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PODCAST · society

Klartext - der ajour-Talk

Gespräche mit Menschen aus Biel, dem Seeland, der Schweiz und darüber hinaus, die etwas zu erzählen haben - und Klartext reden.

  1. 58

    Regierungsrätin Astrid Bärtschi: "Man muss nicht laut und schrill sein, um Erfolg zu haben"

    138'672 Stimmen: So viele Stimmen wie die Finanzdirektorin Astrid Bärtschi (Mitte) hat bei Berner Regierungsratswahlen noch nie jemand bekommen. Sie wurde in den Medien sogleich "die Überfliegerin" der kantonalen Wahlen vom vergangenen Wochenende getauft. Bärtschi gehört zu den erfolgreichsten Berner Politikerinnen der letzten Jahre. Und zu den gelassensten. Laut sein müsse sie nicht, sagt sie: «Ich glaube, ich bin ein Beispiel dafür, dass man nicht laut und schrill sein muss, damit man wahrgenommen wird.» Als Mitte-Politikerin profitiere sie davon, nicht zu stark zu polarisieren und Stimmen von links bis rechts zu erhalten. Inhaltlich will die Finanzdirektorin den eingeschlagenen Weg weitergehen: Steuern schrittweise senken, die Verwaltung digitalisieren und die Arbeitswelt in der Verwaltung modernisieren. Ein Gespräch über ihre glückliche Kindheit, das Reiten, die verpasste Karriere als Geigenspielerin – und warum sie ihrer Heimat Ostermundigen immer treu geblieben ist.

  2. 57

    Peter Brun: "Die Medienberichte zu Dubai sind völlig übertrieben"

    Seit 10 Jahren ist Dubai die Heimat des Kommunikationsexperten und Ex-Journalisten Peter Brun. Er war lange Zeit Journalist (Radio 24, SRF) und dann als Kommunikationschef das Gesicht und die Stimme des Reiseanbieters Kuoni. Krisen faszinieren ihn beruflich bis heute: Kommunikation in schwierigen Zeiten müsse «faktenbasiert und schnell» sein - und vorallem authentisch. Die aktuelle Situation in den Vereinten Arabischen Emiraten sei trotz Bedrohung durch Raketen und Drohnen differenziert. «Es gab nie Panik und Chaos». Erstaunt hat ihn der Tenor in den sozialen Medien bei Kriegsbeginn: Dort hätten «Häme, Schadenfreude und Neid» dominiert. Ein Gespräch über Krisenkommunikation, die Medien, sein Leben zwischen Dubai und der Schweiz - und warum Heimat und Daheim nicht das gleiche ist.

  3. 56

    Sabine Reber: "Gärtnern ist wie Sex oder Kochen - das kann jeder"

    Die gebürtige Bielerin Sabine Reber wird auch schon mal als «Gärtnerin der Nation» bezeichnet. Sie selber meint dazu achselzuckend «wenn man im TV kommt, ist man irgendwann mal irgendetwas ‹der Nation›..». Die Autorin, die heute im Saanenland lebt, erzählt auch von Brüchen in ihrem Leben, vom Schreiben und vom plötzlichen Ende ihrer langjährigen Gartenkolumnen: «Es ist ein grosser Teil meines Selbstverständnisses, der wegbricht.» Statt Stillstand setzt sie auf Bewegung, im Denken wie im Alltag: «Ich bin ein Bewegungsmensch.» Ein Gespräch über das Guerilla-Gärtnern, ihre Abneigung gegen Tulpenfelder, König Charles als Vorbild, und ihr Mantra: «Jeder Mensch braucht einen Garten.»

  4. 55

    Schauspielerin Atina Tabé:"Meine iranische Seite habe ich erst in der Schweiz entdeckt"

    Atina Tabé wurde 1984 in Teheran geboren und flüchtete als kleines Kind nach Berlin. Seit über zwölf Jahren lebt sie in Solothurn. Im «Klartext» mit Nicoletta Cimmino spricht die Künstlerin über die aktuelle Situation in ihrem Heimatland. Hoffnung gebe es – aber «unterm Strich herrscht Krieg, es sterben Menschen». Sie wünsche sich, bald schon in den Iran reisen zu können; seit ihrer Kindheit war sie nie mehr dort. Und sie wünsche sich für das iranische Volk eine Regierung, die gut zu den Menschen dort ist. Erst in der Schweiz habe sie ihre iranische Seite entdeckt. In Deutschland habe sie immer darum kämpfen müssen, überhaupt als Deutsche akzeptiert zu werden. Mit ihren drei kleinen Kindern spricht Atina Tabé bewusst Persisch: «Die Sprache ist wie ein Parfum. Sie können es tragen oder nicht und selber entscheiden, was sie damit machen wollen.»

  5. 54

    «Klartext – der ajour-Talk» mit SRF-Frau Claudia Moor: «Den Mauerfall habe ich verschlafen»

    Die SRF-Sportjournalistin Claudia Moor ist in Ostberlin aufgewachsen und der Liebe wegen nach Biel gezogen. Seit über 25 Jahren kommentiert sie für SRF im Fernsehen Sport. Gerade ist sie von den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina zurückgekehrt. Die Stimmung? «Weniger olympisch als auch schon», sagt sie im Gespräch mit Nicoletta Cimmino, und schenkt einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten Sportevents überhaupt. «Aber nach drei Wochen habe ich olympische Ringe unter den Augen.» Zudem erzählt Claudia Moor, wie sie den Mauerfall am 9. November 1989 verschlafen hat: «Ein Freund rief an und erzählte, die Mauer sei offen. Ich dachte, er spinnt, und ging wieder ins Bett.» Ein Gespräch über ihre Liebe zum Sport, ihre grosse Bewunderung für Roger Federer, über die jüngere Geschichte Deutschlands - und darüber, was es mit «Anschleicher»-Liedern auf sich hat. (Hint: In der Schweiz sind das Lieder, die sich zum Slowtanzen eignen)

  6. 53

    Lobbyist Lorenz Furrer: "Ich sage manchmal, ich sei "Schnurri" von Beruf

    Wenn am Montag die eidgenössischen Räte in Bern zur Frühjahrssession zusammenkommen, ist Lorenz Furrer in seinem Element: «Ich finde diesen Mikrokosmos faszinierend und freue mich immer darauf. Bin dann aber auch froh, wenn die Session wieder zu Ende ist.» Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino spricht der Mitgründer der berühmten Berner Lobby-Agentur Furrerhugi über seine Arbeit, darüber, warum Lobbyisten immer wieder in der Kritik stehen, wie er als Pfarrerssohn in Muri aufgewachsen ist - und wie er mit seiner Ehefrau, Warenhausbesitzerin Nicole Loeb die Balance zwischen Business und Privatleben schafft.

  7. 52

    SVP-Grossrat und Autor Mathias Müller: "Wir müssen aufhören, Männlichkeit als toxisch zu betrachten".

    In diesen Tagen erscheint sein neustes Buch: "Live Bold". Darin plädiert der Bieler Politiker und Berufsoffizier Mathias Müller für eine neue Betrachtung der Männlichkeit. Ein in sich gefestigter Mann sei weder toxisch noch übergriffig, jedoch jederzeit bereit, sich zu verteidigen, Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino redet Müller über das Buch, aber auch über seine Kindheit, seine bereits früh erwachte Liebe für die USA, seine Leidenschaft für die Schweizer Armee und warum er bei seinen drei Kindern erzieherisch eher locker unterwegs war: "Ich bin ein antiautoritärer Vater".

  8. 51

    Rocker & Podcaster Mathias Schenk: «Ich will, dass die Leute lachen müssen.»

    Sein Klarinettenlehrer hat ihm vom Gitarrespielen abgeraten, weil er da noch mehr üben müsse. Trotzdem ist der Bieler Mathias Schenk seit 23 Jahren mit der Band «Death by Chocolate» unterwegs und hat dabei auch sein Talent zur Unterhaltung entdeckt. Egal ob im Podcast «Hergöttli Panaschiert» oder auf der Bühne mit dem Programm «Gurtner & Schenk: Marathon» - er kann nicht aufhören, Leute zum Lachen zu bringen. Der kreative Tausendsassa erzählt in dieser Folge unverblühmt von ersten Schwimmversuchen in Dotzingen, warum er beim Musikmachen in einen Flow kommt und dass er es am liebsten hat, «wenn Leute fast verrecken vor Lachen.» Zudem feiert er auch noch gleich seinen 39. Geburtstag im Studio mit einer Nachricht an sein jüngeres Ich: "Sälü. Ich bin noch da."

  9. 50

    Eishockey-Legende Köbi Kölliker: "Zum Glück gab es zu meiner Zeit keine Smartphones"

    Jakob "Köbi" Kölliker war Spieler, Trainer, Sportchef. Er hatte eine internationale Karriere, wie man sie im Schweizer Eishockey kaum findet. Alles begann in Biel, dort, wo der «Buschanger» erstmals Schlittschuhe schnürte, uns sein Vater Eismeister war. Im «Klartext – der ajour-Talk» mit Nicoletta Cimmino blickt der heute 72-Jährige zurück auf sein letztes Engagement beim SCB-Frauenteam («Das Frauen-Eishockey hat riesiges Potenzial») – und erklärt, warum man als Trainer bei den Frauen feinfühliger kommunizieren muss. Er spricht über die Unterschiede zwischen dem Schweizer und dem deutschen Nationalteam («Die Deutschen waren überfordert, wenn sie nicht einfach Befehle bekamen»), über seine glücklichste Zeit bei Ambri-Piotta, seine tiefe Verbundenheit zu Biel und über Willy Gassmann, den früheren Präsidenten des EHC Biel («Ein richtiger Patron»). Und «das Schlitzohr», so nannte man Kölliker gerne, verrät, warum er froh ist, dass es früher keine Smartphones gab, die seine damaligen Eskapaden hätten festhalten können.

  10. 49

    Kinobesitzerin Edna Epelbaum: "Ich laufe aus schlechten Filmen nicht einfach raus"

    Edna Epelbaum wuchs in der Stadt Biel oberhalb eines Kinos auf, ihre Spielplätze waren die Projektionskabinen. Der erste Film, den sie sah, war «Heidi» – schwarz-weiss: «Ich schrie durch den dunklen Saal: Warum schlafen hier alle?», erinnert sie sich lachend an ihre erste Kinoerfahrung als Dreijährige. Obwohl sie zunächst nach Amerika ging, um eigene Wege zu finden, übernahm sie später das Familienunternehmen von ihrem Vater Vital Epelbaum. "Für meinen Beruf gibt es keinen eidgenössischen Fachausweis - das ist "learning by doing". Der Vater liess sie machen, stand beratend zur Seite: «Wir hatten uns gemeinsame sechs Monate Probezeit gegeben um zu schauen, ob wir miteinander arbeiten können» erzählt sie. Ist das Kino am Sterben, wie es immer wieder heisst? Edna Epelbaum ist gelassen: «Solange wir als Gesellschaft das Bedürfnis haben, Geschichten zu erzählen, gemeinsam zu lachen, solange wird das Kino überleben», ist sie überzeugt.

  11. 48

    Bundeskanzler Viktor Rossi: "Biel und meine Heimat Napoli haben ein paar Gemeinsamkeiten"

    Er wird manchmal als der «achte Bundesrat» bezeichnet: Bundeskanzler Viktor Rossi. Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino gewährt der Berner einen Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses - und erzählt, er habe als Jugendlicher nicht mal gewusst, dass es überhaupt einen Bundeskanzler gebe. Sein Lebensweg verlief nicht geradlinig. Nach der achten Sekundarklasse durfte er nicht weiter in die Schule. Aus disziplinarischen Gründen wurde er ausgeschlossen. Er begann eine Kochlehre. Ein erster Bruch im Lebenslauf und die Möglichkeit, sich zu besinnen: «Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst.» Rossi, Sohn eines italienischen Vaters und einer slowenischsprachigen Mutter aus Kärnten, holte nach der Lehre das Gymnasium nach und studierte Wirtschaft und Recht an der Universität Bern. Seine Karriere führte ihn in die Stadt Biel. Er wurde Direktor der kaufmännischen Berufsschule, dem heutigen BFB. «Dabei sprach ich am Anfang schlecht Französisch». Mehrsprachigkeit ist für den Bundeskanzler der Kern der Schweiz: «Eine Sprache ist mehr als ein Kanal zum Verstehen". Im Klartext erzählt Viktor Rossi auch davon, was ihm Italien heute bedeutet, wie er als Lehrling einmal für die erste Schweizer Bundesrätin, Elisabeth Kopp gekocht habe. Und im Bezug auf die digitale Empörungsökonomie plädiert er für Gelassenheit: «Man muss nicht auf alles in drei Sekunden reagieren», sagt er mit Blick auf den jüngsten verbalen Angriff des US-Präsidenten auf die Schweiz anlässlich des World Economic Forums (WEF).

  12. 47

    Trauerbegleiterin Fernanda Vitello "Trauer ist keine Krankheit, die geheilt werden muss"

    Seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat man in der Schweiz viel über kollektive Trauer gesprochen. Doch im Gespräch mit Nicoletta Cimmino gibt die Bieler Trauerbegleiterin Fernanda Vitello zu bedenken: „Jeder Mensch trauert einzigartig, es gibt keine allgemein gültigen Regeln.“ Vitello leitet in Biel und im Seeland Trauergruppen, gestaltet Abschiedsrituale und hört einfach zu, wenn Menschen nicht wissen, wohin mit ihren Gefühlen. „Leider werden Trauernde in unserer Gesellschaft oft gedrängt, doch endlich wieder einmal fröhlich zu sein“, sagt die gebürtige Sizilianerin. Doch beim Trauern gebe es kein Richtig oder Falsch. Ein Gespräch über Leben und Tod – und alles dazwischen.

  13. 46

    Stadtpräsidentin Glenda Gonzalez Bassi: "Von oben regieren geht heute nicht mehr"

    Seit einem Jahr ist Glenda Gonzalez Bassi Bieler Stadtpräsidentin. Als erste Frau überhaupt, erste Romande seit sehr langer Zeit – und erste Person mit lateinamerikanischen Wurzeln. Im zweisprachigen Gespräch mit Nicoletta Cimmino zieht "Glenda", wie sie von vielen einfach genannt wird, Bilanz des ersten Amtsjahres: mehr Verantwortung, mehr Öffentlichkeit, weniger Zeit – aber keine Zweifel am eingeschlagenen Weg. Sie will mehr Partizipation für Alle. Auch wenn damit gewisse Prozesse langsamer werden. Der "Klartext" über ihre Pläne, ihre Projekte, über zweisprachige Berufsbildung, Stadtentwicklung und ihre Vorstellung einer gesunden, mobilen Stadt.

  14. 45

    Barkeeper Lorenz Struchen: "Alkohol soll Genuss sein, nicht Rausch"

    In der Twentys Cocktail Bar in der Bieler Altstadt rührt und schüttelt Lorenz Struchen seit 2023 Drinks für ein anspruchsvolles Publikum. Klassiker und innovative Neukreationen. Mit Erfolg: 2023 wurde der Bieler zum "Barkeeper of the year" gekürt. Im Klartext mit Nicoletta Cimmino redet er über seine Leidenschaft, die Rolle des Barkeepers als Gastronom, Psychologe und Künstler in Personalunion, über den Umgang mit alkoholisierten Gästen und über seine Lieblingsbars in fremden Ländern.

  15. 44

    Filmproduzent Peter Reichenbach: "Viele Kinofilme sind heute zu lang"

    Mit «Hallo Betty» – dem Film über Betty Bossi tourt er gerade durch die Schweiz. Der erfolgreiche Schweizer Filmproduzent Peter Reichenbach ist zu Gast bei Nicoletta Cimmino im Klartext. In seinem Elternhaus gingen Heinz Rühmann, Friedrich Dürrenmatt und andere ein und aus, aber auch junge Künstlerinnen und Künstler, die kein Geld hatten. «Meine Mutter brachte die Randständigen der Kunst nach Hause, mein Vater die Stars», erinnert er sich. Als Vierjähriger singt er schon mal im Pyjama vor den Gästen den «Papageno» aus der Zauberflöte. Und steht als Kind auf der Bühne des Zürcher Opernhauses. Nach der Schule geht er direkt in die Kunst: «Ich habe das Theater und die Oper geliebt – und wusste früh, dort gehöre ich hin.» Er beginnt seine Laufbahn als Regieassistent, arbeitet in München, Paris und bei seinem Onkel François Reichenbach, dem Oscar-prämierten Dokumentarfilmer. Heute blickt er auf eine jahrzehntelange Karriere zurück. Er hat viele der erfolgreichsten Schweizer Filme produziert: «Der Verdingbub», «Nachtzug nach Lissabon», «Platzspitzbaby», die «Wilder»-Staffeln und aktuell: «Hallo Betty», den Film über die Erfinderin von Betty Bossi, Emmi Creola. Der Filmproduzent sei «der, der die Rechnungen bezahlt», fasst er seine Aufgabe lakonisch zusammen. Ein Gespräch über Kunst, Familie, Filmmusik – und die Schauspielerin Julie Andrews: «Die erste Frau, in die ich mich verliebt habe.»

  16. 43

    Theaterfrau Charlotte Huldi: "Man muss Kindern im Theater auf Augenhöhe begegnen"

    Was 1985 mit einer Gruppe junger Künstlerinnen und Künstlern begann, gehört inzwischen fix ins Universum des Kinder-, und Jugendtheaters: Die Bieler Theatergruppe «La Grenouille» bietet seit 40 Jahren hochstehende Unterhaltung für die Kleinen und für Teenager. Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino redet die Mitgründerin Charlotte Huldi darüber, was ein gutes Theaterstück für Kinder ausmacht, warum es da durchaus einen Unterschied zwischen Deutsch-, und Westschweiz gibt, und warum es in ihren Augen nicht stimmt, dass Kinder und Jugendliche heute sich weniger gut konzentrieren können als vor 40 Jahren.

  17. 42
  18. 41

    SRF-Moderator Urs Gredig: «Meine Wunschgäste? Der Papst oder Obama»

    Er ist einer der bekanntesten Journalisten des Landes und empfängt in seiner Talkshow regelmässig berühmte und weniger berühmte Menschen zum Gespräch. Urs Gredig lebt vom Dialog. «Es macht mir unglaublich viel Spass», sagt er. Wenn man den Freipass habe, Menschen Fragen zu stellen, sei das ein grosses Privileg. Im Klartext mit Nicoletta Cimmino redet Urs Gredig über seine journalistische Haltung und seinen Weg von Davos, wo er auf die Welt kam, über Grossbritannien, wo er Korrespondent war bis ins TV-Studio in Zürich Leutschenbach. Die «Halbierungsinitiative» über die das Schweizer Stimmvolk am kommenden 8. März abstimmt, benennt er klar: «Eine Halbierung wäre das falsche Signal», in einer Zeit, in der verlässliche Information zunehmend unter Druck gerate. Und Biel? Kein Zuhause, aber viele Erinnerungen. Als Jugendlicher besuchte Urs Gredig in Neuenburg die Handelsschule: «Wir kamen sehr gerne nach Biel, zum Beispiel in den Chessu - ich mag den herben Charme der Stadt.»

  19. 40

    EHC-Biel-CEO Daniel Villard: "Ich bin ein miserabler Schlittschuhläufer"

    Seit 22 Jahren ist Daniel Villard CEO beim EHC Biel. Im «Klartext» mit Nicoletta Cimmino spricht er über Höhenflüge, Krisen, Nachwuchsförderung und Sorgenfalten wegen der Tissot Arena. «Wir wollen mit Menschen und finanziellen Mitteln vernünftig umgehen». So umschreibt Daniel Villard seine Auffassung von guter Klubführung. Er hat viel Schönes erlebt in den bisherigen 22 Jahren, zum Beispiel den Wiederaufstieg in die oberste Liga 2008. Aber auch Enttäuschungen und Krisen. Seine Ziele hat er hoch gesteckt: Noch mehr Spieler-Nachwuchs, ein drittes Eisfeld – und zuverlässigere Abonnenten, die auch tatsächlich an die Spiele kommen. Er spricht über den frühen Tod seines Vaters und über seinen Umgang mit der Tatsache, dass sein eigener Sohn im Verein unter Vertrag steht.

  20. 39

    Regisseurin und Schauspielerin Isabelle Freymond: "Ich liebe den Energieaustausch mit dem Publikum"

    Mit 28 Jahren packte die ausgebildete Lehrerin Isabelle Freymond ihre Koffer und zog nach Brüssel, um dort die Theaterausbildung zu absolvieren. Zurück in ihrer Heimatstadt Biel spielte sie nicht nur selber in Stücken und Filmen. Als Leiterin des jungen Theaters bringt Isabelle Freymond seit 2014 immer wieder unzählige Kinder und Jugendliche auf die Bühne. Doch Freymond möchte nicht in die Schublade «Jugendtheater» gesteckt werden. Das beweist sie mit der aktuellen Inszenierung der Mono-Oper «Das Tagebuch der Anne Frank» am Tobs, die auf viel Lob gestossen ist. Ein Gespräch über Neuanfänge, Loslassen, Liebe – und Theater, das das pralle Leben abbilden sollte.

  21. 38

    Winzer Martin Hubacher: «Braucht es einen Wein aus Südafrika für 4.95?»

    Der Twanner Winzer Martin Hubacher vom «Johanniterkeller» wurde heuer erneut zum Berner Winzer des Jahres gekürt. Er ist Gast im Klartext bei Nicoletta Cimmino. Als Martin Hubacher 1994 nach dem plötzlichen Tod seines Vaters den Johanniterkeller übernahm, stand er schlagartig allein in der Verantwortung. Der erste Pinot Noir misslang. «Ich wollte alles aus der Traube holen - und habe übertrieben. Da habe ich gelernt: Es gibt keine Rezepturen beim Weinmachen.» Entscheidend sei, sich dem Jahr anzupassen, nicht umgekehrt. Weinmachen sei ein Tanz zwischen Mensch und Natur. Der «Läset» sei die intensivste Zeit. «Wir arbeiten zwölf Monate für diese drei Wochen. Ich bin morgens der Erste im Keller und abends der Letzte. Jede Stunde kann zählen.» Von der romantischen Vorstellung des Winzers mit Glas in der Hand ist da wenig zu spüren. Hubacher wünscht sich mehr Bewusstsein für regionale Produkte. Während Corona seien die Keller leer gekauft worden, heute dominierten wieder Aktionen. «Und dann frage ich mich schon: Braucht es einen Wein aus Südafrika für 4.95 im Grossverteiler?» Sein Grundsatz bleibt schlicht: «Wir nehmen jedes Jahr so, wie es kommt - und machen das Beste daraus.»

  22. 37

    James Gruntz: "Ich bin Musiker, nicht Influencer"

    «Ich glaube, Wörter sind nicht das beste Werkzeug, um verstanden zu werden», sagt James Gruntz im Gespräch mit Nicoletta Cimmino. Nach sieben Jahren Pause meldete sich James Gruntz letztes Jahr mit "Blink Twice" zurück - einem Album über Liebe, Kinder, Zeit und eine flüchtige Gegenwart. Im «Klartext» redet der gebürtige Nidauer darüber, wie er sein Leben zwischen Kunst und Familie balanciert. Er gibt zu: «Mit dem Ende des Arbeitstags habe ich bis heute Mühe, manchmal bin ich einfach noch im kreativen Flow, und sollte eigentlich das Abendessen zubereiten.» Gruntz spricht offen über sein früheres Lampenfieber: «Ich hatte das Gefühl, mir mit Auftritten etwas wegzunehmen, was ich ganz für mich kreiert hatte» - und über seine Abneigung Social Media, welche immer wichtiger werden: «Ich mache ja eigentlich Musik. Das ist für mich das Wichtige.» Ein Gespräch über die Kunst des Loslassens, das Vatersein und die Suche nach Echtheit in einer lauten Welt.

  23. 36

    Autorin und Journalistin Nadine Hostettler: "Ich sehne mich nach Biel"

    Mit «Schön. Reich. Tot» publiziert die Bieler Autorin Nadine Hostettler ihr drittes Buch. Sie erzählt darin die Geschichte einer Familie über drei Generationen. «Ich bin zwar aus Biel weggegangen, aber die Stadt hat mich nie losgelassen», erzählt Nadine Hostettler im Gespräch mit Nicoletta Cimmino. Sie war lange Zeit als Journalistin tätig, zum einen als Auslandkorrespondentin in Zentralamerika, zum anderen für das Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Jetzt konzentriert sie sich auf ihre Karriere als Romanautorin. In ihrem jüngsten Buch «Schön, reicht, tot» erzählt sie die Geschichte der fiktiven Bieler Familie Borel - und die Geschichte des Aufstiegs und des Niedergangs der Schweizer Uhrenindustrie, den sie als Jugendliche unmittelbar mitbekommen hat. Im «Klartext – der ajour-Talk» redet Nadine Hostettler über ihre Beziehung zur Stadt Biel, über die Lehr- und Wanderjahre in Zentralamerika und über ihre Bücher.

  24. 35

    SVP-Nationalrat Manfred Bühler: Die personifizierte bernjurassische Zweisprachigkeit.

    „Ich bin geografisch ein Jurassier, durch und durch. Und politisch hundertprozent ein Berner.“ Mit diesem Satz bringt Manfred Bühler seine Identität auf den Punkt. Der Politiker aus Cortébert wuchs auf dem Bauernhof auf, lernte Französisch erst in der Schule und studierte später auf Deutsch in Bern. Heute präsidiert Bühler die kantonalbernische SVP, als erster Romand in der Geschichte der Partei. Für ihn ist das mehr als Symbolik. „Wenn ein zweisprachiger Kanton zweisprachig sein will, dann müssen sich die Leute begegnen; im Parlament, in der Regierung, im Alltag.“ Zweisprachigkeit sei kein Verwaltungsakt, sagt er, sondern ein menschliches Prinzip: „Man wird nicht zweisprachig durch zweisprahchige Institutionen, sondern durch Menschen, die bereit sind, die Brücke zu schlagen.“ Ein Gespräch über den Bilinguismus, Meinungsfreiheit, harte politische Debatten - und seine Mutter: "Ich bewundere sie tief für alles, was sie geschafft hat".

  25. 34

    Gastrojournalistin Claudia Salzmann: "Ich gehe lieber ins Restaurant als ins Theater".

    Sie ist Testesserin, schreibt Gastro-Newsletters, hat gerade ein Kochbuch mit Berner Rezepten veröffentlicht, kommentiert YB-Spiele - und startet nun als "Storytellerin" für Restaurants. Im "Klartext" mit Nicoletta Cimmino erzählt Claudia Salzmann, wie ihr Interesse für Nahrung und Küche in ihrer Kindheit auf einem Emmentaler Bauernhof erwacht ist, was sie über Foodtrends denkt, warum sie selten vernichtende Gastrokritiken publiziert - und warum sie in der raren Freizeit für das Fanradio der Berner Young Boys Spiele kommentiert.

  26. 33

    Spitaldirektor Kristian Schneider: «Es gibt immer Lösungen»

    Neubau in Brügg, Pandemie, #metoo im Operationssaal - und eine Allergie gegen Respektlosigkeit: Kristian Schneider, CEO des Bieler Spitalzentrums ist Gast im Klartext mit Nicoletta Cimmino. Wie führt man ein Spital in Zeiten von Fachkräftemangel, politischem Druck und grossen Bauprojekten? Kristian Schneider, CEO des Spitalzentrums Biel erzählt von seiner Laufbahn vom Pflegefachmann bis an die Spitze einer der wichtigsten Institutionen der Region. Er spricht über die Kunst, trotz Krisen positiv zu bleiben, den Wert von Respekt in der Führung und die Bedeutung von Klartext – gerade in einer Zeit voller internationaler Konflikte. Schneider gibt Einblicke in das ambitionierte Neubauprojekt in Brügg, das nicht nur für Biel, sondern auch für andere Spitäler in der Schweiz Vorbildcharakter haben soll. Persönlich und offen erzählt er zudem von seiner Kindheit, seinen prägenden Erfahrungen und warum ihn Begegnungen mit Menschen schon früh in Führungsrollen brachten.

  27. 32

    Jasmin Bühler & Carol Frischknecht: "Wir waren vier Jahre zu Fuss unterwegs - bis Nepal"

    Im Juli 2021 brachen Jasmin Bühler und Carol Frischknecht zu einer langen Wanderung auf, 16’000 Kilometer bis ins Himalaya-Gebirge. Unterwegs erlebten die beiden Frauen Strapazen: 35 verschlissene Paar Schuhe, schwere Rucksäcke und Nächte voller Gewitter. Doch vor allem prägte sie die Begegnung mit Menschen: unglaubliche Gastfreundschaft, spontane Hilfe und kleine Gesten, die den Weg leichter machten. Im Gespräch erzählen die beiden, wie diese Reise ihr Leben verändert hat, warum sie heute offener auf Menschen zugehen, was sie über Vertrauen gelernt haben. Und weshalb sie ihre kleine Mokka-Maschine bis zum Himalaya getragen haben.

  28. 31

    Unternehmerin Bea Petri: "Auch wer wenig hat, will schön aussehen"

    Die Bernerin Bea Petri baute in Zürich mit der «Schminkbar» ein florierendes Unternehmen auf, mit mehreren Filialen in der ganzen Schweiz und über hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie wurde dafür zur «Unternehmerin des Jahres» gekürt. Als sie die Firma vor neun Jahren an ihre Töchter übergab, stürzte sie in eine tiefe Sinneskrise: «Ich hatte Depressionen, musste Medikamente nehmen». Heute widmet sich Bea Petri anderen Projekten, zum Beispiel «Nas Mode» in Burkina Faso. An der Schule in der Hauptstadt Ouagadougou erhalten junge Frauen eine fundierte Ausbildung in Kosmetik, Schneiderei, Coiffure und mehr. Statt Geld vergibt Bea Petri zudem Mikrokredite in Form von Sachleistungen, damit die ausgebildeten Frauen eigene Geschäfte aufbauen können. Soeben ist ihr neues Buch «12 Leben» erschienen, in dem sie Menschen vorstellt, die dank «Nas Mode» ihr Leben in die Hand nehmen konnten. Im «Klartext» mit Nicoletta Cimmino spricht Bea Petri über ihre Zeit als «Schminkerin der Nation» - und darüber, welche Bundesräte besonders lustig waren in der Maske, über das Loslassen, Mut, und kleine Notlügen, die grosses bewirken.

  29. 30

    Coach und "Ting"-Mitgründerin Ondine Riesen: „Ich werde oft zugleich unter- und überschätzt“

    Ondine Riesen ist gebürtige Luzernerin, aber leidenschaftliche Wahlbielerin. Über die Stadt sagt sie, sie fühle sich hier so wohl, als trüge sie ständig einen Pijama. Riesen ist Coach, betriebliche Mentorin und Mitgründerin von Ting, einer Plattform, die Geld, Ideen und Gemeinschaft zusammenbringt. Projekte – von Garten-Sharing bis zu Apps gegen Food Waste – wurden so schon ermöglicht. Ihr Credo: Vertrauen und Solidarität sind stärker als Misstrauen und Tabus, gerade wenn es ums Geld geht. Persönlich spricht Riesen offen über ihr Leben mit ADS – eine Diagnose die für sie eine grosse Erleichterung war: "Ich dachte, vielleicht bin ich einfach dumm und faul". Sie erzählt von ihrer Leidenschaft für Musik, die sie liebevoll in Playlists an ihre Freundinnen verpackt, von ihrer Kindheit auf dem Land - und von Zukunftsplänen.

  30. 29

    Opernsängerin Rebekka Maeder: "Singen ist wie Hochseilakrobatik"

    Als "Königin der Nacht" feiert die Berner Sopranistin Rebekka Maeder am 11. September beim TOBS in Biel mit der Zauberflöte Première. Im Klartext mit Nicoletta Cimmino erzählt sie von ihrem Kindheitserlebnis mit genau diesem Werk, von der kompromisslosen Pflege ihrer Stimme und den mentalen Höhenflügen dieser Extremrolle. Ein Gespräch über Kür und Pflicht einer Opernsängerin, über den Sinn und Unsinn von Triggerwarnungen in der Oper - und wo es in der Welt der klassischen Musik noch immer Ungleichheiten gibt.

  31. 28

    Ex-SBB-Chef Benedikt Weibel: "Ich bin ein undogmatischer Freigeist"

    Sein neustes Buch «Abenteuer Lesen» ist eine Ode ans Buch. 100 Werke, die ihn durchs Leben begleitet haben, stellt Weibel vor. «Sogar als SBB-Chef las ich jeden Tag in einem Buch», sagt er.

  32. 27

    Lakelive-Mitgründer Lukas Hohl: "Neid und Missgunst triggern mich"

    «Querer es poder»: so steht es – tätowiert – auf Lukas Hohls Oberarm. Mit viel Willen erreicht man alles. Es ist gewissermassen das Motto des jungen Orpunders, der zu Gast ist im Klartext.

  33. 26

    Martin Bühler: "Journalismus ist kein Beruf, sondern eine Krankheit"

    Martin Bühler war viele Jahre Chefredaktor des Bieler Tagblatts, danach wechselte er ins Bundeshaus und wurde im VBS Medienchefs von insgesamt vier Bundesräten: Im “Klartext” mit Nicoletta Cimmino redet Bühler von seiner Zeit als Journalist, warum Adolf Ogi der “anstrengendste Chef” war (aber auch der, mit dem er am meisten gelernt hat) warum er sich heute als “schnellster Grossvater des Seelandes” bezeichnet - und warum er, der Sohn eines Pfarrers, in KZ Mauthausen seinen Glauben an Gott verloren hat.

  34. 25

    Paartherapeut Bruno Wermuth: "Der 'neue Mann' ist oft geplagt"

    Bruno Wermuth war Maurer, dann Architekt - dann wurde er Sozialpädagoge. Viele kennen ihn als "Dr. Sex" in der Pendlerzeitung "20 Minuten". Im Klartext mit Nicoletta Cimmino spricht der Seeländer über Intimität, Rollenbilder und ein Gefühl, das heute viele Männer kennen: nie gut genug zu sein. Er erzählt von seiner Kindheit in der Region, von einer schwierigen Schulzeit, von Neuanfängen und Umwegen auf dem Lebensweg. Von Sex und Tod, und allem dazwischen.

  35. 24

    SVP-Finanzdirektor Beat Feurer: "Die beste Investition? Frühförderung bei Kindern"

    Beat Feurer (65) ist keiner, der in Schubladen passt: SVP-Mann, offen schwul, Vaterfigur für eine Flüchtlingsfamilie und Mitglied einer Freikirche. Im «Klartext – der ajour-Talk» spricht der Bieler Finanzdirektor über sein Burnout, und wie er sich zurückgekämpft hat, über Resilienz und darüber, wie schwer es war, nach seinem Coming-out vor 20 Jahren Freunde aus der Kirche zu verlieren: «Das war und ist immer noch sehr schmerzhaft.» Politisch will er sich seine Freiheit bewahren. So hat er sich kürzlich gegen einen Aufruf seiner Gemeinderatskolleginnen zur Israel-Gaza-Situation gestellt: «Weltpolitik ist nicht unsere Aufgabe. Echte Hilfe ist nur aus einer neutralen Haltung möglich. Und der latente Antisemitismus macht mir Sorgen."

  36. 23

    Margrit Wick-Werder: "Manchmal bin ich ein lebendiges Auskunftsbüro."

    Die "Bieler Tagblatt"-Redaktorin Deborah Balmer taucht ein in die Stadtgeschichte von Biel, mit einer Frau, die diese enorm gut kennt. Die Bieler Historikerin Margrit Wick-Werder erzählt Deborah Balmer über ihre Kindheit mit fünf Geschwistern in der Ostschweiz und wie sie aus dem Gymnasium flog. Sie sagt, weshalb sie den besten Rat ihres Lebens während ihres Geschichtsstudiums an der Universität Bern von ihrem damaligen Professor erhalten hat. Auch noch mit 80 Jahren ist sie aktiv, macht Stadtführungen und erzählt auf ihre lebendige Art Dinge über Biel, die sonst niemand weiss: In dieser Folge verrät sie, weshalb es die Stadt Biel eigentlich fast nie gegeben hätte.

  37. 22

    Beat Cattaruzza: "Ich bin wie eine Feuerwerkskugel - mit ganz vielen Schichten"

    Beat Cattaruzza hat viele Hüte getragen. Er war Eishockeyspieler beim EHC Biel, Augenoptiker, Künstler, Gründer, Weltreisender. Seit einigen Jahren ist er auch Politiker, im Nidauer Gemeinderat für die GLP. Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino spricht er über seine Kindheit, den Sport als Lebensschule, sein Herzensprojekt „Dispo“, das er nach einer inspirierenden Reise durch Detroit gegründet hat. Er erzählt von seiner Liebe zu New York - und wie er dort, ohne es zu wissen, Tür an Tür mit Meta-Chef Mark Zuckerberg wohnte. Jetzt will er Stadtpräsident von Nidau werden.

  38. 21

    FC Biel-Präsident Dietmar Faes: "Für den Erfolg braucht es eine gewisse Naivität"

    Der FC Biel steht sensationell im Cupfinal gegen den FC Basel - ein Höhepunkt für Präsident Dietmar Faes, der den Verein 2016 übernahm, als gar nichts mehr ging. Im "Klartext" mit Nicoletta Cimmino erzählt Faes einen Tag vor dem Finalspiel, wie man mit Authentizität, Loyalität und einer Prise Naivität Erfolg haben kann. Er redet über den angekündigten Abgang von Sportkoordinator Oliver Zesiger, die Euphorie rund um den Final, den EHC Biel als Vorbild und die zukünftige Rolle des Investors Ahmet Schäfer mit "Core Sports Capital" Faes spricht Klartext über seine österreichischen Wurzeln, über Verantwortung, Stolz... und "Highway to Hell" als Einlaufmusik.

  39. 20

    Janine Geigele: "Ich arbeite einfach wahnsinnig gern"

    Janine Geigele stand mit 13 Jahren erstmals im Radiostudio von Canal 3 – und legte damit den Grundstein für eine einzigartige Karriere. Es folgten Jahre beim SRF, internationale Einsätze im Sportbusiness und schliesslich der Schritt in die Selbstständigkeit. Heute führt die engagierte Pfadfinderin (Pfadiname "Sermo") ihr eigenes Kommunikationsunternehmen und betreut Spitzen-Athletinnen wie Marlen Reusser oder Nicola Spirig. Im Klartext-Talk erzählt sie von frühen Chancen, von Durchhaltewillen, der Freude an der Arbeit– und warum sie sich mit dem Lied „This Girl Is on Fire“ so gut identifizieren kann.

  40. 19

    Bibliothekarin Britta Hüppe: "Man muss sich nicht durch schlechte Bücher quälen"

    Seit 33 Jahren lebt Britta Hüppe in Biel - Generationen von Bieler Leserratten kennen die freundliche Frau mit Brille und Dutt, die in der Bieler Stadtbibliothek anzutreffen ist. Im Klartext erzählt die Bibliothekarin, wie sich Biel und seine Menschen über die Jahre zwischen Bücherregalen verändert haben, warum sie schlechte Bücher heute nicht mehr fertig liest – und was «Shared Reading» mit Gemeinschaft zu tun hat. Sie spricht über pünktliche (und weniger pünktliche) Leserinnen und Leser, über das stille Miteinander in der zweisprachigen Stadt – und über die Frage: Ticken Deutschschweizer beim Lesen anders als Romands?

  41. 18

    Pflanzenforscher Matthias Erb: "Die Schweiz ist ein Traum-Ort für Wissenschafter"

    Pflanzen warnen einander vor Gefahren – mit Duftstoffen. Wie das funktioniert, weiss Matthias Erb. Der Bauernsohn aus dem Simmental ist heute Professor an der Universität Bern und wird gerne als „Pflanzenversteher“ bezeichnet. Im „Klartext“ erzählt er, wie Pflanzen Gefahren riechen, warum er lieber in Bern als in Oxford forscht – und wie er mit dem Start-up "Boum" selbst Menschen ohne grünen Daumen zum Gärtnern bringt.

  42. 17

    Wirte-Ehepaar Laura und Sandro Bianchin: "Die Gastronomiebranche ist eine Macho-Szene"

    Laura und Sandro Bianchin starteten direkt aus der Ausbildung ins Abenteuer Gastro-Unternehmertum - mit viel Erfolg. Mit ihrem ersten Restaurant „Lokal“ mitten in Biel legten sie den Grundstein, schnell folgten weitere Standorte, wie das "Ecluse", und das "Sauvage". Jetzt steht das nächste Kapitel an: Im Sommer eröffnen die beiden das „Vagabund“ im Bieler Bahnhof und bringen gesunden Fast-Food und Kaffee zu den Pendlerinnen und Pendlern. Im Podcast „Klartext“ spricht Nicoletta Cimmino mit den Bianchins über ihre Pläne („Ein Hotel? Vielleicht irgendwann!“), das Leben als Paar und Geschäftspartner („Zu viel Nähe gibt es bei uns nicht“) und warum sie nichts von strengen Hierarchien in der Küche halten.

  43. 16

    YB-Legende Marco Wölfli: "Meine Wurzeln sind hier - Heimat ist wichtig"

    Aufgewachsen in der Region, dreifacher Meister mit den Berner Young Boys – für Ex-YB-Goalie Marco Wölfli (42) ist der Cup-Halbfinal zwischen dem FC Biel und YB ein besonderes Spiel. Im Gespräch mit Klartext erzählt der Grenchner von seiner tiefen Verbundenheit zu Gelb-Schwarz, seinem Leben nach der Fussballkarriere als Immobilienhändler – und davon, warum er heute noch lächeln muss, sobald er in einem Tor steht. Ausserdem verrät er, wie ihm Kuno Lauener und "Züri West" das wohl schönste Hochzeitsgeschenk gemacht haben.

  44. 15

    Pfarrerin Lea Wenger: "Jesus war politisch - die Kirche muss es auch sein"

    Lea Wenger (36) ist Pfarrerin bei der reformierten Kirchgemeinde Bürglen und lebt mit ihrer Frau und ihrem Kind in Brügg. Im «Klartext – der ajour-Talk» erzählt sie von ihrer alltäglichen Arbeit: «Ich bin gewissermassen eine Dienstleisterin», darüber, wie sie manchmal mit dem Glauben ringt, warum die Mutterschaft ihr Gottesbild verändert hat – und Feminismus in der Bibel.

  45. 14

    Tourismusdirektorin Pascale Berclaz:«Die Dienstleistungsmentalität ist etwas verloren gegangen»

    Sie ist fest im Seeland verwurzelt – und hat beruflich die Nase immer im Wind: die Chefin von «Made in Bern», Pascale Berclaz. Schon als Kind nannte man sie «Zwirbel» – sie konnte kaum still sitzen. An ihrer Energie hat sich bis heute nichts geändert. Pascale Berclaz (54) hat in ihrer Karriere verschiedenste Funktionen übernommen: als Vizepräsidentin des FC Biel, Marketingchefin beim EHC Biel und seit 2018 als Direktorin von "Made in Bern". Im Gespräch mit Nicoletta Cimmino spricht sie über die Herausforderungen und Chancen des Tourismus im Kanton Bern. Dabei stellt sie fest: «Wir sind gastfreundlich – aber die Dienstleistungsmentalität ist mancherorts etwas verloren gegangen.» Zudem gibt sie Einblick in ihre neue Karriere als Bieler Stadträtin: «Man könnte effizienter sein.» Und sie skizziert, wie sie sich die Zukunft von Biel als Tourismusdestination vorstellt.

  46. 13

    Co-Parteipräsidentin Susanne Clauss: "Die Bieler SP war zerstritten - jetzt ist sie geeint"

    Susanne Clauss hat viele Hüte an: Als Co-Parteipräsidentin der Bieler Sozialdemokraten und künftige Berner Grossrätin vertritt sie dezidiert linke Anliegen, als Hebamme hat sie hunderte Kinder auf die Welt gebracht, als Unternehmerin muss sie wirtschaftlich denken. Und als Tier- und Naturschützerin weckt sie immer wieder Widerstand. Im "Klartext" erzählt Clauss, warum sie Hebamme geworden ist, warum es am Anfang in Biel für sie schwierig war, wie sie die Partei führt - und was es mit dem Übernamen "Action Susi" auf sich hat.

  47. 12

    Madeleine Betschart: «Mein Lieblingswerk von Dürrenmatt? Das ändert wöchentlich!»

    Sie arbeitet dort, wo Friedrich Dürrenmatt einst geschrieben und gemalt hat: Madeleine Betschart, die Leiterin des "Centre Dürrenmatt" in Neuenburg. Im "Klartext" erzählt die gebürtige Zuger Kulturmanagerin von dem Schatz, den sie hoch über dem Neuenburgersee hütet. Und sie erinnert sich an ihre Zeit als Leiterin des Bieler Museums Schwab: «Ich bin eine Heimweh-Bielerin.»

  48. 11

    Fotograf Rolf Neeser: «Zu Biel verbindet mich eine Hassliebe»

    Er wuchs im Fotogeschäft seiner Eltern in Biel auf, und fotografierte als siebenjähriger Knirps sein erstes Sujet. Mit 18 Jahren zeigte er Bilder von nackten Männern, löste damit in der Stadt einen Skandal aus, und kassierte eine richterliche Verfügung. Inzwischen ist der Bieler Rolf Neeser (66) ein etablierter, erfolgreicher Fotograf, der unzählige Reportagen gemacht, und Preise dafür gewonnen hat. Im «Klartext» redet er über seine Leidenschaft, warum schöne Menschen nicht automatisch fotogen sind, warum ihn der schwache Händedruck von Palästinenserführer Jassir Arafat überrascht hat, und warum er oft mit seiner Heimatstadt Biel hadert.

  49. 10

    40 Jahre Mordfall Kehrsatz: "Wir halten Bruno Z. einen Stuhl auf der Bühne frei".

    Der Journalist Urs Gilgen (SRF) und der Künstler Matto Kämpf rollen den Mord in Kehrsatz neu auf. In 5 Teilen erzählen sie den ungelösten Fall aus dem Sommer 1985 nach, mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, live auf der Bühne der Berner "La Cappella". Im "Klartext" erzählen Gilgen und Kämpf vom Widerstand, den ihr Projekt geweckt hat, weshalb viele Beteiligte zwar hinter den Kulissen reden, aber nicht auftreten wollen - und wie sie den freigesprochenen Ehemann des Mordopfers, Bruno Z. mehrmals kontaktiert haben, erfolglos. "Der Mord in Kehrsatz hat Freundschaften und Familien zerstört", sagt Journalist Urs Gilgen.

  50. 9

    Christine Beerli: "Der Stadt Biel würde ein Machtwechsel gut tun"

    Christine Beerli war viele Jahre lang für den Schweizer Freisinn tätig: im Bieler Stadrat, im bernischen Grossen Rat, im Ständerat - und fast im Bundesrat. 2003 stellte sie sich zur Verfügung, verlor die Wahl aber gegen Hans-Rudolf Merz. Im «Klartext» spricht Beerli über diese Niederlage, die sich im Nachhinein als Segen erwies, über ihr Engagement für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes IKRK, über ihre besondere WG in Biel - und warum sie sich für diese Stadt einen Machtwechsel wünscht.

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Gespräche mit Menschen aus Biel, dem Seeland, der Schweiz und darüber hinaus, die etwas zu erzählen haben - und Klartext reden.

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