EPISODE · Jun 30, 2024 · 30 MIN
Interview mit Monika "Meine Entscheidung für das Leben" / 033
from Der ACT-Podcast ! schoen_achtsam
Das Präsuizidale Syndrom, ein von dem Psychiater Erwin Ringel beschriebenes Konzept, beschreibt einen psychischen Zustand, der häufig bei Menschen beobachtet wird, die sich in einer akuten Phase der Selbstmordgefährdung befinden. Es besteht aus drei Hauptkomponenten: 1. **Einengung**: Dies umfasst eine allgemeine Verengung des Denkens, Fühlens und Handelns. Betroffene Personen haben das Gefühl, dass ihre Möglichkeiten, Probleme zu lösen oder Unterstützung zu finden, stark eingeschränkt sind. Diese Einengung betrifft oft auch ihre sozialen Kontakte und die Wahrnehmung ihrer eigenen Fähigkeiten. 2. **Gehemmte Aggression**: Menschen in diesem Zustand erleben oft intensive innere Spannungen und Aggressionen, die sie jedoch nicht nach außen hin ausdrücken können oder dürfen. Diese unterdrückte Aggression richtet sich häufig gegen die eigene Person und kann zu selbstdestruktiven Gedanken und Handlungen führen. 3. **Suizidphantasien**: Diese beinhalten wiederkehrende, intrusive Gedanken an Selbstmord. Diese Gedanken bieten eine scheinbare Lösung für das unerträgliche Leiden und die empfundene Ausweglosigkeit. Die Vorstellung des Suizids kann für die Betroffenen eine Art kurzfristige Erleichterung oder Flucht aus der als unerträglich empfundenen Realität darstellen. In der ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) wird versucht, den Betroffenen dabei zu helfen, einen flexibleren Umgang mit ihren Gedanken und Gefühlen zu entwickeln. Statt gegen die belastenden Gedanken anzukämpfen oder sie zu vermeiden, lernen die Betroffenen, diese Gedanken zu akzeptieren und ihre Aufmerksamkeit auf ihre Werte und auf das, was ihnen im Leben wichtig ist, zu lenken. Durch die Förderung von Achtsamkeit und Akzeptanz kann ACT dazu beitragen, die Verengung des Denkens und Fühlens zu reduzieren. Es wird versucht, den Betroffenen neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen helfen, sich von ihrer inneren Not zu distanzieren und sich wieder mit ihrem Leben und ihren Zielen zu verbinden. Wenn jemand Anzeichen des Präsuizidalen Syndroms zeigt, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da dies ein ernstzunehmender Zustand ist, der intensiver Unterstützung und möglicherweise auch medizinischer Intervention bedarf.
What this episode covers
Das Präsuizidale Syndrom, ein von dem Psychiater Erwin Ringel beschriebenes Konzept, beschreibt einen psychischen Zustand, der häufig bei Menschen beobachtet wird, die sich in einer akuten Phase der Selbstmordgefährdung befinden. Es besteht aus drei Hauptkomponenten: 1. **Einengung**: Dies umfasst eine allgemeine Verengung des Denkens, Fühlens und Handelns. Betroffene Personen haben das Gefühl, dass ihre Möglichkeiten, Probleme zu lösen oder Unterstützung zu finden, stark eingeschränkt sind. Diese Einengung betrifft oft auch ihre sozialen Kontakte und die Wahrnehmung ihrer eigenen Fähigkeiten. 2. **Gehemmte Aggression**: Menschen in diesem Zustand erleben oft intensive innere Spannungen und Aggressionen, die sie jedoch nicht nach außen hin ausdrücken können oder dürfen. Diese unterdrückte Aggression richtet sich häufig gegen die eigene Person und kann zu selbstdestruktiven Gedanken und Handlungen führen. 3. **Suizidphantasien**: Diese beinhalten wiederkehrende, intrusive Gedanken an Selbstmord. Diese Gedanken bieten eine scheinbare Lösung für das unerträgliche Leiden und die empfundene Ausweglosigkeit. Die Vorstellung des Suizids kann für die Betroffenen eine Art kurzfristige Erleichterung oder Flucht aus der als unerträglich empfundenen Realität darstellen. In der ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie) wird versucht, den Betroffenen dabei zu helfen, einen flexibleren Umgang mit ihren Gedanken und Gefühlen zu entwickeln. Statt gegen die belastenden Gedanken anzukämpfen oder sie zu vermeiden, lernen die Betroffenen, diese Gedanken zu akzeptieren und ihre Aufmerksamkeit auf ihre Werte und auf das, was ihnen im Leben wichtig ist, zu lenken. Durch die Förderung von Achtsamkeit und Akzeptanz kann ACT dazu beitragen, die Verengung des Denkens und Fühlens zu reduzieren. Es wird versucht, den Betroffenen neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen helfen, sich von ihrer inneren Not zu distanzieren und sich wieder mit ihrem Leben und ihren Zielen zu verbinden. Wenn jemand Anzeichen des Präsuizidalen Syndroms zeigt, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da dies ein ernstzunehmender Zustand ist, der intensiver Unterstützung und möglicherweise auch medizinischer Intervention bedarf.
NOW PLAYING
Interview mit Monika "Meine Entscheidung für das Leben" / 033
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
Mar 26, 2026 ·1m
Jan 2, 2026 ·47m
Dec 21, 2025 ·46m