PODCAST · education
Bündner Herz - ehrlich unterwegs
by Denise Meiler
In meinem Podcast nehme ich dich mit in die Themen, die mich im Alltag begleiten und bewegen – ehrlich, persönlich und mitten aus dem Leben. Ich erzähle, wie ich mit Herausforderungen umgehe und welche Methoden mich unterstützen, daran zu wachsen. Für alle, die neugierig sind und sich gerne weiterentwickeln.
-
33
Zu viele Interessen, kein Hobby
Ich wurde früher so oft gefragt: „Was ist eigentlich dein Hobby?“ Und ich fand diese Frage immer… überraschend schwer. Nicht, weil ich nichts gerne mache – ganz im Gegenteil. Ich mache ziemlich viele Dinge gern. Aber irgendwie hatte ich nie dieses eine Ding, wo ich sagen konnte: Das ist es. Das ist mein Hobby. Und ganz ehrlich? Ich hatte oft das Gefühl… alle anderen haben eins. Nur ich nicht. Und dann kommt ja schnell so eine Frage hoch: Stimmt irgendwas nicht mit mir? Bin ich zu sprunghaft? Zu ungeduldig? Oder einfach… nicht leidenschaftlich genug? Ich merke nämlich bei mir: Ich bin total schnell begeistert. Ich glaube manchmal, ich bin so eine Art Hobbyschwamm. Ich sauge alles auf – Ideen, Inspiration, Interessen und Möglichkeiten. Und genau deshalb spreche ich heute mal über dieses ganze Thema Hobby. Was ist das eigentlich? Warum war das schon als Kind so eine wichtige Frage? Und wer hat eigentlich entschieden, dass man ein Hobby haben sollte… und nicht zehn halbe? Wenn ich so zurückdenke, hatte diese Frage früher irgendwie etwas sehr Klares. Da gab es: Fußball, Klavier, Turnen, Malen… man hatte so eine Kategorie. Etwas, das man benennen konnte. Und heute? Heute ist alles viel offener. Viel mehr. Und gleichzeitig… irgendwie auch verwirrender. Weil ich glaube, was sich eingeschlichen hat, ist so ein Druck: Ich sollte doch eigentlich ein Hobby haben… oder? Ich glaube, Social Media verstärkt das total. Man sieht Menschen, die malen, töpfern, klettern, reisen, fotografieren… Und alles wirkt so… rund. So, als hätten sie „ihr Ding“ gefunden. Aber was man nicht sieht: wie oft sie Dinge angefangen und wieder gelassen haben. Vielleicht haben gar nicht alle ein Hobby, sondern einfach nur einen gut kuratierten Ausschnitt. Und dann gibt es ja noch diesen Mythos: Dass ein Hobby etwas sein muss, in dem man gut ist. Mit Leidenschaft. Mit Tiefe. Mit Fortschritt. Fast wie ein kleiner Nebenberuf – nur mit mehr Spaß. Aber was, wenn das gar nicht stimmt? Was, wenn ein Hobby einfach leicht sein darf? Unverbindlich. Mal da, mal weg, mal wieder da. Ohne Ziel, ohne Druck. Vielleicht ist ein Hobby nicht das, worin du gut bist… sondern das, was dir gut tut. Dieser Podcast hier. Dieses Nachdenken, Reflektieren, Sprechen, Teilen… Das ist für mich zu einem Raum geworden, in dem ich genau das tun kann. Ohne perfekt zu sein. Ohne festgelegt zu sein. Einfach, weil ich es gerne mache. Und vielleicht ist genau das die neue Perspektive: Dass ein Hobby nichts ist, das dich definieren muss. Sondern etwas, das dich lebendig fühlen lässt. Wenn es dir so wie mir geht, dann brauchst du vielleicht gar kein Hobby, das du auf die Frage sofort parat hast. Vielleicht reicht es, dass du Dinge hast, die dich interessieren. Dinge, die dich kurz begeistern. Oder länger begleiten. Und vielleicht darf das auch chaotisch sein. Unperfekt. Unfertig. Vielleicht bist du nicht „hobbylos“, sondern einfach jemand, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Was tut dir gut? Was macht dir Freude – ganz ohne Ziel dahinter? Dann ist vielleicht genau das dein Hobby. Oder einfach ein Anfang. Ich freue mich, wenn du deine Gedanken dazu mit mir teilst. Und wenn dich diese Folge erreicht hat, dann schick sie gerne an jemanden, der sich vielleicht auch schon mal gefragt hat: Habe ich eigentlich ein Hobby?
-
32
Ich dachte, ich weiß es – bis ich gefragt habe
Kennst du das? Jemand erzählt dir etwas oder du bist Zuhörer eines Gesprächs ……. und während die Person noch spricht, hast du innerlich schon längst deine Meinung/Ansicht gebildet. Du nickst vielleicht noch – aber eigentlich hast du dir deine Gedanken bereits gebildet. Mir passiert das. Immer wieder. Und das passiert sehr schnell. Und ich hab mich gefragt: Warum machen wir das eigentlich? Warum glauben wir so schnell, dass wir wissen, wie etwas ist? Und was würde passieren… wenn wir es für einen Moment einfach nicht wissen müssten? Genau darum geht’s heute. Um dieses automatische Urteilen – und um die ziemlich kraftvolle Alternative: echtes Verstehen. Unser Autopilot - Unser Gehirn ist unglaublich effizient. Es liebt Abkürzungen. Wir sehen etwas – und zack: Schublade auf, Bewertung rein. „Unzuverlässig.“ „Übertrieben.“ „Komisch.“ Das passiert schnell. Automatisch. Doch das kostet uns oft: Tiefe. Verbindung. echtes Verstehen. Ich finde es spannend, drei Dinge klar auseinanderzuhalten: Toleranz. Akzeptanz. Verständnis. Toleranz fühlt sich oft an wie: „Okay… ich halte es halt aus.“ Akzeptanz geht einen Schritt weiter: „Es darf so sein.“ Und Verständnis? „Ich will wirklich begreifen, warum es für dich so ist.“ Das ist eine ganz andere Qualität. Und hier wird’s wichtig: Du kannst jemanden verstehen… ohne ihm recht zu geben. Ich denke, das wird oft verwechselt. „Wenn ich dich verstehe, muss ich zustimmen.“ Nein. Du kannst sagen: „Ich verstehe, warum du so fühlst“ und gleichzeitig: „Ich sehe es anders.“ Ich bin der Meinung, dass genau da echte Begegnung beginnt. Der Moment, der alles verändert Es gibt diesen einen Moment im Gespräch…einen Punkt, an dem sich entscheidet, wie tief es wird oder werden kann. Die Entscheidung für diese Möglichkeiten liegen bei jedem selbst: Du bleibst in deiner eigenen Welt – mit deiner schnellen Interpretation. Oder… du gehst einen Schritt weiter. Und dieser Schritt ist oft nur eine Frage entfernt. „Wie meinst du das genau?“ „Wie hat sich das für dich angefühlt?“ „Was war in dem Moment wichtig für dich?“ Und ganz ehrlich: Vielleicht urteilen wir nicht, weil wir oberflächlich sind – sondern weil es einfacher ist, als wirklich hinzuschauen. Das darf man ruhig mal so stehen lassen. Etwas möchte ich hier ergänzen: Nicht jedes Gespräch wird tief. Nicht jede Person ist offen. Und das ist okay. Und auch das ist Akzeptanz Neugier ist ein Angebot, kein Zwang. Denn du kannst nur deinen Teil steuern. Kleine Dinge, die viel verändern Vielleicht geht es gar nicht darum, perfekt zuzuhören. Sondern um kleine Dinge. Eine 3-Sekunden-Pause, bevor du antwortest. Einen Gedanken spiegeln: „Meinst du, dass…?“ Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, weniger zu urteilen. Sondern darum, den Moment zu bemerken, in dem wir es tun. Und dann eine kleine Entscheidung zu treffen: Bleibe ich bei meiner schnellen Antwort… oder werde ich neugierig? Ich mag es in Gesprächen mitzuentscheiden für: Mehr Verbindung. Mehr Leichtigkeit. Mehr echtes Verstehen. Dabei lerne ich nicht nur den anderen besser kennen – sondern auch ein Stück von mir selbst. Welches Thema interessiert dich? Lass es mich gerne wissen.
-
31
Es wird größer, wenn ich teile
Manchmal passiert etwas ganz Kleines. Ich sehe ein Licht, eine Stimmung, einen Moment, mache ein Foto… Und noch bevor ich darüber nachdenke, ist da dieser Gedanke: „Oh… das würde dir gefallen.“ Und zack – möchte ich es sofort teilen. Oder ich höre ein Lied… und anstatt es einfach nur zu hören, denke ich: „Mit dir würde ich jetzt gerade dazu tanzen.“ In diesem Moment passiert etwas. Der Moment bleibt nicht nur bei mir. Er will weiter. Er will ein kleines bisschen größer werden und macht mich dabei glücklich. Ich habe mich gefragt, weshalb ich solche Momente/Augenblicke so gerne teile. Ich glaube, es ist gar nicht dieses „ich will etwas loswerden“. Sondern eher ein leises: „Hier… ich möchte dich daran teilhaben lassen.“ Weil das, was mich berührt und so dankbar macht, nicht eng bleiben will. Es möchte sich bewegen. Weiterfließen und … auch dich berühren. Diesen kurzen Augenblick, in dem ich spüre: Ich bin gerade nicht nur für mich. Da ist jemand in meinem Erleben mit drin, auch wenn er gar nicht wirklich da ist. Ist genau das Teilen? So fühlt es sich für mich auch beim Schenken an. Die Freude ist einfach so gross. Ich denke, es geht nicht nur um Weitergeben, sondern eher um ein Verbinden. Ein „Ich denke gerade an dich“. Ein „Du bist gerade irgendwie dabei“. Ich denke, darin steckt noch mehr. Für mich fühlt es sich an wie, dass teilen auch Fülle ist. Nicht im Sinne von „ich habe so viel, dass ich abgebe“ – sondern eher: Es fließt einfach. Ein Moment kommt, berührt mich…und möchte weiter geteilt werden und das fühlt sich ganz leicht an. Mir wird gerade noch klarer und bewusster, dass genau daraus auch dieser Podcast entstanden ist. Nicht, weil ich dir etwas erklären will. Sondern weil ich gerne mit dir teile. Gedanken. Gefühle. Diese kleinen, alltäglichen und unscheinbaren Momente. Und wenn davon etwas bei dir ankommt – etwas Leichtes, etwas Warmes, etwas, das dich ein bisschen weiter macht – dann macht mich das einfach glücklich. Wann hast du den Impuls, etwas zu teilen? Und was passiert in dir in diesem Moment? Wie fühlt es sich an? Was entsteht bei dir / in dir? Für mich entsteht etwas, das größer ist als wir.
-
30
Vielleicht ist eine Pause die Lösung
Heute gibt es ausnahmsweise keinen langen Text zu meiner neuen Podcastfolge.Nur eine kleine Einladung: Wenn du magst, hör gerne rein und entdecke, was hinter dem Titel „Vielleicht ist eine Pause die Lösung“ steckt. Ich freue mich, wenn du dabei bist.
-
29
Zwischen Scham und Schokolade
Heute mit einem Thema das mich schon sehr lange begleitet – die ziemlich intensive Beziehung zu Süssem. Nicht so eine harmlose: „Oh, ein Stück Schokolade wäre jetzt nett.“ Nein, sondern eher eine Beziehung mit Höhen und Tiefen und inneren Diskussionen und Kämpfen. Dieses Gefühl, dass da plötzlich ein Verlangen auftaucht, das stärker ist als jede gute Absicht. Eines Tages stellte ich mir die Frage: Was ist das eigentlich wirklich? Hunger? Gewohnheit? Ersatz? Oder vielleicht etwas ganz anderes? Genau darum geht es heute. Um Nahrung. Nicht nur um die körperliche Nahrung – sondern auch um die seelische Nahrung.
-
28
Der Moment, in dem etwas in mir reagiert
Heute geht es um ein Thema, das uns allen immer wieder begegnet. Trigger. Diese Momente, in denen plötzlich etwas in uns hochgeht und etwas auslöst. Ein Satz. Ein Blick. Eine Situation. Und zack – innerlich sind wir schon mitten in einer Reaktion. Manchmal ist es Ärger. Manchmal Verletzung. Manchmal Wut Manchmal einfach ein Gefühl von: „Warum trifft mich das jetzt so?“ Ganz ehrlich: Getriggert zu werden kann sich ziemlich anstrengend anfühlen oder sein. Doch mit der Zeit habe ich gemerkt: Ein Trigger kann nur etwas auslösen, wenn er irgendwo in mir einen Punkt berührt. Wenn er etwas in Bewegung bringt. Und genau da hat für mich das Bewusstsein für meine Persönlichkeitsentwicklung begonnen. Ich selbst bin schon seit Jahren in unterschiedlichen Bereichen auf dieser Reise unterwegs. Nicht, weil ich irgendwann beschlossen habe: „Jetzt entwickle ich mich.“ Sondern eher, weil ich gemerkt habe, dass das Leben immer wieder Situationen bringt, die mich zum Hinschauen einladen. Auf verschiedenen Wegen. Und ich mehr wissen wollte, was dahinter ist! Etwas, das für mich sehr kraftvoll war, war die Begegnung mit Körper- und Energiearbeit. Plötzlich ging es nicht mehr nur darum, Dinge zu verstehen oder zu analysieren. Sondern zu fühlen. Denn unser Kopf ist oft sehr schnell mit Erklärungen. Er will verstehen, einordnen, Lösungen finden. Antworten haben. Aber unser Körper und unsere Seele funktionieren manchmal anders. Auch die systemischen Aufstellungen haben mir einen neuen Blick eröffnet. Sie zeigen Zusammenhänge, die wir mit dem Verstand nicht immer sofort erklären können. Dinge, die vielleicht schon lange in uns wirken – ohne dass wir sie bewusst wahrgenommen haben. Und manchmal passt das, was wir dort sehen oder fühlen, nicht ganz zu dem Bild, das wir im Kopf über uns selbst haben. Das kann irritierend und zugleich unglaublich spannend sein. Ich finde, dass genau dort oft eine tiefere Form von Entwicklung beginnt. Vielleicht begegnet dir heute oder in den nächsten Tagen ein Moment, der dich triggert. Und bevor du dich vielleicht ärgerst - erinnerst du dich dann kurz an diese Frage: Was will mir dieser Moment gerade zeigen?
-
27
Vielleicht stecke ich gar nicht fest
Und heute… wird’s wieder ehrlich. Ich nehme dich mit in ein Thema, das mich gefühlt schon mein halbes Leben begleitet. Die Frage: Was möchte ich eigentlich beruflich machen… und wo gehöre ich hin? Wenn ich zurückdenke, beginnt diese Suche schon ziemlich früh oder geht schon recht lange Als Teenager hatte ich Ideen, wie zum Beispiel Fotografie oder Sportartikelverkäuferin. Ich habe auch mal als Coiffeurin geschnuppert aber die ganzen Haare zwischen meinen Fingern – das ging nicht. Am Ende wurde es… die Sportartikelbranche. Wenn ich heute ganz ehrlich bin: Ich weiss nicht mehr genau, warum. Ich mochte Sport – ja. Aber ich war jetzt nicht diejenige, die sich jede Sportsendung im Fernsehen angeschaut hat oder komplett darin aufgegangen ist. Und trotzdem bin ich diesen Weg gegangen. Irgendwas scheint mich interessiert zu haben Vielleicht kennst du das… Man trifft Entscheidungen, die sich im Moment irgendwie stimmig anfühlen – und Jahre später denkt man sich: Spannend… wie genau bin ich eigentlich hier gelandet? Was ich aber ziemlich früh gemerkt habe: Es ging für mich nie nur um den Job. Sondern immer um Menschen. Und ich durfte viele Rollen ausprobieren: Verkäuferin – da habe ich für mich herausgefunden, dass ich eine bessere Beraterin bin Einrichtungsberaterin. Führung. Einkauf. Verkaufstrainerin. Also… langweilig wurde es mir definitiv nie. Und ganz ehrlich: Vieles hat mir richtig Freude gemacht. Ich mochte es auch sehr, immer wieder neues kennenzulernen Ich habe gelernt. Ich bin gewachsen. Ich habe mich entwickelt. Und trotzdem… war da immer wieder diese eine, aber ziemlich hartnäckige Frage: Wo gehöre ich eigentlich wirklich hin? Vor ein paar Jahren dachte ich dann: Okay… ich hol mir jetzt einfach eine Antwort. Ich war bei einer astrologischen Berufsberatung. Und ja – ich war neugierig. Okay, sehr neugierig Aber ich war auch hoffnungsvoll, dass mir jetzt endlich jemand sagt: „Das ist es. Genau das sollst du machen.“ Und es war wirklich spannend. Ich habe Dinge gehört, die sich total stimmig angefühlt haben: Dass ich eine gute Intuition habe. Dass ich Menschen gut wahrnehmen kann. Dass meine Arbeit etwas mit der „Seele“ des Menschen zu tun haben darf. Und ich sass da und dachte: Ja… das bin ich. Ja…. das fühle ich Der nächste Gedanke: Super… und was mache ich jetzt genau damit? Und genau da hat sich etwas verändert. Ich habe aufgehört, nur im Aussen zu suchen… und bin mehr nach innen gegangen. Durch eine Freundin bin ich auf die Ausbildung in systemischer Aufstellung gestossen – auch bekannt unter Familienstellen. Und diese Erfahrung war… anders. Nicht plötzlich. Nicht spektakulär. Aber tief. Ich habe angefangen, Menschen anders zu sehen. Zusammenhänge zu spüren und verstehen. Dinge wahrzunehmen, die man nicht unbedingt erklären und nicht erzwingen kann. Jedes Mal spüre ich, wie sehr mich diese Energiearbeit bereichert. Und gleichzeitig… fordert es mich auch. Denn bei dieser Arbeit geht es nicht darum, alles zu verstehen. Sondern zu fühlen, beobachten wahrnehmen. Und ganz ehrlich: ich übe mich im «fühlen und nicht im Verstehen wollen» und das immer wieder. Wenn ich heute auf meinen Weg schaue, fühlt es sich manchmal an wie ein Puzzle. Viele Teile. Manche passen sofort. Andere liegen gefühlt ewig einfach nur herum. Ich fühle, dass ich gerade in so einer Phase bin. Ich spüre ganz klar: Ich möchte einen Teil meiner Zeit selbstständig tätig sein. Und gleichzeitig suche ich einen Job. Und jedes Mal, wenn mich jemand fragt: „Und was suchst du – in welchem Bereich?“ …brauche ich einen kleinen Moment. Weil ich merke: Die einfache und klare Antwort gibt es gerade nicht. Ich mag vieles. Ich mag Menschen. Ich mag Entwicklung. Ich mag Austausch. Ich mag Neues lernen. Ich mag Vielseitigkeit. Und ja… ich mag auch das Ästhetische, das Kreative & das Visuelle Aber wie nennt man das alles in einem Wort? In einer Jobbezeichnung? Keine Ahnung. Wirklich nicht. Oder ich bin noch nicht da. Ich merke, dass mich genau das manchmal ziemlich müde macht. Frustriert. Und ja… auch ratlos. Ich spreche mit Menschen. Ich suche. Ich scrolle durch Jobportale. Ich denke nach. Ich tausche mich mit Chatgpt aus. Ich habe die Augen und Ohren offen. Und manchmal habe ich das Gefühl: Ich mache so viel… und sehe trotzdem nicht alles. Gleichzeitig kommt da ein anderer Gedanke. Vielleicht geht es gar nicht darum, sofort alles zu sehen. Vielleicht geht es darum, dranzubleiben. Neugierig zu bleiben. Offen zu bleiben. Und diesen Prozess nicht als Problem zu sehen… sondern als Teil des Weges. Vielleicht ist genau dieses „Nicht-genau-Wissen“ kein Stillstand. Sondern Bewegung. Auch wenn sie sich manchmal nicht so anfühlt. Und vielleicht ist „Berufung“ gar kein fixer Ort, den man irgendwann erreicht und dann abhaken kann. Sondern etwas, das sich entwickelt. Mit uns. Mit jedem Schritt. Mit jeder Erfahrung. Und ja… auch mit jedem Zweifel. Und vielleicht bist du gerade auch an so einem Punkt. An dem du suchst. Dich fragst. Zweifelst. Und gleichzeitig spürst: Da ist etwas in Bewegung. Dann bist du vielleicht nicht falsch. Sondern genau mittendrin. Danke, dass du heute meinen Worten gelauscht hast. Bis zum nächsten Mal bei Bündner Herz – ehrlich unterwegs.
-
26
Die Räume in mir
Heute nehme ich dich mit in ein Thema, das mich – wenn ich ehrlich bin – schon mein ganzes Leben begleitet. Und als ich diese Folge gemacht habe, ist es mir noch klarer und bewusster geworden. Es geht um Räume. Räume um uns. Und Räume in uns. Wenn ich darüber nachdenke, beginnt diese Geschichte schon in meiner Jugend. Als Teenager habe ich es geliebt, meinen Vater auf Baustellen zu begleiten. Neue Häuser, neue Wohnungen – Räume, die gerade erst entstanden sind, umgebaut wurden oder einfach einen neuen Boden bekommen haben. Ich war jedes Mal unglaublich neugierig. Wo und wie sieht die Küche aus? Wo das Wohnzimmer? Das Schlafzimmer? Und das Bad? Wie fühlt sich ein Raum eigentlich an, wenn er noch ganz leer ist? Ich bin durch diese halbfertigen Räume gelaufen und hatte eine ziemlich klare Meinung davon, ob ich das jetzt gut fand oder nicht – auch wenn mich niemand danach gefragt hat. Gleichzeitig war da auch eine stille Möglichkeit. Als würde noch alles offen sein. Als meine Familie selbst ein Haus gebaut hat, war das für mich etwas ganz Besonderes. Etwas Großes. Wir sind immer wieder auf die Baustelle gegangen und haben geschaut, wie es weitergeht. Wie aus Linien auf einem Plan langsam ein Zuhause wird. Ich mag mich noch so gut an einen bestimmten Moment erinnern. Das Haus war fertig. Ich war in meinem kleinen Zimmer. Alles aus Holz. Der Boden mit Teppich belegt. Ich lag auf dem Boden, habe meine neue Mini-Anlage eingeschaltet… und dann lief sie rauf und runter. Immer wieder dieselbe Musik. Münchner Freiheit & Westernhagen. Und ich weiss noch, wie ich einfach da lag und gehört habe. Begleitet von diesen Gefühlen. Ruhe. Geborgenheit. Zuhause. Ganz still und ganz klar. Rückblickend finde ich es fast ein bisschen erstaunlich, dass ich mich damals nicht für eine Ausbildung in der Einrichtungs- oder Raumgestaltung entschieden habe. Und gleichzeitig… hat mich dieses Thema nie wirklich losgelassen. Mit Mitte zwanzig habe ich mich entschieden, Graubünden zu verlassen. Ich wollte raus. Neue Räume sehen. Ein bisschen mehr Weite. Meine Reise führte mich nach Zürich. Ja, es war fast logisch, dass ich dort in die Einrichtungsbranche eingestiegen bin. Ich wollte Räume gestalten. Räume erschaffen. Begleitend die Wohnberaterschule in Bern besucht. Und trotzdem… hat das Leben nochmal eine andere Richtung genommen. Ich habe die Möglichkeit bekommen, mich beruflich zu verändern. Bin in die Führung gegangen. Die Räume verlassen? Nein, ich bin Ihnen treu geblieben. Nur… es waren plötzlich andere Räume. Innere Räume. Ich begann, mich mehr mit Menschen zu beschäftigen. Mit ihren Geschichten. Mit ihren Verhalten. Mit dem, was sie bewegt. Mit Gedanken und Gefühlen, die oft gar nicht so sichtbar sind. Und ich habe gemerkt, wie spannend das ist. Wie unterschiedlich diese inneren Räume sein können. Manche sind weit und offen. Andere eher still und ruhig. Geschützt. Einige Räume entdeckt man vielleicht erst viel später im Leben. Als wir vor einigen Jahren unser heutiges Haus gekauft haben, begann wieder ein ganz neuer Prozess. Räume neu denken. Neu gestalten. Neu beleben. Und diesmal kam noch etwas dazu: die Farben. Wie wirkt ein Raum, wenn sich die Farbe verändert? Was macht das mit der Stimmung? Und auf diesem Weg bin ich auf etwas neues gestoßen, das mich faszinierte. Die Idee der Raumsprache. Dass Räume etwas erzählen. Dass sie eine Wirkung haben. Eine Stimmung. Vielleicht sogar so etwas wie eine eigene leise Botschaft. Und vielleicht kennst du das auch. Du kommst in einen Raum – und fühlst dich sofort wohl. Oder du trittst irgendwo ein und merkst… irgendetwas ist anders. Ohne dass du genau sagen kannst, was es ist. Welche Räume entdeckst du gerade wieder oder neu? Oder du spürst welcher sich in dir gerade zeigt. Oder vielleicht schon lange darauf wartet, dass du ihn wieder betrittst. So schön, warst du heute in diesem Raum mit mir dabei. Ich danke dir herzlichst!
-
25
Als die Welt plötzlich weit wurde
Heute nehme ich dich mit auf eine Reise. Eine Reise, die viele Jahre zurückliegt und die doch bis heute in mir nachklingt. Ich komme gerade zurück von meinen zwei Wochen Ferien. Zeit zum Durchatmen, zum Innehalten. In dieser Zeit musste ich plötzlich an eine ganz bestimmte Reise denken – meine erste große Reise alleine. Ich war damals 22 Jahre alt. Ich wusste eines ganz sicher: Ich wollte etwas sehen von dieser Welt. Etwas Neues erleben. Etwas entdecken. Aber noch wichtiger war mir etwas anderes. Ich wollte diese Erfahrung alleine machen. Nicht, weil ich niemanden dabeihaben wollte. Sondern weil ich tief spürte, dass ich einmal unterwegs sein wollte, ohne mich anzupassen. Ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Ohne Pläne von anderen. Nur ich. Mein Rucksack und ich. Ich wusste nicht genau, was ich suchte. Aber ich hatte das Gefühl, dass da draußen noch mehr auf mich wartet. Und so bin ich nach Australien gereist. Wenn ich heute daran denke, muss ich manchmal schmunzeln. Denn vieles war überhaupt nicht organisiert. Ich hatte kaum etwas im Voraus gebucht. Und ehrlich gesagt: Mein Englisch war auch nicht wirklich besonders gut. Aber irgendwie war genau das Teil dieser Reise. Allein sein in einem fremden Land. Sich durchfragen mit Hand und Fuss. Sich orientieren. Und immer wieder merken: Es geht irgendwie weiter. Ich war damals eher schüchtern. Vorsichtig. Beobachtend. Ich habe mir vieles zuerst einmal angeschaut, bevor ich irgendwo hineingegangen bin. Aber gerade deshalb habe ich diese Reise vielleicht besonders intensiv erlebt. Etwas hat mich besonders berührt. Die Weite. Ich komme aus den Bündner Bergen. Dort gibt es auch Weite – aber auf eine andere Art. Die Berge umarmen einen fast ein bisschen. Doch in Australien stand ich plötzlich am Meer in «Bondi Beach» – mein erster Ort Und da war nur diese unglaubliche Weite. Der Horizont. Das Wasser. Der Himmel. Die Sonnenuntergänge. Und ich erinnere mich noch genau an diesen Moment, als ich dort stand und spürte, wie sich etwas in mir öffnete. Es war, als würde mein Herz plötzlich weiter werden. Und ich hatte diesen Gedanken: Vielleicht bin ich auch das. Vielleicht bin ich auch diese Weite. Oder sogar noch ein bisschen mehr davon. Ein anderer Teil meiner Reise führte mich ins Outback. Diese Landschaft hat mich tief berührt. Die Weite. Die Stille. Das Licht. Die Natur. Die Formen und Farben. Wir waren jeden Tag wandern. Draußen unterwegs. Wir haben unter freiem Himmel geschlafen. Die ersten Nacht eher ängstlich wegen all der Tiere die um uns sind. Die zweite Nacht schon viel entspannter und gelöster und dabei diesen unglaublichen Sternenhimmel bewundert. Mein Heimweh hat schließlich dazu geführt, dass ich etwas früher zurückgekommen bin als ursprünglich geplant. Und weißt du was? Es hat sich trotzdem richtig angefühlt. Ich habe diese Entscheidung ganz allein getroffen. Nur für mich. Und ich habe sie bis heute nie bereut. Denn diese Reise hat mir etwas gezeigt. Man kann losziehen, um die Welt zu sehen. Und plötzlich merkt man: Man begegnet dabei vor allem sich selbst. Man entdeckt Seiten an sich, die man vorher vielleicht noch gar nicht kannte. Mut. Unsicherheit. Neugier. Offenheit. Und manchmal auch diese stille Erkenntnis: Dass das Leben größer ist, als man es bisher gesehen hat. Und vielleicht ist das genau das, was Reisen manchmal mit uns machen. Sie zeigen uns neue Orte. Aber noch viel mehr zeigen sie uns neue Räume in uns selbst. Und manchmal reicht ein einziger Moment – ein Blick aufs Meer, eine Begegnung, ein Gespräch in der Weite der Landschaft – damit sich etwas in uns öffnet. Und auch wenn diese Reise viele Jahre zurückliegt… diese Weite, die ich damals gespürt habe, die trage ich bis heute ein kleines Stück in mir. vielleicht kennst du auch solche Momente. Momente, in denen du plötzlich gespürt hast, dass da noch mehr Raum ist in dir. Mehr Möglichkeiten. Mehr Leben. Mehr Du. Und vielleicht erinnerst du dich heute wieder ein kleines bisschen daran. Danke, dass du heute mit mir auf dieser Reise warst. Bis zur nächsten Folge von Bündner Herz – ehrlich unterwegs.
-
24
Mach mal leise da oben!
Kennst du das? Der Tag ist voll. Und zwar nicht nur im Kalender – sondern im Kopf. Gedanken, Ideen, To-dos, hier noch schnell antworten, da noch etwas erledigen, an morgen denken. Und am besten alles effizient, alles zügig, damit möglichst viel in diesen einen Tag hineinpasst. Ich bin im ständigen Austausch. Mit Menschen. Mit Informationen. Mit Impulsen. Ich werde inspiriert, berieselt, gefordert. Und ganz ehrlich? Vieles davon fühlt sich so richtig gut an. Lebendig. Kraftvoll. Ich habe ja Zeit und die Ressourcen. Energie. Kapazität. Ich kann das. Aber. Was passiert, in meinem Körper – meinem System – es sagt leise: „Jetzt reicht’s.“ „Ich brauche Ruhe.“ „Ich brauche Stille.“ Spüre ich Das überhaupt? Oder bin ich so sehr im Tun, dass ich das Flüstern überhöre? Was ist eigentlich Stille? Stille heißt nicht zwingend, dass es um mich herum ruhig ist. Es geht nicht darum, in einer Berghütte ohne WLAN zu sitzen. Ein Moment, in dem ich nicht funktioniere. Sondern einfach bin. Warum ist Stille so wichtig? In der Stille passiert Integration und Inspiration oder eben mal nichts! Alles, was ich erlebe – Gespräche, Eindrücke, Informationen – brauchen Raum, um sich zu setzen. Ohne Pause sammle ich nur an. So wie auf Pinterest und Instagramm. Da habe ich Order und speichere es da ab und denke: «Das möchte ich unbedingt mal machen» «das darf ich nicht verpassen» Wann? Egal – es ist ja abgespeichert! Doch mit Pause und Stille verarbeite ich. Stille ist wie ein innerer Reset-Knopf. Sie reguliert mein Nervensystem. Sie bringt mich aus dem Dauer-Reizmodus zurück in meine Mitte. Und sie schenkt mir etwas Wertvolles: Klarheit. Viele Antworten, nach denen ich im Außen suche, tauchen in der Stille auf. Nicht im Suchen. Nicht im Lärm. Nicht im Scrollen. Wie fühlt sich diese Stille an? Am Anfang vielleicht ungewohnt. Vielleicht leer. Vielleicht sogar leicht unangenehm und unruhig. Doch wenn ich bleib – nur ein bisschen – stelle ich mir vor, dass es weich und weit wird. Es wieder Raum und Freiheit gibt. Anderes entstehen darf. Ich merke vielleicht bewusster meinen Atem. Meinen Körper. Den Moment. Ich spüre: Ich muss gerade nichts. Ich darf einfach sein. «Go with the Flow» Beginnt da die echte Regeneration. Fragen über Fragen- wie das ist und sich anfühlt kann ich dir nach meinen Ferien berichten. Wie gönne ich mir Stille? Nicht, indem ich mein ganzes Leben umkremple. Ich stelle mir vor in Mini-Momenten – wie: Zwei Minuten bewusst atmen, singen oder tanzen - bevor ich das nächste To-do starte. Ein Spaziergang in der Natur Einen Kaffee trinken – mit Blick aus dem Fenster Wie kleine Inseln. Und dann beobachten: Was passiert mit und in mir? Wird mein Kopf ruhiger, klarer? Werde ich ruhiger? Kommt vielleicht sogar Kreativität zurück? Stille nimmt mir nichts weg. Sie macht mich nicht langsamer. Sie macht mich bewusster. Die entscheidende Frage Bin ich es mir wert, Pausen zu machen – bevor mein Körper mich dazu zwingt? Stille ist kein Luxus. Sie ist eine Notwendigkeit. Und vielleicht darf diese Folge heute dein kleiner Reminder sein: Denn in dieser Stille liegt doch bekanntlich die Kraft.
-
23
Flow-Time – wenn ich einfach bin
Kennst du diese Momente, in denen du völlig vergisst, wie spät es ist? Du wolltest nur „kurz anfangen“ – und plötzlich sind zwei Stunden vorbei. Der Kaffee ist kalt. Dein Handy liegt irgendwo. Und du denkst: Wow. Das hat sich gut angefühlt. Willkommen in der Flow-Time. Dieser magische Zustand, in dem dein Kopf nicht diskutiert, dein innerer Kritiker Urlaub macht und du einfach tust. Nicht perfekt. Nicht strategisch. Sondern lebendig. Heute tauchen wir genau da rein. Was sind Flow-Momente wirklich? Warum fühlen sie sich so leicht an – obwohl wir eigentlich Leistung bringen? Und was passiert da in unserem Körper, während wir denken: „Bitte nicht stören, ich bin gerade im Tunnel“? Mach es dir gemütlich. Und vielleicht – nur vielleicht – kommst du beim Zuhören selbst ein bisschen in deinen Flow. Der Begriff „Flow“ geht zurück auf den Psychologen Mihály Csíkszentmihályi – und ja, sein Name bringt mich kurz aus dem Flow 😄 Er beschrieb diesen Zustand als völlige Vertiefung in eine Tätigkeit. Du bist nicht abgelenkt. Nicht gelangweilt. Nicht überfordert. Sondern gefordert – und fähig. Und wie fühlt sich das im Alltag an? Zwei Stunden fühlen sich an wie zwanzig Minuten. Du denkst weniger – und bist mehr. Du handelst intuitiv. Und obwohl du etwas tust, das Kraft kostet, fühlt es sich leicht an. Flow ist wie dieser Moment beim Tanzen, wenn du aufhörst zu überlegen, wie du aussiehst – und einfach Musik wirst. Der Küchen-Flow Du kochst. Erst ganz normal. Zwiebeln schneiden. Pfanne an. Dann kommt Musik dazu. Du bewegst dich im Takt. Greifst intuitiv nach Gewürzen. Probierst. Verfeinerst. Flow in der Küche ist wie ein kleiner Tanz zwischen Herd und Schneidebrett. Und plötzlich merkst du: Du lächelst. Einfach so. Weil du gerade lebendig bist. Gesprächs-Flow – das magische Pingpong Du sitzt mit jemandem zusammen. Ein Satz führt zum nächsten. Ihr ergänzt euch. Lacht gleichzeitig. Niemand checkt das Handy. Niemand denkt darüber nach, was er als Nächstes sagen sollte. Die Worte kommen von selbst. Es fühlt sich an wie ein Ballwechsel im perfekten Rhythmus – nur ohne Gewinner oder Verlierer. Ihr seid beide wach. Beide präsent. Beide neugierig. Und irgendwann sagt eine: „Waaaaaas? Es ist schon Mitternacht?!“ Das ist sozialer Flow. Gemeinsames Im-Moment-Sein. Kennst du den Sport-Flow Du läufst. Die ersten Minuten sind zäh. Dein Kopf diskutiert. „Warum mache ich das?“ „Es ist kalt.“ „Ich hätte auch auf dem Sofa bleiben können.“ Und dann – irgendwann – kippt etwas. Dein Atem findet seinen Rhythmus. Deine Schritte werden gleichmäßig. Dein Kopf wird still. Du läufst nicht mehr. Es läuft. Das ist dieser Moment, in dem dein Körper übernimmt und dein Denken Pause macht. Und plötzlich fühlst du dich kraftvoll, klar, fast unbesiegbar. Einer meiner persönlichen Flow-Momente findet zum Beispiel im Garten statt. Wenn ich in den Garten gehe und denke: „Ich jäte nur kurz ein bisschen.“ Nur ein bisschen. Ich knie mich hin. Greife in die Erde. Ziehe ein Unkraut raus. Dann noch eins. Dann sehe ich da hinten noch etwas. Und ach – wenn ich schon mal dabei bin, könnte ich ja auch noch die Kante sauber machen. Und die Pflanze braucht eigentlich auch noch etwas Platz. Und da hinten… na gut, das mache ich auch noch. Irgendwann merke ich: Ich bin komplett verschwunden. Ich spüre die Erde in meinen Händen. Dieses leicht Feuchte, Krümelige. Der Geruch von Boden. Das kleine Geräusch & Gefühl, wenn sich eine Wurzel löst. Mein Atem wird ruhig. Meine Gedanken werden langsamer. Es ist fast wie Meditation – nur mit dreckigen Fingern. Und das Schönste: Ich sehe sofort, was ich getan habe. Das Gefühl - diese freudige Befriedigung danach… Nicht dieses „Ich habe viel geschafft“, sondern dieses warme, zufriedene Gefühl im Bauch. Flow im Garten ist für mich Erdung pur. Ich bin in Kontakt mit der Erde, mit mir, mit dem Moment. Flow ist für mich: Ich bin einfach. Und genau das ist vielleicht das größte Geschenk am Flow. Er befreit mich für einen Moment von mir selbst. Keine Selbstoptimierung. Kein Vergleich. Nur Tun. Nur Präsenz. Nur dieser eine Moment, der sich vollständig anfühlt. Und ganz ehrlich? Mehr Flow bedeutet oft: Weniger Scrollen. Mehr Gestalten.
-
22
Zwischen Ernst und Lachen
Ich glaube, mein innerer Ernst trägt manchmal einen Business-Outfit. Er sitzt relativ aufrecht in meinem Kopf, macht sich Notizen und findet Dinge wichtig. Sehr wichtig. Zum Beispiel, wenn ich eine Nachricht falsch verstehe. Oder wenn jemand im Supermarkt vor mir exakt 47 Sekunden zu lange nach Kleingeld sucht. Oder wenn jemand vor mir 30 anstatt mit den angegebenen 50 fährt und auf «Liechthüpla» nicht reagiert. „In meinem Kopf bin ich dann Verkehrspolizistin mit klarer Ansage. “Oder wenn ich mich über etwas aufrege… das ich drei Tage später schon wieder vergessen habe. Und irgendwo daneben sitzt eigentlich noch jemand anderes. Leichter. Der denkt: „Ganz ehrlich… über was regst du dich gerade auf?“ Ich habe gemerkt, dass ich diese leichtere Version von mir in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe. Dabei liebe ich es zu lachen. Ich liebe lachende Gesichter. Dieses kurze Aufblitzen im Blick, die Augen heller werden (mir ist übrigens während Corona aufgefallen, als Maskenpflicht war, wie viele schöne Augen haben) wenn alles weich wird und das ganze Gesicht zu strahlen anfängt und die Aura und Energie sich verändert. Lachen ist ja bekanntlich ansteckend. Ich frage mich: Wann genau habe ich angefangen, alles so ernst zu nehmen? Vielleicht ist Humor nur ein kleiner Schritt zur Seite. Ein innerliches „Ach komm.“ In dieser Folge, meine 20igste bereits – gehe ich auf die Suche nach, was «Zwischen Ernst und Lachen» liegt. Und darum, wie ich mir selbst und Situationen um mich wieder ein kleines Stück weniger wichtig nehme – ohne mich selbst und mein Gegenüber weniger wertzuschätzen. Wenn du heute schon einmal innerlich mit den Augen gerollt hast – über dich selbst – oder über andere, dann bleib dran. Das hier ist für uns. Schön, dass du da bist? Ich habe gemerkt: Humor entsteht nicht, wenn ich „lustig sein“ will. Sondern, wenn ich mich frage: Was ist hier eigentlich gerade absurd? Der Alltag ist voll davon. Wir suchen fünf Minuten unser Handy – während wir damit telefonieren. Wir regen uns über Kleinigkeiten auf, als ginge es um Weltpolitik. Wir nehmen uns selbst unfassbar wichtig. (Ich nehme mich manchmal so wichtig, als hätte ich gerade eine Staatsrede zu halten.) Wir stellen uns bewusst an die kürzeste Schlange – und beobachten dann, wie alle anderen schneller sind. Wir diskutieren über die richtige Art, die Spülmaschine einzuräumen, als wäre es ein architektonisches Großprojekt – ich möchte da betonen, dass ich genau weiss wie die Abwaschmaschine richtig eingeräumt werden muss. Die Liste ist lang…… Aber wo beginnt Humor – er Humor beginnt da, wo ich mich selbst von außen sehe. Hier wäre es sicher ratsam die Selbstironie ins Spiel zu nehmen. Nicht, um mich klein zu machen oder mich nicht ernst zu nehmen – nein, sondern um menschlich zu sein. Statt innerlich: „Oh Gott, wie peinlich.“ Wie doof bin ich und und und…. Vielleicht eher: „Wow. Stark performt. Wirklich Oscar-reif.“ Allein dieser kleine Perspektivwechsel nimmt so viel Schärfe raus und plötzlich wird aus einer Panne eine Geschichte. Würden da kleine Fragen helfen wie: Muss ich das gerade wirklich ernst nehmen? Wird das in einem Jahr noch relevant sein? In einem Monat? In einer Stunde? Kann ich das auch als Szene betrachten – statt als Angriff? Manchmal reicht eine Millisekunde Pause und die Frage: Wie würde meine humorvolle Version von mir jetzt reagieren oder sagen? Ist das genau der Schlüssel: Humor ist Beziehung. Wenn ich jemanden zum Lachen bringe – dann entsteht sofort Verbindung. Da ist nichts Angriffiges. Kein Rechthaben. Nur dieses gemeinsame „Ach komm" Muss ich dann gar nicht humorvoller werden. Muss ich nicht einfach aufhören, mich wie in der Hauptrolle in einem hochdramatischen Kinofilm zu fühlen. Geht ja nicht um den Oscar - es ist einfach Alltag. Wenn dein innerer Ernst morgen wieder geschniegelt im Business-Outfit auftaucht – lass ihn ruhig da sein. «Zwischen Ernst und Lachen» liegt kein Witz.- nur die Entscheidung, es ein kleines bisschen lockerer zu nehmen. Und falls du dich heute wieder dabei ertappst, wie du hupst, interpretierst oder die Spülmaschine strategisch optimierst – dann lach wenigstens kurz über dich selbst. Ich wünsche dir eine humorvolle Zeit……
-
21
Dazwischen liegt manchmal eine Kaffeepause
„Dazwischen liegt manchmal eine Kaffeepause. Und manchmal ist genau das der Moment, in dem sich etwas verändert.“ Warum Innehalten Kreativität, Klarheit und neue Wege schafft „Kennst du das… Eine Situation passiert – eine Nachricht, ein Anruf oder ein Satz – und fast im selben Moment ist sie da: die Reaktion. Heute spreche ich über etwas das ich öfters übersehe und mir heute aber klar bewusst begegnete. Es geht um den Moment dazwischen.“ Vielleicht magst du dir einen Kaffee oder Tee holen und mir beim Geniessen zuhören😊 Alltagsbezug (sehr wichtig): eine Nachricht, die triggert ein Kommentar im Job eine Situation mit Partner:in / in der Familie etwas, das „nicht wie geplant“ läuft oder dich überrumpelt hat „Was wäre, wenn jede dieser Situationen kein Angriff wäre, sondern ein Angebot? Eine Chance auf neue Möglichkeiten – Lösungen, die du vielleicht noch gar nicht kennst.“ „Ich reagiere meist schnell. Ich verteidige mich, erkläre mich, ziehe mich zurück oder gehe in den Angriff – verbunden mit dem EGO! Nicht, weil ich etwas falsch mache – sondern weil ich es so gelernt habe, um mich zu schützen.“ Dabei beobachte ich wie mein Körper angespannt ist, bevor ich überhaupt bewusst nachdenken kann.“ Frage: Wo reagiere ich gerade – ohne wirklich zu fühlen, was in mir passiert?“ Jetzt kommt das Dazwischen: „genau hier liegt für mich ein riesiges Privileg. Ich/Wir leben in einer Zeit – und in einer Kultur, in der wir ein Timeout nehmen dürfen.“ „Ich muss nicht sofort wissen, nicht sofort entscheiden, nicht sofort handeln.“ „Ich darf eine Nachricht liegen lassen, ich darf mir die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, Ich darf erst einmal reinspüren: Was macht das gerade mit mir?“ „Ich darf mir Zeit nehmen, bevor ich reagiere.“ Hier entsteht etwas Schönes, nämlich die Verbindung mit mir Selbst. In diesem Dazwischen finde ich entstehen - Kreativität & neue Wege „Wenn ich nicht sofort reagiere, passiert etwas Spannendes im Gehirn. Es öffnet sich Raum. Es gibt Luft und ich kann durchatmen“ neue Gedanken und Ideen tauchen auf andere Perspektiven werden möglich Kreativität entsteht nicht durch Druck, sondern durch Weite „Kreativität bedeutet nicht, etwas zu machen, sondern etwas entstehen zu lassen.“ „Und ja – dieser Prozess kann anstrengend sein.“ Widerstand & Anstrengung können dir begegnen. Ungeduld innere Unruhe der Wunsch, es „einfach wegzumachen – loszuwerden» „Unser Gehirn liebt Bekanntes. Selbst dann, wenn es uns nicht guttut.“ „Widerstand ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft, es kann ein Zeichen sein, dass gerade etwas Neues entsteht.“ Ist das nicht total cool? Aktivierung 1 – 10 Minuten Kreativzeit „Plane dir 10 Minuten am Tag ein zum Zeichnen, Schreiben, Summen oder Träumen. Wichtig dabei ist, dass es Zweckfrei ist ohne Ergebnis aber mit Neugier.» Aktivierung 2 – Etwas bewusst anders machen „Verändere eine Kleinigkeit: – einen anderen Weg – andere Musik – ein neues Lebensmittel – oder Kniebeugen beim Zähneputzen“ „Beobachte einfach, was es mit dir macht.“ „Du hörst wieder von mir. Vielleicht nach der nächsten Kaffeepause. Bis dahin – lass ein bisschen Platz dazwischen.“
-
20
Perspektivenwechsel - ganz ohne Yoga-Matte
„Keine Sorge – für diese Folge brauchst du keine Yoga-Matte, keine Räucherstäbchen und keine komplizierten Übungen. Nur die Bereitschaft, innerlich kurz den Platz zu wechseln.“ Am Ende fühlst du dich besser und gewinnst eine andere Perspektive. Meistens jedenfalls.“ „Unser Gehirn liebt zwei Dinge: Gewohnheiten und Recht haben. Perspektivenwechsel steht da ungefähr auf Platz 97 der Beliebtheitsskala. Und genau deshalb spreche ich heute darüber.“ Was ist ein Perspektivenwechsel – und warum fällt er uns so schwer? Wir sehen die Welt durch unsere eigene Brille: geprägt von der Erziehung, Kultur & Herkunft und Erfahrungen. Ein Perspektivenwechsel bedeutet nicht, dass man Recht- oder Unrecht hat – sondern dass es mehr als eine Wahrheit gibt. Die Herausforderung hier ist wahrscheinlich die andere Sicht stehen lassen zu können. In diesem Prozess können neue Einsichten, Empathie, Kreativität, Entwicklung und neue Lösungen & Wege entstehen. „Unser Gehirn liebt Gewohnheiten – und zwar auch dann, wenn sie uns regelmäßig im Weg stehen.“ Perspektivenwechsel in unseren unterschiedlichen Lebensbereichen 🔹 Konflikte & Beziehungen Missverständnisse entstehen oft nicht durch böse Absichten, sondern durch unterschiedliche Blickwinkel. Besonders spannend im interkulturellen Kontext, hinter den Worten – das, was sich hinter den Worten verbirgt oder in Familien. 🔹 Führung & Alltag Mal rauszoomen: Vogelperspektive statt im Dauerstress und Hamsterrad im Tagesgeschäft hängenbleiben Mal reinzoomen: Details sehen, statt nur das große Ganze. 🔹 Resilienz & Psyche Reframing: Die Fakten bleiben gleich, aber die Geschichte, die du dir darüber erzählst, ändert sich. Nicht das Ereignis entscheidet darüber, wie wir uns fühlen – sondern die Bedeutung, die wir ihm geben - «Meine Gedanken, bestimmen mein Verhalten» Nicht alles schönreden („Ja, das ist gerade schwierig. Ja, es tut weh. Ja, es ist anstrengend) aber handlungsfähig bleiben (ich kann entscheiden, wie ich jetzt damit umgehe oder wie ich darüber denke). Perspektivenwechsel zum Anfassen Zeitreise: „Stell dir vor, du bist sechs Monate weiter – was würdest du deinem Heutigen Ich sagen?“ Schuhe tauschen: Wie fühlt es sich an, wenn du ein Spaziergang in den Schuhen eines anderen machst? Systemblick (Familienaufstellung): Raus aus der eigenen Rolle, rauf auf den Balkon – und plötzlich wird sichtbar, was vorher emotional vernebelt war. Ein weiterer spannender Bereich (auf jeden Fall für mich) ist die systemische Aufstellung – besser bekannt unter Familienstellen. Hier erlebt man den Perspektivenwechsel von aussen: Familienaufstellungen ermöglichen durch einen radikalen Perspektivenwechsel das Sichtbarmachen unbewusster familiärer Dynamiken und Verstrickungen. Methoden: Dies geschieht in Gruppen mit Stellvertretern oder in Einzelsitzungen mittels Figuren. Diese werden im Raum positioniert und der Aufstellende betrachtet sein Thema von aussen in der Vogelperspektive. Dies hilft, Verstrickungen & Muster zu lösen und neue Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ziele: Das hilf Konflikte zu verstehen, das Erkennen von verborgenen Zusammenhängen, das Entwirren von Beziehungs-/oder Familienkonflikten und das Finden einer "heilsamen" Lösung. Dies fördert die Empathie und schafft Ordnung im System. Anwendungsgebiete: Persönliche Anliegen, familiäre, berufliche oder gesundheitliche Probleme. Mein Fazit: Perspektivenwechsel ist kein Kontrollverlust, sondern ein Gewinn. Er macht uns nicht schwächer, sondern beweglicher. Und manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer Entscheidung – sondern mit einem Schritt zur Seite. „Vielleicht musst du heute nichts verändern. Vielleicht reicht es, kurz den Platz zu wechseln, um Klarheit zu bekommen.“ „Wo könntest du diese Woche einmal bewusst anders hinschauen?“
-
19
Mein Netflix-Drehbuch im Kopf
Kennst du das, du bist mit Menschen zusammen – in einer Gruppe, im Freundeskreis, in der Familie – und plötzlich passiert innerlich etwas. Ein Blick. Ein Satz. Ein Tonfall. Und dein Kopf ist sofort da und sagt: Ah. Okay. Ich weiß, was das bedeutet. So ist das also. So sehen sie mich. So gehöre ich hier rein – oder eben nicht. Und ein paar Tage später denkst du dir: Moment mal … war das wirklich so? Oder war das nur mein inneres Netflix-Drehbuch, das wieder sehr aktiv war? Darum geht es heute. Um Gedanken in Gemeinschaften. Um das, was ich fühle – wie ich mich verhalte und um die Geschichten, die ich daraus mache – eben um mein Netflix-Drehbuch im Kopf. Wenn sich Gedanken wie Wahrheit anfühlen Was mir immer wieder auffällt: Der erste Gedanke fühlt sich nicht an wie ein Gedanke. Er fühlt sich an wie eine Erkenntnis. So nach dem Motto: Ich habe da gerade etwas gespürt – also muss das stimmen! Dieser Gedanke ist schnell. Emotional. Und extrem überzeugend. Und oft reagiere ich sofort darauf. Ich werde leiser. Oder angepasster. Oder ich ziehe mich innerlich ein Stück zurück. Nicht, weil jemand etwas eindeutig gesagt hat. Sondern weil mein Kopf eine Geschichte gebaut hat. Ich bin gerade auf der Spur/in einem Prozess und fange an diese Gedanken nicht mehr sofort zu glauben. Nicht, weil sie falsch sind – sondern weil sie nicht die einzige Wahrheit sind. Es gibt ja nicht nur eine Sichtweise. Perspektivenwechsel Was mir dabei sehr hilft, ist mein Körper und die Zeit dich mir gebe, darüber nachzudenken. Denn mein Denken, reagiert oft auch körperlich. Heute fühlt sich das für mich an wie ein innerer Perspektivwechsel. Nicht im Sinne von: Ich muss anders werden. Sondern eher: Ich darf mir selbst näherkommen. Vielleicht beginnt echte Verbindung genau dort, wo ich aufhöre, jede innere Reaktion sofort für die Wahrheit zu halten. Das fühlt sich für mich befreiend an. Ich merke, dass ich - einfach ich sein darf - mit meinen Gedanken und meinen Gefühlen und gehöre dazu. Und das reicht!
-
18
Wenn die Antwort nicht im Aussen wartet?
„Was wäre, wenn die wichtigste Antwort, die du gerade suchst, schon längst in dir wartet?“ Heute nehme ich dich mit in etwas sehr Persönliches. In einen Prozess, der mich gerade stark bewegt – und gleichzeitig unglaublich stärkt. Mein heutiges Thema ist «Wenn die Antwort nicht im Aussen wartet» Ich beschäftige mich im Moment sehr bewusst mit mir selbst. Nicht im Sinne von „optimieren“ oder „besser werden“. Sondern im Sinne von: zuhören. Zuhören, was in mir leise spricht. Zuhören, bevor ich antworte. Zuhören, bevor ich entscheide. Denn alles, wirklich alles, beginnt von innen nach außen. So oft suchen wir im Außen. Nach Antworten. Nach Bestätigung. Nach Zeichen. Und manchmal laufen wir dabei ziemlich lange im Kreis. Und JA, auch ich laufe ebenfalls im Kreis und suche die Antworten und Bestätigungen im Aussen. Und NEIN, es gelingt mir nicht einfach jeden Tag. Was ich gerade sehr lerne, verstehe und fühle ist: Ich muss nicht zuerst im Außen verstehen. Ich darf zuerst in mir fühlen. Meine innere Stimme ist nicht laut. Sie ruft nicht. Sie diskutiert nicht. Sie flüstert. Und weißt du, was mich dabei am meisten überrascht? Wie kraftvoll sich das anfühlt. Wieviel Energie und Freude es mir macht und ich dabei so offen für neue Ideen bin. Es fühlt sich an wie neu denken! Nicht dieses kraftvoll im Sinne von „ich schaffe alles“, sondern dieses ruhige, tiefe Gefühl von: Ich bin bei mir. Vielleicht magst du dich heute selbst einmal fragen: Wo höre ich mir wirklich zu? Wo überhöre ich mich vielleicht noch? Und was würde sich verändern, wenn ich mir selbst ein bisschen mehr vertraue? Denn alles, was du im Außen suchst – beginnt immer zuerst in dir. Und manchmal ist der kraftvollste Schritt nach vorne… …ein ehrlicher Schritt nach innen.
-
17
Was in deinem Vornamen steckt
Das Wort, das uns in unserem Leben oft gerufen wird. Der Vorname - mehr als ein Rufzeichen im Supermarkt oder eine Durchsage im Zug oder eine Radiowerbung - er ist wie ein kleiner Kompass fürs Leben – eine energetische Visitenkarte. Hinter jedem Vornamen steckt eine Bedeutung, eine Geschichte. Ich bin auf die Spur nach meinem Vornamen, was steckt hinter ihm, wofür steht er? Diese Fragen habe ich mal Chatgpt gestellt. Ich kann dir sagen, es war so unglaublich spannend was dabei rauskam. Eine Bedeutung. Eine Symbolik. Eine Schwingung. Nein, Nein, das ist noch nicht das Ende….. am besten hörst du gleich rein Viel Vergnügen und gute Unterhaltung.
-
16
Auf der schwingenden Schaukel
„Manchmal fühlt sich ein Neubeginn nicht an wie ein Schritt nach vorne – sondern wie das erste Abheben auf einer Schaukel.“ Vielleicht ist es schon eine Weile her – aber kannst du dich noch an dieses Gefühl erinnern, wenn du auf einer Schaukel sitzt? Die Füße berühren kurz den Boden – und dann hebst du ab. Mein Leben fühlt sich gerade genauso an. Als würde ich auf einer schwingen‑Schaukel sitzen. Und während ich schaukle, wird mir klar: Ich muss nicht springen und auch nicht davonrennen. Ich darf einfach schwingen. Mal hoch hinaus – voller Vorfreude. Mal nah am Boden – ruhig, gesammelt, bei und mit mir. Das Schaukeln fühlt sich leicht an. Ich bestimme meinen eigenen Schwung. Wie schnell. Wie weit. Wie hoch. Wie intensiv. Manchmal ist es dynamisch, fast übermütig. Und dann wieder langsam, wie ein sanftes Hin‑ und Herwiegen. Beides ist richtig. Beides gehört dazu. Wichtig ist nur, dass es sich richtig anfühlt und zwar von innen richtig anfühlt. Wenn ich schaukle, öffnet sich mein Herz. Nicht, weil alles sicher ist, sondern weil ich vertraue.
-
15
12 leise Tage - zwischen den Jahren
Zwölf Tage zwischen den Jahren – außerhalb des normalen Taktes. Es ist eine besondere Zeitqualität. Eine Einladung nach innen zu lauschen, dich zu fragen, was du dir im neuen Jahr alles wünschst. Ja, genau, heute geht es um die Raunächte. Für mich sind die Raunächte kein Ritual-Zwang. Kein „Ich muss“. Sie sind ein sanftes Angebot: Begegne mir selbst und horchen welche Wünsche schon lange anklopfen. Welche Themen zeigen sich immer wieder und verstärkter? Was möchte endlich wachsen? Was fühlt sich freudig an? Vielleicht ist die Essenz dieser Tage: Nicht größer zu denken – sondern echter und ehrlicher. Stell dir vor, du dürftest wieder wünschen, ohne dich zu erklären. du dürftest Ziele formulieren die Freude bereiten. Diese zwölf Tage dürfen sich sicher anfühlen. Vertraut. Warm. Wie eine kuschelige Decke um dein Innerstes. Du musst nichts verändern. Du darfst einfach wahrnehmen. Vielleicht machst du es dir zum Geschenk!
-
14
Glimmer-Moment mit Nachklang
Ich spreche heute über die Glimmer-Momente die unser Leben mehr leuchten lassen! Ein Glimmer-Moment zeigt sich dort, wo wir für einen Moment ganz da sind. Nicht im Denken, nicht im Planen — sondern im Erleben, im Fühlen, im Jetzt Etwas in uns entspannt sich. Der Nacken und die Schultern entspannen sich, der Blick wird weicher, das Herz ein bisschen offener. Es ist, als würde das Leben kurz sagen: Du bist richtig. Genau hier. Ein Glimmer-Moment fühlt sich still, warm, echt und ehrlich an. Vielleicht ist es ein Sonnenstrahl, der genau im richtigen Moment dein Gesicht berührt. Ein Lächeln, das dir unerwartet begegnet. Eine Begegnung - ein Gespräch, dass dich erfreut. Die Weihnachtsbeleuchtung, die überall strahlt, oder es ist das Gefühl, für einen Augenblick genau richtig zu sein. Je mehr du dir erlaubst, diese Augenblicke zu erkenne, sie wahrzunehmen, sie zu zulassen, sie geniesst - desto vertrauter werden sie und vielleicht desto häufiger kommen sie. Und irgendwann merkst du: Du musst sie nicht suchen. Du darfst sie empfangen. Lasst uns Glimmer streuen!!
-
13
Technik-Tango: Wer führt heute?
Manchmal fühlt sich Technik an wie eine eigene Beziehung: Mal läuft’s rund, alles klickt, fließt und funktioniert — und an anderen Tagen fragt man sich, ob das Gerät vielleicht persönliche Stimmungsschwankungen hat. Doch genau da beginnt die spannende Reise: zwischen Frustmomenten, kleinen Erfolgserlebnissen und dem überraschenden Gefühl, dass man doch mehr kann, als man denkt.
-
12
Begegnung trifft Gefühl
Beziehungen sind wie kleine Resonanzräume: Manche Menschen lassen unser Inneres sofort heller klingen. Mit ihnen fühlt sich alles leicht, warm und mühelos an — als würde das Leben ein bisschen mehr lächeln. Andere Begegnungen fordern uns, zeigen uns Grenzen oder lassen uns stolpern. Und genau darin steckt oft der wertvollste Hinweis: Wo darf ich wachsen? Was möchte ich anders gestalten? Wenn wir neugierig bleiben und unsere Verbindungen bewusst betrachten, entdecken wir, welche Menschen uns stärken, welche uns spiegeln — und welche uns ein Stück näher zu uns selbst bringen.
-
11
Kleine und Grosse Geschenke
Dankbarkeit. Ich bin dankbar für mein Leben, für die Möglichkeit, jeden Tag neu zu beginnen, für meinen Körper, der mich trägt und gesund hält. Ich bin dankbar für Menschen an meiner Seite – Freunde, die mich zum Lachen bringen, und Familie, die mich begleitet, auffängt und auch mal herausfordert, damit ich wachsen kann. Dankbar zu sein fühlt sich warm an. Es macht das Herz leichter und die Gedanken freundlicher. Und im Grunde ist es so einfach: einmal tief durchatmen, sich umsehen und erkennen, wie viel schon da ist. Genau da beginnt Freude. Genau da beginnt Verbundenheit. Und genau da beginnt dieses stille, schöne Gefühl von „Danke Leben.“ Wofür bist du Dankbar?
-
10
To-do-Liste vs. Realität
Tag zwei meines Spaziergangs – und heute nehme ich dich mit in meine Herausforderung zwischen Plan und Realität. Ich nehme mir für einen Tag gerne viel zu viel vor: große Ideen, lange Listen, motivierte Vorsätze. Und dann? Schaffe ich meistens nur einen Bruchteil davon. Nicht, weil ich nichts tue, sondern weil meine Erwartungen an mich selbst oft schneller laufen als ich. Vielleicht kennst du das: Wir packen mehr in den Tag, als eigentlich hineinpasst – als würde ein Tag plötzlich 36 Stunden haben. Aber unterwegs lerne ich: Es ist okay. Schritte bleiben Schritte, egal wie groß sie sind. Heute geht es nicht darum, alles zu schaffen, sondern zu sehen, was wirklich wichtig ist – ich wünsche dir einen beschwingten Spaziergang mit mir.
-
9
Heute einfach los!
Heute nehme ich dich mit auf einen Spaziergang – ganz ohne fertigen Plan, ohne perfektes Konzept. Irgendwie habe ich verlernt, einfach zu machen, ohne vorher jede Idee erst einmal rund zu polieren. Schon als Kinder haben wir gelernt: Nur gute Noten zeigen, dass wir gut genug sind. Doch etwas Neues zu erschaffen, bedeutet eigentlich: lernen, wachsen, ausprobieren, entwickeln. Und genau das tue ich heute. Einfach losgehen, schauen, was passiert, und dem Prozess Raum geben. Lass uns gemeinsam unterwegs sein.
-
8
Gedankenfunken – heute wird’s inspirierend
Für mich sind Inspirationen die Funken des Lebens – sie aktivieren mich, machen mich lebendig, lassen mich sprudelnd - Inspirationen sind wie kleine Lichtblitze, die mir zufliegen – manchmal leise, manchmal knallen sie auch richtig! Sie bringen meine Gedanken in Bewegung, öffnen mein Herz, schenken mir Mut und lassen mich neue Wege entdecken. Was sind meine Inspirationsquellen – Gespräche, Fahrt auf meiner Lotta, Früh morgens im Bett, auf der Toilette – ja, wenn ich unterwegs bin an neuen Orten, klassisch pinterest und instagramm, Zeitschriften, Ausstellungen Ja, manchmal ist es mir auch «Too much Inspiration» – ich sammle und sammle – sortiere und sortiere und mache zum Schluss nichts davon und fühle mich dann wie im Stillstand. Es hilft mir dann mir Ruhe zu gönnen und dann konkrete Ideen zu nehmen und diese dann umzusetzen. Wenn dich heute die Inspiration nicht geküsst hat, dann vielleicht, weil deine Muse frei-tag hat! Schönes Wochenende
-
7
Hallo, 3 Uhr morgens
Es ist wieder einer dieser Nächte, in denen meine innere Organuhr offenbar ihr eigenes Programm fährt. Ich liege wach, und irgendwo zwischen Verzweiflung und Resignation fange ich an, mir Beschäftigungen zu suchen: ein bisschen lesen, vielleicht sogar Wäsche zusammenlegen, einfach irgendetwas, das mich davon ablenkt, dass mein Kopf nicht zur Ruhe findet. Manchmal denke ich, Mütter würden wahrscheinlich gern mit mir tauschen. Und dann ist da dieses Gefühl: wach sein, obwohl man müde ist, während die Gedanken kreisen wie ein Karussell, das nicht anhalten will. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich aus meinen intensiven Träumen geweckt werde. Meine Lösung? Ganz einfach: Ich nehme’s, wie’s kommt. Irgendwann habe ich beschlossen, meinem Unterbewusstsein zu vertrauen – das scheint ohnehin sein eigenes Nachtprogramm zu fahren. Offenbar bin ich einfach eine Lärche: früh müde, früh wach, und morgens schon erstaunlich aktiv, während andere noch mit ihrem Wecker verhandeln. Seit ich das akzeptiere, bin ich viel entspannter. Kein Kampf mehr gegen die Uhr, kein Grübeln darüber, „warum jetzt schon wieder“. Ich sehe es inzwischen als Geschenk: wach sein, wenn die Welt schläft, und Zeit nur für mich zu haben. Eine Art nächtlicher VIP-Zugang – exklusiv, ruhig und völlig stressfrei.
-
6
Welche Wahrheit ist wahr?
Heute spreche ich über ein Thema das vielleicht auch dich beschäftigt – manchmal bewusst, manchmal leise im Unterbewusstsein: Wahrheit. Welche Wahrheit ist die wahre? Wenn wir miteinander sprechen, tun wir selten nur das, was oberflächlich passiert: Worte austauschen. In Wirklichkeit treffen ganze Lebensgeschichten aufeinander. Erfahrungen, Verletzungen, Hoffnungen. Und jedes Argument, das wir formulieren, trägt ein Stück unserer Vergangenheit in sich – ob wir das wollen oder nicht. Doch warum wollen wir eigentlich gehört werden? Warum ringen wir in Gesprächen so oft um unsere Wahrheit? Suchen wir Bestätigung? Anerkennung? Wünschen wir uns Nähe, Zugehörigkeit, Verständnis oder gehört zu werden? Oder geht es manchmal schlicht darum, nicht allein mit unserer Sicht zu sein? Es wäre schön, wenn wir im Gespräch weniger kämpfen müssten – und mehr erkunden und uns gegenseitig bereichern dürften. Nicht: „Wer hat Recht?“ Sondern: „Was macht diese Sicht für dich wahr?“ Nicht: „Wie bringe ich dich auf meine Seite?“ Sondern: „Was kann ich durch dich über mich selbst verstehen und lernen?“ Ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass jede Wahrheit ihre eigene Gültigkeit hat. Wenn ich bei mir bleibe und in mich höre - spüre ich klar, was sich für mich wahr und richtig anfühlt.
-
5
Neugier
Auszug aus dem Buch «Big Magic» von Elizabeth Gilbert «Ich glaube, Neugier ist das Geheimnis. Neugier ist die Wahrheit und der Weg eines kreativen Lebens. Neugier ist das A und O, der Anfang und das Ende. Ausserdem ist Neugier jedem zugänglich.» Neugier ist für mich ein stiller Antrieb, der mich nach außen zur Welt und nach innen zu mir selbst führt. Sie ist dieser kleine Funke, der aufleuchtet, wenn etwas in mir sagt: „Da steckt mehr drin – schau hin, geh näher, frag nach.“ Neugier schafft Verbindung: zu anderen Menschen, zu neuen Erfahrungen, aber auch zu mir selbst. Wenn ich neugierig bin, begegne ich den Situationen mit Interesse statt mit Angst es nicht zu schaffen. Mit Staunen statt mit Bewertung. Ich erlaube mir Nein sagen zu dürfen, Fehler als Lernmomente zu sehen, und Situationen nicht nur schwarz-weiß, sondern in ihren vielen Farben wahrzunehmen. Vielleicht das Schönste: Neugier hält mich lebendig. Sie verhindert, dass ich stehen bleibe, und sie erinnert mich daran, dass Entwicklung nicht mit großen Entscheidungen beginnt, sondern im Kleinen. Neugier ist leise und sie ist für mich. Sie ist sanft & beständig – und wenn ich ihr folge, führt sie mich an Orte in mir und um mich herum, die ich sonst nie betreten hätte.
-
4
vom Aussen und Innen
Im Außen bewege ich mich durch eine Welt voller Stimmen, Erwartungen und Rollen. Dort begegne ich Menschen, Situationen und Bildern, die mich formen, herausfordern oder einfach still an mir vorbeiziehen. Das Außen ist laut, sichtbar und oft klar strukturiert. Doch im Innen liegt das, was nur ich wahrnehmen kann: meine Empfindungen, meine Gefühle, meine Geschichten. Hier fließen Erinnerungen und Wünsche ineinander, hier entstehen Fragen, Zweifel und leise Hoffnungen. Das Innen ist zarter, tiefer und manchmal schwer in Worte zu fassen. Beide Räume – Außen und Innen – begegnen sich ständig. Das Außen berührt mein Innen, und mein Innen färbt, wie ich das Außen sehe. In diesem Wechselspiel finde ich mich immer wieder neu: zwischen dem, was mich umgibt, und dem, was in mir lebt.
-
3
Erste Folge
In meiner ersten Podcast-Folge wage ich meine ersten Schritte in dieses spannende Medium. Ich bin voller Vorfreude, gespannt auf alles, was kommt, und unglaublich neugierig auf diese neue Reise. Wenn ihr Lust habt, teilt eure eigene Reise gern mit mir – ich freue mich darauf, gemeinsam mit euch unterwegs zu sein!
We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.
No matches for "" in this podcast's transcripts.
No topics indexed yet for this podcast.
Loading reviews...
ABOUT THIS SHOW
In meinem Podcast nehme ich dich mit in die Themen, die mich im Alltag begleiten und bewegen – ehrlich, persönlich und mitten aus dem Leben. Ich erzähle, wie ich mit Herausforderungen umgehe und welche Methoden mich unterstützen, daran zu wachsen. Für alle, die neugierig sind und sich gerne weiterentwickeln.
HOSTED BY
Denise Meiler
Loading similar podcasts...