PODCAST · society
Taiwan in Bewegung
by Juliane Miller,Rti
Juliane beleuchtet in dieser Sendung wöchentlich Themen, die Menschen in Taiwan bewegen, und spricht mit Menschen, die etwas in Taiwan bewegen wollen.
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Green Advocates: Taiwans erste Energiegenossenschaft
Ein Flachdachhaus in Miaoli im Nordwesten Taiwans. Auf einem Metallgestell sind Solarpanele installiert, mit einer Leistung von 10,03 kWp. Seit Ende 2017 produziert die Anlage etwa 13000 kWh Strom pro Jahr. Das Besondere an der Anlage – es handelt sich um die erste PV-Dachanlage in Taiwan, die von einer Energiegenossenschaft betrieben wird. Die Bürgerenergiegenossenschaft “Green Advocates”, auf Chinesisch 綠主張綠電合作社 wurde 2016 gegründet, als erste Energiegenossenschaft in Taiwan. Doch sie hat es nicht nicht einfach. Dass die taiwanische Energiewende nur stockend voran kommt, darüber habe ich in dieser Sendung schon häufig berichtet. 2025 wurden 13.3% der Elektrizität in Taiwan aus erneuerbaren Energien generiert. Nach den Ausbauzielen der taiwanische Regierung hätten es eigentlich 20% sei sollen – Taiwan liegt also fast 7 Prozentpunkte unter dem Zielwert. Ein Grund für den langsamen Ausbau ist auch eine gesellschaftliche Skepsis gegenüber erneuerbaren Energien, befeuert durch Korruptionsfälle und Desinformationen. Eine Möglichkeit, die zu mehr Akzeptanz von erneuerbaren Energien führen könnte, sind Bürgerenergiegenossenschaften. Hier schließen sich Menschen zusammen, um selber in erneuerbare Energien zu investieren. Statt Großkonzernen sollen Bürger selber finanziell profitieren. Ich habe mit Hwang Shu-te (黃淑德) gesprochen. Sie ist die Direktorin der Bürgerenergiegenossenschaft “Green Advocates”. Diese Bürgerenergiegenossenschaft wurde im Jahr 2016 von Mitgliedern der Hausfrauen-Allianz-Stiftung gegründet, jener feministischen Umweltbewegung, über die ich kürzlich ein einem anderen Beitrag berichtet hatte. PV-Dachanlagen zur Vermeidung von Landnutzungskonflikten Der Gründung der Energiegenossenschaft im Jahr 2016 gingen drei Jahre der intensiven Vorbereitung voraus, in denen sich die Gruppe mit Initiativen in Japan und Südkorea beschäftigte. Dabei merkte man, dass es zwar viele Gemeinsamkeiten gibt – aber auch Unterschiede. “Zum Beispiel ist Südkorea flächenmäßig 10 mal so groß wie Taiwan, und die Bevölkerung ist sechsmal so groß. Weil die Überalterung der Gesellschaft in Südkorea früher eingesetzt hat, gibt es dort mehr landwirtschaftliche Flächen, die brachliegen. Wenn sie also Agri-PV machen, ist ihre Überlegung, neben landwirtschaftlichem Ertrag zusätzliche Einnahmen durch Stromerzeugung zu haben.” In Taiwan sei das anders – Freiflächen-PV gehe hier mit anderen Problemen einher. “Die Herangehensweise in Taiwan war, wild Flächen aufzukaufen, das nennt sich land grabbing. Es ist ein ernstes Problem, egal ob in landwirtschaftlichen Gebieten oder in der Fischzucht. “ Vor vier Jahren habe dann das Landwirtschaftsministerium (damals noch der Landwirtschaftsrat) diesem Prozess Einhalt geboten. Dennoch zeigt sich Hwang Shu-te kritisch gegenüber Freiflächen-PV in Taiwan. “Was ich damit meine ist, dass landwirtschaftliche Flächen von Solarkraft übermannt werden, ohne dass es eine Koexistenz gibt. Weil die Fläche von Taiwan sehr begrenzt ist, wird das Land relativ leicht zum Spekulationsobjekt.” Um das Problem einmal zu veranschaulichen: Taiwan hat in etwa die Fläche von Baden-Württemberg, mit mehr als doppelt so vielen Einwohnern. Die Green Advocates Genossenschaft entschloss sich aufgrund dieser potentiellen Landnutzungskonflikte, auf Photovoltaik-Dachanlagen zu setzen, anstatt auf Freiflächen-PV. “Anfangs haben wir uns dafür entschieden, aus ethischen Gründen nur Dachanlagen zu machen. Wir machen keine Freiflächen-PV, weil wir bemerkten, dass es dabei Landnutzungskonflikte mit dem Anbau von Lebensmitteln gibt. Außerdem ist der Genehmigungsprozess viel langwieriger.” Die Herausforderung beim Betrieb von Dachanlagen wiederum lägen in den Ausschreibungsverfahren, erzählt Hwang Shu-te. “Bei Schulen oder öffentlichen Gebäuden ist die normale Herangehensweise von Lokalregierungen, dass man eine Ausschreibung macht. Ich suche eine Firma, es gibt eine Auktion, und dann heißt es: “the winner takes it all”. Es ist also ein Spiel des Kapitals.” Die Genossenschaft verwirklichte ihre ersten Projekte daher auf den Dächern von Freunden und Familienmitgliedern. So auch das Projekt “Himmel Nr. 1”, welches auf dem Dach von Hwang Shu-tes Bruder verwirklicht wurde. Seither sind 16 weitere Projekte hinzugekommen. Das jüngste Solarprojekt, “Himmel Nr. 17", ging im Juli 2025 in Taichung auf einem Mehrfamilienhaus in Betrieb. Und während die Green Advocates als erste Bürgerenergiegenossenschaft in Taiwan gegründet wurden, sind seither sechs weitere hinzugekommen. Aller Anfang ist schwer Dennoch hätten es Energiegenossenschaften in Taiwan nicht leicht, erzählt Hwang Shu-te. Banken würden sich mit Genossenschaften nicht auskennen – auch nicht Banken, die das Wort “Genossenschaft” selber im Namen tragen. “Unser aktuelles Kapital beträgt mehr als 30 Millionen Taiwandollar. Aber als wir anfingen, im ersten Jahr nach unserer Gründung waren es nicht einmal 2 Millionen.” Das Geschäftsmodell der Energiegenossenschaft beruht aktuell auf der Auszahlung von Einspeisevergütungen für den produzierten Strom. Für Dachanlagen gibt es zwischen 15 Cent (5,6 NTD) und 10 Cent (3,6 NTD) pro Kilowatt, je nach Größe der Anlage. Der Strom wird an den staatlichen Energieversorger Taipower verkauft, der eine Monopolstellung in der Stromverteilung hat. Hwang Shu-te hofft, dass es in Zukunft auch anders gehen könnte: “Wir hoffen, dass Genossenschaftsmitglieder in Zukunft Strom von der Genossenschaft selber kaufen können.” Doch dafür ist der taiwanische Strommarkt noch nicht hinreichend liberalisiert. Zudem schreitet die Entwicklung der Genossenschaft nur langsam voran. “Wir sind jetzt im zehnten Jahr und sind noch immer nicht in der Lage, Dividenden auszuzahlen. Wir schreiben noch keine schwarzen Zahlen, aber wir konnten die Verluste der Vergangenheit bereits verringern. Es gibt also eine Verbesserung im Cashflow. Dennoch reicht unser Kapital nicht aus. Mehr als 40%, fast 50% müssen wir von der Bank leihen, und einen kleinen Teil leihen wir von unseren Genossenschaftsmitgliedern.” Aktuell hat die Genossenschaft mehr als 400 Mitglieder, darunter auch acht NGOs. Diese müssen mindestens einen Anteil in Höhe von 10.000 Taiwandollar zeichnen, das sind umgerechnet 270 Euro. Der Maximalbeitrag liegt bei 100 Anteilen, also 27.000 Euro. Durch ihr begrenztes Kapital sei die Genossenschaft nicht in der Lage, große Solarprojekte durchzuführen. Stattdessen frage man bei Freunden nach, ob sie eine geeignete Dachfläche haben. Doch diese sind in Taiwan gar nicht so leicht zu finden. Auf vielen Dächern in Taiwan finden sich illegale Anbauten, die oftmals als Wohnraum vermietet werden. Dadurch entstehen Sicherheitsbedenken und für etwaige Solaranlagen auf diesen Dächern gibt es keine Einspeisevergütung. “Besonders auf dem Land gibt es sehr viele alte Gebäude, die zum Teil nicht mal von Architekten entworfen wurden, für die es auch keine Baugenehmigung gab, auf solchen kann man auch keine Solarprojekte machen. In Taiwan gibt es daher viele Tatsachen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien einschränken.” Die Green Advocates Genossenschaft lässt sich davon allerdings nicht einkriegen und macht trotzdem weiter.
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So war es, in den 80er Jahren einen Chinesischsprachkurs in Taiwan zu machen
Wie war es, im Taiwan der 80er Chinesisch zu lernen? Der Vater von Rti-Reporterin Juliane erzählt von einer Bahnlinie quer durch Taipei, einer gescheiterten Besteigung des Jadeberges und umständlichem Geldabheben.
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So war es, vor vierzig Jahren Sinologie zu studieren
Warum entscheidet man sich im Deutschland der 80er Jahre für ein Sinologiestudium? Mit seiner Zeit als Sprachschüler an der Fu-jen Universität in Neu-Taipei legte der Vater von Rti-Reporterin Juliane wahrscheinlich den Grundstein dafür, dass sie sich später für ein Leben in Taiwan entscheiden würde. Fast vierzig Jahre ist sein Auslandsjahr im Rahmen seines Sinologiestudiums nun her – Zeit also, ihm ein paar Fragen zu stellen.
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Ökofeminismus in der Praxis? Wie Hausfrauen die taiwanische Umweltbewegung prägten
Haben Frauen ein anderes Verhältnis zur Umwelt als Männer? Das ist eine der Fragen, mit denen sich Ökofeminismus beschäftigt. Viele Mitglieder der taiwanischen Hausfrauen-Allianz (主婦聯盟) würden diese Frage wohl mit ja beantworten. Die taiwanische Hausfrauen-Allianz ist nicht nur die erste feministische Umweltorganisation Taiwans, sondern auch einer der wichtigsten Akteure in der taiwanischen Umweltbewegung allgemein. Noch vor Aufhebung des Kriegsrechts 1987 begannen taiwanische Frauen, sich in der damals vor allem von männlichen Universitätsprofessoren dominierten Umweltbewegung zu engagieren. Schnell merkten sie, dass sie andere Formen des Engagements wollten, als nur Zeitungsartikel zu schreiben. Ausgehend von alltagsnahen Themen wie Verpackungsmüll und Lebensmittelsicherheit hat die Hausfrauen-Allianz sich im Laufe der Zeit für eine große Bandbreite an Umweltthemen eingesetzt – oftmals mit großem Erfolg. Es lohnt sich also, einen Blick auf ihre lange und faszinierende Geschichte zu werfen.
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Die taiwanische Solarpflicht ist da! (aber mit Einschränkungen)
Die taiwanische Solarpflicht ist am 1. August in Kraft getreten, allerdings nicht so wie eigentlich geplant. In regelrecht letzter Minute wurde öffentlich, dass Wohngebäude nun doch von der Regelung ausgenommen werden sollen, ebenso wie Läden. Zunächst wurde das am Freitag, den 31. Juli durch Medienberichte bekannt. Die tatsächliche Änderung der Rechtsverordnung veröffentlichte das Innenministerium dann erst am Montag. Damit wurde ein Paragraph 9 zur Rechtsverordnung hinzugefügt, wonach die Anwendung der Solarpflicht auf Wohngebäude (Gebäudetyp H) und Läden (Gebäudetyp G3) erst dann effektiv werden soll, wenn dies so von den relevanten Behörden bestimmt wird. Damit gilt die Solarpflicht für Gebäudetypen A, B, C, D, F und G1 und 2 der taiwanischen Bauordnung, also etwa Gewerbegebäude, Lagerhallen, Sporthallen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser und Bürogebäude. Konkret bedeutet das: Ab sofort müssen bei diesen Gebäudetypen auf Neubauten und Anbauten mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern Solaranlagen installiert werden. Außerdem betroffen: Renovierungen von Gebäuden mit einer Dachfläche über 1000 Quadratmetern. Wann die Solarpflicht dann auf Wohngebäude und Läden angewendet werden soll, steht noch nicht fest. Überraschend ist es schon, dass der Anwendungsbereich der Solarpflicht so kurz vor dem Inkrafttreten doch noch geändert wurde. Schließlich wurde die Rechtsgrundlage der Solarpflicht bereits 2023 verabschiedet, und die Rechtsverordnung, die die Einzelheiten der Umsetzung regelt, im Februar 2026 vom Kabinett genehmigt. Medienberichten zufolge konnten Bauunternehmen das Innenministerium in der Woche vor dem Inkrafttreten jedoch überzeugen, die Solarpflicht für Wohngebäude erstmal auszusetzen. Das Innenministerium begründete seine Entscheidung vor allem damit, dass die Eigentumsverhältnisse und die Verwaltung gemeinsam genutzter Bereiche bei Wohngebäuden und Läden kompliziert sei. Wie Umwelt-NGOs diesen und weitere Kritikpunkte bewerten, erfahrt ihr in der Sendung..
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Die taiwanische Solarpflicht kommt!
Am 1. August soll in Taiwan eine Solarpflicht für Neubauten mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern und mehr in Kraft treten. Liu Ru-yi (劉如意) von der Umwelt-NGO Green Citizens Action Alliance erklärt, welche Herausforderungen es für die Entwicklung von Solarenergie in Taiwan gibt, und warum es beim Ausbau von Solarenergie nicht nur um finanzielle Vorteile geht. Ende 2025 waren in Taiwan insgesamt über 15 GW an Solarenergieanlagen installiert. So steht es im Energy Statistics Handbook 2025 der taiwanischen Energiebehörde (能源署). Damit verfehlte die taiwanische Regierung das Ausbauziel von 20 GW. Im globalen Vergleich liegt Taiwan damit auf Rang 17, hinter Ländern wie Deutschland und Südkorea, aber noch vor Südafrika, Österreich und der Schweiz. Eine Aufschlüsselung nach unterschiedlichen Arten von Solarenergie wie Dachanlagen, Freiflächen- und Aqua-PV veröffentlichte die Energiebehörde nicht. Allerdings stellte die Energiebehörde dem taiwanischen Investigativmagazin The Reporter entsprechende Statistiken zur Verfügung. Daraus geht hervor, dass Dachanlagen fast ⅔ der Ende 2024 installierten Solarenergie-Kapazität ausmachten. Nun soll aber erstmal eine Solarpflicht für Taiwan kommen, und zwar für Neubauten und Anbauten mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern. Außerdem betroffen: Renovierungen von Gebäuden mit einer Dachfläche über 1000 Quadratmetern. Am 1. August treten diese Regelungen in Kraft. Sie soll für öffentliche Gebäude, Gewerbegebäude und auch Wohngebäude gelten. Der taiwanischen Solarpflicht geht ein längeres Gesetzgebungsverfahren voraus. 2023 verabschiedete das taiwanische Parlament eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Entwicklungsgesetzes. Mit dem eingefügten Paragraphen 12-1 schufen sie eine Solarpflicht, die allerdings weiter durch die relevanten Behörden zu konkretisieren ist. Ende 2025 veröffentlichte das taiwanische Innenministerium Standards für die Installation von PV-Anlagen, die im Februar dieses Jahres vom Kabinett genehmigt wurden. Damit ist der Weg frei dafür, dass die Solarpflicht am 1. August wie geplant in Kraft tritt. Dennoch gibt es aber Kritik aus den Reihen der Oppositionsparteien.
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Welche Folgen bringt El Niño für Taiwan und die Welt?
Das natürliche Klimaphänomen El Niño hat in unterschiedlichen Regionen auf der Welt unterschiedliche Auswirkungen. Während es an der Westküste Südamerikas zu starken Niederschlägen kommen kann, schwächt sich in Südasien in El Niño-Jahren der Monsun ab. In Taiwan erwartet die Zentrale Wetterbehörde CWA dieses Jahr einen wärmeren Winter als sonst. Das taiwanische Zentrum für Krankheitskontrolle warnt derweil vor einem erhöhten Risiko für Dengue-Fieber, da höhere Temperaturen die Fortpflanzung von Mücken begünstigen könnten. Im Rti-Interview erklärt Klimaforscher Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) von der taiwanischen Wissenschaftsakademie Academia Sinica, warum ihm der für dieses Jahr vorhergesagte El Niño Sorgen bereitet.
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Führt der Klimawandel zu weniger Taifunen in Taiwan?
In der vergangenen Woche ist Taifun Bavi nördlich an Taiwan vorbeigezogen. Die Auswirkungen waren dabei nicht so schlimm wie zunächst befürchtet, dennoch zählte das taiwanische Zentrum für Katastrophenschutz (CEOC) insgesamt 135 Verletzte. Zudem wurden über 15000 Menschen evakuiert und es kam in fast 250 000 Haushalten zu Stromausfällen. Im Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen, die der Klimawandel verursacht, stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Klimawandel auch Einfluss auf die Stärke und Häufigkeit von Taifunen hat. Im Rti-Interview erkläutert der Klimaforscher Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) was wir über die Auswirkungen des Klimawandels auf Taifune wissen — und was nicht. Außerdem erklärt er, wie sich das wandelnde Klima in Taiwan auf die Landwirtschaft auswirkt.
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Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Taiwan?
Die historische Hitzewelle in Europa Ende Juni hat erneut die schweren Folgen des globalen Klimawandels verdeutlicht. Und auch wenn man in Taiwan Hitze gewöhnt ist und in fast allen Räumen Klimaanlagen zu finden ist, sorgt auch hier der Klimawandel für tiefgreifende Veränderungen. Welche Auswirkungen der Klimawandel in Taiwan konkret hat, erklärt Professor Hsu Huang-hsiung (許晃雄) von der taiwanischen Wissenschaftsakademie Academia Sinica im Rti-Interview.
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Autorin Hilda Hoy im Gespräch über ihr Buch "Mother Tongue" (ganze Folge)
Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass die Sprache ihrer Mutter (oder auch ihres Vaters) die Sprache ist, die sie am Besten sprechen. Wer aber mehrsprachig aufwächst, macht nicht selten die Erfahrung, dass die Muttersprache zwar tief im Bewusstsein verankert ist, aber nicht so fließend beherrscht wird wie andere Sprachen, die im eigenen Leben eine dominantere Rolle einnehmen. Diese Erfahrung hat auch die Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy gemacht. Sie wurde in Taiwan als Tochter einer taiwanischen Mutter und eines kanadischen Vaters geboren. Darüber, wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte, hat sie das Buch “Mother Tongue” geschrieben. Im Rti-Interview spricht sie darüber, was eine Muttersprache überhaupt ist, wie ihr Umzug nach Berlin ihr half, ihre taiwanische Identität wiederzuentdecken und wie sie heute auf ihre sprachliche Prägung im Kindesalter zurückblickt. “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
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Autorin Hilda Hoy über die Rezeption ihres Buches "Mother Tongue" in Deutschland und Taiwan
Die taiwanisch-kanadischen Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy lebt in Berlin. In ihrem Buch “Mother Tongue” beschreibt sie wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte. Im Rti-Interview erzählt sie von den Reaktionen auf ihr Buch in Berlin sowie Taipei und teilt, wie sie heute auf ihre sprachliche Prägung im Kindesalter zurückblickt. “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
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Wie Autorin Hilda Hoy in Berlin ihre taiwanische Identität wiederentdeckte
Die taiwanisch-kanadischen Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy lebt in Berlin. In ihrem Buch “Mother Tongue” beschreibt sie wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte. Im Rti-Interview spricht sie darüber, wie ihr Umzug nach Berlin ihr half, ihre taiwanische Identität wiederzuentdecken. Außerdem teilt sie ihre Erfahrungen damit, als “heritage speaker” Mandarin zu erlernen und auf welche Hindernisse sie bei der Wahl eines Sprachkurses stieß. “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
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Was ist eigentlich eine Muttersprache? Autorin Hilda Hoy im Gespräch
Für viele Menschen ist es selbstverständlich, dass die Sprache ihrer Mutter (oder auch ihres Vaters) die Sprache ist, die sie am Besten sprechen. Wer aber mehrsprachig aufwächst, macht nicht selten die Erfahrung, dass die Muttersprache zwar tief im Bewusstsein verankert ist, aber nicht so fließend beherrscht wird wie andere Sprachen, die im eigenen Leben eine dominantere Rolle einnehmen. Diese Erfahrung hat auch die Journalistin, Übersetzerin und Autorin Hilda Hoy gemacht. Sie wurde in Taiwan als Tochter einer taiwanischen Mutter und eines kanadischen Vaters geboren. Darüber, wie Englisch ihre dominante Sprache wurde und wie sie ihre chinesischsprachige Identität im Erwachsenenalter wiederentdeckte, hat sie das Buch “Mother Tongue” geschrieben. Im Rti-Interview spricht sie darüber, was eine Muttersprache überhaupt ist und was das Buch mit der Demenzerkrankung ihrer Mutter zu tun hat. “Mother Tongue” von Hilda Hoy ist 2026 im Wind&Bones Verlag erschienen.
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竹科媽媽: Der Kampf um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die taiwanische Journalistin Chen Hong-chin (陳虹瑾) hat zahlreiche Mütter in der Region Hsinchu portraitiert. Ihre Reportageserie zeigt, wie der Leistungsdruck im "Silicon Valley" Taiwans das Leben von Familien vor Ort prägt. Während es sich viele Familien aus finanzieller Sicht zwar leisten können, von einem Einkommen zu leben, wollen viele Frauen trotzdem weiter erwerbstätig bleiben – aus guten Gründen. Woran die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Taiwan oft scheitert und wie die taiwanische Regierung dem entgegenwirken will, darum geht es in der heutigen Folge. Hier geht es zu Teil 1 der Sendung. Die Reportageserie von Chen Hong-chin (auf Chinesisch) findet ihr hier.
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竹科媽媽: Mutterschaft zwischen Halbleitern und Leistungsdruck
Hsinchu gilt als das “Silicon Valley” von Taiwan. Hier, etwa eine Stunde Zugfahrt südlich von Taipei, haben taiwanische Tech-Unternehmen wie TSMC ihren Sitz. Die Gehälter liegen hier über dem taiwanischen Durchschnitt, ebenso die Geburtenrate. Anders als in den meisten anderen taiwanischen Familien können sich hier Familien leisten, von einem Einkommen zu leben. Kombiniert mit langen Arbeitszeiten und einem Mangel an Kinderbetreuungsangeboten führt das dazu, dass viele Frauen ihren Job aufgeben und die Rolle einer Vollzeit-Hausfrauen einnehmen. Doch wie blicken diese “Hsinchu-Mütter” auf ihr Leben und die Opfer die sie erbringen? Die Journalistin Chen Hong-chin (陳虹瑾) hat über 20 von ihnen interviewt, um genau das zu verstehen.
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So menstruiert es sich in Taiwan: Menstruationstage für Arbeitnehmer*innen?
Seit 2013 stehen menstruierenden Arbeitnehmer*innen in Taiwan drei Tage "Menstruationsurlaub" (生理假) pro Jahr zu. Wie das in der Praxis umgesetzt wird variiert von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Juliane hat Frauen in ihrem Umfeld zu ihren Erfahrungen befragt. In der Sendung erwähnt: Menstruationsmuseum in Taipeier Stadtteil Datong
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So menstruiert es sich in Taiwan: Kostenlose Hygieneartikel an Schulen?
Seit 2023 stellen taiwanische Schulen und Universitäten in Taiwan kostenlose Hygieneartikel zur Verfügung. Juliane und Shangning besprechen, warum das eine gute Idee ist.
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So menstruiert es sich in Taiwan: Nichts Kaltes, nichts Scharfes und auch nichts Fettiges?
Nichts Kaltes, nichts Scharfes und auch nichts Fettiges: das sind in vielen asiatischen Ländern die typischen Essensregeln während der Menstruation. Juliane und Shangning sprechen über ihre Erfahrungen mit kulturellen Unterschieden im Bezug auf Menstruation zwischen Taiwan und Deutschland und darüber, welche traditionellen chinesischen Heilmittel sie schon für Menstruationsbeschwerden ausprobiert haben.
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Tag der Arbeit: Taiwanische Gewerkschaften fordern Verbesserungen im Rentensystem
Am 1. Mai 2026 haben in Taipei etwa 6000 Menschen für die Rechte von Arbeitnehmern demonstriert. Aufgerufen zur Demonstration hatte die “Aktionsallianz 1. Mai” (五一行動聯盟). Die zwei wichtigsten Forderungen in diesem Jahr waren eine Erhöhung der Renten (退休給付增加) sowie die Ausweitung der Arbeitsversicherung auf alle taiwanischen und ausländischen Arbeiter (本勞移工全保). Welche Veränderungen die Gewerkschaften im Einzelnen fordern und wie das taiwanische Rentensystem überhaupt funktioniert, darum geht es in dieser Folge Taiwan in Bewegung.
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Chinesischlehrer protestieren gegen prekäre Arbeitsbedingungen
Zehntausende Menschen kommen jährlich nach Taiwan, um hier Chinesisch-Sprachkurse zu besuchen. Am renommierten Sprachzentrum der National Taiwan Normal University in Taipei protestierten jedoch zuletzt Chinesischlehrer für bessere Arbeitsbedingungen. Was die Lehrer der Universität vorwerfen und warum es gerade jetzt zu Protesten kommt, darum geht es in der heutigen Folge Taiwan in Bewegung.
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Juliane beleuchtet in dieser Sendung wöchentlich Themen, die Menschen in Taiwan bewegen, und spricht mit Menschen, die etwas in Taiwan bewegen wollen.
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