EPISODE · Jun 5, 2026 · 50 MIN
E009 - Tina Schlingmann, EOS: Im Ernstfall? Drucken!
from PEEKfeine Bauteile - Der 3D-Druck Industrie-Podcast · host Bastian Gaedike
Dr. Tina Schlingmann ist Market Engagement Officer EMEA bei EOS, einem Pionier des industriellen 3D-Drucks. Im Gespräch geht es um Werkstoffwahl, digitale Ersatzteillager, den richtigen Einstiegspunkt für AM in der Serie und warum flexible Produktion verteidigungspolitisch relevant ist.Über den GastDr.-Ing. Tina Schlingmann ist promovierte Materialwissenschaftlerin der TU Berlin. Sie begann ihre Karriere bei Otto Fuchs KG mit der Entwicklung von Aluminiumlegierungen für die Luftfahrt und brachte später additive Fertigung ins Unternehmen. Bei der Deutschen Bahn baute sie das digitale Ersatzteillager mit auf. Seit 2021 ist sie bei EOS, seit Oktober 2025 als Market Engagement Officer EMEA. In dieser Rolle erschließt sie neue Märkte, baut Netzwerke und vertritt AM in politischen Kontexten europaweit.Zentrale Themen und ErkenntnisseTinas Weg in die AM war kein gerader. Ein Innovationsteam bei Otto Fuchs und der Auftrag, disruptive Technologien zu scouten, brachten sie erstmals in Kontakt mit der Technologie. Seither ist sie dageblieben.EOS wurde 1989 von Hans Langer gegründet und ist heute der einzige verbliebene große deutsche AM-Systemhersteller. Concept Laser gehört inzwischen zu GE, SLM Solutions zu Nikon. Als familiengeführtes deutsches Unternehmen spielt die Herkunft gerade in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Branchen eine wachsende Rolle.Kundengespräche bei EOS beginnen immer mit der Applikation, nie mit dem Gerät. Wer AM direkt mit Fräsen oder Spritzguss vergleicht, schließt den Möglichkeitsraum der Technologie vorzeitig. Der Business Case entscheidet, wann eine Serieninvestition sinnvoll ist. Bis dahin ist der Weg zum Dienstleister oft klüger als der Kauf einer eigenen Anlage.Als unterschätzte Werkstoffklasse nennt Tina magnetische Materialien: Kunststoffe mit metallischen Partikeln und Metallbauteile mit gezieltem Magnetgradienten eröffnen Möglichkeiten, die die Branche noch kaum adressiert.Das digitale Ersatzteillager der Deutschen Bahn zeigt: Der erste Schritt ist, Teile überhaupt als druckbar zu klassifizieren, lange bevor sie gebraucht werden. Und wer AM-Systeme in der Produktion verankert, gewinnt Flexibilität. Starre Fertigungsstraßen sind im Ernstfall nicht umrüstbar. Industrielle 3D-Drucker schon.LinksBastian auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/Tina auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/tina-schlingmann/ EOS: https://www.eos.info PEEKfeine Bauteile auf Spotify, Apple Podcasts und malping.de
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Dr. Tina Schlingmann ist Market Engagement Officer EMEA bei EOS, einem Pionier des industriellen 3D-Drucks. Im Gespräch geht es um Werkstoffwahl, digitale Ersatzteillager, den richtigen Einstiegspunkt für AM in der Serie und warum flexible Produktion verteidigungspolitisch relevant ist.Über den GastDr.-Ing. Tina Schlingmann ist promovierte Materialwissenschaftlerin der TU Berlin. Sie begann ihre Karriere bei Otto Fuchs KG mit der Entwicklung von Aluminiumlegierungen für die Luftfahrt und brachte später additive Fertigung ins Unternehmen. Bei der Deutschen Bahn baute sie das digitale Ersatzteillager mit auf. Seit 2021 ist sie bei EOS, seit Oktober 2025 als Market Engagement Officer EMEA. In dieser Rolle erschließt sie neue Märkte, baut Netzwerke und vertritt AM in politischen Kontexten europaweit.Zentrale Themen und ErkenntnisseTinas Weg in die AM war kein gerader. Ein Innovationsteam bei Otto Fuchs und der Auftrag, disruptive Technologien zu scouten, brachten sie erstmals in Kontakt mit der Technologie. Seither ist sie dageblieben.EOS wurde 1989 von Hans Langer gegründet und ist heute der einzige verbliebene große deutsche AM-Systemhersteller. Concept Laser gehört inzwischen zu GE, SLM Solutions zu Nikon. Als familiengeführtes deutsches Unternehmen spielt die Herkunft gerade in sicherheits- und verteidigungsrelevanten Branchen eine wachsende Rolle.Kundengespräche bei EOS beginnen immer mit der Applikation, nie mit dem Gerät. Wer AM direkt mit Fräsen oder Spritzguss vergleicht, schließt den Möglichkeitsraum der Technologie vorzeitig. Der Business Case entscheidet, wann eine Serieninvestition sinnvoll ist. Bis dahin ist der Weg zum Dienstleister oft klüger als der Kauf einer eigenen Anlage.Als unterschätzte Werkstoffklasse nennt Tina magnetische Materialien: Kunststoffe mit metallischen Partikeln und Metallbauteile mit gezieltem Magnetgradienten eröffnen Möglichkeiten, die die Branche noch kaum adressiert.Das digitale Ersatzteillager der Deutschen Bahn zeigt: Der erste Schritt ist, Teile überhaupt als druckbar zu klassifizieren, lange bevor sie gebraucht werden. Und wer AM-Systeme in der Produktion verankert, gewinnt Flexibilität. Starre Fertigungsstraßen sind im Ernstfall nicht umrüstbar. Industrielle 3D-Drucker schon.LinksBastian auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/Tina auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/tina-schlingmann/ EOS: https://www.eos.info PEEKfeine Bauteile auf Spotify, Apple Podcasts und malping.de
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