PODCAST · health
KlarKommen Podcast
by Bossi und Nick
In diesem Podcast berichten wir - Bossi und Nick - über unsere persönlichen Erfahrungen mit unserer Sucht und unseren Begleiterkrankungen.Dieser Podcast entstand mithilfe der Projektförderung der AOK aus der Gruppe „Clean? Klar?! Kommen! – Selbsthilfe Wiesloch“.Falls Ihr aus dem Raum Wiesloch und Umgebung kommt, an einer Suchterkrankung leidet und unter 40 seid, wollen wir euch herzlich in unsere Gruppe einladen.Erreichen könnt ihr die Gruppe per E-Mail: [email protected] findet ihr hier:Telefonseelsorge 08000 110111 Sucht und Drogen Hotline 01806 313031
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#34 - mit Spaß klarkommen
Was bedeutet eigentlich Spaß? Nick und Bossi stellen sich in der aktuellen Folge dieser Frage und dank Nick, kommen sie auch erstaunlich schnell zu einem Ergebnis, so dass die Folge vielleicht nach dem Intro schon vorbei sein könnte. Dass es wie immer, doch nicht ganz so einfach ist, zeigt sich, wenn der Fokus auf Sucht und vor allem Abstinenz gelegt wird. Bedenkt man, dass Abstinenz immer mit der Abwesenheit von Spaß und endloser Langeweile assoziiert ist.Warum dieser Gedanke auf den ersten und vielleicht vielen weiteren Schritten der Abstinenz, was die eigene Identität damit zu tun hat und bei was Bossi und Nick, abgesehen vom Konsum Spaß haben, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.Frage: Was bedeutet für euch Spaß?
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#33 - Post-Vortrags Blues und Dauerstress
In der aktuellen Folge lassen Bossi und Nick den letzten Monat Revue passieren. Auch wenn es für euch einen regelmäßigen Nachschub an Folgen gegeben hat, haben die beiden sich tatsächlich fast einen Monat nicht gesehen, gesprochen und gehört. Auch ihren Vortrag, den sie zu diesem Podcast bei den Tübinger Suchttherapietagen halten durften, haben die beiden nicht wirklich gemeinsam reflektiert.Anstatt es noch weiter ein persönliches Treffen vor sich her zu schieben, gibt es eine spontane Folge mit reichlich Updates, von den beiden und man merkt, dass es viel zu erzählen gibt und die eigentlichen 30 Minuten, die angesetzt worden sind, nicht ausgereicht haben, um sich im vollen Umfang auszutauschen. Kleiner Spoiler: “Die 60 Minuten tun es auch nicht”Dabei sind die üblichen Themen Mal wieder am Start, wie: Burnout, Depression, Stress, Überarbeitung, Umgang mit Trauer, Gesundheit, Nachwirkungen von Corona usw. Aber auch Positives gibt es zu berichten. Nick kommt Stück für Stück in seinem Praktikum an und bei allen Burnout-Erscheinungen, die Bossi so hat, ist er dennoch in der Lage, auf seine Strategien zurückzugreifen und dem Stress auf gesunde Art und Weise zu begegnen.
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#32 - Klischees in der Selbsthilfe
Das, was Ihr schon durch den Titel wisst, muss Nick noch in einem kleinen Quiz zu Beginn der Folge herausfinden. Klischees in der Selbsthilfe. Von Stuhlkreisen, Vielrednern und alten weißen Männern ist die Rede. Dabei gehen beide den Fragen nach, inwieweit diese Klischees der Realität entsprechen und ob Nick, als er das erste Mal Bossis Gruppe besucht hat, diese auch in der Form vorgefunden hat.Auch wenn Klischees allgemein negativ konnotiert sind, stellt sich im Gespräch heraus, dass das ein oder andere Klischee gar nicht mal so schlecht ist, wenn es um die Teilnahme oder die Leitung einer Selbsthilfegruppe geht.Welche Klischees fallen euch noch zur Selbsthilfe ein?
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#31 - Selbsthilfe - (noch) zeitgemäß?!
In der aktuellen Folge gehen Bossi und Nick der Frage nach, ob die Selbsthilfe bzw. Selbsthilfegruppen noch zeitgemäß sind.Vor dem Hintergrund, dass man Gemeinschaften recht einfach auf Social Media finden kann und sich auch auf diesem Weg über Erkrankungen informieren kann, wirkt die klassische Gruppe mit ihrem Stuhlkreis wie ein Auslaufmodell, wo sich alte weiße Männer treffen, um kollektiv zu jammern.Warum aber genau dieses nicht zeitgemäße Auslaufmodell vielleicht das ist, was unsere Zeit, in der vieles im digitalen Raum stattfindet, braucht, erfahrt ihr in der Folge.
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#30 - Abschied nehmen
Content-Hinweis: In dieser Folge werden die Themen Tod, Sterben und Trauer thematisiert.Wenn Scheiße geflogen kommt, dann meistens nicht einfach so, sondern mit ordentlich Schwung und das als ganze Wagenladung… Diese Erfahrung durfte Nick in den letzten Wochen machen. Nicht nur, dass sein Konto leer geräumt wurde und er sich mit der Bürokratie herumschlagen musste, durfte er auch feststellen, dass er auf so ziemlich alles allergisch ist. Als ob das alles nicht genug wäre, gab es noch einen Trauerfall im Umfeld seiner Partnerschaft und dicht gefolgt auch bei ihm im unmittelbaren Umfeld. Auch Bossi musste in den letzten Wochen Abschied nehmen. Nicht von geliebten Menschen, sondern von einem Projekt, dass ihn ein Viertel seines Lebens begleitet hat, maßgeblich für seine Identitätsstiftung verantwortlich gewesen ist und einen großen Teil dazu beigetragen hat, sich als Abstinenzler zu begreifen. Dabei fällt ihm auf, dass er das Ende noch nicht richtig verdaut hat und noch vieles offen ist, das vielleicht mithilfe dieser Folge zu einem oder mehreren Enden kommt. Wie geht man mit Trauer um und haben die beiden, als Menschen mit Suchterkrankung jemals gelernt, richtig zu trauern bzw. wie trauert man überhaupt “richtig”?Wie nimmt man eigentlich richtig Abschied? Diese Fragen beschäftigen Bossi und Nick in der aktuellen Folge. TelefonSeelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222Beitrag Bossi im Lebensmutig Blog: https://www.junge-selbsthilfe-blog.de/tick-tack-tick/Body Doubling: Body Doubling ist eine Produktivitätsmethode, bei der die Anwesenheit einer anderen Person (physisch oder virtuell) hilft, Prokrastination zu überwinden und den Fokus zu steigern, besonders bei ADHS. Die bloße Präsenz erzeugt Verbindlichkeit und einen sanften sozialen Druck, der den Arbeitsfluss fördert. Es wird oft für Aufgaben genutzt, die Konzentration erfordern, wie Lernen oder Aufräumen.
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#29 - Mit Disziplin klarkommen
In der aktuellen Folge stellen wir uns die Frage, wie wir mit bzw. wie wir ohne Disziplin klarkommen, was Disziplin überhaupt für uns bedeutet und was der Unterschied zum Zwang ist. Während Nick sich an seinen Höhenflug zurückerinnert, der er in Form eines Blogsbeitrags unter dem Titel: “Ich kann doch diszipliniert sein” veröffentlicht hat, holt ihn die Realität ein. Die Disziplin, die er bei Blender an den Tag gelegt hat, hat ihn alles andere vergessen lassen. Das Ergebnis: Er braucht viel Disziplin, um wieder in die üblichen Aufgaben des Alltags zu finden.Doch was ist eigentlich Disziplin? Für Bossi ist es eine Fähigkeit, metaphorisch ausgedrückt ein Item, das er nutzt, um seine Ziele und Träume zu erreichen. Das jedoch nicht immer zur Verfügung steht und verbraucht werden kann. Wenn man seine Abstinenz bedenkt, könnte es vielleicht sein, dass er alles an Disziplin für die Aufrechterhaltung dieser verbraucht hat?Menschen die festen Routinen folgen und bestimmte Rituale haben, an die sie sich sklavisch halten … halten müssen, sollten doch die diszipliniertesten Menschen der Welt sein? Oder ist es dann schon eher Zwang?
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#28 - Mit Zahlen klarkommen
“Von Wem oder Was fühlst du dich abhängig?”Dieser Frage gehen Bossi und Nick in der aktuellen Folge nach. Natürlich wäre es jetzt einfach, alle Grundbedürfnisse, die man so hat, aufzuzählen: Essen, Trinken, Atmen usw. Dann wäre die Folge aber schon kurz nach dem Intro vorüber, so dass es nichts zu besprechen gäbe, obwohl es einiges bei dieser Frage zu besprechen gibt.Für Nick ist die Antwort ziemlich klar: Zahlen. Warum? Weil sie so vieles über seine Bedürfnisse, Wünsche und Glaubenssätze aussagen und die Erfüllung dieser plötzlich messbar wird. Bei Messbar kann auch Bossi einsteigen, für den Erfolge nur dann welche sind, wenn diese irgendwie gemessen und in Zahlen quantifiziert werden können. Wenn man seine Erfolge und die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse in Zahlen begreift, kann es schnell passieren, dass man auch sich als eine Zahl zu sehen beginnt. Welche Konsequenzen das für die Wahrnehmung der Umwelt hat, erfahrt ihr in der Folge…
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#27 - Verantwortung für sich selbst
Was bedeutet es, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und wo fällt es einem besonders schwer? In der aktuellen Folge stellen sich Bossi und Nick dieser Frage und dabei zeichnet sich ein ganz klares Bild bei den beiden ab: Gesundheit.Bei Bossi ist es zum einen das Thema Namens Schwerbehindertenausweis. Wollte er sich darum nicht eigentlich schon vor einem Jahr kümmern? Auch andere Bereiche der Gesundheit scheinen beim Thema Verantwortung für sich selbst übernehmen zu kurz zu kommen. Gefühlt muss die Kacke erst richtig am dampfen sein und Zähne nicht nur metaphorisch brechen, damit er aktiv wird. Ironisch, wenn man bedenkt, dass es ihm bei der Abstinenz doch eigentlich hervorragend gelingt.Bei Nick ist es ähnlich, wobei der Fokus auf dem Thema Essverhalten liegt.Durch seine noch nicht abschließend geklärte Darmerkrankung hat er so schon Schwierigkeiten mit bestimmten Nahrungsmitteln, da diese nicht vertragen werden. Doch genau diese werden häufig gegessen, obwohl das Bewusstsein da ist, dass sie ihm schaden. Hinzu kommt, dass diese Mischung auch noch stückweise seine Essstörung triggert, so dass er am Ende bei mehreren Hauptmahlzeiten am Tag und einer vielzahl an Snacks landet.Neben den konkreten Beispielen aus deren Alltag gibt es noch die philosophische Fragestellung, was denn nun für den eigenen Kopf greifbarer ist, wenn es darum geht, Verantwortung für sich zu übernehmen und ins Handeln zu kommen. Ist es “Glück anstreben” oder “Schaden vermeiden”?
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#26 - Wann werden wir zu Kindern?
Wieder einmal macht uns ein Micro-Fail einen Strich durch die Rechnung, so dass die vorherige Aufnahme, nicht mehr zu retten ist. Doch wie damit umgehen? Quengeln, Brüllen und Schreien, wie ein Kind? Eher nicht… Aber wenn wir schon beim Thema Kind sind, wann werden wir eigentlich, als erwachsene Menschen, wieder zu Kindern?Bei Bossi ist es vor allem, wenn er mit seinen Eltern in Kontakt ist. Neben der Gewissheit, immer einen sicheren Hafen zu haben, wo er beschützt wird, wenn es ihm Mal schlecht geht, gibt es bestimmte Gesprächsthemen, die dazu führen, dass er und seine Eltern wieder in ihre alten Rollen fallen. Bossi wird vom mündigen Erwachsenen wieder zum Kind und seine Eltern glauben, ein Kind vor sich zu haben und sich dementsprechend verhalten zu müssen.Bei Nick gibt es diesen Rollentausch ebenfalls. Nur dass er derjenige ist, der in eine Elternrolle fällt, wenn er seiner Mutter begegnet. Warum? Weil er es so gelernt hat und lernen musste. Neben den üblichen Glaubenssätzen, Konsummotiven, Mustern quatschen wir auch darüber, wann wir zu Kindern werden und dass es auch ganz schön sein kann, die ungefilterte Freude, die nur Kinder drauf haben, wieder zu spüren.Wann werdet ihr zu Kindern? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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#25 - mit 2025 klarkommen
Was ein Zufall … die erste Folge im Jahr 2026 fällt zufällig auf den 01.01.2026. Zufällig ist es auch noch die 25te Hauptfolge *hust*. Angesichts dieser vielen Zufälle bietet es sich an, das Jahr 2025 Revue passieren zu lassen und auf das Jahr 2025 zurückzublicken und sich die Frage zu stellen, wie man mit dem Jahr 2025 so klargekommen ist. Alles in allem scheint 2025 für die beiden ein Jahr voller Veränderungen, Herausforderungen und Erfolge gewesen zu sein, so dass (welch ein Zufall) beide dem Jahr eine 7 von 10 geben. Nick darf sich voller Stolz auf die Schulter klopfen. Bei all den widrigen Umständen, mit denen 2025 begonnen hat, schaffte er es, nicht nur Erfolge in seiner Umschulung zu erzielen, sondern auch eine neue Passion zu finden. Auch Bossi darf sich bei seinen drölfhundert Jobs / Projekten / Ehrenämtern / Seminaren auf die Schulter klopfen, da es nicht selbstverständlich ist, das alles gewuppt zu bekommen. Doch auch wenn das Jahr eine gute 7 von ihm bekommen hat, ist das ein oder andere auf der Strecke geblieben. Unter Anderem der Spaß, die ganzen Dinge zu genießen. Natürlich darf ein Jahresrückblick nicht ohne Wünsche enden, so dass die beiden sich auch die Frage stellen, was sich im kommenden Jahr ändern darf.
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Zwischen Themen - Gruppe ohne Gruppe & Praxisphase ohne Praxis
Was ist, wenn ein Bossi ganz allein bei der Gruppe ist ? Genau, dann ist er genau der richtige, der da ist. Was das heißt und wie sich Bossi dabei gefühlt hat, besprechen wir in der Folge. Zusätzlich stellen wir uns die Frage, ob es ansteckend sein kann, wenn andere Teilnehmende absagen, was schon in anderen Kontexten so erlebt wurde.Bei Nick sieht das auf den ersten Blick erstmal gleich und wieder anders aus. Er ist gestresst … nichts neues, aber der Grund dafür schon. Eine Praxisphase steht bald an, die er braucht, um überhaupt für die Prüfung zugelassen zu werden. Aber nach der 16. Absage um einen Praktikumsplatz ist er doch sichtlich entmutigt, vor allem wenn seine Wahl eher Pest und Cholera gleicht. Pest wäre nichts zu finden und die Umschulung zu “verkacken” und Cholera? Das hört ihr dann in der Folge inkl. kleinerer Abschweifungen zum Thema KI :-)
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Gästeliste - Internetnutzungsstörung - Was ist denn das?
Zusammen mit Franziska Kieras von der Fachstelle Sucht Rastatt Baden-Baden sprechen wir darüber, ab wann „viel am Handy“ nicht mehr einfach nur viel, sondern vielleicht schon eine Internetnutzungsstörung ist.Wir reden über 60 Stunden Bildschirmzeit, Insta-Timer wegklicken, TikTok-Algorithmen, die uns besser kennen als wir uns selbst, und dieses peinliche Gefühl, wenn die Hand schon wieder automatisch zum Handy greift, auch und besonders an den “stillen Örtchen”. Franziska erklärt, welche Kriterien für eine Internetnutzungsstörung wirklich eine Rolle spielen. Kleiner Spoiler: Eine hohe Bildschirmzeit ist ein Indikator, aber kein alleiniges Kriterium. Auch sprechen wir darüber, dass es wichtig ist, fair mit uns zu sein, wenn es darum geht, den Entwicklern von Social-Media-Apps und Games auf den Leim gegangen zu sein. Schließlich haben sie jede Menge Geld reingesteckt, um uns an ihre Produkte zu binden. Neben den informativen Parts wird es auch persönlich. Welches Ziel hat Bossi verfolgt, wenn er mehrere Stunden vor der Konsole verbracht hat? Allein das Ende des Games zu erreichen, war es nicht. Auch Nicks 60 Stunden Bildschirmzeit sind nicht allein darauf zurückzuführen, dass ihm einfach nur langweilig ist.Aus Franziskas Praxiserfahrung lernen die beiden, dass sie nicht die einzigen mit diesen Mustern sind und erfahren auch, welche Muster es sonst noch so gibt, um eine Internetnutzungsstörung zu entwickeln und wie diese sich, je nach Geschlecht, Alter und Biographie, bei anderen äußert. Nachfolgend findet ihr weitere Informationen zum bwlv und rund um Internetnutzungsstörung.Weitere Informationen zum bwlv findet ihr hier: https://www.bw-lv.de/ . Mehr zu den Angeboten des bwlv-Wiesloch: https://www.bw-lv.de/beratung/beratungsstellen/fachstelle-sucht-wiesloch/Auch interessant:Digi-Sucht (@digisucht.de): https://www.suchtberatung.digital/feel-OK: https://www.feelok.de/de_DE/ueber_feelok/themen/ressourcen/zugang/feelok_stellt_sich_vor/feelok/ueberblick.cfmIhr seid auf der Suche nach einer jungen Sucht-Selbsthilfegruppe? Auch für Internetnutzungsstörung?Diese Datenbank der Caritas (@caritas_selbsthilfe) bietet eine gute Übersicht vieler Suchtgruppen die sich explizit an jüngere Menschen richten: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/sucht/junge-sucht-selbsthilfeDie nachfolgende Datenbank der NAKOS (@junge_selbsthilfe_nakos) bietet eine deutschlandweite Übersicht zu Selbsthilfegruppen und Selbsthilfe-Kontaktstellen: https://www.nakos.de/adressen/datenbanksuche/
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Exkurs - In der Selbsthilfe sind auch nur Menschen
Müsste jetzt nicht eine Zwischenfolge erscheinen? Genau, müsste! Leider hat uns die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht und es kam zu einem Micro-Fail. Nach über zwei Jahren Podcast eigentlich eine gute Bilanz, wenn man bedenkt, dass es erst der zweite ist.Ausgelöst von einer Person aus der Vergangenheit, erinnert sich Bossi an ein sehr unangenehmes Treffen zurück , das er im Selbsthilfekontext erlebt hat.Auch wenn das Ereignis schon mehrere Jahre zurückliegt, hat diese negative Erfahrung sich mietfrei bei ihm im Kopf eingenistet und ist, wenn die richtigen Auslöser kommen, präsent wie zum Zeitpunkt des Ereignisses. Warum diese Erfahrung für ihn so unangenehm war, welche Rolle seine Glaubenssätze dabei spielen und was “in der Selbsthilfe sind auch nur Menschen” genau bedeutet, erfahrt ihr in der Folge.
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Gästeliste - Mandy - Erfahrungen einer Angehörigen
In der heutigen Folge haben wir Mandy zu Gast. Eine Autor*innen-Kollegin von uns, die unter dem Pseudonym Mutsammlerin im Lebensmutigblog oder auf Instagram zu finden ist.Mandy hat vielleicht keine stoffgebundene Sucht und um alle Substanzen, ob legal oder illegal, einen weiten Bogen gemacht. Aber ihr Vater nicht! Als Tochter eines alkoholkranken Elternteils spricht sie mit uns, wie für sie die Vergangenheit gewesen ist und welche Auswirkungen sie noch heute auf ihre Gegenwart hat. Schuldgefühle, nicht auffallen wollen, unsichtbar sein … werden, alles perfekt machen wollen und müssen, damit die angespannte Situation nicht noch schlimmer wird… Über diese und andere Themen wird in dieser Folge gesprochen. Auch darüber, welchen Ausgang die Geschichte ihres Vaters genommen hat. Wir bedanken uns bei Mandy für den vielen Mut, den sie gesammelt hat, um mit uns offen über diese Themen zu sprechen. Ihr seid auch Angehörige*r von Suchtkranken? Hier findet ihr Unterstützungsmöglichkeiten:Angehörigenverband: https://www.bapk.de/der-bapk.htmlPeer Beratungsangebot für junge Angehörige: https://peer-for-you.deIhr wollt mehr von Mandy sehen, hören und lesen?Instagram: Mutsammlerin: https://www.instagram.com/mutsammlerin?igsh=MW5qODRjYjB3ZDVobg==Beiträge beim Lebensmutigblog:https://www.junge-selbsthilfe-blog.de/blogautor-in/mutsammlerin/Podcast: Geschaut.Gehört.Gelesen: https://open.spotify.com/show/5qHTPyMVwE6Nk1lUqOg8Or
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Gästeliste - Buchstabenspielerin - Das fehlende Puzzlestück: ADHS
Was macht man eigentlich, wenn man sich auf einer Fortbildung befindet, das ganze Podcast Equipment dabei hat und noch einige Stunden bis zur Heimfahrt bleiben? Natürlich eine Folge aufnehmen! Aber was, wenn man keinen Raum hat, um aufzunehmen? Dann wird eben im Freien aufgezeichnet. Und drei Mal dürft ihr raten was passiert, wenn noch eine weitere Person mit den Beiden auf die Heimfahrt wartet? Genau, dann wird eine Gäste Folge daraus. Ganz spontan und ungeplant haben die beiden sich Buchstabenspielerin, eine Autorenkollegin beim Lebensmutigblog, geschnappt und eine Folge zu ADHS aufgezeichnet. Dabei wird klar, wie stereotype Rollenbilder, das Label “Modediagnose” und die Angst, jemand anderem etwas wegzunehmen, dafür sorgen können, dass man als betroffene Person den Weg einer Diagnose scheut. Obwohl doch so vieles dafür zu sprechen scheint, Mit viel Atmosound von landenden Flugzeugen wünschen wir euch viel Spaß mit dieser spontanen Folge.
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Exkurs - Red Flags in Gesprächen
Wie erkennt man eigentlich Red Flags in Gesprächen? Mit dieser Folge habt ihr …. nicht die perfekte Anleitung, um diese zu erkennen, aber ihr wisst nach dem Hören zumindest, wie diese für Bossi und Nick aussehen. Fehlende Gegenfragen, einseitiges Erzählen oder übertriebene Lautstärke sind für die beiden Kriterien, die das Miteinander erschweren und Gespräche schnell anstrengend machen.Bei dem ein oder anderen Punkt könnte es sogar sein, dass die beiden sich ertappt fühlen und feststellen, dass sie auch Mal in das Fettnäpfchen treten, was sie zuvor kritisiert haben. Um welche Red Flags es sich dabei handelt, erfahrt ihr in diesem kurzen und knackigen Exkurs. Was wären für euch persönlich Red Flags in Gesprächen?
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Zwischen Themen - Bildschirmrückfall und Bandscheibenvorfall
Kaum hat sich eine Routine eingestellt, lassen Rückfälle und Vorfälle nicht lange auf sich warten. Nick teilt in der aktuellen Folge seine Erfahrungen mit einer Bildschirmzeit von 60 Stunden. Für einen Monat eigentlich in Ordnung. Aber für eine Woche … Puh … wenn man noch bedenkt, dass es Tage gibt, an denen TikTok 18 Stunden am Tag läuft, dann wird es richtig problematisch. Schwierig wird es besonders dann, wenn man selbst als Content Creator aktiv ist und die App nicht nur zum Konsumieren benutzt. Dabei gibt es doch ein Sprichwort, das auch perfekt hier greifen würde: "Don't get high, on your supply!” Schnell wird da die eigene Kreativität und Arbeit als Ausrede benutzt, noch ein Video mehr zu schauen oder das Video, das man schon zigfach gesehen hat und auswendig mitsprechen kann, einfach weiterlaufen zu lassen. Muss ja schließlich beendet werden, wenn man schonmal angefangen hat … Beim Rauchen kennt man das, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem man die körperlichen Auswirkungen des Rauchens merkt. Bildschirmzeit schlägt hier, vor allem bei Nick, in dieselbe Kerbe. Sehschwäche, dauerhaft eingeschränktes Auge und die damit verbundenen Probleme mit Kopfschmerzen und Trockenheit sind nicht die besten Bedingungen für eine solch lange Bildschirmzeit.Passend zu Nicks Gebrechen, kann Bossi mitgehen, da bei ihm Mal wieder die Bandscheibe Probleme macht und ihn an seine Bude fesselt. Auch kann er beim Thema Social Media mitreden. Ohne feste Tagesstruktur und mit viel Zeit im Bett ist der Griff zum Smartphone und das Scrollen durch Reels und Shorts eine einfache Möglichkeit, um sich von der Situation abzulenken oder Instagram zu öffnen, um wenigstens liegend im Bett noch “Recherche” für das Projekt zu betreiben. Hmmm war da nicht noch irgendwas … Ach stimmt, Semesterferien, die nicht nur für den Urlaub, sondern auch fürs Verfassen von Hausarbeiten gedacht sind. Wie läuft es eigentlich da? Mehr schlecht als recht, vor allem, da nicht nur die Fristen immer näher kommen, sondern weil eine Frist, ohne es zu merken und durch maximale Verpeilung einfach mal gesprengt wurde, ohne dass Bossi mit der Abgabe überhaupt erst angefangen hat. Bei allem Stress gibt es auch Positives, der Podcast hat ein neues Cover, auf das die beiden mächtig Stolz sind und ihnen sind auch einige Strategien eingefallen, wie sie den Social Media Konsum gebändigt bekommen. Wie diese Strategien so aussehen, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.
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#23 - mit Urlaub klarkommen
Da sind sie wieder. Bossi und Nick kommen aus ihrer Sommerpause und dem Urlaub zurück und stellen sich ganz passend einmal die Frage: “Wie kommen wir eigentlich mit Urlaub klar?” Da die letzte Folge schon etwas her ist, gibt es zunächst einmal einen kleinen Recap. Nick hatte sich das ein oder andere für den Urlaub vorgenommen. Wie ist er mit seinen Plänen und Unternehmungen so klargekommen? Was ist gut, was ist schlecht gelaufen? Bossi hatte noch in der letzten Folge darüber gescherzt, dass er nach Klausuren und vor Urlaubs- und Ferienphasen immer krank wird. Das ist bestimmt diesmal nicht passiert … oder?Auch Papierkram stand auf dem Programm, eigentlich keine Urlaubsaktivität. Damit werden die beiden sich sicherlich nicht beschäftigt haben… Wie muss ein Urlaub eigentlich sein, damit man von einem Urlaub sprechen kann? Muss es immer ein Wegfahren, was erleben sein oder ist Urlaub ein Mal ein nicht arbeiten müssen?Zusätzlich fällt beiden auf, dass Urlaub früher irgendwie einfacher war. Nicht wie man zuallererst vermuten würde, aber der Konsum hat irgendwie die Weichen und Rahmenbedingungen vorgegeben, bzw. wurden diese an die Sucht und den Konsum angepasst, so dass man sich selbst weniger Gedanken machen musste. Da ging es wenig darum, sich zu erholen.Wie sieht ein Urlaub bei euch so aus?
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Zwischen Themen - Urlaubsreif
Bei Bossi finden ganz viele Umbrüche statt, nicht nur bei der Arbeit und im Studium, nein auch in der Selbsthilfegruppe. Es scheint sich gerade der feste Kern der Gruppe aufzulösen, aber gleichzeitig bildet sich der Kern auch irgendwie neu, als wäre es ein System, das sich selbst am Leben erhält.Durch neue Menschen in der Gruppe sah sich Bossi auch wieder in der Situation, sich und seine Gruppenleiter Skills zu hinterfragen - aus Unsicherheiten versteht sich. Weil da wo er schon jahrelange Expertise und Erfahrung mitbringt, sollten sich Unsicherheiten ja eigentlich fernhalten. Denkt man vielleicht, aber nein. Durch den festen Kern, der fast 3 Jahre bestand, hat sich auch eine gewisse Dynamik entwickelt, die sich auch leicht als Komfortzone verstehen lässt. Gewisse Mechanismen laufen so ziemlich automatisch, ohne dass man es merkt.So war es für ihn dann doch überraschend, auf sich alleine gestellt einer “neuen Gruppe” gegenüberzustehen und doch ganz passabel die Leitung zu haben. Hier und da entdeckt Bossi tatsächlich auch gewisse “blind spots”, die durch die neuen Gruppenmitglieder und ihren anderen Blick wieder zum Vorschein kommen. Da eine Gruppe sich auch immer einen gleichen und irgendwann starren Fokus anlernt.So kann dieser frische Wind für die gesamte Gruppe ganz gut sein.Nick wiederum muss sich damit auseinandersetzen, dass das Lernen unter bestimmten Voraussetzungen so gar nicht funktioniert. Es braucht nur einen Dozenten, der es bevorzugt, 5 Stunden Monologe zu führen und für den Praxis ein Fremdwort ist.So fällt es ihm ziemlich schwer, seinen Notenschnitt von 1,0 & 1,3 zu halten und fällt ganz weit nach unten ab.Er ist sich bewusst, dass der Dozent nicht das alleinige Problem darstellt, schließlich gehören immer 2 dazu - er selbst kann nämlich nicht lernen.Klingt vielleicht seltsam, denn lernen tut man ja unweigerlich. Aber sich hinzusetzen und die Mitschriften zu studieren und was man nicht sonst noch alles machen kann, fällt ihm so schwer, dass er sich auch das ein oder andere mal im Bett wiederfindet und heulend einschläft, weil sämtliche Energie abstürzt wenn er nur einen Gedanken daran verschwendet.Einfach machen wäre da sicherlich auch wieder die Devise, immerhin hat er bis zu den wichtigen Prüfungen noch einiges an Zeit, damit er sich mit dem Thema “Wie lerne ich am besten für mich” nochmal besser auseinandersetzen kann.Was die beiden Podcaster eures Vertrauens verbindet - sie brauchen ganz dringend Urlaub! Kontrastprogramm ist hier das Stichwort.Aber was ist, wenn, wie bei Bossi, auf einmal nur ein Stapel unerledigter Bürokratie im Urlaub wartet und der Haushalt auch mal wieder um Aufmerksamkeit erfreut wäre? Dann ist es wichtig, sich auch bewusst Gedanken zu machen, was man denn auch für sich tun kann.Wie passend, dass Nick eine alte, fast totgeglaubte Rubrik wiederbelebt: “Spontan geplant!” - Oh yes! She´s back!Was Bossi und Nick sich für die Urlaubszeit so alles geplant haben und warum es im Urlaub auch keine Folgen geben wird, erfahrt ihr in dieser Folge!
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#22 - mit Pausen klarkommen
In dieser Folge geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick ganz einfach klingt: Pausen.Doch was genau macht eine Pause eigentlich zu einer Pause? Wie kommen wir beide mit Pausen klar und was brauchen wir, damit sie wirklich erholsam sind?Denn ganz ehrlich: Die Liste an Erwartungen ist lang. Wir sollen entspannen, neue Energie tanken, den Task wechseln, bestenfalls ein bisschen Selbstfürsorge betreiben und gleichzeitig all unsere Grundbedürfnisse stillen. Ganz schön viel für ein paar Minuten Pause.Aber was bedeutet eigentlich die perfekte Pause, besonders für Menschen, die neurodivergent sind und ganz andere Anforderungen an eine Unterbrechung im Alltag haben? Die mit der typischen Pausenstruktur, die man aus der Schule, Uni oder Arbeit kennt, alles andere als klarkommt. Und kann es vielleicht sogar sein, dass man Pause machen erst einmal lernen muss? Dass Pausen gar nicht so selbstverständlich und einfach sind, wie sie klingen? Vor allem für Menschen, die Probleme damit haben, einfach mal Abzuschalten?Wir sprechen auch darüber, dass Pausen häufig mit psychotropen Substanzen verknüpft sind. Nicht unbedingt mit den „harten“ Drogen, aber durchaus mit solchen, die längst in unseren Alltag integriert sind. Kaffee- und Raucherpausen sind längst sprachlich und sozial codierte Rituale. Was sagt das über unser Verhältnis zu Pausen und über unsere Art, „runterzukommen“?Wir wünschen euch viel Spaß mit der Folge und kleiner Disclaimer: Diese Folge ist absolutes Pausenmaterial :-)
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Zwischen Themen - Alltagsruhe und Alltagsmist
Nach den letzten beiden Gastfolgen wird es wieder Zeit für eine klassische Zwischen-Themen-Folge. Nur mit uns. Nur Bossi und Nick. Denn auch wenn wir einen spannenden Gast hatten, blieb unser Alltag natürlich nicht stehen. Ganz im Gegenteil.Nick kommt langsam in seinem neuen Alltag an. Mit ein bisschen mehr emotionaler Ruhe als noch vor ein paar Wochen. Was ihm dabei hilft? Dass er künstlerisch aktiv ist. Zeichnen, einfach machen. Kurz: Mehr Handeln, weniger (Zer-)denken. Und tatsächlich: „Einfach machen“ scheint gar nicht so dumm zu sein. In 5 Tagen 50 Hände. Nur mit Papier und Stift. Minimalistisch und mehr im Moment. Auch sein Portfolio füllt sich während der Umschulung immer mehr. Bei Bossi sieht es derzeit etwas anders aus. Die Chefrolle? So gar nicht sein Fall. Wie kann man sich das nur freiwillig antun? Besonders dann, wenn man ungeplant und unverhofft in diese Rolle rutscht. Daneben noch das Tagesgeschäft meistern, neue Mitarbeitende einlernen, nebenbei noch Prüfungsleistungen an der Uni erbringen und war da nicht noch was mit Ehrenamt und Zweit- und Drittjob? Zum Glück lässt ihn bei dem ganzen Stress wenigstens der Rest des Alltags in Ruhe … oder…? Pegasyss ( Fahrrad), Waschmaschine und Kühlschrank würden sich doch niemals verbünden und etwas tun, was mehr Stress in seinen Alltag bringt?Was es mit diesem Bündnis auf sich haben könnte und welche Projekte Nick in den letzten Wochen anstoßen und nicht nur andenken konnte, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.
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Exkurs Kerstin Abeck - Selbsthilfegruppen
Auch wenn professionelle Gäste anwesend sind, hindert es uns nicht daran, das ein oder andere Thema zu vergessen. Und so kommt es, wie es kommen muss, dass wir die Selbsthilfe total vergessen haben, und das obwohl dieser Podcast aus einer Selbsthilfegruppe entstanden ist.Deshalb nutzen wir doch die Gelegenheit und sprechen mit Kerstin darüber, welche Rolle Selbsthilfegruppen für Suchtkranke Menschen hat, was es so für Typen von Selbsthilfegruppen gibt, was eine Selbsthilfegruppe von einer angeleiteten Therapiegruppe unterscheidet. Auch erfahren wir, was es braucht, um sich vom bwlv zum Gruppenleiter / Suchthelfer ausbilden zu lassen, und was dieser "Scheiß" eigentlich kostet.Nebenbei dürfen wir drei feststellen, dass es ohne Kerstin, als Stein des Anstoßes, nicht nur Bossis Gruppe, sondern auch diesen Podcast nicht gegeben hätte. Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem kleinen lockeren Exkurs zum Thema Selbsthilfe und falls Ihr auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe für euch seid, unabhängig davon, ob es um Sucht oder ein anderes Anliegen geht, gibt es umfassende Informationen in den Links.Ihr seid auf der Suche nach einer jungen Sucht-Selbsthilfegruppe? Diese Datenbank bietet eine gute Übersicht vieler Suchtgruppen die sich explizit an jüngere Menschen richten: https://www.caritas.de/hilfeundberatung/sucht/junge-sucht-selbsthilfeAuf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe, egal welches Problem (nicht nur Sucht)? Schau vielleicht mal beim Selbsthilfebüro in Heidelberg vorbei: https://www.selbsthilfe-heidelberg.de/selbsthilfegruppen-von-a-z/ - hier finden sich allerhand Selbsthilfegruppen im Rhein-Neckar-Kreis.Die nachfolgende Datenbank bietet eine deutschlandweite Übersicht zu Selbsthilfegruppen und Selbsthilfe-Kontaktstellen: https://www.nakos.de/adressen/datenbanksuche/Auch interessant:Digi-Sucht: https://www.suchtberatung.digital/feel-OK: https://www.feelok.de/de_DE/ueber_feelok/themen/ressourcen/zugang/feelok_stellt_sich_vor/feelok/ueberblick.cfmWeitere Informationen zum bwlv findet ihr hier: https://www.bw-lv.de/ . Mehr zu den Angeboten des bwlv-Wiesloch: https://www.bw-lv.de/beratung/beratungsstellen/fachstelle-sucht-wiesloch/
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Gästeliste - Suchtberatung - Was passiert da eigentlich?
Was passiert eigentlich so in einer Suchtberatungsstelle? Klar haben wir schon persönliche Erfahrungen mit einer Beratungsstelle sammeln können, aber bevor wir es euch erklären und uns vielleicht in Abschweifungen verlieren, warum nicht einen Profi fragen. Deshalb haben wir einen Gast eingeladen. Kerstin Abeck arbeitet seit mehreren Jahren im bwlv-Wiesloch und darf uns heute nicht nur die Fachstelle vorstellen, sondern auch die ein oder andere Frage von uns zu ihrer Arbeit beantworten. Sollte man zu einer Beratung gehen, wenn man schon süchtig und ganz tief unten angekommen ist, oder wenn man gerade erst auf ein Problem zusteuert? Ganz ehrlich? Komplett egal! Wenn ihr merkt, dass ihr Hilfe im Bereich Sucht oder Substanzmittelkonsum braucht, sind Menschen wie Kerstin in der Suchtberatung für euch und eure Fragen da. Auch dann, wenn ihr Angehörige von Menschen mit einer Substanzgebrauchsstörung seid!Neben der Beratung gibt es im bwlv-Wiesloch ein breites Spektrum, das abgedeckt wird. Von offener Beratung, über ambulante Nachsorge bis hin zur Prävention an Schulen uvm. ist hier einiges zu tun. Und das ist auch gut so! Welche Art von Sucht behandeln die Menschen aus Suchtberatungsstellen eigentlich? (hier primär der bwlv) und was sind eigentlich die klassischen Klient*innen, die zu so einer Beratung gehen?An dieser Stelle wird auch ein wenig mit den Klischees aufgeräumt, weil eine Sache, die Kerstin auf jeden Fall sagen kann, ist: “Den klassischen Klienten gibt es nicht!” - Sucht findet sich überall, denn jeder kann, wenn er nicht aufpasst und innere und äußere Bedingungen gegeben sind, süchtig werden.Wir danken Kerstin für ihr Engagement und dass sie sich bereit erklärt hat mit uns zu sprechen. Weitere Informationen zum bwlv findet ihr hier: https://www.bw-lv.de/ . Mehr zu den Angeboten des bwlv-Wiesloch: https://www.bw-lv.de/beratung/beratungsstellen/fachstelle-sucht-wiesloch/ Auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe, egal welches Problem? Schau vielleicht mal beim Selbsthilfebüro in Heidelberg vorbei: https://www.selbsthilfe-heidelberg.de/selbsthilfegruppen-von-a-z/ - hier finden sich allerhand Selbsthilfegruppen im Rhein-Neckar-Kreis.Auch interessant:Digi-Sucht: https://www.suchtberatung.digital/feel-OK: https://www.feelok.de/de_DE/ueber_feelok/themen/ressourcen/zugang/feelok_stellt_sich_vor/feelok/ueberblick.cfm
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Zwischen Themen - Zeitmanagement und Selbstzweifel
In der heutigen Folge spricht Bossi über sein ganz neues Thema, .. ähm nein Moment, sein Dauerbrenner Thema “Zeitmanagement”. Irgendwie kommt er auf 140-180 Stunden Verpflichtungen die Woche. Ihr fragt euch sicherlich gerade: “Moment was? Wie viele Stunden hat nochmal eine Woche … 🤔Sind es nicht 168 Stunden? Wie soll er sein Pflichtprogramm unterkriegen und gab es da nicht so etwas wie … Freizeit?”Sehr gute Frage, und genau hier ist der Knackpunkt. Deswegen heißt es jetzt, für ihn, Abstriche zu machen, aber wo? Beim Studium, das einfach nur just for fun gemacht wird und weniger wegen einem Abschluss … ? Wie gut, dass ein gestrichener Kurs und die dadurch freigeschaufelte Zeit jetzt durch die übertriebene Vorbereitung eines Referats kompensiert wird … für ein Studium, das just for fun gemacht wird… ob da vielleicht noch was anderes im Hintergrund die Fäden zieht …? Nick hat leider massive Selbstzweifel. Er vergleicht permanent seine Arbeiten mit denen seiner Kollegen und immer da, wo die anderen eine gute Arbeit abgeben, kann Nick keine gleichwertigen und guten Arbeiten abgeben. Warum …? Weil er ja Nick ist! Ist doch vollkommen nachvollziehbar … Nicht …? Dann scheint es wohl was total Irrationales zu sein. Ob es Selbstzweifel sind? Auch in anderen kreativen Projekten lassen ihn die Selbstzweifel nicht los. Ganz perfide sind sie dann, wenn es um kreative Projekte geht, die er alleine machen möchte. “Darf ich das überhaupt? Wer bin ich denn, das zu machen?” Die Antwort darauf ist ein klares JA. Er darf, wie jeder andere Mensch auch. Sein Gehirn weiß es auch, nur scheint das Gefühl nicht wirklich hinterherzukommen … Habt ihr Vorschläge, wie man mit Selbstzweifeln umgehen kann?
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#21 - mit Komfortzonen klarkommen
Ist unsere Komfortzone ein Wohlfühlort oder eine Vermeidungsstrategie? Mit dieser Frage steigen wir in die aktuelle Folge ein und wollen herausfinden, wo wir in unserem Leben überall Komfortzonen eingerichtet haben, wo diese positive Effekte auf uns haben und wo wir diese viel früher hätten verlassen sollen und müssen, da diese alles andere als komfortabel waren. Was hindert uns daran, früher den Stecker zu ziehen und uns auf was Neues einzulassen? Ist es die Überwindung, den ersten Schritt zu gehen, die Angst, zu versagen oder das Gefühl von Verlust von Kontrolle?Auch möchten wir wissen, inwieweit unser Konsum, so paradox es sich anhören mag, eine Komfortzone für uns gewesen ist und Abstinenz nicht immer einen radikaler Neuanfang bedeuten muss, auch wenn man den vermeintlich bekannten “Wohlfühlort” des Konsums verlässt. Ob wir eine eindeutige Antwort auf die vielen Fragen finden werden, ob das Leben wirklich dort anfängt, wo die Komfortzone endet, oder ob wir (wie immer) feststellen, dass diese Fragen alles andere als einfach zu beantworten sind, erfahrt ihr in der Folge.
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Exkurs Zimtstern - Energieräuber
Zum kleinen und lockeren Abschluss gibt es noch einen Exkurs mit Zimtstern. Was raubt unserer Zimtstern eigentlich Energie? Sind es die 500 Tabs, die im Hintergrund auf einen Besuch warten und ob das “versehentliche” Schließen dieser Tabs, vielleicht dazu beiträgt, dass sich der eigene Akku wieder mit Energie füllt, besprechen wir in unserem kurzen Exkurs.Nick und Bossi kennen diesen Energieräuber auch zu genüge, ein kleiner Abschweif zum Prokrastination-Projekt schlechthin “Haushalt”, zeigt auch hier, dass Zimtstern den beiden ziemlich ähnlich ist.Was raubt euch die Energie? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen :)
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Gästeliste - ADHS war meine Antwort, nicht die Ausrede
„Direkt anfangen? Oder Tage, Wochen Monate oder gar Jahre warten?Diese Frage soll in der heutigen Ausgabe von Bossi und Nick beantwortet werden, Jedoch ist es keiner der Beiden, der die Frage stellt, sondern … eine weitere Person, die sich aus der Gruppe in den Podcast verirrt hat.Wahrscheinlich ist sie auch der Grund, warum es plötzlich im Raum so nach Zimt riecht, und das, obwohl wir doch gerade erst Ostern hatten. Müsste es nach Ostern nicht eigentlich nach Eiern riechen …? In der aktuellen Folge widmen wir uns zu dreit der Frage, was Diagnosen einem bringen, wie diese das eigene Verhalten erklären können und dass eine Diagnose keine Rechtfertigung für ein Verhalten ist, sondern eine Erklärung. Anhand ausgewählter Einblicke in ihr Leben lässt uns Zimtstern daran teilhaben, wann sie das erste mal das Gefühl hatte, nicht ganz so wie die anderen zu sein, nicht in eine Schablone zu passen und wie es für sie gewesen ist, zunächst (nur) den Verdacht und dann die Diagnose ADHS zu bekommen.Wie sich die Diagnose auf ihren Konsum ausgewirkt hat, bzw. inwieweit Substanzkonsum mit dafür verantwortlich gewesen ist, den Verdacht einer ADHS zu erhärten, erfahrt ihr in der aktuellen Folge. Lasst uns doch gerne in den Kommentaren wissen, wie euch diese doch etwas chaotische erste Gästeliste-Folge gefallen hat.
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Zwischen Themen - (K)ein ganz normaler Gruppendonnerstag
Wie super, dass wir unsere Erkenntnisse direkt nutzen können. Eigentlich ist heute Gruppen Donnerstag, aber Moment… Nur Bossi und Nick sind vor Ort. Anstatt uns daran zu nerven, nutzen wir die Gelegenheit, eine Gruppe auf unsere Art zu machen, nämlich in guter alter Podcast-Manier.Nick berichtet davon, dass er trotz zurückgewonnener sozialer Energie insgesamt weniger Energie hat. Bei ihm steht ein Umzug an, es gibt Behördenstress und der ganz normale Alltag setzt sich mit seinem Stress gerade einfach zusätzlich mit dazu. Wie soll er da einen ganzen durch geplanten Tag mit Freunden seines Partners überstehen, die er gar nicht kennt? Darf er anderen sagen, dass er keine Lust / Energie auf bestimmte Aktivitäten hat, oder ganz herunterbrechen: “Darf Nick überhaupt Grenzen setzen, wie jeder andere Mensch auch?” - Die Antwort die folgt: Ja klar. Schließlich ist er auch nur Mensch.Bei Bossi schleicht sich ein alter Feind wieder in sein Leben… Klausuren! Hat er nicht gerade durch sein bestandenes Studium die Klausurenphasen mit Hausarbeiten und Vorträgen abgeschlossen, so holt er sich eine altbekannte andere Art von Klausuren wieder ins Leben, schriftliche Prüfungen! Da muss er sich eingestehen: “Moment, ich kann das überhaupt nicht.” *Name, Datum, Aufgabe 1* Eigentlich ganz vertraute Worte, aber in Bossis Gehirn? Blackout! Wie kann er es schaffen, auf sein doch so großes Wissen zuzugreifen, um der Situation nicht komplett ausgeliefert zu sein? Woran liegt es eigentlich, dass er überhaupt einen Blackout bekommt? Weil eigentlich weiß er ja: “Lernen kann ich, zwar nicht oft gut für mich, aber es geht.”Zum Glück gibt es so etwas wie Nachteilsausgleiche :) “Warte was?” - Keine Sorge, Bossi erklärt uns das gleich ein wenig und Nick wird hörbar ein wenig garstig, wenn er hört, dass es wohl doch nicht ganz so einfach ist, wie es den Anschein hat.All das und vielleicht ein bisschen mehr, in der heutigen Folge.Viel Spaß 🙂
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#20,5 - Nachschlag - Ablenkung mit Sucht
Kann es sein, dass wir uns bei der Aufnahme, passend zum Thema, haben ablenken lassen und etwas ganz Wichtiges vergessen haben …? Ja zur Ablenkung und Ja zum Vergessen. Den Teil mit der Sucht haben wir in der letzten Folge scheinbar ganz aus den Augen verloren. Da wir euch nicht vorenthalten wollen, wie wir Substanzen als Ablenkung benutzt haben und in welchen Situationen wir besonders häufig davon Gebrauch gemacht haben, gibt es einen kleinen Nachschlag zu unserer letzten Hauptfolge. Wir wünschen einen guten Appetit 🙂
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#20 - mit Ablenkungen klarkommen
Lenken wir uns eher aus Langeweile oder aus Überforderung ab?Nick lenkt sich vor allem mit Doom Scrolling ab und hofft paradoxerweise dadurch wieder Energie und Motivation zu bekommen.Bossi scheint ganz schnell ins produktive Prokrastinieren zu verfallen, „immerhin hat er dann wenigstens was gemacht“. Sein berühmter Keller tritt dann auch des Öfteren mal auf die Leinwand des Geschehens.Im Verlauf der Folge fragen wir uns, ob wir überhaupt noch Langeweile spüren oder aushalten können und glauben, dass eventuell das, was wir als Langeweile kennen, nur ein Überbleibsel von dem, was es eigentlich sein sollte, ist.Normalerweise sollte Langeweile beispielsweise dafür sorgen, dass die Kreativität steigt, aber bei uns? Fehlanzeige.Social Media und einarmiger Bandit? Die Parallele wird uns gegen Ende dann auch nochmal bewusst.
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Zwischen Themen - Unsere Stressindikatoren
Bossi hat es geschafft, seine Lebensbereiche für sich besser abzugrenzen und merkt, dass es nun viel einfacher ist, Grenzen auch überhaupt in diesem Kontext zu definieren. Als würde es schon fast von selbst laufen, seit er es angestoßen hat.Nick ist sozial komplett überladen, zusammen mit der Umschulung und seiner Wohnungssuche und dem Stress, der sich daraus ergibt, musste er die Reißleine ziehen und sich Zeit für sich nehmen.Im Zuge dessen gehen wir ein wenig auf unsere Stressindikatoren ein.Wann merke ich eigentlich, dass ich gestresst bin? Wie denke ich, wie handle ich und wie spreche ich? Können wir anhand dieser Indikatoren festmachen, wann wir zu gestresst sind?
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#19 - mit Identität klarkommen
Es ist endlich (?) soweit. Die Folge, die wir gefühlt bei jeder Aufnahme angeteasert haben, ist im Kasten und das Ergebnis … ist ähnlich wie unsere eigene Identität … fluide und nicht in Stein gemeißelt. Was macht eigentlich unsere Identität aus? Wer sind wir eigentlich? Sind wir in jeder Situation immer dieselbe Person, haben dieselbe Identität? Wie wurden wir überhaupt zu dem, wer wir sind und inwieweit werden wir von anderen, aber vielleicht auch uns selbst in Schubladen gesteckt, in die wir nicht (mehr) reinpassen?Auch unsere Sucht-Vergangenheit und Abstinenz-Gegenwart spielt im Hinblick auf unsere Identität eine wichtige Rolle. Flucht, Selbstfindung, Gruppenzugehörigkeit oder um etwas zu kompensieren. Genau zu wissen, was man braucht und vor allem wie viel, kann, so seltsam es sich auch anhören mag, selbst stabilisierend sein. Vor allem dann, wenn man nicht weiß, wer man eigentlich ist. Diese vermeintliche Klarheit kann massiv dazu beitragen, dass Abstinenz scheitert, da eben diese Klarheit fehlt.Irgendwie scheint sich unsere Identität wie Schrödingers Katze zu verhalten. Erst durch ein Außen, das uns betrachtet, definiert oder in eine Schublade steckt, wird sie sichtbar, doch solange niemand hinsieht, bleibt sie unbestimmt … zumindest für einen selbst.
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Zwischen Themen - Erstmal warmlaufen
Das neue Jahr hat begonnen – aber nicht unbedingt so, wie wir es uns vorgestellt haben. Krank ins neue Jahr starten? Check. Wohnung unbewohnbar? Check. Trotzdem durchhalten, irgendwie weitermachen und eine Folge aufnehmen? Auch Check. Audioqualität wie gewohnt schwankend? Doppelcheck!Auch wenn der Start in das neue Jahr nicht unter dem besten Stern zu stehen scheint, gibt es doch einiges zu feiern.Bossi schafft es, trotz der fiesen Erkältung, an seinen Zielen zu arbeiten und Grenzen zu setzen. In manchen Bereichen wird er auch von seinem neuen Alter-Ego Zukunfts-Bossi dabei unterstützt.Auch wenn Nick jeden Grund zum Rauchen hätte, da neben dem Wahnsinn der Bürokratie auch seine unbewohnbare Wohnung ihm zu schaffen machen, stellt er in einem Random Moment fest, dass er schon 4 Monate rauchfrei lebt. Und auch wenn es für Nick gerade von allen Seiten zu viel los ist, ist er dennoch in einem guten sozialen Netz, das ihn auffängt.Wie seid ihr so ins neue Jahr gestartet?
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#18 - mit neuen Zielen klarkommen
Ein neues Jahr ist angebrochen, und da bietet es sich doch an, wie immer über unsere Ziele für das neue Jahr oder auch für die Zukunft zu reden.Auch wenn es uns in den Fingern gejuckt hat, den Grinch zu machen und laut zu verlautbaren: “Es ist immer Zeit für Ziele!” oder “Ich brauche keinen Tag für das Setzen von Zielen!” stellen wir doch sehr schnell im Gespräch fest, dass es auch schön sein kann, gemeinsam zu einem bestimmten Zeitpunkt mit anderen Menschen an Zielen zu arbeiten.Bei Bossi ist es das Schleudertrauma, das er angehen möchte. Zu viele Jobs, zu viele Ehrenämter, alles miteinander verzahnt und nebenbei noch ein Hauptstudium und ein Privatleben. Es wird Zeit, das Knäuel zu entwirren und wieder den Spaß in die einzelnen Bereiche zu bringen.Hier heißt es auch klare Grenzen zu setzen.Nick nimmt sich für dieses Jahr vor, seine Entscheidungen bewusster zu treffen und bestimmte Lebensbereiche zu beruhigen. Mit Beginn der Umschulung fällt ihm auf, dass Lebensbereiche mehr für sich selbst stehen müssen und für sich abgegrenzt werden müssen, damit der Fokus und das Ziel erreicht werden.Könnt ihr leicht Grenzen setzen?
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EXKURS - Stresstreiber
Was treibt uns eigentlich an? Vieles, … aber so manches treibt uns nicht nur an, sondern sorgt auch für jede Menge Stress. Dazu zählen sogenannte inneren Stressantreiber. Bossi und Nick haben einen kleinen Test gemacht, um herauszufinden, was ihre inneren Stressantreiber sind und kamen zu einem Ergebnis, das für beide nicht allzu überraschend war. Während Nick versucht, es allen recht zu machen und dabei eine wichtige Person, nämlich sich selbst, dabei vollkommen außer Acht lässt, ist es bei Bossi der Perfektionismus, der ihm oft im Wege steht und ihn daran hindert, Arbeiten zu beenden oder geschweige denn anzufangen. Geprägt durch die Erziehung und Sozialisation haben sich bei den Beiden gewisse Muster entwickelt, die dazu führen, dass die beiden in bestimmten Situationen schnell in Stress kommen und sich selbst unnötig unter Druck setzen. Jedoch haben die inneren Antreiber nicht nur negative Seiten. Sie sorgen auch für vieles Positives.Was es genau ist, wie die beiden diese Antreiber entwickelt haben und in welchen Situationen sie diese gerne zügeln wollen, erfahrt ihr in der aktuellen Folge. Wenn Ihr mehr über innere Antreiber erfahren wollt, schaut auf unserem Insta vorbei (@klarkommen_podcast). Dort haben wir ein paar kleine Info-Posts erstellt 🙂
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#17 - mit Erfolgen klarkommen
Wir wissen nicht, wie es euch so geht, aber wir haben große Probleme damit, unsere Erfolge zu sehen. Irgendwie brauchen wir dazu andere Menschen, die uns erst darauf hinweisen müssen. Aus diesem Grund wollen wir, auch, als eine kleine Challenge für das neue Jahr, unsere Comfort-Zone verlassen und uns Mal für die eigenen Erfolge loben. Was haben wir beide so in diesem Jahr geschafft? Worauf können wir stolz sein? Worauf mussten wir erst hingewiesen werden, um es zu sehen und wie kommt es, dass wir erst bei einem Podcastgespräch merken, was wir alles in diesem Jahr so geschafft haben, so dass uns regelrecht die Zeit davongelaufen ist, alle Erfolge, mögen diese auch so klein sein, aufzuzählen. Typisch für Neujahrsvorsätze haben wir auch ein Motto für diese Folge: Lasst uns gemeinsam lernen, unsere Erfolge zu feiern – auch die kleinen, die wir oft übersehen. Und falls ihr wissen wollt, bei welchem Literaturgenre Bossi sich nicht die Nippel reibt, lohnt es sich dranzubleiben. Es wird euch überraschen und vielleicht auch etwas enttäuschen.
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#16 - mit Veränderungen klarkommen
Hach Veränderungen, passend zum Jahreswechsel, gehen wir der Frage auf den Grund, wie wir mit Veränderungen klarkommen.Kann es vielleicht sein, dass wir viel mehr in die Veränderung kommen, wenn die Motivation oder Inspiration von außen kommt oder schaffen wir es, den Veränderungswunsch aus uns heraus auch in die Tat umzusetzen?Bossi merkt, dass die Veränderungen dieses Jahr bei ihm eher subtiler Natur waren und manche Dinge einfach Zeit brauchen.Nick hingegen, möchte die Veränderungen viel mehr als Erfolge sehen und schneidet sie deshalb nur ein wenig an.Inwieweit unser ehemaliger Konsum dazu beigetragen hat, dass jegliche Entwicklung und Veränderung verschluckt worden ist, ist auch eine Frage, der wir in dieser Folge nachgehen. Hängen wir noch an unserem alten Ich und machen uns dafür fertig, dass wir uns der ein oder anderen Veränderung beraubt haben oder hat die Sucht bzw. die Abstinenz dazu geführt, dass wir manches klarer sehen und erst jetzt in der Lage sind, Veränderungen anzustoßen?Was nicht bestritten werden kann, ist, dass diese Folge viele Türen zu Räumen aufgemacht hat, die in naher Zukunft noch weiter betrachtet werden wollen.
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Exkurs - Geschenke an uns selbst
Was schenken die beiden sich zu Weihnachten bloß?Nen Einkauf auf Amazon, riesig und groß?Der erste Impuls wäre ein klares: “Ja!”Mehr Zeug, mehr Kram, wie wunderbar!Doch in diesem Jahr ist es nicht der Fall,sie schenken sich was, … ganz “banal”.Nick schenkt sich Ruhe und Zeit für sich,Im Vordergrund steht dabei das eigene Ich.Bossi, gestresst von den vielen Jobs,schenkt sich Ballance, Grenzen und Stops.In diesem Sinne zeigen wir dem Kapital,den Mittelfinger, ganz radikal!Doch auch von euch wollen wir wissen,welches Geschenk an euch selbst, wollt ihr nicht missen?Tobt euch aus in den Kommentaren,so dass wir davon erfahren._______________________________________________Für das In- und Outro wurde "Canon and Variation von Twin Musicom" verwendet.Canon and Variation von Twin Musicom unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/Künstler: http://www.twinmusicom.org/
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Zwischen Themen - Alte Muster und neue Deals
In der aktuellen Zwischen-Folge greifen wir eine Rubrik auf, die wir schon etwas länger vernachlässigt haben, auch wenn es zwischen den Zeilen der einzelnen Folgen rausgehört werden konnte. Wie kommen wir eigentlich derzeit klar? Bossi, ganz in seinem Element, hat sich Mal wieder die Tage vollgestopft und neben seinen Jobs und Hobbys ein ganzes Studium reindrückt. “Das Institut ist ja gleich um die Ecke …” Nick lernt derzeit einen Zustand kennen, den man vielleicht auch als Erwachsenwerden oder einen Alltag haben, bezeichnen könnte. Neben dem neuen Studiengang von Bossi, in dem sich alte Fehler zu wiederholen scheinen und der für korrigierende Erfahrungen genutzt werden will, sprechen die beiden auch über den “Feiertag” des Kapitalismus schlechthin. Den Black-Friday. Was dieser Tag mit den beiden macht und welchen Glaubenssätzen und Handlungsmustern die beiden in die Augen blicken müssen, erfahrt ihr in der aktuellen Folge.
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#15 - mit Geduld klarkommen
Warum fällt es uns so schwer, geduldig zu sein, und wie gehen wir damit um, wenn Dinge außer unserer Kontrolle liegen? Nick reflektiert, warum er versucht, Geduld mit anderen zu erzwingen, obwohl er oft dabei selbst wütend wird, während Bossi beschreibt, wie er nach dem Absenden einer Hausarbeit ständig seinen Mail-Posteingang refresht. Wir diskutieren, warum Geduld besonders schwierig ist, wenn andere von unseren Entscheidungen betroffen sind oder wir in einer Kette auf jemanden angewiesen sind. Bossi teilt, wie ihm die Arbeit als Gruppenleiter in der Suchtselbsthilfe geholfen hat, geduldiger zu werden, während Nick offen über seine Wuttränen und seinen Frust spricht. Wie schaffen wir es, trotz all dieser Herausforderungen, an unserer Geduld zu arbeiten und dabei nicht völlig auszurasten? Gibt es vielleicht sogar Wege, Geduld zu trainieren, ohne den Verstand zu verlieren? Haben wir durch unseren Konsum verlernt geduldig zu sein? Was hat unsere Sucht damit zu tun und konnten wir es wieder verändern bzw. waren wir geduldig mit uns selbst, dass eine Veränderung überhaupt hätte stattfinden können? Welche Erkenntnisse nehmen wir mit, wenn es um unseren Umgang mit Geduld geht? Was könnten wir noch optimieren oder lernen? Teilt gerne mit, wie ihr mit Geduld umgeht und ob es bei euch noch Luft nach oben gibt.
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Zwischen Themen - irgendwie hat alles mit Sicherheit zu tun
In der heutigen Folge sprechen wir über Albträume, die Bossi immer mal wieder hat. Von Autounfällen, Rückfällen, bis hin zu Zahnverlust. All diese Träume zeigen nur allzu deutlich, wie groß Bossis Wunsch nach Kontrolle und damit verbunden das Sicherheitsbedürfnis ist. Wie sehr das Bedürfnis nach Sicherheit an Kontrollverlust, Angst gekoppelt ist und welcher Albtraum bei ihm gerade wahr geworden ist, erfahrt ihr heute. Zeichnen, Animieren, 3D Modellage, klaro: “Alter Nick, neues Projekt” - eigentlich als lustige Anekdote gedacht, aber durch Bossis Geschichte merkt auch Nick, wie sehr seine Geschichte mit dem Thema Sicherheit verknüpft ist. Wie er sich das ganze selbst beibringt, bzw. warum das nicht ganz so gut klappt, hört ihr hier.
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#14,5 - Nachschlag
Boah, jetzt geht das ganze wieder von vorne los, jetzt wird weiter gemeckert… NEIN!In der heutigen Folge, wie es der Titel bereits verspricht, geht es um den Nachschlag der Jammern und Meckern Folge. Bossi ist noch eine entscheidende Frage eingefallen, hat sich Nick (vielleicht auch er selbst) in den vergangenen Jahren verändert, wenn es ums Jammern geht? Vor allem im Hinblick auf die Selbsthilfe? Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, ob unsere Gruppe eine “Jammergruppe” ist?Und um unsere regelmäßigen Zeitreisen nicht ganz außer Acht zu lassen, werfen wir uns in die Vergangenheit und fragen uns, wie es sich mit dem Jammern verhielt, als wir noch Konsumenten waren und warum es vielleicht auch schlimmer war. Was Männlichkeit damit zu tun haben könnte, wird auch noch kurz thematisiert, was denkst du darüber?
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#14 - mit Jammern und Meckern klarkommen
“Boah ej, alles scheiße! Das Universum hat es doch auf uns abgesehen und die Politiker … die sind doch an allem schuld.” - Bla bla… Heute geht es um das, was wir oft ziemlich gut können, nämlich Jammern und Meckern. Was steckt eigentlich hinter unserem Hang zum Meckern und Jammern? Meckern und Jammern wir, um Dampf abzulassen, oder hat das Meckern und Jammern vielleicht eine tiefere, versteckte Funktion, die auf der Oberfläche nicht gleich zu sehen ist? KLEINER SPOILER: AUF ALLE FÄLLE! Deshalb wollen wir in der aktuellen Folge den verschiedenen Funktionen des Jammerns und Meckerns nachgehen und vielleicht auch die ein oder andere neue Funktion während unseres Gesprächs erkennen.
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Micro Fail(s)
Man nehme einen angeschlagenen Bossi, einen technisch eher… sagen wir, “ambitionierten” Nick und einen eigenwilligen Laptop. Was dabei herauskommen kann, muss doch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt sein. Oder die perfekte Mischung für eine Folge, wie ihr sie von uns nicht kennt. Klar, wir hätten uns auch einfach in die Ecke setzen und lauthals jammern und uns aufregen können. Darin sind wir Meister. Aber nein! Stattdessen haben wir versucht, - Stichwort: Selbstwirksamkeit- das Ruder rumzureißen, aus der Not eine Tugend machen und euch zumindest eine kompakte Mini-Folge zu basteln. Kompakt in der Zeit, der Inhalt ein bisschen anders, aber randvoll mit Spaß und Wahnsinn. 😅 Für alle die auf ASMR stehen, Kau- und Schluckgeräusche gibt es in dieser Folge zuhauf. Nach dieser Chaos-Folge geht’s – wenn uns das Leben keinen weiteren Streich spielt – wieder regulär weiter. Und da wären wir direkt neugierig: “Bei welchen Alltagsfails würdet ihr euch am liebsten ständig aufregen und beschweren?” - In der nächsten Folge geht es nämlich um “Jammern und Meckern”.
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Exkurs - im Mittelpunkt
Heute gibt es eine Episode außerhalb unseres gewohnten Uploadplans – und genauso ungeplant lassen wir unsere Gedanken abschweifen. Ausgehend von der Frage „Stehst du gern im Mittelpunkt?“ kommen wir, warum auch immer, auf die Tradition, Alkohol als Geschenk zu überreichen und auf die Rolle von Alkohol beim Dating bzw. dem Präsentieren von Alkohol auf Datingplattformen. Was eigentlich als eine Testaufnahme gedacht war, um ein neues Setup auszuprobieren, hat sich zu einem spaßigen Gedankenspaziergang entwickelt, der uns vielleicht neben die Spur gebracht hat, aber das Ziel nicht aus den Augen verlieren ließ.
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Zwischen Themen - nur negative Gedanken stimmen
Was ist das Beste, was man tun kann, wenn man krank ist. Zuhause bleiben? Sich auskurieren …? Nein, natürlich nicht. Das Beste, was man da machen kann, ist weiter zur Arbeit gehen und Sport machen. Verträgt sich besonders gut mit der dritten Ladung Antibiotikern. Ob es zu einer vierten Runde von Antibiotikern gekommen ist und welche Glaubenssätze dahinter stecken, erfahrt ihr in den aktuellen Zwischenthemen. Negative Glaubenssätze haben auch Bossi in den letzten Wochen … wohl eher Monaten fortwährend begleitet. Er durfte vor kurzem vor knapp 200 Leuten einen Vortrag halten und war der Situation entsprechend angespannt und nervös. Jedoch schafft Bossis Gehirn es Mal wieder aufs Neue ihn komplett runterzumachen und alles abzuwerten, was mit dem Vortrag zutun hat. Ein Realitätscheck soll Abhilfe verschaffen, aber kann er den Aussagen der anderen glauben? Schließlich sind das ja alles Menschen, die nur nett sein wollen.
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#13 - mit Erschöpfung klarkommen
In der heutigen Folge geht es passend zu unserem aktuellen Zustand um Erschöpfung. Wie gehen wir mit Erschöpfung um? Spüren wir Erschöpfung eher körperlich oder eher emotional? Dabei wollen wir wissen, woran es auch zur Zeit liegen kann, warum wir so erschöpft sind. Zwischen Bore Out und fehlender antreibender Ziele, nach einer enorm stressigen Lebensphase, bewegen wir uns gedanklich nicht nur in der Gegenwart, sondern machen auch eine kleine Reise in die Vergangenheit und versuchen zu verstehen, wie es sich damals zu Konsumzeiten mit unserer Erschöpfung verhalten hat.Hatten wir überhaupt Zustände der Erschöpfung oder wurden diese mittels Substanzen weggedrückt, aufgelöst und ausgeblendet? Haben wir uns durch den Substanzge- bzw. -missbrauch vielleicht die Möglichkeit genommen, zu lernen, mit dem Zustand der Erschöpfung klarzukommen? Auch fragen wir uns, was das passende Pendant zu Erschöpft ist, nicht dieses erledigt sein, sondern viel mehr das sich gut anfühlende geschafft sein, schreibt es gerne in die Kommentare, wenn ihr einen passenden Begriff habt.
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Zwischen Themen - Die Mischung machts
In den aktuellen Zwischen Themen führt Bossi etwas weiter aus, wie es für ihn war, alleine auf Tour zu sein. Vor allem im Hinblick darauf, dass er nur gemeinsame Touren gewohnt ist. Was gab es an Positivem und Negativem und wird er in naher Zukunft weitere Touren alleine unternehmen? Nick konnte zwar das Spiel erfolgreich löschen, jedoch ist er wieder in die nächste Falle getappt, die nicht weniger zeitfressend ist. Nämlich das Online-Dating. Dabei wird auch kurz angeschnitten, wie toxisch das Daten in der Schwulenszene sein kann und wieso es ihn immer wieder zu den Apps zieht. Was konnten die beiden eigentlich aus dieser Folge lernen? Bleibt dran, wenn ihr es erfahren wollt :-)
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#12 - mit Zeit klarkommen
Wie die Zeit verfliegt… Kaum zu glauben. 12 reguläre Folgen sind im Kasten und damit kommt die erste Staffel des Podcasts zu einem Ende. Was wäre an dieser Stelle passender, als darüber zu sprechen, wie wir mit Zeit klarkommen? Würden wir die Zeit eher als Freund oder als Feind bezeichnen? Was ist Zeit überhaupt? Einerseits ist sie messbar und folgt einer klaren Logik. Andererseits erscheint sie aus subjektiver Sicht oft vollkommen unberechenbar – mal fühlt sie sich an wie ein zäher Matschhaufen, durch den man sich mühsam hindurch kämpft, mal wie eine Lawine, die droht, einen zu überwältigen. Dann wiederum kann sie an einem wie ein Hochgeschwindigkeitszug vorbeiziehen, bevor man überhaupt die Chance hatte, wirklich einzusteigen. Auch der Substanzkonsum ist eng an das Phänomen Zeit gekoppelt. Eine Suchterkrankung kann dazu beitragen, dass Zeit zum größten Feind werden kann, gleichzeitig können Rauscherlebnisse dafür sorgen, dass bestimmte Zeitabschnitte auf immer und ewig im Gedächtnis bleiben. Da jede Zeit ein Ende nimmt, sprechen wir zum Abschluss darüber, wie es mit dem Podcast weitergehen wird… und welche Veränderungen bevorstehen …
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Zwischen Themen - Realität bestimmt die Methode
Wow! Was in den letzten Wochen so passiert ist! Da kommt es gerade recht, dass ein neues, ungebundenes und lockeres Format nun das Licht der Welt erblicken darf. Vielleicht zu locker und ungebunden?Zumindest geht es Nick zu Beginn der Folge so, dass die ungebundene Energie im Verlauf der Folge gedrosselt werden muss. Ein Glück für die Ohren aller :-D Doch worum geht es heute überhaupt? Da in den regulären Folgen kaum Platz ist, um alles loszuwerden, kommt das neue Format doch gerade recht, um ein paar Themen zwischenzuschieben.Sowohl bei Bossi als auch bei Nick standen einige Veränderungen an, welche den Alltag der beiden auf die ein oder andere Weise über den Haufen geworfen haben. Wie die beiden mit den neuen Herausforderungen umgehen und wo noch Potential ist, etwas Neues auszuprobieren und dazuzulernen, erfahrt ihr in der Folge. Gab es bei euch in letzter Zeit Veränderungen, die euren Alltag durcheinander gebracht haben? Schreibts unten in die Kommentare.
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ABOUT THIS SHOW
In diesem Podcast berichten wir - Bossi und Nick - über unsere persönlichen Erfahrungen mit unserer Sucht und unseren Begleiterkrankungen.Dieser Podcast entstand mithilfe der Projektförderung der AOK aus der Gruppe „Clean? Klar?! Kommen! – Selbsthilfe Wiesloch“.Falls Ihr aus dem Raum Wiesloch und Umgebung kommt, an einer Suchterkrankung leidet und unter 40 seid, wollen wir euch herzlich in unsere Gruppe einladen.Erreichen könnt ihr die Gruppe per E-Mail: [email protected] findet ihr hier:Telefonseelsorge 08000 110111 Sucht und Drogen Hotline 01806 313031
HOSTED BY
Bossi und Nick
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