PODCAST · business
Wirtschaftliche Freiheit
by Norbert Berthold, Jörn Quitzau
Der Ökonomen-Podcast für wirtschaftspolitische Themen. Zielgruppe: Interessierte Nicht-Ökonomen und professionelle Volkswirte.
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#105: Hitzewelle und Klimapolitik - Anpassung an den Klimawandel
Was folgt aus der Hitzewelle und den klimawandelbedingten Kosten? Manche fordern, der Klimaschutz solle verschärft und die Treibhausgasneutralität früher angestrebt werden. Doch dies bringt hohe volkswirtschaftliche Kosten mit sich, die an anderer Stelle, nämlich für die Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel, fehlen. Letztlich geht es um das richtige Verhältnis von Vorbeugung und Anpassung, sagt Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
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#104: Hitzewelle und Klimaschutzziele - Kühlen Kopf bewahren
Am Ende des Hitzesommers stellt sich die Frage: Ist Nicht-Handeln beim Klimaschutz teurer als der Preis, den wir für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen bezahlen müssen? Wie ist vor diesem Hintergrund das deutsche Ziel zur Treibhausgasneutralität 2045 zu bewerten? Was wären die ökonomischen und ökologischen Effekte, wenn das Ziel auf 20250 verschoben wird? Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Prof. Dr. Manuel Frondel, Leiter des Kompetenzbereiches "Umwelt und Ressourcen" am RWI und außerplanmäßiger Professor für Energieökonomik und angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Link zum im Podcast erwähnten Diskussionspapier: https://www.rwi-essen.de/fileadmin/user_upload/RWI/Publikationen/RWI_Materialien/rwi-materialien_172.pdf
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#103: China-Schock 2.0 und Deindustrialisierung
Die deutsche Industrie leidet. Auto, Maschinen, Chemie sind in Not. In den letzten 5 Jahren hat das Verarbeitende Gewerbe mehr als 520.000 Arbeitsplätze abgebaut. 10.000 industrielle Arbeitsplätze gehen pro Monat verloren. Die Ursachen sind vielfältig. Ein Grund ist der China-Schock 2.0. Er trifft Deutschland hart. Sein Export-Mix überschneidet sich stark mit einem China, das bei mittel- und hoch-technologischen industriellen Massenprodukten wettbewerbsfähig geworden ist. Die deutsche Industrie, das produktive Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist im Niedergang. Die Chinesen sind inzwischen oft besser und billiger. Und sie sind sehr innovativ entlang der (vertikal integrierten) Wertschöpfungskette. Was sind die Gründe für diese Erfolgsgeschichte? Der Hinweis auf Subventionen ist nicht falsch, er greift aber zu kurz. Damit stellt sich die spannende Frage: Wie sollten Deutschland und vor allem die EU auf die chinesische Herausforderung reagieren? Laufen lassen, handelspolitisch restriktiv reagieren, strategische Abhängigkeiten verringern, weltweit mit mehr Freihändlern kooperieren oder einfach nur die nationalen Hausaufgaben machen? Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig.
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#102: Vorschläge der Alterssicherungskommission - Befreiungsschlag, mutiger Entwurf oder Nullnummer?
Die Alterssicherungskommission hat geliefert. 33 Vorschläge sollen die Gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig sanieren. Besteht begründete Hoffnung, dass ein glaubwürdiger Reformprozess in Gang kommt? Schwerpunkte der Vorschläge sind: Länger arbeiten, neue Beitragszahler erschließen, Kapitaldeckung stärken, Nettoersatzquote sichern, Transparenz erhöhen. Die Meinungen über das Rentenpaket der Kommission gehen auseinander. Unterstützer meinen: Die (grobe) Richtung stimmt, der Gesamtentwurf ist mutig, die Reform ist nachhaltig. Kritiker bemängeln: Die Vorschläge greifen (oft) zu kurz, sind inter-generativ „ungerecht“ und kommen (meist) zu spät. Der Bundeskanzler hat angekündigt, die Bundesregierung wolle die Vorschläge 1:1 übernehmen. „Rosinenpicken“ soll ausgeschlossen werden. Die Erfahrung lehrt: Bei der konkreten Ausgestaltung der Gesetze kann viel passieren. Schauen wir mal! Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU) Teilnehmer: Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Bernd Raffelhüschen ist Professor (em.) für Finanzwissenschaft, war Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019).
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#101: US-Zentralbank - Eine neue geldpolitische Ära
Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, hat einen bemerkenswerten Start hingelegt. In seiner ersten Pressekonferenz betonte er nicht nur, dass die US-Zentralbank unter seiner Führung Preisstabilität liefern wird, er kündigte auch Reformen für fünf Themenfelder an. Die Reformvorschläge sollen in den nächsten Monaten von fünf Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Beginnt damit eine neue geldpolitische Ära? Verteidigt Kevin Warsh die Zentralbankautonomie gegen die politische Einmischung von Donald Trump? Prof. Dr. Michael Heise (HQ Trust) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
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#100: Hat die Marktwirtschaft eine Zukunft? Und wenn ja, wie viele?
Das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft steht unter Druck. Der Glaube an die Gestaltungsfähigkeit des Staates erlebt ein Comeback. Die deutsche Staatsquote von über 50% ist ein klares Zeichen. Wohin führt der Weg? Gibt es Beispiele für marktwirtschaftliche Kehrtwenden? Welches Modell könnte sich durchsetzen? In der Jubiläumsfolge diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg; Stiftung Marktwirtschaft), Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) u.a. über die Rolle der Demographie, der Digitalisierung/Künstlichen Intelligenz und des Parteiensystems.
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#99: Haushaltsloch trifft Subventionsboom - Haushaltsdefizite, Subventionsabbau, Widerstände
Der Bundeshaushalt ähnelt einem Schweizer Käse. Die prognostizierten finanziellen Löcher werden von Jahr zu Jahr größer. Ab 2028 sollen sich die Defizite von fast 30 Mrd. Euro auf über 60 Mrd. im Jahr 2030 erhöhen. Trotz der Zweckentfremdung von Mitteln aus dem Sondervermögen und der Bereichsausnahme Verteidigung werden die Finanzlöcher im regulären Haushalt immer größer. Gleichzeitig leisten wir uns ein System ergiebiger Subventionen. Sie belaufen sich, je nach Schätzung, auf 150 – 320 Mrd. Euro pro Jahr. Viele Subventionen stehen in der Kritik. Oft sind sie ineffizient, klimaschädlich und sozial ungerecht. Ein Abbau würde drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Fehlanreize würden beseitigt, Haushaltslücken würden kleiner, mehr Mittel für Investitionen wären verfügbar. An Subventionen herrscht kein Mangel. Nur wenig Branchen sind nicht subventionsinfiziert, einige mehr, andere weniger. Die Schwerpunkte haben sich verändert. In neuerer Zeit dominiert der Klimabezug. Nicht alle Subventionen sind Teufelszeug (Olaf Sievert). Es braucht deshalb Regeln, welche von ihnen Bestand haben und welche zurückgeführt werden sollen. Einfach ist das nicht. Noch schwieriger ist allerdings, wie der Widerstand gegen den Abbau von Subventionen verringert werden kann. Die Machtverteilung von Gewinnern und Verlierern ist asymmetrisch. Einige Branchen leisten besonderen Widerstand. Das mussten Roland Koch und Peer Steinbrück schon vor 20 Jahren leidvoll erfahren. Wie lassen sich die Widerstände überwinden? Guter Rat ist teuer. Teilnehmer: Oliver Holtemöller ist stellvertretender Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am IWH. Seit Jahren ist er einer der Hauptakteure bei der Erstellung der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos AG) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#98: Reformpolitik - Was kann Deutschland von Argentinien lernen?
Javier Milei ist seit Dezember 2023 Präsident Argentiniens. Milei hatte im Wahlkampf radikale Reformen angekündigt, um Argentinien wieder auf Kurs zu bringen. Die Kettensäge hatte er zum Symbol seiner Reformagenda gemacht. In den zweieinhalb Jahren seit Amtsantritt hat sich die makroökonomische Lage Argentiniens deutlich verbessert. Was kann Deutschland von Argentinien lernen, um die Reformgeschwindigkeit in Deutschland zu erhöhen und die Weichen für mehr Wachstum zu stellen? Darüber spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Leiter Südamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Buenos Aires.
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#97: Die geplante Gesundheitsreform - Großer Wurf oder Klein-Klein?
Der Gesundheitssektor ist ein Wachstumsmarkt, er ist gesund. Die Gesetzliche Krankenversicherung produziert seit langem fiskalische Defizite, sie ist krank. Lange hat die Politik die Augen verschlossen, lange hat sie die Probleme mit Geld zugeschüttet. Nun hat sich die Bundesregierung entschlossen, das Gesundheitswesen zu reformieren. Die „Finanzkommission Gesundheit“ hat mit 66 Vorschlägen den Weg bereitet. Das Gesundheitsministerium hat einen Referentenentwurf vorgelegt. Darin wird kleinteilig vorgeschlagen, wie es die Finanzierungsprobleme in den Griff bekommen will. Leitgedanke ist eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Das Ministerium stellt fest, was schon lange unstrittig ist, wir haben kein Einnahmeproblem, wir haben ein Ausgabenproblem. Der Schwerpunkt der Vorschläge liegt deshalb auf der Ausgabenseite. Ob dies nach dem Beschluss des Bundestages dann auch noch so ist, wird sich zeigen. Was vielfach übersehen wird: Noch geht es aber gar nicht um echte Strukturreformen. Die soll in einem 2. Schritt erst noch kommen, wenn sich die „Finanzkommission Gesundheit“ bis zum Ende des Jahres noch einmal geäußert hat. Teilnehmer: Christian Hagist ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar und Akademischer Direktor des „Center für Intergenerative Finanzwissenschaft (CIF)“. Er ist Experte für die langfristige Finanzierbarkeit der Sozialsysteme. Seine Karriere ist eng mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem „Forschungszentrum Generationenverträge“ (FZG) von Bernd Raffelhüschen verbunden, das mit ihm an die WHU umgezogen ist. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und zusammen mit Jörn Quitzau (Bergos) auch Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#96: Energiepreisschock dämpft Aufschwungshoffnung - Ergebnisse der neuen Gemeinschaftsdiagnose
Die deutsche Wirtschaft sollte dank der gelockerten Finanzpolitik endlich wieder wachsen. Doch nun droht der Energiepreisschock den Aufschwung wieder auszubremsen. Was sind die Folgen des Iran-Krieges für die Konjunktur und für die Preisstabilität? Und wie sieht es langfristig für die deutsche Volkswirtschaft aus? Über diese Fragen spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit dem Konjunkturforscher Prof. Dr. Holtemöller (IWH Halle, Universität Halle-Wittenberg), der maßgeblich an der Frühjahrs-Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute mitgewirkt hat.
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#95: Die "Klima-Urteile" - Warum sie nicht zu Ende gedacht sind
Das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht haben vielbeachtete Urteile zum Klimaschutz getroffen. Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) hat dem Umweltökonomen Prof. Dr. Joachim Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) drei Fragen gestellt: Was haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht entschieden? (ab Minute 01:30) Lassen sich die Urteile umsetzen? (13:03) Was sind die Alternativen? (18:20)
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#94: Wettrennen der Supermächte - Überholt China die USA oder hört es auf zu wachsen?
China ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Es hat im letzten halben Jahrhundert einen fulminanten wirtschaftlichen Aufholprozess hingelegt. Das Wachstum des Westens hinkte weit hinterher. China entwickelte sich von der billigen Werkbank und einem riesigen Absatzmarkt zum ernsthaften Rivalen. Der chinesische Weg der „Planwirtschaft mit wettbewerblichen Elementen“ war erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in China setzte den reichen Ländern zu. Ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Gütern nahm zu. Heute dominiert China weltweit wichtige Branchen der Industrie. Das verschärft die Probleme des Westens. Der China-Schock verstärkt den Prozess der De-Industrialisierung schmerzhaft. Warum ist China wirtschaftlich so erfolgreich? In Europa, den USA und Japan geht die Angst um, China hole wirtschaftlich nicht nur auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es den Westen überhole. Der könnte technologisch ins Hintertreffen geraten und seine Zukunftsfähigkeit verlieren. Allerdings: Auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Seit über 10 Jahren erlebt es eine strukturelle Abkühlung. Die Wachstumsraten haben sich fast halbiert, liegen aber noch deutlich über denen des Westens. Was sind die Gründe? Stößt die staatliche Lenkung über 5-Jahres-Pläne an Grenzen? Erleidet China das Schicksal kommunistischer Planwirtschaften? Wird China alt, bevor es reich wird? Droht China das Phänomen der „Japanifizierung“ mit hoher Verschuldung und latenter Immobilienkrise? Die Teilnehmer: Markus Taube ist einer der führenden deutschen Experten für die chinesische Wirtschaft, Ostasienwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa. Er lehrt und forscht an der Universität Duisburg-Essen, wo er den Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft, insbesondere China an der Mercator School auf Management (MSM) innehat. Zusätzlich ist er Direktor der IN-EAST School of Advanced Studies (Institut für Ostasienwissenschaften) und Co-Direktor des Konfuzius-Instituts an der Universität. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#93: Der vernachlässigte Kontinent - Afrika auf dem Weg nach Europa?
Europa ist wirtschaftlich in Schwierigkeiten. Die Welthandelsordnung, ein Pfeiler seines Geschäftsmodells, zerbröselt. Daran ist nicht nur Donald Trump Schuld. Und Europa ist auf kritische Mineralien angewiesen. China nutzt die Abhängigkeit. Europa reagiert auf diese Entwicklungen mit Freihandelsabkommen. Ein Kontinent wird aber vernachlässigt: Afrika. Warum spielt der Kontinent, der (geographisch) größer ist als die USA, China und Indien zusammen, kaum eine Rolle in der europäischen Strategie? Was könnte Afrika wirtschaftlich Europa bieten? Wo hapert es in Afrika noch? Warum baut Europa viele Hindernisse gegenüber Afrika auf? Wie könnte Afrika ein wichtiger Freihandelspartner für Europa werden? Ist der neue „African Capitalism“ eine Antwort? Die Teilnehmer: Andreas Freytag ist ein profunder Kenner des afrikanischen Kontinents. Er ist Professor für Wirtschaftspolitik an der FSU Jena und Honorarprofessor an der Universität in Stellenbosch (Südafrika). Er ist auch Direktor von Tutwa Europe, einer Consulting Group, die zwar global ausgereichtet ist, durch die Expertise und Netzwerke von Andreas Freytag aber einen deutlichen Afrika-Bezug hat. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#92: Gerechtigkeit - Was ist das?
Die Welt verändert sich. Ökonomisch ist ein Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ in Gang. De-Industrialisierung, Demographie, Digitalisierung, Dekarbonisierung treiben den Prozess. Altes verschwindet, Neues kommt. Sektorstrukturen verändern sich. Einkommen und Vermögen werden ungleicher verteilt. Institutionen, wie die Systeme der Sozialen Sicherheit, geraten in Schwierigkeiten. Überall gibt es Gewinner und Verlierer. Es sei ungerecht, kritisieren die Verlierer, dass sie die Lasten der Veränderung tragen müssen, während sich andere eine goldene Nase verdienen. Nur, was ist gerecht, was ist ungerecht? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, an der Ergebnis- oder eher der Chancengleichheit? Ist es ungerecht, wenn Einkommen und Vermögen inter-personell (sehr) ungleich verteilt sind? Was ist sinnvoller, um Ungleichheit zu verringern, (noch) mehr staatliche Umverteilung oder eine höhere soziale Mobilität? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, die Lasten des demographischen Wandels inter-generativ gerecht anzulasten? Wie sollte sie die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung reformieren? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU, Würzburg) im Gespräch mit Dr. Rainer Hank (FAS, Frankfurt)
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#91: Geoökonomie - Ein neues Spiel hat begonnen
Das Jahr 2026 hat mit geopolitischen und geoökonomischen Paukenschlägen begonnen. Die USA sind nicht weiter der Anker der Weltwirtschaftsordnung. Der liberale Kapitalismus hat ausgedient. In der neuen Machtpolitik gelten andere Spielregeln. Doch was sind die neuen Spielregeln? Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) im Gespräch mit dem Geoökonomie-Experten und China-Kenner Prof. Dr. Sebastian Heilmann (Universität Trier). Lebenslauf Prof. Heilmann: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/politikwissenschaft/team/regierungslehre-politik-und-wirtschaft-chinas/team/heilmann-sebastian Und hier geht es zum im Gespräch erwähnten Buch "Geoeconomics: How Geopolitical Rivalries Reshape Global Markets": https://www.amazon.de/Geoeconomics-Geopolitical-Rivalries-Reshape-Markets/dp/3982790514
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#90: Erbschaftsbesteuerung: Wie sollte es weitergehen?
Die öffentlichen Kassen sind klamm. Die Staatsschulden steigen. Der Staat braucht neue Einnahmen. Da geraten die Erbschaften in den Blick. Wir haben den Finanzwissenschaftlern Prof. Dr. Dominika Langenmayr (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) und Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Universität Freiburg) unabhängig voneinander fünf Fragen gestellt: 1. Ist eine Erbschaftsteuer sinnvoll? 2. Wo sollte eine Reform ansetzen? 3. Wie sollte man mit den Steuersätzen verfahren? 4. Warum divergieren die Meinungen über die Erbschaftsteuer? 5. Was können wir vom Ausland lernen? Website Prof. Dominika Langenmayr: https://www.ku.de/wfi/vwf/team/prof-dr-dominika-langenmayr Website Prof. Bernd Raffelhüschen: https://www.experten.uni-freiburg.de/pr/experts/bernd-raffelhueschen Moderation: Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG)
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Vermögensungleichheit: Ein non-issue? - Der Podcast zum Blog-Beitrag
Ungleichheiten polarisieren, mal mehr, mal weniger. Gesellschaften sind systemimmanent ungleich. Das gilt für Einkommen und Vermögen. Für viele Menschen ist Ungleichheit aber ungerecht. Aktuell stehen hohe Vermögen im Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem die Erben großer Vermögen erleben einen Shitstorm. Diese Vermögen seien „leistungslos“ und „unverdient“. Kritisiert werden hohe Vermögen auch, weil befürchtet wird, dass sie Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt erodieren. Es gelte immer mehr „one euro, one vote“. Die Kritik an hohen Vermögen hat aber noch einen profaneren Grund. In Zeiten von Haushaltskrisen und Investitionsstaus wird die Suche nach neuen Einkommensquellen intensiviert. Vermögen- und Erbschaftsteuern erscheinen vielen als eine einfach zu erschließende, kräftig sprudelnde Quelle. Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG). Den Blog-Beitrag von Prof. Norbert Berthold finden Sie hier: https://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=42450
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#88: Kritische Rohstoffe, China und der Westen: Sind Seltene Erden das „neue“ Öl?
"Der Mittlere Osten hat Öl, China hat seltene Erden." (Deng Xiaoping, 1992) Die Globalisierung ist in der Defensive. Weltweite kooperative Lösungen werden brüchig. Teile der Welt tendieren zur Autarkie. Wirtschaftliche Macht dominiert. Mächtige Länder nutzen sie gezielt. Jeder denkt nur an sich. Internationale wirtschaftliche Abhängigkeiten können für (kleinere) Länder zur Falle werden. Der Handelskonflikt, den Donald Trump angezettelt hat, zeigt, das gegenseitige Vertrauen in die Verlässlichkeit schwindet. Handelskriege legen aber auch die starke Abhängigkeit des Westens von China offen. Chinesische Exportkontrollen für Seltene Erden sind nur die Spitze des Eisberges. Für den Westen ist es ein dèja vu. In den 70er Jahren schränkten Ölförderländer die weltweite Ölförderung ein. Wie heute die Welt von seltenen Erden abhängig ist, hing sie damals am Tropf des Öls. Ökonomisch bekamen die Ölkrisen der 70er Jahre dem Westen nicht. Das Ergebnis war eine Stagflation. Wiederholt sich die Geschichte? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JUM) im Gespräch mit Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (IfW) Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#87: Marktwirtschaft - ohne Attribute!
Eine Krise jagt die nächste. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stagniert seit Jahren und der Wirtschaft fehlt inzwischen jegliche Dynamik. Wie findet Deutschland zurück in die Erfolgsspur? Naheliegend wäre es, die Marktwirtschaft zu entfesseln. Doch marktwirtschaftliche Lösungen haben es in Deutschland schwer. Woran liegt das? Ein Gespräch zwischen Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) und Prof. Dr. Stefan Kooths (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Autor des Buches "Marktwirtschaft" (https://shop.kohlhammer.de/marktwirtschaft-33598.html#147=19)
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#86: Emissionshandel unter Druck - Steht die (marktwirtschaftliche) Klimapolitik auf der Kippe?
Der weltweite Klimawandel hält an. Die Klimapolitik versucht, ihn zu verlangsamen. Sie setzt auf viele Mittel. Goldstandard ist der Emissionshandel. Allerdings verändert sich gerade die öffentliche Diskussion über das „Klima“. Die Mehrheit der Bürger merkt, Klimapolitik ist teuer, in Deutschland sündhaft teuer. Nur: Für das weltweite Klima bewirkt sie (fast) nichts. Die Klimapolitik wird verdächtigt, den Prozess der De-Industrialisierung weiter anzuschieben und den wirtschaftlichen Niedergang zu beschleunigen. Diese Kritik trifft auch den europäischen Emissionshandel. Mehr De-Industrialisierung ist ein (hoher) Preis für fast nichts. Das weckt Widerstände gegen die Klimapolitik. Nun machen Teile der (energieintensiven) Industrie gegen den Zertifikatehandel mobil. Unternehmen, wie Evonik, fordern öffentlichkeitswirksam, ihn abzuschaffen. Das hat Folgen. Was bedeutet der aufziehende klimapolitische „Wettersturz“ für die Klimapolitik, den Emissionshandel und den Klimawandel? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Achim Wambach, PhD (ZEW) Die Teilnehmer: Prof. Achim Wambach, PhD ist seit April 2016 Präsident des ZEW und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Im Oktober 2024 wurde er in den Deutschen Ethikrat berufen. Er war von 2014 bis Juni 2022 Mitglied der Monopolkommission, von 2016 bis September 2020 ihr Vorsitzender. 2018-2019 war er Ko-Vorsitzender der Kommission „Wettbewerbsrecht 4.0“ des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums. Er gehört außerdem dem Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie an, dessen Vorsitz er von 2012 bis 2015 innehatte. Von 2015 bis 2018 war Achim Wambach Mitglied des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) der Bundesregierung sowie 2017–2018 des Wissenschaftlichen Beirats zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs beim Bundesversicherungsamt. Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.
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#85: Unabhängigkeit der Notenbanken: Staatsverschuldung und Politik als Gefahr
Die Zentralbanken stehen zunehmen unter Druck. Die hohen Staatsschulden könnten zu einer fiskalischen Dominanz der Geldpolitik führen. In den USA kommen die Angriffe des US-Präsidenten Donald Trump auf die Unabhängigkeit der Notenbank hinzu. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, ehemaliger Chefökonom der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank, erläutert im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG), die Entstehungsgeschichte der Europäischen Währungsunion (ab Minute 02:38), die Wechselwirkungen zwischen der Geld- und Finanzpolitik (ab Minute 17:27), die Risiken der französischen Staatsverschuldung für die Eurozone (ab Minute 26:05), die politischen Angriffe auf die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank (ab Minute 32:41) und er gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Euro (ab Minute 42:40). Das im Podcast erwähnte Buch „Von der D-Mark zum Euro – Erinnerungen des Chefökonomen“ finden Sie hier: https://www.vahlen.de/issing-d-mark-euro/product/37137036 Lebenslauf Prof. Issing: https://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_Issing
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#84: Ein unerfreuliches Szenario für 2035 - Deutschland vor entscheidenden Veränderungen
Deutschland im "Herbst der Reformen": Gelingt Deutschland die wirtschaftspolitische Kehrtwende? Wenn nicht, dann droht sich der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands fortzusetzen. Langfristig zeichnet sich dann ein sehr unerfreuliches Szenario ab. Was kann die Politik tun, um ein solches Risikoszenario abzuwenden? Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) im Gespräch mit dem Risikoforscher Prof. Dr. Werner Gleißner (Future Value Group, TU Dresden). Website Prof. Gleißner: https://www.werner-gleissner.de/
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#83: Herbst der Reformen oder Winter des Scheiterns? Das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute
Die Prognose im Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose) für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist nicht rosig. Die Institute diagnostizieren weniger konjunkturelle Probleme als vielmehr strukturelle Schwierigkeiten. Ihre Befürchtung ist, dass eine expansive Fiskalpolitik, angefüttert mit Infrastruktur-Sondervermögen, Bereichsausnahme Verteidigung und haushaltspolitischen Verschiebebahnhöfen, notwendige Strukturreformen behindert und die deutsche Wachstumsschwäche kaschiert. In einem „Kompass für den Herbst der Reformen in Deutschland“ machen die Institute 12 Vorschläge für die Bereiche der Außenwirtschaft, der Beschäftigung, dem Wirtschaftswachstum und der Finanz- und Preisstabilität. Werden sie umgesetzt, lässt sich ein Winter des Scheiterns verhindern. Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Holtemöller (IWH) Die Teilnehmer: Prof. Dr. Oliver Holtemöller ist stellvertretender Präsident des Instituts. Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter der Abteilung Makroökonomik am IWH. Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.
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#82: Glanz und Elend der Politikberatung - Der Fall der Schuldenbremse
Braucht Deutschland eine Schuldenbremse, die greift? Marktorientierte Ökonomen sind dieser Meinung, staatsgläubige wollen sie lockern. Es scheint, dass in der ökonomischen Politikberatung mal die einen, mal die anderen bei der Politik durchdringen. Liberale ökonomische Politikberater beschleunigten die Einführung der Schuldenbremse. Interventionistischer denkende Politikberater haben maßgeblich an Infrastruktur-Sondervermögen und der Bereichsausnahme Verteidigung mitgewirkt. Gibt es also Wellen härterer und weicherer Schuldenregeln? Nur, wohin zeigt der langfristige Trend von Fiskalregeln? Ist die Politik ernsthaft daran interessiert, sich fiskalisch selbst zu entmachten? Sind ökonomische Politikberater mehr als nur Staffage? Ein Blick in die Schweiz zeigt allerdings, Schuldenregeln können greifen und längerfristig stabil sein. Warum scheint die Schweizer Schuldenbremse immun gegen fiskalische politische Lockerungen? Ticken ökonomische Politikberater und die Politik in der Schweiz anders? Oder brauchen erfolgreiche, stabile Schuldenbremsen institutionelle Voraussetzungen, die in der Schweiz vorliegen, in Deutschland aber nicht? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. h.c. Lars Feld (ALU, Walter-Eucken-Institut) Teilnehmer: Lars P. Feld (*1966) hat seit 2010 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne und ist Direktor des Walter-Eucken-Instituts. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaftspolitik, Finanzwissenschaft, Neue Politische Ökonomie und Ökonomische Analyse des Rechts. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#81: Wirtschaftspolitik in Zeiten des Zollvandalismus - Anpassungslasten verringern, Anpassungskapazitäten erhöhen
Donald Trump benimmt sich (zollpolitisch) wie ein Elefant im Porzellanladen. Er zertrampelt genüsslich alles, was an regelbasierter Handelspolitik in den letzten Jahrzehnten aufgebaut wurde. Seine Zollpolitik ist willkürlich und erratisch. Er diskriminiert Länder. Die EU wird etwa anders behandelt als die Schweiz. Was Donald Trump heute per Dekret beschließt, kann morgen obsolet sein. Vereinbarungen mit ihm haben kurze Halbwertzeiten. Mit den zollpolitischen Schocks setzt er Freund und Feind unter ökonomischen Anpassungsdruck. Die betroffenen Länder stehen vor der Frage, wie sie auf diese Schocks reagieren sollen. Gibt es Chancen, die Anpassungslasten zu verringern? Ist das Schlimmste schon vorbei? Wenn nicht, wie kann man ihnen ausweichen? Vieles spricht dafür, ein Teil der Lasten wird bleiben. Die Länder müssen sich daran anpassen. Wie sie das tun, liegt in ihrer Hand. Welche Möglichkeiten haben sie, ihre Anpassungskapazitäten zu erhöhen? Gefragt ist die ganze Palette der Angebotspolitik. Da hat die Schweiz bessere Voraussetzungen als die EU. Sie kann sich besser an Schocks anpassen, auch an den amerikanischen Zollvandalismus. Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Aymo Brunetti (Universität Bern) Teilnehmer: Aymo Brunetti ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Bern und seit 2014 Direktor des Volkswirtschaftlichen Instituts. Vor seinem Wechsel an die Universität Bern war er Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik im Schweizer Wirtschaftsministerium. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#80: Welthandelsordnung in Unordnung - Wie könnte eine „neue“ Ordnung aussehen?
Die Welthandelsordnung ist in Unordnung. Am Niedergang der WTO arbeiten die „großen Drei“ schon länger: Die USA, China und die EU. Donald Trump will die „alte“ Ordnung endgültig begraben. Mit diskretionären bilateralen Handelsabkommen schreddert er das regelbasierte multilaterale Vertragswerk der WTO systematisch. Unter dem Druck von Donald Trump lassen sich auch G-7-Länder (Japan, Großbritannien, EU) auf dieses zerstörerische Spiel ein. Sie ziehen sich aus dem Prozess der Globalisierung zurück. Es braucht eine „neue“ Welthandelsordnung. Nur: Wie soll sie aussehen (normativ)? Und: Wie wird sie aussehen (positiv)? Eine sinnvolle Antwort auf die erste Frage ist erst möglich, wenn wir wissen, woran die bisherige Ordnung gescheitert ist. Wichtig ist auch, sich klar zu werden, was die „neue“ Ordnung leisten soll. Schließlich: Soll die „alte“ Ordnung wiederbelebt oder eine ganz „neue“ geschaffen werden? Wie sich das globale Handelssystem tatsächlich entwickeln wird, ist eine ganz andere Frage. Die Antworten sind eher spekulativ. Es sind viele (polit-ökonomische) Szenarien denkbar. Drei werden gegenwärtig intensiv diskutiert. Die Welt kriegt doch noch die Kurve und tendiert zu einem „Multilateralismus 2.0“. Möglich ist aber auch, dass sie sich handelspolitisch in konkurrierende Blöcke aufspaltet. Nicht auszuschließen ist schließlich, dass wir nachhaltig mit einer großen, krisenhaften Unordnung leben müssen. Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. (em.) Dr. Rolf J. Langhammer (IfW). Inhalt: 1. Verletzen die „neuen“ Handelsabkommen der USA mit G 7-Ländern das WTO-Regelwerk? 2. Woran krankt die bisherige Ordnung? 3. Was müsste eine „neue“ Ordnung leisten? 4. Welche Vorschläge für eine Neuordnung der Welthandelsordnung werden diskutiert? 5. Wie sehen mögliche Szenarien für die Zukunft aus? Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts-und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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#79: Sanierungsfall Sozialversicherungen? Reformansätze für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung
Die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung – GRV, GKV und SPV – sind fiskalisch nicht nachhaltig. In allen steigen die finanziellen Defizite. Die Politik versucht, mit staatlichen Zuschüssen die Löcher zu stopfen, künftig wohl auch mit Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur. Schon heute werden große Teile der Steuereinnahmen des Bundes für die Sozialversicherungen eingesetzt. Ohne wirkliche Reformen wird sich die fiskalische Lage von GRV, GKV und SPV weiter zuspitzen. Die Politik tut noch immer so, als wäre mit den Systemen der Sozialen Sicherung alles in Ordnung. Sie verweigert sich der Realität und verstärkt, wie in der GRV die Krise noch (Nachhaltigkeitsfaktor, Mütterrente, Rente mit 63). Diese Strategie der Camouflage ist ökonomisch und politisch nicht nachhaltig. Künftige Generationen sind die Dummen. Eine solche Politik lässt sich nicht durchhalten. Grundlegende Reformen der Systeme der Sozialen Sicherung lassen sich nicht weiter auf die lange Bank schieben. Sie sind notwendig, jetzt. Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (ALU). Inhalt: 1. Wie fiskalisch nachhaltig sind die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung (GRV, GKV, SPV)? 2. Gibt es ein gemeinsames Muster der Ursachen finanzieller Defizite in Systemen der Sozialen Sicherung? (Demographie, „moral hazard“, Umverteilung) 3. Wo besteht Reformbedarf in der GRV? Was sind die Ursachen? Welche konkreten Reformansätze sind sinnvoll? 4. Gibt es Reformbedarf in der GKV? Was führt zu den finanziellen Ungleichgewichten? Wo sollte mit Reformen angesetzt werden? 5. Wie reformbedürftig ist die SPV? Unterscheiden sich die Ursachen von denen in der GRV und der GKV? Wo könnte reformiert werden? 6. Warum herrscht Reformstillstand? Warum schweigt der Koalitionsvertrag zu notwendigen Reformen? Wie wird es weitergehen? Teilnehmer: Bernd Raffelhüschen ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019). Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.
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#78: Gibt es ein Leben nach dem Dollar?
Die Welt der Währungen ordnet sich gerade neu. Der US-Dollar, jahrzehntelang unangefochten die weltweite Leitwährung, wackelt. Er verliert auf dem weltweiten Markt für Währungen stetig Marktanteile. Die Konkurrenz holt auf. Warum verliert der US-Dollar? Einen Hinweis gibt Moody‘s. Die Rating-Agentur hat den USA als letzte der großen Agenturen das Triple A entzogen. Der Grund: Die USA leben schon lange über ihre Verhältnisse. Der „One Big Beautiful Act“ deutet darauf hin, dass die USA nicht bereit sind umzukehren. Das schwächt das Vertrauen in den Dollar. Donald Trump hat nicht vor, dies zu ändern. Er setzt vielmehr darauf, handels-, finanz- und währungspolitisch den US-Dollar weiter zu schwächen. Besteht die Gefahr, dass die dollardominierte Weltwährungsordnung einstürzt? Welche Währung könnte die Leitwährungsfunktion übernehmen? Oder ist die währungspolitische Konkurrenz ebenfalls (zu) schwach? Unter den Blinden ist der Einäugige König (Martin Wolf). Bleibt also währungspolitisch alles, wie es ist und der Dollar weiter die Leitwährung? Oder sind blockchainbasierte Zahlungsmittel ein Game-Changer? Wird die neue Weltwährungsordnung multipolarer, digitaler und politischer? Droht in der Phase des Übergangs wie in den 1920er und 1930er Jahren eine Zeit währungspolitischer Instabilität und weltweiten Finanzkrisen? Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Frenkel (WHU) Teilnehmer: Michael Frenkel ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der WHU. Er war mehrfach Rektor der WHU – Otto Beisheim School of Management. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.
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#77: Trump und die Tech-Milliardäre - Beginnt jetzt eine libertäre Zeitrechnung?
In Donald Trumps Umfeld tummeln sich Tech-Unternehmer mit libertären Ideen und einem Hang zu massiver Deregulierung. Das stösst bei vielen Beobachtern auf Skepsis. Sind die Tech-Milliardäre mit ihrem Deregulierungs-Eifer eine Gefahr für die Demokratie? Und was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff "libertär"? Prof. Dr. Thomas Apolte (Universität Münster) im Gespräch mit Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG).
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#76: Renaissance der Industriepolitik
An der Industriepolitik scheiden sich die Geister. Mario Draghi und die EU-Kommission sind der Meinung, Industriepolitik wäre ein Schlüssel für ein höheres Produktivitätswachstum. Europa könnte endlich die Wachstumsschwäche überwinden. Robert Habeck und die alte Bundesregierung sind dagegen mit ihrer Industriepolitik gescheitert. Sie haben auf Verlierer gesetzt: Northvolt, Intel, Wolfsspeed. Wie Schwarz-Rot industriepolitisch agiert, ist noch ungewiss. Sie wollen den „Industriestandort Deutschland stärken“. Vieles läuft auf ein „weiter so“ hinaus. Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Reint Gropp (IWH).
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#75: Niedergang der Welthandelsorganisation - Ist Donald Trump ein Brandbeschleuniger?
Die internationale Handelspolitik ist ein Thema. Dafür sorgt Donald Trump. Die Welthandelsordnung ist in Unordnung, die WTO im Niedergang. Es steht nicht gut um die WTO. Sie ist seit der gescheiterten Doha-Runde gelähmt. Der Trend spricht weltweit gegen offene Märkte. Immer mehr Mitgliedsländer der WTO spielen regelwidrig. Daran wird sich so schnell nichts ändern. Die USA betreiben gegenwärtig eine Handelspolitik mit der Brechstrange. Donald Trump macht eine chaotische Zollpolitik. Handelspolitische Regeln interessieren ihn nicht. Die multilaterale Handelsordnung ist ihm egal. Macht Donald Trump der Welthandelsordnung endgültig den Garaus? Oder ist er der Totengräber, der die WTO beerdigt, die längst tot ist? Funktioniert eine Welthandelsordnung nur, wenn ein Hegemon sie am Laufen hält? Haben die USA das Interesse an dieser Rolle längst verloren? Oder fehlt ihnen die Macht? Kann das Vakuum, das die alte Ordnung hinterlässt, ausgefüllt werden? Sind kooperative Lösungen ohne einen (neuen) Hegemonen denkbar? Ist die WTO in der Lage, sich rundzuerneuern oder ist sie zu groß, zu komplex und zu müde (Gabriel Felbermayr)? Was aber dann? Prof. Dr. Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts-und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW.
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#74: Donald Trump läuft handelspolitisch Amok - Wann hat der Spuk ein Ende?
Ein Gespenst geht um in der Welt, das Gespenst der Handelskriege. Die Zeiten offener Märkte, die den Wohlstand steigern, scheinen fürs Erste vorbei. Globalisierung ist auf dem Rückzug, Protektionismus auf dem Vormarsch. Donald Trump läuft handelspolitisch Amok. Getrieben von merkantilistischen Ideen betreibt er eine Handelspolitik des 19. Jahrhunderts. Alles dreht sich um die Industrie. Er kämpft mit Zöllen gegen die De-Industrialisierung. Re-Industrialisierung soll die Misere der Mittelschicht beenden. Es ist allerdings ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Der Schaden, den er anrichtet, ist allerdings erheblich. Am meisten werden die USA verlieren. Aber auch der Rest der Welt wird leiden. Die Gefahr ist groß, dass ein weltweiter protektionistischer Wettlauf in Gang gesetzt wird. Hilfe könnte – ausgerechnet - von den (Kapital)Märkten kommen. Ein Liz-Truss-Moment würde zwar dem handelspolitischen Spuk ein Ende bereiten. Der Preis wäre allerdings hoch, eine weltweite Finanzkrise mit unübersehbaren Schäden für alle. Die Gretchen-Frage bleibt: Warum untergräbt Donald Trump die US-Wirtschaft? Michael Frenkel ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Er war mehrfach Rektor der WHU – Otto Beisheim School of Management.
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#73: Verfassungsänderung, Sondervermögen, Koalitionsvertrag - Schafft Schwarz-Rot die wirtschaftspolitische Wende?
Wir leben gerade in turbulenten Zeiten. International läuft Donald Trump handelspolitisch Amok, sicherheitspolitisch droht er, Europa im Regen stehen zu lassen. Auch national läuft es nicht rund. Die alte Bundesregierung ist gescheitert, eine neue ist noch nicht im Amt. Vor allem aber: Deutschland steckt in einer hartnäckigen Rezession. Die wirtschaftlichen Probleme sind unübersehbar. Die mögliche neue schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, wirtschaftspolitisch die Wende zu schaffen. Eines hat sie mit Hilfe der Grünen schon geschafft. Mit den alten Mehrheiten im Bundestag hat sie die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben außer Kraft gesetzt und ein Sondervermögen für die Infrastruktur installiert. Das wird nicht reichen. Die 5 Forschungsinstitute haben es im Frühjahrsgutachten der Gemeinschaftsdiagnose so formuliert: Mit neuen Schulden lassen sich zwar die äußere Sicherheit und die Infrastruktur stärken, die strukturelle Wachstumsschwäche lösen sie allerdings nicht. Dazu bedarf es mehr. Notwendig sind substanzielle angebotsseitige Strukturreformen. Der Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot soll dafür die Weichen stellen. Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) sprechen mit Prof. Dr. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
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#72: Schatten der Globalisierung: Zölle sind das falsche Instrument
US-Präsident Donald Trump hat am 2. April 2025 hohe Zölle auf alle US-Importe angekündigt und damit einen Handelskrieg losgetreten. Auch wenn er inzwischen teilweise zurückgerudert ist, haben die Finanzmärkte ein klares Urteil über Trumps Zollpolitik gesprochen - die Märkte wollen freien Handel, keine Zölle. Nun haben Freihandel und Globalisierung auch Schattenseiten. Doch Zölle sind das falsche Instrument, um die mit der Globalisierung einhergehenden Probleme zu bekämpfen. Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) über Hintergründe und Implikationen der amerikanischen Zollpolitik.
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#71: Sonderbare Sondierungen - Geld löst keine Strukturprobleme
Geld statt Strukturreformen - das scheint das Motto der möglichen neuen Regierungskoalition zu sein. Was ist aus wirtschaftspolitischer Sicht von dem Sondierungspapier zu halten? Ein Gespräch zwischen Prof. Michael Heise (HQ Trust), Prof. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
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#70: Die Lage ist ernst - Warum Deutschland eine angebotspolitische Reformagenda braucht
Die Lage ist ernst am Standort D. Deutschland braucht eine angebotsorientierte Reformagenda, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Die Schuldenbremse ist dabei kein Wachstumshemmnis. Vielmehr schützen die Schuldenbremse und die europäischen Fiskalregeln die Geldpolitik der EZB vor fiskalischer Dominanz. Ein Gespräch zwischen Prof. Volker Wieland, Ph.D. (IMFS, Goethe Universität Frankfurt am Main) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG). Das im Podcast erwähnte Gutachten von Prof. Volker Wieland, Prof. Veronika Grimm und Prof. Lars Feld finden Sie hier: https://files.insm.de/uploads/2025/02/2025-02-13-INSM_Gutachten-fuer-eine-echte-Wirtschaftswende_nicht-lektorierte-Fassung.pdf
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#69: Wachstumsschwäche in Deutschland - Was zu tun, was zu lassen ist
Deutschland ist in Schwierigkeiten. Die Wirtschaft stagniert. Neu ist das nicht. Sie wächst schon seit 2018 kaum noch. Die letzten 2 Jahre schrumpfte sie sogar. Der neuste Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung prognostiziert auch für 2025 nur ein Mini-Wachstum. Unter den größeren Ländern ist Deutschland das Schlusslicht beim wirtschaftlichen Wachstum. Es stellen sich einige Fragen: Wie ernst ist die wirtschaftliche Lage? Brauchen wir mehr wirtschaftliches Wachstum? De-Growth-Anhänger verneinen das. Weshalb ist das Wachstum anhaltend schwach? Bleibt das so oder lauert der positive Produktivitätsschock, auch wegen KI, schon um die Ecke? Sollte die Politik gegen die Wachstumsschwäche angehen; wenn ja, was sollte sie tun? Genauso wichtig ist allerdings: Was sollte sie lieber lassen? Also: Viele Fragen und viele interessante Antworten. Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Prof. Dr. Oliver Holtemöller (Institut für Wirtschaftsforschung Halle).
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#68: Wirtschaftspolitik neu ausrichten - Was kann Deutschland von der Schweiz lernen?
Deutschland braucht mehr Wachstum. Das Nachbarland Schweiz könnte ein Vorbild sein, denn es liegt bei vielen volkswirtschaftlichen Kennziffern und bei vielen Standort-Rankings vorn. Eas macht die Schweiz besser? Was könnte Deutschland von der Schweiz lernen? Prof. Dr. Christoph Schaltegger (Universität Luzern, Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik, IWP) im Gesrpäch mit Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG).
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#67: Die Wirtschafts-Welt steht Kopf
Die Welt ist aus den Fugen geraten: Geld sei genug da, notfalls von der Notenbank - wenn man manchem Politiker zuhört. Negative Zinsen wurden zur neuen Normalität. Knappheiten werden geleugnet. Wirtschaftswachstum sei von gestern. Ökonomische Gewissheiten und ökonomische Gesetzmäßigkeiten wurden auf den Kopf gestellt. Nun könnte sich mit einer neuen Regierung aber einiges ändern. Jörn Quitzau im Gespräch mit Thomas Ammon (Vahlen Verlag) über das Buch "Die (Wirtschafts-) Welt steht Kopf". https://www.vahlen.de/berthold-quitzau-wirtschafts-welt-steht-kopf/product/34294642
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#66: Die Schuldenbremse ist kein Investitionshindernis
Die Ampel-Koalition ist gescheitert. Vordergründig ist die unterschiedliche Haltung der Koalitionspartner zur Schuldenbremse der Auslöser gewesen und deshalb steht sie abermals in der Kritik. Wie kam es in Deutschland zur Schuldenbremse? Was ist dran an dem Argument, dass die Schuldenbremse angeblich eine Zukunftsbremse ist? Warum ist die Schweiz mit ihrer Schuldenbremse erfolgreich? Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) spricht darüber mit Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, der als hessischer Ministerpräsident die deutsche Schuldenbremse mit beschlossen hat.
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Die versteckten Folgen von Bitcoin: Wer wirklich profitiert
Der Bitcoin hat in den letzten eineinhalb Dekaden reichlich Schlagzeilen produziert und eine rasante Kursentwicklung verzeichnet. Welchen volkswirtschaftlichen Nutzwert hat der Bitcoin und vor allem: welche Verteilungswirkungen hat er? Dr. Jörn Quitzau im Gespräch mit Dr. Ulrich Bindseil und Dr. Jürgen Schaaf. Ulrich Bindseil is Director General Market Infrastructure and Payments at the European Central Bank (ECB), a post he has held since November 2019. Previously, he was Director General Market Operations (from May 2012 to October 2019) and head of the Risk Management Division (between 2005 and 2008). He first entered central banking in 1994, when he joined the Economics Department of the Deutsche Bundesbank, having studied economics. Jürgen Schaaf ist Advisor in der Generaldirektion Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr bei der EZB. Sein Hauptinteressengebiet sind Finanzmärkte, Geldpolitik und Innovationen im Zahlungsverkehr.
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Deutschland im Umbruch - Droht De-Industrialisierung?
Der sektorale Strukturwandel in Deutschland nimmt Fahrt auf. Was gerade bei BASF, Bosch, Thyssen-Krupp, Continental, ZF und VW geschieht, ist die Spitze des Eisberges. Der industrielle Sektor ist in Schwierigkeiten. Deutschland ist ein Nachzügler im Strukturwandel. Mit dem „Geschäftsmodell Deutschland“ gelang es, sich lange vom internationalen Muster des strukturellen Wandels abzusetzen. Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demographie und der Wandel in China setzen nun aber dem deutschen Geschäftsmodell ebenso zu, wie die schleichende De-Globalisierung. Der „sektorale Strukturstau“ löst sich auf, schneller als uns lieb sein kann. Der Industriestandort Deutschland gerät in schwere Fahrwasser, ökonomisch, sozial und gesellschaftlich. Und die Politik hat nichts Besseres zu tun, als Öl ins Feuer des sektoralen Strukturwandels zu gießen. Eine missratene Energiepolitik, ein ruinöses Verbrennerverbot und ein bürokratielastiges Lieferkettengesetz sind einige Beispiele. Das alles beschleunigt die De-Industrialisierung noch. Es drohen Wohlfahrtsverluste, Arbeitslosigkeit und soziale Verwerfungen. Da hilft auch keine subventionslastige Industriepolitik. Sie kostet viel, hilft aber wenig. Intel, Northvolt, Thyssen-Krupp sind Zeichen an der Wand. Helfen kann nur eine „(Angebots)Politik für den Strukturwandel“. Das Rezept ist nicht neu, es wirkt aber: Nationale immobile Faktoren müssen für internationale mobile interessant werden (Herbert Giersch). Der inter-sektorale Strukturwandel wird nicht weiter künstlich aufgehalten, er verläuft aber in geordneteren Bahnen. Effiziente Anpassungen werden möglich. Ohne Friktionen geht es trotzdem nicht ab. Der (Sozial)Staat muss helfen, sie adäquat abzufedern. Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Holtemöller (IWH)
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US-Präsidentschaftswahlen - Enges Rennen auf der Zielgeraden
Der Kandidatentausch bei den Demokraten hat das Rennen zur Präsidentschaftswahl wieder offen gestaltet. Wie ist es Kamala Harris gelungen, plötzlich ein Profil zu entwickeln, mit dem sie eine harte Konkurrentin für Donald Trump zu werden? Welche Rolle spielen die Vize-Kandidaten J.D. Vance und Tim Walz? Und warum haben die oftmals wenig beachteten Kongresswahlen eine entscheidende Bedeutung? Ein Gespräch zwischen Klaus-Dieter Frankenberger, Dr. Jackson Janes und Dr. Jörn Quitzau. Dr. Jackson Janes ist Resident Senior Fellow beim German Marshall Fund in Washington D.C. und emeritierter Präsident des American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University in Washington D.C. (AICGS), das seit kurzem in American-German Institute umbenannt wurde. Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier: https://www.gmfus.org/find-experts/jackson-janes Klaus-Dieter Frankenberger war Redakteur bei der FAZ und dort über 20 Jahre hauptverantwortlich für das Ressort Außenpolitik. Er ist u.a. Non-Resident Senior Fellow beim American-German Institute. Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Dieter_Frankenberger
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Populismus in Europa trendet - Wackelt die EWU?
Die Zeiten in der EU sind ungemütlich. Der Brexit ist noch nicht verdaut. Schon drohen neue politische Gefahren. Populistische Parteien sind auf dem Vormarsch. Das zeigte sich nicht nur in den Wahlen zum Europaparlament. Das war auch bei den Wahlen zur französischen Nationalversammlung nicht anders. Über 60 % der Wähler entschieden sich für populistische Parteien von rechts und links. Durch politische Absprachen wurde zwar ein Sieg des rechten Rassenblement National verhindert. Der Preis war aber eine starke linke Nouveau Front Populaire (Volksfront). Der linksradikale Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) ist einer der Anführer. Frankreich hat statt der Pest die Cholera gewählt. Die tektonischen Verschiebungen in der Politik bleiben nicht ohne ökonomische Folgen. Letztlich entscheiden sich die Wähler, wenn sie für populistische rechte oder linke Parteien stimmen, für eine fiskalisch unverantwortliche Politik, einer Politik auf Pump zu Lasten künftiger Generationen. Die Haushaltsdefizite werden steigen, die hohen staatlichen Schuldenstände weiter wachsen, der Druck auf eine gemeinschaftliche europäische Finanzierung wird zunehmen. Das wird sich auf die Stabilität des gesamten europäischen Finanzsystems auswirken. Die Eurozone steht vor einer großen Bewährungsprobe (Hanno Lustig, Stanford). Die EZB wird monetär noch stärker unter fiskalischen Zugzwang geraten. Vielleicht muss sie wieder den „Draghi“ machen Die spannende Frage ist: Wackelt die Europäische Währungsunion, wenn der Populismus in der EU noch stärker wird? Ein Gespräch zwischen Prof. Volker Wieland, Ph.D. (IMFS, Goethe Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg).
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Sollten Unternehmen "Haltung" zeigen? Überlegungen aus wirtschaftsethischer Perspektive
Moral und Ethik spielen im öffentlichen Diskurs heute eine große Rolle. Unternehmen werden immer häufiger gedrängt, "Haltung" zu zeigen. Führen die dabei zugrundeliegenden guten Absichten auch immer zu guten Ergebnissen? Welche Rolle spielen die sozialen Medien? Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Ingo Pies (Universität Halle-Wittenberg) und Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG). Hier geht es zum Lebenslauf von Prof. Dr. Ingo Pies: https://ethik.wiwi.uni-halle.de/2166_199920/2166_199912/
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Die neue Kindergrundsicherung - Weniger Bürokratie mit mehr Bürokraten?
Die Ampel -Regierung ist dabei, ihre im Koalitionsvertrag angekündigten Reformen der Grundsicherung zu vollenden. Erst wurde das Bürgergeld reformiert. Weniger fordern, mehr fördern war die Devise. Das Wohngeld war als nächstes dran. Mehr Geld für mehr Personen war das Motto. Die Reform der Kindergrundsicherung ist das letzte Element. Ziel ist weniger Kinderarmut und alles aus einer Hand. Der Staat habe eine Bringschuld. Die geplante Reform der Kindergrundsicherung kuriert jedoch an Symptomen, kostet viel Geld und schafft neue Bürokratien. Notwendig ist ein einheitliches System der Grundsicherung. Es könnte ohne größeren Aufwand verwirklicht werden. 1. Element: Ein neues Bürgergeld deckt den täglichen Bedarf der Eltern ab. 2. Element: Die Kindergrundsicherung umfasst den Regelbedarf für Kinder, den Kinderzuschlag und das Kindergeld. 3. Element: Ein neues Wohngeld beinhaltet die Kosten der Unterkunft aus dem Bürgergeld und das Wohngeld aus der 2. Grundsicherung. Über diese Themen diskutieren Prof. Dr. Ronnie Schöb (FU Berlin) und Prof. Dr. Norbert Berthold.
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Wie geht es weiter mit der Schuldenbremse? Fiskalregeln auf dem Prüfstand
Die Fiskalregeln in Deutschland und Europa stehen unter Druck. Es drängt sich die Frage auf: Weshalb sind Fiskalregeln überhaupt sinnvoll? Welche Reformvorschläge gibt es und welche der Kritikpunkte sind gerechtfertigt? Und weshalb gibt es im Ökonomen-Lager eigentlich so unterschiedliche Stimmen? Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Friedrich Heinemann (ZEW) und Dr. Jörn Quitzau (Berenberg).
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US-Präsidentschaftswahl 2024: Entscheidende Weichenstellung in turbulenten Zeiten
Die Amerikaner wählen im November einen neuen Präsidenten. Die Wahl fällt in eine turbulente Zeit mit erheblichen innen- wie außenpolitischen Spannungen. Kommt es erneut zum Duell Biden vs. Trump? Worauf müssen sich die Europäer nach der Wahl einstellen? Ein Gespräch zwischen Klaus-Dieter Frankenberger, Dr. Jackson Janes und Dr. Jörn Quitzau. Dr. Jackson Janes ist Resident Senior Fellow beim German Marshall Fund in Washington D.C. und emeritierter Präsident des American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University in Washington D.C. (AICGS), das seit kurzem in American-German Institute umbenannt wurde. Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier: https://www.gmfus.org/find-experts/jackson-janes Klaus-Dieter Frankenberger war Redakteur bei der FAZ und dort über 20 Jahre hauptverantwortlich für das Ressort Außenpolitik. Er ist u.a. Non-Resident Senior Fellow beim American-German Institute. Einen ausführlichen Lebenslauf finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Dieter_Frankenberger
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Fiskalische Nachhaltigkeitslücken des (Sozial)Staates - Kann Migrationspolitik die Staatskassen sanieren?
Der demographische Wandel setzt dem (Sozial)Staat zu. Erste Symptome sind auf den Arbeitsmärkten zu sehen. Es fehlen nicht nur Facharbeiter, es herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Weitere Symptome werden sich zeigen. Die Boomer gehen in Rente. In den Systemen der Sozialen Sicherung entstehen fiskalische Ungleichgewichte. Eine Nachhaltigkeitslücke tut sich auf. Die zugesagten Leistungen lassen sich nur mit höheren Steuern und Beiträgen decken. Oder aber die Leistungen müssen gekürzt werden. Noch immer grassiert in der Politik die Hoffnung, Zuwanderung könne die maroden Staatskassen sanieren. So einfach ist das aber nicht. Die demographische Lücke numerisch durch Zuwanderung zu schließen, ist das eine. Das ist weder zu schaffen, noch ist es wünschenswert. Die fiskalische Nachhaltigkeitslücke zu verringern, ist etwas anderes. Das liegt nicht nur daran, dass bei ungesteuerter Migration die Falschen zuwandern können. Es hat auch damit zu tun, dass das deutsche Sozialsystem fiskalisch nicht nachhaltig ist. Über diesen Themenkomplex diskutieren Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen und Prof. Dr. Norbert Berthold. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (geb. 1957, verh., drei Kinder) ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war Professor an der Universität Bergen, Norwegen (1994-2019). Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn u.a. in die USA aber auch immer wieder in die skandinavischen Länder. Neben seiner Mitwirkung an internationalen Forschungsprojekten beteiligt er sich – zum Beispiel als Mitglied der Rürup-Kommission, der Kommission Steuergesetzbuch oder als Vorstand der Stiftung Marktwirtschaft – an Fragen der praktischen Sozialpolitik. Prof. Dr. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Hamburg, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und damit auch Namensgeber und Initiator dieses Podcasts.
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Pro & Contra: Ist das Ehegattensplitting noch zeitgemäß?
Pro & Contra: Ist das Ehegattensplitting noch zeitgemäß? Das Ehegattensplitting steht immer wieder in der Kritik. Es sind im Wesentlichen drei Argumente, mit denen das Splittingverfahren kritisiert wird: 1. Das Ehegattensplitting ist ungerecht, weil es Verheirateten Steuervorteile verschafft, vor allem den sogenannten Einverdiener-Ehen. 2. Der Splittingvorteil verzerrt die Arbeitsanreize und hält insbesondere Frauen vom Arbeitsmarkt fern bzw. hindert es Frauen daran, ihr Arbeitspensum auf Vollzeit hochzufahren. 3. Dem Staat gehen wegen des Splittingvorteils Steuereinnahmen verloren. Wir haben nachgefragt bei Prof. Dominika Langenmayr (Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) und Prof. Wolfgang Scherf (Universität Gießen). Aus dem Inhalt: Einleitung (00:37) Ist die heutige Form der Ehegattenbesteuerung (also insbesondere das Ehegattensplitting) noch zeitgemäß? (04:08) Was sind die Vorteile des jetzigen Systems? (07:39) Was sind die Nachteile? (16:54) Wie sollte die Ehegatten-/Familienbesteuerung aus Ihrer Sicht reformiert werden? (24:08) Weitere Angaben zu den Referenten finden Sie auf deren Websites: https://dominika-langenmayr.net/ und https://www.ku.de/wfi/vwf/team/prof-dr-dominika-langenmayr https://www.wolfgang-scherf.de/
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