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PODCAST · education

BLACKBOX LERNEN

Der freche Bildungspodcast!Bist du bereit, deine gewohnten Denkweisen zu überschreiten und Bildung neu zu definieren? Blackbox Lernen ist der Podcast für alle, die Schule, Lernen und Bildung nicht einfach hinnehmen wollen – sondern bereit sind, sie neu zu denken.Barbara und David stellen unbequeme Fragen, nehmen kein Blatt vor den Mund und gehen dahin, wo es weh tut: zu unseren eigenen Erfahrungen, Prägungen und Überzeugungen rund ums Lernen. Wir hinterfragen radikal bestehende Konzepte, ermutigen dich, auch furchteinflössende neue Wege zu beschreiten und begleiten dich dabei.Tauche ein und entdecke, was wirklich in der Blackbox Lernen steckt!

  1. 29

    Provokation: Ein Weckruf für das Lernen

    In dieser Episode gehen David und Barbara der Provokation auf den Grund – einem Werkzeug, das weit mehr ist als nur blosses Ärgern. Sie beleuchten die etymologische Wurzel des Wortes, die schlicht „hervorrufen“ bedeutet, und diskutieren, wie man durch gezielte Irritation neue Denkprozesse anstossen kann. Dabei wird deutlich, dass Provokation ein zweischneidiges Schwert ist: Sie kann Beziehungen belasten, aber in einer wertschätzenden Haltung auch als Abkürzung dienen, um eingefahrene Muster aufzubrechen. Barbara und David teilen ihre Erfahrungen aus dem Trainingsalltag und dem Sportunterricht und zeigen, wie man durch Humor, das Spiel mit Rollen oder bewusste Fehlleistungen die Wachsamkeit der Lernenden erhöht. Erfahren Sie, warum Schüler oft aus Langeweile oder dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit provozieren und wie Lehrpersonen souverän darauf reagieren können.

  2. 28

    Reframing: Die Kunst der Umdeutung

    In dieser Episode widmen sich David und Barbara dem Konzept des Reframings – der Kunst, Dingen einen neuen Rahmen oder eine andere Bedeutung zu geben. Reframing bedeutet, den Kontext oder die Bewertung eines Verhaltens so zu verändern, dass neue Handlungsspielräume entstehen. Ob es sich um schlechtes Wetter, ein abgebranntes Wohnmobil oder ein störendes Kind im Unterricht handelt: Die entscheidende Frage lautet oft: Wofür ist das gerade gut und was darf ich daraus lernen? Die beiden diskutieren, wie Reframing als kraftvolles Werkzeug im Selbstmanagement und in der Resilienzförderung eingesetzt werden kann. Es geht darum, eigene Klischees und Generalisierungen aufzudecken, wie etwa die Überzeugung, man könne nicht singen oder bekäme immer nur die schwierigen Schüler.

  3. 27

    Suggestion und Desuggestion: Die unsichtbare Macht der Beeinflussung

    In dieser Episode tauchen David und Barbara in die Welt der Suggestopädie ein und diskutieren ein Wort, das oft Unbehagen auslöst: Manipulation. David stellt fest, dass Suggestion oft als Einflussnahme verstanden wird, die geschieht, ohne dass man es bemerkt. Barbara hält dem entgegen, dass wir ohnehin ständig beeinflussen – ob durch Reden oder durch Schweigen –, und plädiert für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dieser Macht. Ein zentraler Fokus liegt auf der Desuggestion, also dem Abbau von Lernblockaden und einschränkenden Glaubenssätzen wie «Ich kann das nicht». Erfahren Sie, wie Lehrpersonen durch eine positive Haltung und gezielte Impulse das Gehirn in einen Zustand der Neuroplastizität versetzen können. Wir sprechen darüber, warum die eigene Selbstreflexion der erste Schritt ist, um als Führungsperson oder Lehrkraft eine förderliche Atmosphäre zu schaffen. Eine Folge über das Vertrauen in das Potenzial anderer und den Mut, die Verantwortung für die eigenen Signale zu übernehmen.

  4. 26

    Präsentieren mit Persönlichkeit: Wenn der Mensch zum wichtigsten Medium wird

    In dieser ganz besonderen 25. Episode feiern David und Barbara ein kleines Jubiläum und widmen sich einem Kernthema jeder Vermittlung: der Persönlichkeit des Präsentierenden. Barbara macht deutlich, dass unsere Persönlichkeit das wichtigste Instrument ist, das auch dann noch funktioniert, wenn Strom und Internet ausfallen. Wir diskutieren die spannende Frage, ob eine Bühnenpräsenz angeboren ist oder ob man sich – wie David von seinen anfänglichen Hemmungen berichtet – zu einer präsentierenden Persönlichkeit entwickeln kann. Zudem erhalten Sie praktische Einblicke, warum die Wahl der Kleidung ein Zeichen von Respekt ist und wie sogar unsichtbare Bühnenschuhe im Homeoffice die eigene Präsenzenergie steigern können.

  5. 25

    Schluss mit betreutem Lesen

    In dieser Episode diskutieren David und Barbara die Gefahren und Chancen moderner Präsentationstechniken. Sie beleuchten, warum PowerPoint in Schulen oder in Trainings oft als Krücke genutzt wird, die den eigenen Präsentationsmuskel schwächt. David berichtet von der Unsitte des betreuten Lesens, bei dem Folien eins zu eins vorgelesen werden. Barbara zeigt auf, wie man durch emotionale Bilder – etwa ein gestelltes Konfliktmodell mit ihrer Tochter – Inhalte merkwürdig und einprägsam macht.

  6. 24

    Wege zu einer lebendigen Präsentationskultur

    In dieser Folge knöpfen sich David und Barbara ein Werkzeug vor, das fast jeder nutzt, aber kaum jemand beherrscht: PowerPoint. David beschreibt, wie das Programm in Schulen oft als digitales Skript genutzt wird, was zum ermüdenden Phänomen des betreuten Lesens führt. Barbara sieht PowerPoint eher als Krücke oder Stützräder, die man ablegen sollte, sobald man das Laufen gelernt hat. Die beiden diskutieren die alles entscheidende Frage: Für wen präsentiere ich eigentlich?

  7. 23

    Selbst denken oder anpassen

    Ist selbständiges Denken in unserem Bildungssystem überhaupt erwünscht? In dieser Episode gehen David und Barbara der Frage nach, was es bedeutet, wirklich eigenständig zu denken: Informationen kritisch zu prüfen, Widersprüche auszuhalten und den Mut aufzubringen, auch gegen den Strom zu schwimmen. Sie diskutieren, warum Schulen oft eher Anpassung belohnen, während die moderne Arbeitswelt händeringend nach kreativen und kritischen Köpfen sucht. Vom Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf unsere geistige Ausdauer bis hin zur Kopfstandmethode für frische Ideen – diese Folge ist ein Plädoyer für mehr intellektuelle Selbstverantwortung. David und Barbara beleuchten dabei auch die Rolle der Lehrperson als Vorbild und die Bedeutung psychologischer Sicherheit im Klassenzimmer.

  8. 22

    Die Angst, nicht gemocht zu werden

    In dieser Episode teilen David und Barbara sehr persönliche und herausfordernde Momente aus dem Führungsalltag an Schulen. Wir sprechen darüber, wie der Drang zur Beliebtheit dazu führt, dass notwendige Gespräche – etwa über mangelnde Leistung oder sogar unangenehmen Körpergeruch – oft jahrelang vermieden werden. Es wird deutlich, dass Klarheit und eine feste Haltung für Schüler und Mitarbeitende Sicherheit schaffen, während ein liebesdienerisches Verhalten oft in Unfairness, Spannungen und einem Verlust an Respekt mündet. Wir diskutieren, wie Sie eigene Muster der Anpassung aus der Kindheit erkennen und aufbrechen können, um vom angepassten Lehrer zur profilierten Persönlichkeit zu reifen.

  9. 21

    Nähe und Distanz

    In dieser Episode diskutieren David und Barbara über ein Thema, das jede Lehrperson und jeden Coach täglich begleitet: das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Während David im schulischen Alltag eine Tendenz zu mehr Distanz wahrnimmt, zeigt Barbara auf, wie gezielte Nähe – bis hin zur Umarmung – die Atmosphäre in einer Gruppe radikal verändern kann. Es geht um die Frage, wie wir uns nahbar machen, ohne die professionelle Grenze zu überschreiten, und warum der Kontext dabei die entscheidende Rolle spielt. Wir beleuchten verschiedene Facetten der Nähe: von der körperlichen Geste im Judo-Training bis hin zur räumlichen Gestaltung im Workshop. David teilt ein praktisches Beispiel, wie er durch ein Schulter-an-Schulter-Gespräch im Treppenhaus eine Vertrauensbasis zu einem schwierigen Schüler schuf, anstatt ihn frontal zu konfrontieren. Zudem diskutieren wir, warum gerade im digitalen Zeitalter körperliche Präsenz und Geborgenheit wichtig sind, um das Nervensystem der Lernenden zu beruhigen. Die Folge regt dazu an, den eigenen Tanzbereich und den Umgang mit dem Cockpit – dem persönlichen Schutzraum der Lehrperson – zu reflektieren. Wir sprechen über Tabuzonen, den Mut zur Transparenz und die verbale Nähe durch das Du oder das Sie. Lassen Sie sich inspirieren, mit Distanzen zu spielen und Nähe als wertvolles Werkzeug für echte Berührung und Lernen einzusetzen.

  10. 20

    Ist neu wirklich besser?

    In dieser Episode ergründen David und Barbara das Phänomen der Neomanie – der Gier nach ständig neuen Methoden und Heilsversprechen im Bildungs- und Pflegebereich. Sie diskutieren, ob das Neue automatisch gut ist oder ob wir vor lauter Begeisterung für das Unbekannte das stabilisierende Alte übersehen. Anhand des Paradoxons vom Schiff des Theseus gehen sie der Frage nach, wie viel Veränderung wir vertragen, ohne unsere Identität zu verlieren. Barbara teilt die radikale Erfahrung, wie sie ihre jahrelang genutzte Methode der Wäscheleine buchstäblich verbrannte, um Platz für neue Themen zu schaffen. David reflektiert über den Wert der Handschrift gegenüber der Digitalisierung und warum das Mühsame manchmal befreiend wirken kann. Erfahren Sie, warum ein Clown tausendmal dasselbe tun kann und dabei jeden Tag etwas Neues entdeckt und wie Sie Ihren eigenen Methoden-Einkaufswagen kritisch hinterfragen. Eine Folge über den Mut zur Zensur im eigenen Repertoire und die Kunst, das innere Feuer durch neue Zugänge zum Bewährten am Lodern zu halten.

  11. 19

    Vertraue dem Prozess: Zwischen Loslassen und Beeinflussen

    In dieser Episode wagen David und Barbara ein Experiment: Sie starten ohne feste Vorbereitung und vertrauen ganz dem gemeinsamen Prozess. Dabei gehen sie der Frage nach, ob Vertrauen in Bildungskontexten eigentlich eine Form von Manipulation ist, da jede Handlung – auch das Schweigen – den Raum beeinflusst. Ein zentrales Thema ist die Macht der kleinen Kursänderungen, die langfristig zu völlig neuen Zielen führen können. Wir diskutieren den Unterschied zwischen dem Vertrauen in den Ablauf einer Veranstaltung und dem tiefen Glauben an das Potenzial eines einzelnen Menschen. David erzählt eine berührende Geschichte darüber, wie ein einziger Satz eine Kollegin dazu bewog, Schulleiterin zu werden. Zudem erfahren Sie, warum echtes Loslassen nur möglich ist, wenn man genug Asse im Ärmel hat, um im Notfall das Ruder wieder herumzureissen. Es geht um das Spiel mit dem Tempo, die Irritation durch die Wäscheleine und die wichtige Erkenntnis, dass wir manchmal auch unserem eigenen Misstrauen vertrauen müssen, wenn Dinge nicht stimmig sind. Eine Folge über die innere Haltung des Wohlwollens und die Fähigkeit, in schwierigen Momenten zu fragen: Wofür ist das gerade gut und was darf ich daraus lernen?

  12. 18

    Interventionen für den Lern-Alltag

    Was tun, wenn es im Seminar oder Klassenzimmer nicht so läuft wie geplant? In dieser Folge definieren David und Barbara Intervention als ein bewusstes Dazwischentreten, das eine Situation retten oder verdeutlichen kann. Barbara demonstriert eindrücklich, wie man durch fiktive Anrufe bei Personen wie Albert Gruppenprozesse spiegelt, ohne Teilnehmende direkt anzugreifen. Wir tauchen ein in die Welt der ungewöhnlichen Methoden: Erfahren Sie, warum die Wäscheleine eine nachhaltigere Präsentationsform als PowerPoint ist und wie das rote Fach für magische Momente sorgt. Ein zentraler Punkt ist der Mut zur Lücke und die Kunst des Stehenlassens, um wichtigen Themen Raum zur Entfaltung zu geben . Zudem besprechen wir, wie Postulate als innerer Kompass helfen, selbst in brenzligen Momenten die Fassung zu bewahren und eine wohlwollende Haltung beizubehalten . Eine Episode voller praktischer Tipps für alle, die ihren pädagogischen Werkzeugkoffer um kreative und wirksame Eingriffe erweitern möchten.

  13. 17

    Die Hausmeisterfolge: Ein Blick hinter die Kulissen von Blackbox Lernen

    In dieser ungeplanten Hausmeisterfolge sprechen David und Barbara über die Metaebene ihres gemeinsamen Projekts. Sie beleuchten, warum der Podcast Blackbox Lernen heisst und wie sie Licht in die oft verborgenen Abläufe von Schulen und Weiterbildungen bringen wollen. Ein zentrales Thema ist die Bedeutung des physischen Raums: Barbara und David berichten von ihren Erfahrungen mit ungeeigneten Trainingsräumen, schlechter Akustik und fensterlosen Sinnsälen. Zudem diskutieren sie die Notwendigkeit von Transparenz und den Abbau von Informationsmonopolen im Bildungswesen. Die Folge ist eine Einladung an alle Hörerinnen und Hörer, den Dialog durch eigene Berichte über Highlights oder den alltäglichen Wahnsinn zu bereichern. Es geht um das Spannungsfeld zwischen Schule und Weiterbildung und die Passion, die beide Bereiche verbindet.

  14. 16

    Mut zum Regelbruch bei Störungen

    Störungen im Unterricht sind für viele Lehrpersonen zum Belastungstest Nummer eins geworden. In dieser Folge diskutieren David und Barbara, warum das blosse Aushalten nicht reicht und warum es radikalen Mut braucht, um die Kinder heute noch zu erreichen. Wir sprechen darüber, warum es manchmal ethisch sinnvoller ist, den Lehrplan links liegen zu lassen, um die Gruppe überhaupt erst wieder auf ein arbeitsfähiges Level zu bringen. Erfahren Sie, wie Sie den Unterrichtsraum in eine Casting-Show, eine Radiostation oder ein Museum verwandeln und dadurch den Rahmen so verändern, dass Schüler ihre übliche Schülermentalität ablegen. Barbara und David plädieren für mehr Naturzeit und echte, sinnliche Erlebnisse anstelle von passivem Konsum. Eine Folge für alle, die sich trauen wollen, den gewohnten Pfad zu verlassen, um die Freude am Lernen bei sich und den Kindern zurückzugewinnen.

  15. 15

    Leidenschaft im Bildungsbereich - ein Widerspruch?

    Ist Leidenschaft ein süsser Schmerz? In dieser Episode ergründen David und Barbara die tiefe Bedeutung von Passion im Kontext von Schule und Training. Leidenschaft hat viel mit «Leiden» und «Schaffen» zu tun – sie ist kein dauerhafter Zustand, sondern ein wellenförmiger Prozess, vergleichbar mit einer Alpenüberquerung, die sowohl Momente der Euphorie als auch Täler der Anstrengung kennt. Wir diskutieren, warum Leidenschaft gerade im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) zur unverzichtbaren Kernkompetenz für Lehrende wird. Während die KI unermüdlich motivieren kann, fehlt ihr die menschliche Beseeltheit und die Fähigkeit, einen Raum im «3D-Format» energetisch zu füllen. David und Barbara räumen zudem mit dem Vorurteil auf, Leidenschaft sei nur etwas für Extrovertierte – auch in der Stille und Introvertiertheit kann ein tiefes Feuer für ein Thema brennen.

  16. 14

    Psychohygiene in der Bildung

    In dieser Episode lüften David und Barbara ein Geheimnis, das für die langfristige Gesundheit im Lehrberuf entscheidend ist: die Psychohygiene. Barbara gesteht offen, dass sie die Mittagspausen in Trainings oft alleine verbringt, um in der Stille zu reflektieren und ihr System für den Nachmittag zu klären. Was auf den ersten Blick arrogant wirken könnte, ist in Wahrheit eine notwendige «Minikur», um die eigene Präsenz und Beziehungsqualität hochzuhalten. David teilt seine Erfahrungen als Schulleiter und beschreibt, wie er seine Pausenzeiten radikal anpassen musste, um dem ständigen Druck im Teamzimmer zu entgehen. Wir diskutieren, warum das Teamzimmer oft ein Ort des ungefilterten «Abladens» von Frust ist und welche Strategien helfen, sich bewusst abzugrenzen, ohne den Kontakt zum Team zu verlieren. Die Episode ist ein Plädoyer für mehr Selbstfürsorge im Bildungswesen. Es geht darum, das Kind hinter dem Schüler zu sehen und gleichzeitig die eigene «beste Version» zu bewahren, um belastbar und wirksam zu bleiben.

  17. 13

    Humor und Autorität

    In dieser Episode diskutieren David und Barbara den tiefgreifenden Wandel der Autorität in Schulen und Trainings. David stellt fest, dass das klassische Wissensmonopol durch das Internet gefallen ist und Autorität heute nicht mehr automatisch verliehen, sondern durch Haltung und Ausstrahlung erarbeitet werden muss. Ein zentraler Aspekt des Gesprächs ist die Definition von Autorität. Barbara erläutert die etymologische Wurzel des Wortes: augere bedeutet „wachsen lassen“. Wahre Autorität dient also dazu, andere zu stärken und ihnen Raum zur Entwicklung zu geben, anstatt Macht durch Strenge oder Strafe negativ auszuleben. Dabei spielt der Humor eine entscheidende Rolle. Viele Lehrpersonen haben die Sorge, durch Humor die Kontrolle zu verlieren oder als unseriös wahrgenommen zu werden. Die Quellen zeigen jedoch das Gegenteil: Humor ist eine Intelligenzleistung, die neue Perspektiven eröffnet, Eselsbrücken schlägt und die eigene Autorität durch Nahbarkeit stärkt.

  18. 12

    Merkwürdige Methoden – Liebes Tagebuch

    In dieser Episode gehen David und Barbara der Frage nach, wie Unterricht und Training wirklich “merk-würdig” werden – im Sinne von: Es ist wert, dass man es sich merkt. Vergessen Sie gähnende Langeweile durch PowerPoint-Schlachten, bei denen der Beamer die Teilnehmer in den Schlaf summt. Hier wird gesungen! Barbara erklärt, warum ein Lied zu Beginn eines Workshops nicht nur die Aufmerksamkeit schürt, sondern auch die Schamgrenze spielerisch überwindet. Musik ist ein körperliches und sinnliches Erleben, das Botschaften tief im Gehirn verankert. Ein zentrales Werkzeug dieser Folge ist die Methode des „Liebes Tagebuch“. Erfahren Sie, wie Sie durch lautes Schreiben auf einer Meta-Ebene Ängste und Befürchtungen Ihrer Teilnehmer abholen, sich selbst nahbar machen und eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen.

  19. 11

    Tabuthema Coaching

    In dieser Episode widmen sich David und Barbara einem heiklen Thema: Warum lassen sich Lehrpersonen im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen so wenig coachen? Während Coaching in Unternehmen oder im Spitzensport – man denke an Roger Federer – als völlig normale Massnahme zur Leistungsoptimierung gilt, haftet ihm im Bildungsbereich oft ein Nimbus des Versagens an. David und Barbara räumen mit dem Vorurteil auf, Coaching sei eine „hausgemachte Therapie“ für diejenigen, die es „nicht draufhaben“. Stattdessen definieren sie Lehrpersonen als Führungskräfte, die nicht nur Kinder leiten, sondern in erster Linie sich selbst führen müssen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Aussensicht: Wie ein Spiegel hilft ein Coach dabei, die eigene Wirkung zu reflektieren, Klarheit zu gewinnen und wirksamer zu unterrichten.

  20. 10

    Microshaming & bedingungslose Wertschätzung

    In dieser Episode nehmen David und Barbara ein Phänomen unter die Lupe, das oft unbemerkt den Lernalltag vergiftet: Microshaming. Was als vermeintlich lustiger Kommentar oder gut gemeinter Rat getarnt ist, kann bei Schülern und Teilnehmern tiefe Blockaden auslösen. David provoziert zum Einstieg mit einer Kritik an Barbaras Kleidung, um den Moment der Beschämung und die sofortige innere Verteidigungshaltung für die Zuhörer spürbar zu machen. Wir diskutieren schmerzhafte Beispiele aus Schule und Weiterbildung – von Sätzen wie „Mal schauen, was aus dir wird“ bis hin zu intellektueller Überlegenheit wie „Das ist doch Grundlagenwissen“. Dabei wird deutlich: Microshaming findet oft hochgradig subtil statt, etwa durch nonverbale Signale wie ein enttäuschtes Kopfschütteln bei der Prüfungsrückgabe oder das bewusste Überhören von Wortmeldungen.

  21. 9

    Ähms und Pausen

    Hast du sich schon einmal gefragt, warum wir in Gesprächen oder Vorträgen so oft zu Füllwörtern wie «Ähm» greifen? In dieser Episode starten David und Barbara mit einem Experiment: David beginnt auf Schweizerdeutsch, um zu verdeutlichen, wie viel Energie die gleichzeitige Übersetzung ins Hochdeutsche und das Vermeiden von Füllwörtern kostet. Ein zentrales Thema ist die Angst vor der Pause. Viele Menschen nutzen das «Ähm» als eine Art Höflichkeitston oder als Schutzschild, um den Faden im Gespräch nicht zu verlieren. Doch die Quellen zeigen: Die Pause ist ein Geschenk an das Gegenüber. Sie gibt dem Zuhörer die nötige Zeit, wertvolle Gedanken zu verarbeiten, anstatt mit „Wortmüll“ überschüttet zu werden.

  22. 8

    Postulate: Dein innerer Kompass für Haltung und Handeln

    Was leitet Sie, wenn es im Unterricht oder Training stressig wird? In dieser Episode führen David und Barbara den Begriff des Postulats ein – eine kraftvolle Alternative zu klassischen „Werten“. Während Werte oft nur Schlagworte bleiben, sind Postulate ausformulierte Sätze, die als Handlungsrichtlinien und innerer Kompass dienen. Barbara stellt einige ihrer zentralen Postulate vor, darunter den Musterbruch. Dabei geht es darum, das übliche Schema einer Präsentation oder Lektion bewusst zu hinterfragen: Dient das Muster noch dem Lernziel oder ist es Zeit, es zu brechen? Ein weiteres faszinierendes Postulat ist das „Open Cockpit“. Barbara beschreibt ihren Weg von der Angst, Materialien preiszugeben, hin zur radikalen Transparenz: Indem sie ihren Dozentenplatz für alle öffnet, baut sie Schwellen ab und schafft echte Augenhöhe und Nähe. David bringt das Postulat des lebenslangen Lernens ein. Er teilt seine Erfahrung als Schulleiter und warum es für ihn essenziell ist, ein Vorbild für Entwicklung zu sein – selbst wenn das bedeutet, alle zwei Jahre die Schule zu wechseln, um nicht im Gewohnten zu erstarren.

  23. 7

    Unternehmertum in der Schule

    Kann Unternehmertum ein Schulfach sein? David und Barbara diskutieren in dieser Folge über die Initiativkraft junger Menschen und die Frage, wie die „Blackbox Schule“ durch einen stärkeren Realitätsbezug geöffnet werden kann. Inspiriert durch das Beispiel der 15-jährigen Amanda Matzen, die im Rahmen eines Schulprojekts ein erfolgreiches Produkt für Schultoiletten entwickelte, wird deutlich, welches Potenzial in der Verbindung von Bildung und Wirtschaft steckt.

  24. 6

    Mehr Mut!

    Können wir andere Menschen eigentlich motivieren? Die ehrliche Antwort von David und Barbara lautet: Nein. In dieser Episode räumen die beiden mit dem Mythos der Fremdmotivation auf und zeigen stattdessen, wie wir durch Sog statt Druck eine attraktive Lernumgebung schaffen. Wir werfen einen Blick in das aktuelle Bildungssystem, das oft von einem fatalen Teufelskreis aus Druck und Angst geprägt ist. Wenn Eltern, Lehrpersonen und Kinder nur noch funktionieren, schliesst sich das Gehirn für echte Lernprozesse. David und Barbara diskutieren, wie man diesen Schalter umlegt: weg vom Schmerz, hin zum Freudvollen. Ein zentraler Schlüssel ist der Mut. Wir sprechen über den sogenannten „Mutmuskel“, den man im Alltag trainieren kann – zum Beispiel, indem man beim Bäcker spielerisch durch die falsche Tür geht, nur um zu sehen, was passiert. Es geht darum, die Angst vor der Blamage zu verlieren und stattdessen die Lust am Ausprobieren zu entdecken. Diese Folge ist eine Einladung, den Lehrplan als Richtschnur und nicht als Fessel zu sehen. Lassen Sie sich inspirieren, auch mal auf (oder unter) den Tisch zu steigen, um eine Botschaft zu platzieren. Denn am Ende gilt: Das Leben dehnt sich proportional zum eigenen Mut aus.

  25. 5

    Menschen in Veränderung begleiten

    Lernen ist Veränderung – doch wie begleiten wir Menschen so durch diesen Prozess, dass sie sich nicht nach Sicherheit sehnend verschliessen, sondern neugierig öffnen? In dieser Episode diskutieren David und Barbara, warum das «Übliche» oft die grösste Bremse für Entwicklung ist und wie Irritation als wertvoller Funke für neues Denken fungiert. Barbara erläutert, dass Veränderung dort beginnt, wo Erwartungen durchbrochen werden. Ob durch ungewöhnliche Eintrittskarten, einen markanten Rollenwechsel oder das bewusste Aufbrechen von Sitzordnungen: Irritation schafft emotionale Eindrücke, die im Gedächtnis bleiben und den Boden für echte Veränderung bereiten. David teilt offen seine Herausforderungen, alte «Trampelpfade» im Judo-Training zu verlassen, und sucht nach Wegen, technische Inhalte mit mehr Emotion zu verknüpfen.

  26. 4

    Suggestopädie: Mit Rhythmus, Musik und Begeisterung gegen Lernbarrieren.

    In dieser Episode widmen sich David und Barbara einem Konzept, das oft als „angestaubt“ gilt, aber hochaktuelle Werkzeuge für den modernen Unterricht bietet: der Suggestopädie. Der Begriff leitet sich vom englischen to suggest ab und bedeutet im Kern, Lernangebote und Vorschläge so zu gestalten, dass sie Lernbarrieren und Ängste abbauen. Barbara erklärt die fünf zentralen Wirkfaktoren, die den Unterricht transformieren können: Multisensorik: Lernen mit allen Sinnen – Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen. Rhythmisierung: Ein strukturierter Ablauf mit einem „roten Faden“, der Phasen der Anspannung und Entspannung abwechselt. Musik: Der gezielte Einsatz von Klängen, um Informationen emotional zu verankern oder eine schützende Atmosphäre für Gruppenarbeiten zu schaffen. Gruppenprozess: Die bewusste Gestaltung der sozialen Dynamik durch wechselnde Konstellationen und gemeinsames Erleben. Suggestion & Desuggestion: Die Arbeit an der eigenen Haltung und den Glaubenssätzen als Lehrperson.

  27. 3

    Wilbert - Ein Zwerg als Ressource

    David und Barbara sprechen über Wilbert, eine Fantasiefigur, die enorme positive Auswirkungen auf den Schulalltag haben kann. David wurde Wilbert von einem Unterstufenlehrer vorgestellt. Wer ist Wilbert? Wilbert ist ein scheuer Zwerg, der in eine erste Klasse eingezogen ist. Er zeigt sich nicht direkt, aber man sieht seine Hütte und seinen Garten im Nebenraum. Da er nicht direkt kommunizieren kann, nutzt er die schriftliche Kommunikation. Die Kinder waren begeistert und schrieben Briefe an Wilbert, was die Motivation erhöhte und durch die Übung die Schreibkompetenz verbesserte. Wilbert wurde zu einer Konstante in einer Schule, die schwierige Zeiten durchmachte, obwohl die Kinder wussten, dass er nicht echt ist. Barbara betont, dass Wilbert das zentrale Wesen des Unterrichts berührt: Es geht darum, Links zu bauen, Eselsbrücken zu schaffen und das Thema attraktiv einzubetten (Storytelling). Es ist eine Einladung, sinn erfülltes Lernen zu ermöglichen, bei dem das Schreiben plötzlich einen Zweck erfüllt. Wilbert bietet eine neue Perspektive für das Gehirn und fördert das soziale Lernen innerhalb der Gruppe. Wilbert kann sogar als Medium genutzt werden, um Unterrichtsinhalte zu transportieren.

  28. 2

    Umgang mit Störungen: Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum

    In dieser Episode sprechen David und Barbara über den essenziellen Umgang mit Störungen und die Möglichkeit der gesunden Selbstführung im Lehralltag. David schildert seine Erfahrung aus dem Judo-Training mit einer extrem heterogenen Gruppe (sechs- bis elfjährige Kinder), deren unaufmerksame Teilnehmer bei ihm Frustration auslösten. Diese Situation führte zur Reflexion über die eigene Reaktion. Zur Erlangung von Besonnenheit und Souveränität werden wichtige Reflexionsmodelle vorgestellt: Bei Kindern ist mangelnde Konzentration oft eine Könnensfrage und keine Willensfrage. Störungen entstehen häufig durch Überforderung (visuell, auditiv, Langeweile) oder Beschämung. Barbara präsentiert das Ärgermodell zur Selbstprüfung, wonach Ärger auf Neid, ein aufgedecktes Schattenthema (unbewusste Eigenschaften) oder einen alten, weggedrückten Schmerz zurückführbar ist. Die Erkenntnis, dass wir den Unterricht steuern, aber nicht die Konzentrationsfähigkeit verlangen können, lädt dazu ein, Lektionen und Methoden anzupassen. Prophylaxe beinhaltet hohe Abwechslung, spannende Einstiege und die Haltung, jeden zu sehen, um die selbsterfüllende Prophezeiung des "Störers" zu vermeiden. Die Folge ermutigt zur Entscheidungsfreiheit und zur empathischen Sichtweise mit den Schlussfolgerungen: «Wer mich ärgert, bestimme ich» (Winston Churchill) und «Ein schwieriger Schüler ist ein Schüler in Schwierigkeiten».

  29. 1

    Trailer zum Podcast Blackbox Lernen

    Wir nehmen dich mit auf eine Reise in die Blackbox Lernen – ehrlich, direkt und manchmal auch kontrovers. Gemeinsam hinterfragen wir, wie Lernen wirklich funktioniert, was Schule bewegt und wie wir Inhalte so vermitteln, dass sie im Kopf bleiben. Dabei scheuen wir uns nicht vor Emotionen oder Widerspruch, sondern laden dich ein, mitzudenken, mitzufühlen und mitzudiskutieren. In dieser Folge lernst du uns und unsere Motivation kennen: Warum wir für Bildung brennen, welche Wege wir gegangen sind und warum wir die Dinge auch mal anders angehen. Abonniere jetzt und begleite uns auf unserem Weg durch die spannende Welt des Lernens!

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HOSTED BY

Barbara Messer, David Sigos

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