EPISODE · May 29, 2026 · 36 MIN
"Die hatten ja auch schon tödliche Waffen bei sich" #65 - Ilse Grünewald IV
from Ein Stück Deutschland - Der Podcast
In dieser Folge schauen wir uns mithilfe von Zeitzeugenberichten von SPD-Genossen Seelze in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre an. In zahlreichen Interviews aus den 1980er Jahren, die sie im Rahmen eines Projekts der Volkshochschule Seelze gegeben haben, beschreiben sie, wie die Nationalsozialisten vorgingen, um die Gesellschaft gefügig zu machen: mit Gewalt, Gesetzlosigkeit und Dreistigkeit. Einige der Zeitzeugen erinnerten sich auch an die Familie Willner und erzählen, wie einfache Bürger, die zuvor noch bei Emil Willner eingekauft und sich bei Geldknappheit hatten anschreiben lassen, in der sogenannten Pogromnacht dessen Laden kurz und klein schlugen. Die Berichte liegen uns als Transkripte von Tonbändern vor, die leider verschollen sind. Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass auch für diese Podcastfolge wieder einige Kollegen vom NDR bereit waren, die wichtigen Zeitdokumente einzusprechen. Außerdem konnte die Autorin Corinna Below den Schauspieler Florian Lukas als Sprecher gewinnen, bekannt aus dem ZDF-Film „Rosenthal“, der Serie „Weißensee“, dem Kinoklassiker „Good Bye, Lenin!“ und dem Kultfilm „Absolute Giganten“. Zu seinem Engagement für EIN STÜCK DEUTSCHLAND sagt er: „Grundsätzlich interessiere ich mich für Geschichten, die schwer zu erschließen sind. Das Digitale macht es möglich, Erinnerungen, Dokumente und Erzählungen leichter zugänglich zu machen als früher. Das sind aber oft Projekte, bei denen sich ehrenamtliche Leute wirklich engagieren müssen – ohne sie läuft das nicht. Ich selbst habe dafür weder die Energie noch die Zeit. Deshalb bin ich total dankbar, wenn mich jemand anspricht und fragt, ob ich mich in meinem kleinen Metier daran beteiligen möchte. Deshalb war ich hier auch gerne dabei.“
What this episode covers
In dieser Folge schauen wir uns mithilfe von Zeitzeugenberichten von SPD-Genossen Seelze in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre an. In zahlreichen Interviews aus den 1980er Jahren, die sie im Rahmen eines Projekts der Volkshochschule Seelze gegeben haben, beschreiben sie, wie die Nationalsozialisten vorgingen, um die Gesellschaft gefügig zu machen: mit Gewalt, Gesetzlosigkeit und Dreistigkeit. Einige der Zeitzeugen erinnerten sich auch an die Familie Willner und erzählen, wie einfache Bürger, die zuvor noch bei Emil Willner eingekauft und sich bei Geldknappheit hatten anschreiben lassen, in der sogenannten Pogromnacht dessen Laden kurz und klein schlugen. Die Berichte liegen uns als Transkripte von Tonbändern vor, die leider verschollen sind. Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass auch für diese Podcastfolge wieder einige Kollegen vom NDR bereit waren, die wichtigen Zeitdokumente einzusprechen. Außerdem konnte die Autorin Corinna Below den Schauspieler Florian Lukas als Sprecher gewinnen, bekannt aus dem ZDF-Film „Rosenthal“, der Serie „Weißensee“, dem Kinoklassiker „Good Bye, Lenin!“ und dem Kultfilm „Absolute Giganten“. Zu seinem Engagement für EIN STÜCK DEUTSCHLAND sagt er: „Grundsätzlich interessiere ich mich für Geschichten, die schwer zu erschließen sind. Das Digitale macht es möglich, Erinnerungen, Dokumente und Erzählungen leichter zugänglich zu machen als früher. Das sind aber oft Projekte, bei denen sich ehrenamtliche Leute wirklich engagieren müssen – ohne sie läuft das nicht. Ich selbst habe dafür weder die Energie noch die Zeit. Deshalb bin ich total dankbar, wenn mich jemand anspricht und fragt, ob ich mich in meinem kleinen Metier daran beteiligen möchte. Deshalb war ich hier auch gerne dabei.“
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"Die hatten ja auch schon tödliche Waffen bei sich" #65 - Ilse Grünewald IV
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