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Kernkompetenz: durchwurschteln!

Mehr und mehr Entscheidungen in Unternehmen werden heute ein für alle Mal automatisiert und von Computern ausgeführt – zuverlässig, aber keineswegs ausfallsicher. Was menschliche Arbeit dagegen heute besonders auszeichnet, ist der flexible Umgang mit Unvorhersehbarem. Oder anders ausgedrückt: Sich in unklaren Situationen einfach „durchwurschteln“ zu können. Doch wann und wo wird diese Kompetenz in der Organisation 4.0 noch gebraucht? Lasst es uns entdecken!

Episode 7 of the re:publica 18 - Alle Sessions podcast, hosted by Maike Janssen, titled "Kernkompetenz: durchwurschteln!" was published on May 4, 2018 and runs 30 minutes.

May 4, 2018 ·30m · re:publica 18 - Alle Sessions

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Maike Janssen Seit Computer immer stärker an Kommunikation beteiligt sind, haben sich Organisationen grundlegend verändert. Entscheidungen folgen weniger Hierarchie, einflussreichen Mitarbeitern oder etablierten Dienstwegen. Mehr und mehr Entscheidungen werden ein für alle mal automatisiert und von Computern ausgeführt – zuverlässig, aber keineswegs ausfallsicher. So stellt sich die existenzielle Frage: Was passiert, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?   „Mehr als früher braucht die Organisation jetzt Kompetenzen für das Überbrücken von situativ auftretenden Schwierigkeiten, aber woher sollen diese Fähigkeiten kommen, wenn alles auf den Computer eingestellt ist und Kompetenzen für Durchgriffe an anderen Stellen des Systems fehlen?“ – so formulierte es der Soziologe Niklas Luhmann schon vor über 20 Jahren. In diesem Talk werden Annahmen der Systemtheorie zur Zusammenarbeit mit Computern auf anschauliche Art dargestellt und mögliche Konsequenzen für die Mitarbeitenden in Unternehmen diskutiert. Die Kernthese: Was menschliche Arbeit heute zentral von technisierter Arbeit unterscheidet, ist der flexible Umgang mit Unvorhersehbarem. Oder anders ausgedrückt: Sich in unklaren Situationen einfach „durchwurschteln“ zu können. Doch wann und wo wird diese Kompetenz in der Organisation 4.0 noch gebraucht? Wie könnte man die unterschiedlichen Fähigkeiten von Mensch und Maschine optimal miteinander verzahnen? Und was steht dem aktuell noch im Weg? Lasst es uns entdecken!

Maike Janssen Seit Computer immer stärker an Kommunikation beteiligt sind, haben sich Organisationen grundlegend verändert. Entscheidungen folgen weniger Hierarchie, einflussreichen Mitarbeitern oder etablierten Dienstwegen. Mehr und mehr Entscheidungen werden ein für alle mal automatisiert und von Computern ausgeführt – zuverlässig, aber keineswegs ausfallsicher. So stellt sich die existenzielle Frage: Was passiert, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?   „Mehr als früher braucht die Organisation jetzt Kompetenzen für das Überbrücken von situativ auftretenden Schwierigkeiten, aber woher sollen diese Fähigkeiten kommen, wenn alles auf den Computer eingestellt ist und Kompetenzen für Durchgriffe an anderen Stellen des Systems fehlen?“ – so formulierte es der Soziologe Niklas Luhmann schon vor über 20 Jahren. In diesem Talk werden Annahmen der Systemtheorie zur Zusammenarbeit mit Computern auf anschauliche Art dargestellt und mögliche Konsequenzen für die Mitarbeitenden in Unternehmen diskutiert. Die Kernthese: Was menschliche Arbeit heute zentral von technisierter Arbeit unterscheidet, ist der flexible Umgang mit Unvorhersehbarem. Oder anders ausgedrückt: Sich in unklaren Situationen einfach „durchwurschteln“ zu können. Doch wann und wo wird diese Kompetenz in der Organisation 4.0 noch gebraucht? Wie könnte man die unterschiedlichen Fähigkeiten von Mensch und Maschine optimal miteinander verzahnen? Und was steht dem aktuell noch im Weg? Lasst es uns entdecken!
re:publica 18 - re:publica re:publica Die kommende re:publica 2018 in Berlin findet vom 2. bis 4. Mai 2018 statt. Die re:publica ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zu den Themen der digitalen Gesellschaft. Seit ihren Anfängen 2007 mit 700 BloggerInnen hat sie sich zu einer "Gesellschaftskonferenz" mit in 2017 über 9.000 TeilnehmerInnen bei der elften re:publica in Berlin entwickelt. Hier vermitteln die VertreterInnen der digitalen Gesellschaft Wissen und Handlungskompetenz und diskutieren die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft. Sie vernetzen sich mit einem heterogenen Mix aus AktivistInnen, Künstlern, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und vielen mehr. Dadurch entstehen Innovationen und Synergien zwischen Netzpolitik, digitalem Marketing, Netz-Technologie, der digitalen Gesellschaft und (Pop-)Kultur. Rund 47 Prozent der SpeakerInnen auf der re:publica 2017 waren weiblich. Kaum eine andere Veranstaltung mit vergl re:publica 18 - Politics & Society re:publica Politik und Gesellschaft in all ihren Dimensionen sind mehr denn je ein Thema, dem wir uns auf der re:publica 2018 zuwenden wollen. re:publica 18 - Arts & Culture re:publica Wir leben mitten im postdigitalen Zeitalter. Das Netz ist allgegenwärtig, auch und gerade in Kunst und Kultur. re:publica 18 - Research & Education re:publica Wie können wir (digital) neu- lernen und weiter lernen? Research & Education präsentiert generationenübergreifende Konzepte, Ideen und Projekte im Bereich von Bildung und Wissenschaft.
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