EPISODE · Jan 12, 2024 · 18 MIN
#49 – Das Rote Meer und die Huthi
from Stets bereit - Der Podcast über Militär- und Sicherheitspolitik · host Herbert Bauer
Im Norden des Roten Meeres liegt der Suez-Kanal als Passage ins Mittelmeer und im Süden ist die Meerenge Bab al-Mandab situiert, die sich in den Golf von Aden öffnet. Es handelt sich um einen stark befahrenen Seeweg, auf dem Schiffe den Suez-Kanal durchqueren, um Güter zwischen Asien und Europa zu transportieren. Durch den 193 Kilometer langen Suez-Kanal fließen etwa 10 - 12% Prozent des Welthandels. In Zahlen ausgedrückt waren das im Jahre 2022 an die 23.900 Schiffe, die rund 1,4 Milliarden Tonnen Fracht durch den Kanal beförderten. Wegen der andauernden Angriffe der Huthi´s könnte die längere Route um Afrika und das Kap der Guten Hoffnung mehr an Bedeutung gewinnen. Je nach Geschwindigkeit verlängert sich die Fahrt dadurch allerdings um zumindest 2 wenn nicht sogar 3 Wochen, was natürlich höhere Kosten und Lieferverzögerungen bedeutet. Ziel der internationalen maritimen Schutzoperation ist es daher, sowohl die Freiheit der Schifffahrt als auch die Sicherheit des Seeverkehrs im Roten Meer, in Bab al-Mandeb und im Golf von Aden zu gewährleisten. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die jemenitischen Huthi-Rebellen aufgefordert, ihre „dreisten Angriffe“ im Roten Meer umgehend zu beenden, den im November gekaperten Autofrachter Galaxy Leader und seine noch immer festgehaltene Besatzung freizugeben und nimmt das Recht der Mitgliedstaaten zur Kenntnis, im Einklang mit dem Völkerrecht, ihre Schiffe vor Angriffen zu schützen.Sollten Sie Fragen zum konkreten Podcast oder ganz allgemein zum Militär oder zu sicherheitspolitischen Themen haben, schreiben Sie mir bitte ein E-Mail an [email protected] komme ich bei der Themenfindung auf ihre Fragen zurück.Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und MilitärexperteWEITERFÜHRENDE LINKSWas steckt hinter den Angriffen der Huthi?Mit Sprengstoff beladene Drohnen-Boote – die Taktik der Huthi-Rebellen im Roten MeerGeschichte der Huthi-RebellenHapag-Lloyd meidet Suezkanal weiterhin - Neue Entscheidung am 15. JanuarWas die Huthi wollenMisere im Roten Meer: Bundeswehr-Fregatten fehlen Raketen für Mission gegen Huthi-DrohnenOperation Prosperity GuardianUS Navy shoots down barrage of Houthi missiles and drones launched from Yemen over Red Sea, US Central Command saysHouthis launch largest drone and missile attack targeting ships in Red SeaSecurity Council adopts resolution calling for halt to Houthi attacks in Red SeaSecurity Council strongly condemns Houthi attacks on Red Sea shippingU.S. Central Command
What this episode covers
Nach den Angriffen der Hamas auf Israel, am 7. Oktober des vergangenen Jahres, wurden auch aus dem Jemen Raketen auf Israel abgeschossen. Die Huthis haben sich zu den Angriffen bekannt und wurden damit zu einer weiteren Kriegspartei im Krieg der Hamas gegen Israel. Im Dezember 2023 griffen Huthi auch Handelsschiffe vor der jemenitischen Küste im Roten Meer an. Die zum Schutz der Schifffahrt präsente US-Marine schoss mehrfach Drohnen und Raketen der Huthis ab. Aufgrund des Beschusses setzten westliche Reedereien, darunter Mærsk und Hapag-Lloyd, Fahrten mit Containerschiffen durch das Rote Meer vorläufig aus. Das führte zu einer Koalition westlicher Marinen, die die Operation Prosperity Guardian startete, um die Handelsschifffahrt im Roten Meer zu schützen.
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#49 – Das Rote Meer und die Huthi
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