EPISODE · Feb 6, 2022 · 46 MIN
Was ein gottloses Land braucht
from Podcast de Hans-Claus Ewen
„Und Elia, der Tischbiter, aus Tischbe [in] Gilead, sagte zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort!“ 1. Könige 17,1. Der Prophet Elia taucht in der Bibel wie aus dem Nichts auf, ähnlich wie Melchizedek, aber dann direkt mit einem richtigen Knaller, wie eben gelesen. Das wäre so, als wenn ein völlig unbekannter Mann einen Termin bei Olaf Scholz macht und diesem mitzuteilen, dass es in Deutschland nicht mehr regnen wird, bis er es wieder zulässt. Elia lebte zur Zeit des vom Glauben an den Gott Israels abgefallenen König Ahab im nördlichen Israel. Wahrscheinlich angestachelt von seiner heidnischen Frau Isebel hatte dieser König in Israel den Baals- und Ascherakult eingeführt: „Es hat in der Tat keinen wie Ahab gegeben, der sich so verkauft hätte, um zu tun, was in den Augen des HERRN böse ist. Ihn hatte seine Frau Isebel ver-führt“ (1. Könige 21,25). Die prophetische Botschaft ist keine willkürliche Sache, denn in der ka-naanäischen Religion war Baal die Gottheit, die für die Versorgung des Landes mit Regen verant-wortlich war. Es war also nicht nur die Ansage einer Naturkatastrophe, sondern auch eine offenen Herausforderung an alle, die an Baal glaubten. Der Baalskult muss damals allgegenwärtig gewesen sein, denn im nächsten Kapitel, als sich Elia den Baalspriestern stellt, ist das Verhältnis 1 zu 450! Die Bedeutung des Namens BAAL ist auch sehr wichtig, denn Baal übersetzt das kanaanäische Wort für „Eigentümer / Herr“. Man könnte ja jetzt fragen, was diese fast dreitausend Jahre alte Geschichte mit uns Christen im 21. Jahrhundert zu tun haben könnte. Nun, sowohl Elia, als auch Isebel werden im Neuen Testament erwähnt, der Prophet ganz am Anfang im Zusammenhang mit dem Dienst Johannes, des Täufers, und diese böse Frau am Ende im Sendschreiben an die Gemeinde in Thyatira in Offenbarung 2,20- 23. Wenn wir dann geistlich die Zeit des Elia mit unserer Zeit vergleichen, werden wir ohne große An-strengung Parallelen erkennen können. Die ganz große Mehrheit unseres Landes Deutschland beugt ihre Knie nicht mehr vor dem Herrn der Herren Jesus Christus, sondern vor den Baalen unserer Zeit. Ein einzelner hätte in unserer Gesellschaft keine Chance eine nachweisliche Wahrheit durch-zusetzen, weil er von der Mehrheit niedergeschrien werden würde. Wenn in einer Gesellschaft die Wahrheitsfindung nur noch durch Mehrheiten geschieht, ist die Wahrheit verloren gegangen. Die Wahrheit hat dann nur noch eine Chance, wenn man sie übernatürlich nachweist. Elia konfrontierte die 450 Baalspriester nicht mit Argumenten, sondern mit der übernatürlichen Kraft Gottes. Schon Paulus weisst daraufhin, dass Worte allein oft nicht überzeugend genug sind: „und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft ..“ (1. Korinther 2,4). Wir sollten uns als Gemeinde wieder dem Gebet der Christen aus Apostelgeschichte 4,29-30 anschließen: „Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden; und strecke deine Hand aus zur Hei-lung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.“
NOW PLAYING
Was ein gottloses Land braucht
No transcript for this episode yet
Similar Episodes
Mar 26, 2026 ·1m
Jan 2, 2026 ·47m
Dec 21, 2025 ·46m