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PODCAST

Orange 94.0

ORANGE 94.0 - das freie Radio in WienDas Radioprogramm setzt sich aus Wortsendungen in mehr als 20 verschiedenen Sprachen und einem vielseitigen Musikprogramm abseits des Mainstreams zusammen. Die Redakteur_innen agieren im Freien Radio großteils ehrenamtlich und widmen sich brisanten Themen, die in der Medienlandschaft wenig Gehör finden. Zivilgesellschaftlich relevante Diskurse treffen im öffentlichen Medium Radio auf neue, kritische und diverse Hörer_innenkreise. Zugleich werden alternative Öffentlichkeiten im Kosmos Freies Radio gestärkt. Dabei setzt sich das Freie Radio für Chancengleichheit und ein offenes Miteinander ein und wendet sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung.ORANGE 94.0 legt großen Wert auf Transparenz bei der Vergabe von Sendeplätzen und der damit verbundenen Nutzung von Ressourcen. Neben Sendezeit, Infrastruktur und technischem Support bietet das Freie Radio Radiomachenden kostengünstige Weiterbildung an.<d

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  1. 100

    Des Kaisers neuer Elefant im Raum &#8211; Herbert Auinger über die Notwendigkeit freier Diskurse

    Wir leben in einer Zeit fortschreitender Lagerbildung mit zunehmend verhärteten Fronten. Vertreter*innen von Meinungen abseits des Mainstreams haben immer öfter damit zu kämpfen, dass Abweichungen von Mehrheitsmeinungen (mögen diese tatsächlich vorhanden oder auch nur behauptet sein) immer weniger toleriert werden.Widerspruch zu akkordierten ‚Wahrheiten‘ kann drastische Folgen haben, vom Shitstorm aufwärts &#8211; wobei auch Letzterer sich mitunter zur existenziellen Bedrohung auswachsen kann. Im oberflächlich betrachtet harmloseren Fall greift Cancel Culture Raum, im weniger harmlosen Verlust bürgerlicher Rechte durch intransparente EU-Sanktionen, gegen die sich Betroffene nur schwer zur Wehr setzen können.Herbert Auinger spricht über demokratische Defizite, die zwangsläufig entstehen, wenn aufgrund einer apodiktischen Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht Diskurse nicht mehr stattfinden können. Website Orange 94.0 Kein Kommentar Online Archiv CBA Kein Kommentar (CC) 2026 BY-NC-SA V4.0 &#8211; Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)

  2. 99

    Female Rage &#8211; Hinter der Gelben Tapete

    Ein chorisches Theaterstück über Wut, Macht und Erinnerung. Eine Frau allein in einem Zimmer. Ihr Mann, ein Arzt, hat ihr eine Ruhekur verordnet. Schreiben soll sie nicht, denken möglichst wenig. Die gelbe Tapete an der Wand beginnt sich mit der Zeit zu verändern – sie hört Stimmen, glaubt, eine Frau dahinter zu erkennen, und sie befreien zu müssen. Die Kurzgeschichte Die Gelbe Tapete (1892) von Charlotte Perkins Gilman bildet den Ausgangspunkt dieser vielstimmigen Wut-Collage. Mythos und Gegenwart verschränken sich: Kassandra, der nicht geglaubt wird, trifft auf die Erinnyen als Stimmen kollektiver Erinnerung und auf radikalisierte Jugendliche von heute. Ein chorisches Geflecht entsteht – ein Befreiungsmuster aus Stimmen, Körpern und Widerstand. RAGE – Hinter der Gelben Tapete untersucht, wie weibliche Wut historisch entwertet, pathologisiert oder zum individuellen Problem erklärt wurde – als „Hysterie“, als Depression, als Störung. Es verbindet wissenschaftliche Recherche mit Mythologie und aktuellen gesellschaftlichen Realitäten wie Femiziden, Essstörungen, sozialer Ungleichheit und Radikalisierung. (WUK, 2026) Interview mit Rita Dummer, Sarah, Morena und Marie (Darstellerinnen) &#8211; ein Nachbericht

  3. 98

    Schwitzen und Schwätzen

    Die Hitze in der Stadt ist das Thema in aller Munde. Du hörst es in der Straßenbahn, in der Arbeit und wenn du mit Freund*innen unterwegs bist. Also haben wir uns Mikros geschnappt und sind bei der ärgsten Hitze raus auf die Straße. Wir haben mit unseren Mitmenschen über Hitze gesprochen und ihnen zugehört.

  4. 97

    Literatursendung Nummer 70

    Das fröhliche Wohnzimmer und PS/ Politisch Schreiben präsentieren literarische O-Töne – dieses Mal von: Mariam Mosiashvili: Gedichte In einer anderen Sprache und Du kannst nicht wegsehen (Deutsch und Georgisch) Barbara Tatschl: Gedichte Manati und Der letzte Beutelwolf herbert j. wimmer: auszüge aus schon zeit im kontinuum (klever verlag 2021) und aus schon wieder noch nie (sonderzahl september 2025 &nbsp; &nbsp; Mit freundlicher Unterstützung der MA7 Literatur

  5. 96

    [O-Ton] #WienNimmtPlatz – Kundgebung gegen rechtsextremen Aufmarsch am 25. Juli 2026 in Wien

    „Wien nimmt Platz!“ hieß es im ⇒Aufruf. Und: „Neofaschist:innen wollen durch Wien marschieren. Wir setzen uns dem entgegen! Wir rufen zu massenhaften Blockaden auf.“ Hunderte Menschen nahmen am 25. Juli in Wien Platz – auf der Freyung, bei der Albertina und an dem nach einem Antisemiten benannten Platz nächst dem Stubentor sowie anschließend am Stephansplatz, um einen geplanten Aufmarsch von identitären Rechtsextremen und von Neonazis zu verhindern. Am Stephansplatz dürften mindestens 600, aber weniger als 1000 Antifaschist*innen gewesen sein. Der rechtsextreme Aufmarsch konnte nicht stattfinden. Es folgt eine Aufzeichnung der Reden am Stephansplatz. &nbsp; Stellungnahme von #WienNimmtPlatz zur Polizeigewalt gegen Antifaschist*innen: ⇒ https://wiennimmtplatz.noblogs.org/post/2026/07/26/polizei-pruegelt-antifaschistinnen/

  6. 95

    Werner Hamacher: Annäherungen

    Im Herbst erscheint im Sonderzahl-Verlag ein neues Buch mit Texten des 2017 verstorbenen deutschen Philosophen und Literaturtheoretikers Werner Hamacher, der als einer der eigenständigsten Vertreter einer dekonstruktiven Literaturtheorie gilt. Im aka|radio bringen wir Ausschnitte aus einer Veranstaltung mit dem Literaturwissenschaftler Dominik Zechner, dem Herausgeber des Bandes, der in die zentralen Positionen Hamachers einführt und einen der Texte näher vorstellt. Dabei geht es vor allem und immer wieder um die Sprache &#8211; nicht als Kommunikationsinstrument oder Darstellungsmittel, sondern als &#8222;Verhältnis&#8220;: So lautet auch der Titel des vorgestellten Buches. Gestaltung: Ingo Pohn-Lauggas

  7. 94

    Was geht ab in Mordor? &#8211; Folge 54

    Zu Gast im Studio: Konrad Sveceny, Betreiber der Likörstube Sveceny in der Brünner Strasse

  8. 93

    Dr. Patrik Scherhaufer im Interview zu Aktivismus, Klima und Demokratie

    2Der Morgendämmer einer besseren Zeit kommt nicht wie der nomale Morgendämmer nach durchschlafener Nacht&#8220; B.Brecht Patrick Scherhaufer, Mag.Dr.phil.  von der Boku (Leiter der Inter- und Transdisziplinäre Nachhaltigkeits- und Demokratieforschung) im Interview mit Jutta Matysek &nbsp; https://boku.ac.at/mitarbeiterinnensuche#/personen/person/104C85E754DF773E

  9. 92

    Wer profitiert vom binären Geschlecht? Über Kapitalismus, Normen und Widerstand

    Geschlecht wird zunehmend politisch aufgeladen – oft weniger als Frage der Gleichstellung, sondern als Instrument gesellschaftlicher Spaltung. Während trans und queere Menschen zur Projektionsfläche von Ängsten und politischen Konflikten gemacht werden, geraten grundlegende Fragen nach Verteilung, Macht und wirtschaftlicher Ungleichheit in den Hintergrund. Wer profitiert von dieser Polarisierung? Und wie können wir zu einer Debatte zurückfinden, die Geschlechtervielfalt als Teil einer offenen und demokratischen Gesellschaft versteht? Darüber diskutieren: Alyssa Schneebaum – Professorin und Forscherin mit Schwerpunkt Geschlecht und Ökonomie Kian Kaiser – Kabarettist, Moderator und Panelspeaker, der Humor als Form von Widerstand versteht Moderation: Hannah Berger &amp; Niclas Eidlitz von der Wirtschaftspolitischen Akademie (Wipol) Die Diskussion fand am 21. Mai 2026 im Wiener FAKTory statt und wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftspolitischen Akademie (Wipol) veranstaltet.

  10. 91

    Wiener Melange 313

    Liebe Freunde des Wiener und wienerischen Liedes! Wieder einmal hat mich jemand gefragt, was ein echtes Wienerlied ausmacht. Aber ich hatte kaum eine Chance es dem Betreffenden zu erklären, denn schon nach etwa 5 Minuten hat er verzweifelt abgewunken und gemeint ob es vielleicht eine einfachere Erklärung geben könnte. Jetzt war es an mir einen Erklärungsnotstand auszurufen, denn es war unmöglich ihm es verständlich zu machen dass unsere Musik sehr unterschiedlich und vielschichtig ist. Das liegt aber oft auch an der Erwartungshaltung des Lokal- oder Konzertbesuchers, aber auch des TV-Sehers oder Radiohörers. Bei einem Heurigen der im Umfeld von Wien liegt und wo ein einsamer Harmonikaspieler, vielleicht sogar noch begleitet von einem Gitarristen die Gäste unterhält kann ich etwas anderes erwarten wie in einem Konzertsaal wo ausbildete Sängerinnen oder Sänger begleitet von einem Klavierspieler, einem Schrammelquartett oder einem großen symphonischen Orchester. Und bei beiden Veranstaltungsarten handelt es sich um das gleiche Repertoire. Aber im Grunde genommen geht es nur um die Musik und das Flair und die persönliche mentale Stimmung in der man sich allein, mit einem Partner oder einer Gruppe befindet um die Wienerische und Wiener Musik entsprechend zu genießen. Hinweise zu Veranstaltungen findet man auf der Veranstaltungsseite von radiowienerlied.at. Und nun wünscht gute Unterhaltung Euer „Crazy Joe“ ([email protected])

  11. 90

    Die 1990er Jahre: Umbruch und Aufbruch aus der Perspektive widerständiger Akteur*innen

    Aus Anlass der Gründung der Initiative Minderheiten vor 35 Jahren diskutierten im Haus der Geschichte Österreich (hdgö) am 16. Juni 2026 Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen und Akteur:innen, die sich seit Anfang der 1990er Jahre aktiv gegen Rechtspopulismus und Rassismus engagieren und vernetzen. Organisationen wie der Republikanische Club, die asylkoordination österreich, SOS-Mitmensch oder Romano Centro, die ebenfalls in dieser Zeit gegründet wurden, haben gemeinsam mit der Initiative Minderheiten den gesellschaftlichen Diskurs nachhaltig verändert und Zeichen der Solidarität mit minorisierten Gruppen gesetzt – unvergessen bleibt das Lichtermeer 1993. Es berichten und diskutieren Ursula Hemetek, Mirjam Karoly, Josef Haslinger, Doron Rabinovici und Anny Knapp. Moderation: Vida Bakondy Sendungsgestaltung: Stefan Resch

  12. 89

    Wird Recht den Menschen gerecht, Barbara Helige?

    „Wir haben die Sorge, dass an dieser ganz tiefen Basis, die existenziell ist für einen demokratischen Rechtsstaat, genagt wird.“ Im Kern der neuen Podcast-Staffel steht die Frage nach Gerechtigkeit(en). Wir möchten der Frage nachgehen, was Gerechtigkeit(en) in einer pluralistischen Gesellschaft bedeuten kann und welche Rolle sie für den sozialen Frieden spielt. Für Barbara Helige haben Gerichte eine zentrale Funktion für den sozialen Frieden, da sie vermitteln, was Recht und Unrecht ist. Die Richterin und Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte zählt zu den führenden Stimmen in Fragen richterlicher Ethik und Unabhängigkeit und hat sich wie kaum eine andere mit den ethischen Grundlagen der Rechtsprechung sowie der Verantwortung der Justiz auseinandergesetzt. Mit ihr sprechen wir über die Rechtsnormen, unter denen sich eine Gesellschaft wohlfühlt und die Bedeutung der Akzeptanz von Recht und Rechtsprechung – auch im Spannungsfeld von Social Media. Außerdem diskutieren wir die Gefahren autoritärer Tendenzen und die Rolle der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie die Notwendigkeit, deren Grundlagen zu schützen. Barbara Helige studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien, wurde 1980 promoviert und ist seit 1985 als Richterin tätig – seit 2000 als Vorsteherin des Bezirksgerichts Döbling. Standesrechtlich engagierte sie sich in mehreren Führungspositionen, unter anderem als Präsidentin der Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter (1998–2007) und übernahm 2009 die Präsidentschaft der Österreichischen Liga für Menschenrechte. 2011 leitete sie die „Kommission Wilhelminenberg&#8220;, die 2013 physischen, psychischen und sexuellen Missbrauch im ehemaligen Kinderheim Schloss Wilhelminenberg bestätigte und die Stadt Wien zur öffentlichen Entschuldigung aufforderte. 2012 wurde sie mit dem Demokratiepreis der Margaretha Lupac-Stiftung ausgezeichnet.

  13. 88

    Wie gerecht ist Österreich, Markus Marterbauer?

    &#8222;Es gibt kein sachliches Argument gegen Erbschaftssteuern.&#8220; Wenn Vermögen sich extrem konzentriert, gerät Demokratie in Gefahr. Das ist die zentrale These des österreichischen Finanzministers Markus Marterbauer. Im Gespräch erklärt er, warum Österreich in der Einkommenswelt vergleichsweise fair ist, in der Vermögenswelt aber nicht: Das reichste Prozent der Haushalte besitzt mehr als 40 Prozent des gesamten Vermögens. Wer so viel besitzt, formt auch Medien, Politik und Regeln. Aus Demokratie wird dann schleichend eine Oligarchie. Marterbauer liefert dazu einen ungewöhnlich klaren Befund: Die einzige Logik gegen Erbschaftssteuern ist Statusverteidigung. Und er zeigt, warum der Wohlfahrtsstaat die eigentliche &#8222;Gerechtigkeitsmaschine&#8220; ist: Nicht Steuerdebatten, sondern Bildung, Gesundheit und Pflege entscheiden, wie gerecht eine Gesellschaft wirklich ist. Markus Marterbauer ist ehemaliger Vizepräsident des Fiskalrats und früherer Chefökonom der Arbeiterkammer. Seit 2025 ist er Finanzminister der Republik Österreich. Außerdem ist er Mitglied im SPÖ-Bundesparteivorstand.

  14. 87

    Wie viel Solidarität braucht eine gerechte Gesellschaft, Barbara Prainsack?

    „Gerechtigkeitskonzeptionen ohne Solidarität hätten keine Hände und Solidarität ohne Gerechtigkeit hätte kein Gehirn.“ Im Zentrum dieser Podcastfolge steht das Spannungsfeld zwischen Solidarität und Gerechtigkeit – zwei Begriffe, die oft zusammen genannt, aber selten klar unterschieden werden. Wir fragen, wie sie in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft zusammenwirken und was sie für sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität bedeuten. Für Barbara Prainsack, Professorin an der Universität Wien, ist klar: Solidarität und Gerechtigkeit sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Gerechtigkeit schafft Regeln und faire Verteilung, Solidarität zeigt sich im konkreten Handeln. Erst zusammen tragen sie eine funktionierende Gesellschaft. Ein zentraler Streitpunkt ist das Nullsummendenken: die Vorstellung, dass Gewinne der einen Verluste der anderen sind. Prainsack hält dagegen: Investitionen in Bildung, Gesundheit oder Armutsbekämpfung stärken langfristig alle – und machen Gesellschaften stabiler. Dabei spielt auch institutionalisierte Solidarität eine Schlüsselrolle: Sozialstaat, Steuern und öffentliche Infrastruktur schaffen Vertrauen und bilden die Grundlage für gelebte Solidarität im Alltag. Und schließlich geht es um die digitale Zukunft: Mit dem Konzept der „Datensolidarität“ plädiert Prainsack dafür, Nutzen und Risiken von Daten fairer zu verteilen. Barbara Prainsack ist Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse an der Universität Wien und war Professorin am Department of Global Health &amp; Social Medicine des King’s College in London sowie Fellow des Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie hat mehrere Sachbücher zu Fragen der Bioethik, Medizin- und Gesundheitspolitik, zum Grundeinkommen sowie zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht.

  15. 86

    Was hat Klimapolitik mit Gerechtigkeit zu tun, Thomas Schinko?

    „Bitte überlegen Sie, welche Probleme in der Klimakrise Ihnen wirklich Sorgen bereiten, und was eigentlich Ihr Einflussbereich ist. Die kollektive Wirksamkeit, wenn man gemeinschaftlich aktiv wird – das ist das Wichtige. Über solche Coalitions of the Willing könnten wir das Thema etwas in eine andere Richtung lenken, vielleicht viel effektiver aufstellen und es auch am Köcheln halten.“ In dieser Folge von Der Sozialkompass sprechen Henning Klingen und Markus Schlagnitweit mit dem Wirtschaftsforscher Thomas Schinko über die Frage, was der Klimawandel mit Gerechtigkeit zu tun hat – und warum Klimapolitik ohne Gerechtigkeitsfragen kaum funktionieren kann. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es schon im Mai Temperaturen von über 30 Grad. Vor diesem aktuellen Hintergrund gehen wir den Fragen nach: Wer trägt Verantwortung für die Klimakrise? Wer leidet am stärksten unter ihren Folgen? Und wie kann Klimagerechtigkeit gelingen? Thomas Schinko erklärt, warum Klimagerechtigkeit weit mehr ist als die Verteilung von Emissionsrechten oder finanziellen Lasten. Unterschiedliche gesellschaftliche Vorstellungen von Gerechtigkeit prägen internationale Klimakonflikte ebenso wie die Beziehungen zwischen globalem Norden und Süden. Besonders Länder des globalen Südens empfinden viele klimapolitische Prozesse als ungerecht oder neokolonial geprägt. Weiters spricht er über die Rolle sozialer Bewegungen wie Fridays for Future. Schinko analysiert, warum die Klimadebatte derzeit an öffentlicher Aufmerksamkeit verloren hat und welche Chancen dennoch in neuen „Coalitions of the Willing“ liegen – also Bündnissen von Staaten und Akteur:innen, die beim Klimaschutz vorangehen wollen. Zum Abschluss geht es um die Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen: Wie kann man angesichts der Größe der Klimakrise handlungsfähig bleiben? Schinko plädiert für einen realistischen Blick auf den eigenen Einflussbereich und betont die Bedeutung kollektiver Wirksamkeit – gemeinsames Handeln statt individueller Überforderung. Thomas Schinko ist Senior Research Scholar und Forschungsgruppenleiter der Equity and Justice Research Group im Population and Just Societies Program am International Institute of Applied Systems Analysis (IIASA).

  16. 85

    WiderstandsChronologie-Sonderausgabe Juli 2026: Wien gegen Antisemitismus (Teil 1)

    In der Juni-Ausgabe der WiderstandsChronologie erklärte ich das Konzept der WiderstandsChronologie für gescheitert. Denn: Wenn in Wien derzeit die meisten „linken“ Demos und deren Teilnehmer*innen von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt und instrumentalisiert werden, ist eine solidarische Dokumentation und Berichterstattung nicht mehr möglich. Aber: Am 17. Juni 2026 demonstrierten zumindest rund 300 Menschen unter dem Motto „Wien gegen Antisemitismus“ am Platz der Menschenrechte gegen jeden Antisemitismus. In dieser und der nächsten Ausgabe der WiderstandsChronologie gibt es Redebeiträge aus dieser Kundgebung zu hören, wenngleich auch unvollständig und in veränderter Reihenfolge.

  17. 84

    Mental Border

    Mental Border &#8211; Die Grenzen im Kopf und deren Überwindung war der Titel einer Ausstellung und Lesung im Kunsthaus Hruschka in Falkenstein. Dabei las die Bachmannpreisträgerin Natascha Gangl über das Leben im Grenzgebiet. Man konnte dabei dem Fluss an der Grenze lautmalerische Zuhören, wie er seine Grenzgeschichten plupernd preisgibt. Sendungsgestaltung: Andrea Hiller im Rahmen des WUK-Jahresschwerpunkt ZUHÖREN

  18. 83

    ME/CFS &#8211; fehlende Versorgung für Betroffene

    [unbearbeiteter Sendungsmitschnitt] Studiogespräch mit Vertreter*innen vo MUT &#8211; ME: Unterstützung und Teilhabe Immer wieder berichten Betroffene von ME/CFS, dass ihr Krankheitsbild nicht ernstgenommen oder erkannt wird, wie auch gut recherchierte Medienberichte belegen. Dabei ist ME/CFS eine schwere, chronische Multisystemerkrankung, die zu massiven körperlichen Einschränkungen führt. Obwohl die Krankheit bereits 1969 von der WHO als neurologische Erkrankung klassifiziert wurde, wird sie bis heute regelmäßig als psychosomatische Störung abgetan, was erhebliche Auswirkungen auf die Unterstützung hat, die betroffene Menschen (nicht) erfahren. Zu wenig Wissen über die Pathomechanismen und unzureichende Forschung zu ME/CFS führen dazu, dass es noch immer kein einziges für diese schwere Erkrankung zugelassenes Medikament gibt. Wir sprachen mit Vetreter*innen der Initiative MUT &#8211; ME: Unterstützung &amp; Teilhabe, ein Zusammenschluss aus ME/CFS-Betroffenen, Angehörigen und Unterstützer*innen. Im Gespräch erfahren wir mehr über die Auswirkungen von ME/CFS, der fehlenden Unterstützung bzw. Versorgung und was es eigentlich bräuchte. Weitere Informationen und Kontakt zu MUT &#8211; ME: Unterstützung und Teilhabe: https://linktr.ee/mut_initiative

  19. 82

    35 Jahre Initiative Minderheiten und Afro Haircare Community Vienna

    Die Initiative Minderheiten erinnert uns anlässlich ihres 35-jährigen Jubiläums an das goldene Zeitalter der österreichischen Zivilgesellschaft, während neue Initiativen wie die Afro Haircare Community in Wien entstehen.

  20. 81

    Emerging Fields &#8211; Benjamin Kromoser

    Wir senden einen Mitschnitt des Gesprächs mit Prof. Benjamin Kromoser von der BOKU Wien. Das Gespräch entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung Emerging Fields in Architecture im Wintersemester 24/25 an der TU Wien. Studierende begaben sich auf eine Spurensuche nach aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Planens und Bauens im breiteren gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Kontext. Dafür befragten sie für diese Sendereihe Forscher:innen, Kreative und Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Forschungsfeldern u.a. zu diesen Fragen: Welche Art von Zukunft wollen wir schaffen? Welche Rolle(n) hat Architektur in welchem Kontext? Was kann / muss Architektur bieten? Was können wir von anderen Disziplinen für eine zeitgemäße Architektur lernen? Welche Visionen gibt es und wohin führen sie? Und was kann / muss man aus der Vergangenheit für zukünftige Projekte lernen? Das Interview mit Prof. Benjamin Kromoser von der BOKU Wien beleuchtet die Rolle von Industrierobotern im ressourceneffizienten Bauwesen und erläutert zudem technische Herausforderungen und Hintergründe in ihrer Verwendung. Ebenso gilt der 3D-Druck mit Holz bei dem Gespräch als ein weiterer Schwerpunkt und als spannendes Thema der Holzverarbeitung in der Forschung, bei dem industrielle Nebenprodukte der Holzindustrie, wie Sägespäne und Lignosulfonat, als nachhaltige Werkstoffe genutzt werden. Neben der sozioökonomischen Bedeutung der Robotik wird ebenso das Thema von Geometrieoptimierung und Arbeitsprozessen gesprochen. Hasibe Cepni Tiefenthaler und Stefan Münster führten das Interview und gestalteten diese Sendung im Rahmen der Lehrveranstaltung „Emerging Fields in Architecture“ der Technischen Universität Wien. Mehr Informationen über Prof. Benjamin Kromoser: https://BOKU.ac.at/personen/person/C9C236EF10110E45 * Radio Spaceuriosity auf Radio Orange 94.0 Jeden 2. Dienstag im Monat Eine Sendung von Sandra Häuplik-Meusburger und Verena Holzgethan http://o94.at/radio/sendereihe/spaceuriosity/ Live Stream: http://o94.at/live/ Sendungsarchiv: https://cba.fro.at/series/spaceuriosity

  21. 80

    Wien: Black Lives Matter Protest 2026

    Der Verein Black Voices veranstaltete von 1. bis 7. Juni 2026 die Black Lives Matter-Aktionswoche mit Community-Events rund um antirassistische Bildungsarbeit, Empowerment und Austausch. Den Abschluss der Aktionswoche bildete die Black Lives Matter-Demonstration am 7. Juni 2026 um 16:00 Uhr. Sie startete am Maria-Theresien-Platz, führte über die Ringstraße und endete mit einer Abschlusskundgebung im Sigmund-Freud-Park. &nbsp; Foto: Tezerash Mergen

  22. 79

    Gezeichnet fürs Leben: LIVE zu Gast RODJA PAVLIK, der Schreibmaschinist (15.5. 2026)

    Am 15.5. war Rodja Pavlik, der Schreibmaschinist zu Gast. Ihr fragt Euch was ein Schreibmaschinist ist, das ist jemand, der ca. 60 Schreibmaschinen zu Hause rumstehen hat und auch noch gerne auf ihnen herumtippt. Warum Rodja &#8222;Gezeichnet fürs Leben&#8220; in &#8222;Getippt fürs Leben&#8220; umbenennen wollte, warum ihn das Tippen auf einer Schreibmaschine beruhigt, das und vieles mehr hört ihr in dieser fast analogen Sendung. Hinter dem Mikro und den Reglern wie immer bei Gezeichnet fürs Leben. Mäx Egger. Viel Spaß beim Hören.

  23. 78

    Prisoners speaking for themselves: A discussion with Mansoor Adayfi

    Former Guantánamo detainee and human rights advocate Mansoor Adayfi joins Monika Mokre from URvG Österreich (Union for Prisoners&#8216; Rights) for a conversation on solidarity work by and with prisoners. Drawing on Adayfi&#8217;s experience of detention at Guantánamo and his ongoing advocacy for imprisoned people, the discussion explores how prisoners can organize across conditions of isolation, build collective resistance, and make their voices heard. The conversation follows the premiere of a documentary about URvG Österreich&#8217;s 2024 Wienwoche project &#8222;Wir sprechen für uns selbst. Gefangene ergreifen das Wort&#8220; which included an exhibition of artworks and writings by prisoners. Together, Adayfi and Mokre reflect on prisoner-led organizing, international solidarity, and what experiences from Guantánamo can contribute to the struggle for prisoners&#8216; rights and self-representation in Austria. The discussion was recorded on June 11, 2026, in Fortuna Kino in Vienna. Content note: The discussion addresses experiences of incarceration, violence, and trauma. Listener discretion is advised.Prisoners speaking for themselves

  24. 77

    70. Dead Air with a Viennese Orange Twist

    Dining Alfresco, UTI Nightmares, Greta, Ice Cubes and Cellars Feeling the heat and fighting the power on this Dead Air July Special superstar contributors – Comic Joe Bates Click —&gt; here for his award winning podcast. – Celebrity Hairdresser Leanne – Poet Seamy Keats – Agony Aunt Dr Lulu – Catfluencer Stevie Catagher music Shik Shak Shok – Mezdeke That&#8217;s Good – Devo Who loves the Sun – The Velvet Underground La La Land (GENESI &amp; MEDUZA &amp; ESSENTIA Remix) – Green Velvet In the heat of the morning – David Bowie Cory Wong – Vulfpeck Summer in the City – The Lovin&#8216; Spoonful Lena from Palesteena – Klezmer Conservatory Band Ol&#8216; Dirty Bastard – Shimmy Shimmy Ya Heat Wave – Ella Fitzgerald Jeans – Boyharsher Never Win (Benny Benassi Remix) &#8211; Fisherspoon reviews F**k Andy Burnham – Jeanne  Greta Greta even though I&#8217;ve never met ya&#8230;  – Seamy Keats more www.deadair.org

  25. 76

    freshVibes 084: Einblicke in den BLM Protestmarsch 2026 in Wien

    In unserer Juli-Sendung begleiten wir den Abschluss der Black-Lives-Matter-Aktionswoche von Black Voices Austria und nehmen euch mit zur Demonstration am 7. Juni 2026 in Wien. Sechs Jahre nach den weltweiten Protesten gegen rassistische Gewalt wird deutlich, warum die Black-Lives-Matter-Bewegung nichts an ihrer Aktualität verloren hat. Im Mittelpunkt stehen Stimmen, die Rassismus als strukturelles gesellschaftliches Problem benennen und sich für Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und nachhaltige Veränderungen einsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung sind die Redebeiträge und Gespräche, die während der Demonstration entstanden sind. Beverley Allen-Stingeder, Ishraga Mustafa Hamid, Daniel Romuald Bitouh, Topoke Mwana Mayi sowie Hussein Lukabwe sprechen über Alltagsrassismus, politische Verantwortung, Community, Solidarität und die Bedeutung antirassistischer Arbeit in Österreich. Ergänzt werden ihre Perspektiven durch Interviews mit Noomi Anyanwu und Mireille Ndo von Black Voices Austria, die Einblicke in die Organisation der Aktionswoche und die Ziele der Bewegung geben. Die Sendung hält die Eindrücke und Stimmen des Protesttages fest. Neben den Redebeiträgen kommen auch Menschen zu Wort, die an der Demonstration teilgenommen haben und ihre persönlichen Erfahrungen, Beweggründe und Eindrücke mit uns geteilt haben. So wird deutlich, warum die Black-Lives-Matter-Bewegung auch heute noch wichtig ist und weshalb der Einsatz gegen Rassismus nicht mit einer Demonstration endet, sondern langfristiges Engagement braucht. Begleitet wird die Sendung wie immer von Musik aus der afrikanischen Diaspora.

  26. 75

    KI und die Gesellschaft

    Peter Ranisch im Gespräch mit Ronke Babjide über KI und ihren Einfluß auf unsere Gesellschaft

  27. 74

    EU-Deregulierung: Freie Fahrt für die Kettensäge?

    Kaffee-, Leder- oder Palmölproduktion dort, wo vor Kurzem noch wertvolle Naturwälder wuchsen: Genau das sollte die EU-Entwaldungsverordnung verhindern. Unternehmen sollten nachweisen, dass ihre Produkte nicht mit Abholzung in Verbindung stehen. Ein wichtiger Schritt für Klima und Biodiversität, denn Wälder speichern CO2 und sind Lebensraum für einen Großteil aller Arten weltweit. Doch einige Akteure, insbesondere aus Österreich, laufen Sturm gegen das Gesetz: ÖVP sowie Vertreter:innen der Forst- und Wirtschaftslobbys warnen vor Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen. Seit der Verabschiedung 2023 wurde das Gesetz mehrfach verschoben und abgeschwächt. Dahinter steht ein größerer Trend: Unter dem Schlagwort „Simplification&#8220; setzt die EU derzeit in vielen Bereichen auf Deregulierung. Umwelt-, Sozial- und Verbraucherschutzstandards sollen abgebaut werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Bürokratie zu reduzieren. Doch auch der Widerstand dagegen wächst: Die österreichische Plattform „Kettensäge stoppen!“ kämpft EU-weit mit ihren Partnerorganisationen gegen die Deregulierungspolitik der EU. In der Sendung spricht ihre Koordinatorin Magdalena Pitzer über den Einfluss großer Konzerne auf die aktuelle EU-Politik und was dies für Umwelt, Klima und soziale Standards bedeutet. Dabei ist die Entwaldungsverordnung ein Paradebeispiel für Deregulierung. Nicolas Roux, Experte für internationale Lieferketten an der BOKU, erklärt, warum gerade Österreich sich als großer Rundholzimporteur bei dem Gesetz querlegte. Außerdem zu Wort kommen die EU-Abgeordneten Thomas Waitz (Grüne) und Reinhold Lopatka (ÖVP) sowie der Ökonom Werner Raza. Interviews mit: Magdalena Pitzer, Koordinatorin der Plattform „Kettensäge stoppen!“ und EU Umweltpolitik Expertin von Global 2000 Nicolas Roux, Forscher an der BOKU mit Schwerpunkt auf Lieferketten von Agrar- und Forstprodukten Ebenfalls zu Wort kommen: Reinhold Lopatka, EU-Abgeordneter für die Österreichische Volkspartei Werner Raza, Ökonom (Vortrag bei „Kettensäge stoppen: Alternativen zur EU Deregulierungsagenda“) Thomas Waitz, EU-Abgeordneter für die Grünen Die Initator:innen der Plattform &#8222;Kettensäge stoppen!&#8220; sind: Attac Österreich, GLOBAL 2000, ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund, Arbeiterkammer Wien, Anders Handeln, NeSoVe Netzwerk Soziale Verantwortung, epicenter.works Plattform Grundrechtspolitik, Greenpeace. https://www.kettensaege-stoppen.at/ Die Signation von OpenUp ist unter CC-Lizenz folgendem Titel entnommen: „Coolman“ aus dem Album „Kogani“ der Formation Suerte. Sendungsgestaltung: Ines Stiermeier Sprecherin: Sophia Tietjen

  28. 73

    Anna Raith

    Sozialexperte Martin Schenk spricht in dieser Ausgabe seiner Sendereihe mit Anna Raith von der Arbeiterkammer Wien über die Bedeutung des Lehrberufs, gute Ausbildung und Zukunftschancen für Lehrlinge.

  29. 72

    The Role of Media in Times of Radical Political Change: The Case of Hungary, Slovakia and Poland

    How do independent media survive when governments challenge democratic institutions and public trust in journalism? In this discussion, leading journalists and media experts from Hungary, Poland, and Slovakia share their experiences of political pressure, media capture, polarization, and the struggle to maintain independent reporting. The speakers discuss why rebuilding media independence is often more difficult than dismantling it, how Hungarian media organizations developed resilient business models under pressure, and why audience trust, investigative journalism, and cooperation between media outlets are crucial for the future of democracy. Featuring Zuzanna Dąbrowska (Polish News Agency PAP), Gábor Polyák (Eötvös Loránd University), Róbert Vági (Central Media Group), and Filip Struhárik (Denník N); moderation by Mirjana Tomic (fjum / Presseclub Concordia) Recorded at Presseclub Concordia in Vienna on 13 May 2026.

  30. 71

    Folge 32: Finanzbildung im Klassenzimmer

    Geld, Ungleichheit und Politische Bildung Jugendkonto, erste eigene Wohnung, Handyvertrag oder die Frage, ob sich Sparen überhaupt noch lohnt: Geld und der Umgang damit stellen viele junge Menschen vor Herausforderungen. Das zeigen auch aktuelle Untersuchungen: Viele Jugendliche fühlen sich nicht ausreichend auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet. Gleichzeitig schneiden Schülerinnen und Schüler in Österreich bei Financial Literacy im internationalen Vergleich gut ab. Der Wunsch nach mehr Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule ist groß. Aber was ist Finanzbildung eigentlich? Geht es darum, mit Geld umgehen zu können? Oder auch darum, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen? Genau darum geht es in dieser Folge von Richtig &amp; Falsch: Wir sprechen darüber, wie Finanzbildung in Österreich aussieht, was junge Menschen in der Schule aktuell über Geld und Wirtschaft lernen, wie Lehrkräfte mit den Spannungen zwischen individueller Kompetenz, gesellschaftlicher Verantwortung und politischen Kontroversen umgehen. Und wir klären, warum all das auch für die Politische Bildung wichtig ist. Zu Gast in dieser Podcast-Folge sind: Isabel BALDREICH – Projektkoordination Finanzbildung bei der ASB Schuldnerberatungen GmbH (Dachorganisation der Schuldnerberatungen Österreich) Heidrun EDLINGER – Universität Wien, Institut für Geographie und Regionalforschung, Lehramtsausbildung für LehrerInnen der Geographie und wirtschaftlichen Bildung. Lehrerin an einem Wiener Gymnasium, im Vorstand der Stiftung für Wirtschaftsbildung. Christian FRIDRICH – Hochschulprofessor für Geographische und Sozioökonomische Bildung (Schwerpunkt Wirtschafts- und Finanzbildung), Privatdozent an der Universität Graz. Professor an der Universität Wien, Pädagogische Hochschule Wien, Verbundstudium. Vinzent HILBRAND – Referent für Wirtschaftsbildung bei der AK Wien. Betreut das Workshop- und Planspiel-Programm im Bereich der wirtschaftlichen Bildung. Materialien, Links und weiterführende Informationen. Erscheinungsdatum: 24. Juni 2026

  31. 70

    [O-Ton] Gedenken an das Massaker von Srebrenica am 5. Juli 2026 in Wien

    05.07.2026 - 900–1000 Personen gedachten am 5. Juli 2026 in Wien bei einem Friedensmarsch vom Christian-Broda-Platz zum Heldenplatz und einer anschließenden Kundgebung am Heldenplatz der Opfer des Massakers von Srebrenica, bei dem im Juli 1995 mehr als 8000...

  32. 69

    O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 3.7.2026

    Die O94News gehen in die Sommerpause. Ab Mitte September sind wir wieder jeden Freitag um 17:00 Uhr on Air. Themen: Wer besonders von der Hitze betroffen ist | &#8222;Quantum Cube&#8220; am Campus der Universität Wien |Wenn Recht nicht schützt &#8211; Rassismus im Rechtssystem | Social-Media-Gerüchte über Kinderhandel | Für ein Verbot von Konversionstherapien Sendungskoordination: Stefan Resch &nbsp; Wer besonders von der Hitze betroffen ist Frühere, häufigere und längere Hitzewellen sind nur eine von vielen Auswirkungen der Klimakatastrophe. Selbst die Rekord-Hitzewelle in Österreich Ende Juni betrifft aber nicht alle Menschen gleich, sondern zeigt soziale Unterschiede auf. Für ältere Menschen oder solche mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Temperaturen schnell lebensgefährlich werden, dazu kommt noch eine wirtschaftliche Komponente: Wer körperlich arbeitet oder es sich nicht leisten kann, der Hitze zu entfliehen, leidet besonders. Beitragsgestaltung: Claudia Ploner &nbsp; &#8222;Quantum Cube&#8220; am Campus der Universität Wien Mitten im grünen Hof 2 des Alten AKH baut die Universität Wien ein neues Forschungsgebäude für Quantenoptik und Quantennanophysik. Wegen der Erschütterungen von Verkehr und Ubahn-Ausbau funktionieren die höchst sensiblen Messgeräte in der Boltzmanngasse nicht mehr zuverlässig, ein neuer Standort muss also her. Mit dem Ort in Mitten des begrünten Herzens der Universität sind aber bei weitem nicht alle einverstanden. Beitragsgestaltung: Nora Beneš, Cora Schlöglhofer &nbsp; Wenn Recht nicht schützt &#8211; Rassismus im Rechtssystem Die Dokustelle antimuslimischer Rassismus und Islamfeindlichkeit hat in einer qualitativen Studie untersucht, welche Diskriminierungserfahrungen muslimische oder als muslimisch gelesene Menschen im Kontakt mit der Polizei, Gerichten und Ämtern machen. Viele der Befragten gaben dabei auch an, ihr Recht nicht mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen &#8211; sei aus Angst vor Repressalien wie Gegenanzeigen oder aus der Überzeugung, Klagen wären zum Scheitern verurteilt. Für den Rechtsstaat ist es enorm problematisch, wenn er das Vertrauen breiter Bevölkerungsgruppen in die Gleichheit vor dem Gesetzt so leichtfertig aufs Spiel setzt. Beitragsgestaltung: Stefan Resch, mit einer Aufnahme von Simon INOU &nbsp; Social-Media-Gerüchte über Kinderhandel In der letzten Woche haben sich Gerüchte durch die Sozialen Medien verbreitet, auf der Kleinanzeigen-Plattform Vinted würden Kinder zum Verkauf angeboten. Beweise dafür gibt es trotz Ermittlungen in zwei Staaten keine. So werden diese Gerüchte zu einem warnenden Beispiel, wie schnell und breit sich Gerüchte auf Basis abwegiger Vermutungen im Cyberspace verbreiten können. Beitragsgestaltung: Carla Lora Peréz &nbsp; Für ein Verbot von Konversionstherapien Konversions&#8220;therapien&#8220; verfolgen das Ziel, queeren Menschen ihre sexuelle Identität und/oder Orientierung auszutreiben. Damit gehen hohe Risiken für psychische Leiden einher, bis hin zu einer stark erhöhten Suizidrate. Trotzdem wird über ein Verbot solcher Behandlungen noch immer diskutiert. Besonders religiös-konservative Gruppen stellen sich sowohl auf nationaler als auch euripäischer Ebene gegen ein Verbot. Beitragsgestaltung: Yann Pütz

  33. 68

    Noch einmal: Über Recht und Unrecht beim Kriegführen

    Noch einmal aus der Welt der „Freien Radios“: Russland und Ukraine und Zensur, Zensur wg. Ukraine und Russland Über Recht und Unrecht beim Kriegführen Der angedrohte bzw. verhängte Ausschluss dieses Podcast ausgerechnet von „Freien Radios“ ist einige Monate her, möchte mich auch nach einigen Zuschriften noch einmal äußern, und hoffe, einigen Unklarheiten und Verständnisproblemen damit zu begegnen. Sofern es solche waren. Der Kern des Streits ist m. E. die Frage nach Recht und Unrecht beim Kriegführen, die moralischen Werte und die Sprachregelungen der Kriegsparteien. (Vgl. die Vorfälle bzw. Beiträge dazu auf: https://cba.media/768736 und https://cba.media/759259.) Analysieren oder geistig mitmachen?! Über etwas nachdenken – über Krieg und Frieden etwa – ist eben etwas anderes, als sich die Frage vorzulegen, „was gehört denn erlaubt bzw. verboten?“ oder noch abseitiger „was würde ich denn erlauben bzw. verbieten, wenn ich etwas zu sagen hätte?“. Wer so fragt, macht sich dadurch schon theoretisch, ideell gemein mit Machthabern und Kriegsherrn und deren Ansprüchen beim Erlauben und Verbieten; die sind schließlich praktisch zuständig für Ge- und Verbote. Wer sich in die Pose einer unabhängigen, quasi übergeordneten Instanz begeben will, und über die „wirklich“ berechtigten Forderungen etwa von Separatisten und Selbstbestimmern entscheiden will, im Unterschied zu den bloß vorgeschobenen, erschwindelten – der macht sich zum teilnehmend-beobachtenden Anhängsel und Parteigänger von Sprachregelungen, die Staaten bei Bedarf gegeneinander verwenden, und an die sie sich selber nicht halten. „Recht“ und „Unrecht“ sind keine höheren Prinzipien, sondern die Ansprüche und Mittel konkurrierender höchster Gewalten. Der Vorwurf, Russland sei schon „2014 mit einer Lüge zu Unrecht in die Ukraine einmarschiert“, gemeint sind die damaligen Separatisten im Osten der Ukraine, gibt eben nicht „das Recht“ wider, sondern bloß die westliche Rechtsmeinung, und die ukrainische. Die russische Rechtsmeinung berief sich und beruft sich auf die Bevölkerung im Donbass und auf der Krim, und auf das eigene Recht auf Selbstverteidigung gegen ein feindliches Militärbündnis. Die US-amerikanische Rechtsmeinung wurde unter Donald Trump bekanntlich modifiziert; übrigens auch die österreichische: Putin war 2014 (und 2018) auf Staatsbesuch in Österreich und wurde von der Wirtschaft 2014 begeistert akklamiert. (Wer dafür „Quellen“ braucht, möge sich selber welche suchen.) Es ist ebenfalls das Narrativ von Putin, dass die NATO entgegen früherer Abmachungen Richtung Russland expandiert ist, auch für dieses Narrativ gibt es sehr glaubwürdige und plausible Quellen. Diese Quellen wurden übrigens 2022 nach dem russischen Angriff auch von der nicht-so-freien Öffentlichkeit ausgiebig zitiert, gar nicht unbedingt, um darüber nachträglich dementierende Lügen zu verbreiten; das hat eine freie Meinungsbildung nicht nötig. Es wurde bloß in Europa erfolgreich der „Sprech“ durchgesetzt, auf diese alten Geschichten dürfe sich Russland heute einfach nicht berufen, und ebenso wenig auf Artikel 51 der UN-Charta gegen die Aufrüstung der Ukraine. Fertig. Weil die westliche Rechtsmeinung die einzig gültige sei. (Was ist Artikel 51? Nachschauen! Quellen suchen!) * Erspare mir weitere Erinnerungen an gewisse Vorkommnisse: Der unverbesserliche Ökonom Jeffrey Sachs hat in der „Berliner Zeitung“ wieder mal an den deutschen Kanzler geschrieben, und im Zuge dessen wieder mal eine Chronik von Ereignissen referiert, die auch in einigen meiner Beiträge schon vorgekommen sind. Daher die Aufforderung an alle Interessenten, sich ev. damit zu befassen: https://www.berliner-zeitung.de/article/jeffrey-sachs-an-bundeskanzler-merz-verhindern-sie-offenen-krieg-mit-russland-10038620 Der Vorwurf „unverbesserlich“ an Jeffrey Sachs bezieht sich auf dessen Unwillen, einen speziell deutschen Kriegswillen gebührend zur Kenntnis zu nehmen, und statt dessen vor der Gefahr des „Schlitterns“ in eine „Katastrophe“ zu warnen; so als würde sein Adressat nicht recht wissen, was er treibt. Dabei hat der doch unmissverständlich klargestellt, Deutschland müsse dringend „die Sprache der Macht lernen“ – damit die Macht mit ihm sei. Als sei Deutschland dieser Sprache bisher unkundig gewesen: Weil der Feind Russland jedenfalls nur die „Sprache der Gewalt“ versteht, muss nun von Deutschland „gelernt“ werden. Um der deutschen Rechtsmeinung gebührend Geltung zu verschaffen, braucht es die deutsche Gewalt – unter dem anscheinend höflicheren Titel der Macht. Recht beruht jedenfalls auf Gewalt. Was der relativ nüchternen Darstellung von Jeffrey Sachs durchaus zu entnehmen ist, ist die Schwierigkeit, aus dem Dickicht von Recht und Unrecht wieder herauszufinden, besser die Unmöglichkeit, auf dem Feld der Prinzipien einen festen Halt für die je eigene Parteinahme für den Krieg zu gewinnen. Mit moralischen, mit völkerrechtlichen Prinzipien lässt sich eben alles legitimieren, und das jeweilige Gegenteil auch. Nicht einmal das jahrelange Verdikt „Aaangriffskrieg“ gibt dafür eindeutig etwas her, es sei denn, jemand ist bereit, sein eigenes Gedächtnis zielgerichtet zu misshandeln. Es gibt einen Gemeinplatz unter Juristen – „zwei Juristen, drei Meinungen“ – der Spruch hat viel für sich, und im Reich der Internationalen Politik ist es genau so – nur ganz anders! Denn die Juristen mit den vielen Rechtsmeinungen dreschen in der Regel nicht aufeinander ein, sie sehen sich vor Gericht! Die hohen Staatsgewalten vertreten allerdings keine Rechtsmeinung gegenüber einer höchsten Instanz, sondern sind selber die höchste Instanz. * Exkurs und ein gewagter Vergleich Wenn die EU und das südamerikanische Wirtschaftsbündnis Mercosur ein Abkommen über Handel, Kapital- und Kreditverkehr abschließen, dann setzen sie damit ein Stück internationales Recht (vulgo: Völkerrecht) in die Welt. Die hohen vertragschließenden Parteien überprüfen anschließend laufend die Wirkungen der neuen Freiheiten ihrer international tätigen Kapitalisten auf die jeweiligen Bilanzen und Kennziffern (Handelsbilanz, Kapitalbilanz, Wechselkurs, bis runter zu den einzelnen Branchen wie die Landwirtschaft damit zurechtkommt). Im Fall der Unzufriedenheit werden die Ergebnisse erst mal als Resultat „unfairer“ Praktiken der Partner interpretiert und Änderungen angemahnt. Es gibt im Rahmen solcher in der Regel befristeter internationaler Abmachungen Verfahren, durch die Modifikationen beantragt werden können, aber alle diese Verfahren wie etwa Schiedsgerichte leben davon, dass die Parteien bereit sind, das jeweilige Prozedere und die Konsequenzen zu akzeptieren. Dieses Stück Völkerrecht gilt, wenn und worin sich die Staaten einigen, und einig bleiben wollen. Wenn die Einigkeit nicht mehr gegeben ist, nimmt die Eskalation ihren Lauf: Von der diplomatischen Kundgebung des Missfallens über Drohungen, Sanktionen bis zum Zoll- und Wirtschaftskrieg a la Donald Trump oder der EU vs. Russland. Dann ist die bisherige Einigkeit und damit das bisherige Stück Völkerrecht obsolet; wie es weitergeht, hängt von den wechselseitigen Erpressungsmitteln ab. Das gilt für den Verkehr zwischen Staaten generell, bis zu den letzten Fragen der zwischenstaatlichen Anerkennung und deren Aufkündigung durch Krieg. Auch im Inneren eines Staates wird die Rechtslage bekanntlich ständig geändert. Das nennt sich „Reform“ und das verläuft, solange das Gewaltmonopol unangefochten ist, ohne Komplikationen, weil die Regierung gegenüber ihren Bürgern in der „Sprache der Macht“ kommuniziert. Das zuständige Verfassungsorgan ändert die Rechtslage, allfällige Komplikationen müssen die Untertanen ausbaden. Beim internationalen Recht haben es Staaten aber mit ihresgleichen zu tun. * Weil sich mit moralischen und mit völkerrechtlichen Prinzipien eben alles legitimieren lässt, und das jeweilige Gegenteil auch, folgt: Der tatsächliche feste Anker für eine je eigene Rechtsmeinung und Parteienstellung von Meinungsbildnern und &#8211;konsumenten auch in der kleinen, freien Radiowelt ist daher in der Regel anders verortet, nämlich in einer Einstellung, die bei Gelegenheit auch gern als Nationalismus, Beifügung „primitiv“, gehandelt wird. Im Recht ist letztlich halt immer die „eigene“ Nation bzw. das zugehörige Bündnis! Nationalisten entdecken in der Regel diese Einstellung in all ihrer Primitivität nur bei anderen, auswärtigen Nationalisten. Das ist die Erinnerung an eine Tatsache. Dieser Nationalismus lebt davon und beruht auf der Vorstellung, letztlich wäre die „eigene“ Staatsmacht international irgendwie im eigenen Interesse unterwegs, so dass die Parteinahme für diese „eigene“ Macht ebenso selbstverständlich wie alternativlos ist. Die Sache selbst verhält sich bloß genau umgekehrt; um auswärts in der „Sprache der Macht“ ordentlich auftrumpfen zu können, werden die Bürger ordentlich rangenommen, müssen derzeit also billiger werden und vor allem kriegstüchtig. In der Ukraine werden die Wehrpflichtigen auf offener Straße entführt und von „ihrer“ Herrschaft gezwungen, sich für diese Herrschaft verheizen zu lassen. Für Ukrainer in Westeuropa steht inzwischen das Recht auf Wehrdienstverweigerung zur Debatte, die EU-Kommission stellt es in Frage. Gerade wenn einer dieses Recht brauchen könnte, droht die Abschaffung. Das Besitzverhältnis, das Nationalisten mit der Redeweise „mein Land“ fingieren, ist eben genau umgekehrt gesetzt. Ole Nymoen hat das thematisiert. Das ist die eine Linie, die sich hoffentlich verständlich durch meine Beiträge zieht: Die Destruktion der Sprachregelungen, der propagandistischen Konstruktionen, der Narrative und der Lügen. * Klartext: Die Waffe der Erweiterung Die andere Linie meiner Beiträge soll in der Darstellung der tatsächlichen Interessen bestehen, die da durchgefochten werden. Da ist eine Weiterentwicklung zu registrieren, indem die Narrative immer ausführlicher auf die Ambitionen der europäischen Mächte abzielen. Als Einstieg dazu ein kleiner Meinungsbeitrag einer österreichischen Zeitung: „Die Erweiterung war und ist die stärkste Waffe, die die EU in Händen hält, um im Wettstreit der Weltmächte mithalten zu können. Für die Geopolitik ist diese Waffe seit Jahrzehnten eingesetzt worden. … Griechenland, Spanien, Portugal … die ehemals kommunistischen Länder Osteuropas …“ (Kurier 19.6.2026) Hitler hat diese „Waffe“ seinerzeit als die „wirtschaftsfriedliche Eroberung“ fremder Länder bezeichnet, zu der Deutschland damals im Unterschied zu heute mangels wirtschaftlicher Wucht aber nicht in der Lage war. Die Charakterisierung der Erweiterungen der EU als „Waffe“ in der „Geopolitik“ – Geopolitik ist die Umschreibung für „Imperialismus“ –, diese Bezeichnung als „Waffe“ im „Wettstreit der Weltmächte“ spricht vergleichsweise Klartext gegenüber den alten Geschichten vom Wirtschaftsbündnis, das auf allseitigen Wohlstandsgewinn der Teilnehmer ausgerichtet sei. Auch dass die EU eine Hilfsorganisation für die armen Leute woanders sei, etwa am Balkan und in der Ukraine, das wird hier etwas niedriger gehängt; auch wenn für die EU natürlich gilt, was alle Weltmächte behaupten – ihre Durchsetzung in der Welt außerhalb der eigenen Grenzen sei ein Segen für die je betroffene Menschheit. Die hier angesprochene Messlatte ist jedenfalls eine Konkurrenz der „Weltmächte“, und zufrieden wird bilanziert, dass die EU – gemeint sind die Vormächte in Westeuropa – immer dicker und fetter und dadurch mächtiger geworden ist. Bei der beitrittswilligen Ukraine hält der zitierte Kolumnist die Chancen und vor allem die Risiken für ungleich größer, da lässt sich „dieser Beitritt für die EU sicher nicht einfach wegstecken“, wegen Oligarchen und rechtsstaatlichen Defiziten und so Zeug. Bemerkenswert ist, was in dem Text nicht angesprochen wird, vielleicht aus borniert-österreichischer Sicht. Denn dass es sich bei der EU-Erweiterung um eine „Waffe“ im „Wettstreit der Weltmächte“ handelt, das sieht die Führung der Russischen Föderation schon längere Zeit genau so, deswegen hat sie der EU diese Waffe in der Ukraine aus der Hand geschlagen, ja, gemeint ist der Krieg. Durch den Krieg und den folgenden – teilweisen – Ausstieg der USA unter Trump wurden die Europäer genötigt, sich neu zu positionieren, die Folge sind die einschlägigen Bekenntnisse zur Euro-Weltmacht und zur Aufrüstung. Nun ist Schluss mit dem „Friedensprojekt Europa“. Der europäische Drang zur Weltmacht verlangt nach Gerätschaften, welche die „Sprache der Macht“ beherrschen, in ziemlich gigantischen Dimensionen. Dazu ist eine skeptische Frage zu einem früheren Beitrag eingelangt: siehe auch https://cba.media/766834 Eine skeptische Frage zu einem früheren Beitrag „Russland … habe das ‘von der NATO unter US-Führung über die Staatenwelt verhängte, wo immer nötig mit Gewalt zur ­Geltung gebrachte Gewaltverbot für alle anderen Staaten’ missachtet. Dieses ‘Gewaltverbot’ bzw. ‘entschiedene Gewaltverhältnisse’ seien aber Voraussetzung dafür, dass eine militärisch eher schwach aufgestellte Macht wie die BRD mittels ihre ökonomischen Potenz den europäischen Kontinent auch politisch beherrschen könne. Dass der deutsche und europäische ‘zivile Imperialismus’ so funktioniert hat, glaube ich auch. Jedenfalls versteht sich von allein, dass Staaten den ökonomischen Macht- und Druckmitteln anderer letztlich komplett ausgeliefert sind, wenn sich der Gedanke an militärische Gegenwehr oder deren Androhung von vornherein verbietet. Aber erklärt das die wilde Entschlossenheit der Europäer zum Krieg gegen Russland? Ich meine, die ‘friedliche Eroberung’ des europäischen Kontinents ist doch im wesentlichen abgeschlossen. Was wäre denn da noch zu holen außer ein paar ehemals jugoslawischen failed states und den zwei Zwergstaaten Moldawien und Georgien? Und werden die ökonomischen und politischen Erpressungsmanöver der EU gegenüber diesen Restkandidaten jetzt wirkungslos – weil die ja im Zweifel ‘die Russen’ um militärischen Beistand bitten könnten? Das glaubt doch niemand im Ernst, oder? Realistischer ist vielleicht die Annahme, dass Streitigkeiten zwischen den drei bis vier Hechten im europäischen Karpfenteich eskalieren könnten, wenn die US-Regierung kein Interesse mehr hat, das als Gefährdung der Einheitsfront gegen Russland zu unterbinden – wie am Schluss des Vortrags angedeutet („Es ist nicht einmal mehr in Stein gemeißelt, dass und wie die Union überhaupt zusammengehalten und die deutsche Führungsrolle in ihr behauptet werden kann…“); aber das ist etwas anderes. Tatsächlich scheinen sich aber doch diese Hechte einig zu sein, dass sie Russland fertig machen wollen, koste es, was es wolle. Und dass sie sich damit zunächst einmal selbst wirtschaftlich ganz enorm schaden, kann auch niemand ernsthaft bestreiten. Warum tun sie das? Müsste nicht die feindselige Haltung der Amerikaner eher ein Anlass sein, sich mit den Russen ins Benehmen zu setzen? Der Scheiß, den sie uns tagein tagaus vorsingen, dass ‘Putin’ demnächst ‘nach dem Baltikum greift’ etc. etc., den glauben sie doch mit Sicherheit selbst am aller wenigsten. Die Russen streben nicht nach ‘Vorherrschaft’ über Europa; dazu sind sei militärisch nicht in der Lage und wirtschaftlich schon gleich gar nicht. Sie wären schon zufrieden, wenn die Ukraine nicht hochgerüstet würde und neutral wäre. Sie wären doch froh, wenn sie zum Status quo ante zurückkehren könnten – trotz allem. Aber die maßgeblichen Europäer wollen das ums Verrecken nicht. Warum nicht? Weil sie die Reaktion der Amerikaner fürchten? Weil sie wissen, dass die anderen Hechte nicht beißen, solange man gegen einen gemeinsamen Feind kämpft – und die Beute wäre ja wirklich nicht zu verachten, wenn es gelänge, die Russische Föderation in einen Haufen Kleinstaaten zu zerlegen, die man nach Belieben herumkommandieren und ausplündern kann? Die Argumente … klingen für mich erst mal ganz logisch und überzeugend, aber auf den zweiten Blick dann doch irgendwie abstrakt…“ Der Reihe nach: „Dass der deutsche und europäische ‘zivile Imperialismus’ so funktioniert hat, glaube ich auch. … Aber erklärt das die wilde Entschlossenheit der Europäer zum Krieg gegen Russland? Ich meine, die ‘friedliche Eroberung’ des europäischen Kontinents ist doch im wesentlichen abgeschlossen. … Tatsächlich scheinen sich aber doch diese Hechte einig zu sein, dass sie Russland fertig machen wollen, koste es, was es wolle.“ – Zustimmung, aber: Die Eroberung – friedlich oder nicht – ist gerade nicht abgeschlossen, ihr Herzstück, die Ukraine, wird kaputt gemacht, und die „Lehre“ der Koalition der europäischen Kriegswilligen ist eindeutig: Sie besteht auf ihrer Zuständigkeit für die Ordnung zumindest in der Ukraine und darüber hinaus – Selenskyj droht mittlerweile dem Belarus, eine dortige Oppositionspolitikerin wird ab und an in Europa als die dortige eigentlich rechtmäßige Herrscherin verkauft, diese Ansprüche sind jedenfalls angemeldet; die Kriegs-Koalition ist bislang nicht bereit, Abstriche zu machen. Die „friedliche Eroberung“ durch die „Waffe der Erweiterung“ ist am Ende, der Anspruch auf Erweiterungen aber nicht – friedlich geht eben nicht mehr. Die Frage – „Was wäre denn da noch zu holen außer ein paar ehemals jugoslawischen failed states und den zwei Zwergstaaten Moldawien und Georgien?“ – die thematisiert meines Erachtens ein ganz falsches Kriterium, es geht doch nicht (nur) um diese Gebilde. Es geht gegen Russland. Der Krieg der Russischen Föderation ist der Game-Changer, das bisherige „Friedensprojekt“ besteht darauf, mit Krieg gegen Russland weiterzumachen, weil Russland die von den Europäern beanspruchten Befugnisse in Sachen „Friedensordnung“ missachtet hat, und das wollen die nicht hinnehmen, also Aufrüstung zur Kriegstüchtigkeit in drei bis vier Jahren: „Die Russen streben nicht nach ‘Vorherrschaft’ über Europa; dazu sind sei militärisch nicht in der Lage und wirtschaftlich schon gleich gar nicht. Sie wären schon zufrieden, wenn die Ukraine nicht hochgerüstet würde und neutral wäre. Sie wären doch froh, wenn sie zum Status quo ante zurückkehren könnten – trotz allem. Aber die maßgeblichen Europäer wollen das ums Verrecken nicht.“ Stimmt, das wollen die Europäer nicht. War im „Friedensplan“ von Donald Trump enthalten: Rüstungsbeschränkungen, Neutralität und Gebietsabtretungen. Dagegen die kategorische Ablehnung der Koalition der Kriegswilligen; ums Verrecken darf es keinen Kompromiss mit Russland geben – soweit jedenfalls der status quo. Der – konventionelle – Krieg darf kein Mittel der russischen Politik sein, das meint der Spruch „Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen!“ Das wurde in Russland auch verstanden, dortige Strategen diskutieren die Anwendung von Nuklearwaffen, weil sich „Europa“ von deren bloßem Vorhandensein nicht abschrecken lässt. Die anspruchsvolle europäische Bereitschaft, sich als der eigentliche Gegner der Russischen Föderation aufzuführen, noch ohne ein kriegsfähiges Subjekt im strengen Sinn zu sein, also ohne einheitliches Kommando samt Zugriff auf die europäischen militärischen Ressourcen – die sind als NATO organisiert –, die beruht auf der Bereitschaft der Ukraine, den willigen Stellvertreter zu machen, der finanziell am europäischen Tropf hängt, mit der einzigen nationalen Perspektive, eben nur als europäischer militärischer Vorposten zu reüssieren. Zu den Kosten: „Und dass sie (die Europäer) sich damit zunächst einmal selbst wirtschaftlich ganz enorm schaden, kann auch niemand ernsthaft bestreiten.“ In der Tat, dass Wirtschaftskrieg und Rüstung ein einziger Abzug vom ökonomischen Wachstum ist, hat sich auch in der bürgerlichen Politik herumgesprochen; es gilt jedoch mittlerweile das Dogma, dass „Sicherheit“ durch Waffen die oberste Priorität ist, der sich alles andere, im Prinzip das ganze zivile Leben, unterzuordnen hat. Die Wirtschaft wird dafür in Anschlag gebracht, und die dadurch strapazierte deutsche Kreditwürdigkeit verlangt nach Auskunft der Regierung eine tiefgreifende Offensive für den Kapitalstandort, durch „Reformen“ auf Kosten der „beschützten“ Bevölkerung. Kleine Erinnerung an lustige TV-Debatten mit Ole Nymoen: Nein, es ist nicht Putin, der durch „Reformen“ den bisherigen deutschen „way of life“ bedroht, also „unser Leben“, samt dem bisherigem Lebensstandard. Zur angesprochenen Rolle der USA: Es haut m.E. nicht hin, dass die Furcht vor den USA die Rückkehr zum status quo ante verhindert, die Europäer also quasi gezwungen seien, weiterzumachen. So eine Rückkehr wäre ja im Trump-“Friedensplan“ enthalten gewesen. Die Euros wollen auch nicht die Konfrontation eskalieren, um sich weiter zum Frieden untereinander zu zwingen, weswegen sie methodisch den äußeren Feind brauchen. Die Militarisierung der EU ist schon die konsequente Fortsetzung des Gründungs-Imperialismus dieses Vereins auf Basis erreichter Erfolge: Die europäischen Großmächte haben sich seinerzeit allesamt für zu klein befunden, um – damals – zwischen USA und Sowjetunion zur Weltmacht aufwachsen zu können; also ein Bündnis geschlossen. Ich erspare mir die einzelnen Schritte des Projekts, bisher ist „der Westen“ cum grano salis als militärischer Block unter US-Führung in den Kriegen zur Ausgestaltung der Welt(!)ordnung aufgetreten; die USA haben da viel „Drecksarbeit“ erledigt, um Friedrich Merz zu paraphrasieren. Nach zwei „Zeitenwenden“ – erst der russische Krieg, und dann der US-Ausstieg – ist die Koalition der Kriegswilligen gewahr geworden, dass sie als Nationen noch immer zu klein sind, für den Krieg nämlich … Die bisherige Grundlage der wirtschaftsfriedlichen Eroberung des Ostens, der Benutzung der ökonomischen Macht der EU zur Erpressung der Beitrittskandidaten, die hat der amerikanische Präsident schwer beschädigt. Der hat doch mittlerweile kein Interesse an einer „Einheitsfront“ gegen Russland, der hat ja sein Vaterland die längste Zeit darunter leiden sehen, wie sich die EU auf Basis der amerikanischen Rückendeckung durch die friedliche „Waffe der Erweiterung“ Land um Land einverleibt, und so auf Kosten Amerikas eine gewaltige „Friedensdividende“ – durch den Sieg im „Kalten Krieg“ – in Gestalt des Anschlusses Osteuropas einheimst. Eine EU, die darüber nicht nur als ökonomischer Konkurrent der USA, sondern auch als weit nach Osten ausgreifende Ordnungsmacht ihr Imperium erweitert! Trump macht sich in dem Sinn gegen die EU als Spalter zu schaffen, indem diverse rechte Parteien protegiert werden. – Zumindest die Führer der Koalition der Kriegswilligen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten nach der legendären Abfuhr Selenskyjs im Weißen Haus eine eindeutige Antwort parat: „Europa“ muss auch ohne die USA weitermachen, und das verlangt nach einem europäischen supranationalen Subjekt, das es noch nicht gibt. Der Hinweis „es ist nicht einmal mehr in Stein gemeißelt, dass und wie die Union überhaupt zusammengehalten und die deutsche Führungsrolle in ihr behauptet werden kann …“ bezieht sich darauf, dass die inneren Verhältnisse in Deutschland, Frankreich, Großbritannien – von den Erweiterungsverlierern wie Rumänien und Bulgarien ganz zu schweigen – nicht übermäßig stabil sind, indem es ziemlich überall eine rechte Opposition gibt, die teilweise vehement den Kriegskurs in Frage stellt, und sich auf Trump berufen kann! – Ja, die europäische Weiterentwicklung zur Weltmacht ist schon ein riskantes Abenteuer. Literatur: https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kriegsbereitschaft-heute https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/sprache-macht-lernen https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/sozialreformen-volk-flott-machen Zum Nachhören: In Acht und Bann -EU-Sanktionen als Streitfall https://sound.orf.at/podcast/oe1/science-arena/science-arena-in-acht-und-bann&#8211;eu-sanktionen-als-streitfall

  34. 67

    Ist der Veganismus tot?

    Gespräch mit Felix Hnat, Obmann und GF der Veganen Gesellschaft Österreich. „Ist der Veganismus tot?“ titelte eine Podiumsdiskussion des Standard. Der Pro Kopf Konsum von Fleisch in Österreich steigt seit 2 Jahren wieder sehr leicht, nachdem er vorher über 10 Jahre gesunken war. Die vegane Fast Food Kette Swing Kitchen wurde insolvent. Grund genug von tierindustrieller Seite den Veganismus für tot zu erklären. Andererseits fand von 4.-7. Juni 2026 die Veganmania im Museumsquartier in Wien statt, mit 80 Ständen und 60.000 Besucher:innen und einer tollen Stimmung. Nein, viele Indikatoren belegen: der Veganismus ist nicht tot.

  35. 66

    Wenn Obdachlosigkeit auf Solidarität trifft

    Fiona arbeitet seit 11 Jahren daran, Obdachlosigkeit aktiv zu bekämpfen. Sie erklärt ihre Beweggründe und berichtet von ihren Erlebnissen. Mit ihrer Art und Weise, ihr Ehrenamt zu leben, fasziniert sie und zeigt, wie viel ein ehrenamtliches Engagement zurückgeben kann. Solidarität und die Wahrnehmung des Anderen stehen dabei im Fokus.

  36. 65

    Was geht ab in Mordor? &#8211; Folge 53

    Zu Gast im Studio: Ilse Kilic

  37. 64

    Zeitzeuginnengespräch mit Lucy Waldstein- Flucht aus Wien, Exil und Neubeginn

    Depot – Kunst und Diskussion Das Mauthausen Komitee Österreich, der Verein GEDENKDIENST und die Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JöH) laden zu einem Gespräch mit Lucy Waldstein ein. Die 1930 in Wien geborene Zeitzeugin berichtet von ihrer Kindheit im 9. Bezirk, der Flucht ihrer Familie im Jahr 1938, der Trennung der Familie und ihrem Exil, ihrer Internierung auf Trinidad sowie ihrem späteren Neubeginn in den USA. Mehr als acht Jahrzehnte nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Terror erinnert Lucy Waldsteins Lebensgeschichte eindringlich daran, wie schnell Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung zum Alltag werden können. Lucy Waldstein, Zeitzeugin, New York Moderation: Milli Li Rabinovici, JöH &amp; Yuno Schwingshandl, GEDENKDIENST, Wien In Kooperation mit Mauthausen Komitee Österreich, GEDENKDIENST und JöH. Die Veranstaltung wurde am 6.Mai 2026 im Depot &#8211; Kunst und Diskussion aufgezeichnet. Bearbeitet von Katharina Reisner &nbsp; Escape from Vienna, Exile, and a New Beginning: The Mauthausen Committee Austria, the GEDENKDIENST association, and the Jewish Austrian University Students (JöH) invite you to a conversation with Lucy Waldstein. Born in Vienna in 1930, this surviving witness her childhood in the 9th district, her family’s flight in 1938, the separation of the family and her exile, her internment in Trinidad, and her subsequent new beginning in the United States. More than eight decades after liberation from Nazi terror, Lucy Waldstein’s life story serves as a powerful reminder of how quickly exclusion, disenfranchisement, and persecution can become part of everyday life. Lucy Waldstein, surviving witness, New York Moderation: Milli Li Rabinovici, JöH &amp; Yuno Schwingshandl, GEDENKDIENST, Vienna In cooperation with the Mauthausen Committee Austria, GEDENKDIENST, and JöH. The event was recorded on May 6, 2026, at Depot – Art and Discussion. Edited by Katharina Reisner. &nbsp;

  38. 63

    Check-in Arbeitswelt Teil 3: Dialog zwischen Jugendlichen &#038; Unternehmen

    Zu hören ist ein Beitrag aus dem Projekt „Check-in Arbeitswelt“. Ein Projekt, das den Dialog zwischen Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und Unternehmen stärkt – und beide Seiten einander näherbringt. In mehreren Workshops haben Jugendliche ihre eigenen Fragen an Arbeitgeber_innen entwickelt. Fragen, die direkt, ehrlich und neugierig sind – und die einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen. Zum Beispiel: Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Was war der dümmste Grund, jemanden kündigen zu müssen? Was wollen Sie in Ihrer Pension machen? Und: Darf man in Ihrem Unternehmen ein Kopftuch tragen? Diese und viele andere Fragen beantworten Unternehmerinnen und Unternehmer in den entstandenen Radiobeiträgen. So entsteht ein offener Dialog, der zeigt, welche Erwartungen es gibt – und was Jugendliche brauchen, um ihren Weg in die Arbeitswelt gut zu starten. Ein Beitrag zur Sensibilisierung, aber auch zur gegenseitigen Annäherung. Link zum Projekt: https://verein280.at/checkin Umgesetzt wurde „Check-In Arbeitswelt“ vom Verein 280 Prävention.Bildung.Teilhabe, unterstützt durch die Integrations-Kleinprojektförderung der MA 17. Kooperationspartner: Jobmania (AusbildungsFit Maßnahme), Start-Stipendium (Stipendienprogramm für Jugendliche mit Migrationsgeschichte), Backbone (Mobile Jugendarbeit im 20. Bezirk), sowie die Unternehmer_innen, die in den Beiträgen zu hören sind (aus den Bereichen Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel). Teil 3: Einzelhandel, inkl. Reflexion der Jugendlichen Zusatzinfo: Jingle-Sound by audiocoffee &#8211; romantic pop background

  39. 62

    Queering Black Representation in European Art: A Presenation by Tyla Myree

    In this presentation, Queering Black Representation in European Art, artist, poet, and historian Tayla Myree explores how Black people have been represented within the canon of European art history and examines how questions of gender, sexuality, and race intersect in visual culture and historical narratives.The event took place on May 7 at Queer Museum Vienna. The discussion resonates with many of the themes at the heart of both Loud &amp; Proud Month and the ongoing conversations of the Black Lives Matter movement. It also amplifies perspectives and experiences from Vienna&#8217;s BIPOC queer community, opening space for critical reflections on representation, belonging, memory, and identity. Tayla Myree is based in Vienna and works across film, photography, prose, and sound. They hold a Master&#8217;s degree in Comparative History from the Central European University and are a member of the Video and Video Installation Studio at the Academy of Fine Arts Vienna. Throughout the presentation, Tayla Myree engages with a number of artworks and visual examples. If you&#8217;d like to explore the pieces discussed during the talk, you can find them at the links below. Peter Paul Rubens: Venus in Front of the Mirror Hyacinthe Rigaud: Portrait of Frederick Augustus II, later Augustus III Cornelis Cornelisz van Haarlem: Het toilet van Bathseba Johann Gottfried Auerbach: Porträt des Prinzen Eugen The event was recorded by Carla Lora Pérez.

  40. 61

    TODAS. Lateinamerikanische Musikerinnen* in Wien

    [English version below] „Todas“ ist die spanische weibliche Form von „alle“. Unter diesem Titel fand am 8. und 9. Mai an der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) das zweitägige wissenschaftlich-künstlerische Festival „TODAS. Lateinamerikanische Musikerinnen* in Wien“ statt. Drei Studierende des Masterstudiums Ethnomusikologie haben sich im Rahmen der Lehrveranstaltung „Ethnomusikologie in medialer Umsetzung“ mit dem Festival beschäftigt und unterschiedliche Perspektiven eingefangen: Llevar la batuta – Mit Laura Valbuena auf dem TODAS-Festival In diesem zweisprachigen Radiobeitrag nimmt Valentina Chochehuanca Ritter das Publikum mit auf den Campus der mdw, wo das Festival im Fanny-Hensel-Saal über die Bühne ging. Dort traf sie die kolumbianische Musikerin Laura Valbuena, die im Rahmen des Festivals mit ihrem Quintett aufgetreten ist. Valbuena war außerdem Teil der Podiumsdiskussion „Latein-amerikanische Musikerinnen* in Wien: Sichtbarkeit, Anerkennung und Präsenz auf der Bühne“. Dabei plädierte sie dafür, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen – llevar la batuta. The Portrait of Sonia Hernández – Multiple Belongings through Music Im englischsprachigen Beitrag von Shrestha Barma steht eine weitere Musikerin des TODAS-Festivals im Mittelpunkt. Sie hat ein ausführliches Porträt der peruanischen Gitarristin Sonia Hernández gestaltet und dabei biografische Aspekte mit Hernández’ künstlerischem Schaffen in Beziehung gesetzt. TODAS – A Project by Gabriela Ponce Dossow Sonia Hernández ist in dieser Ausgabe von „Eigenklang“ nicht nur als porträtierte Musikerin zu hören: Für die Sendung hat sie die Kuratorin des TODAS-Festivals, Gabriela Dossow Ponce, zum Gespräch getroffen. Im diesem englischsprachigen Interview erzählt die in Wien lebende Chilenin von ihren persönlichen Beweggründen sowie von der Konzeption und Umsetzung der ersten Festivalausgabe für lateinamerikanische Musikerinnen* in Wien. ________________________________ TODAS. Latin American Women* Musicians in Vienna “Todas” is the Spanish feminine form of “all.” Under this title, the two-day academic and artistic festival “TODAS. Latin American Women* Musicians in Vienna” took place on May 8 and 9 at the mdw (University of Music and Performing Arts Vienna). Three students from the Master&#8217;s program in Ethnomusicology explored the festival as part of the course “Ethnomusicology in Media,” capturing different perspectives: Llevar la batuta – With Laura Valbuena at the TODAS Festival In this bilingual radio feature, Valentina Chochehuanca Ritter takes the audience to the mdw campus, where the festival was held in the Fanny Hensel Hall. There, she met the Colombian musician Laura Valbuena, who performed with her quintet at the festival. Valbuena also participated in the panel discussion “Latin American Women* Musicians in Vienna: Visibility, Recognition, and Presence on Stage.” She advocated taking the reins into one&#8217;s own hands – llevar la batuta. The Portrait of Sonia Hernández – Multiple Belongings through Music In Shrestha Barma&#8217;s English-language contribution, another musician from the TODAS Festival takes center stage. She has created a detailed portrait of the Peruvian guitarist Sonia Hernández, relating biographical aspects to Hernández&#8217;s artistic work. TODAS – A Project by Gabriela Ponce Dossow Sonia Hernández is not only featured in this edition of &#8222;Eigenklang&#8220; as a musician: For the program, she met with the curator of the TODAS Festival, Gabriela Dossow Ponce, for a conversation. In this English-language interview, the Chilean musician, who lives in Vienna, talks about her personal motivations as well as the conception and realization of the first festival edition for Latin American women* musicians in Vienna.

  41. 60

    THE MAKEOVER – der work&#038;chill radio Hörspiel – Versuch

    Erstmals in der Geschichte von work&amp;chill Radio haben wir uns an die Umsetzung eines Hörspiels gewagt. Dabei hatten wir Spaß – mit dem Text und der schauspielerischen Leistung im media_lab &#8211; und auch nervenaufreibende Momente bei wiederholender Aufnahme. Wir wissen jetzt, was alles dazu gehört um ein Theaterstück in ein Hörspiel zu verwandeln. Man braucht einen langen Atem. Wir hoffen, es gefällt euch. Gute Unterhaltung. Adaptiertes Hörspiel von THE MAKEOVER von Clive Duncan Gesprochen und gespielt in den Rollen&gt; Student und Tom: Cindy Ali und Ideengeber: Nalani Neo: Rex Lina und Pizzalieferant: Rashid Verkäufer: Seiko Besonderer Dank gilt auch Illia für die Postproduktion _______________________________ Schreibt uns gerne eine E-Mail unter: [email protected] Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen! Playlist / Zusatzinfo: Queen – Bohemian Rhapsody – Rockfield 1975 Eyes of the tiger – Survivor – EMI 1982 High energy &#8211; Evelyn Thomas – Record Shack 1984 Come as you are – Nirvana – Butch Vig 1992

  42. 59

    &#8222;Globale Wellen&#8220; Community Radios zwischen Forschung und Praxis

    Im Seminar haben sich Studierende der IE im Rahmen der Kooperation mit Radio Orange mit internationalen Community Radios und ihrer Bedeutung für verschiedene Communities beschäftig. Analysiert werden ihre Funktionen, Programmstrukturen und gesellschaftlichen Wirkungen in unterschiedlichen Regionen der Welt sowie ihre Rolle bei Themen wie Menschenrechten, Feminismus, Klimagerechtigkeit, Integration und Partizipation. Im Fokus stehen diverse Gruppen und ihre Repräsentation, und die Frage, wie Community Radios demokratische Teilhabe, Identitätsbildung und Empowerment fördern. Die Studierenden erarbeiten qualitative Fallstudien auf Basis von Interviews mit Radiomacherinnen und Expertinnen. In dieser Live Sendung wurden erste Ergebnisse, der journalistisch und wissenschaftlich fundierten Podcasts veröffentlicht. Die gesamten Beiträgen werden hier demnächst zu hören sein.

  43. 58

    Literatursendung Nummer 69

    Das fröhliche Wohnzimmer und PS/ Politisch Schreiben präsentieren literarische O-Töne – dieses Mal von: # Daniela Beuren: Verschiedene Texte (entstanden zwischen 1995 und 2025) # Karin Spielhofer &#8222;Nicht nur Sonne&#8220;; # Waltraud Seidlhofer: &#8222;Textreihe zur Ansicht&#8220; # Ines Oppitz: &#8222;Fraglich&#8220;, # Christa Nebenführ: &#8222;Kastanie im Herbst&#8220; – alle vier aus dem Projekt &#8222;Das fröhliche Wohnzimmer verfilmt Gedichte&#8220; (2006) # Wolfgang Helmhart: &#8222;Geduld&#8220; (aus peephole, 2013) # Ilse Kilic: &#8222;Erbarmen&#8220; (aus Fadenspannung 2021) # Andrea Knabl, jopa jotakin: aus &#8222;bauchig&#8220; (fanzine 2026)

  44. 57

    Kinder- und Jugendrechte heute

    Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche eigentlich? Warum ist es wichtig, sie zu kennen – und wer unterstützt junge Menschen dabei, für ihre Rechte einzustehen? Diesen Fragen geht die Mädchen*redaktion gemeinsam mit Mag.a Andrea Comăniță Atis von der KIJA – Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien – nach. Im Gespräch geht es um Kinderrechte in Österreich und Europa, die Arbeit der KIJA und darum, warum Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche informieren, beraten und unterstützen, so wichtig sind. Außerdem erzählt Andrea Comăniță Atis von spannenden Projekten wie dem Jugendbeirat und spricht darüber, wie Kinder und Jugendliche ihre Anliegen einbringen und ihre Umgebung aktiv mitgestalten können. Eine Sendung über Kinderrechte, Mitbestimmung und die Frage, wie junge Menschen ihre Stimme hörbar machen können. Alle Infos kija-wien.at

  45. 56

    O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 26.6.2026

    Themen: IFES-Umfrage unter Facharztpatient:innen | Albanien: Proteste gegen ein Bauprojekt von Ivanka Trump und Jared Kushner | Stillgelegt: Interview mit Elisabeth Sechser von Caring Economy jetzt | Gastbeitrag: Die FIFA und autoritäre Regime Sendungskoordination: Stefan Resch &nbsp; IFES-Umfrage unter Facharztpatient:innen Das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) hat im Auftrag des Berufsverbands der Fachärzt:innen 3.226 Patient:innen in österreichischen Facharztordinationen zu ihren Erfahrungen mit ihrem Facharzt bzw. ihrer Fachärztin, sowie zu ihren Meinungen über die vieldiskutierte Überweisungspflicht befragt. Die Studie ist im Kontext der von Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung geplanten Reform des Gesundheitssystems zu sehen, die bis Ende 2026 ausgearbeitet werden soll. Beitragsgestaltung: Vincent Lutz &nbsp; Albanien: Proteste gegen ein Bauprojekt von Ivanka Trump und Jared Kushner Tochter und Schwiegersohn des US-Präsidenten haben ein wunderbares Stück Natur an der Adriaküste &#8222;entdeckt&#8220;. Quf der Insel Sazan vor der albanischen Küste wollen sie ein Luxus-Ressort zu bauen. Ministerpräsident Edi Rama ist und seine Regierung sind begeistert, bei der Bevölkerung vor Ort kommen diese Pläne gar nicht gut an: Seit Wochen gibt es Proteste, auf denen vor Gentrifizierung und der Zerstörung des örtlichen Naturschutzgebiets gewarnt wird. Beitragsgestaltung: Dobrina Trendafilova &nbsp; Stillgelegt: Interview mit Elisabeth Sechser von Caring Economy jetzt Während viel über Teilzeit-Jobs diskutiert wird, ist ein großer Teil der Arbeit, der in unserer Gesellschaft verrichtet wird unbezahlt und ungeschätzt. Care-Arbeit ist aber eine wichtige Stütze der Gesellschaft, die mehrheitlich auf den Schultern von Frauen* lastet. Bei der Aktion #Stillgelegt proben sie den Aufstand durch Stillstand. Interviewführung: Stefan Resch &nbsp; Gastbeitrag: Die FIFA und autoritäre Regime Ein weiterer Ausschnitt aus dem Interview, das Felix von Radio Z mit Bernd Beyer von der Initiative &#8222;Fairness United&#8220; geführt hat. Heute geht es um die Kooperationen von Fußball-WM-Organisator FIFA mit autoritäten Regimen. Das gesamte Gespräch kann hier nachgehört werden: https://www.freie-radios.net/142989 &nbsp;

  46. 55

    Liebesromanzen aus dem Buch der Könige, Teil 1, 06.2026 عاشقانه های شاهنامه، بخش ۱

    میهمان امروز برنامه، استاد گرامی آقای جواد پارسای با موضوععاشقانه های شاهنامه، بخش ۱ از سری برنامه های بازگشت فرهنگ زیبای ایرانی. عاشقانه های سرودۀ هر چکامه سرا، گونه‌ای از ادبیات فارسی است که به رویدادهای عاشقانه انسان ها می‌پردازد. در ادبیات فارسی، ادبیات عاشقانه بخشی از ادبیات غنایی بشمارمی‏آید. مثنوی و بویژه مثنوی‌های عاشقانه در سبک عراقی، در شعر فارسی، فراوان هستند. هنرمندان: عارف و گوگوش تهیه کننده گان و مجریان برنامه: فرزانه عمادی Heute ist Prof. Parsay bei uns im Studio zu Gast. Er spricht im Rahmen unserer Radioprogramm-Serie „Die ursprüngliche iranische Kultur“ und stellt uns diese Geschichte kurz vor. Im Buch der Könige von Ferdowsi finden sich viele bekannte Geschichten aus der iranischen Mythologie. Eine der berühmtesten ist die Liebesgeschichte von Zal und Rudabe. Im folgenden Beitrag stellen wir diese Geschichte kurz vor. Der Autor: Prof. Javad Parsay ist Museumspädagoge in Wien und Mitglied in diversen internationalen Gremien und hat zahlreiche Studien über die iranische Kulturgeschichte veröffentlicht. Und das Beste aus Pop, Rock und Klassik

  47. 54

    Stadttaubenmanagement

    Wie sollen wir Menschen mit unserem zwiespältigen Verhältnis zu Tauben umgehen? Zu Gast in der Sendung ist Anne Eck, eine Künstlerin, die sich in der Organisation KTO – „Keine tauben Ohren“ – für Tauben einsetzt. Leider herrscht vielerorts noch große Verwirrung, was die Möglichkeiten angeht, Taubenpopulationen zu regulieren. Und wir Menschen sind für diese Tiere eindeutig verantwortlich, da sie Haustiere und keine Wildtiere sind. Sie wurden von uns gezüchtet und sie sind auch von uns Menschen abhängig.

  48. 53

    Linda Jiayun Gao-Lenders, performer and sound artist

    In the final live Ženergija episode before the summer break, I had the pleasure of speaking with Linda Jiayun Gao-Lenders in a gentle and intimate conversation about listening, diasporic experiences, inherited languages, and the invisible memories that live within bodies and places. Linda reminded us how important it is to slow down, to pay attention to our surroundings, and to recognize that we learn through being with one another. We also talked about notes of a sleepless cicada, a beautiful soundwalk that reminds us that before something can sing, it first needs time, darkness, and patience. Perhaps we all need a little more of that. Linda Jiayun Gao-Lenders is a Chinese-German performer and sound artist. Their practice explores diasporic experience, transgenerational trauma, and the politics of listening, drawing on personal archival material, interviews, and collaborative formats. Working across performance, soundwalks, and audio installations, they investigate how silenced memories reverberate in bodies, spaces, and inherited languages. They are a founding member of footnotes collective and part of the queer synthesizer collective sad sinʞ society. With this episode, Ženergija begins its summer pause. The live program will return in September. Until then, I hope we all allow ourselves to slow down, to rest, to listen more carefully, and to remember that rest is resistance. Thank you to everyone who listened, shared, supported, and joined me throughout this season. See you in September. More info: https://cba.fro.at/podcast/zenergija Follow: FB | IG @radiozenergija Ženergija exists through your support Patreon: https://www.patreon.com/zoegudovic PayPal: https://paypal.me/zoegudovic &nbsp; &nbsp;

  49. 52

    (Un)bequeme Erinnerung- Inklusives Gedenken

    Depot – Kunst und Diskussion Perspektiven auf Geschichte, Macht und Non-Praxis: Wie kann Erinnerungskultur inklusiv gestaltet werden – und welche Akteur*innen fehlen bislang? Menschen mit Behinderungen sind in erinnerungspolitischen Diskursen unterrepräsentiert und ausgeschlossen, u. a. durch sprachliche, strukturelle und physische Barrieren. Vor diesem Hintergrund wird eine Definition von Inklusion diskutiert. Davon ausgehend wird der Diskurs zur Verfolgung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus und dessen Kontinuitäten kritisch analysiert. Best-Practice-Beispiele eröffnen Perspektiven für eine inklusivere Praxis. Am Podium: Sebastian Dallinger, Kulturvermittler, Historiker, Wien Maike Heinrich, Sozialarbeiter*in, Wien Denise Wiesmahr, Inklusionspädagogin, Lehrerin, Wien In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST. Die Veranstaltung wurde am 22. April 2026 im Depot aufgezeichnet. Bearbeitet von Katharina Reisner

  50. 51

    The Archontically Performed Persona in Popular Music

    Diesmal im aka|radio die Zusammenfassung eines Vortrages, den Tessa Vannieuwenhuyze (Leuven und Gent), aka|fellow des Jahres 2026, an der Universität für angewandte Kunst gehalten hat. In ihrer Doktorarbeit hat sie das Konzept der &#8222;Persona&#8220; in der Popmusik und den zeitgenössischen darstellenden Künsten unter methodologischer Berücksichtigung des Fandom-Konzepts neu beleuchtet. Derzeit verknüpft sie diesen Forschungsansatz mit einer Untersuchung darüber, wie Praktiken der Popmusik und von Popkonzerten in zeitgenössische Performance-Kontexte einfließen. Mit ihrem Vortrag in Wien zielte Tessa Vannieuwenhuyze darauf ab, das Konzept der &#8222;Persona&#8220; in der Musik neu zu verhandeln und es von seiner herkömmlichen Verankerung im Rollenspiel zu lösen. Als Fallbeispiel dient ihr dabei vor allem Lana Del Rey, aber auch Serge Gainsbourg. In englischer Sprache. Gestaltung: Ingo Pohn-Lauggas

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