in Angriff zu nehmen und die Zukunft unserer Solidarität und sozialen Verantwortung zu gestalten. Doch wie können wir Jung und Alt gleichermaßen einbeziehen? Diese Frage ist nach wie vor eine der Kernfragen, wenn es darum geht, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Neugierig geworden? In Folge #29 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  48. 21

    #28 Dr. Gerrit Böhm - Innovation von innen heraus

    Mit Dr. Gerrit Böhm von Volkswohl Bund In dieser Ausgabe von “Philosoph” begrüßen wir Dr. Gerrit Böhm. Als aktuelles Vorstandsmitglied des Volkswohlbundes liegen seine Schwerpunkte insbesondere in den Bereichen IT und Betriebsorganisation. Mit seiner Expertise bietet er uns einen einzigartigen Einblick in die strategische Ausrichtung dieses traditionsreichen Unternehmens. Eine der prägenden Strategien des Volkswohlbundes ist das Konzept der internen Weiterentwicklung. Dies ist nicht nur eine strategische Entscheidung, sondern auch ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur, so Böhm. Ziel ist ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig engagieren und kontinuierlich weiterentwickeln können. **Recht auf gute Führung ** Wichtiger als klassische Incentives wie Sportangebote oder der berühmte Obstkorb ist die wertschätzende Zusammenarbeit im Team und mit den Führungskräften. Böhm ist überzeugt, dass eine positive Unternehmenskultur und -atmosphäre entscheidend für eine langfristige Mitarbeiterbindung sind. "Tradition wird beim Volkswohlbund großgeschrieben. Die stark auf Loyalität und Verbindlichkeit ausgerichtete Unternehmenskultur ist das Ergebnis einer durchdachten Strategie und positiver Erfahrungen.“ Statt ständig nach externen Lösungen zu suchen, setzt der Volkswohlbund auf die Entwicklung interner Ressourcen und Talente. Diese Werte werden auf allen Ebenen gelebt. So entsteht eine Kultur der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Neugierig geworden? In Folge #28 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  49. 20

    #27 Philipp Bäcker von R+V Versicherung - Nachhaltigkeit als Schlüssel zum Erfolg

    mit Philipp Bäcker von R+V Versicherung Die Bedeutung der Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen und betrifft mittlerweile alle Branchen, so auch die Versicherungswirtschaft. Nicht nur bei der Absicherung von Risiken, sondern auch bei der aktiven Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft und der Bewältigung globaler Herausforderungen spielt die Versicherungswirtschaft eine entscheidende Rolle. Nachhaltigkeit als Schlüsselrolle Eine zentrale Herausforderung besteht darin, nicht nur kurzfristige Risiken für ihre Kunden abzusichern, sondern auch langfristige Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Dies ist entscheidend für die langfristige Stabilität und das Vertrauen der Kunden in die Branche. Die effektive Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Geschäftspraxis eines Versicherers kann nicht nur dazu beitragen, der Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft gerecht zu werden, sondern auch langfristige Wettbewerbsvorteile schaffen. „Während es vor zehn Jahren für Unternehmen und somit auch für die Versicherungsindustrie ausreichend gewesen sei, auf die Betriebsökologie und die Emissionen des eigenen Geschäftsbetriebs abzustellen sowie über das soziale Engagement zu berichten, habe sich die Erwartungshaltung an Finanzdienstleister heutzutage deutlich gewandelt.“ Bäcker betont zudem, dass sowohl die Versicherungswirtschaft als auch die Kunden diesen Wandel vorantreiben. Die R+V Versicherung positioniert sich auf diesem Weg als Transformationsbegleiter und zeigt damit ihr Engagement für eine nachhaltige Zukunft. Es wird deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Verpflichtung für Unternehmen ist, sondern auch von den Kunden bewusst eingefordert und vorangetrieben wird. Jedes Unternehmen steht in der Verantwortung, sich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu stellen und aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken. Neugierig geworden? In Folge #27 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

  50. 19

    #26 Mathias Bühring-Uhle - Virtuelle Herausforderungen und reale Lösungen

    mit Mathias Bühring-Uhle von Gothaer Herausforderungen der virtuellen Zusammenarbeit Die Covid-Pandemie hat die digitale Zusammenarbeit transformiert. Die Notwendigkeit sozialer Distanzierung und die verstärkte Nutzung von Remote-Arbeit haben zu einem Paradigmenwechsel geführt, der die Art und Weise, wie Unternehmen operieren, grundlegend verändert hat. Videokonferenzen, Cloud-Plattformen und kollaborative Tools sind zu unverzichtbaren Bestandteilen der modernen Arbeitswelt geworden. Kaum vorstellbar, dass man einst in Kauf genommen hat, für ein einstündiges Meeting durch das halbe Land zu fahren. Doch diese neue Form der Zusammenarbeit bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Für Mathias Bühring-Uhle ist eine der größten Veränderungen die Auswirkungen auf zwischenmenschliches Vertrauen und Authentizität. Physische Sensationen, wie der Händedruck, die Körpersprache, auch der Geruch, sind Elemente, die im virtuellen Raum auf der Strecke bleiben. Ist eine hybride Arbeitswelt die Lösung? Eine hybride Arbeitswelt gestalten: Das Vertrauen im Außenverhältnis wird nur existieren können, wenn es auch im Innenverhältnis gegeben ist. Daher ist es besonders wichtig, die Prozesse im Unternehmen zu optimieren. Ein hybrides Arbeitsmodell kann die Beziehung zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften stärken, jedoch sind Präsenztage im Büro nicht für alle im Unternehmen umsetzbar. Haben die Einen nur einen kurzen Arbeitsweg, kann es sich bei den Anderen um mehrere Stunden Fahrt handeln. Das macht flexible Lösungen erforderlich. Führungskräfte müssen flexibel sein und ihre Führungsansätze an die unterschiedlichen Bedürfnisse und Arbeitsstile der Teammitglieder anpassen, unabhängig davon, ob diese im Büro oder remote arbeiten. Die digitale Arbeitswelt birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Die richtige Balance zwischen virtueller und physischer Interaktion, klare Richtlinien und gezielte Schulungen sind entscheidend für den Erfolg in dieser neuen Ära der Arbeit. Neugierig geworden? In Folge #25 gibt es viele weitere spannende Fragen, über die wir gemeinsam philosophieren. Hört und abonniert „Philosoph“ bei eurem Lieblings-Streaming-Service oder spielt ihn einfach direkt hier im Web-Player ab. „Philosoph“ erscheint zweiwöchig am Dienstag. Folgt Sapiens Germany auf Social Media für mehr Updates! „Philosoph – der andere Versicherungspodcast“ ist eine hauseigene Produktion von Sapiens Germany.

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