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EPISODE · Feb 4, 2021 · 48 MIN

„Es gab schon erfreulichere Phasen in der Geschichte der Ökumene“

from Haus am Dom - Der Podcast

Bischof Gerhard Feige aus Magdeburg im Domgespräch Im Bistum Magdeburg geht Ökumene über das hinaus, was andernorts darunter verstanden wird. „Da ist nicht mehr alles klar in Reservate aufgeteilt, alles durchmischt sich“, sagte Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg und Hauptzelebrant des diesjährigen Karlsamts, beim Domgespräch. Das Gespräch findet seit über zehn Jahren traditionell unmittelbar vor dem Pontifikalamt im Haus am Dom statt und gibt die Möglichkeit, die Positionen des Gast-Bischof über die Predigt hinaus kennenzulernen. Dass zum Karlsamt stets ein Gast aus einem anderen Bistum, häufig sogar einem anderen Land eingeladen werde, symbolisiere die Einheit Europas, für die Karl der Große stehe, erklärte Prof. Joachim Valentin, Leiter der Katholischen Akademie und des Hauses am Dom. © A. Zegelman / Bistum LimburgGerhard Feige ist seit April 2005 Bischof von Magdeburg. Nun kam mit Bischof Feige ein ausgewiesener Experte der Ökumene. Die sei für den Bischof ja praktisch eine Art „Hauptberuf“, sagte Prof. Valentin und spielte damit auf Feiges Amt als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz an. Valentin wollte von seinem Gast wissen, was ihn ökumenisch derzeit umtreibe, zum Beispiel mit Hinblick auf ein aktuelles Papier des Ökumenischen Arbeitskreises zur gemeinsamen Eucharistie („Gemeinsam am Tisch des Herrn“). Bischof Feige räumte ein: „Es gab schon erfreulichere Phasen.“ Manches Problem führe zu Stagnation, dann sei es wichtig, einen langen Atem zu haben und nicht aufzugeben. Gleichwohl sei in Deutschland das katholische und evangelische Verhältnis ausgeprägter als anderswo. „Wird als schmerzhaft wahrgenommen“ Daraus folge, dass es viele gemischt-konfessionelle Ehen und Partnerschaften gebe, in denen sich die Frage einer gemeinsamen Eucharistie stelle. Dass diese nicht angeboten werde, würde als schmerzhaft wahrgenommen. Die angesprochene Studie habe neue Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, müsse aber nun auch noch weiter besprochen werden. „Es ist nicht alles klar. Es hat sich ja auch gezeigt, dass Rom das kritisch sieht. Das müssen wir bedenken, gut überlegen – und hoffentlich auf diesem Weg weiter vorankommen“, mahnte Feige. Die pastorale Realität, wie Prof. Valentin es ausdrückte, zeigt: In Magdeburg wird, ebenso wie in Frankfurt, längst gemeinsam gearbeitet und gelebt. „Wir sind schon lange zusammengewachsen, so dass Ökumene schon seit Jahrzehnten kein Fremdwort mehr für uns ist“, so Bischof Feige. In Magdeburg ist die Ökumene historisch gewachsen, auch aus Notwendigkeit heraus: „In unserem Bistum gibt es etwa 3 Prozent Katholiken und 15 Prozent evangelische Christen. Orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Christen sind nicht so stark vertreten, so dass man sagen kann: Über 80 Prozent der Bevölkerung gehören keiner Kirche an und keiner anderen Religion.“ Katholische und evangelische Kirche in der Minderheit - eine enorme Herausforderung. „Da muss man wirklich suchen, welche Aufgabe, Rolle und Sendung Kirche in solch einer Gegend hat“, so Feige. Katholisch, evangelisch oder ganz ohne Gott? Und das bedeutet manchmal auch ganz einfach, Synergien zu nutzen: „Wegen Corona ging das 2020 nicht, aber in den letzten Jahren haben wir die große Fronleichnamsfeier der katholischen Gemeinden im evangelischen Dom gefeiert. Und ich kann noch ein extremes Beispiel nennen: Ich hatte mal eine Firmung in der evangelischen Stiftskirche in Gernrode im Vorharz.“ Drumherum alle evangelisch, die Gemeinde gemischt oder gleich ganz religionslos: „Das ist unsere Situation, die wir erleben. Da ist nicht mehr alles klar in Reservate aufgeteilt.“ Dies zeige sich auch bei den E

Bischof Gerhard Feige aus Magdeburg im Domgespräch Im Bistum Magdeburg geht Ökumene über das hinaus, was andernorts darunter verstanden wird. „Da ist nicht mehr alles klar in Reservate aufgeteilt, alles durchmischt sich“, sagte Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg und Hauptzelebrant des diesjährigen Karlsamts, beim Domgespräch. Das Gespräch findet seit über zehn Jahren traditionell unmittelbar vor dem Pontifikalamt im Haus am Dom statt und gibt die Möglichkeit, die Positionen des Gast-Bischof über die Predigt hinaus kennenzulernen. Dass zum Karlsamt stets ein Gast aus einem anderen Bistum, häufig sogar einem anderen Land eingeladen werde, symbolisiere die Einheit Europas, für die Karl der Große stehe, erklärte Prof. Joachim Valentin, Leiter der Katholischen Akademie und des Hauses am Dom. © A. Zegelman / Bistum LimburgGerhard Feige ist seit April 2005 Bischof von Magdeburg. Nun kam mit Bischof Feige ein ausgewiesener Experte der Ökumene. Die sei für den Bischof ja praktisch eine Art „Hauptberuf“, sagte Prof. Valentin und spielte damit auf Feiges Amt als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz an. Valentin wollte von seinem Gast wissen, was ihn ökumenisch derzeit umtreibe, zum Beispiel mit Hinblick auf ein aktuelles Papier des Ökumenischen Arbeitskreises zur gemeinsamen Eucharistie („Gemeinsam am Tisch des Herrn“). Bischof Feige räumte ein: „Es gab schon erfreulichere Phasen.“ Manches Problem führe zu Stagnation, dann sei es wichtig, einen langen Atem zu haben und nicht aufzugeben. Gleichwohl sei in Deutschland das katholische und evangelische Verhältnis ausgeprägter als anderswo. „Wird als schmerzhaft wahrgenommen“ Daraus folge, dass es viele gemischt-konfessionelle Ehen und Partnerschaften gebe, in denen sich die Frage einer gemeinsamen Eucharistie stelle. Dass diese nicht angeboten werde, würde als schmerzhaft wahrgenommen. Die angesprochene Studie habe neue Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, müsse aber nun auch noch weiter besprochen werden. „Es ist nicht alles klar. Es hat sich ja auch gezeigt, dass Rom das kritisch sieht. Das müssen wir bedenken, gut überlegen – und hoffentlich auf diesem Weg weiter vorankommen“, mahnte Feige. Die pastorale Realität, wie Prof. Valentin es ausdrückte, zeigt: In Magdeburg wird, ebenso wie in Frankfurt, längst gemeinsam gearbeitet und gelebt. „Wir sind schon lange zusammengewachsen, so dass Ökumene schon seit Jahrzehnten kein Fremdwort mehr für uns ist“, so Bischof Feige. In Magdeburg ist die Ökumene historisch gewachsen, auch aus Notwendigkeit heraus: „In unserem Bistum gibt es etwa 3 Prozent Katholiken und 15 Prozent evangelische Christen. Orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Christen sind nicht so stark vertreten, so dass man sagen kann: Über 80 Prozent der Bevölkerung gehören keiner Kirche an und keiner anderen Religion.“ Katholische und evangelische Kirche in der Minderheit - eine enorme Herausforderung. „Da muss man wirklich suchen, welche Aufgabe, Rolle und Sendung Kirche in solch einer Gegend hat“, so Feige. Katholisch, evangelisch oder ganz ohne Gott? Und das bedeutet manchmal auch ganz einfach, Synergien zu nutzen: „Wegen Corona ging das 2020 nicht, aber in den letzten Jahren haben wir die große Fronleichnamsfeier der katholischen Gemeinden im evangelischen Dom gefeiert. Und ich kann noch ein extremes Beispiel nennen: Ich hatte mal eine Firmung in der evangelischen Stiftskirche in Gernrode im Vorharz.“ Drumherum alle evangelisch, die Gemeinde gemischt oder gleich ganz religionslos: „Das ist unsere Situation, die wir erleben. Da ist nicht mehr alles klar in Reservate aufgeteilt.“ Dies zeige sich auch bei den E

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That Hoarder: Overcome Compulsive Hoarding That Hoarder Hoarding disorder is stigmatised and people who hoard feel vast amounts of shame. This podcast began life as an audio diary, an anonymous outlet for somebody with this weird condition. That Hoarder speaks about her experiences living with compulsive hoarding, she interviews therapists, academics, researchers, children of hoarders, professional organisers and influencers, and she shares insight and tips for others with the problem. Listened to by people who hoard as well as those who love them and those who work with them, Overcome Compulsive Hoarding with That Hoarder aims to shatter the stigma, share the truth and speak openly and honestly to improve lives. Flottengeflüster ALD Automotive Österreich | LeasePlan Beim Flottengeflüster powered by ALD Automotive | LeasePlan präsentieren Jörg Janik und Peter Gutenbrunner alle zwei Wochen spannende Informationen rund um das Thema nachhaltige Mobilität. Beide beschäftigen sich schon lange mit der Thematik und bringen umfangreiches Fachwissen mit. Sollten sie aber doch einmal nicht weiter wissen, werden unsere Expert*innen hinzugezogen, die ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. The Small Business Startup School – Business Notes | Financial Literacy | Retail Psychology – For Professionals & Entrepreneurs The Small Business Startup School Inc. Starting or buying a small business? While personal circumstances may vary, business patterns remain timeless. On The Small Business Startup School, we explore strategies, insights, and practical solutions to help entrepreneurs confidently navigate their journey.Hosted by Ola Williams—a retail entrepreneur, fintech founder, and financial coach with over two decades of experience—this podcast marries financial awareness and retail psychology with optimism to deliver actionable takeaways.Join us to learn, grow, and connect as we uncover the keys to business success.Let’s continue to learn together and be encouraged to keep on connecting! DIOSA. Carolina Sanper This podcast is a sacred space created by Carolina Sanper where you connect with your inner wisdom and embody your magnetic feminine power.It is the realization that the mystical realm is where you plant the seeds of your desired reality.It is a portal to your true essence: awareness, presence, and receiving with ease. Welcome home, DIOSA. 🖤

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