PODCAST · education
Regalplatz
by Lebensmittel Praxis
Regalplatz – Der Podcast der Lebensmittel Praxis. In "Regalplatz" diskutieren unsere Redakteurinnen Elena Kuss, Susanne Klopsch und Theresa Kalmer gemeinsam mit ExpertInnen der Branche die aktuellen Trends im Lebensmitteleinzelhandel. Sie beleuchten Hintergründe und geben wertvolle Tipps für Handel und Hersteller.Schreiben Sie uns gerne an: [email protected]
-
132
Podcast aus dem Supermarkt: Wie Kraftling-Gründer Friedrich Kalthoff seinen Regalplatz gegen die Großen verteidigt
Diese Folge „Regalplatz“ klingt anders als sonst. Denn aufgenommen wurde sie mitten im Supermarkt, zwischen Kunden, Durchsagen und piependen Kassen. Und zwar genau an dem Ort, an dem für den Ingwer-Shot-Hersteller Kraftling vor acht Jahren vieles angefangen hat.2018 durften die beiden Gründer ihre Ingwer-Shots zum ersten Mal bei Edeka Fett in Linz am Rhein verkosten. Acht Jahre später ist Mitgründer Friedrich Kalthoff für „Regalplatz“ dorthin zurückgekehrt.Im Gespräch geht es darum, wie es eine vergleichsweise kleine Marke schafft, sich mit ihren Ingwer-Shots im Regal gegen große Wettbewerber zu behaupten. Kalthoff spricht darüber, was am Regal wirklich zählt, welche Rolle Drehung spielt und was eine Marke tun muss, damit sie ihren Regalplatz nicht nur bekommt, sondern auch behält.Dabei erzählt er offen von den vergangenen acht Jahren als Food-Unternehmer. Von verschiedenen Designversuchen und der Frage, wie stark die Verpackung über den Erfolg am Regal mitentscheidet. Von der Expansion ins Ausland und den Herausforderungen, die entstehen, wenn aus einer Idee Schritt für Schritt ein größeres Unternehmen wird.Auch Finanzierung ist Thema. Kalthoff spricht über externe Finanzierungsrunden, die Entscheidungen dahinter und darüber, was Wachstum für ein Unternehmen wie Kraftling bedeutet.Entstanden ist ein sehr offenes Gespräch über acht Jahre Ingwer-Shots, Lebensmittelhandel und Unternehmertum. Und gleichzeitig eine kleine Rückkehr zu den Wurzeln: an den Ort, an dem Kraftling zum ersten Mal zeigen durfte, ob Kunden den Ingwer-Shot überhaupt kaufen wollen.Mit dem unverwechselbaren Sound eines laufenden Supermarkts im Hintergrund.
-
131
„Ich musste Mitarbeiter entlassen“: Was Food-Unternehmerin Josefine Staats heute anders macht und wie ihr Unternehmen durch KI produktiver wird
Wenn der Handel in einer Warengruppe verstärkt aufEigenmarken setzt, kann das für kleinere Hersteller existenzielle Folgen haben.Kulau-Gründerin und CEO Josefine Staats hat genau das erlebt. Ihr Unternehmenwuchs mit Kokosprodukten, beschäftigte zeitweise 20 Mitarbeiter und verlor dannerheblich an Umsatz. Staats verkleinerte Kulau, entließ Mitarbeiter und stelltedas Unternehmen neu auf. Heute verkauft die Marke unter anderem Algenproduktewie Nori-Snacks und arbeitet wieder profitabel.Im Gespräch mit LP-Redakteurin Elena Kuss spricht Staatsüber die Macht der Eigenmarken, schmerzhafte unternehmerische Entscheidungenund die Frage, wie KI kleinen Herstellern dabei helfen kann, mit deutlichweniger Mitarbeitern wieder zu wachsen. Sie erklärt, in welche FallenFood-Unternehmen geraten und warum Gründer nicht zu sehr in ihre eigenenProdukte verliebt sein dürfen. Entscheidend sei, den Blick auf die Kunden zurichten: Was erwarten die Einkäufer und was wollen die Shopper tatsächlich?Josefine Staats erzählt, was sie in mehr als einem Jahrzehntals Food-Unternehmerin über den Einkauf gelernt hat und welche AnforderungenHersteller erfüllen müssen, um für Einkäufer interessant zu sein. Sie erklärt,warum der Biohandel derzeit der stärkste Vertriebskanal für Kulau ist, weshalbsich der klassische Lebensmitteleinzelhandel mit dem Ausprobieren neuerProdukte häufig schwertut und warum ihm mehr Experimentierfreude guttun könnte.Außerdem verrät Staats, wie sie heute ein neuesFood-Unternehmen aufbauen würde und was für sie das wichtigste Erfolgsrezeptist. Ihre Erfahrungen gibt sie inzwischen auch als Beraterin an Unternehmenweiter, die wachsen und ihr Geschäft skalieren wollen.
-
130
Eigenmarke gegen Marke: Gründer der Verbraucher-App Markendetektive, Patrick Sieber, erklärt, warum Verbraucher zur Eigenmarke wechseln und wie Hersteller ihren Regalplatz verteidigen können
Eigenmarken gewinnen im Supermarkt immer mehr an Bedeutung. Doch steckt in Markenprodukt und Handelsmarke wirklich das Gleiche? Und wie können sich Marken behaupten, wenn die günstigere Alternative direkt neben ihnen im Regal steht?Patrick Sieber ist Gründer und CEO von Markendetektive. Die App zeigt Verbrauchern, welcher Hersteller hinter einem Produkt steckt. Seit Kurzem ist sie vollständig kostenlos. Denn Markendetektive verändert sein Geschäftsmodell und will künftig vor allem Markenhersteller und Händler dabei beraten, ihre Produkte und Sortimente weiterzuentwickeln.Die Grundlage dafür bilden die Daten aus der App. Sie zeigen zum Beispiel, welche Produkte häufig gemeinsam gekauft werden. Patrick Sieber erzählt von einer überraschenden Verbindung zwischen Schinken und Reiswaffeln. Für einen Händler hat es sich tatsächlich gelohnt, beide Produkte gemeinsam zu platzieren.Mithilfe von KI werden außerdem Nutzerdaten ausgewertet und Profile erstellt. So lässt sich genauer erkennen, warum ein Verbraucher von einer Marke zu einer Eigenmarke wechselt. Liegt es am Preis, an der Verpackung, an einer bestimmten Funktion oder an etwas ganz anderem? Diese Erkenntnisse können Herstellern helfen, ihre Produkte gezielt weiterzuentwickeln und im Wettbewerb mit Eigenmarken zu bestehen.Elena Kuss spricht mit Patrick Sieber darüber, was Eigenmarken so erfolgreich macht, was Verbraucher heute erwarten und warum die Produktion von Handelsmarken für Hersteller auch eine strategische Chance sein kann.
-
129
5,11 Milliarden Euro Schaden: Ein Videosicherheitsexperte erklärt, warum mehr als 98 Prozent der Ladendiebstähle unentdeckt bleiben und wie moderne Technik das ändern kann
Ladendiebstahl kostet den deutschen Einzelhandel Milliarden, trotzdem bleiben laut EHI-Hochrechnung mehr als 98 Prozent der Taten unentdeckt. Welche Methoden nutzen Täter? Wie können Händler ihre Märkte besser schützen? Und wo verläuft die Grenze zwischen wirksamer Prävention und unzulässiger Überwachung?Thorsten Grimm, Experte für Videosicherheit bei Axis, erklärt, warum die Schäden weiter steigen, welche Rolle organisierte Banden spielen und was Kameras, Ladendetektive und künstliche Intelligenz leisten können. Außerdem spricht er darüber, wie der Lidl-Überwachungsskandal von 2008 den Umgang mit Videotechnik bis heute prägt und weshalb Technik allein das Problem nicht löst, sondern es immer einen Menschen braucht, der den Vorgang validiert.Eine Folge über Milliardenschäden, moderne Sicherheitskonzepte und den schwierigen Spagat zwischen Diebstahlschutz, Datenschutz und Vertrauen – mit konkreten Impulsen für Marktleiter, Händler und Hersteller.
-
128
Warum leere Regale Kunden emotional machen: Was eine dm-Gebietsverantwortliche aus über zehn Jahren Erfahrung über Marktumbauten, Lieferengpässe und erfolgreiche Kundenkommunikation gelernt hat
Leere Regale sorgen regelmäßig für Frust – selbst wenn sie lange angekündigt sind. Warum reagieren Kunden so emotional auf fehlende Produkte? Wie gelingt es, Umbauten zu kommunizieren, ohne Stammkunden zu verlieren? Und was können Händler aus über zehn Jahren Umbaupraxis lernen?Anne Bäumler, Gebietsverantwortliche bei dm, gibt Einblicke in die Organisation von Marktumbauten, erklärt, warum jeder Standort anders tickt und weshalb Kommunikation oft wichtiger ist als volle Regale. Außerdem spricht sie über Social-Media-Hypes, die selbst die beste Warenplanung aushebeln können, warum Ladenhüter aus Handelssicht häufig problematischer sind als Ausverkäufe und welche Schlüsselrolle die Mitarbeitenden auf der Fläche spielen.Eine Folge über Kundenpsychologie, Warenverfügbarkeit und die Frage, wie Handel auch in schwierigen Situationen Vertrauen schafft – mit vielen Praxisimpulsen für Marktleiter, Händler und Hersteller.
-
127
Ein Jahr bis zur ersten Rewe-Listung, heute 3 Millionen Euro Umsatzziel: Das überzeugte die Einkäufer.
Vom ersten Rewe-Händler, der sich eine Stunde Zeit nahm, um das Startup überhaupt ins System einzupflegen, bis zum Ziel von drei Millionen Euro Umsatz in diesem Jahr: Die Treatfuls-Gründerinnen Magdalena Parylak und Tuğçe Çakır erzählen, wie sie sich Regalplatz für Regalplatz in den Handel gekämpft haben. Im Podcast sprechen sie darüber, warum die Listung erst der Anfang ist, welche Rolle Drehung, Packaging und Wirtschaftlichkeit für Einkäufer spielen und weshalb Start-ups schneller auf Trends reagieren können als große Konzerne. Eine Folge voller Praxiswissen für Händler, Marktleiter und alle, die Innovation erfolgreich ins Regal bringen wollen.
-
126
50 KI-Projekte und trotzdem kein ROI? Warum Unternehmen mit den KI-Projekten starten sollten, die das Betriebsergebnis auch wirklich verbessern
Unternehmen investieren Milliarden in künstliche Intelligenz. Trotzdem können viele den wirtschaftlichen Nutzen noch nicht beziffern. Woran liegt das? Darüber spricht Elena Kuss mit Fabian Roschig, Mitgründer von The Consumer AI. Es geht um den größten Denkfehler beim Einsatz von KI, warum gute Daten elementar sind und weshalb Unternehmen ihre Prozesse nicht nur beschleunigen, sondern komplett neu denken sollten. Außerdem erklärt Fabian, warum er Menschen, die ihre Daten zur Verfügung stellen, immer wenn ihre digitalen Zwillinge genutzt werden, dafür bezahlen will.
-
125
Nach 48 Stunden ausverkauft: Warum PepsiCo neue Produkte zuerst über Tiktok-Shop verkauft
Ein PepsiCo-Produkt war im Tiktok-Shop innerhalb von 48 Stunden ausverkauft. Noch bevor es in vielen Supermärkten stand.Während viele Hersteller noch diskutieren, ob Social Commerce für Lebensmittel überhaupt funktioniert, ist PepsiCo im Februar 2026 mit einem eigenen Tiktok-Shop live gegangen. Mit überraschenden Ergebnissen: Ein Produkt war innerhalb von 48 Stunden ausverkauft. Im Regalplatz Podcast erklärt Florian Prantner, Head of E-Commerce bei PepsiCo Deutschland, warum Tiktok-Shop weit mehr ist als ein weiterer Onlinekanal. Und warum Content für Tiktok-Shop mindestens genauso wichtig ist wie der Vertrieb. Florian spricht mit LP-Redakteurin Elena Kuss darüber,• warum TikTok-Shop eher Discovery Commerce als klassischer E-Commerce ist• weshalb ein Produkt auf Tiktok-Shop erfolgreich sein kann, bevor es im Supermarkt steht • warum Micro-Influencer für den Erfolg PepsiCo auf Tiktok-Shop richtig wichtig sind• wie Tiktok-Shop Marketing, Sampling und Vertrieb verknüpft• wie PepsiCo den Kanal als strategische Test-and-Learn-Plattform nutzt• und weshalb Social Commerce den Lebensmittelhandel auch in Deutschland verändern kann.Eine Folge über neue Vertriebswege, die Macht von Content und die Frage, wie wir in Zukunft Lebensmittel entdecken, ausprobieren und kaufen werden.
-
124
„Die Marke Jacobs gibt den Takt vor“: Warum JDE Peet's aus drei Standorten eine Strategie macht
Viele Unternehmen reden über Omnichannel. Bei JDE Peet’s ist es nicht bei PowerPoint-Folien geblieben.Das Unternehmen bringt Retail und Out-of-Home unter eine gemeinsame Führung, zieht drei Standorte an einem Ort zusammen und will so den Konsumenten konsequent über alle Vertriebskanäle hinweg begleiten. Der Grund: Konsumenten kaufen nicht kanalspezifisch. Sie schauen nach der Marke.Kaffee wird zu Hause getrunken, im Büro, in der Gastronomie, online bestellt und immer häufiger kalt konsumiert. Im Regalplatz-Podcast erklärt Uschi Wagener, General Manager Deutschland bei JDE Peet’s,• warum die Marke Jacobs heute bei JDE Peet's den Takt vorgibt und der Vertrieb nachgelagert ist• weshalb Retail, Gastronomie, E-Commerce und Drogerie künftig stärker zusammengedacht werden müssen• warum die größte Herausforderung der Transformation nicht die Strategie war, sondern eine gemeinsame Sprache zu finden• und wie JDE Peet’s mit dem neuen Jacobs Kaffeekonzentrat versucht, neue Konsummomente zu erschließenEine Folge darüber, was passiert, wenn Unternehmen aufhören, in Vertriebskanälen zu denken und anfangen, sich konsequent nach der Marke auszurichten.
-
123
Preis runter! Ein Ex-Einkäufer verrät, wie du dich bei Preisverhandlungen nicht mehr in die Enge treiben lässt
Viele Hersteller glauben, sie würden am Preis scheitern. Jan Wapelhorst sieht das anders.16 Jahre lang saß er auf der anderen Seite des Tisches: als Einkäufer bei Lidl, Edeka und Rewe. Er hat Jahresgespräche geführt, Listungen entschieden, Innovationen bewertet und unzählige Verhandlungen mit der Industrie erlebt. Heute berät er mit WFR Advisory Hersteller dabei, erfolgreicher mit dem Handel zusammenzuarbeiten.Im Regalplatz Podcast erklärt Wapelhorst, warum viele Hersteller schon vor dem eigentlichen Gespräch Fehler machen. Warum es nicht reicht, das eigene Produkt zu kennen. Warum Einkäufer selten nur über den Preis entscheiden. Und weshalb der Blick ins Regal oft wichtiger ist als die nächste PowerPoint-Präsentation.Jan spricht mit LP-Redakteurin Elena Kuss darüber,• warum der Durchschnitt den Preis verteidigt, während die Besten den Mehrwert verteidigen• weshalb viele Hersteller ihre Produkte besser kennen als die Bedürfnisse des Händlers• warum Eigenmarken längst mehr sind als günstige Nachahmer• welche Einkäufertypen es gibt und wie man mit ihnen umgeht• warum Innovation nicht dasselbe ist wie Sortimentserweiterung• und weshalb Hersteller das Regal ihres Kunden besser kennen sollten als die eigene Präsentation.Eine Folge über Macht, Missverständnisse und Verhandlungen im Lebensmitteleinzelhandel. Und über die Frage, warum manche Hersteller beim Einkäufer immer wieder offene Türen einrennen, während andere trotz guter Produkte scheitern.
-
122
80 Prozent mehr Absatz durch den richtigen Regalplatz: Was Biomarken über Supermärkte wissen müssen
Fast alle etablierten Biomarken wollen in den Lebensmittelhandel. Einige schaffen die Listung. Und viele fliegen kurze Zeit später wieder raus.Warum?Weil Bio allein kein Verkaufsargument ist.Das sagt Markus Ihmann, Geschäftsführer von Plan Bio, im Regalplatz Podcast. Sein Punkt: Im Supermarkt gewinnt nicht die Marke mit der besten Geschichte, sondern die Marke, die ein Problem des Händlers löst.Was viele Biohersteller unterschätzen: Der LEH denkt nicht in Haltung, sondern in Regalmetern, Rotation und Shoppern. Wer erfolgreich sein will, muss verstehen, wie Händler entscheiden, wie Produkte am POS funktionieren und warum eine Listung erst der Anfang der Arbeit ist.Bei Regalplatz spricht Ihmann darüber,• warum Bio kein Selbstläufer mehr ist• weshalb viele Biomarken die Spielregeln des Handels nicht kennen• wie ein Produkt durch die richtige Platzierung 80 Prozent mehr verkauft hat• warum Außendienst und Aktivierung wichtiger sind als die Listung selbst• und weshalb erfolgreiche Biomarken nicht nur produktverliebt, sondern vor allem kundenverliebt sind.Eine Folge über die harten Realitäten im Lebensmittelhandel und darüber, warum Haltung allein noch kein Regal gewinnt.
-
121
Der letzte Ort mit regelmäßiger Frequenz? Warum Supermärkte zum neuen Werbe-Hotspot werden
Der klassische Handzettel verliert an Macht. Gleichzeitig investieren Händler massiv in Apps, Loyalty-Programme und digitale Werbeflächen im Markt.Der Supermarkt wird damit immer stärker zum Medienkanal.Doch was bedeutet das für Edeka, Rewe und die Markenindustrie? Warum geraten klassische Rabattaktionen unter Druck? Und weshalb könnte Retail Media zum wichtigsten Wachstumshebel im Handel werden?Darüber spricht Elena Kuss mit Frederik Horst aus der Geschäftsleitung Marketing bei Digooh Media und Inovisco Mobile Media. Es geht um die neue Retail Media Alliance, datengetriebene Kundenansprache und die Frage, wie der Kampf um Aufmerksamkeit im Supermarkt gerade neu verteilt wird.
-
120
Der Einkauf beginnt auf TikTok, nicht im Supermarkt: Wie Social Media die Sortimentslogik umschreibt
Social Media verändert, wie Menschen einkaufen, welche Produkte sie ausprobieren und welche Marken überhaupt noch relevant sind.Im Regalplatz Podcast spreche ich mit Hans Neubert, Autor von „Der Social Media Faktor“, über die Frage, warum Social Media für den Lebensmitteleinzelhandel ein Wirtschaftsfaktor ist.Neubert beschreibt, warum Händler ihre Sortimente heute stärker an Social Media ausrichten müssen. Nicht nur wegen kurzfristiger Hypes wie Pistaziencreme, Matcha oder Proteinprodukte. Sondern weil sich das Einkaufsverhalten grundsätzlich verändert. Menschen kommen immer häufiger mit konkreten Rezepten, festen Ernährungsbildern und klaren Ausschlüssen in den Markt. Geprägt durch Social Media.Das verändert den Handel. Der Supermarkt verliert ein Stück Kontrolle über den klassischen Impulskauf. Statt Verbraucher im Markt zu inspirieren, müssen Händler zunehmend auf Trends reagieren, die online bereits entstanden sind.Außerdem geht es um KI im Marketing, regionale Communities auf Social Media, Loyalitätsprogramme, die Zukunft von Handels-Apps und die Frage, warum viele Lebensmittelhändler bei Social Media ganz vorne mitspielen.
-
119
Doppelte Kaufwahrscheinlichkeit durch Welcome Manager: Warum Kundenzufriedenheit für MediaMarktSaturn zur wichtigsten Kennzahl wird
Frequenz allein reicht nicht mehr. Alexander Rauchut, CEO von MediaMarktSaturn Deutschland, setzt stattdessen auf Kundenzufriedenheit als zentrale Steuerungsgröße. Ein Beispiel dafür: Welcome Manager am Eingang der Märkte. Laut Rauchut verdoppelt sich die Kaufwahrscheinlichkeit, wenn Kunden direkt persönlich empfangen und begleitet werden.Im Regalplatz Podcast erklärt er, warum Service heute wichtiger wird als Verkaufsfläche, weshalb Lieferung, Installation und Reparatur über Loyalität entscheiden und warum MediaMarktSaturn mehr als 400 Märkte zu Service- und Infrastrukturpunkten umbaut.Außerdem geht es um die Frage, warum Online und stationär nicht länger gegeneinander arbeiten dürfen, wie sich die Rolle der Mitarbeiter verändert und weshalb Kundenzufriedenheit inzwischen sogar Einfluss auf Bonusmodelle hat.Eine Folge über neue Erfolgskennzahlen und die Frage, warum Service zum eigentlichen Geschäftsmodell des stationären Handels werden könnte.
-
118
Deutschland diskutiert über Tierwohl und Preise: Warum dabei die wichtigste Frage oft vergessen wird – wer unsere Lebensmittel künftig produziert
Ernährungssicherheit klingt abstrakt. Bis plötzlich Öl, Eier oder Mehl fehlen. Oder teurer werden.Im Regalplatz Podcast spricht Elena Kuss mit Henrike Meyer zu Devern, Geschäftsführerin von Land.schafft.Werte, über die Frage, wie stabil unser Ernährungssystem wirklich ist.Es geht um Importabhängigkeiten, Höfesterben, heimische Landwirtschaft und die Frage, was passiert, wenn Produktion und Know-how aus Deutschland abwandern. Meyer zu Devern spricht darüber, warum Social Media Ernährungstrends heute massiv beschleunigt und welche Rolle Plattformen, Algorithmen und Filterblasen inzwischen für Konsum, Landwirtschaft und Versorgung spielen.Henrike Meyer zu Devern erklärt, warum Vertrauen für Landwirte ein entscheidender Faktor ist, weshalb Versorgungssicherheit mehr bedeutet als nur volle Regale und warum Verbraucher mit jedem Griff ins Regal auch einen Produktionsauftrag geben.Eine Folge über Landwirtschaft, Resilienz, Social Media und die Frage, wie viel Kontrolle Deutschland über seine eigene Lebensmittelversorgung behalten will.
-
117
KI auf der Fläche: Wie Headsets den Supermarkt effizienter machen und warum der Handel mit weniger Personal auskommen muss
KI im Supermarkt klingt oft nach Zukunft. Auf der Fläche ist sie längst angekommen.Im Regalplatz-Podcast erklärt Björn Frischknecht von Wildix, wie Headsets mit KI den Arbeitsalltag im Handel verändern. Mitarbeiter stellen per Knopfdruck Fragen zu Preisen, Artikeln oder Kassennummern und bekommen sofort Antworten. Wissen muss nicht mehr aufwendig aufgebaut werden, neue Mitarbeiter sind schneller einsatzfähig.Gleichzeitig wird die Fläche effizienter gesteuert. Offene Kühltruhen, fehlende Ware, Probleme im Markt: Das System informiert alle gleichzeitig, einer übernimmt, der Rest kann weiterarbeiten.Discounter nutzen Headsets (zum Teil noch als Funklösungen) schon lange. Mit KI wird daraus ein System, das Produktivität gezielt steigert.Die zentrale Frage der Folge: Wie lässt sich eine Verkaufsfläche mit weniger Menschen auf gleichem Niveau betreiben – und welche Rolle spielt KI angesichts des demografischen Wandels?
-
116
Kakaopreise fallen, Discounter senken die Schokoladenpreise: Warum kleine Hersteller ihre Preise stabil halten und was Handel und Industrie daraus lernen können
Der Kakaopreis ist Ende März gefallen. Lidl und Aldi senken die Preise für Schokolade. In dieser Folge von Regalplatz geht es um eine grundsätzliche Frage: Sollte ein sinkender Rohstoffpreis direkt an den Kunden weitergegeben werden oder wäre es sinnvoller, in stabile und nachhaltige Anbausysteme zu investieren?Elena Kuss spricht mit Viktoria Pohl, Geschäftsführerin von Takamanda Kakao. Ihr Ansatz: Sie arbeitet mit Rohkakao aus Wildbeständen und verbindet jedes Produkt mit konkreten Projekten vor Ort in Kamerun.Es geht um die Zukunft von Kakao, um Geschmack, um Preis und um die Frage, was große Hersteller von kleinen Manufakturen lernen können.Eine Folge über Schokolade zwischen Preisdruck und Verantwortung.
-
115
Fachkräftemangel im Lebensmittelhandel? Eine Headhunterin zeigt auf, warum die Probleme oft hausgemacht sind und was Händler jetzt ändern müssen
Arbeitskräfte sind so teuer wie nie. Gleichzeitig bleiben Stellen unbesetzt, Teams arbeiten am Limit und die Fluktuation steigt.In dieser Folge von Regalplatz spricht Headhunterin Birgit Schejok von Talk to Talents darüber, warum der Fachkräftemangel im Lebensmitteleinzelhandel strukturell ist und wo die größten Engpässe entstehen. Besonders betroffen sind Produktion und Theke, überall dort, wo Qualifikation Voraussetzung ist und Quereinstieg kaum möglich bleibt.Schejok zeigt, warum viele Unternehmen im Recruiting an den falschen Stellschrauben drehen. Zu hohe Erwartungen bei gleichzeitig zu niedrigen Gehältern. Versprechen von Flexibilität und Mitbestimmung, die im Alltag nicht eingelöst werden. Und eine Kultur, die auf dem Papier gut klingt, aber in der Realität nicht trägt.Es geht um die zentrale Frage, was einen modernen Arbeitgeber wirklich ausmacht. Nicht Benefits oder Schlagworte, sondern Führungskräfte, die verstehen, was Menschen motiviert, und die bereit sind, Strukturen entsprechend zu verändern.Eine Folge über Fachkräftemangel, Fehlentscheidungen im Recruiting und darüber, warum es oft nicht an den Menschen scheitert, sondern am System.
-
114
Japanese-Cheesecake-Effekt: Wie Händler Trends früher erkennen und besser steuern
Trends entstehen heute auf TikTok und landen wenige Tage später im Einkaufswagen. Die Dynamik ist höher, die Ausschläge größer und der Druck auf Handel und Hersteller steigt.Im Regalplatz Podcast erklärt Juan Pablo Schmid von Bring Labs, wie sich Food Hypes heute entwickeln und warum Einkaufslisten dabei ein entscheidender Frühindikator sind. Sein Ansatz: Was auf der Liste landet, landet später auch an der Kasse.Am Beispiel des Japanese Cheesecake zeigt er, wie aus einem Social Media Impuls ein realer Nachfrageeffekt wird. Zutaten wie Lotuskekse steigen um mehr als 900 Prozent und lösen Folgekäufe in anderen Kategorien aus.Es geht um die zentrale Frage: Was ist nur ein kurzer Hype und was wird ein echter Trend? Und wie schnell müssen Unternehmen reagieren, um im Regal relevant zu bleiben?Eine Folge über Geschwindigkeit, Daten und den Wettbewerb um knappe Fläche im Handel.
-
113
Innovation Iced Coffee? Warum die Nestlé-Geschäftsführerin Kaffee Deutschland von einer neuen Ära im Kaffeemarkt spricht
Nicht alles, was als Innovation vermarktet wird, überzeugt auch im Handel. Diese Einschätzung ist in Gesprächen mit Lebensmittelhändlern immer wieder zu hören.Daniela Dosch-Boden, Geschäftsführerin Kaffee Deutschland bei Nestlé, sagt bei Regalplatz einen Satz, der sicher vielen hängen bleibt: „Ich bin jetzt seit ungefähr 20 Jahren bei Nestlé, habe viele Stationen in ganz unterschiedlichen Kategorien durchlaufen, und ich kann ehrlich sagen: Es kommt nicht oft vor, dass man in seiner Karriere eine echte Innovation auf den Markt bringt, die auch ein Stück weit eine neue Ära einleitet.“ Bei dem Kaffeekonzentrat unter der Marke Nescafé sei sie sich sicher, dass genau das der Fall ist. „Denn dieser Iced-Coffee-Trend ist die eigentliche Innovation. Jetzt geht es darum, dieses neue Segment mit den richtigen Produkten zu füllen“, sagt Dosch-Boden.Im Gespräch geht es darum, warum Platzierung und Zweitplatzierung am POS entscheidend sind, damit Shopper die Kategorie überhaupt neu entdecken. Daniela Dosch-Boden erklärt, welche Rolle Nachhaltigkeit in der Geschichte von Nescafé bereits gespielt hat und wie aus einem Verfahren zur Haltbarmachung von Kaffee heute die Grundlage für Kaffeekonzentrate wird.Außerdem geht es um die Kommunikation hinter dem Launch. Wie lässt sich eine neue Kategorie sichtbar machen, ohne im üblichen Innovationsgerede unterzugehen? Welche Rolle spielen neue Wege in der Ansprache, AI gestützte Ausspielung und eine Marke, die dadurch jünger und relevanter wahrgenommen werden soll?Eine Folge über Iced Coffee als neue Kategorie, über Sichtbarkeit im Handel und über die Frage, wann Innovation sich durchsetzen kann und was es dafür braucht.
-
112
Programmieren ohne Programmierer – warum KI die Spielregeln für Unternehmen komplett verändert
KI ist im Lebensmitteleinzelhandel angekommen. 57 Prozent der Händler steigern bereits ihre Produktivität damit, mehr als die Hälfte berichtet von schnelleren Checkouts und besserer Personalkoordination. (Quelle: VoCoCo AI Reasach DACH 2026)Doch der eigentliche Umbruch geht noch weiter. Mitarbeitende können heute selbst Anwendungen bauen, Prozesse automatisieren und Workflows entwickeln, die direkt im Alltag wirken. Was früher Wochen oder Monate gedauert hat, entsteht jetzt in Minuten.Im Regalplatz-Podcast spreche ich mit Andi Wienold, RVP DACH bei Monday.com, darüber, was wirklich hinter diesem Wandel steckt. Denn klar ist auch: KI ist nicht gleich KI.Wienold spricht über konkrete Anwendungsfälle im Handel, über KI-Agenten, die Märkte beobachten und Entscheidungen vorbereiten, und über eine Entwicklung, die vieles verändert: dass Software nicht mehr nur in der IT entsteht.Gleichzeitig wird deutlich, wo die Gefahr liegt. Wer die Technik ins Zentrum setzt, verfehlt den eigentlichen Hebel.Eine Folge über Produktivität und die Frage, wie KI sinnvoll eingesetzt wird.
-
111
Wie wird man wirklich erfolgreich? Ein Headhunter packt aus
Etwa jede zweite C-Level-Besetzung misslingt. Trotz großer Namen, beeindruckender Lebensläufe und glänzender Narrative. Warum ist das so?Im Regalplatz-Podcast spricht LP-Redakteurin Elena Kuss mit Florian Schmitz, Partner bei Mercuri Urval, über die Mechanismen hinter diskreten Top-Besetzungen – und darüber, wie man überhaupt in den relevanten Kreis für solche Rollen kommt.Viele Spitzenpositionen werden nie öffentlich ausgeschrieben. Sie entstehen aus Performance-Problemen, strategischen Neuausrichtungen oder Nachfolgeregelungen. Entscheidend ist nicht, wer am lautesten „Vorstand“ sagt – sondern wofür man konkret steht.Wir sprechen über:Warum nachweisbare Ergebnisse wichtiger sind als große MarkennamenWie Headhunter wirklich auswählenWeshalb Sichtbarkeit ohne Substanz wertlos istWelche Rolle Assessments und Diagnostik spielenWarum man Warnsignale nicht ignorieren darf Florian Schmitz’ Mantra: Vertraue deinem Bauchgefühl. Aber wenn die Fakten dagegen sprechen, höre zuerst auf die Fakten.Eine Folge über Performance, Narrativ, Netzwerk – und die Frage, was Erfolg wirklich bedeutet.
-
110
Der Dorfladen-Trick: Wie Kleinfläche funktioniert und was die Großen daraus lernen können
156 Quadratmeter Verkaufsfläche. Über 7.000 Euro Umsatz pro Quadratmeter. Und ein Laden, der zum Treffpunkt eines ganzen Ortes geworden ist.Im Regalplatz-Podcast spricht Elena Kuss mit Peter Feldbauer, Betreiber des Dorfladens „Retschter Lädchen“ und Host des Podcasts „Nah dran.“. Er hat jahrelang auf der Großfläche gearbeitet und zeigt heute, warum kleine Flächen wirtschaftlich funktionieren können – wenn man konsequent denkt.Feldbauer spricht über Sortimentsdisziplin, Kundenbindung und darüber, warum mehr Auswahl nicht automatisch mehr Umsatz bedeutet. Und diskutiert eine aktuelle Frage im Handel: Sind 24/7-Smartstores wirklich die Zukunft der Nahversorgung?Feldbauers Erfahrung ist eindeutig: Dorfläden ohne Personal schöpfen oft nur 10 bis 20 Prozent des Potenzials ab. Eine Folge über Kleinfläche, Frequenz und die Frage, was große Supermärkte von Dorfläden lernen können.
-
109
Weniger Köpfe, mehr Teller: Die Effizienzformel der Globus-Gastronomie
Kochroboter? Das passt nicht zu Globus.Globus ist ein familiengeführter Händler mit großen Markthallen, eigener Bäckerei, Fachmetzgerei und integrierter Gastronomie. Genau deshalb sagt Michael Christmann, Leiter der Globus-Gastronomie: Gastgebersein lässt sich nicht programmieren. Was der Leiter der Globus-Gastronomie wirklich will, ist eine vollautomatisierte Spülküche. Denn Technik soll dort entlasten, wo Arbeit wenig attraktiv ist – damit mehr Zeit fürs kreative Kochen und den Gast bleibt. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber Globus arbeitet daran.Im Regalplatz-Podcast spricht Christmann über die Gastronomie der Zukunft in den Markthallen und warum Automatisierung nur dann Sinn ergibt, wenn sie Freiraum schafft. 58 Gastronomiebetriebe, 33 Sushi-Theken, neue Korea- und Asien-Konzepte: Christmann denkt Handelsgastronomie konsequent vom Gast aus. Doch hinter der Theke steckt das eigentliche Transformationspotenzial.Es geht um Eigenproduktion als DNA, um modulare Warenwirtschaft, um kleinere Teams mit höherer Schlagkraft. Um Lieferanten, die zu echten Produktionspartnern werden. Und um die Frage, wie viel Technik sinnvoll ist, wenn Qualität, Transparenz und Gastgeberrolle das Markenzeichen bleiben sollen.Sein Credo: Die Zukunft beginnt nicht in fünf Jahren, sondern morgen. Denn was nützt die beste KI, wenn niemand mehr für Gastronomie brennt?
-
108
Acht Jahre Kampf ums Getränkeregal: Warum Ocha-Ocha trotzdem nicht aufgibt
Eine Firma zu gründen ist eine Schule des Lebens. Man kann sich nicht verstecken, man muss nach vorne gehen und durchhalten.In dieser Folge von Regalplatz ist Christoph Gogolin, Gründer von Ocha-Ocha, zu Gast. Er erzählt, wie aus einem Auslandssemester in Tokio die Idee für ungesüßte Tee- und Cold-Brew-Getränke entstand. Wie sehr ihn die Vielfalt in Japan geprägt hat. Und warum er bis heute überzeugt ist, dass kalorienfreie, ungesüßte Getränke im deutschen Regal fehlen.Es geht um Unternehmertum ohne Netz und doppelten Boden. Um Jahre des Durchhaltens. Um Phasen, in denen das Team schrumpft und der Gründer plötzlich allein weitermacht. Um die Frage, wie viel man für eine Vision bereit ist zu geben. Und warum Ocha-Ocha mehr ist als ein Getränk, sondern eine Geschichte über Beharrlichkeit.Eine Folge über innere Antriebe, Produktüberzeugung, eine neue Kategorie im Getränkeregal und die leise, tägliche Arbeit am eigenen Traum.
-
107
Nachwuchs weg, Image kaputt – wer rettet die Fleischbranche jetzt noch?
In dieser Folge von Regalplatz ist Christian Steenpass, Personalberater bei Foodpeople und ehemaliger Fleischermeister, zu Gast. Er spricht über die Personalrealitäten in der Fleisch- und Lebensmittelwirtschaft. Sein Befund ist klar: Die Branche hat über Jahrzehnte zu wenig in Nachwuchs, Image und Führung investiert. Selbst massive Investitionen heute brauchen Jahre, bis sie wirken – Zeit, die vielen Betrieben fehlt.Wir sprechen über Fachkräftemangel jenseits der Schlagworte, über veraltete Bilder vom Beruf, über Führungskultur und fehlende Wertschätzung im Alltag sowie darüber, warum klassische Recruiting-Ansätze in der Praxis nicht mehr greifen. Es geht um Automatisierung und KI, um die Rolle erfahrener Mitarbeitender 55+, um Wiedereinstieg, neue Arbeitsmodelle und darum, wie Wissenstransfer zwischen Jung und Alt gelingen kann.Konkrete Praxisbeispiele zeigen, was funktioniert: Mediation zwischen Führung und Theke, mutigere Modelle für ältere Rückkehrerinnen und Rückkehrer, neue Rollen wie „Senior Buddies“ – und die Frage, wie Industrie, Handel und Handwerk gemeinsam an Attraktivität, Ausbildung und Sichtbarkeit arbeiten können. Eine Folge über Führung, Realitätssinn und die unbequeme Frage, wer die Fleischtheken von morgen betreiben soll.
-
106
Dupe-Kultur, Datenvorsprung, Disruption: Überholen Eigenmarken jetzt die Marken?
Eigenmarken sind längst mehr als günstige Alternativen. Sie werden wie echte Marken geführt, mit klarer Positionierung, emotionalem Markenkern und voller Kontrolle über die Supply Chain. Gleichzeitig geraten klassische Markenhersteller unter Druck: Die Innovationsrate sinkt, während Handelsmarken immer professioneller werden.In dieser Folge von Regalplatz sprechen Marcus Kroth, Managing Director & Partner der Boston Consulting Group, und Simone Hilbring, Managing Director bei Inverto, über den Paradigmenwechsel bei Eigenmarken. Es geht um die Dupe-Kultur auf TikTok, verändertes Kaufverhalten, die wachsende Akzeptanz von Private Labels und die Frage, warum nur noch jedes dritte neue Produkt im FMCG-Markt wirklich innovativ ist. Simone und Marcus diskutieren über ungenutzte Potenziale im Sortiment, die Rolle der Lieferanten, Co-Creation zwischen Handel und Industrie sowie die Bedeutung von First-Party-Daten für schnellere, relevantere Produktentwicklungen.Wie wird sich das Kräfteverhältnis zwischen Eigenmarken und klassischen Marken im Supermarkt entwickeln – und was bedeutet das für die Strategien der Entscheider 2026? Simone und Marcus haben eine Antwort.
-
105
Eigenverantwortung oder Bürokratie? Verkaufen und Gutes bewirken – geht das noch?
In dieser Folge treffen zwei Perspektiven aufeinander, die die aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte im Food- und FMCG-Sektor prägen: Wie viel Verantwortung können und sollen Unternehmen selbst übernehmen – und wo braucht es Regulierung?Julius Palm (Head of Strategy & Brand, followfood) und Mirco Wolf Wiegert (Geschäftsführer und Co-Gründer, fritz-kola) diskutieren, warum unternehmerische Entscheidungen immer Auswirkungen auf Menschen, Ökosysteme und Klima haben – freiwillig oder gesetzlich erzwungen. Es geht um Zuckersteuer, Portionsgrößen und die Frage, ob sich bewusster Konsum durch Eigenverantwortung steuern lässt oder ob Bürokratie nötig ist.Themen sind außerdem: wirtschaftlicher Druck auf nachhaltige Geschäftsmodelle in der Krise, Kosten-Nutzen von Regulierung, Marktversagen versus Spielregeln für fairen Wettbewerb sowie Verpackungen, Pfandsysteme und Rücklaufquoten. Am Ende steht die Kernfrage: Können Unternehmen heute noch erfolgreich verkaufen und gleichzeitig einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Umwelt leisten?
-
104
#114 Wie sieht die Handelsgastronomie der Zukunft aus - mit Paulina Ullrich
Immer mehr Lebensmittelhändler erkennen, dass Gastronomie im Handel mehr leisten muss als schnelle Snacks und Zusatzumsatz. Eine aktuelle Befragung des Handelsforschungsinstituts EHI zeigt: Händler setzen stärker auf Differenzierung und Markenaufbau.„Im Bereich Handelsgastronomie gibt es in Sachen Kommunikation und Marketing noch viel Potenzial“, sagt Paulina Ullrich. Händler kommunizieren nachhaltige oder regionale Produkte bereits, aber sie tun es oft zu verhalten. Trends erreichen die Menschen heute vor allem über soziale Medien. Seit 2017 untersucht das EHI, warum Händler gastronomische Angebote betreiben. Die Motive verändern sich. Früher diente Gastronomie vor allem dazu, mehr Menschen in den Markt zu holen. Heute gewinnt die emotionale Aufladung der Marke an Bedeutung. Die Händler wollen sich stärker vom Wettbewerb abheben und neue Zielgruppen erreichen. Der Bruttoumsatz steigt: von 2023 auf 2024 um 6,1 Prozent und voraussichtlich um weitere 4,1 Prozent bis 2025 auf 12,92 Milliarden Euro.
-
103
#113 Ist das gerecht? Warum Treue plötzlich einen Preis hat – mit Franz Tretter von hello again
In Berlin testet Aldi Nord ein Punktesystem, das mehr verändern könnte als viele ahnen. Ein unscheinbarer Versuch am Stadtrand stellt das jahrzehntelang gültige Prinzip „Beste Preise für alle“ auf die Probe – und könnte zum ersten echten Loyalty-Programm in der Geschichte des Discounts werden.Was bedeutet das für Preisgerechtigkeit? Und warum scheint es nun wirklich unausweichlich für Händler, Treue zu belohnen?Elena Kuss spricht mit Franz Tretter darüber, wie Loyalty wirklich funktioniert – und wie man Kundinnen und Kunden das Gefühl gibt, dass sich Treue am Ende auszahlt.
-
102
#112 „Wir stehen am Anfang einer neuen Phase des Einkaufens“ - mit Paul Anderie von KPS
KI verändert, wie wir einkaufen. Wie genau, muss sich noch zeigen. Vorhersagen sind schwerer denn je, Veränderungen größer und schneller als je zuvor. Sicher ist nichts, mit Paul Anderie spricht Elena Kuss im Podcast Regalplatz aber über diese Themen: Sprachsteuerung, KI-Assistenten, die Gartenpartys planen, Bezahlfunktionen mit KI-Zugriff und Debatten über Datenschutz und Datensouveränität.Link: https://www.albertsonscompanies.com/newsroom/blog/blog-details/2025/Powering-the-Future-of-Grocery-Albertsons-Companies-Digital-Innovation-/default.aspx
-
101
#111 Wie Händler ihre Parkflächen optimal nutzen - mit Jakob Bodenmüller von Wemolo
Parkplätze sind für viele Händler reine Infrastruktur – nötig, aber wenig beachtet. Jakob Bodenmüller sieht das anders. Der Gründer und Geschäftsführer von Wemolo hat aus einem Uni-Projekt ein europaweit führendes Tech-Unternehmen gemacht. Mit KI-gestützten Kameras verwandelt er Parkflächen in wertvolle Datenräume – und eröffnet Händlern neue Möglichkeiten, Flächen zu nutzen, Kosten zu senken und sogar Geld zu verdienen.Im Gespräch erzählt Bodenmüller,wie aus einer Idee auf der Münchner WG-Couch ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitenden wurde,warum Supermärkte ihre Parkplätze nachts vermieten,wie KI-Kameras künftig für Sicherheit, Effizienz und zusätzliche Einnahmen sorgen sollen,und weshalb Datenschutz längst kein Hindernis mehr ist.Eine Folge über Innovation zwischen Einkaufswagen und Asphalt – und die Frage, was der Parkplatz der Zukunft mit Stadtentwicklung, Kundenbindung und Handelserfolg zu tun hat.
-
100
#110 Fachkräftemangel trifft Sicherheitsbedürfnis: Was tun, Handel? - mit Marc Nissen von Linkedin
Die Wechselbereitschaft am Arbeitsmarkt ist so niedrig wie nie – und das mitten im Fachkräftemangel. Warum viele Beschäftigte lieber bleiben, wo sie sind, und was der Handel tun kann, um trotzdem Talente zu gewinnen, erklärt Marc Nissen, Director bei LinkedIn, im Podcast Regalplatz.
-
99
#109 Wie Loacker mit Gamification neue Zielgruppen anspielt - mit Mohammed Bahlaouane
Gaming, Snacking und Influencer-Marketing – wie passt das zusammen? Mohammed Bahlaouane, Head of Marketing bei Loacker Deutschland, erklärt im Podcast, warum Gaming für Marken längst kein Nischenthema mehr ist, weshalb Tortina der perfekte Snack-Moment fürs Zocken ist – und wo die Zusammenarbeit mit Influencern manchmal an ihre Grenzen stößt.
-
98
#108 So gelingt plattformübergreifendes Einkaufen - mit Claudia Studtmann von Meta
Messenger-Dienste gewinnen im Handel an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen nutzen WhatsApp, um Angebote zu kommunizieren oder den Kundenservice zu erweitern. Claudia Studtmann, Head of Retail bei Meta, erklärt im Gespräch, warum sich die Plattform zunehmend als Schnittstelle zwischen Handel und Konsumenten etabliert – und welche Möglichkeiten noch ungenutzt bleiben.Beispiele wie Rewe, Aldi Süd oder Kaufland zeigen, wie Händler den Messengerdienst bereits einsetzen, um Prospekte, Angebote oder Informationen direkt an Kundinnen und Kunden zu senden. Laut Meta liegen Öffnungs- und Klickraten deutlich über klassischen Kanälen wie E-Mail.Im Podcast spricht Studtmann über Erfahrungen aus dem deutschsprachigen Markt, internationale Entwicklungen und die Rolle von Automatisierung im Kundendialog.
-
97
#107 „Zwei Millionen Geschichten“ – mit Patrick Schlüter von Globus
In dieser Folge geht es um ein Kultprodukt, das weit mehr ist als ein Snack: das 1-Euro-Fleischkäsebrötchen bei Globus Koblenz-Bubenheim. Patrick Schlüter, Geschäftsleiter des Marktes, erklärt, warum sich das Brötchen nicht nur rechnet, sondern als Marketinginstrument, Symbol für Handwerksqualität und Treffpunktfaktor eine zentrale Rolle spielt.
-
96
#106 Bio trifft Zuckerfrei - mit Teefee Gründer Marco Rühl
Teefee will eine neue Getränkekategorie schaffen, die Bio und Zuckerfreiheit vereint. „Es gibt viele zuckerfreie Limonaden, die nicht bio sind, und viele bio Limonaden, die nicht zuckerfrei sind. Wir kombinieren beides“, sagt Gründer Marco Rühl.Der 47-Jährige startete 2013 mit Teebeuteln im Babyregal, setzte bald auf Eistees in kleinen Verpackungen und schaffte mit der Listung bei dm den Durchbruch. Heute hält Teefee in Drogerien zehn Prozent Marktanteil bei Kindergetränken. Nun wagt Rühl den Schritt in den Milliardenmarkt der Erwachsenen.Mit Sorten wie Apfel und Orange bringt er die nach eigenen Angaben erste zuckerfreie Bio-Limonade Deutschlands in den Handel. Grundlage ist eine Mischung aus Bio-Stevia-Tee-Aufguss und einem kleinen Anteil Saft, maximal fünf Prozent, um das „Mouthfeeling“ zu verstärken – also das Gefühl im Mund, das Geschmack intensiver wirken lässt. Zucker oder Fruktose sind dabei nicht nachweisbar.„Wir sind die Einzigen mit einem zuckerfreien Bio-Ansatz“, betont Rühl. Bis 2030 will Teefee einen Marktanteil von 30 Prozent im Bio-Erfrischungsgetränkemarkt erreichen. Parallel arbeitet das Unternehmen an Projekten für nachhaltigen Stevia-Anbau in Deutschland. „Wenn uns das gelingt, sichern wir uns einen enormen Wettbewerbsvorteil."
-
95
#105 Potenzielle Omnichannel-Strategien – Mit Bassel Soukar, Head of Reatail bei Wolt
Wie verbindet man klassischen Online-Handel mit blitzschneller Lieferung? In dieser Folge spricht Bassel Soukar, Bereichsleiter Retail bei Wolt, über die Vision einer zentralen Plattform, die Gastronomie, Einzelhandel und Logistik vereint – vom Mittagessen bis zum Tierfutter. Wir erfahren, wie Wolt lokale Händler stärkt, neue Sortimente kuratiert und mit smarter Logistik die Städte erobert.
-
94
#104 Karriere braucht mehr als Leistung – Simone Siebeke über Mut, Sichtbarkeit und Selbstvertrauen
Warum liegt der Anteil von Frauen in Spitzenpositionen in Deutschland deutlich unter dem internationalem Niveau – trotz gesetzlicher Quoten? In der neuen Folge von Regalplatz spricht Simone Siebeke, Partnerin bei Spencer Stuart, darüber, warum die Entwicklung stagniert und welche unsichtbaren Hürden Frauen auf dem Weg nach oben bremsen. Sie erklärt, warum Leistung allein nicht genügt, um Karriere zu machen, und weshalb Sichtbarkeit, klare Kommunikation der eigenen Ambitionen und ein starkes Mindset entscheidend sind. Außerdem berichtet sie, wie Selbstvertrauen aufgebaut werden kann, warum Männer oft schneller Chancen ergreifen – und weshalb es sich lohnt, bewusst die eigene Komfortzone zu verlassen. Ein Gespräch über Chancen, Mut und die Strategien, die den Weg an die Spitze ebnen können.
-
93
#103 „Vom Schwarzwald in die Welt“ – mit Jens Müller von Schwarzwaldmilch
Wie gelingt der Spagat zwischen Regionalität und internationaler Markenführung? Jens Müller, Geschäftsleiter Marke & Eigenmarke bei Schwarzwaldmilch, spricht in dieser Folge von Regalplatz über emotionale Markenführung, den Boom gesunder Sortimente und die wachsende Bedeutung von Platzierungsstrategien im Handel. Er erklärt, warum Proteinprodukte im falschen Regal kaum Absatz finden, wie Influencer dabei helfen können, neue Märkte zu erschließen – und weshalb Milch trotz aller veganen Trends eine Zukunft hat.
-
92
#102 Vom Rezept zum Warenkorb in zwei Klicks - mit Kees Meershoek
Was früher 80 Klicks brauchte, geht heute in zwei – und verändert, wie wir Lebensmittel online kaufen. In der neuen Folge Regalplatz erzählt Kees Meershoek, Gründer von Food Influencers United, wie seine Plattform Rezeptinspiration direkt in den gefüllten Warenkorb beim Online-Supermarkt verwandelt. Meershoek spricht darüber, warum das mehr ist als Technik, wie Supermärkte und Markenhersteller davon profitieren – und weshalb er glaubt, dass in Zukunft jedes digitale Rezept sofort einkaufbar sein wird.
-
91
#101 Konkurrenz belebt das Geschäft? – Mit Katharina Hauke von Too Good To Go
Wie lässt sich Lebensmittelverschwendung reduzieren und gleichzeitig ein nachhaltiges Geschäftsmodell etablieren? In dieser Folge von Regalplatz spricht Katharina Hauke, Geschäftsführerin von Too Good To Go, über die Vision ihres Unternehmens, digitale Tools für den Handel und den Einfluss aufgeklärter Verbraucher. Sie erläutert, warum das Mindesthaltbarkeitsdatum oft falsch interpretiert wird – und wie Händler ganz konkret davon profitieren können, überschüssige Ware zu retten.„Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Hauke mit Blick auf ihre E-Commerce-Erfahrung. Doch bei Too Good To Go ist der größte Wettbewerber nicht Amazon oder ein neues Start-up zur Lebensmittelrettung – sondern die Mülltonne.
-
90
#100 Wasgau – Das gallische Dorf - mit Thomas Bings
„Es geht darum, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, nicht um die Anzahl der Frauen auf einem Foto“, sagt Thomas Bings, Vorstandssprecher der Wasgau. Im Podcast spricht er über die Debatte rund um Frauen in Führung, strukturelle Hürden – und warum symbolische Gesten allein nicht reichen.Wasgau gilt als eines der letzten unabhängigen Handelsunternehmen in Deutschland – ein „gallisches Dorf“ zwischen Pfalz und Saarland, das bewusst anders wirtschaftet: mit kurzen Wegen, eigenen Metzgereien und echter Regionalität. Bings erklärt, warum die Unabhängigkeit für das Unternehmen so wichtig ist, was die Partnerschaft mit Rewe bedeutet und wieso er trotz Krise an einen wirtschaftlichen Aufbruch glaubt.
-
89
#99 Döner goes Systemgastronomie – Mit Marco Schepers von Mangal Döner
Wie baut man aus einem Straßenklassiker eine skalierbare Marke mit System? In dieser Folge von Regalplatz spricht Marco Schepers, Managing Director bei Mangal Döner, über ambitionierte Pläne, starke Partner im Lebensmitteleinzelhandel – und über die Rolle von Lukas Podolski als Mitgründer und Markenmotor.Mangal will den Döner neu denken: mit digitalisierten Prozessen, standardisiertem Konzept und einer klaren Expansionsstrategie – im Tiefkühlregal und im Restaurant. Gemeinsam mit Partnern wie Kaufland soll die Marke bis 2030 auf 1000 Standorte wachsen.Jetzt reinhören und erfahren, wie Mangal Döner zur nächsten großen Systemgastronomie werden will.
-
88
#98 Zwischen Swipe und Supermarkt – mit Nicole Bucher von Shopfully
Immer mehr Konsumenten starten ihre Kaufentscheidung online, selbst wenn sie offline einkaufen. Nicole Bucher von Shopfully erklärt, wie wichtig die Verbindung von Online- und Offline-Touchpoints für Einzelhändler ist. Shopfully nutzt digitale Plattformen und kontextuelle Ansprache, um Konsumenten zu erreichen, ohne auf tiefe Nutzerprofile zurückzugreifen. Hyperlokales Targeting und nahtlose Markenerlebnisse sind entscheidend. Rewe zeigt, wie eine erfolgreiche Integration aussehen kann. Die digitale Transformation steckt noch in den Kinderschuhen, und wer jetzt agiert, sichert sich langfristige Vorteile.
-
87
#97 Gerald Gehrke über den neuen Kurs bei Bonduelle
Gerald Gehrke, Geschäftsführer von Bonduelle Deutschland, ist zu Gast bei Regalplatz. Im Gespräch mit Elena Kuss, Redakteurin der Lebensmittel Praxis, erklärt er, wie sich das Unternehmen nach dem Verkauf der Fresh-Cut-Sparte strategisch und visuell neu aufstellt. Ein überarbeitetes Logo, modernisierte Etiketten und eine klare Designsprache markieren den Markenrelaunch – und damit den sichtbaren Auftakt für eine breiter angelegte Neuausrichtung.Im Zentrum steht die Erweiterung des Sortiments: Produkte wie World Kitchen und Lunch Bowl sollen neue Zielgruppen ansprechen.Gehrke spricht außerdem über Bonduelles Anspruch, eine pflanzenbetonte Ernährung stärker in den Alltag zu bringen – durch Kampagnen, Partnerschaften und Initiativen wie den Veganuary. Abgerundet wird das Gespräch durch einen Blick auf die B Corp-Zertifizierung, die Bonduelle 2024 erhalten hat, und deren Relevanz für Unternehmen in einem zunehmend nachhaltigkeitsorientierten Markt.
-
86
#96 Wie die Lebensmittelbranche um ihr Image kämpft – mit Lena Meinders
Die Lebensmittelbranche ist zunehmend im Fokus gesellschaftlicher Debatten. Lena Meinders von der AFC Risk Crisis Consult betont, dass Werte und Lebensstile den Diskurs prägen. Besonders soziale Medien befeuern Kritik, oft pauschal und emotional, besonders in Bereichen wie Fleisch- und Milchproduktion. Der "AFC Issue Monitor" hilft Unternehmen, Trends frühzeitig zu erkennen. Meinders fordert mehr Dialog und glaubwürdige Kommunikation, da Resilienz ein Wettbewerbsfaktor wird.
-
85
#95 Wie der Handel in Zeiten von Temu & Amazon bestehen kann – mit KI, Retail Media und smarter Strategie
Wie bleibt der stationäre Handel wettbewerbsfähig, wenn Plattformriesen wie Amazon, Temu oder Shein immer weiter wachsen? In der neuen Folge von „Regalplatz“, dem Podcast der Lebensmittel Praxis, diskutieren wir diese Frage mit den renommierten Handelsexperten Simone Hilbring, Geschäftsführerin bei Inverto, und Marcus Kroth, Partner und Geschäftsführer bei der Boston Consulting Group. Ihr gemeinsames Fazit: Der Handel hat Chancen – wenn er konsequent auf Daten, Effizienz und neue Technologien setzt.Die Jahresgespräche zwischen Handel und Industrie sind längst nicht mehr rein machtpolitische Rituale – sie werden zunehmend faktenbasiert geführt. „Heute kann der Einkauf auf Einzelartikelebene analysieren, wie profitabel und kundenrelevant ein Produkt ist“, erklärt Marcus Kroth. Dabei helfen KI-gestützte Assistenten, die Einkaufsverantwortliche gezielt bei der Vorbereitung entlasten. „Man kann sich das wie einen Dialog mit der KI vorstellen: Welche Verhandlungsansätze bietet dieses Sortiment im Vergleich zur Konkurrenz?“ Die Technologie ermöglicht nicht nur tiefere Einblicke, sondern spart vor allem eines: Zeit.Auch Simone Hilbring sieht große Effizienzreserven – gerade in Bereichen, die im Einkauf bisher oft stiefmütterlich behandelt wurden: „Bei indirekten Kosten, etwa in der IT oder im Marketing, kann KI ihr volles Potenzial zeigen. Entscheidend ist, dass Händler hinterfragen: Kommen diese Einsparungen wirklich bei mir an?“ Gerade im Marketing eröffnen sich durch KI und Automatisierung völlig neue Hebel zur Optimierung.
-
84
#94 Nachhaltiger Konsum im Supermarkt – Maureen Schulze über die Rolle des Handels
In dieser Folge von Regalplatz sprechen wir mit Maureen Schulze, Juniorprofessorin für nachhaltiges Kauf- und Konsumverhalten an der Leuphana Universität.Wie gelingt es, nachhaltige Entscheidungen nicht nur zu wollen, sondern sie auch wirklich zu treffen – im stressigen Alltag, zwischen Preisschildern und Verpackungen? Maureen Schulze kennt die Antworten. Sie hat in Göttingen und Kopenhagen geforscht und weiß, wie der Lebensmitteleinzelhandel zu einem echten Motor für nachhaltige Transformation werden kann.Wir sprechen über clevere Platzierung von Fleischalternativen, den Einfluss von Preisstrategien, das dänische Erfolgsmodell – und darüber, warum ein Regalplatz manchmal mehr verändern kann als viele Worte. Jetzt reinhören – und entdecken, wie nachhaltiger Konsum Realität werden kann.
-
83
#93 Zukunftsfähigkeit – mit Stefanie Kuhnhen
„Wir müssen aufhören, nur über Verzicht, Verlust und Verbote zu sprechen“, sagt Stefanie Kuhnhen im Podcast Regalplatz. Die Chief Strategy Officer der Serviceplan Group fordert eine neue Haltung im Marketing – eine, die nicht mit Angst, sondern mit Inspiration arbeitet.Nachhaltigkeit darf nicht länger als moralischer Zeigefinger wahrgenommen werden. Marken sollten Geschichten erzählen, die Mut machen, Hoffnung geben und positive Veränderung zeigen. Kuhnhen betont: „Menschen sehnen sich nach einer zukunftsfähigen Welt.“ Marketing hat die Verantwortung – und die Möglichkeit –, diese Sehnsucht zu bedienen.Nach Jahren des Greenwashings fordern Konsumenten heute nachvollziehbare Beweise. Der Markt für nachhaltige Produkte sei am Kippen, warnt Kuhnhen: „Die Menschen wissen vor dem Regal nicht mehr, welchem Label sie trauen können.“ Sie fordert Standardisierung, klare Begriffe und transparente Kommunikation.Nachhaltigkeit muss aus dem Geschäftsmodell heraus gedacht werden – systemisch und differenziert. Es reicht nicht, Solarpanels auf dem Dach zu haben. Vielmehr geht es Kuhnhen darum, den Markenkern neu auszurichten – und dabei ökologisch wie sozial Verantwortung zu übernehmen.Ein Beispiel aus dem Podcast: Digitale Werbung verursacht CO2. Mit kleineren Werbeassets, effizienteren Serverstrukturen und lokaler Produktion lässt sich der Fußabdruck deutlich reduzieren. Für Kuhnhen ist das keine technische Spielerei – es ist der Weg zu einem glaubwürdigeren, besseren Marketing.Sie sagt: „Nachhaltigkeit ist der Innovationsmotor unserer Zeit.“ Agenturen und Unternehmen müssen sich dafür gemeinsam weiterbilden, rechtliche Rahmenbedingungen kennen, mit Unsicherheiten umgehen lernen – und trotzdem mutig kommunizieren. Denn Greenwashing entsteht nicht durch Kommunikation, sondern durch fehlende Substanz.Die Zukunft gehört den Marken, die diese Substanz haben. Und denen, die bereit sind, neue Wege zu gehen. Im Podcast Regalplatz spricht Stefanie Kuhnhen über Wegweiser, Fehler und Chancen in der nachhaltigen Markenführung. Jetzt reinhören!
We're indexing this podcast's transcripts for the first time — this can take a minute or two. We'll show results as soon as they're ready.
No matches for "" in this podcast's transcripts.
No topics indexed yet for this podcast.
Loading reviews...
ABOUT THIS SHOW
Regalplatz – Der Podcast der Lebensmittel Praxis. In "Regalplatz" diskutieren unsere Redakteurinnen Elena Kuss, Susanne Klopsch und Theresa Kalmer gemeinsam mit ExpertInnen der Branche die aktuellen Trends im Lebensmitteleinzelhandel. Sie beleuchten Hintergründe und geben wertvolle Tipps für Handel und Hersteller.Schreiben Sie uns gerne an: [email protected]
HOSTED BY
Lebensmittel Praxis
CATEGORIES
Loading similar podcasts...