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Tiere Thesen Tabus | Tierexperimentelle Forschung, Tierwohl & mentale Stärke

In diesem Podcast geht es darum, tierexperimentelle Forschung mit anderen Augen zu sehen: Was macht sie mit Menschen, die forschen, etwas bewegen wollen - und unter emotionalem Stress leiden? Die im Alltag zwischen Fürsorge, Empathie, Tierwohl und Verantwortung einen Kompass suchen, denen ihn das System schuldig bleibt? Stattdessen machen Stigmatisierung, Bürokratie und eigener Anspruch es gefühlt unmöglich, Forschung und Wohlbefinden von Mensch und Tier voranzubringen. Wir sprechen darüber, wie Forschung für Fortschritt wirklich aussieht und über das, was uns zu schaffen macht: Empathischer Stress, fehlende Ressourcen und ein falsches Verständnis von Refinement - dem, was Tier- und Menschenwohl wirklich voranbringen würde.Wie sehen neue, andere Wege aus - für dich und die Forschung? Deine Host ist Dr. Fabienne Ferrara, Tierärztin, Expertin für Versuchstierkunde, Ethik und Recht in der Medizin, und Trainerin für Resilienz in der Forschung. Sie stellt Fragen, die oft unausgesprochen

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  1. 9

    Tierversuche sind nutzlos – oder?

    Was wäre, wenn wir ab morgen vollständig auf Tierversuche verzichten würden? Keine Maus mehr in der Krebsforschung, kein Zebrafisch in der Entwicklungsbiologie und keine tierexperimentellen Untersuchungen bei der Entwicklung neuer Medikamente, Therapien oder Medizinprodukte. Wäre das der längst überfällige Schritt in eine bessere Forschung – oder eine Entscheidung, deren Konsequenzen wir bisher nicht ehrlich genug betrachten? In dieser Folge geht es nicht darum, Tierversuche pauschal zu verteidigen oder Tierleid kleinzureden. Es geht darum, ihre tatsächliche Bedeutung innerhalb des Forschungsprozesses sichtbar zu machen. Denn Tierversuche stehen nicht im Gegensatz zu alternativen Methoden: Zellkulturen, Organoide, Organ-on-a-Chip-Systeme, Computermodelle und tierexperimentelle Untersuchungen greifen ineinander und beantworten unterschiedliche Fragen. Am Beispiel der Corona-Forschung wird deutlich, warum die Reaktion eines vollständigen Organismus – etwa das komplexe Zusammenspiel des Immunsystems – nicht vollständig außerhalb eines lebenden Organismus abgebildet werden kann. Ein sofortiger Ausstieg hätte Konsequenzen: Bestimmte Forschungsfragen könnten vorerst nicht mehr beantwortet werden, medizinische Entwicklungen würden sich verzögern oder Forschung würde ins Ausland verlagert. Wer den Ausstieg fordert, muss deshalb auch bereit sein, über diese Folgen zu sprechen. Und wir müssen diese klar benennen, verstehen und die Frage dahingehend verändern, nicht auf was wäre, wenn wir Tierversuche verbieten, sondern auf was wäre, wenn wir Tierversuche morgen besser machen würden.

  2. 8

    Compassion Fatigue – Was können WIR tun?

    Was können wir selbst tun, um Compassion Fatigue vorzubeugen? Darüber haben wir in der letzten Folge gesprochen. Doch Eigenverantwortung, Resilienz und Selbstfürsorge sind nur ein Teil der Antwort. Denn wir arbeiten nicht im luftleeren Raum. Ob wir langfristig gesund, handlungsfähig und fürsorglich arbeiten können, hängt auch davon ab, in welcher Arbeitskultur wir arbeiten. Werde ich gehört, wenn ich Bedenken äußere? Bekomme ich Unterstützung, wenn Situationen schwierig werden? Habe ich Handlungsspielräume und kann erleben, dass mein Handeln einen Unterschied macht? Und dürfen wir offen darüber sprechen, was unsere Arbeit emotional mit uns macht? In dieser letzten Folge der Compassion-Fatigue-Reihe wechseln wir deshalb die Perspektive: vom ICH zum WIR. Wir sprechen über Culture of Care und darüber, warum sie weit mehr bedeutet als gute Fürsorge für Tiere. Denn für mich gehören drei Dinge untrennbar zusammen: Care for Animals. Care for People. Good Science.

  3. 7

    Compassion Fatigue – Was kann ICH eigentlich tun?

    Wir können nicht immer verändern, was uns in unserer Arbeit begegnet. Aber wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen. Nach Awareness und Understanding geht es in Teil III meiner Reihe zu Compassion Fatigue deshalb ganz praktisch um die Frage: Was kann ich selbst tun, um Compassion Fatigue vorzubeugen und langfristig gesund und handlungsfähig zu bleiben? Wir schauen uns an, warum Resilienz nicht bedeutet, einfach immer weiter durchzuhalten, welche unterschiedlichen Copingstrategien uns im Umgang mit Belastungen helfen können und warum gerade Selbstwirksamkeit und Selbstregulation eine wichtige Rolle spielen. Und wir sprechen über Selbstfürsorge – nicht als Wellnessprogramm oder Reparaturmaßnahme, sondern als bewussten Umgang mit den eigenen Bedürfnissen, Ressourcen und Grenzen. Denn manchmal können wir eine belastende Situation verändern. Manchmal können wir nur verändern, wie wir mit ihr umgehen.

  4. 6

    Vom Stress zur Erschöpfung – was bei Compassion Fatigue mit uns passiert

    Warum können wir mit belastenden Situationen lange gut umgehen – und irgendwann geht es plötzlich nicht mehr? Compassion Fatigue entsteht meist nicht von heute auf morgen. Sie entwickelt sich in einem Prozess – und dabei spielen nicht nur die emotionalen Herausforderungen unserer Arbeit mit Tieren eine Rolle. Auch unsere persönlichen Erfahrungen, innere Antreiber, vorhandene Ressourcen und die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, beeinflussen, wie wir Belastungen erleben. In Teil II meiner Reihe zu Compassion Fatigue schauen wir deshalb genauer hin: Wie entsteht Stress eigentlich? Was passiert, wenn unser System dauerhaft aktiviert bleibt? Und wo liegen die Verbindungen zu Burnout und sekundärem traumatischem Stress? Denn Compassion Fatigue hat nicht die eine Ursache. Es ist ein Zusammenspiel – und genau darin liegt auch eine wichtige Botschaft: Wenn Compassion Fatigue ein Prozess ist, können wir diesen Prozess auch beeinflussen.

  5. 5

    Ich kann nicht mehr – Compassion Fatigue (Teil I)

    Mitgefühl ist eine der größten Stärken von Menschen, die mit Tieren arbeiten. Es verbindet uns mit den Tieren, stärkt unsere Verantwortung und kann zu Compassion Satisfaction führen – dem Gefühl, mit der eigenen Arbeit etwas Sinnvolles zu bewirken. Doch Mitgefühl macht nicht krank. Belastend wird es dann, wenn aus Mitgefühl empathischer Distress entsteht: Wenn uns das Leid anderer dauerhaft emotional mitnimmt, wir keine Möglichkeit mehr finden, innerlich Abstand zu gewinnen und unsere eigenen Ressourcen erschöpfen. Langfristig kann daraus Compassion Fatigue entstehen. In dieser ersten Folge der Podcastreihe erfährst Du, was Compassion Fatigue und empathischer Distress bedeuten, warum diese Themen gerade in der Forschung mit Tieren so relevant sind und weshalb es wichtig ist, auch auf das Wohlbefinden der Menschen zu achten, die täglich Verantwortung für Tiere übernehmen. Denn nur wenn es uns gut geht, können wir langfristig gut für andere sorgen – für Menschen und für Tiere.

  6. 4

    Vom Funktionieren als Tierärztin zum eigenen Weg

    Warum entscheiden wir uns eigentlich für unseren Beruf? Und was passiert, wenn sich unsere Perspektive im Laufe des Lebens verändert? In dieser Folge spreche ich mit der Tierärztin Sarah Stark über ihren ganz persönlichen Weg – von der Begeisterung für die Tiermedizin über ihre Zeit in der tierexperimentellen Forschung bis hin zu ihrer heutigen Tätigkeit als Coach für berufstätige Mütter. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie verschiedene Lebensphasen unsere Werte, Prioritäten und unser Verständnis von Verantwortung verändern können. Sarah erzählt offen, wie das Muttersein ihren Blick auf Beruf und Leben geprägt hat, warum sie begann, gesellschaftliche Erwartungen und eigene Glaubenssätze zu hinterfragen und weshalb sie heute andere Frauen dabei begleitet, ihren ganz eigenen Weg zu mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und Selbstvertrauen zu finden. Eine Folge über persönliche Entwicklung, Resilienz und den Mut, immer wieder neu zu fragen: Was brauche ich eigentlich, um gesund, erfüllt und authentisch leben zu können?

  7. 3

    Tierversuche und Tierwohl können zusammengehen – keine Utopie

    Warum kämpfen wir um einen gestrandeten Wal, während uns das Schicksal vieler anderer Tiere kaum beschäftigt? Warum fällt es uns so leicht, gegen Tierversuche zu sein, während wir andere Formen der Tiernutzung oft selbstverständlich akzeptieren? In dieser Folge spreche ich über die Ambivalenzen unserer Mensch-Tier-Beziehung. Ausgehend von der Geschichte des Wals Timmy (Hope) geht es um die Frage, wie Gefühle, Nähe und persönlicher Nutzen unsere Entscheidungen im Umgang mit Tieren beeinflussen. Wir sprechen über Beziehungen zu Tieren, Doppelmoral, gesellschaftliche Erwartungen an Tierwohl und darüber, warum Tierversuche für viele Menschen ein besonderes Stigma tragen. Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf die Fortschritte in der Versuchstierkunde und die Frage, ob Tierwohl und tierexperimentelle Forschung tatsächlich Gegensätze sein müssen. Eine Folge über Ethik, Verantwortung, Mensch-Tier-Beziehungen und die Herausforderung, auch dort hinzuschauen, wo einfache Antworten nicht ausreichen.

  8. 2

    Moral Stress: Wenn töten zum Arbeitsalltag gehört.

    Wir sprechen selten darüber. Und doch gehört es für viele Menschen in der Tiermedizin, Forschung, Landwirtschaft oder Lebensmittelproduktion zum Berufsalltag: Tiere zu töten. In dieser Folge brechen wir ein Tabu und sprechen offen über das, was hinter dieser Verantwortung steht. Was macht es mit Menschen, wenn sie Entscheidungen über Leben und Tod treffen? Wie gelingt der Spagat zwischen Fürsorge, Verantwortung und Abschied? Und warum darf es schwerfallen, Tiere zu töten? Ich teile persönliche Erfahrungen aus meinem Schlachthofpraktikum, aus der tierexperimentellen Forschung und aus meiner Arbeit als Tierärztin. Es geht um moralischen Stress, professionelle Verantwortung, Mitgefühl und die Frage, wie wir einen gesunden Umgang mit Sterben und Töten finden können, ohne abzustumpfen. Eine Folge über Verantwortung für tierliches Leben, den Mut hinzuschauen und die Menschen hinter den Entscheidungen, über die kaum jemand spricht.

  9. 1

    Tierärztin und ausgerechnet Tierversuche?

    Wie wird aus einer Tierärztin, die Tiere heilen wollte, jemand, der in der tierexperimentellen Forschung arbeitet? In dieser ersten Folge nehme ich Euch mit auf meinen persönlichen Weg: von meinem Pflegepony Perle über erste Zweifel im Studium bis zu den ethischen und emotionalen Herausforderungen der Forschung mit Tieren. Wir sprechen über Schuldgefühle, Verantwortung, Tierversuche, Tiermedizin und die Frage, wie man seinen eigenen Werten treu bleiben kann, auch wenn die Antworten nicht einfach sind. Eine Folge über Verbundenheit zu Tieren, innere Konflikte, Resilienz und darüber, warum Veränderung oft dort beginnt, wo wir bereit sind hinzuschauen.

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HOSTED BY

Fabienne Ferrara

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In diesem Podcast geht es darum, tierexperimentelle Forschung mit anderen Augen zu sehen: Was macht sie mit Menschen, die forschen, etwas bewegen wollen - und unter emotionalem Stress leiden? Die im Alltag zwischen Fürsorge, Empathie, Tierwohl und Verantwortung einen Kompass suchen, denen ihn das...

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Tiere Thesen Tabus | Tierexperimentelle Forschung, Tierwohl & mentale Stärke is created and hosted by Fabienne Ferrara.
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