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PostFinance Börsenmagazin - der wöchentliche Podcast
by Postfinance
Der CIO und die Anlagestrateg:innen von PostFinance analysieren jeweils am Freitagabend im Podcast die Börsenwoche, sprechen darüber was die Märkte bewegt und blicken voraus. Erfahren Sie kurz und bündig die wichtigsten News zum Börsengeschehen.
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Das Börsenmagazin vom 8.Mai 2026
Die Märkte standen diese Woche vor allem im Zeichen der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Nachdem die Waffenruhe zu Wochenbeginn zeitweise wieder unsicher erschien, blieb der Ölpreis zunächst auf hohem Niveau. Im weiteren Verlauf kehrte jedoch Optimismus an die Börsen zurück. Die Aktienmärkte in Europa und den USA legten insgesamt um rund 1–2% zu, während der japanische Nikkei sogar über 5% gewann. Gleichzeitig entspannte sich die Lage am Ölmarkt etwas und der Ölpreis fiel wieder unter 100 US-Dollar pro Fass. Auch Bitcoin konnte sich weiter erholen und notierte erstmals seit drei Monaten zeitweise wieder über 80’000 US-Dollar. Im Unternehmensbereich sorgten insbesondere die Zahlen des US-Chipherstellers AMD für Aufmerksamkeit. Dank des anhaltenden KI-Booms steigerte das Unternehmen den Umsatz um rund 50% und gab damit dem gesamten Technologiesektor Auftrieb. Schlagzeilen machte zudem GameStop mit den Übernahmeplänen für den deutlich grösseren Online-Marktplatz eBay, wobei der Markt darauf skeptisch reagierte. In der Schweiz standen unter anderem Swiss Re, Algon und Logitech im Fokus. Swiss Re konnte den Gewinn deutlich steigern, dennoch geriet die Aktie unter Druck. Besonders negativ reagierte der Markt auf die Zahlen von Algon: Trotz höherem Umsatz und angehobener Jahresprognose verlor die Aktie mehr als 10%. Positiver verlief die Woche für Logitech, das stärker als erwartet gewachsen ist – die Aktie legte rund 6% zu. Auch die Schweizer Wirtschaft zeigte zuletzt einige positive Signale. Die Stimmung in der Industrie verbesserte sich leicht und auch am Arbeitsmarkt entspannte sich die Lage etwas. Gleichzeitig stieg die Inflation aufgrund höherer Energiepreise von 0,3% auf 0,6%, während die Kerninflation leicht zurückging. Insgesamt ergibt sich damit ein etwas freundlicheres Bild für die Schweizer Wirtschaft, auch wenn das Umfeld weiterhin anspruchsvoll bleibt. In der kommenden Woche steht wegen der Auffahrt eine verkürzte Handelswoche an. Im Fokus werden insbesondere die US-Inflationszahlen sowie die Quartalszahlen des Chipkonzerns Nvidia stehen. Die amerikanische Inflation war bereits im März deutlich angestiegen und zeigte erste Auswirkungen der höheren Energiepreise. Von Unternehmensseite dürfte es insgesamt jedoch ruhiger werden, da die meisten Schweizer KMU ihre Quartalsergebnisse bereits veröffentlicht haben.
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Das Börsenmagazin vom 1.Mai 2026
Eine volatile Börsenwoche ohne klare Richtung liegt hinter den Finanzmärkten. Geopolitische Unsicherheiten, insbesondere der ungelöste Iran-Konflikt, führten dazu, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Europäische Zentralbank ihre Zinsen unverändert liessen. Im Unternehmensbereich standen vor allem US-Tech-Konzerne im Fokus: Alphabet überzeugte mit starkem Cloud-Wachstum, während Amazon und Microsoft solide, aber erwartbare Ergebnisse lieferten. Meta hingegen geriet wegen hoher KI-Investitionen unter Druck. In der Schweiz konnte die UBS mit einem deutlichen Gewinnanstieg punkten, während Novartis aufgrund auslaufender Patente belastet war. Für Bewegung sorgte insbesondere der Ölpreis, der zeitweise auf über 120 Dollar pro Fass stieg – der höchste Stand seit vier Jahren. Zusätzlich sorgten Spannungen innerhalb der OPEC, ausgelöst durch den angekündigten Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate, für Unsicherheit. In der kommenden Woche richten sich die Blicke auf wichtige Konjunkturdaten, insbesondere den US-Arbeitsmarkt sowie die Inflation in der Schweiz.
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Das Börsenmagazin vom 24. April 2026
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Iran wurde gedämpft. Trotz verlängerter Waffenruhe bleibt die Lage angespannt, insbesondere rund um die Straße von Hormus, eine wichtige Ölroute. Zwischenfälle und Drohungen haben die Unsicherheit erhöht, was zu steigenden Ölpreisen, wachsenden Inflationssorgen, höheren Zinsen und fallenden Aktienkursen (vor allem in Europa) führte. Die Berichtssaison ist angelaufen mit gemischten Ergebnissen: Tesla enttäuschte deutlich, während Intel positiv überraschte. In der Schweiz überzeugte Nestlé mit starkem Wachstum, Roche zeigte ein solides Gesamtbild. In der kommenden Woche stehen wichtige Ereignisse an: mehrere Zentralbankentscheidungen (u. a. USA, Japan, Europa, Großbritannien), neue Inflations- und Konjunkturdaten sowie zahlreiche Unternehmensberichte, darunter von großen Tech-Konzernen und wichtigen Schweizer Firmen. Diese Faktoren dürften die Märkte weiterhin stark beeinflussen.
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Das Börsenmagazin vom 17. April 2026
Zu Wochenbeginn waren die Märkte wegen gescheiterter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Druck, insbesondere nach verschärften Tönen aus Washington und der Ankündigung von Blockaden in der Strasse von Hormuz. Im Verlauf der Woche setzte sich jedoch wieder Optimismus durch: Die US-Märkte erholten sich deutlich, der S&P 500 stieg über 2 % und überschritt erstmals die Marke von 7’000 Punkten. Vor allem Technologieaktien legten stark zu, etwa Microsoft mit über +12 %. Auch in Europa und der Schweiz entwickelten sich die Märkte leicht positiv, getragen von der Hoffnung auf Entspannung. Unternehmensseitig überzeugte Sika mit besser als erwarteten Ergebnissen (+9 %), während Givaudan unter dem starken Franken litt. Helvetia Paloise meldete einen Gewinn von knapp 1 Mrd. CHF und plant mehr Profitabilität, höhere Dividenden sowie Stellenabbau. In den USA standen Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan im Fokus mit soliden Zahlen, getrieben durch hohe Handelsvolumen, auch wenn die Marktreaktionen verhalten blieben. Ein wichtiges kommendes Thema ist Kevin Warsh als möglicher neuer Fed-Chef, dessen Anhörung bevorsteht und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage grosse Bedeutung hat. Zudem stehen zahlreiche Unternehmenszahlen an, u. a. von ABB, Nestlé, Roche sowie Tesla und Intel. Procter & Gamble gilt dabei als wichtiger Indikator für die Konsumentenstimmung, die zuletzt sehr schwach war.
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Das Börsenmagazin vom 10. April 2026
Die Aktienmärkte erlebten eine bewegte Woche, stark beeinflusst durch die geopolitische Lage im Nahen Osten. Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran auf Bedingungen für einen Waffenstillstand sorgte zunächst für deutliche Kursgewinne weltweit und half vielen Märkten, frühere Verluste aufzuholen. Die anfängliche Euphorie ließ jedoch schnell nach, da das Abkommen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Besonders die weiterhin blockierte Straße von Hormus belastet den Ölmarkt, und strittige Forderungen Irans erschweren eine nachhaltige Lösung. Insgesamt wirkt die Situation eher wie eine vorübergehende Entspannung als eine dauerhafte Lösung. In der Schweiz sank die Arbeitslosenquote leicht auf 3,1%, was als positives Signal gewertet wird. In den USA zeigen Konsumdaten weiterhin eine robuste Nachfrage, wobei steigende Ölpreise noch nicht vollständig berücksichtigt sind. Für die kommende Woche steht die Berichtssaison im Fokus, angeführt von großen US-Banken. Makroökonomisch sind wenige Impulse zu erwarten, sodass Unternehmenszahlen und die Entwicklung im Nahen Osten die Märkte dominieren dürften.
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Das Börsenmagazin vom 2. April 2026
Die Finanzmärkte waren diese Woche stark vom Iran-Konflikt und der unberechenbaren Politik von US-Präsident Trump geprägt. Wechselnde Aussagen zu möglichen US-Einsätzen sorgten für deutliche Schwankungen und Unsicherheit an den Börsen. Wirtschaftsdaten zeigten zwar, dass die Stimmung in den Industrienationen etwas robuster ist als erwartet, eine echte Entspannung ist jedoch nicht in Sicht. Gleichzeitig ist die Inflation aufgrund steigender Energiepreise deutlich angestiegen – insbesondere in der Eurozone, während sie in der Schweiz moderat blieb. Auch in der kommenden Woche dürfte der Fokus auf dem Iran-Krieg liegen. Zusätzlich werden wichtige Konjunkturdaten erwartet, darunter der US-Arbeitsmarktbericht sowie neue Inflationszahlen, bei denen ebenfalls ein Anstieg prognostiziert wird.
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Das Börsenmagazin vom 27. März 2026
Diese Woche war geprägt von schwankender Stimmung zwischen Friedenshoffnung und Unsicherheit im Nahen Osten. Ankündigungen von Gesprächen und einem Friedensplan durch Donald Trump sorgten zunächst für Optimismus, der jedoch durch wieder verschärfte Töne und mögliche militärische Schritte gedämpft wurde. Die Finanzmärkte reagierten entsprechend volatil: Anfangs fielen die Ölpreise stark und Aktien legten zu, besonders in Europa und Asien. Ab Donnerstag drehte die Stimmung, der Ölpreis stieg wieder deutlich über 100 Dollar. Gold stabilisierte sich nach anfänglicher Schwäche. Insgesamt schlossen die Börsen in Europa und Asien leicht im Plus, während die USA Verluste verzeichneten. In der Schweiz zeigte sich ein gemischtes Bild: Versicherungen überzeugten mit starken Ergebnissen und höheren Dividenden, während die SIX Group wegen Abschreibungen einen hohen Verlust auswies. Der Sportartikelhersteller ON stand im Fokus – zunächst positiv durch einen Gerichtserfolg, dann negativ durch einen überraschenden CEO-Abgang, worauf die Aktie deutlich fiel. Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen schwächer aus, insbesondere im Dienstleistungssektor, blieben aber besser als befürchtet. Ein klares Bild der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts fehlt noch. In der kommenden Woche stehen Inflationsdaten aus Europa im Mittelpunkt. Weitere Unternehmenszahlen werden erwartet, größere Marktimpulse sind jedoch eher unwahrscheinlich.
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Das Börsenmagazin vom 20. März 2026
Am Wochenanfang hatte sich die Lage noch leicht beruhigt. Die Aktienmärkte haben sich erholt und die Zinsen ein wenig gesunken. Doch diese Entspannung hat nicht lange angehalten. Der Iran hat nämlich eine wichtige Gasanlage in Katar angegriffen die rund 20 Prozent der globalen Gasnachfrage abdeckt. Die Märkte haben sofort reagiert. Vor allem die Europäischen sind unter Druck geraten. Die Angst vor Energieknappheit und höherer Inflation ist definitiv zurück. Der Ölpreis ist diese Woche hoch geblieben. Er ist nie unter 100 Dollar pro Fass gefallen. Unter dem Strich hat die Börse auch diese Woche verloren. Europa rund 2 bis 4 Prozent, die USA haben sich hingegen etwas stabiler gehalten. Auffällig war auch Gold. Der Preis ist rund 6 Prozent gefallen, was obwohl Unsicherheit normalerweise gut ist für Gold. Der stärkere Dollar hat aber Gold für viele Anleger verteuert. Höhere Langfristzinsen haben zudem Alternativen attraktiver gemacht. Diese Woche haben gerade sieben Notenbanken entschieden. Doch die grossen Überraschungen sind ausgeblieben. Auch die Schweizer Nationalbank lässt ihre Leitzinswege haupt auf 0,0%. Sie hat damit auch ein klares Signal gesetzt. Trotz der schwachen Konjunktur und dem noch stärkeren Franken will sie Negativzinsen unbedingt vermeiden. International hat sich ein ähnliches Bild gezeigt. Die US-Notenbank, Bank of Japan und die Europäische Zentralbank haben ihre Leitzins nicht verändert. Im Fokus steht aber jetzt die Inflation. Die steigenden Energiepreise haben die Erwartungen nach oben getrieben. Der Spielraum für künftige Zinssenkungen ist damit deutlich kleiner geworden. In der Schweiz hat Stadler Rail überzeugt, der Gewinn hat sich fast verdoppelt, die Aktien nach dem Tief spürbar erholt. Swissquote hat solide Zahlen geliefert. Der Gewinn ist gestiegen und die Dividende wird deutlich erhöht. Gleichzeitig sind aber die Zweifel an den Wachstumszielen aufgekommen. Der Kurs liegt unterdessen fast 20% unter dem Höchststang. Die HEX Group zeigt Schwäche in der Medienbranche. Der Umsatz ist gesunken, der Gewinn dank härter Sparmaßnahmen trotzdem klar gestiegen. Im Tech-Sektor treibt die künstliche Intelligenz weiterhin die Fantasie. Nvidia hat seine Umsatzprognose bis 2027 auf sagenhafte 1 Billion Dollar erhöht. Die Aktie hat aber darauf kaum reagiert. Die nächste Woche bleibt sicher spannend, politisch und wirtschaftlich. Der Fokus bleibt aber ganz klar im Konflikt im Iran. Aber auch von der ökonomischen Seite könnte es nächste Woche interessant bleiben. Die neuen Einkaufsmanager-Indizes werden mit Spannung erwartet. Zuletzt hat die Zahlung ein erfreuliches Bild gezeigt. Das könnte aber jetzt mit den Sorgen um höhere Energiepreise wieder in Gefahr geraten.
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Das Börsenmagazin vom 13. März 2026
Die Woche begann sehr unruhig: Der Ölpreis stieg stark, da wichtige Transportrouten blockiert sind. Kurzzeitig entspannte sich die Lage nach Aussagen von Donald Trump, die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Konflikts weckten. Neue Angriffe auf Öltanker und die weiterhin gesperrte Strait of Hormuz verschlechterten jedoch die Stimmung wieder. Die Ölsorte Brent Crude stieg erneut auf über 100 Dollar pro Barrel. Die Aktienmärkte schlossen die Woche im Minus. In Europa und den USA liegen wichtige Indizes etwa 2–3 % unter dem Jahresanfang, während es in Asien besser aussieht: Der Nikkei 225 liegt weiterhin rund 5 % im Plus. In der Schweiz sorgte Partners Group für Diskussionen. Anleger sind wegen hoher Bewertungen im Software-Sektor und möglicher Risiken durch Artificial Intelligence vorsichtig. Obwohl die Erwartungen erfüllt wurden, bleibt der Markt skeptisch; die Aktie liegt über 20 % im Minus seit Jahresbeginn. Auch Volkswagen fiel auf: Der Konzern meldete einen starken Rückgang beim operativen Gewinn aufgrund stärkerer Konkurrenz in China und neuer US-Zölle. Zudem plant VW einen grossen Stellenabbau in Deutschland, was Investoren verunsichert. In der kommenden Woche stehen Zinsentscheide mehrerer Zentralbanken im Fokus, darunter die Swiss National Bank, die Federal Reserve und die European Central Bank. Wegen weiterhin hoher Inflation, geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise sind grosse Zinsschritte eher unwahrscheinlich. Die Märkte werden genau beobachten, wie die Zentralbanken auf das unsichere Umfeld reagieren.
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Das Börsenmagazin vom 6. März 2026
Das Börsenmagazin vom 06. März 2026 Der geopolitische Konflikt hat die Finanzmärkte beeinflusst, wobei der Wochenstart zunächst relativ ruhig verlief, da die Spannungen bereits zuvor bestanden. Besonders stark reagierten die Energiepreise: Öl und Gas stiegen deutlich, vor allem wegen der Unsicherheit rund um die Strasse von Hormus, über die etwa 20 % des weltweit gehandelten Öls transportiert werden. Im Laufe der Woche nahm die Nervosität an den Märkten zu. Europäische und Schweizer Aktien gerieten unter Druck, während sich die US-Börsen vergleichsweise stabil hielten. In Asien fiel die Reaktion am stärksten aus, da die Region stark von Energieimporten abhängig ist. Gleichzeitig stiegen auch die Obligationenrenditen leicht, unter anderem wegen Sorgen über eine mögliche Rückkehr höherer Inflation. Der SMI verlor rund 5 % und liegt damit wieder ungefähr auf dem Niveau vom Jahresanfang. Besonders stark fiel die Aktie von Richemont (Luxusgüter) mit einem Rückgang von fast 10 %, da diese Branche empfindlich auf geopolitische Unsicherheiten reagiert und stark von der Nachfrage aus Asien und dem Nahen Osten abhängt. Stabiler entwickelten sich dagegen defensivere Titel wie Swisscom sowie Logitech, die weniger direkt vom Konflikt betroffen sind. Bei den Konjunkturdaten blieb die Lage in der Schweiz stabil: • Arbeitslosenquote: 3,2 % • Inflation: 0,1 % In der Eurozone gab es hingegen eine kleine Überraschung, da die Inflation leicht gestiegen ist – hauptsächlich wegen höherer Preise im Dienstleistungssektor.
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Das Börsenmagazin vom 27. Februar 2026
US-Zollpolitik: Gerichtsurteil und neue Ankündigungen bewegen die Märkte Zum Wochenbeginn richtete sich der Blick der Investoren auf die US-Handelspolitik. Auslöser war ein Entscheid des Obersten Gerichtshofs der USA vom vergangenen Freitag: Das Gericht erklärte einen Grossteil der von Donald Trump eingeführten Handelszölle für rechtswidrig. Trump hatte sich bei der Einführung der Zölle auf ein Notstandsgesetz gestützt, das es dem Präsidenten erlaubt, in bestimmten Ausnahmesituationen wirtschaftliche Massnahmen ohne Zustimmung des Kongresses zu ergreifen. Nach Ansicht des Gerichts war die Berufung auf dieses Notstandsrecht jedoch nicht zulässig, da die Voraussetzungen für einen nationalen Notstand in diesem Zusammenhang nicht erfüllt gewesen seien. Die Reaktion aus dem politischen Lager folgte prompt: Trump kündigte noch am selben Tag neue Zölle auf einer anderen gesetzlichen Grundlage an. Diese sollen bei 10 Prozent liegen und zunächst für eine Dauer von 150 Tagen gelten. Damit versucht er offenbar, die handelspolitische Linie fortzusetzen, ohne erneut juristisch angreifbar zu sein. Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: erhöhte Unsicherheit. Während das Gerichtsurteil kurzfristig als Entspannungssignal gewertet werden könnte, sorgen die neuen Ankündigungen gleichzeitig für anhaltende Unklarheit über die zukünftige Ausrichtung der US-Handelspolitik. Anleger dürften daher weiterhin sensibel auf politische und juristische Entwicklungen in Washington reagieren.
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Das Börsenmagazin vom 20. Februar 2026
Der Wochenstart verlief zunächst überraschend ruhig. Technologietitel konnten in der ersten Wochenhälfte zulegen, getragen von anhaltender Dynamik im Bereich der künstlichen Intelligenz. Gleichzeitig blieb jedoch die Frage präsent, wer langfristig zu den Gewinnern – und wer zu den Verlierern – im globalen KI-Wettlauf zählen wird. Ab der Wochenmitte drehte die Stimmung. Neue Hinweise auf eine mögliche Eskalation im Nahen Osten sorgten für Nervosität an den Märkten. Die Verlegung zusätzlicher US-Militärressourcen in die Golfregion sowie das von US-Präsident Donald Trump gesetzte Zehn-Tage-Ultimatum im Atomstreit mit dem Iran belasteten die Aktienmärkte spürbar. Trotz dieser geopolitischen Spannungen schlossen die wichtigsten Indizes die Woche leicht im Plus. Auch auf Unternehmensebene gab es Bewegung: In der Schweiz überzeugten mehrere Firmen mit starken Jahresabschlüssen. Besonders Nestlé konnte trotz Herausforderungen im US-Tiefkühlgeschäft und Diskussionen rund um Babynahrung mit einem strategischen Update und prominenten Verwaltungsratskandidaten – darunter Ex-SNB-Präsident Thomas Jordan – punkten und den Gesamtmarkt stützen. In den USA überraschte Walmart positiv mit robusten Zahlen, getragen von stabilem Konsum. Gleichzeitig wies das Management auf steigende Preise und zunehmende Unsicherheiten hin. Die Handelsdaten zeigen zudem, dass Strafzölle zunehmend Preiserhöhungen in verschiedenen Produktkategorien nach sich ziehen – mit spürbaren Auswirkungen auf Unternehmen und Konsumenten. Aus makroökonomischer Sicht bleibt es zunächst ruhig, bevor gegen Ende der Woche neue Konjunkturdaten aus Europa, das Schweizer BIP sowie Inflationszahlen aus mehreren Ländern veröffentlicht werden. Zusätzlich rücken die US-Produzentenpreise in den Fokus. Im Zentrum der Unternehmensagenda steht jedoch Nvidia. Der wertvollste Konzern der Welt legt am Mittwoch seine Zahlen vor. Ein kürzlich abgeschlossener Milliardenvertrag mit Meta zur Lieferung von KI-Chips für Rechenzentren unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens – und könnte neue Impulse für den Technologiesektor setzen. Eine Woche zwischen geopolitischen Risiken, wirtschaftlichen Signalen und der Frage, wie nachhaltig der KI-Boom tatsächlich ist.
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Das Börsenmagazin vom 13. Februar 2026
Märkte zwischen Wahloptimismus, KI-Sorgen und Arbeitsmarktdaten Obwohl die vergangene Woche nicht zu den intensivsten Phasen der laufenden Berichtssaison zählte, kam es an den Finanzmärkten zu spürbaren Bewegungen. Zu Wochenbeginn richteten sich die Blicke nach Japan: Die vorgezogenen Parlamentswahlen wurden klar von Premierministerin Takahishi gewonnen. Das sorgte für Erleichterung an den Märkten. Der japanische Aktienmarkt legte daraufhin um über 5 % zu und steht seit Jahresbeginn bereits rund 14 % im Plus. Im weiteren Wochenverlauf kühlte sich die Stimmung an den globalen Aktienmärkten jedoch wieder ab. Besonders der US-Technologiesektor geriet unter Druck, während sich die europäischen Börsen – inklusive der Schweiz – vergleichsweise stabil hielten. Ein dominierendes Thema war erneut die künstliche Intelligenz. Neue KI-Anwendungen sorgten insbesondere im Finanz- und Logistikbereich für Verunsicherung. So standen UBS und Julius Bär unter Druck, nachdem in den USA ein KI-Tool für Vermögens- und Steuerberatung vorgestellt wurde. Die Sorge: Solche Technologien könnten mittelfristig die Margen im Beratungsgeschäft belasten. Auch Kühne + Nagel verlor im Wochenverlauf über 10 %, nachdem neue KI-Lösungen zur Optimierung von Frachtvolumen angekündigt wurden. Wie stark KI Geschäftsmodelle tatsächlich verändern wird, bleibt jedoch offen – ebenso regulatorische Fragen. Makroökonomisch standen die US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Auf den ersten Blick fielen diese solide aus: Es wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote sank leicht. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich das Bild jedoch, da die Beschäftigungszahlen für 2025 deutlich nach unten korrigiert wurden. Dies deutet darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt weniger robust ist als bislang angenommen – ein wichtiger Faktor für die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. In der neuen Woche rücken Unternehmenszahlen von Nestlé, Sika und Zurich Insurance in den Fokus. In den USA werden insbesondere die Resultate von Walmart mit Spannung erwartet – sie gelten als wichtiger Indikator für die Konsumentenstimmung. Konjunkturseitig stehen zudem neue Einkaufsmanagerindizes sowie Daten zum US-Häusermarkt an, der zuletzt deutliche Schwächesignale gezeigt hat.
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Das Börsenmagazin vom 6. Februar 2026
Auch diese Woche ist die Nervosität an den Märkten hoch geblieben. Die Edelmetalle sind schon letzten Freitag heftig eingebrochen. Gold ist in der kürzesten Zeit rund 15% und Silber sogar 35% abgesackt. Viele spekulative Positionen mussten aufgelöst werden und haben die Bewegung zusätzlich verstärkt. Am Anfang dieser Woche ist Gold weiter unter Druck geraten. Aber in der zweiten Wochenhälfte hat sich der Preis etwas erholt und liegt jetzt wieder bei knapp 4'900 US-Dollar. Auch die Aktien sind unter Druck geblieben und die US-Börse hat besonders stark nachgegeben. Der Technologieindex Nasdaq hat fast 4% verloren und der breite S&P 500 rund 2%. Europa ist hingegen stabiler geblieben und der Schweizer Markt hat es sogar leicht verbessert Eine besonders harte Woche hatte der Bitcoin hinter sich und ist zeitweise unter 65'000 Dollar gerutscht. Seit dem Jahresanfang liegt das Minus bis an den 25%. Dieses Muster hat sich diese Woche bestätigt. Die UBS hat im Jahr 2025 einen Rekordgewinn erzielt. Dazu kommt ein grosses Aktienrückkaufprogramm und es gibt erst noch eine höhere Dividende Eigentlich alles gute Nachrichten. Die Aktie hat trotzdem im Wochenverlauf rund 8% verloren. Grund dafür auch weniger Netto-Neugeld-Zuflüsse. Bei Novartis hingegen waren die Reaktionen schon fast überraschend positiv. Der Umsatz hat nämlich im letzten Quartal kaum mehr zugelegt und der Konzern kämpft mit zunehmender Konkurrenz. Trotzdem hat die Aktie über die Woche 4% zugelegt. In den USA standen Google und Amazon im Mittelpunkt. Beide lieferten überzeugende Zahlen, aber die Kurse gingen trotzdem. Höchst geplante Investitionen verunsicherten die. Aber nicht nur deswegen geriet der Technologie-Sektor insgesamt stark unter Druck. Die Ankündigung des neuen KI-Modells «GLOAD Legal» hat die Aktien mehrerer Software-Firmen abgestürzt. Solche Modelle können nämlich ihre Lösungen überflüssig machen. In Europa ist die Inflation im Fokus gestanden. Die Teuerung ist auf 1,7% gesunken und damit auf eine tiefste Stange seit Herbst 2024. Die Europäische Zentralbank hat darauf wie erwartet reagiert und die Leitzinsen unverändert gelassen. Aus den USA sind überraschend gute Konjunktursignale gekommen. Der Einkaufsmanager-Index hat deutlich zugelegt und zeigt das erste Mal seit rund einem Jahr wieder ein Wachstum an. Aus ökonomischer Sicht werden vor allem die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen und die Inflationsdaten im Fokus stehen. Vor allem die News aus dem zuletzt schwachen Arbeitsmarkt werden mit Spannung erwartet. Aber auch die Schweiz publiziert die neuesten Inflationsdaten. Aber an den Börsen wird es voraussichtlich etwas ruhiger werden. Es werden nämlich keine Zahlen von grossen Firmen mehr erwartet. In der Schweiz einzig Zahlen von der Swisscom.
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Das Börsenmagazin vom 30. Januar 2026
Die Woche startete mit deutlichen Bewegungen an den Devisen- und Edelmetallmärkten. Der US-Dollar setzte seine Schwäche fort, während der Schweizer Franken klar zulegte. Davon profitierte Gold, das zu Wochenbeginn neue Höchststände erreichte. In der zweiten Wochenhälfte zeigte sich ein etwas turbulenteres Bild, insgesamt blieben die Aktienmärkte jedoch relativ ruhig. Die US-Börsen schlossen die Woche weitgehend unverändert, nachdem die US-Notenbank die Zinsen wie erwartet stabil hielt und keine neuen Impulse lieferte. Schwächer präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt. Der DAX verzeichnete spürbare Verluste, unter anderem aufgrund deutlicher Rückschläge beim Softwarekonzern SAP. In der Schweiz standen vor allem Roche und Chividan im Fokus. Roche legte Zahlen leicht unter den Erwartungen vor, insbesondere das Geschäft in China blieb herausfordernd. Dank eines positiven Ausblicks auf neue Produkte entwickelte sich die Aktie dennoch freundlich. Deutlich negativer fiel die Reaktion bei Chividan aus: Die Aktie war mit rund minus 7 % klarer Wochenverlierer im SMI, belastet durch höhere Kosten in den USA und ungünstige Währungseffekte. International richtete sich der Blick auf die US-Tech-Giganten. Tesla, Meta, Microsoft und Apple präsentierten ihre Quartalszahlen. Meta konnte nach einem schwachen Vorquartal klar zulegen, gestützt durch steigende Werbeeinnahmen und Fortschritte bei KI-Modellen. Microsoft hingegen verlor rund 10 % an Wert, da höhere Ausgaben und ein enttäuschendes Cloud-Wachstum die Erwartungen nicht erfüllten. In der kommenden Woche stehen wichtige Konjunkturdaten im Fokus, darunter Einkaufsmanager-Indizes und Inflationszahlen aus der Eurozone sowie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank. Zudem geht die Berichtssaison weiter: In den USA legen Google und Amazon Zahlen vor, in der Schweiz stehen Novartis und UBS im Mittelpunkt.
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Das Börsenmagazin vom 23. Januar 2026
Die internationalen Finanzmärkte blickten in der vergangenen Woche vor allem nach Davos. Das Weltwirtschaftsforum stand im Zeichen geopolitischer Spannungen, insbesondere durch den Auftritt von US-Präsident Donald Trump. Bereits Ende der Vorwoche hatten dessen Zollandrohungen gegenüber acht europäischen NATO-Staaten im Zusammenhang mit dem Streit um Grönland für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Entsprechend nervös starteten die Märkte in die Woche. Sowohl in den USA als auch in Europa gerieten die Börsen zunächst deutlich unter Druck und verloren zeitweise zwischen zwei und drei Prozent an Wert. Ausschlaggebend war weniger Trumps Rede in Davos selbst, sondern vielmehr seine Aussagen im Anschluss an den Auftritt. Im Wochenverlauf folgte jedoch eine spürbare Entspannung. Trump kündigte an, dass es ein Rahmenprogramm zur Grönland-Thematik gegeben habe und er auf die angedrohten Zölle gegenüber den europäischen Staaten verzichten werde. Diese Kehrtwende sorgte rasch für Erleichterung an den Märkten. Die US-Börsen konnten ihre Verluste wieder wettmachen und schliessen die Woche in etwa unverändert ab. Weniger erholsam verlief die Woche für die europäischen Aktienmärkte. Sie blieben von der anfänglichen Unsicherheit stärker belastet und notieren über die gesamte Woche betrachtet weiterhin rund ein bis eineinhalb Prozent im Minus. Deutlich gesucht waren erneut sichere Anlagen. Gold bestätigte seine Rolle als Schutz in unsicheren Zeiten und legte in der vergangenen Woche um rund sieben Prozent zu. Damit liegt der Goldpreis seit Jahresbeginn bereits etwa 14 Prozent im Plus. Insgesamt zeigt sich: Politische Signale und kurzfristige geopolitische Spannungen prägen derzeit das Marktgeschehen. Während sich die US-Märkte als vergleichsweise widerstandsfähig erweisen, bleiben die europäischen Börsen anfälliger für politische Unsicherheiten – und sichere Häfen wie Gold rücken verstärkt in den Fokus der Anlegerinnen und Anleger.
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Das Börsenmagazin vom 16. Januar 2026
Die internationalen Finanzmärkte haben in der vergangenen Woche an Dynamik verloren. Nach den deutlichen Bewegungen zuvor blieb unter dem Strich vor allem eine Seitwärtsbewegung zurück. Dennoch zeigten sich erneut regionale Unterschiede: Die europäischen Börsen konnten leicht zulegen und schnitten damit etwas besser ab als die US-Märkte, wo die Nervosität spürbar zunahm. In den Vereinigten Staaten belastete insbesondere der verschärfte politische Ton das Marktumfeld. Auslöser war die Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell. Ihm wird im Zusammenhang mit der Renovation der Fed-Gebäude eine Falschaussage vorgeworfen. Die Diskussion um die Unabhängigkeit der US-Notenbank erhielt dadurch neue Nahrung und sorgte für Zurückhaltung bei den Anlegern. Deutlich freundlicher präsentierte sich hingegen der japanische Aktienmarkt. Der Nikkei legte um mehr als 4 Prozent zu und entwickelte sich damit klar stärker als andere Regionen. Ausschlaggebend waren Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen, die den japanischen Yen unter Druck setzten. Die Währungsabwertung wirkte unterstützend für exportorientierte Unternehmen und verlieh dem Aktienmarkt zusätzlichen Rückenwind. Auch alternative Anlagen standen im Fokus. Die Kryptowährungen setzten ihre Erholung fort, allen voran der Bitcoin. Er überschritt erneut die Marke von 95’000 US-Dollar und unterstrich damit die weiterhin hohe Risikobereitschaft in diesem Marktsegment. Insgesamt zeigt sich ein bekanntes Bild: Während politische Unsicherheiten in den USA kurzfristig für Nervosität sorgen, bleiben die globalen Finanzmärkte insgesamt stabil. Regionale Impulse und Währungsbewegungen bestimmen derzeit stärker das Geschehen als fundamentale Schocks.
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Das Börsenmagazin vom 09. Januar 2026
Die internationalen Finanzmärkte sind dynamisch ins Jahr 2026 gestartet. Nach den ruhigen Feiertagen legten zahlreiche Aktienindizes deutlich zu, an mehreren Börsen wurden sogar neue Höchststände erreicht. Besonders stark präsentierten sich die europäischen Märkte: Der Eurostoxx 50 gewann rund 2 Prozent, während der deutsche DAX mit fast 3 Prozent noch stärker zulegte. In Deutschland überzeugten vor allem Titel wie Rheinmetall, Siemens und SAP. Sie konnten die Schwäche im Automobilsektor mehr als kompensieren. In den USA fielen die Gewinne mit rund 1 Prozent moderater aus, während der Schweizer Leitindex SMI ebenfalls nur knapp 1 Prozent zulegte. Belastend wirkte hier insbesondere das Index-Schwergewicht Nestlé, das aufgrund eines grösseren Rückrufs von Säuglingsnahrung unter Druck geriet. Die Aktie verlor in der Folge rund 5 Prozent. Insgesamt zeigte sich jedoch ein bekanntes Marktbild: Politische Risiken bremsten die Börsen kaum. Gold legte hingegen als Absicherung weiter zu und stieg um über 3 Prozent. Am vergangenen Wochenende sorgte zudem die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten für Schlagzeilen. Die Finanzmärkte reagierten darauf jedoch gelassen. Die Volatilität blieb niedrig, und die Anleger zeigten sich entspannt. Kurzzeitig kam es zwar zu Bewegungen bei US-Ölaktien, da Venezuela über die grössten Ölreserven der Welt verfügt. Die Kurse stiegen zunächst in Erwartung höherer Fördermengen, gaben diese Gewinne jedoch rasch wieder ab. Veraltete Förderanlagen und eine marode Infrastruktur machen eine schnelle Produktionsausweitung unrealistisch. Das Fazit bleibt eindeutig: Selbst geopolitische Eingriffe verunsichern die Märkte derzeit kaum. Im Fokus der Woche standen zudem die Inflationsdaten. In der Schweiz liegt die Teuerung aktuell bei lediglich 0,1 Prozent. Sinkende Importpreise und der starke Franken halten die importierte Inflation deutlich im Minus. Die Inflationssorgen bleiben damit ein zentrales Thema für Wirtschaft und Geldpolitik. In der Eurozone ist die Inflation im Dezember leicht gesunken und liegt nun bei 2 Prozent — exakt im Zielbereich der Europäischen Zentralbank. Positive Nachrichten kamen zudem von der Schweizerischen Nationalbank: Sie wies einen Gewinn von 26 Milliarden Franken aus, getragen vor allem von der starken Aufwertung ihrer Goldreserven. Bund und Kantone profitieren davon mit einer Ausschüttung von rund 4 Milliarden Franken. In der kommenden Woche nimmt schliesslich die Berichtssaison Fahrt auf. Den Auftakt machen traditionell die grossen US-Banken, die im vergangenen Jahr von lebhafter Handelstätigkeit sowie einer hohen Aktivität bei Unternehmensübernahmen profitiert haben. Entsprechend werden auch für das Schlussquartal solide Resultate erwartet. In der Schweiz legen unter anderem Sika, Richemont und Geberit erste Umsatzzahlen vor — Impulse für den Schweizer Aktienmarkt sind damit durchaus möglich. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab.
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Jahresausblick-Ausgabe 2026 vom Mittwoch 31. Dezember
Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben vorsichtig optimistisch, sind jedoch von erhöhten Risiken geprägt. Nach drei sehr erfolgreichen Anlagejahren dürften vergleichbare Renditen künftig schwerer zu erzielen sein. Gleichzeitig verschärfen sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Ein zentrales Unsicherheitsmoment ist die US-Handelspolitik. Die bisherigen Auswirkungen der Zölle waren begrenzt, da viele Unternehmen ihre Waren vorab in die USA verlagert und Lagerbestände aufgebaut haben. Mit dem Abbau dieser Vorräte dürften die Zölle jedoch stärker wirken und die Inflation erneut anheizen. Politisch bleibt die Lage in den USA angespannt. Die wirtschaftlichen Folgen der neuen Handelspolitik werden sich im kommenden Jahr deutlicher zeigen, spätestens bei den US-Zwischenwahlen im November, die Aufschluss über die Unterstützung der Bevölkerung und mögliche Machtverschiebungen im Kongress geben. Da die US-Wirtschaft in den letzten Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber der Weltwirtschaft war, könnte eine Konjunkturabkühlung global spürbar werden. In den USA geraten mit der Abschwächung des Arbeitsmarktes zunehmend Haushalte unter Druck. In der Schweiz rückt angesichts einer Inflation von 0 % und nachlassender wirtschaftlicher Dynamik erneut die Diskussion um Negativzinsen in den Fokus. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unterliegen gewissen Risiken und garantieren nicht die Erhaltung des investierten Kapitals oder gar eine Wertsteigerung. PostFinance ist nicht verpflichtet, die Informationen oder Ansichten zu aktualisieren bzw. nicht mehr aktuelle Informationen als solche zu kennzeichnen oder zu entfernen. Durch den vorliegenden Podcast werden keine Ratschläge (Investitions-, Rechts-, Steuerberatung usw.) erteilt. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle Lage oder die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Empfängers. Diese Informationen und
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Das Börsenmagazin vom 24.Dezember 2025
Das Jahr 2025 war politisch und wirtschaftlich stark von Unsicherheit geprägt. Mit der Amtsübernahme von Donald Trump im Januar flammte der Handelskonflikt erneut auf. Anfang April sorgten hohe Strafzölle von bis zu 30 Prozent für einen Schock an den Märkten – auch die Schweiz war betroffen. Am Nationalfeiertag wurde klar, dass kein Handelsabkommen zustande kam, stattdessen traf die Schweiz ein Zollsatz von 39 Prozent, einer der höchsten weltweit. Erst später konnte ein besseres Abkommen ausgehandelt werden. Ein prägender Begriff des Jahres war «TACO» („Trump always chickens out“), der beschreibt, dass viele angekündigte Massnahmen letztlich abgeschwächt oder zurückgenommen wurden. Dennoch blieb die Unsicherheit bestehen, was den globalen Handel bremste und den Protektionismus unter dem Motto «America First» verstärkte. Geopolitisch blieb 2025 ebenfalls angespannt: Der Krieg in der Ukraine setzte sich fort, und im Nahen Osten hielt die Instabilität trotz eines Waffenstillstands im Oktober an.
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Das Börsenmagazin vom 19.Dezember 2025
Märkte unter Spannung: Tech-Schwäche belastet USA, Schweiz zeigt Stärke Von Ferienstimmung war an den Finanzmärkten in der vergangenen Woche noch wenig zu spüren. Zwar nähert sich das Börsenjahr seinem Ende, doch mehrere wichtige Ereignisse sorgten weiterhin für erhöhte Aufmerksamkeit und spürbare Nervosität unter den Anlegern. Im Zentrum der Marktturbulenzen stand der Technologiesektor. Auslöser war eine Gewinnwarnung des Chip-Herstellers Prodcom, der für das kommende Quartal niedrigere Bruttomargen in Aussicht stellte. Trotz insgesamt solider Geschäftszahlen reagierte der Markt empfindlich: Die Aktie verlor in kurzer Zeit rund 20 Prozent. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr, wie hoch die Erwartungen an Technologiewerte inzwischen sind. Der Abgabedruck erfasste weite Teile des US-Marktes und belastete insbesondere die großen amerikanischen Aktienindizes, die bis zur Wochenmitte deutlich nachgaben. Die Entwicklung zeigt, wie anfällig der Markt derzeit auf negative Überraschungen im Technologiesektor reagiert. Deutlich robuster präsentierte sich hingegen der Schweizer Aktienmarkt. Der Leitindex SMI konnte seine relative Stärke bestätigen und liegt seit Anfang November rund 8 Prozent im Plus. Besonders gefragt war in dieser Woche die Aktie der UBS. Rückenwind erhielt das Papier durch Hoffnungen auf weniger strenge regulatorische Eigenkapitalanforderungen, was den Bankensektor insgesamt stützte. Insgesamt bleibt das Marktumfeld angespannt, aber differenziert. Während hoch bewertete Wachstumswerte zunehmend unter Druck geraten, profitieren defensive und finanznahe Titel weiterhin von stabilen Erwartungen.
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Das Börsenmagazin vom 12. Dezember 2025
Das Börsenmagazin vom 12. Dezember 2025 Wochenrückblick & Märkte: DAX-Stärke, Bayer-Rally, stabile Schweiz Der Wochenrückblick zeigt ein weiterhin freundliches, aber moderates Bild an den internationalen Finanzmärkten. Trotz verhaltener Kursgewinne gehörte der deutsche Leitindex DAX zu den stärkeren Märkten. Besonders im Fokus stand Bayer: Der Chemiekonzern, der aufgrund zahlreicher Klagen in den USA unter Druck stand, erhielt zuletzt Rückenwind durch Signale der US-Regierung. Die Aktie hat seit November rund 40 Prozent zugelegt und trug maßgeblich zur DAX-Entwicklung bei. In der Schweiz zeigte sich der Leitindex SMI über die Woche hinweg kaum verändert. Positiv hervorgetreten ist Roche, dessen Aktie den Aufwärtstrend weiter fortsetzen konnte. Damit bleibt der Schweizer Markt insgesamt stabil, auch wenn größere Impulse in dieser Woche ausblieben. Ein übergeordneter Trend dieser Woche war die vorsichtige, aber freundliche Stimmung der Anleger. Trotz globaler Unsicherheiten fehlen derzeit starke Belastungsfaktoren, sodass die Märkte weiterhin stützend tendieren. Der Ausblick bleibt geprägt von der Frage, welche geldpolitischen Signale die großen Notenbanken in den kommenden Wochen setzen werden. Während in Europa und den USA keine unmittelbaren Überraschungen erwartet werden, richtet sich der Blick verstärkt auf konjunkturelle Daten und deren Einfluss auf die Märkte zum Jahresende. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unterliegen gewissen Risiken und garantieren nicht die Erhaltung des investierten Kapitals oder gar eine Wertsteigerung. PostFinance ist nicht verpflichtet, die Informationen oder Ansichten zu aktualisieren bzw. nicht mehr aktuelle Informationen als solche zu kennzeichnen oder zu entfernen. Durch den vorliegenden Podcast werden keine Ratschläge (Investitions-, Rechts-, Steuerberatung usw.) erteilt. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle La
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Das Börsenmagazin vom 05.Dezember 2025
Trotz anfänglicher Nervosität wegen möglicher Zinserhöhungen in Japan konnten sich die Märkte stabilisieren und schlossen im Plus. Die Kursgewinne blieben jedoch moderat. Der SMI setzte seine Erholung fort, unterstützt von Roche und Richemont. Auch der Bitcoin erlebte einen Rücksetzer, stabilisierte sich aber wieder. Ein Schwerpunkt lag auf den Carry-Trade-Sorgen in Japan, die durch steigende Zinsen ausgelöst wurden und weltweit zu Kursverlusten führten. In der Schweiz blieb die Inflation stabil, während die Eurozone einen leichten Anstieg verzeichnete. Die Mietpreise sanken, und auch im Dienstleistungssektor ließ der Preisdruck nach. Der Ausblick richtet sich auf die anstehenden Entscheidungen der US-Notenbank und der Schweizerischen Nationalbank. Während in den USA eine Zinssenkung erwartet wird, dürfte der Leitzins in der Schweiz unverändert bleiben. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unterliegen gewissen Risiken und garantieren nicht die Erhaltung des investierten Kapitals oder gar eine Wertsteigerung. PostFinance ist nicht verpflichtet, die Informationen oder Ansichten zu aktualisieren bzw. nicht mehr aktuelle Informationen als solche zu kennzeichnen oder zu entfernen. Durch den vorliegenden Podcast werden keine Ratschläge (Investitions-, Rechts-, Steuerberatung usw.) erteilt. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle Lage oder die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Empfängers. Diese Informationen und Meinungen sind daher keine geeigneten Grundlagen für Investitionsentscheide. Wir empfehlen Ihnen daher, vor jeder Investition Ihren Finanz- und Ihren Steuerberater zu konsultieren. PostFinance übernimmt keinerlei Haftung für Ansprüche oder Klagen von Dritten basierend auf dem Gebrauch der vorliegenden Informationen. Weitere Inf
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Das Börsenmagazin vom 28.November 2025
Die Märkte hatten zuletzt mit spürbarem Gegenwind zu kämpfen. Vor allem die anhaltenden Sorgen über die hohen Bewertungen im KI- und Technologiesektor sorgten für Druck. Viele Aktienindizes rutschten zeitweise deutlich unter die Höchststände von Ende Oktober. In dieser Woche hellte sich das Bild jedoch etwas auf: Die Stimmung stabilisierte sich, und die Märkte präsentierten sich wieder freundlicher. Auch bei den Kryptowährungen war zuletzt viel Bewegung zu beobachten. Der Bitcoin hatte nach einer schwächeren Phase zwischenzeitlich rund 30 % verloren, konnte sich in dieser Woche jedoch wieder erholen und die jüngsten Verluste teilweise wettmachen. Im Mittelpunkt stand weiterhin die Diskussion um den überhitzten KI-Sektor. Die jüngsten Nvidia-Zahlen hatten die Debatte zunächst angefeuert, auch wenn es in dieser Woche keine neuen Impulse gab. Die Anleger bleiben vorsichtig, denn trotz starker Nachfrage im KI-Bereich bleibt die Frage nach der Nachhaltigkeit der hohen Bewertungen präsent. Von ökonomischer Seite kamen solide Signale: Mehrere Konjunkturdaten überraschten positiv, und die Inflationsraten in wichtigen Regionen zeigten weiter nach unten. Das nahm etwas Druck von den Notenbanken und unterstützte die leichte Erholung an den Märkten. Der Blick richtet sich nun auf die kommende Woche: Weitere Konjunkturdaten, unter anderem aus den USA und Europa, sowie neue Inflationszahlen könnten wieder für Bewegung sorgen. Gleichzeitig stehen erneut Technologie- und KI-Themen im Fokus, da Investoren nach Orientierung für das Jahresende suchen. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unterliegen gewissen Risiken und garantieren nicht die Erhaltung des investierten Kapitals oder gar eine Wertsteigerung. PostFinance ist nicht verpflichtet, die Informationen oder Ansichten zu aktualisieren bzw. nicht mehr aktuelle Informationen als solche zu kennzeichnen oder zu entfernen. Durch den vorliegenden Podcast werden keine Ratschläge (Investitions-, Rechts-, St
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Das Börsenmagazin vom 21. November 2025
Die Märkte haben eine harte Woche hinter sich, und von einer Erholung war nichts zu sehen. Bereits am Montag rutschten die meisten Börsen deutlich ins Minus. Die Stimmung blieb nervös, insbesondere bei den Technologiewerten. Alle blickten gespannt auf die Quartalszahlen von Nvidia, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Zwar übertraf Nvidia die Erwartungen deutlich, und kurzzeitig kam Freude auf – doch diese hielt nicht lange. Noch am selben Tag drehten die Kurse wieder nach unten. Am Ende der Woche notierten die meisten Börsen 2–3 % tiefer. Auch Bitcoin geriet stark unter Druck und fiel am Freitag zeitweise unter 85'000 USD, rund 30 % niedriger als noch Anfang November. Der Rückgang bei Kryptowährungen hing mit Zinsängsten, Gewinnmitnahmen und der Auflösung gehebelter Positionen zusammen. Viele Investoren reduzierten ihr Risiko, was den Druck auf digitale Assets zusätzlich verstärkte. Unterdessen bleibt Nvidia das mit Abstand grösste Unternehmen der Welt und macht mittlerweile rund 7 % des S&P 500 aus – entsprechend hoch war die Spannung vor den Zahlen. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen erneut und erhöhte sogar den Ausblick. Die Nachfrage nach KI-Chips bleibt damit sehr stark. Dennoch konnten die guten Nachrichten die Sorgen vor einer möglichen KI-Blase nur kurz beruhigen. Die Aktie stieg zunächst, gab dann jedoch wieder nach und verlor über die Woche hinweg rund 2 %. Auch die Zahlen der US-Retailer Walmart und Home Depot waren aufschlussreich, da sie einen direkten Einblick in die Lage der US-Haushalte geben. Home Depot warnte vor einer Zurückhaltung bei grösseren Anschaffungen, während Walmart optimistischer auftrat und die Jahresprognose anhob. Beide Unternehmen kämpfen jedoch mit den Zollbelastungen. Bisher konnten sie grössere Preiserhöhungen vermeiden, warnen jedoch, dass diese kommen könnten, sobald die Lagerbestände sinken. In der Schweiz wurden die neuesten BIP-Zahlen veröffentlicht: Die Wirtschaft schrumpfte im dritten Quartal um 0,5 %. Besonders die Chemie- und Pharmaindustrie verzeichnete deutliche Rückgänge. Damit hat sich die Schweizer Konjunktur klar abgekühlt – nachdem sie in den Quartalen zuvor noch gewachsen war. Zu den Belastungsfaktoren gehören die negativen Zolleffekte sowie vermutlich vorgezogene Exporte zu Jahresbeginn. Die Hoffnung steigt nun, dass das neue Handelsabkommen mit den USA bald in Kraft tritt und Entlastung bringt. Auch aus den USA gab es wichtige Daten: Mit grosser Verspätung erschien der Arbeitsmarktbericht für September. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen übertraf die Erwartungen und zeigte ein robusteres Bild als die während des Shutdowns veröffentlichten privaten Daten. Die Berichtssaison der Unternehmen ist nun weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Tagen werden in den USA mehrere Konjunkturindikatoren nachgereicht, die aufgrund des Shutdowns verspätet sind. Dennoch bleibt die Datenlage dünn, da einige wichtige Berichte – etwa der Arbeitsmarktbericht für Oktober – gar nicht mehr erscheinen werden. Am Freitag richtet sich der Blick auf die Eurozone: Dort werden die neuesten Inflationsschätzungen veröffentlicht, die Hinweise darauf geben, wie viel Spielraum die Europäische Zentralbank bei zukünftigen Zinsschritten hat. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinung
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Das Börsenmagazin vom 14. November 2025
Die Börsen haben sich in dieser Woche von zwei sehr unterschiedlichen Seiten gezeigt. Zu Beginn herrschte grosse Zuversicht: Die Hoffnung auf ein Ende des US-Shutdowns sorgte für starke Kauflaune. Nach 43 Tagen wurde in Washington tatsächlich der längste Regierungsstillstand der Geschichte beendet – und die Kurse legten weltweit deutlich zu. Davon profitierten nicht nur Aktien, sondern auch Gold, Silber sowie Kryptowährungen. Auch in der Schweiz startete die Woche stark. Die Aussicht auf ein neues Handelsabkommen mit den USA beflügelte den Markt. Der SPI erreichte sogar ein neues Allzeithoch. Im Raum steht eine deutliche Senkung der US-Zölle von 39 % auf 15 % – auch wenn 15 % weiterhin deutlich über dem Niveau von vor einem Jahr liegen. Zur Wochenmitte drehte die Stimmung jedoch spürbar. Die US-Börsen schlossen über die gesamte Woche hinweg nahezu unverändert. Der SMI konnte dank der Zollphantasien seine Gewinne hingegen halten und insgesamt rund 3 % zulegen. Gleich mehrere Faktoren belasteten zwischendurch das Sentiment. Die Datenlage in den USA wurde zunehmend problematisch: Durch den langen Shutdown fehlten wichtige Wirtschaftsindikatoren, sodass sich die Märkte auf private Erhebungen verlassen mussten – etwa beim Arbeitsmarkt – und diese fielen schwach aus. Auch die entscheidenden Inflationsdaten wurden nicht veröffentlicht. Der Druck zeigte sich vor allem im Technologiesektor. Hoch bewertete KI- und Wachstumsaktien gerieten erneut deutlich unter Druck. Gleichzeitig verschoben viele Anleger ihr Kapital in defensive Sektoren wie Gesundheit oder Basiskonsum. Während Technologie entsprechend stark verlor, konnten andere Bereiche zulegen. Unternehmensseitig gab es ebenfalls zahlreiche Nachrichten. Richemont überzeugte mit starken Quartalszahlen: Der Konzern steigerte den Umsatz klar, insbesondere dank des robusten Schmuckgeschäfts, und auch in China zeigte sich eine Stabilisierung. Die Aktie gewann rund 4 %. Bei Swiss Re legte der Gewinn deutlich zu, da die jüngsten Naturereignisse weniger teuer ausfielen. Dennoch rutschte die Aktie nach anfänglichen Gewinnen ins Minus – ausgelöst durch Sorgen im Lebensrückversicherungsgeschäft. Für Schlagzeilen sorgte auch Radicant: Die Digitalbank wird eingestellt und gibt ihre Banklizenz zurück. Das belastet das Jahresergebnis der Muttergesellschaft BLKB um bis zu 60 Millionen Franken. Die Märkte reagierten jedoch gelassen, da die Dividende stabil bleiben soll. Im Fokus stand zudem On Holding: Der Sportartikelhersteller überzeugte einmal mehr mit starken Quartalszahlen. Die Aktie stieg zwischenzeitlich um über 20 %. Nächste Woche richtet sich die volle Aufmerksamkeit der Märkte auf ein Unternehmen: Nvidia präsentiert seine Quartalszahlen. Nach den jüngsten Rücksetzern im Tech-Sektor gelten diese Ergebnisse als wegweisend – sowohl für die allgemeine Marktstimmung als auch für die Frage, ob der KI-Boom in diesem Tempo weitergeht. Wichtig werden zudem die Zahlen von Walmart und Home Depot, da sie direkt zeigen, wie es den US-Haushalten geht und wie stark das wirtschaftliche Umfeld auf den Konsum drückt. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance ni
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Das Börsenmagazin vom 7. November 2025
In der vergangenen Woche gerieten mehrere grosse Technologieunternehmen unter Druck. Der Breitmarkt konnte jedoch noch leicht zulegen. Diese Woche wirkten die Finanzmärkte insgesamt nervöser – viele Anlegerinnen und Anleger beginnen zunehmend, die hohen Bewertungen insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz kritisch zu hinterfragen. Besonders deutlich zeigte sich diese Entwicklung in den USA, wo die grossen Aktienindizes nachgaben. Auch in Europa setzte sich die schwächere Tendenz fort: Der deutsche Leitindex DAX verlor leicht an Wert. Nach einer starken ersten Jahreshälfte bewegt sich der DAX bereits seit dem Sommer überwiegend seitwärts. Der Schweizer Aktienmarkt stach dagegen positiv hervor. Der SMI profitierte offenbar von seiner eher defensiven Ausrichtung und konnte im Wochenverlauf leicht zulegen. Unter den Schweizer Unternehmen legte diese Woche die Swisscom ihre Quartalszahlen vor. Trotz eines Rückgangs des Reingewinns um über 20 % lagen die Ergebnisse über den Erwartungen der Analysten. Entsprechend legte die Swisscom-Aktie nach der Veröffentlichung leicht zu. Hintergrund des Gewinnrückgangs ist die laufende Integration von Vodafone Italien, die weiterhin auf das Ergebnis drückt, aber strategisch voranschreitet. Zu Wochenbeginn wurden zudem die neuesten Inflationszahlen für die Schweiz veröffentlicht. Die Teuerung ist erneut leicht zurückgegangen und liegt nun knapp über der Nullgrenze. In den USA herrscht derzeit aufgrund des Regierungsstillstands eine besondere Situation: Es werden keine offiziellen Wirtschaftsdaten mehr veröffentlicht – der längste Stillstand dieser Art in der US-Geschichte. Die Märkte befinden sich dadurch gewissermassen im Blindflug und orientieren sich an privaten Statistiken. Besonders besorgniserregend war in dieser Woche der Arbeitsmarktbericht, der den geringsten Beschäftigungszuwachs seit über 20 Jahren auswies. Zudem befasste sich der Oberste Gerichtshof der USA mit der Rechtmässigkeit der US-Handelszölle. Mehrere Richter äusserten sich zunächst kritisch, eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst in den kommenden Wochen erwartet. Normalerweise würden in der nächsten Woche die wichtigen US-Inflationsdaten veröffentlicht werden. Aufgrund des anhaltenden Regierungsstillstands ist jedoch davon auszugehen, dass diese nicht erscheinen. Auf der Unternehmensseite dürfte es in den kommenden Tagen deutlich ruhiger werden – grosse Namen stehen vorerst nicht auf dem Kalender. Der nächste bedeutende Termin folgt erst in zwei Wochen, wenn der US-Chiphersteller Nvidia seine Quartalszahlen präsentiert – ein Ereignis, das angesichts der aktuellen KI-Euphorie mit Spannung erwartet wird. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materie
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Das Börsenmagazin vom 31. Oktober 2025
Auch in dieser Woche ging es an den Börsen weiter aufwärts. Besonders in den USA sorgten positive Nachrichten aus dem KI-Sektor für neue Kursgewinne. Die grossen US-Indizes legten im Schnitt um rund 1 % zu. In der Schweiz verlief die Woche hingegen weniger erfreulich: Der SMI verlor über 2 %, da die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche weiterhin schwach tendierten. Der Goldpreis fiel kurzzeitig unter die Marke von 4’000 USD pro Feinunze, konnte sich jedoch rasch wieder stabilisieren. Insgesamt präsentierten in dieser entscheidenden Börsenwoche rund 30 % der 500 grössten börsenkotierten US-Unternehmen ihre Quartalsergebnisse. Im Fokus standen dabei die grossen Tech-Konzerne – Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Apple. Die meisten von ihnen übertrafen die Erwartungen, dennoch reagierten Anlegerinnen und Anleger verhaltener als sonst. Der Grund: der zunehmende Kostenanstieg im Wettlauf um Künstliche Intelligenz. Besonders Meta sorgte mit angekündigten Investitionen von über 100 Milliarden US-Dollar für Ernüchterung – die Aktie verlor daraufhin rund 12 %. Besser lief es bei Alphabet und Amazon: Beide Unternehmen profitierten von einem starken Cloud-Geschäft und robusten Werbeeinnahmen, was ihre Aktienkurse deutlich ansteigen liess. In der Schweiz überzeugte die UBS mit einem Gewinn von 2,5 Milliarden Franken. Der vorsichtige Ausblick des Managements dämpfte die Euphorie jedoch rasch. Auch politisch gab es Bewegung: Beim Treffen zwischen den Präsidenten der USA und China signalisierten beide Seiten eine Annäherung. Die USA wollen bestimmte Zölle senken, während China angekündigt hat, wieder mehr Sojabohnen zu importieren. Besonders erfreut reagierten die Märkte auf die Entscheidung, die chinesischen Exportkontrollen für seltene Erden um ein Jahr zu verschieben – dennoch bleiben viele Fragen offen. Auch die Zentralbanken standen im Fokus: Die US-Notenbank (Fed) senkte den Leitzins um 0,25 %, während die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen unverändert liess. Eine weitere Zinssenkung in den USA in diesem Jahr hält Fed-Chef Jerome Powell derzeit für unsicher. In der kommenden Woche dürfte es etwas ruhiger, aber weiterhin spannend werden. Im Mittelpunkt stehen dann die Quartalszahlen von Palantir und AMD, zwei grossen Profiteuren des KI-Booms. Aufgrund des Regierungsstillstands (Shutdown) ist es allerdings sehr wahrscheinlich, dass keine offiziellen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Ersatzweise werden die ADP-Beschäftigungszahlen einen Eindruck vom US-Jobmarkt vermitteln. Zudem werden neue Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaft und das Verbrauchervertrauen am Freitag erwartet. Ganz ohne Bewegung dürfte es also auch nächste Woche nicht bleiben. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Untersc
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Das Börsenmagazin vom 24. Oktober 2025
In der vergangenen Woche ist der Konflikt zwischen den USA und China erneut aufgeflammt – diesmal wegen der sogenannten seltenen Erden. Doch die Sorgen der Anlegerinnen und Anleger haben sich im Verlauf der Woche wieder etwas gelegt, und an den Märkten wurden wieder Gewinne verbucht. Die meisten Aktienindizes legten um rund 1 % zu, während der japanische Nikkei mit einem Wochengewinn von 3 % besonders positiv auffiel. Grund dafür war die Einigung innerhalb der Regierungskoalition, die für Erleichterung und Zuversicht an den Märkten sorgte. Auch der Goldpreis stand im Fokus: Seit Anfang September hat er eine beeindruckende Rally hingelegt und ist zeitweise um fast 30 % auf knapp 4’400 USD pro Feinunze gestiegen. In dieser Woche kam es jedoch zu einer deutlichen Korrektur – Gold verlor über 6 % und notiert nun wieder knapp oberhalb der Marke von 4’000 USD. In der Schweiz richtete sich der Blick auf die Quartalszahlen von Roche. Der Pharmakonzern konnte die Erwartungen nicht erfüllen, insbesondere die Verkaufszahlen fielen enttäuschend aus. Positiv ist jedoch, dass Roche seine Gewinnprognose für 2025 angehoben hat und nur geringe Auswirkungen der US-Handelszölle auf die eigene Geschäftsentwicklung erwartet. Dennoch verlor die Roche-Aktie im Wochenverlauf rund 4 %. Besser lief es für den Auftragsfertiger Lonza. Das Unternehmen bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr und rechnet ebenfalls nur mit minimalen Auswirkungen der US-Handelspolitik, da ein grosser Teil der Produktion ohnehin in den Vereinigten Staaten erfolgt. Die Lonza-Aktie konnte im Wochenverlauf um knapp 4 % zulegen. Auch in den USA standen wichtige Unternehmenszahlen im Fokus. Tesla und Netflix veröffentlichten ihre Quartalsergebnisse – die Erwartungen waren hoch, wurden aber nicht vollständig erfüllt. Bei Netflix führten unerwartete Kosten im Zusammenhang mit einem Steuerstreit in Brasilien dazu, dass der Quartalsgewinn unter den Prognosen lag. Die Aktie verlor daraufhin über 10 % und notiert nun fast 20 % unter dem Hoch von Mitte Juli. Tesla konnte zwar einen Rekordumsatz erzielen, blieb beim Gewinn jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie verlor zunächst über 3 %, erholte sich aber gegen Ende der Woche wieder deutlich. In der kommenden Woche geht es mit den Quartalszahlen der grossen Tech-Konzerne weiter: Microsoft, Amazon, Apple und Google – vier der sogenannten „Glorreichen Sieben“ – werden ihre Ergebnisse präsentieren. Damit steht uns die wohl wichtigste Börsenwoche dieser Berichtssaison bevor. Wie bereits in dieser Woche zu sehen war, reicht das Erfüllen hoher Erwartungen allein oft nicht aus, um die Märkte zu beeindrucken. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht dürfte es spannend bleiben: Am Mittwoch steht der nächste Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) an. Die Märkte rechnen fest mit einer weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte. Am Donnerstag folgt dann die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) – hier wird jedoch keine weitere Zinssenkung erwartet. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt
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Das Börsenmagazin vom 17. Oktober 2025
Zu Beginn der Woche hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten zunächst etwas eingetrübt. Die am Freitagabend eingereichten US-Zollanträge belasteten insbesondere die amerikanischen Aktienmärkte. Inzwischen scheint Präsident Trump jedoch wieder etwas zurückgerudert zu sein. Das geplante Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Asien-Pazifik-Gipfel Ende Oktober steht vorerst weiterhin auf dem Programm. Zusammen mit Fortschritten im Nahost-Friedensprozess sorgte das zu Wochenbeginn für eine gewisse Beruhigung an den Märkten. Auch die positiven Quartalszahlen der Grossbanken trugen zu dieser besseren Stimmung bei. Am Donnerstag jedoch verschlechterte sich die Lage erneut: Die Berichte regionaler US-Banken weckten neue Sorgen über die Qualität ihrer Kreditportfolios. Als Reaktion suchten viele Anlegerinnen und Anleger Zuflucht in sicheren Häfen. Sowohl Gold als auch Silber erreichten neue Rekordstände – Gold notiert mittlerweile bei rund 4’400 USD pro Feinunze, während sich der Silberpreis seit Jahresbeginn nahezu verdoppelt hat. Auch der Schweizer Franken war stark gefragt. Unter dem Strich schlossen die Aktienmärkte deutlich im Minus, während Anleihen, Edelmetalle und der Franken klar zulegen konnten. Bis zur Wochenmitte überzeugten die Grossbanken mit erfreulichen Zahlen und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Einige Finanzinstitute steigerten ihre Gewinne sogar zweistellig. Besonders stark präsentierten sich das Handelsgeschäft und das Investmentbanking, was an den Börsen positiv aufgenommen wurde. So legten Bankaktien nach den Veröffentlichungen spürbar zu – die Aktie von Wells Fargo stieg beispielsweise am Dienstag um über 7 %. Auch in der Schweiz sorgten Unternehmensnachrichten für Bewegung. Nestlé überraschte mit starken Zahlen. Der neue CEO plant, den Konzern effizienter zu gestalten und stärker auf Innovation und Marketing zu setzen. Gleichzeitig sollen in den nächsten zwei Jahren rund 16’000 Stellen abgebaut werden – ein Sparkurs, der an der Börse gut ankam: Die Nestlé-Aktie legte um mehr als 8 % zu. Auch ABB präsentierte überzeugende Ergebnisse: Umsatz, Auftragseingang und Gewinn stiegen weiter an. Die Börsenreaktion blieb allerdings verhalten, und die Aktie gab leicht nach. Gegen Ende der kommenden Woche dürfte es wirtschaftlich besonders spannend werden: Dann werden endlich die US-Inflationszahlen veröffentlicht. Aufgrund des Regierungsstillstands waren viele wichtige Daten zuletzt gar nicht oder nur verzögert publiziert worden. Die Inflationswerte sind entscheidend im Hinblick auf die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am 29. Oktober. Der Markt rechnet aktuell mit einer Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte. Auch in Europa werden kommende Woche mehrere Stimmungsindikatoren veröffentlicht. Zudem nimmt die Berichtssaison wieder Fahrt auf: In den USA stehen unter anderem die Quartalszahlen von Netflix (Dienstag) und Tesla (Mittwoch) im Fokus. In der Schweiz werden die Ergebnisse von Roche, Lonza und Holcim erwartet. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig
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Das Börsenmagazin vom 10. Oktober 2025
Auch diese Woche herrschte an den Börsen eine positive Stimmung. Die amerikanischen Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq sowie der Schweizer SMI (nicht SBI) haben allesamt neue Rekordmarken erreicht. Der Aktienmarkt trotzt somit weiterhin den geopolitischen Spannungen und den Unsicherheiten, die durch die US-Zollpolitik ausgelöst werden. Der Wochenauftakt stand vor allem im Zeichen politischer Ereignisse. In Japan wurde am vergangenen Wochenende Sanae Takeishi zur Vorsitzenden der Regierungspartei gewählt. Sie dürfte damit voraussichtlich die nächste Premierministerin des Landes werden – ein historischer Schritt, der an den japanischen Börsen für Begeisterung sorgte. Der Nikkei-Index legte im Wochenverlauf um über 5 % zu. Anleger hoffen offenbar, dass mit Takeishi eine Befürworterin einer weiterhin ultra-expansiven Fiskal- und Geldpolitik an die Macht kommt. In Frankreich hingegen setzt sich die politische Instabilität fort: Bereits zum fünften Mal innerhalb von zwei Jahren ist ein Premierminister zurückgetreten. Sébastien Lecoq-Neu, erst seit rund einem Monat im Amt, kündigte am Montag seinen Rücktritt an. Die Sorgen um die politische Stabilität des Landes haben sich dadurch weiter verschärft. Infolgedessen sind die Renditen französischer Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Papieren deutlich gestiegen – auf das höchste Niveau seit 2012. Am Mittwoch wurde zudem ein symbolträchtiger Meilenstein erreicht: Der Goldpreis überschritt erstmals die Marke von 4’000 USD pro Feinunze. Damit hat sich der Preis seit Februar 2024 verdoppelt und ist allein in diesem Jahr um rund 50 % gestiegen. Für Schlagzeilen sorgte auch der US-Tech-Sektor: AMD, ein direkter Konkurrent von Nvidia, wird künftig den ChatGPT-Entwickler OpenAI mit KI-Chips beliefern. Anleger erwarten durch diese Partnerschaft Milliardenumsätze. Die AMD-Aktie legte in der Folge um über 40 % zu und erreichte ein neues Allzeithoch. In der kommenden Woche nimmt die Berichtssaison für das dritte Quartal richtig Fahrt auf. Wie üblich werden zunächst die grossen US-Banken – darunter Citigroup, Goldman Sachs und J.P. Morgan – ihre Ergebnisse veröffentlichen. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht bleibt es spannend: Besonders die US-Inflationsdaten werden im Fokus stehen. Diese dürften entscheidend sein für die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am 29. Oktober. Der Markt rechnet derzeit mit einer Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / od
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Das Börsenmagazin vom 3. Oktober 2025
Insgesamt dürfte es für die meisten Anlegerinnen und Anleger eine erfreuliche Woche gewesen sein. Weltweit schlossen die Aktienindizes klar im Plus. Besonders stark präsentierte sich diesmal auch der Schweizer Aktienmarkt, der im Gegensatz zur Vorwoche deutlich zulegen konnte. Der SMI gewann über 4 % an Wert. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete Roche mit einem Kursplus von 12 %. Auch in den USA legten die Leitindizes zu. Bemerkenswert war die Gelassenheit der Anlegerinnen und Anleger im Hinblick auf den ersten Regierungsstillstand seit sieben Jahren, der am Mittwoch begann. Zudem setzte Gold seinen Höhenflug fort, und auch die Kryptowährungen konnten wieder deutlich zulegen. Im Pharmasektor war in dieser Woche erstmals seit Monaten eine gewisse Euphorie zu spüren. Auslöser waren zwei Nachrichten aus den USA: Erstens erzielte Pfizer eine Einigung mit der US-Regierung, wonach bestimmte Medikamente im Rahmen von Medicaid künftig günstiger abgegeben werden. An den Börsen kam dies überraschend positiv an, da die Preisreduktionen nur diesen Vertriebskanal betreffen und die Auswirkungen auf die Branche daher überschaubar bleiben dürften. Zweitens wurde bekannt, dass die von Präsident Trump angekündigten Zölle auf Arzneimittelimporte vorerst nicht umgesetzt werden. Stattdessen sollen nur jene Pharmakonzerne belastet werden, die ihre Produktion nicht in die USA verlagern oder keine Investitionen dort tätigen. Roche hatte bereits zu Jahresbeginn umfangreiche Investitionen in den USA angekündigt und dürfte damit gut aufgestellt sein. Wie jeweils zu Monatsbeginn wurden auch die neuesten Konjunkturdaten veröffentlicht. In der Schweiz standen die Inflationszahlen im Fokus. Die Teuerung blieb leicht unter den Erwartungen und verharrt nun bereits den dritten Monat in Folge bei 0,2 %. Auch die Kerninflation zeigte keine Veränderung. In der Eurozone hingegen ist die Inflation leicht gestiegen und liegt aktuell bei 2,2 %. Besonders relevant wären in dieser Woche jedoch die US-Arbeitsmarktdaten gewesen. Aufgrund des Government Shutdowns wird die zuständige Behörde diese aber voraussichtlich nicht veröffentlichen. Das ist unglücklich, da der amerikanische Arbeitsmarkt zuletzt Anzeichen von Schwäche zeigte und die aktuellen Daten für künftige Zinsschritte der Zentralbank von entscheidender Bedeutung wären. Für die kommende Woche ist mit einer Übergangsphase zu rechnen, in der weniger relevante Nachrichten anstehen. Viele wichtige Zahlen und Daten – darunter der Beginn der neuen Berichtssaison und die aktuellen US-Inflationszahlen – werden erst in der übernächsten Woche veröffentlicht. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geä
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Das Börsenmagazin vom 26. September 2025
Die vergangene Woche an den Finanzmärkten war von einer spürbar trüberen Stimmung geprägt. Nach mehreren Wochen mit kräftigen Gewinnen gingen die Börsen weltweit ins Minus. Besonders betroffen war der Schweizer Markt: Der Leitindex SMI verlor rund zwei Prozent, was vor allem auf die Kursverluste von Roche und UBS zurückzuführen war. Roche geriet zusätzlich unter Druck, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hatte, einen hundertprozentigen Aufschlag auf importierte Medikamente einzuführen. Auch die Kryptomärkte litten, der Bitcoin verlor mehr als fünf Prozent seines Wertes. Im Zentrum stand zudem der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank. Wie erwartet beließ die SNB den Leitzins bei null Prozent, betonte jedoch ihre vorsichtige Haltung und schloss eine Rückkehr zu Negativzinsen nicht aus. Hintergrund sind schwächere Handelszahlen, der starke Franken sowie eine allgemein erhöhte Unsicherheit, die die Wachstumsaussichten belasten. In diesem Zusammenhang korrigierte die Nationalbank ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 leicht nach unten. Spannung bot auch der US-Technologiesektor. Nvidia investierte zunächst fünf Milliarden Dollar in Intel und kündigte anschließend an, weitere hundert Milliarden in OpenAI zu stecken. Da OpenAI als enger Kunde die KI-Chips von Nvidia bezieht, sehen Kritiker in diesem Schritt eher einen Kreislauf von Investitionen und Einnahmen als echte Nachfrage. Dennoch legte die Nvidia-Aktie im Wochenverlauf kräftig zu und stützte den Gesamtmarkt. Für die kommende Woche stehen mehrere wichtige Ereignisse an. In der Schweiz wird über die Abschaffung des Eigenmietwerts abgestimmt. Auf internationaler Ebene rücken die neuesten Inflationszahlen aus der Eurozone in den Vordergrund, während in den USA die Arbeitsmarktdaten mit besonderer Spannung erwartet werden. Diese könnten maßgeblich die Erwartungen an die nächsten Zinsschritte der US-Notenbank beeinflussen. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unt
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Das Börsenmagazin vom 19. September 2025
Die Stimmung war – im Gegensatz zum Wetter – eher wechselhaft. Der Einsatz der israelischen Truppen im Gazastreifen hat den Goldpreis auf ein Rekordhoch von 3’700 US-Dollar pro Unze getrieben. Auch der Schweizer Franken legte zu. Der US-Dollar fiel hingegen auf ein Rekordtief gegenüber dem Franken. Auch die europäischen Aktienmärkte gerieten unter Druck. Die Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch sorgte jedoch für eine deutliche Gegenbewegung. In den USA kletterten die Indizes auf neue Allzeithochs, und auch in Europa haben sich die Börsenkurse spürbar erholt. Bei den Einzeltiteln standen vor allem Nvidia und Intel im Fokus. Ein chinesisches Kaufverbot drückte zunächst den Kurs, doch die überraschende Nachricht, dass Nvidia fünf Milliarden US-Dollar in den kriselnden Rivalen Intel investiert, drehte die Stimmung. Nvidia zeigte sich im Wochenverlauf weitgehend unverändert, während Intel mit +25 % zu den größten Gewinnern gehörte. Die US-Notenbank hat den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt. Das könnte als Signal verstanden werden, dass die Bekämpfung der Wirtschaftsschwäche Vorrang vor der Inflationsbekämpfung hat. Die Lage bleibt jedoch heikel: Die Teuerung liegt weiterhin deutlich über dem Zielwert und könnte durch die US-Zölle sogar noch steigen. Für Diskussion sorgt auch die Uneinigkeit im Ausschuss. Während die Mehrheit weitere vorsichtige Schritte erwartet, rechnet der Trump-nahe Gouverneur Steve Marron mit einer Senkung um insgesamt 1,25 Prozentpunkte bis Jahresende. Das wirft wiederum Fragen zur künftigen Ausrichtung und zur Unabhängigkeit der US-Notenbank auf. In Großbritannien und Japan standen die Inflationszahlen und Zinsentscheide im Fokus. Beide Zentralbanken beließen ihre Leitzinsen unverändert – ein Zeichen dafür, dass die hohe Inflation weiterhin Sorgen bereitet. Für Aufsehen sorgte außerdem die Absetzung von Jimmy Kimmel aus der Late-Night-Show, nachdem er Kommentare zum Attentat auf Charlie Kirk gemacht hatte, die dem US-Präsidenten missfielen. Viele werten den Druck der Regierung, der zur Absetzung führte, als Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. All das hilft der ohnehin schwachen US-Wirtschaft nicht gerade. In der kommenden Woche richten sich die Blicke auf neue US-Konjunkturdaten zum Konsumverhalten. In der Schweiz steht die SNB im Rampenlicht – es wird erwartet, dass sie den Leitzins bei 0 % belässt. Unternehmensseitig bleibt es vorerst ruhig, bevor Mitte Oktober die neue Berichtssaison startet. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verw
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Das Börsenmagazin vom 12. September 2025
In den USA haben der S&P 500 und die Nasdaq neue Höchststände erreicht. In Europa blieb es dagegen ruhiger: Der DAX bewegte sich kaum. Der SMI verlor im Wochenverlauf leicht, vor allem wegen des Indexschwergewichts Novartis. Gold glänzte hingegen weiter – der Preis für eine Feinunze stieg zwischenzeitlich auf 3.650 Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall damit über 38 % zugelegt. Stichwort Obligationen: Heute sorgte vor allem Frankreich für Aufruhr. Politische Turbulenzen um Premierminister Bayrou und die hohe Staatsverschuldung haben die Risikoprämien französischer Staatsanleihen nach oben getrieben. Zwischenzeitlich lagen diese sogar über den griechischen. Der US-Softwarekonzern Oracle sorgte in den letzten Tagen für Schlagzeilen. Das Unternehmen profitierte stark vom Hype um die künstliche Intelligenz und meldete zudem ein boomendes Geschäft im Cloud-Bereich. Dort sollen die Umsätze in diesem Jahr massiv steigen. Die Anleger reagierten begeistert: Am Mittwoch schoss die Aktie zeitweise um über 40 % nach oben. Gründer Larry Ellison freute sich besonders – durch den Kurssprung wurde er kurzfristig zum reichsten Menschen der Welt und überholte Elon Musk. Auch in der Schweiz gab es erfreuliche Nachrichten: Der Versicherungskonzern Baloise hat im ersten Halbjahr die Erwartungen übertroffen – dank eines starken Schadensversicherungsgeschäfts. Die Inflation sorgte ebenfalls wieder für Gesprächsstoff. In den USA stieg die Rate von 2,7 % auf 2,9 % an. Die Konsumentenpreise legten damit stärker zu als erwartet. Für die Zinserwartungen änderte das jedoch wenig – die Märkte rechnen weiterhin mit einer Senkung um 25 Basispunkte am kommenden Mittwoch. Auch in Europa gab es wichtige Signale: Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinsen unverändert bei 2 %. Spannend ist jedoch die neue Prognose – für 2025 erwartet die EZB deutlich mehr Wirtschaftswachstum. Weitere Zinssenkungen in diesem Jahr gelten daher in Europa als unwahrscheinlich. Die nächste Woche steht ganz im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Wie erwähnt, rechnen sowohl die Märkte als auch wir mit einer Senkung um 0,25 %. Darüber hinaus wird es eine datenreiche Woche: Besonders gespannt sind wir auf die Inflationszahlen aus der Eurozone, aus England und aus Japan. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jeder
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Das Börsenmagazin vom 5. September 2025
Die Börsen sind nervös in die neue Woche gestartet. Der Druck kam vor allem von den Obligationenmärkten. Ein Grund dafür: Weltweit nehmen die Sorgen über steigende Staatsausgaben zu. In Frankreich, Grossbritannien und den USA sind deshalb die Renditen auf langfristige Staatsanleihen gestiegen. Der Zinsanstieg belastete insbesondere Technologie-Aktien. Sowohl der Nasdaq als auch die europäischen Börsen gerieten unter Druck. In der zweiten Wochenhälfte konnten die meisten Aktienmärkte die Verluste jedoch wieder aufholen. Der Schweizer Leitindex SMI gehörte dabei zu den Gewinnern – unter anderem dank Roche, das von positiven Studienergebnissen profitieren konnte. Auch Gold glänzte weiter: Der Preis für eine Feinunze überschritt erstmals die Marke von 3’550 US-Dollar. In der Schweiz standen diese Woche vor allem die Zahlen von Swiss Life im Fokus. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen leicht. Besonders die Versicherungssparte wuchs weiter Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente unterliegen gewissen Risiken und garantieren nicht die Erhaltung des investierten Kapitals oder gar eine Wertsteigerung. PostFinance ist nicht verpflichtet, die Informationen oder Ansichten zu aktualisieren bzw. nicht mehr aktuelle Informationen als solche zu kennzeichnen oder zu entfernen. Durch den vorliegenden Podcast werden keine Ratschläge (Investitions-, Rechts-, Steuerberatung usw.) erteilt. Diese Informationen berücksichtigen weder die spezifischen oder künftigen Anlageziele noch die steuerliche oder finanzielle Lage oder die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Empfängers. Diese Informationen und Meinungen sind daher keine geeigneten Grundlagen für Investitionsentscheide. Wir empfehlen Ihnen daher, vor jeder Investition Ihren Finanz- und Ihren Steuerberater zu konsultieren. PostFinance übernimmt keinerlei Haftung für Ansprüche oder Klagen von Dritten basierend auf dem Gebrauch der vorliegenden Informationen. Weitere Informationen sind auf Anfrage erhältlich.
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Das Börsenmagazin vom 29. August 2025
Letzte Woche mussten die großen Technologie-Werte deutliche Verluste hinnehmen. Gegen Ende der Woche drehte sich die Stimmung jedoch: Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, deutete an, dass bald Zinssenkungen möglich seien. Diese Aussicht kam an den Börsen gut an, woraufhin die Kurse wieder anstiegen. In Europa war die Stimmung dagegen schwächer – vor allem aufgrund der politischen Spannungen in Frankreich, die für Unsicherheit sorgen. Dort wird befürchtet, dass die Regierung im September zusammenbrechen könnte. Der französische Leitindex verlor im Wochenverlauf fast 3 %. Die Unternehmenszahlen von Nvidia bestätigten erneut ein starkes Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um beeindruckende 56 %. Sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn übertraf der Chip-Hersteller die Erwartungen deutlich. Dennoch reagierte der Markt verhalten, da Sorgen über die Handelsbeziehungen zu China sowie über Import- und Exportbeschränkungen bestehen. Die Aktie gab rund 2 % nach, liegt im laufenden Jahr aber weiterhin über 35 % im Plus. Insgesamt verlief die Woche eher ruhig. In der Schweiz veröffentlichte das Staatssekretariat für Wirtschaft eine erste Schätzung zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Wie erwartet, stagnierte die Entwicklung: Viele Bestellungen waren aufgrund der US-Zölle bereits ins erste Quartal vorgezogen worden, wodurch sich das Tempo anschließend deutlich verlangsamte. Auf die Märkte hatte dies jedoch kaum Auswirkungen – sie blieben stabil und entwickelten sich besser als viele andere europäische Börsen. In der kommenden Woche dürfte es wieder spannender werden. Besonders die Inflationszahlen aus der Eurozone und der Schweiz stehen im Fokus. In den USA werden am Freitag wichtige Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Da Fed-Chef Powell zuletzt Schwächen am Arbeitsmarkt als möglichen Grund für Zinssenkungen genannt hatte, werden Investoren diese Zahlen besonders aufmerksam verfolgen. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance lässt allfällige bei Zeichnung von Anteilen erhobene Kommissionen und Kosten sowie die Dienstleistungsgebühr unberücksichtigt. Der Kurs, der Wert und der Ertrag von Anlagen können schwanken. Investitionen in Finanzinstrumente u
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Das Börsenmagazin vom 22. August 2025
Es kommt darauf an, wo man hinschaut: In Europa zeigt sich die Börse insgesamt verhalten optimistisch. Besonders in England setzte der Leitzins seine Aufwärtsbewegung fort und stieg im Wochenverlauf um knapp 2 %. Unterstützt wurde dies sicherlich durch den eher defensiven Charakter des Index. In den USA gab es dagegen wenig Grund zur Freude: Der S&P 500 verlor in dieser Woche rund 1,5 % an Wert, während der Technologie-Index Nasdaq sogar über 2 % einbüßte. Auch die Kryptowährungen gerieten unter Druck – der Bitcoin fiel um etwa 5 % und notiert nun bei rund 112’000 US-Dollar. Besonders die Tech-Titel standen diese Woche unter Druck. Ein möglicher Auslöser war ein Bericht der US-Universität MIT, der zeigte, dass 95 % der befragten Unternehmen bisher keine Rendite aus Investitionen in Künstliche Intelligenz erzielen konnten. Dies steht im Kontrast zu den jüngsten Aussagen von OpenAI-Chef Sam Altman, der meinte, einige Investoren seien sogar übermäßig begeistert. Dadurch entstand womöglich der Eindruck, dass der Hype rund um KI teilweise übertrieben ist. Entsprechend wurden die hohen Bewertungen vieler Firmen stärker hinterfragt. Besonders hart traf es das Softwareunternehmen Palantir, dessen Aktie, die zuvor stark vom KI-Boom profitiert hatte, in den vergangenen Tagen rund 20 % an Wert verlor. Außerhalb des Tech-Sektors rückten die Zahlen des weltweit größten Einzelhändlers Walmart in den Fokus. Anders als bei den großen Techfirmen geben diese Ergebnisse einen direkten Einblick in die Lage der US-Konsumenten und die Auswirkungen der Handelszölle. Sie machten deutlich, dass die Kosten für Waren deutlich steigen werden. Walmart steht nun vor der Entscheidung, entweder die Margen zu senken oder die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Die Aktie verlor aufgrund dieser Sorgen rund 4 %. Positive Signale kamen hingegen von den Einkaufsmanagern: Zum ersten Mal seit Sommer 2022 liegt der Gesamtindex wieder über der Wachstumsschwelle. Besonders stark präsentierte sich die Industrie in Deutschland und Frankreich. Auch in den USA übertrafen die Werte die Prognosen und deuten somit auf eine robuste Konjunktur hin. Mit Spannung erwartet der Markt die lang ersehnten Zahlen von Nvidia. Angesichts der jüngsten Schwäche im KI-Sektor und Sorgen um die Beziehungen zu China verlor die Aktie zuletzt 5 %. Nun stellt sich die entscheidende Frage, ob die Ergebnisse stark genug sein werden, um die gesamte Tech-Branche zu beflügeln. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung untersch
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Das Börsenmagazin vom 15. August 2025
Von den Zöllen hat man an der Börse auch diese Woche wenig gespürt. Daher war die Stimmung insgesamt gut. Der Aktienmarkt hat diese Woche allgemein zugelegt. In Japan hat der Nikkey ein Allzeithoch erreicht und liegt fast 6% im Plus. Rückenwind kam vor allem durch die Verlängerung der Aussetzung der Zölle mit China. Auf die horrende 145% Zoll wird für weitere 90 Tage verzichtet. An der Wallstreet in Newyork, nennt man das Vorgehen schon länger Taco – Trump Always Chickens Out, leider aber bisher nicht bei den schweizer Zöllen. Hoffnung macht zudem das Gipfeltreffen zwischen Russland und den USA in Alaska, dies begann heute und es werden Fortschritte im Ukraine-Krieg erwartet. Aber sogar der schweizer Aktienmarkt hat zugelegt. Viele setzen darauf, dass der 39% Zollhammer die grossen Unternehmen nicht voll trifft. Gemischte Nachrichten von schweizer Unternehmen. SwissRe hat dank starken Margen und guten Anlagen 24% mehr Gewinn gemacht, stolze 2,6 Milliarden US-Dollar. Und dies trotz den rückläufigen Versicherungserträgen. Die Onlinebank Swisscode hat davon profitiert, dass die Kunden in diesen volatilen Märkten viel handeln. Der Schuhhersteller ON hat trotz den Zöllen und starkem Franken, den Umsatz um sattige 32% gesteigert. Auf der anderen Seite, Straumann, die haben zwar mehr Umsatz gemacht mit Ihren Zahnimplantaten, aber weniger verdient. Und Komax ist durch die Autokrise in die roten Zahlen gerutscht und streicht weltweit 200 Stellen. Mit Spannung hat die ganze Finanzwelt die US-Inflationsdaten erwartet. Und diese Inflation blieb im Juni stabil, dies Dank tieferen Energiepreisen. Und dies hat wiederum, Hoffnung auf sinkende Zinsen schon im September geweckt. Aber der Blick auf die Details ist weniger gut. Die Kerninflation die die schwankenden Energiepreise ausklammert ist angestiegen. Dies vorallem durch die teureren Dienstleistungen, dies ist heikel, da die vollen Effekte durch die neuen Zölle erst kommen werden. In der Schweiz ist das Wirtschaftswachstum deutlich abgeflacht gemäss der heute publizierten Einschätzung von Seco von noch starken 0,8% im 1. auf nur 0,1% im 2. Quartal. Verantwortlich hierfür ist vorallem der Rückgang in der Industrie. Die nächste Woche wird sicher auch wirtschaftlich heiss. In den USA kommen die neusten Zahlen zu den Neubauprojekten heraus. Der Häusermarkt gilt als wichtiger Früh-Indikator, hat sich jedoch zuletzt abgekühlt. Das hohe Zins-Niveau macht sich deutlich bemerkbar. Später in der Woche kommen noch die Stimmungsdaten der Unternehmen in Europa und die Inflationszahlen in Japan heraus. Dort hoffen viele auf eine Abschwächung der Teuerung, nachdem die Kerninflation zuletzt auf 3,4% gestiegen ist. Und dies ist ja für japanische Verhältnisse horrend hoch. Zudem treffen sich die Noten-Bänker gegen Ende der Woche zum jährlichen Gipfel in Jacksonhole. Und an der schweizer Börse läuft die Berichtsaison weiter. Docmorris, Geberit, Swiss Prime Site, Implenia, Emmi und viele weitere mittlere und grössere Unternehmen legen Ihre Halbjahreszahlen vor. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen ge
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Das Börsenmagazin vom 8. August 2025
Zolltechnisch war diese Woche alles andere als ruhig. Präsident Trump hat neue Zölle angekündigt, die seit gestern gelten. Die USA erheben nun weltweit Importzölle zwischen 10 % und 50 %. Trotzdem reagierte die Börse nur kurz negativ und legte diese Woche bereits wieder zu. Ein Grund dafür: ein diplomatischer Lichtblick. Russlands Präsident Putin hat einem Treffen mit dem US-Präsidenten zugestimmt – das weckt Hoffnungen auf Bewegung im Ukraine-Konflikt. Auch sinkende Zinsen in den USA haben gestützt. Schwache Arbeitsmarktdaten schüren Spekulationen über eine Zinssenkung im September. Zudem legten viele Unternehmen erfreuliche Quartalszahlen vor – trotz möglicher Zusatzkosten durch die neue Handelspolitik. Für die Schweiz fiel der Zollhammer besonders hart aus. Seit gestern gelten US-Zölle von 39 % – mit Ausnahme von Pharma und Edelmetallen. Damit zählt die Schweiz zu den am stärksten betroffenen Ländern, in einer Reihe mit Laos, Syrien oder Myanmar. Trump begründet dies mit dem hohen Handelsbilanzdefizit der USA mit der Schweiz (rund 40 Milliarden US-Dollar). Dabei ignoriert er, dass dieses vor allem durch den Goldhandel aufgebläht wird – und dass die USA im Dienstleistungsbereich sogar einen Überschuss erzielen. An der Schweizer Börse hinterliess das kaum Spuren. Viele SMI-Unternehmen sind global aufgestellt, können Lieferketten anpassen oder sind – wie die Pharma-Branche – nicht betroffen. Auch solide Resultate, etwa von Zurich Insurance und Swisscom, wirkten stabilisierend. Der Blick richtet sich erneut auf die USA. Am Dienstag erscheinen neue Inflationszahlen. Aufgrund der Zollpolitik könnte die Teuerung steigen. Ende Woche folgen Daten zu Dienstleistungsumsätzen und Konsumentenvertrauen – wichtige Indikatoren für die US-Konjunktur. Und dann ist da noch die Unberechenbarkeit der US-Zollpolitik: Offene Vereinbarungen wirken alles andere als verlässlich. Neue Zölle oder Drohungen nächste Woche würden kaum überraschen. Ruhiger wird es an der Unternehmensfront. In den USA haben bereits über zwei Drittel der Firmen ihre Zahlen veröffentlicht. In der Schweiz legt Swiss Re am Donnerstag ihre Ergebnisse vor. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Die dargestellte Performance
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Das Börsenmagazin vom 31. Juli 2025
An den Märkten war es eher ruhig, obwohl rundherum viel passierte. Erwartungsgemäß stand erneut die US-Zollpolitik im Fokus. Ab dem 1. August sollen die angekündigten Strafzölle für all jene Länder gelten, die mit den USA keinen neuen Handelsvertrag abschließen konnten. Besonders im Mittelpunkt stand dabei das Abkommen zwischen den USA und der EU. Am vergangenen Wochenende einigte man sich auf einen Zollsatz von 15 % auf EU-Produkte. Das ist zwar weniger als befürchtet, liegt aber dennoch deutlich über dem Niveau vor Trumps zweiter Amtszeit. Diese Einigung könnte als Vorlage für weitere zukünftige Handelsabkommen mit den USA dienen. Ebenfalls viel Beachtung fand die Entscheidung der US-Notenbank (FED), den Leitzins nicht zu senken – obwohl Präsident Trump die FED mehrfach lautstark zu Zinssenkungen gedrängt hatte. Auch der Ausblick auf baldige Zinssenkungen wurde von der Notenbank deutlich gedämpft. Man wolle zunächst abwarten, wie stark sich die neuen Zölle auf die US-Inflation auswirken werden. Unterstützung erhielt die FED durch die aktuellen Wachstumszahlen: Die US-Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal zwar leicht abgekühlt, zeigt sich aber weiterhin robust – ein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht somit nicht. Im Fokus standen auch die Tech-Giganten Meta und Microsoft. Beide Unternehmen haben die Erwartungen deutlich übertroffen. Meta konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr – unter anderem dank KI-gestützter Werbeanzeigen – um beeindruckende 22 % steigern. Die Aktie legte zweistellig zu. Auch Microsoft überzeugte mit einem Umsatzplus von 18 %, insbesondere durch das florierende Cloud-Geschäft. Der Aktienkurs stieg stark an, sodass Microsoft wieder kurz davor steht, eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen US-Dollar zu erreichen. Zum Monatswechsel stehen wie immer zahlreiche Wirtschaftsdaten an. Bereits am 1. August werden erste Konjunkturzahlen aus den USA für den Juli veröffentlicht – darunter Daten zur Geschäftslage in der Industrie sowie der US-Arbeitsmarktbericht. In der kommenden Woche werden zudem mit Spannung die Inflationszahlen aus der Schweiz und China erwartet. Hier besteht die Hoffnung, dass die Inflationsraten nicht zu niedrig ausfallen. Aus Unternehmenssicht dürfte es nächste Woche hingegen wieder etwas ruhiger werden. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederze
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Das Börsenmagazin vom 25. Juli 2025
Diese Woche blieb das Geschehen an den Börsen insgesamt ruhig. In den USA konnten die Aktien leicht zulegen, während europäische Aktien leicht im Minus schlossen. Auffällig war der japanische Aktienmarkt, wo der Nikkei-Index um über fünf Prozent stieg. Ausschlaggebend dafür war die Einigung zwischen den USA und Japan im Zollstreit, die den asiatischen Märkten einen deutlichen Schub verlieh. US-Präsident Trump hatte zuvor Zölle von 25 Prozent auf japanische Importe angedroht, einigte sich nun aber auf einen Satz von 15 Prozent. Diese Entwicklung wurde an den Märkten positiv aufgenommen, besonders Automobilaktien profitierten stark, obwohl noch unklar ist, welcher Zollsatz letztlich für diese Branche gelten wird. Auch zwischen den USA und Europa deutet sich eine ähnliche Einigung an, was für kurzfristige Erleichterung sorgt. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, da höhere Zölle und offene Details weiterhin ein Risiko darstellen. In der Schweiz standen vor allem Nestlé und Roche im Mittelpunkt. Nestlé enttäuschte mit seinen Zahlen – das Unternehmen leidet unter steigenden Rohstoffpreisen, sinkender Nachfrage und einem Rückgang im China-Geschäft. Dagegen wurden die Ergebnisse von Roche positiv aufgenommen, insbesondere dank des Wachstums in der Pharmasparte. In den USA legten mit Alphabet und Tesla zwei weitere Schwergewichte ihre Zahlen vor. Während Alphabet, der Mutterkonzern von Google, starkes Gewinnwachstum zeigte, fiel Tesla durch einen Rückgang beim Gewinn auf. Für zusätzliche Unsicherheit sorgt nach wie vor die politische Lage in den USA, insbesondere Trumps Zollpolitik und sein erklärtes Ziel, Medikamentenpreise zu senken. Im Blickpunkt stand in dieser Woche außerdem die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, die wie erwartet keine Veränderung vornahm. In der kommenden Woche richtet sich das Interesse verstärkt auf die laufende Berichtssaison – besonders die Zahlen von Apple, Meta, Amazon und Microsoft werden mit Spannung erwartet.
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Das Börsenmagazin vom 18. Juli 2025
Trotz wichtiger Konjunkturdaten und dem Auftakt der Berichtssaison blieben größere Marktbewegungen in dieser Woche aus. Die Börsen in den USA und Europa legten nur leicht zu. Für etwas Dynamik sorgte Nvidia: Die Aussicht, bald wieder Chips nach China exportieren zu dürfen, ließ die Aktie um rund fünf Prozent steigen. In der Schweiz überzeugte ABB mit einem Rekord bei der Profitabilität – dank der hohen Nachfrage im Bereich KI-Datenzentren. Die Aktie gewann rund acht Prozent. Novartis konnte zwar Prognosen übertreffen, verlor jedoch an Wert. Gründe sind der Rücktritt des Finanzchefs und mögliche Konkurrenz durch Generika. Aus den USA kamen gemischte Konjunkturnachrichten: Die Verbraucherpreise stiegen im Juni leicht, die Produzentenpreise blieben stabil. Überraschend positiv entwickelten sich die Einzelhandelszahlen – ein Signal für stabile Konsumfreude. In den kommenden Tagen folgen weitere Quartalszahlen großer Konzerne wie SAP, Alphabet und Tesla sowie neue Stimmungsindikatoren zur wirtschaftlichen Lage.
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Das Börsenmagazin vom 11. Juli 2025
Zum Wochenstart bleibt die Zollfrage zentral: Die Verhandlungen zwischen den USA und der EU laufen weiter, konkrete Ergebnisse stehen aus. Gleichzeitig beginnt die Quartalsberichtssaison – traditionell mit Zahlen der US-Großbanken wie Citigroup, JP Morgan und Goldman Sachs. Am Donnerstag folgt Taiwan Semiconductor, ein Schlüsselunternehmen im Chipsektor und wichtiger Indikator für die KI-Nachfrage. Konjunkturell wird es ebenfalls spannend: Am Dienstag werden die US-Inflationsdaten veröffentlicht, auch aus Großbritannien und Japan kommen neue Zahlen. Hintergrund ist die abgelaufene Aufschubfrist für sogenannte Reziprozitätszölle. Präsident Trump droht nun erneut mit hohen Strafzöllen – unter anderem gegenüber Japan, Südkorea, Brasilien und Kanada. Trotz dieser Risiken bleiben die Märkte gelassen. Der DAX erreichte ein neues Allzeithoch, der Schweizer Markt legte ebenfalls zu. In den USA sorgte Nvidia mit einem historischen Börsenwert von über 4 Billionen Dollar für Aufsehen – ein weiteres Zeichen für den anhaltenden KI-Boom. Auch der Bitcoin setzte seinen Höhenflug fort und kletterte auf 118.000 Dollar.
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Das Börsenmagazin vom 4. Juli 2025
Die US-Börsen bleiben im Aufwind: S&P 500 und Nasdaq erreichten in der verkürzten Handelswoche neue Rekordstände und legten jeweils rund zwei Prozent zu. In Europa verlief die Woche dagegen ruhig – DAX und SMI beendeten sie nahezu unverändert. In den USA sorgt das neue Haushaltsgesetz „Big Beautiful Bill“ für Diskussionen. Es verlängert Steuererleichterungen für Unternehmen, teils finanziert durch Kürzungen bei Sozialleistungen. Kritiker warnen vor steigender Staatsverschuldung und Belastungen für die Mittelschicht. In der Schweiz ist die Inflation im Juni leicht auf 0,1 Prozent gestiegen – nach einem kurzfristigen Minus im Mai. Die SNB rechnet bis Jahresende mit moderater Teuerung, Zinssenkungserwartungen haben sich abgeschwächt. Auch in der Eurozone blieb die Kerninflation stabil. Positiv überraschte der US-Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote sank leicht, mehr neue Stellen wurden geschaffen. Die Fed dürfte daher vorerst von Zinssenkungen absehen. Nächste Woche bleibt es voraussichtlich ruhig – im Fokus steht jedoch der Mittwoch: Dann endet die 90-Tage-Frist für mögliche US-Gegenzölle. Ob diese umgesetzt oder verschoben werden, ist offen.
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Das Börsenmagazin vom 27. Juni 2025
Die Woche begann mit geopolitischen Spannungen: Nach einem Angriff der USA auf iranische Atomanlagen sorgten Nachrichten über einen Waffenstillstand für Erleichterung an den Märkten. Weltweit legten die Börsen deutlich zu, besonders in den USA. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq stiegen um rund 3 %. Der Chiphersteller NVIDIA verzeichnete dank optimistischer Wachstumsprognosen neue Höchststände. In Europa fiel die Entwicklung etwas verhaltener aus – der DAX legte zwar 1,5 % zu, in anderen europäischen Ländern flaute die anfängliche Euphorie gegen Ende der Woche ab. Auch der Ölpreis war Thema: Er fiel von 78 auf 65 Dollar pro Fass, was zeigt, wie stark sich geopolitische Spannungen auf die Märkte auswirken können. Für Schweizer Anleger:innen bedeutet diese positive Entwicklung in den USA allerdings nur begrenzte Freude. Die Gewinne sind in US-Dollar gerechnet, und dieser hat gegenüber dem Schweizer Franken rund 2,3 % an Wert verloren – seit Jahresbeginn sogar 13 %. Das drückt die Performance für Anleger:innen aus der Schweiz deutlich. Wichtige ökonomische Daten kamen in dieser Woche vor allem von den Einkaufsmanagerzahlen. In Europa überwogen positive Signale, besonders aus Deutschland: Die Industrieproduktion wächst den vierten Monat in Folge, und es wurde der grösste Auftragseingang seit über drei Jahren verzeichnet. In Frankreich hingegen bleibt die Entwicklung weiterhin stagnierend. In den USA zeigen sich die Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen weiterhin über der Wachstumsschwelle, erste Warnzeichen wie steigender Preisdruck und höhere Importzölle sind jedoch erkennbar. Zwei Drittel der befragten Unternehmen nennen die Zölle als Grund für steigende Einkaufs- und Verkaufspreise. In der kommenden Woche stehen Inflationsdaten im Fokus. In der Eurozone verläuft die Entwicklung derzeit günstig, weshalb die Europäische Zentralbank vorerst keine weiteren Zinssenkungen plant. Auch in der Schweiz werden neue Teuerungszahlen erwartet – zuletzt lag die Inflation sogar im negativen Bereich, woraufhin die SNB den Leitzins auf 0 % gesenkt hat. Zusätzlich werden neue Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet, die Hinweise auf die konjunkturelle Robustheit trotz Preisdruck liefern dürften. Der Podcast kann zu Informations- und Werbezwecken dienen. Die darin enthaltenen Informationen und Aussagen stellen weder eine Einladung zur Offert Stellung noch eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Abschluss einer Dienstleistung, zum Kauf/Verkauf von irgendwelchen Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten oder zur Vornahme anderweitiger Transaktionen oder zum Abschluss irgendeiner Art von Rechtsgeschäft dar. Dieser Podcast sowie die darin aufbereiteten Informationen richten sich ausschliesslich an Personen mit Domizil in der Schweiz. Die Anlagebeurteilungen des Investment Researchs werden durch PostFinance produziert und veröffentlicht. PostFinance wählt die im vorliegenden Podcast veröffentlichten Informationen und Meinungen sorgfältig aus und berücksichtigt dabei Quellen welche als zuverlässig und glaubwürdig eingestuft wurden. Gleichwohl kann PostFinance nicht gewährleisten, dass diese Informationen genau, verlässlich, aktuell oder vollständig sind und lehnt im gesetzlich zulässigen Masse die Haftung dafür ab. PostFinance lehnt insbesondere jede Haftung für Verluste ab, die aus einem Investitionsverhalten entstehen können, dem die Informationen aus diesem Podcast zu Grunde liegen. Diesem Podcast liegen zahlreiche Annahmen zu Grunde. Unterschiedliche Annahmen können zu materiell verschiedenen Ergebnissen führen. Die im Podcast geäusserte Meinung kann von den Meinungen anderer Geschäftsbereiche von PostFinance abweichen oder diesen widersprechen, da sie auf der Verwendung unterschiedlicher Annahmen und / oder Kriterien basieren. Der Inhalt des vorliegenden Podcast ist stichtagsbezogen, ist also nur zum Zeitpunkt der Erstellung aktuell und kann sich jederzeit ändern. Die frühere Wertentwicklung ist kein
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Das Börsenmagazin vom 20. Juni 2025
Die grossen Notenbanken sind diese Woche ihrem Kurs treu geblieben: In den USA, England und Japan wurden die Leitzinsen unverändert belassen. Besonders in Japan bleibt die Inflation mit über 3,5 % für die Verhältnisse des Landes hoch, doch auch hier scheut die Bank of Japan vor einer Zinsanhebung zurück. In den USA rechnet die Fed derweil mit einer Teuerung von 3 % für das laufende Jahr und blickt zunehmend skeptisch auf die Wirtschaftsentwicklung – die Angst vor einer Stagflation, also der Mischung aus hoher Inflation und geringem Wachstum, wächst. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat hingegen den Leitzins wie erwartet um einen weiteren Schritt auf 0 % gesenkt – bereits zum sechsten Mal in Folge. Angesichts der negativen Inflation und des starken Frankens könnte sie später im Jahr sogar zu Negativzinsen zurückkehren. An den Finanzmärkten kehrte zur Wochenmitte kurz Hoffnung zurück, weil eine Eskalation im Nahen Osten ausblieb und der Markt einen Teil der Verluste aufholte. Doch schon bald trübte sich die Stimmung wieder: Drohende US-Zölle und Unsicherheiten bei Handelsgesprächen belasteten die Kurse. Der Ölpreis legte hingegen deutlich zu und gehörte zu den wenigen Gewinnern der Woche. Auch in Europa bleibt der Ausblick durchwachsen: Das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor schwächte sich ab, während sich die Industrie besser hielt. Die nächste Woche richtet den Fokus erneut auf wichtige Konjunkturdaten – von den Stimmungsindikatoren im Euro-Raum bis hin zu den Auftragszahlen der US-Industrie. Besonders spannend bleibt der private Konsum in den USA: Die Einkommen sind zuletzt stärker gewachsen als die Ausgaben, die grosse Frage lautet nun, ob der Konsum wieder anzieht.
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Das Börsenmagazin vom 13. Juni 2025
Die vergangene Woche hat den Börsen zugesetzt. Der DAX verlor rund 3 Prozent, der Schweizer SMI knapp 2 Prozent. Hauptgrund war die Zuspitzung im Nahen Osten: Ein israelischer Angriff auf den Iran ließ den Ölpreis um fast 15 Prozent steigen, Gold legte um 5 Prozent zu. Auch handelspolitisch blieb es unruhig. Donald Trump kündigte zunächst einen Deal mit China an, drohte aber kurz darauf mit neuen Zöllen – noch vor Ablauf der vereinbarten Frist. Die Verhandlungen mit Europa stocken ebenfalls. Trotz allem blieben die Märkte erstaunlich stabil. Die US-Inflation lag im Mai bei moderaten 2,4 Prozent. Die Fed dürfte kommende Woche die Zinsen unverändert lassen – eine Zinssenkung im Herbst wird aber wahrscheinlicher. Im Fokus der kommenden Woche: das G7-Treffen in Kanada, neue Aussagen von Trump und Zinsentscheide weltweit. In der Schweiz wird mit einer Senkung auf 0,0 Prozent gerechnet.
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Das Börsenmagazin vom 06. Juni 2025
Die Börsen haben die Woche freundlich abgeschlossen. Weltweit legten die wichtigsten Indizes zu, wobei der DAX mit einem Plus von 22 % seit Jahresbeginn klar die Nase vorn hat. Der SMA verbuchte ein Plus von 6 %, während die US-Märkte nur leicht über dem Jahresstart notieren. Im Fokus standen diese Woche die Inflationszahlen: In der Schweiz rutschte die Teuerung erstmals seit vier Jahren in den negativen Bereich (–0,1 %). Gesunkene Energiepreise und der starke Franken haben die Importpreise gedrückt. Experten erwarten daher eine weitere Zinssenkung der SNB am 19. Juni. Auch in der Eurozone sank die Inflation auf 1,9 %, was die EZB zur erwarteten Zinssenkung um 0,25 % bewegte. EZB-Chefin Lagarde deutete allerdings ein baldiges Ende des Zinssenkungszyklus an. In den USA trübten schwache Stimmungsdaten aus Industrie und Dienstleistungen die Aussichten. Außerdem sorgt ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Elon Musk für Turbulenzen: Musk kritisierte Trumps Steuerreform scharf, Trump nannte Musk „verrückt“ und drohte mit dem Ende von Regierungsverträgen. Die Tesla-Aktie verlor daraufhin 14 %. Alle Augen richten sich nun auf die kommenden US-Inflationszahlen und mögliche Auswirkungen des Handelskriegs.
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Das Börsenmagazin vom 30. Mai 2025
Vergangene Woche zeigten sich die Finanzmärkte gegen Ende nervös – geopolitische Spannungen und wirtschaftspolitische Unsicherheiten sorgten für Unruhe. Für Erleichterung sorgte jedoch am Freitag ein Gespräch zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen, nach dem Trump Strafzölle vorerst aufschob. Die Märkte reagierten mit Kursgewinnen von rund einem Prozent. Zusätzlichen Rückenwind gab es durch starke Quartalszahlen von Nvidia, das ein Umsatzplus von 15 % erwartet – ein Zeichen für anhaltend hohe Nachfrage im KI- und Chip-Sektor. Ein New Yorker Gericht kippte zudem Zölle aus der Trump-Ära, was positiv aufgenommen wurde. Der Fokus liegt nun auf anstehenden Inflationsdaten. In der Schweiz lag die Teuerung im April bei 0 %, allerdings stieg die Kerninflation leicht – was den Druck auf die EZB erhöht. Dennoch erwarten die Märkte baldige Zinssenkungen.
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Der CIO und die Anlagestrateg:innen von PostFinance analysieren jeweils am Freitagabend im Podcast die Börsenwoche, sprechen darüber was die Märkte bewegt und blicken voraus. Erfahren Sie kurz und bündig die wichtigsten News zum Börsengeschehen.
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