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Learn German with The Little Prince

Master the German language through the world’s most beloved story! This podcast is designed for German learners and literature enthusiasts alike. Each episode features a beautifully read chapter of "Der kleine Prinz" (The Little Prince) in authentic German, accompanied by clear, actionable breakdowns of essential vocabulary, beautiful sentence structures, and pronunciation tips.Follow the Little Prince on his cosmic journey while effortlessly leveling up your German listening skills, vocabulary, and cultural understanding.

  1. 21

    Ch. 24 | Der Planet des Laternenanzünders (The Planet of the Lamplighter)

    Der fünfte Planet war sehr sonderbar. Es war der kleinste von allen. Es gab dort gerade genug Platz, um eine Straßenlaterne (die Straßenlaterne: street lamp / 路灯) und einen Laternenanzünder (der Laternenanzünder: lamplighter / 点灯人) unterzubringen (unterbringen: to accommodate/fit in / 容纳、安置). Der kleine Prinz konnte sich nicht erklären, wozu man irgendwo im Himmel, auf einem Planeten ohne Häuser und ohne Bevölkerung, eine Straßenlaterne und einen Laternenanzünder brauchen konnte. Dennoch sagte er sich:»Vielleicht ist dieser Mann absurd (absurd: absurd/ridiculous / 荒谬的). Er ist aber weniger absurd als der König, als der Eitle, als der Geschäftsmann und als der Säufer. Seine Arbeit hat wenigstens einen Sinn (der Sinn: sense/meaning / 意义). Wenn er seine Laterne anzündet, so ist es, als ob er einen Stern mehr erschaffe, oder eine Blume. Wenn er seine Laterne auslöscht, so schickt er die Blume oder den Stern schlafen. Das ist eine sehr schöne Beschäftigung (die Beschäftigung: occupation/activity / 工作、活动). Es ist wahrhaftig (wahrhaftig: truly/really / 真正地) nützlich, weil es schön ist.«Als er auf dem Planeten ankam, grüßte er den Anzünder respektvoll: »Guten Tag. Warum hast du gerade deine Laterne ausgelöscht?« »Das ist die Weisung (die Weisung: instruction/order / 指令、规定)«, antwortete der Anzünder. »Guten Tag.« »Was ist die Weisung?« »Dass ich meine Laterne auslösche. Guten Abend.« Und er zündete sie wieder an.»Aber warum hast du sie gerade wieder angezündet?« »Das ist die Weisung«, antwortete der Anzünder. »Ich verstehe nicht«, sagte der kleine Prinz. »Da gibt es nichts zu verstehen«, sagte der Anzünder. »Die Weisung ist die Weisung. Guten Tag.«Und er löschte seine Laterne aus. Dann tupfte er sich die Stirn mit einem rot karierten Taschentuch ab. »Ich übe da ein schreckliches (schrecklich: terrible/awful / 可怕的、糟糕的) Gewerbe (das Gewerbe: trade/profession / 职业、差事) aus. Früher war es vernünftig. Ich löschte am Morgen aus und zündete am Abend an. Ich hatte den Rest des Tages, um mich auszuruhen, und den Rest der Nacht, um zu schlafen...«„Kapitel 24 zusammengefasst: Der fünfte Planet ist so klein, dass nur eine Laterne und ihr Anzünder darauf Platz haben. Der kleine Prinz mag den Anzünder, weil seine Arbeit im Gegensatz zu den anderen Erwachsenen einen Sinn hat: Sie schafft Schönheit. Der Anzünder löscht und zündet die Laterne im Sekundentakt, weil es ‚die Weisung‘ ist. Er klagt darüber, dass sein Beruf schrecklich geworden ist, weil der Planet sich immer schneller dreht und ihm keine Zeit mehr zum Ausruhen bleibt.“

  2. 20

    Ch. 23 | Der Besitz der Sterne (Owning the Stars)

    »Und was machst du mit diesen Sternen?« »Was ich damit mache?« »Ja.« »Nichts. Ich besitze sie (besitzen: to own/possess / 拥有、占有).« »Du besitzt die Sterne?« »Ja.« »Aber ich habe schon einen König gesehen, der...« »Könige besitzen nicht. Sie ›herrschen über‹. Das ist ganz was anderes.«»Und wozu nützt es dir, die Sterne zu besitzen?« »Es nützt mir dazu, reich zu sein.« »Und wozu nützt es dir, reich zu sein?« »Dazu, andere Sterne zu kaufen, wenn jemand welche findet.« Dieser da, sagte sich der kleine Prinz, argumentiert (argumentieren: to argue/reason / 辩论、论证) ein bisschen wie mein Säufer. Dennoch stellte er noch weitere Fragen:»Wie kann man die Sterne besitzen?« »Wem gehören sie?«, fragte mürrisch (mürrisch: grumpy/sullen / 脾气暴躁的、阴沉的) der Geschäftsmann. »Ich weiß nicht. Niemandem.« »Dann gehören sie mir, denn ich habe als Erster daran gedacht.«»Ich verwalte (verwalten: to manage/administer / 管理、经营) sie. Ich zähle sie und zähle sie wieder«, sagte der Geschäftsmann. »Das ist schwer. Aber ich bin ein ernsthafter Mann!«Der kleine Prinz war noch nicht befriedigt (befriedigt sein: to be satisfied / 感到满意、满足). »Wenn ich ein Seidentuch besitze, kann ich es mir um den Hals wickeln und mitnehmen. Wenn ich eine Blume besitze, kann ich sie pflücken (pflücken: to pick/pluck / 采摘) und mitnehmen. Aber du kannst die Sterne nicht pflücken!« »Nein, aber ich kann sie auf die Bank legen.« »Was soll das heißen?« »Das heißt, dass ich die Zahl meiner Sterne auf einen kleinen Zettel schreibe. Und dann schließe ich diesen Zettel in eine Schublade (die Schublade: drawer / 抽屉) ein.« »Und das ist alles?« »Das genügt!«Das ist amüsant (amüsant: amusing/entertaining / 有趣的、好笑的), dachte der kleine Prinz. Es ist ziemlich poetisch. Aber es ist nicht sehr ernsthaft. Der kleine Prinz hatte über die ernsthaften Dinge ganz andere Vorstellungen als die großen Leute.»Ich«, sagte er noch, »ich besitze eine Blume, die ich jeden Tag gieße. Ich besitze drei Vulkane, die ich jede Woche ausfege. Denn ich fege auch den erloschenen aus. Man kann nie wissen. Es ist für meine Vulkane nützlich und es ist für meine Blume nützlich, dass ich sie besitze. Aber du bist für die Sterne nicht nützlich...«Der Geschäftsmann öffnete den Mund, aber er fand keine Antwort, und der kleine Prinz verschwand. »Die großen Leute sind entschieden (entschieden: decidedly/definitely / 显然、确实) ganz und gar sonderbar«, sagte er sich einfach auf seiner Reise.„Kapitel 23 zusammengefasst: Der kleine Prinz fragt den Geschäftsmann, wozu es nützt, die Sterne zu besitzen. Der Mann antwortet: um reich zu sein und noch mehr Sterne zu kaufen. Er verwaltet sie, indem er ihre Zahl auf einen Zettel schreibt und in eine Schublade sperrt. Der kleine Prinz erklärt ihm, dass wahrer Besitz bedeutet, für die Dinge nützlich zu sein – so wie er für seine Blume und seine Vulkane nützlich ist. Der Geschäftsmann weiß darauf keine Antwort, und der kleine Prinz reist kopfschüttelnd weiter.“

  3. 19

    Ch. 22 | Der Geschäftsmann und die Sterne (The Businessman and the Stars)

    Der vierte Planet war der des Geschäftsmannes (der Geschäftsmann: businessman / 商人、实业家). Dieser Mann war so sehr beschäftigt, dass er bei der Ankunft des kleinen Prinzen nicht einmal den Kopf hob.»Guten Tag«, sagte dieser zu ihm. »Ihre Zigarette ist ausgegangen.« »Drei und zwei ist fünf. Fünf und sieben ist zwölf. Zwölf und drei ist fünfzehn. Guten Tag. Fünfzehn und sieben ist zweiundzwanzig. Zweiundzwanzig und sechs ist achtundzwanzig. Keine Zeit, sie wieder anzuzünden. Sechsundzwanzig und fünf ist einunddreißig. Uff! Das macht also fünfhundert und eine Million sechshundertzweiundzwanzigtausendsiebenhunderteinunddreißig.«»Fünfhundert Millionen wovon?«»Wie? Bist du immer noch da? Fünfhundert und eine Million von... ich weiß nicht mehr... Ich habe so viel Arbeit! Ich bin ein ernsthafter Mann, ich gebe mich nicht mit Sperenzchen ab (sich mit etwas abgeben: to deal with / 理会、应付;die Sperenzchen: fuss/nonsense / 废话、无谓的纠缠)! Zwei und fünf ist sieben...«»Fünfhundert Millionen wovon?«, wiederholte der kleine Prinz, der in seinem ganzen Leben noch nie auf eine einmal gestellte Frage verzichtet hatte. Der Geschäftsmann hob den Kopf: »In den vierundfünfzig Jahren, die ich diesen Planeten bewohne, bin ich nur dreimal gestört (stören: to disturb / 打扰) worden. Das erste Mal war es vor zweiundzwanzig Jahren durch einen Maikäfer (der Maikäfer: maybug/cockchafer / 金龟子), der Gott weiß woher heruntergefallen war. Er machte ein schreckliches Geräusch, und ich habe in einer Addition vier Fehler gemacht. Das zweite Mal war es vor elf Jahren durch einen Anfall von Rheumatismus (der Rheumatismus: rheumatism / 风湿病). Es fehlt mir an Bewegung. Ich habe keine Zeit, um herumzubummeln (herumbummeln: to stroll around/loiter / 闲逛、溜达). Ich bin ein ernsthafter Mann. Das dritte Mal... das ist jetzt! Ich sagte also fünfhundert und eine Million...«»Millionen wovon?« Der Geschäftsmann begriff, dass es keine Hoffnung auf Frieden gab: »Von diesen kleinen Dingern, die man manchmal am Himmel sieht.« »Fliegen?« »Nein, kleine Dinge, die glänzen.« »Bienen?« »Aber nein. Kleine goldene Dinge, die Tagediebe (der Tagedieb: idler/daydreamer / 懒汉、白日做梦的人) zum Träumen bringen. Aber ich bin ein ernsthafter Mann! Ich habe keine Zeit für Träumereien (die Träumerei: daydreaming / 幻想、白日梦).« »Ah! Die Sterne?« »Ja, das ist es. Sterne.«„Kapitel 22 zusammengefasst: Auf dem vierten Planeten trifft der kleine Prinz einen Geschäftsmann. Dieser Mann ist so beschäftigt, dass er nicht einmal aufschaut. Er zählt ununterbrochen bis über fünfhundert Millionen. Als der Prinz hartnäckig nachfragt, wovon er spricht, erklärt der genervte Geschäftsmann, dass er die Sterne zählt. Er bezeichnet sich selbst als ‚ernsthaften Mann‘, der keine Zeit zum Träumen oder Herumbummeln hat.“

  4. 18

    Ch. 21 | Der Planet des Säufers (The Planet of the Drunkard)

    Der nächste Planet wurde von einem Säufer (der Säufer: drunkard / 酒鬼、酗酒者) bewohnt. Dieser Besuch war sehr kurz, aber er tauchte den kleinen Prinzen in eine tiefe Schwermut (die Schwermut: melancholy/sadness / 忧郁、沉痛).»Was machst du da?«, sprach er zum Säufer, den er stumm vor einer Reihe leerer und einer Reihe voller Flaschen sitzend antraf (jemanden antreffen: to find/encounter someone / 遇见、发现某人). »Ich trinke«, antwortete der Säufer mit düsterer (düster: gloomy/dark / 阴沉的、黑暗的) Miene (die Miene: facial expression / 脸色、表情). »Warum trinkst du?«, fragte ihn der kleine Prinz. »Um zu vergessen«, antwortete der Säufer.»Um was zu vergessen?«, erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn schon bedauerte (jemanden bedauern: to feel sorry for someone / 同情、可怜某人). »Um zu vergessen, dass ich mich schäme (sich schämen: to be ashamed / 感到羞愧)«, gestand der Säufer und senkte den Kopf. »Wofür schämst du dich?«, fragte der kleine Prinz, der den Wunsch hatte, ihm zu helfen. »Ich schäme mich zu trinken!«, endete der Säufer und schloss sich endgültig (endgültig: finally/permanently / 彻底地、最终地) in sein Schweigen ein.Und der kleine Prinz verschwand bestürzt (bestürzt: dismayed/shocked / 震惊的、不知所措的). »Die großen Leute sind entschieden sehr, sehr sonderbar«, sagte er sich auf seiner Reise.„Kapitel 21 zusammengefasst: Auf dem dritten Planeten trifft der kleine Prinz einen Säufer. Dieser Besuch ist kurz, aber sehr traurig. Der Säufer trinkt, um zu vergessen, dass er sich schämt. Und er schämt sich, weil er trinkt. Er steckt in einem endlosen Kreislauf fest. Der kleine Prinz reist völlig bestürzt weiter und stellt erneut fest, wie sonderbar die Erwachsenen sind.“

  5. 17

    Ch. 20 | Der Planet des Eitlen (The Planet of the Vain Man)

    Der zweite Planet wurde von einem Eitlen (der Eitle: vain man / 爱慕虚荣的人) bewohnt. »Ah! Ah! Da kommt ein Bewunderer (der Bewunderer: admirer / 仰慕者、崇拜者) zu Besuch!«, rief der Eitle von weitem, sobald er den kleinen Prinzen erblickte. Denn für die Eitlen sind die anderen Leute Bewunderer.»Guten Tag«, sagte der kleine Prinz. »Sie haben da einen lustigen Hut auf.« »Das ist zum Grüßen«, antwortete der Eitle. »Das ist, um zu grüßen, wenn man mir zujubelt (jemandem zujubeln: to cheer for someone / 向某人欢呼、喝彩). Leider kommt hier nie jemand vorbei.«»Ach ja?«, sagte der kleine Prinz, der nichts verstand. »Schlage deine Hände aufeinander«, riet ihm der Eitle. Der kleine Prinz schlug die Hände aufeinander. Der Eitle grüßte bescheiden, indem er seinen Hut lüftete (den Hut lüften: to lift/tip one's hat / 摘帽致意).»Das ist hier unterhaltsamer (unterhaltsam: entertaining/amusing / 有趣的、供消遣的) als beim König«, sagte sich der kleine Prinz. Und er begann von neuem, die Hände aufeinander zu schlagen. Der Eitle begann von neuem, den Hut lüftend zu grüßen.Nach fünf Minuten dieser Übung wurde der kleine Prinz der Eintönigkeit (die Eintönigkeit: monotony/dullness / 单调、乏味) des Spiels müde. »Und was muss man tun«, fragte er, »damit der Hut herunterfällt?« Aber der Eitle hörte ihn nicht. Die Eitlen hören nie etwas anderes als Lobreden (die Lobrede: speech of praise/eulogy / 赞美之词、颂辞).»Bewunderst du mich wirklich sehr?«, fragte er den kleinen Prinzen. »Was bedeutet bewundern?« »Bewundern bedeutet, dass man anerkennt (anerkennen: to acknowledge/recognize / 承认、认可), dass ich der schönste, der bestangezogene, der reichste und der intelligenteste Mensch auf dem Planeten bin.« »Aber du bist doch allein auf deinem Planeten!« »Mach mir die Freude, bewundere mich trotzdem!«»Ich bewundere dich«, sagte der kleine Prinz und zuckte leicht mit den Schultern, »aber warum freust du dich so darüber?« Und der kleine Prinz verschwand. »Die großen Leute sind entschieden (entschieden: decidedly/definitely / 显然、确实) sehr sonderbar«, sagte er sich einfach auf seiner Reise.„Kapitel 20 zusammengefasst: Auf dem zweiten Planeten trifft der kleine Prinz einen eitlen Mann. Der Eitle hält den Prinzen sofort für einen Bewunderer und fordert ihn auf, zu klatschen, damit er mit seinem Hut grüßen kann. Zuerst findet der Prinz das lustig, aber bald wird ihm das eintönige Spiel langweilig. Als er fragt, was bewundern überhaupt bedeutet, verlangt der Eitle, als der Beste des Planeten anerkannt zu werden – obwohl er ganz allein dort lebt. Der Prinz reist kopfschüttelnd weiter.“

  6. 16

    Ch. 19 | Über sich selbst richten (Judging Oneself)

    »Wenn ich befehle, dass das Volk sich ins Meer stürzt, so wird es eine Revolution machen. Ich habe das Recht, Gehorsam zu fordern, weil meine Befehle vernünftig sind.« »Was ist nun mit meinem Sonnenuntergang?«, erinnerte der kleine Prinz, der niemals eine Frage vergaß, wenn er sie einmal gestellt hatte. »Deinen Sonnenuntergang wirst du haben. Ich werde ihn befehlen. Aber ich werde in meiner Regierungskunst (die Regierungskunst: art of governing / 统治的艺术) warten, bis die Bedingungen (die Bedingung: condition / 条件) dafür günstig (günstig: favorable / 有利的、合适的) sind.« »Wann wird das sein?«, erkundigte sich der kleine Prinz. »Hm, hm!«, antwortete der König, der zuerst einen dicken Kalender studierte, »hm, hm! das wird sein, gegen... gegen... das wird heute Abend gegen sieben Uhr vierzig sein! Und du wirst sehen, wie man mir gehorcht.«Der kleine Prinz gähnte. Er bedauerte (bedauern: to regret/feel sorry about / 感到遗憾、惋惜) seinen verpassten (verpassen: to miss / 错过) Sonnenuntergang. Und dann war ihm schon ein bisschen langweilig. »Ich habe hier nichts mehr zu tun«, sagte er zum König. »Ich werde wieder abreisen!« »Reise nicht ab«, antwortete der König, der so stolz war, einen Untertanen zu haben. »Reise nicht ab, ich mache dich zum Minister!« »Zu was für einem Minister?« »Zum... zum Justizminister (der Justizminister: Minister of Justice / 司法部长)!« »Aber es ist ja niemand da, über den man richten (richten über jemanden: to judge someone / 审判、评判某人) könnte!«»Dann wirst du über dich selbst richten«, antwortete ihm der König. »Das ist das Schwerste. Es ist viel schwerer, über sich selbst zu richten, als über andere zu richten. Wenn es dir gelingt (gelingen: to succeed / 成功、做到), gut über dich selbst zu richten, dann bist du ein wahrhaft (wahrhaft: truly / 真正地) weiser (weise: wise / 智慧的) Mann.«»Ich«, sagte der kleine Prinz, »ich kann über mich selbst richten, wo immer ich bin. Dazu brauche ich nicht hier zu wohnen.« Er zögerte einen Augenblick, dann seufzte er und ging davon. »Ich mache dich zu meinem Gesandten (der Gesandte: ambassador/envoy / 使者、大使)!«, beeilte sich der König ihm nachzurufen. Er hatte das Aussehen von großer Autorität. »Die großen Leute sind sehr sonderbar (sonderbar: strange/peculiar / 奇怪的、古怪的)«, sagte der kleine Prinz zu sich selbst auf seiner Reise.„Kapitel 19 zusammengefasst: Der kleine Prinz erinnert den König an seinen Sonnenuntergang. Der König sagt, er müsse auf günstige Bedingungen warten – bis heute Abend. Dem kleinen Prinzen wird langweilig und er will gehen. Um ihn zu halten, ernennt ihn der König zum Justizminister. Da niemand da ist, den man aburteilen könnte, schlägt der König vor, der Prinz solle über sich selbst richten. Der Prinz lehnt ab und reist weiter, mit dem Gedanken: Die Erwachsenen sind wirklich sehr sonderbar.“

  7. 15

    Ch. 18 | Die Herrschaft über die Sterne (Rule over the Stars)

    Aber der kleine Prinz wunderte sich. Der Planet war winzig klein. Worüber konnte der König wohl herrschen (herrschen über: to rule over / 统治)?»Majestät...«, sagte er zu ihm, »ich bitte um Verzeihung, dass ich Euch frage...« »Ich befehle dir, mich zu fragen«, beeilte sich der König zu sagen. »Majestät... worüber herrscht Ihr?« »Über alles«, antwortete der König mit großer Einfachheit (die Einfachheit: simplicity / 简单、直截了当). »Über alles?«Der König wies mit einer bescheidenen (bescheiden: modest/discreet / 谦虚的、克制的) Gebärde (die Gebärde: gesture / 手势) auf seinen Planeten, auf die anderen Planeten und auf die Sterne. »Über all das?«, fragte der kleine Prinz. »Über all das...«, antwortete der König. Denn er war nicht nur ein absoluter Monarch, sondern ein universeller (universell: universal / 宇宙的、全能的) Monarch.»Und die Sterne gehorchen (gehorchen: to obey / 服从) Euch?« »Gewiss«, sagte der König. »Sie gehorchen augenblicklich (augenblicklich: instantly/immediately / 立刻、马上). Ich dulde keinen Ungehorsam.«Eine solche Macht verwunderte den kleinen Prinzen sehr. Wenn er sie selbst gehabt hätte, hätte er nicht dreiundvierzig, sondern zweiundsiebzig oder sogar hundert oder sogar zweihundert Sonnenuntergänge an einem einzigen Tag sehen können, ohne auch nur seinen Stuhl ein einziges Mal verrücken zu müssen! Und da er sich wegen der Erinnerung an seinen kleinen verlassenen Planeten ein wenig traurig fühlte, fasste er sich ein Herz und bat den König um eine Gnade (die Gnade: favor/grace / 恩赐、恩准):»Ich möchte einen Sonnenuntergang sehen... Machen Sie mir die Freude... Befehlen Sie der Sonne unterzugehen...« »Wenn ich einem General befehle, wie ein Schmetterling von einer Blume zur anderen zu fliegen, oder eine Tragödie zu schreiben oder sich in einen Seevogel zu verwandeln, und wenn dieser General den erhaltenen Befehl nicht ausführt, wer wäre dann im Unrecht, er oder ich?« »Ihr wäret es«, sagte der kleine Prinz fest. »Richtig. Man muss von jedem fordern, was jeder leisten kann«, antwortete der König. »Die Autorität beruht (beruhen auf: to be based on / 基于、建立在...之上) vor allem auf der Vernunft (die Vernunft: reason/rationality / 理性、理智).«„Kapitel 18 zusammengefasst: Der kleine Prinz ist neugierig, worüber der König eigentlich herrscht. Der König behauptet, er herrsche über das gesamte Universum und die Sterne würden ihm augenblicklich gehorchen. Beeindruckt bittet der kleine Prinz um einen Sonnenuntergang. Der König erklärt ihm jedoch schlau, dass Autorität auf Vernunft beruht. Man kann nur befehlen, was auch wirklich möglich ist.“

  8. 14

    Ch. 17 | Der absolute Monarch (The Absolute Monarch)

    Der kleine Prinz suchte mit den Augen nach einem Platz, um sich zu setzen, aber der ganze Planet war bedeckt von dem herrlichen Hermelinmantel (der Hermelinmantel: ermine cloak / 貂皮披风). Er blieb also stehen, und da er müde war, gähnte (gähnen: to yawn / 打哈欠) er.»Es verstößt gegen (verstoßen gegen: to violate/break / 违反) die Etikette (die Etikette: etiquette/rules of behavior / 礼节、规矩), in Gegenwart (die Gegenwart: presence / 在场、面前) eines Königs zu gähnen«, sagte der Monarch (der Monarch: monarch/ruler / 君主). »Ich verbiete es dir.«»Ich kann es nicht zurückhalten«, antwortete der kleine Prinz ganz verwirrt. »Ich habe eine weite Reise gemacht und habe nicht geschlafen...«»Nun denn«, sagte der König, »so befehle (befehlen: to order/command / 命令) ich dir zu gähnen. Ich habe seit Jahren niemanden mehr gähnen sehen. Das Gähnen ist für mich eine Seltenheit (die Seltenheit: rarity / 罕见的事物). Los! Gähne noch einmal. Es ist ein Befehl.«»Das ängstigt (ängstigen: to frighten/scare / 使害怕) mich... ich kann nicht mehr...«, stammelte der kleine Prinz und errötete.»Hm, hm!«, antwortete der König. »Also... dann befehle ich dir, bald zu gähnen und bald...« Er murmelte ein bisschen und schien verärgert.Denn der König hielt absolut darauf, dass seine Autorität (die Autorität: authority / 权威) respektiert würde. Er duldete (dulden: to tolerate/endure / 容忍、宽容) keinen Ungehorsam (der Ungehorsam: disobedience / 不服从、违抗). Er war ein absoluter Monarch. Da er aber sehr gütig (gütig: kind/benevolent / 仁慈的、和蔼的) war, gab er vernünftige (vernünftig: reasonable/sensible / 合理的、理智的) Befehle.»Wenn ich befehle«, pflegte er zu sagen, »wenn ich einem General befehle, sich in einen Seevogel zu verwandeln, und wenn dieser General nicht gehorcht (gehorchen: to obey / 服从), so ist das nicht die Schuld des Generals. Es ist meine Schuld.«»Darf ich mich setzen?«, fragte schüchtern der kleine Prinz. »Ich befehle dir, dich zu setzen«, antwortete der König und zog majestätisch einen Zipfel (der Zipfel: tip/corner / 边角、衣角) seines Hermelinmantels an sich.„Kapitel 17 zusammengefasst: Der kleine Prinz ist müde und gähnt vor dem König. Der König verbietet es zuerst, weil es gegen die Etikette verstößt. Als der Prinz erklärt, dass er es nicht zurückhalten kann, ändert der König einfach seinen Befehl und befiehlt ihm zu gähnen. Der König duldet keinen Ungehorsam, aber um seine Autorität zu wahren, gibt er immer nur Befehle, die ohnehin erfüllt werden.“

  9. 13

    Ch. 16 | Stolzer Abschied und der erste Planet (Proud Farewell and the First Planet)

    »Aber der Wind...« »Ich bin nicht so sehr erkältet (erkältet sein: to have a cold / 感冒)... Die kühle Nachtluft wird mir guttun (jemandem guttun: to do someone good / 对某人有好处). Ich bin eine Blume.«»Aber die Tiere...« »Ich muss wohl zwei oder drei Raupen (die Raupe: caterpillar / 毛毛虫) aushalten (aushalten: to endure/bear / 忍受), wenn ich die Schmetterlinge (der Schmetterling: butterfly / 蝴蝶) kennenlernen will. Das soll sehr schön sein. Wer wird mich sonst besuchen? Du wirst ja weit weg sein. Was die großen Tiere angeht, so fürchte ich mich nicht. Ich habe meine Krallen (die Kralle: claw / 爪子).« Und sie zeigte naiv (naiv: naive / 天真地) ihre vier Dornen. Dann fügte sie hinzu:»Zieh es nicht so in die Länge (etwas in die Länge ziehen: to drag something out / 拖延), das ärgert mich. Du hast beschlossen (beschließen: to decide / 决定) zu gehen. So geh.« Denn sie wollte nicht, dass er sie weinen sähe. Es war eine so stolze Blume...Er befand sich in der Region der Asteroiden 325, 326, 327, 328, 329 und 330. Er begann also, sie zu besuchen, um sich eine Beschäftigung zu suchen und sich zu bilden (sich bilden: to educate oneself / 学习、长见识).Der erste wurde von einem König bewohnt. Der König thronte (thronen: to sit on a throne/preside / 高高在上地端坐), in Purpur und Hermelin gekleidet, auf einem sehr einfachen und doch majestätischen (majestätisch: majestic / 庄严的、宏伟的) Thron. »Ah! Da ist ein Untertan (der Untertan: subject / 臣民)«, rief der König, als er den kleinen Prinzen sah. Und der kleine Prinz fragte sich: »Wie kann er mich erkennen, da er mich doch noch nie gesehen hat!«Er wusste nicht, dass für die Könige die Welt sehr vereinfacht (vereinfachen: to simplify / 简化) ist. Alle Menschen sind für sie Untertanen. »Komm näher, damit ich dich besser sehe«, sagte der König, der ganz stolz war, dass er endlich für jemanden ein König war.„Kapitel 16 zusammengefasst: Die stolze Blume weigert sich tapfer, weiter beschützt zu werden. Sie verbirgt ihre Tränen und drängt den Prinzen, schnell zu gehen. Seine Reise beginnt bei den Asteroiden. Auf dem ersten Planeten trifft er einen König, der hocherfreut ist, endlich einen ‚Untertanen‘ zu haben, da für Könige die Welt sehr vereinfacht ist – alle Menschen sind für sie Untertanen. Bis morgen zum nächsten Kapitel!“

  10. 12

    Ch. 15 | Der Abschied (The Departure)

    Ich glaube, er benutzte für seine Flucht (die Flucht: escape/flight / 逃离、出走) den Zug wilder Vögel. Am Morgen seiner Abreise brachte er seinen Planeten schön in Ordnung (in Ordnung bringen: to tidy up/put in order / 整理、收拾整齐). Er fegte (ausfegen: to sweep out / 彻底清扫) seine tätigen (tätig: active / 活跃的、活动的) Vulkane sorgfältig aus. Er besaß zwei tätige Vulkane. Das war sehr praktisch zum Frühstückkochen. Er besaß auch einen erloschenen (erloschen: extinct/dead / 熄灭的、死(火山)) Vulkan. Da er sich aber sagte: »Man kann nie wissen!«, fegte er auch den erloschenen Vulkan aus. Wenn sie gut ausgefegt werden, brennen die Vulkane sanft und regelmäßig, ohne Ausbrüche (der Ausbruch: eruption / 爆发、喷发). Die Vulkanausbrüche sind wie Kaminbrände. Es ist klar: wir auf unserer Erde sind viel zu klein, um unsere Vulkane auszufegen. Deshalb machen sie uns so viel Verdruss (der Verdruss: annoyance/trouble / 烦恼、麻烦).Der kleine Prinz riss auch ein bisschen schwermütig die letzten Triebe (der Trieb: shoot/sprout / 嫩芽) der Affenbrotbäume au s. Er glaubte, dass er nie mehr zurückkehren würde. Aber alle diese vertrauten (vertraut: familiar / 熟悉的、亲切的) Arbeiten schienen ihm an diesem Morgen ungemein (ungemein: extremely/immensely / 极其、异常) süß. Und als er die Blume zum letztenmal begoss und sich anschickte (sich anschicken zu: to prepare/get ready to / 准备做某事、正打算), sie unter die Glasglocke zu stellen, entdeckte er in sich das Bedürfnis (das Bedürfnis: need/urge / 需要、想...的冲动) zu weinen.»Adieu«, sagte er zu der Blume. Aber sie antwortete ihm nicht. »Adieu«, wiederholte er. Die Blume hustete. Aber das kam nicht von der Erkältung.»Ich bin dumm gewesen«, sagte sie endlich zu ihm. »Ich bitte dich um Verzeihung. Versuche, glücklich zu sein.« Er war überrascht, dass die Vorwürfe (der Vorwurf: reproach/accusation / 责备、指责) ausblieben (ausbleiben: to fail to appear/not happen / 未发生、缺席). Er stand ganz fassungslos (fassungslos: stunned/speechless / 惊愕的、不知所措的) da, mit der Glasglocke in der Hand. Er verstand diese stille Sanftmut (die Sanftmut: gentleness/meekness / 温柔、温和) nicht.»Aber ja, ich liebe dich«, sagte die Blume. »Du hast nichts davon gewusst, das ist meine Schuld. Das ist völlig unwichtig. Aber du warst ebenso dumm wie ich. Versuche, glücklich zu sein... Lass diese Glasglocke stehen. Ich will sie nicht mehr.«„So endet Kapitel 15. Kurz zusammengefasst: Vor seiner Abreise putzt der kleine Prinz sorgfältig seine Vulkane. Als er sich von seiner Blume verabschiedet, macht sie ihm überraschenderweise keine Vorwürfe. Stattdessen gesteht sie ihm sanft ihre Liebe, gibt zu, dass sie dumm war, und bittet ihn, glücklich zu sein. Mir hat besonders die plötzliche und ehrliche Sanftmut der Blume gefallen. Morgen lese ich Kapitel 16. Vielen Dank fürs Zuhören!“

  11. 11

    Ch. 14 | Zu jung, um zu lieben (Too Young to Love)

    So hatte der kleine Prinz, trotz all dem guten Willen seiner Liebe, bald an ihr gezweifelt (zweifeln an: to doubt / 怀疑). Er hatte bedeutungslose (bedeutungslos: meaningless/empty / 毫无意义的、空洞的) Worte ernst genommen und war sehr unglücklich geworden.»Ich hätte nicht auf sie hören sollen«, vertraute er mir eines Tages an (jemandem etwas anvertrauen: to confide in someone / 向某人倾诉、吐露). »Man darf den Blumen nie zuhören. Man muss sie anschauen und einatmen (einatmen: to breathe in/inhale / 呼吸、闻). Die meine duftete meinen ganzen Planeten ein, aber ich konnte mich nicht darüber freuen. Diese Geschichte mit den Krallen, die mich so gereizt (reizen: to irritate/provoke / 激怒、惹恼) hat, hätte mich rühren sollen...«Und er vertraute mir weiter an: »Ich habe damals nichts zu verstehen gewusst! Ich hätte sie nach ihrem Tun und nicht nach ihren Worten beurteilen (beurteilen: to judge/evaluate / 评判、判断) sollen. Sie duftete und leuchtete für mich. Ich hätte niemals fliehen (fliehen: to flee/run away / 逃离、逃跑) sollen! Ich hätte hinter den armseligen (armselig: poor/pitiful / 拙劣的、可怜的) Schlichen (der Schlich: trick/ruse / 诡计、小把戏) ihre Zärtlichkeit (die Zärtlichkeit: tenderness/affection / 温柔、柔情) erraten sollen. Die Blumen sind so widerspruchsvoll (widerspruchsvoll: contradictory/inconsistent / 矛盾的)! Aber ich war zu jung, um sie lieben zu können.«„So endet Kapitel 14. Kurz zusammengefasst: Der kleine Prinz bereut es, dass er die leeren Worte seiner Blume zu ernst genommen hat und deshalb unglücklich wurde. Er erkennt, dass er sie nach ihren Taten – ihrem Duft und ihrer Schönheit – hätte beurteilen sollen und nicht nach ihrem stolzen Gerede. Traurig stellt er fest, dass er ihre Zärtlichkeit hinter ihren kleinen Tricks nicht erkannt hat, weil er einfach zu jung war, um zu wissen, wie man liebt. Mir hat besonders dieser Satz gefallen: ‚Ich hätte sie nach ihrem Tun und nicht nach ihren Worten beurteilen sollen.‘ Das ist eine Lektion, die auch für uns Menschen gilt. Morgen lese ich Kapitel 15. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  12. 10

    Ch. 13 | Die komplizierte Blume (The Complicated Flower)

    Der kleine Prinz erriet wohl (erraten: to guess / 猜出、看穿), dass sie nicht allzu bescheiden war, aber sie war so rührend (rührend: touching/moving / 动人的、惹人怜爱的)! »Ich glaube, es ist Zeit zum Frühstücken«, hatte sie bald hinzugefügt, »hätten Sie wohl die Güte (die Güte: kindness/favor / 劳驾、好意), an mich zu denken?« Und der kleine Prinz, völlig verwirrt, hatte eine Gießkanne (die Gießkanne: watering can / 喷壶) mit frischem Wasser geholt und die Blume bedient.So hatte sie ihn sehr bald mit ihrer etwas scheuen Eitelkeit (die Eitelkeit: vanity / 虚荣心) gequält (quälen: to torment/torture / 折磨、使...苦恼). Eines Tages zum Beispiel, als sie von ihren vier Dornen sprach, hatte sie zum kleinen Prinzen gesagt: »Sie sollen nur kommen, die Tiger, mit ihren Krallen (die Kralle: claw / 爪子)!« »Es gibt keine Tiger auf meinem Planeten«, hatte der kleine Prinz eingewandt (einwenden: to object/argue / 反驳、提出异议), »und außerdem fressen Tiger kein Gras.« »Ich bin kein Gras«, hatte die Blume sanft geantwortet. »Verzeihen Sie mir...« »Ich fürchte mich gar nicht vor den Tigern, aber mir graut vor der Zugluft (jemandem graut vor etwas: to dread/fear / 极度害怕...;die Zugluft: draft / 穿堂风). Hätten Sie nicht vielleicht einen Wandschirm (der Wandschirm: folding screen / 屏风)?«»Grauen vor Zugluft... das ist ein Pech für eine Pflanze«, hatte der kleine Prinz festgestellt. »Diese Blume ist sehr kompliziert...«»Am Abend werden Sie mich unter eine Glasglocke (die Glasglocke: glass bell/dome / 玻璃罩) stellen. Es ist sehr kalt bei Ihnen. Das ist schlecht eingerichtet. Da, wo ich herkomme...« Aber sie hatte sich unterbrochen. Sie war in Form eines Samenkorns gekommen. Sie hatte nichts von anderen Welten wissen können. Beschämt darüber, dass sie sich bei einer so naiven Lüge hatte ertappen lassen (jemanden ertappen: to catch someone red-handed / 被当场识破、抓住把柄), hatte sie zwei- oder dreimal gehustet, um den kleinen Prinzen ins Unrecht zu setzen. »Und der Wandschirm?« »Ich wollte ihn gerade holen, aber Sie haben ja zu mir gesprochen!« Da hatte sie noch mehr gehustet, um ihm wenigstens Gewissensbisse (Gewissensbisse machen: to make someone feel guilty / 使...感到内疚、良心不安) zu machen.„So endet Kapitel 13. Kurz zusammengefasst: Die Blume zeigt schnell ihren schwierigen Charakter. Sie ist eitel, anspruchsvoll und verlangt Frühstück, einen Wandschirm gegen die Zugluft und eine Glasglocke für die Nacht. Als sie sich in einer Lüge verstrickt, hustet sie absichtlich, um den kleinen Prinzen schuldig fühlen zu lassen. Der kleine Prinz stellt fest: Diese Blume ist wirklich sehr kompliziert! Mir hat besonders gefallen, wie humorvoll die kleinen Manipulationen der Blume beschrieben werden. Sie tut so stark, hat aber vor einem bisschen Wind Angst. Morgen lese ich Kapitel 14. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  13. 9

    Ch. 12 | Die geheimnisvolle Blume (The Mysterious Flower)

    Bald lernte ich diese Blume besser kennen. Auf dem Planeten des kleinen Prinzen hatte es immer sehr einfache Blumen gegeben, die nur mit einem Kranz von Blütenblättern geschmückt (schmücken: to decorate/adorn / 装饰、点缀)waren, wenig Platz brauchten und niemanden störten. Sie leuchteten eines Morgens im Grase auf und erloschen (erlöschen: to go out/fade / 熄灭、凋谢) am Abend. Aber jene eine war eines Tages aus einem Samen gekeimt (keimen: to germinate/sprout / 发芽), den man weiß Gott woher gebracht hatte, und der kleine Prinz hatte diesen Spross (der Spross: shoot/sprout / 嫩芽), der den anderen Trieben gar nicht ähnlich sah, sehr genau überwacht (überwachen: to monitor/watch over / 密切观察、监视). Es hätte ja eine neue Art von Affenbrotbaum sein können.Aber der Strauch hörte bald auf zu wachsen und begann, eine Blüte zu treiben. Der kleine Prinz, der der Entwicklung einer riesigen Knospe (die Knospe: bud / 花苞) beiwohnte (beiwohnen: to witness/attend / 目睹、见证), fühlte wohl, dass eine wunderbare Erscheinung aus ihr hervorgehen müsste; aber die Blume wurde nicht damit fertig, sich in ihrer grünen Kammer auf ihre Schönheit vorzubereiten. Sie wählte ihre Farben mit großer Sorgfalt (die Sorgfalt: care/diligence / 仔细、用心) aus. Sie kleidete sich langsam an, sie passte ihre Blütenblätter eins nach dem anderen an. Sie wollte nicht ganz zerknittert (zerknittert: crumpled/wrinkled / 皱巴巴的) herauskommen wie der Mohn (der Mohn: poppy / 罂粟花). Sie wollte nur in der vollen Ausstrahlung (die Ausstrahlung: radiance/charisma / 光芒、光彩) ihrer Schönheit erscheinen. Jawohl! Sie war sehr eitel (eitel: vain / 爱慕虚荣的、爱美的)!Ihre geheimnisvolle Toilette hatte also Tage und Tage gedauert. Und dann, eines Morgens, genau zur Stunde des Sonnenaufgangs, hatte sie sich gezeigt.Und sie, die mit so vieler Genauigkeit gearbeitet hatte, sagte gähnend (gähnen: to yawn / 打哈欠): »Ah! Ich bin kaum aufgewacht... Ich bitte um Verzeihung... Ich bin noch ganz zerzaust (zerzaust: disheveled/tousled / 蓬乱的、未经梳理的)...«Da konnte der kleine Prinz seine Bewunderung (die Bewunderung: admiration / 赞美、钦佩) nicht mehr zurückhalten: »Wie schön Sie sind!« »Nicht wahr?«, antwortete die Blume sanft. »Und ich bin zur gleichen Zeit geboren wie die Sonne...«„So endet Kapitel 12. Kurz zusammengefasst: Der kleine Prinz lernt eine neue, geheimnisvolle Blume kennen. Sie wächst aus einem unbekannten Samen und bereitet sich tagelang in ihrer Knospe darauf vor, wunderschön zu sein. Als sie schließlich beim Sonnenaufgang erblüht, ist sie eitel und tut so, als sei sie gerade erst aufgewacht. Der kleine Prinz ist von ihrer Schönheit völlig fasziniert. Mir hat besonders gefallen, wie menschlich, eitel und charmant die Blume beschrieben wird. Morgen lese ich Kapitel 13. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  14. 8

    Ch. 11 | Das Land der Tränen (The Land of Tears)

    Er sah mich an, wie ich da stand, den Hammer in der Hand, die Finger schwarz von Schmieröl (das Schmieröl: lubricating oil / 润滑油、机油), über einen Gegenstand gebeugt, der ihm sehr häßlich erschien.»Du sprichst wie die großen Leute!« Das beschämte (beschämen: to make ashamed/embarrass / 使羞愧) mich ein wenig. Aber er fügte unbarmherzig (unbarmherzig: mercilessly/pitilessly / 毫不留情地) hinzu: »Du verwechselst (verwechseln: to confuse/mix up / 混淆、弄错) alles... du wirfst alles durcheinander!« Er war wirklich sehr aufgebracht (aufgebracht: upset/angry / 愤怒的、情绪激动的). Er schüttelte sein goldenes Haar im Winde.»Ich kenne einen Planeten, auf dem ein Herr mit einem roten Gesicht wohnt. Er hat nie an einer Blume gerochen. Er hat nie einen Stern angeschaut. Er hat nie einen Menschen geliebt. Er hat in seinem Leben nichts anderes getan, als Zahlen addiert. Und den ganzen Tag wiederholt er, genau wie du: ›Ich bin ein ernsthafter Mann! Ich bin ein ernsthafter Mann!‹ und er bläht sich auf (sich aufblähen: to puff up/swell / 膨胀、自吹自擂) vor Stolz. Aber das ist kein Mensch, das ist ein Schwamm (der Schwamm: sponge / 海绵)!« »Ein was?« »Ein Schwamm!«Der kleine Prinz war jetzt ganz blaß vor Zorn. »Seit Millionen von Jahren erzeugen (erzeugen: to produce/create / 产生、制造) die Blumen Dornen. Seit Millionen von Jahren fressen die Schafe trotzdem die Blumen. Und das soll nicht wichtig sein, wenn man verstehen will, warum sie sich so viel Mühe geben, Dornen hervorzubringen, die zu gar nichts nütze sind? Ist der Krieg zwischen den Schafen und den Blumen nicht wichtig? Ist das nicht viel ernsthafter und wichtiger als die Additionen eines dicken, roten Herrn? Und wenn ich eine Blume kenne, die auf der Welt einzigartig ist, die es nirgendwo anders gibt als auf meinem kleinen Planeten, und wenn ein kleines Schaf sie eines Morgens einfach auslöschen (auslöschen: to wipe out/extinguish / 抹除、毁灭) kann, ohne überhaupt zu wissen, was es da tut - das soll nicht wichtig sein!«Er errötete (erröten: to blush/turn red / 脸红) und fuhr dann fort: »Wenn einer eine Blume liebt, die es auf allen den Millionen und Millionen Sternen nur ein einziges Mal gibt, dann genügt es ihm, sie anzuschauen, um glücklich zu sein. Er sagt sich: ›Meine Blume ist dort irgendwo...‹ Aber wenn das Schaf die Blume frisst, so ist es für ihn, als ob alle Sterne plötzlich erlöschen (erlöschen: to go out/fade / 熄灭、消失)! Und das soll nicht wichtig sein!«Er konnte nichts mehr sagen. Er brach plötzlich in Schluchzen (das Schluchzen: sobbing / 抽泣、痛哭) aus. Die Nacht war hereingebrochen. Ich hatte mein Werkzeug fallengelassen. Ich pfiff auf meinen Hammer, auf meinen Bolzen, auf Durst und auf Tod. Es gab auf einem Stern, auf einem Planeten, auf dem meinen, der Erde, einen kleinen Prinzen, den man trösten musste! Ich nahm ihn in die Arme. Ich wiegte ihn. Ich sagte ihm: »Die Blume, die du liebst, ist nicht in Gefahr... Ich werde deinem Schaf einen Maulkorb (der Maulkorb: muzzle / 嘴套) zeichnen... Ich werde für deine Blume eine Rüstung (die Rüstung: armor / 盔甲) zeichnen... Ich werde...« Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. Ich kam mir sehr ungeschickt (ungeschickt: clumsy/awkward / 笨拙的) vor. Ich wusste nicht, wie ich zu ihm gelangen, wie ich mich mit ihm verbinden konnte... Es ist so geheimnisvoll, das Land der Tränen.Kurz zusammengefasst: Der kleine Prinz ist wütend, weil der Pilot wie die Erwachsenen spricht und nur an Zahlen und Reparaturen denkt. Er erklärt verzweifelt, wie wichtig seine einzigartige Blume für ihn ist und dass es für ihn wäre, als würden alle Sterne erlöschen, wenn das Schaf sie frisst. Er fängt an zu weinen. Der Pilot lässt sein Werkzeug fallen, tröstet ihn und erkennt, wie unwichtig seine Reparatur im Vergleich zu den Tränen des kleinen Prinzen ist. Mir hat besonders der letzte Satz gefallen: ‚Es ist so geheimnisvoll, das Land der Tränen.‘ Er zeigt, wie schwer es oft ist, einen anderen Menschen in seinem Schmerz wirklich zu erreichen. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!

  15. 7

    Ch. 10 | Das Geheimnis der Dornen (The Secret of the Thorns)

    Am fünften Tage, immer dank dem Schaf, wurde mir dieses Geheimnis aus dem Leben des kleinen Prinzen enthüllt. Er fragte mich unvermittelt (unvermittelt: suddenly / 突然地), ohne Umschweife (die Umschweife: digressions/beating around the bush / 拐弯抹角), wie die Frucht eines langen, schweigend durchdachten Problems:»Ein Schaf, wenn es Stauden frisst, frisst es dann auch Blumen?« »Ein Schaf frisst alles, was ihm in den Weg kommt.« »Auch Blumen, die Dornen (der Dorn: thorn / 刺) haben?« »Ja. Auch Blumen, die Dornen haben.« »Wozu sind dann die Dornen nütze (nütze sein: to be of use / 有用)?«Ich wusste es nicht. Ich war gerade sehr mit dem Versuch beschäftigt, einen zu stramm sitzenden Bolzen (der Bolzen: bolt / 螺栓) meines Motors abzuschrauben (abschrauben: to unscrew / 拧下). Ich war in großer Sorge, denn meine Panne (die Panne: breakdown/car trouble / 故障、抛锚) begann mir sehr ernst zu erscheinen, und das Trinkwasser, das zur Neige ging (zur Neige gehen: to run out/dwindle / 快用完了、见底), ließ mich das Schlimmste befürchten.»Wozu sind die Dornen nütze?« Der kleine Prinz verzichtete (verzichten auf: to give up/renounce / 放弃) nie auf eine Frage, wenn er sie einmal gestellt hatte. Ich ärgerte mich über meinen Bolzen und antwortete irgendetwas: »Die Dornen sind zu gar nichts nütze, das ist reine Bosheit (die Bosheit: malice/wickedness / 恶意、坏心眼) von den Blumen!«»Oh!« Nach einem Schweigen warf er mir mit einer Art Groll (der Groll: resentment/grudge / 怨恨、愤慨) ins Gesicht: »Ich glaube dir nicht! Die Blumen sind schwach. Sie sind arglos (arglos: innocent/unsuspecting / 天真的、毫无心机的). Sie sichern sich ab (sich absichern: to protect oneself / 保护自己), so gut sie können. Sie glauben, dass sie mit ihren Dornen schrecklich sind...«Ich antwortete gar nichts. In diesem Augenblick sagte ich mir: »Wenn dieser Bolzen noch immer nicht nachgibt, werde ich ihn mit einem Hammerschlag herausschlagen.« Der kleine Prinz störte mich von neuem in meinen Überlegungen: »Und du, du glaubst, dass die Blumen...« »Nein, nein! Ich glaube gar nichts! Ich habe irgendetwas geantwortet. Ich beschäftige mich mit wichtigen Dingen!«Er schaute mich verblüfft (verblüfft: amazed/dumbfounded / 惊呆了、目瞪口呆) an. »Mit wichtigen Dingen!«„So endet der erste Teil von Kapitel 10. Kurz zusammengefasst: Am fünften Tag fragt der kleine Prinz, wozu die Dornen der Blumen gut sind. Der Pilot ist verzweifelt, weil er sein Flugzeug nicht reparieren kann und das Wasser knapp wird. Genervt antwortet er, dass Dornen reine Bosheit sind. Der kleine Prinz wird wütend und verteidigt die Blumen: Sie sind schwach und wollen sich nur beschützen. Als der Pilot sagt, er habe wichtigere Dinge zu tun, ist der Prinz fassungslos. Mir hat besonders gefallen, wie dieser Konflikt zeigt, dass für Erwachsene oft nur das technische Überleben ‚wichtig‘ ist, während für den kleinen Prinzen die Gefühle seiner Blume das Wichtigste auf der Welt sind. Morgen lese ich die Fortsetzung, wie dieser Streit ausgeht. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  16. 6

    Ch. 9 | Die Liebe zu den Sonnenuntergängen (The Love for Sunsets)

    Ach, kleiner Prinz, so nach und nach habe ich dein kleines, schwermütiges (schwermütig: melancholic/sad / 忧郁的、伤感的) Leben verstanden. Lange Zeit hast du zur Zerstreuung (die Zerstreuung: distraction/amusement / 消遣、解闷) nichts anderes gehabt als die Lieblichkeit (die Lieblichkeit: loveliness/sweetness / 甜美、可爱) der Sonnenuntergänge. Das erfuhr ich am Morgen des vierten Tages, als du zu mir sagtest:»Ich liebe Sonnenuntergänge sehr. Komm, laß uns einen Sonnenuntergang anschauen...« »Da muß man aber noch warten...« »Worauf warten?« »Warten, bis die Sonne untergeht.«Du hast zuerst ein sehr erstauntes (erstaunt: astonished/surprised / 惊讶的) Gesicht gemacht und dann über dich selber gelacht. Und du hast zu mir gesagt: »Ich bilde mir immer ein (sich etwas einbilden: to imagine/fancy / 想象、以为), ich sei zu Hause!«In der Tat. Wenn es in den Vereinigten Staaten Mittag ist, geht die Sonne, wie jedermann weiß, in Frankreich unter. Man müßte in einer Minute nach Frankreich fliegen können, um den Sonnenuntergang zu erleben. Leider ist Frankreich viel zu weit weg. Aber auf deinem so kleinen Planeten genügte (genügen: to suffice/be enough / 足够) es, deinen Stuhl um einige Schritte weiterzurücken (weiterrücken: to move further/shift / 挪动、移开). Und du schautest die Dämmerung (die Dämmerung: twilight/dusk / 黄昏、暮色) an, sooft (sooft: as often as / 每当、只要) du es wünschtest...»An einem Tag habe ich die Sonne dreiundvierzigmal untergehen sehn!« Und ein wenig später fügtest du hinzu: »Du weißt doch, wenn man recht traurig ist, liebt man die Sonnenuntergänge...«»Am Tage mit den dreiundvierzigmal warst du also besonders traurig?«Aber der kleine Prinz antwortete nicht.„So endet Kapitel 9.Kurz zusammengefasst: Der Pilot erfährt, dass der kleine Prinz auf seinem winzigen Planeten Sonnenuntergänge über alles liebt. Weil sein Planet so klein ist, muss er nur seinen Stuhl ein wenig verrücken, um die Sonne immer wieder untergehen zu sehen. An einem Tag sah er sie sogar 43 Mal, weil er so traurig war. Mir hat besonders gefallen, wie dieser kurze Abschnitt die Einsamkeit und Schwermut des kleinen Prinzen so poetisch und berührend beschreibt. Morgen lese ich Kapitel 10. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  17. 5

    Ch. 8 | Eine Frage der Disziplin (A Matter of Discipline)

    »Es ist eine Frage der Disziplin (die Disziplin: discipline / 纪律、自律)«, sagte mir später der kleine Prinz. »Wenn man seine Morgentoilette (die Morgentoilette: morning routine/washing / 早晨洗漱) beendet hat, muß man sich ebenso sorgfältig (sorgfältig: carefully/meticulously / 仔细地) an die Toilette des Planeten machen. Man muß sich regelmäßig dazu zwingen (sich zwingen zu: to force oneself to / 强迫自己做), die Affenbrotbäume auszureißen, sobald man sie von den Rosensträuchern unterscheiden (unterscheiden: to distinguish/differentiate / 区分、辨别) kann, denen sie in der Jugend sehr ähnlich sehen. Das ist eine sehr langweilige Arbeit, aber sehr leicht.«Und eines Tages riet er mir, ich solle mich anstrengen, ein schönes Bild zustande zu bringen, um es den Kindern bei mir zu Hause recht begreiflich (begreiflich machen: to make comprehensible/clear / 使...明白易懂) zu machen. »Wenn sie eines Tages reisen«, sagte er zu mir, »kann das ihnen nützlich sein. Es hat manchmal gar nichts auf sich, wenn man seine Arbeit auf später verschiebt (verschieben: to postpone/delay / 推迟、拖延). Aber bei den Affenbrotbäumen ist das immer eine Katastrophe. Ich habe einen Planeten gekannt, der von einem Faulenzer (der Faulenzer: slacker/lazy person / 懒汉) bewohnt war. Er hatte drei Sträucher übersehen (übersehen: to overlook/miss / 忽视、漏看)...«Und nach den Angaben des kleinen Prinzen habe ich diesen Planeten gezeichnet. Ich nehme nicht gern den Ton eines Moralisten (der Moralist: moralist / 说教者) an. Aber die Gefahr der Affenbrotbäume ist so wenig bekannt, und die Gefahren, die dem drohen, der sich auf einen Asteroiden verirrt (sich verirren: to get lost / 迷失、迷路), sind so groß, daß ich für dieses eine Mal aus meiner Zurückhaltung (die Zurückhaltung: restraint/reserve / 克制、保留)heraustrete. Ich sage: »Kinder, paßt auf die Affenbrotbäume auf!«Um meine Freunde auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, die sie, ebenso wie mich, seit langem streift, ohne daß sie sie kennen, habe ich an dieser Zeichnung so viel gearbeitet. Die Lehre, die ich damit gebe, ist der Mühe wert. Ihr werdet mich vielleicht fragen: Warum enthält dieses Buch nicht noch andere ebenso großartige Zeichnungen wie die Zeichnung von den Affenbrotbäumen? Die Antwort ist sehr einfach: Ich habe es wohl versucht, aber es ist mir nicht gelungen. Als ich die Affenbrotbäume zeichnete, war ich vom Gefühl der Dringlichkeit (die Dringlichkeit: urgency / 紧迫性) beseelt (beseelt sein von: to be inspired/filled with / 被...充满、激发).„So endet Kapitel 8. Kurz zusammengefasst: Der kleine Prinz erklärt, dass es eine Frage der Disziplin ist, jeden Morgen den Planeten zu pflegen und die kleinen Affenbrotbäume auszureißen. Wer das aus Faulheit aufschiebt, riskiert eine Katastrophe. Der Pilot nimmt diese Warnung so ernst, dass er mit einem Gefühl großer Dringlichkeit seine eindrucksvollste Zeichnung anfertigt. Mir hat besonders gefallen, dass diese Episode zeigt, wie wichtig es ist, kleine Probleme sofort zu lösen, bevor sie unkontrollierbar groß werden. Morgen lese ich Kapitel 9. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  18. 4

    Ch. 7 | Die Tragödie der Affenbrotbäume (The Tragedy of the Baobabs)

    Jeden Tag erfuhr ich etwas Neues über den Planeten, über die Abreise (die Abreise: departure / 出发、启程) und über die Fahrt. Das ergab sich ganz sachte (sachte: gently/gradually / 轻轻地、逐渐地) im Laufe meiner Überlegungen. So lernte ich am dritten Tage die Tragödie (die Tragödie: tragedy / 悲剧) der Affenbrotbäume kennen. Auch dies verdanke ich schließlich dem Schaf, denn unvermittelt (unvermittelt: suddenly/abruptly / 突然地、毫无准备地) fragte mich der kleine Prinz, als wäre er von einem schweren Zweifel geplagt (geplagt sein von: to be plagued/troubled by / 被...困扰):»Es stimmt doch, daß Schafe Stauden (die Staude: shrub/bush / 灌木) fressen?« »Ja, das stimmt.« »Ach, da bin ich froh!« Ich verstand nicht, warum es so wichtig war, daß Schafe Stauden fressen. Aber der kleine Prinz fügte hinzu:»Dann fressen sie doch auch Affenbrotbäume (der Affenbrotbaum: baobab tree / 猴面包树)?« Ich erklärte dem kleinen Prinzen ausführlich (ausführlich: in detail/extensively / 详细地), daß Affenbrotbäume doch keine Stauden sind, sondern kirchturmhohe Bäume, und selbst wenn er eine ganze Herde Elefanten mitnähme, würde diese Herde nicht mit einem einzigen Affenbrotbaum fertig werden.Der Einfall (der Einfall: idea/notion / 想法、主意) mit den Elefanten brachte ihn zum Lachen. »Man müßte sie übereinanderstellen (übereinanderstellen: to stack on top of each other / 叠放在一起)...« Aber dann bemerkte er klugerweise: »Bevor die Affenbrotbäume groß werden, fangen sie ja erst damit an, klein zu sein.«»Das ist schon richtig. Aber warum willst du, daß deine Schafe die kleinen Affenbrotbäume fressen?« Er antwortete: »Schon gut! Wir werden ja sehen!« als ob es sich da um das klarste Ding der Welt handelte. Und ich mußte meinen ganzen Verstand aufbieten (aufbieten: to summon/exert / 施展、集中), um der Sache auf den Grund zu kommen (einer Sache auf den Grund kommen: to get to the bottom of something / 弄清某事的真相).In der Tat gab es auf dem Planeten des kleinen Prinzen - wie auf allen Planeten - gute Gewächse (das Gewächs: plant/crop / 植物、作物) und schlechte Gewächse. Infolgedessen auch gute Samenkörner (das Samenkorn: seed / 种子) von guten Gewächsen und schlechte Samenkörner von schlechten Gewächsen. Aber die Samen sind unsichtbar (unsichtbar: invisible / 看不见的). Sie schlafen geheimnisvoll in der Erde, bis es einem von ihnen einfällt, aufzuwachen. Dann streckt er sich und treibt zuerst schüchtern einen entzückenden, kleinen, harmlosen Sproß (der Sproß: shoot/sprout / 嫩芽) der Sonne entgegen. Wenn es sich um einen Radieschen- oder Rosentrieb handelt, kann man ihn wachsen lassen, wie er will. Handelt es sich aber um ein Unkraut (das Unkraut: weed / 杂草), so muß man die Pflanze herausreißen (herausreißen: to tear out/pull out / 拔除、连根拔起), sobald man sie erkannt hat.Auf dem Planeten des kleinen Prinzen gab es nun fürchterliche Samen... das waren die Samen der Affenbrotbäume. Der Boden des Planeten war voll davon. Einen Affenbrotbaum aber kann man, wenn man ihn zu spät in Angriff nimmt (etwas in Angriff nehmen: to tackle/deal with / 着手处理), nie mehr loswerden. Er bemächtigt sich (sich bemächtigen: to take control of/seize / 控制、占据) des ganzen Planeten. Er durchdringt (durchdringen: to penetrate / 穿透、渗透) ihn mit seinen Wurzeln. Und wenn der Planet zu klein ist und der Affenbrotbäume zu viele werden, sprengen (sprengen: to blow up/burst / 撑破、炸毁) sie ihn.„So endet Kapitel 7. Kurz zusammengefasst: Der Pilot lernt die Gefahr der Affenbrotbäume kennen. Auf dem winzigen Planeten des Prinzen gibt es gute und schlechte Samen. Die schlechten, nämlich die der Affenbrotbäume, müssen sofort als kleine Triebe herausgerissen werden, sonst überwuchern und zerstören sie den ganzen Planeten. Mir hat besonders gefallen, wie die Affenbrotbäume als Metapher für schlechte Gewohnheiten oder Sorgen stehen: Man muss sie beseitigen, solange sie noch klein sind, bevor sie das ganze Leben beherrschen. Morgen lese ich Kapitel 8. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  19. 3

    Ch. 6 | Märchen und Erinnerungen (Fairy Tales and Memories)

    So auch, wenn ihr ihnen sagt: Der Beweis dafür, daß es den kleinen Prinzen wirklich gegeben hat, besteht darin, daß er entzückend (entzückend: charming/adorable / 迷人的、惹人喜爱的) war, daß er lachte und daß er ein Schaf haben wollte; denn wenn man sich ein Schaf wünscht, ist es doch ein Beweis dafür, daß man lebt, - dann werden sie die Achseln zucken (die Achseln zucken: to shrug one's shoulders / 耸肩) und euch als Kinder behandeln. Aber wenn ihr ihnen sagt: der Planet, von dem er kam, ist der Planet B 612, dann werden sie überzeugt sein und euch mit ihren Fragen in Ruhe lassen (jemanden in Ruhe lassen: to leave someone alone / 让某人清静、不打扰). So sind sie. Man darf ihnen das auch nicht übelnehmen (jemandem etwas übelnehmen: to resent/hold against / 责怪某人、对某人生气). Kinder müssen mit großen Leuten viel Nachsicht (die Nachsicht: forbearance/indulgence / 宽容、包容) haben.Wir freilich, die wir wissen, was das Leben eigentlich ist, wir machen uns nur lustig über die albernen (albern: silly/foolish / 愚蠢的、可笑的) Zahlen. Viel lieber hätte ich diese Geschichte begonnen wie ein Märchen (das Märchen: fairy tale / 童话). Am liebsten hätte ich so angefangen:Es war einmal ein kleiner Prinz, der wohnte auf einem Planeten, der kaum größer war als er selbst, und er brauchte einen Freund... Für die, die das Leben richtig verstehen, würde das viel glaubwürdiger (glaubwürdig: credible/believable / 可信的) klingen.Denn ich möchte nicht, daß man mein Buch leicht nimmt. Ich empfinde so viel Kummer (der Kummer: sorrow/grief / 悲伤、苦恼) beim Erzählen dieser Erinnerungen. Es ist nun schon sechs Jahre her, daß mein Freund mit seinem Schaf davongegangen ist. Wenn ich hier versuche, ihn zu beschreiben, so tue ich das, um ihn nicht zu vergessen. Nicht jeder hat einen Freund gehabt. Und ich könnte wie die großen Leute werden, die sich nur für Ziffern interessieren, deshalb habe ich mir schließlich auch einen Farbenkasten und Zeichenstifte gekauft.Es ist schwer, sich in meinem Alter noch einmal mit dem Zeichnen einzulassen (sich einlassen mit: to get involved with / 着手做、参与), wenn man seit seinem sechsten Lebensjahre nie andere Versuche gemacht hat als die mit einer geschlossenen und offenen Klapperschlange. Ich werde selbstverständlich versuchen, die Bilder so wirklichkeitsgetreu (wirklichkeitsgetreu: realistic/true to life / 逼真的、写实的) wie möglich zu machen. Aber ich bin nicht ganz sicher, ob es mir gelingen (gelingen: to succeed / 成功、做到) wird. Die eine Zeichnung geht, die andere ist schon nicht mehr ähnlich. Ich irre mich (sich irren: to be mistaken/err / 弄错、犯错) auch mitunter (mitunter: sometimes/occasionally / 有时、偶尔) in den Maßen. Da ist der kleine Prinz zu groß und da ist er zu klein. Auch die Farbe seiner Kleider macht mir Kummer. Dann probiere ich hin und her, so gut es eben geht. Ich werde mich vermutlich auch bei wichtigeren Einzelheiten irren. Aber das muß man doch schon nachsehen (jemandem etwas nachsehen: to overlook/forgive / 宽容、原谅). Mein Freund hat mir nie Erklärungen gegeben. Er glaubte wahrscheinlich, ich sei wie er. Aber ich bin leider nicht imstande (imstande sein: to be able to / 有能力、能够), durch die Kistenbretter hindurch Schafe zu sehen. Ich gleiche doch wohl schon eher den großen Leuten. Ich mußte ja im Laufe der Zeit älter werden.„So endet Kapitel 6.Kurz zusammengefasst: Der Pilot erklärt, warum Erwachsene Zahlen brauchen, um an den kleinen Prinzen zu glauben. Er gesteht, wie schwer es ihm fällt, diese Geschichte aufzuschreiben und seinen Freund zu zeichnen. Er tut es, um ihn nicht zu vergessen und nicht völlig wie ein Erwachsener zu werden.Mir hat besonders gefallen, dass der Pilot ehrlich zugibt, dass er seine kindliche Fantasie zum Teil verloren hat und das Zeichnen für ihn ein Kampf gegen das Vergessen ist.Morgen lese ich Kapitel 7.Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  20. 2

    Ch. 5 | Der Asteroid B 612 (The Asteroid B 612)

    Hallo und Willkommen zur Episode. In der Beschreibung der Episode ist ein gratis Transkript.Heute sprechen wir über das 5 Kapitel von „Der kleine PrinzIch hatte eine zweite sehr wichtige Sache erfahren: der Planet seiner Herkunft war kaum größer als ein Haus!Das erschien mir gar nicht verwunderlich (verwunderlich: surprising/astonishing / 令人惊讶的). Ich wußte ja, daß es außer (außer: besides/except for / 除了...之外) den großen Planeten wie der Erde, dem Jupiter, dem Mars, der Venus, denen man Namen gegeben hat, noch Hunderte von anderen gibt, die manchmal so klein sind, daß man Mühe hat (Mühe haben: to have trouble/difficulty / 感到困难/费力), sie im Fernrohr (Fernrohr: telescope / 望远镜) zu sehen. Wenn ein Astronom einen von ihnen entdeckt (entdecken: to discover / 发现), gibt er ihm statt des Namens eine Nummer. Er nennt ihn zum Beispiel: Asteroid Nr. 3.251.Ich habe ernsthafte Gründe (ernsthafte Gründe: serious reasons / 充分的/严肃的理由) zu glauben, daß der Planet, von dem der kleine Prinz kam, der Asteroid B 612 ist. Dieser Planet ist nur ein einziges Mal im Jahre 1909 von einem türkischen Astronomen im Fernrohr gesehen worden.Er hatte damals beim internationalen Astronomenkongreß einen großen Vortrag (Vortrag: lecture/presentation / 演讲/报告) über seine Entdeckung gehalten. Aber niemand hatte ihm geglaubt, und zwar (und zwar: namely/in fact / 也就是/正是) ganz einfach seines Anzuges wegen (wegen + Genitiv: because of his suit / 因为他的穿着/服装). Die großen Leute sind so.Zum Glück für den Ruf (Ruf: reputation / 声誉/名声) des Planeten B 612 befahl (befehlen: to order/command / 命令)ein türkischer Diktator seinem Volk bei Todesstrafe (bei Todesstrafe: under penalty of death / 以死刑相威胁), nur noch europäische Kleider zu tragen. Der Astronom wiederholte seinen Vortrag im Jahre 1920 in einem sehr eleganten Anzug. Und diesmal gaben sie ihm alle recht (jemandem recht geben: to agree with someone / 赞同某人/承认某人是对的).Wenn ich euch diese Einzelheiten über den Asteroiden B 612 anvertraue (anvertrauen: to confide/entrust / 吐露/委托)und euch sogar seine Nummer nenne, so geschieht das der großen Leute wegen. Die großen Leute haben eine Vorliebe (Vorliebe: preference/fondness / 偏爱/嗜好) für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche (das Wesentliche: the essential/the core / 本质/最重要的事情). Sie fragen euch nie: »Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?« Sie fragen euch: »Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wie schwer ist er? Wie viel verdient sein Vater?« Dann erst glauben sie, ihn zu kennen.Wenn ihr zu den großen Leuten sagt: »Ich habe ein schönes Haus aus rotem Backstein (Backstein: brick / 红砖)gesehen, mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach...«, dann sind sie nicht imstande (imstande sein: to be able to/capable of / 有能力/能够), sich dieses Haus vorzustellen. Man muß ihnen sagen: »Ich habe ein Haus im Werte von hunderttausend Franken gesehen.« Dann rufen sie: »Ach, wie schön!«„So endet Kapitel 5. Kurz zusammengefasst: Der Pilot erzählt, dass der Heimatplanet des kleinen Prinzen wahrscheinlich der Asteroid B 612 ist. Zuerst berichtet er von einem türkischen Astronomen, dem wegen seiner Kleidung niemand glaubte. Dann erklärt er, dass Erwachsene eine seltsame Vorliebe für Zahlen haben und die wahre Schönheit der Dinge oft nicht verstehen. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor kritisiert, dass wir oft das Wesentliche aus den Augen verlieren und alles nur noch nach Zahlen bewerten. Morgen lese ich Kapitel 6. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  21. 1

    Ch. 4 | Das Geheimnis der Herkunft (The Secret of Origin)

    Ch. 4 | Das Geheimnis der Herkunft (The Secret of Origin)Ich brauchte lange Zeit, um zu verstehen, woher er kam. Der kleine Prinz, der viele Fragen an mich richtete, schien die meinen nie zu hören. Zufällig aufgefangene Worte haben mir nach und nach sein Geheimnis enthüllt (enthüllen: to reveal / 揭露/揭开). So fragte er, als er zum erstenmal mein Flugzeug sah (ich werde mein Flugzeug nicht zeichnen, das ist eine viel zu komplizierte Sache für mich):»Was ist das für ein Ding da?«»Das ist kein Ding. Das fliegt. Das ist ein Flugzeug.«Und ich war stolz, ihm sagen zu können, daß ich fliege. Da rief er: »Wie! Du bist vom Himmel gefallen?« »Ja«, sagte ich bescheiden. »Ah! Das ist ja lustig...«Und der kleine Prinz bekam einen ganz tollen Lachanfall (Lachanfall: fit of laughter / 狂笑/大笑), der mich ordentlich ärgerte (ärgern: to annoy/anger / 惹恼/激怒). Ich lege Wert darauf, daß meine Unfälle ernst genommen werden. Er aber fuhr fort:»Also auch du kommst vom Himmel! Von welchem Planeten bist du denn?«Da ging mir ein Licht auf (da ging mir ein Licht auf: it dawned on me / 我恍然大悟) über das Geheimnis seiner Anwesenheit und ich fragte hastig (hastig: hastily/hurriedly / 匆忙地): »Du kommst also von einem anderen Planeten?«Aber er antwortete nicht. Er schüttelte nur sanft den Kopf, indem er mein Flugzeug musterte (mustern: to examine/inspect / 打量/端详): »Freilich, auf dem Ding da kannst nicht allzu weit herkommen...«Und er versank in eine Träumerei (Träumerei: daydream/reverie / 遐想/白日梦), die lange dauerte. Dann nahm er mein Schaf aus der Tasche und vertiefte sich (sich vertiefen in: to become absorbed in / 沉浸于) in den Anblick seines Schatzes (Schatz: treasure / 宝贝/财宝).Ihr könnt euch vorstellen, wie stark diese Andeutung (Andeutung: hint/implication / 暗示) über die »anderen Planeten« mich beunruhigen (beunruhigen: to worry/disturb / 使不安) mußte. Ich bemühte mich also, mehr zu erfahren: »Woher kommst du, mein kleines Kerlchen (Kerlchen: little fellow / 小家伙)? Wo bist du denn zu Hause? Wohin willst du mein Schaf mitnehmen?«Er antwortete nach einem nachdenklichen (nachdenklich: thoughtful/pensive / 沉思的) Schweigen: »Die Kiste, die du mir da geschenkt hast, hat das Gute, daß sie ihm nachts als Haus dienen kann.« »Gewiß. Und wenn du brav bist, gebe ich dir auch einen Strick (Strick: rope/cord / 绳子), um es tagsüber anzubinden (anbinden: to tie up / 拴住/绑住). Und einen Pflock (Pflock: peg/stake / 木桩) dazu.«Dieser Vorschlag schien den kleinen Prinzen zu kränken (kränken: to offend/hurt / 冒犯/伤害...的感情): »Anbinden? Was für eine komische Idee!« »Aber wenn du es nicht anbindest, wird es doch weglaufen...«Da brach mein Freund in ein neuerliches (neuerlich: renewed/fresh / 重新/再一次的) Gelächter aus: »Aber wo soll es denn hinlaufen?« »Irgendwohin. Geradeaus...«Da versetzte der kleine Prinz ernsthaft: »Das macht nichts aus, es ist so klein bei mir zu Hause!« Und, vielleicht ein bißchen schwermütig (schwermütig: melancholic/gloomy / 忧郁的/沉重的), fügte er hinzu: »Geradeaus kann man nicht sehr weit gehen...«„So endet Kapitel 4.Kurz zusammengefasst: Der Pilot erfährt durch zufällige Bemerkungen, dass der kleine Prinz von einem anderen Planeten stammt. Als der Pilot vorschlägt, das gezeichnete Schaf anzubinden, lacht der Prinz, weil sein Heimatplanet so winzig ist, dass man dort nicht einmal weit geradeaus laufen kann. Mir hat besonders gefallen, wie liebevoll und gleichzeitig schwermütig der kleine Prinz über sein winziges Zuhause spricht. Morgen lese ich Kapitel 5. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

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    Ch. 3 | Die Notlandung in der Wüste (Fortsetzung)

    Hallo und Willkommen zur Episode. In der Beschreibung der Episode ist ein gratis Transkript.Heute sprechen wir über das dritte Kapitel von „Der kleine Prinz„Aber das Bild ist bestimmt nicht so bezaubernd (bezaubernd: enchanting/charming / 迷人的) wie das Modell. Ich kann nichts dafür. Ich war im Alter von sechs Jahren von den großen Leuten aus meiner Malerlaufbahn geworfen worden und hatte nichts zu zeichnen gelernt als geschlossene und offene Riesenschlangen.Ich schaute mir die Erscheinung (die Erscheinung: the apparition/appearance / 幻影/出现的人) also mit großen, staunenden Augen an. Vergeßt nicht, daß ich mich tausend Meilen abseits jeder bewohnten Gegend befand. Auch schien mir mein kleines Männchen nicht verirrt (verirrt sein: to be lost / 迷路的), auch nicht halbtot vor Müdigkeit, Hunger, Durst oder Angst. Es machte durchaus nicht den Eindruck eines mitten in der Wüste verlorenen Kindes, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend. Als ich endlich sprechen konnte, sagte ich zu ihm:»Aber... was machst denn du da?« Da wiederholte es ganz sanft, wie eine sehr ernsthafte Sache: »Bitte... zeichne mir ein Schaf...«Wenn das Geheimnis zu eindrucksvoll ist,(eindrucksvoll: impressive/overwhelming / 震撼的/印象深刻的) wagt man nicht zu widerstehen (widerstehen: to resist / 抵御/拒绝). wagt man nicht zu + Infinitiv 结构,表示“不敢去做某事”So absurd (absurd: absurd/ridiculous / 荒诞的) es mir erschien - tausend Meilen von jeder menschlichen Behausung und in Todesgefahr -, ich zog aus meiner Tasche ein Blatt Papier und eine Füllfeder. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor allem Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik studiert hatte, und mißmutig (mißmutig: grumpy/sullen / 不高兴地/郁闷地) sagte ich zu dem Männchen, daß ich nicht zeichnen könne. Es antwortete: »Das macht nichts. Zeichne mir ein Schaf.«Da ich nie ein Schaf gezeichnet hatte, machte ich ihm eine von den einzigen zwei Zeichnungen, die ich zuwege brachte. Die von der geschlossenen Riesenschlange. Und ich war höchst verblüfft (verblüfft: amazed/astonished / 惊讶的), als ich das Männchen sagen hörte: »Nein, nein! Ich will keinen Elefanten in einer Riesenschlange. Eine Riesenschlange ist sehr gefährlich und ein Elefant braucht viel Platz. Bei mir zu Hause ist wenig Platz. Ich brauche ein Schaf. Zeichne mir ein Schaf.«Also habe ich gezeichnet. »Nein! Das ist schon sehr krank (krank: sick/ill / 生病的). Mach ein anderes.« Ich zeichnete. Mein Freund lächelte artig und mit Nachsicht (die Nachsicht: forbearance/indulgence / 宽容/包容): »Du siehst wohl... das ist kein Schaf, das ist ein Widder (Widder: ram / 公羊). Es hat Hörner...«Ich machte also meine Zeichnung noch einmal. Aber sie wurde ebenso abgelehnt (ablehnen: to reject/refuse / 拒绝/否决) wie die vorigen: »Das ist schon zu alt. Ich will ein Schaf, das lange lebt.«Mir ging die Geduld aus, es war höchste Zeit, meinen Motor auszubauen, so kritzelte ich diese Zeichnung da zusammen und knurrte (knurren: to growl/grumble / 嘟囔/发牢骚) dazu: »Das ist die Kiste. Das Schaf, das du willst, steckt da drin.« Und ich war höchst überrascht, als ich das Gesicht meines jungen Kritikers aufleuchten (aufleuchten: to light up / 亮起来) sah: »Das ist ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Meinst du, daß dieses Schaf viel Gras braucht?« [...] So machte ich die Bekanntschaft des kleinen Prinzen.“„So endet der zweite Teil von Kapitel 3. Kurz zusammengefasst: Der Pilot versucht widerwillig, dem kleinen Prinzen ein Schaf zu zeichnen, scheitert aber mehrfach an dessen hohen Erwartungen. Erst als er frustriert eine einfache Kiste zeichnet, ist der Prinz glücklich, denn in der Kiste kann er sich sein perfektes Schaf vorstellen. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor zeigt, dass man mit der Fantasie die Realität überwinden kann. Morgen lese ich den nächsten Abschnitt von Kapitel 4. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  23. -1

    Ch. 2 | Die Notlandung in der Wüste (The Emergency Landing in the Desert)

    Hallo zusammen! ‚Der kleine Prinz‘ ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich lese es auf Deutsch, um mein Deutsch zu verbessern, und möchte dabei mit euch zusammen Fortschritte machen. Heute lese ich weiter mit Kapitel 2Ich war also gezwungen (gezwungen sein: to be forced / 被迫), einen anderen Beruf zu wählen, und lernte fliegen. Ich bin überall in der Welt herumgeflogen, und die Geographie hat mir dabei wirklich gute Dienste geleistet (gute Dienste leisten: to be of great service / 大有用处). Ich konnte auf den ersten Blick China von Arizona unterscheiden. Das ist sehr praktisch, wenn man sich in der Nacht verirrt hat (sich verirren: to get lost / 迷路).So habe ich im Laufe meines Lebens (im Laufe meines Lebens: in the course of my life / 在我的一生中) mit einer Menge ernsthafter (ernsthaft: serious / 严肃的,古板的) Leute zu tun gehabt. Ich bin viel mit Erwachsenen umgegangen und habe Gelegenheit gehabt, sie ganz aus der Nähe zu betrachten. Das hat meiner Meinung über sie nicht besonders gut getan.Wenn ich jemanden traf, der mir ein bißchen heller (heller: here: brighter/sharper / 此处意为:聪慧的、有灵性的)vorkam, versuchte ich es mit meiner Zeichnung Nr. 1, die ich gut aufbewahrt habe. Ich wollte sehen, ob er wirklich etwas los hatte (etwas los haben: to be bright/have talent / 真的有本事,有灵性). Aber jedesmal bekam ich zur Antwort: »Das ist ein Hut.« Dann redete ich mit ihm weder über Boas, noch über Urwälder, noch über die Sterne (weder... noch...: neither... nor... / 既不……也不……). Ich stellte mich auf seinen Standpunkt (sich auf jemandes Standpunkt stellen: to adapt to someone's point of view / 站在某人的立场上). Ich sprach mit ihm über Bridge, Golf, Politik und Krawatten. Und der große Mensch war äußerst befriedigt (äußerst befriedigt: extremely satisfied / 极其满足), einen so vernünftigen (vernünftig: rational/sensible / 理性的、务实的) Mann getroffen zu haben.Ich blieb also allein, ohne jemanden, mit dem ich wirklich hätte sprechen können (Grammar: Konjunktiv II - hypothetical past situation / 语法:虚拟语气:本可以……但实际上没有), bis ich vor sechs Jahren einmal eine Panne (Panne: breakdown/technical failure / 故障) in der Wüste Sahara hatte. Etwas an meinem Motor war kaputtgegangen. Und da ich weder einen Mechaniker noch Passagiere bei mir hatte, machte ich mich ganz allein an die schwierige Reparatur. Es war für mich eine Frage auf Leben und Tod (Frage auf Leben und Tod: a matter of life and death / 生死攸关的大事). Ich hatte für kaum acht Tage Trinkwasser mit.Am ersten Abend bin ich also im Sande eingeschlafen, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend entfernt. Ich war viel verlassener als ein Schiffbrüchiger (Schiffbrüchiger: castaway/survivor of a shipwreck / 船难幸存者) auf einem Floß mitten im Ozean. Ihr könnt euch daher meine Überraschung vorstellen, als bei Tagesanbruch (bei Tagesanbruch: at daybreak / 黎明时分) eine seltsame kleine Stimme mich weckte:»Bitte... zeichne mir ein Schaf!« »Wie bitte?« »Zeichne mir ein Schaf...« Ich bin auf die Füße gesprungen, als wäre der Blitz in mich gefahren (als wäre der Blitz in mich gefahren: as if struck by lightning / 如遭雷击,形容极度震惊). Ich habe mir die Augen gerieben und genau hingeschaut. Da sah ich ein kleines, höchst ungewöhnliches (ungewöhnlich: unusual/extraordinary / 非比寻常的) Männchen, das mich ernsthaft betrachtete.„So endet der zweite Teil von Kapitel 2. Kurz zusammengefasst: Der Pilot, der sich unter Erwachsenen immer einsam gefühlt hat, trifft nach einer Notlandung in der Wüste Sahara plötzlich auf den kleinen Prinzen, der ihn bittet, ein Schaf zu zeichnen. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor den Kontrast zwischen der einsamen, rationalen Welt der Erwachsenen und der geheimnisvollen, reinen Welt des kleinen Prinzen darstellt. Morgen lese ich den nächsten Abschnitt von Kapitel 3. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“

  24. -2

    Ch. 1 | Das Zeichen des Elefanten (The Elephant Drawing)

    Wecke deine deutschen Ohren mit klassischer Literatur! Dieser Podcast wurde speziell für Deutschlernende und -begeisterte ins Leben gerufen. Durch das sorgfältige Lesen und Rezitieren des deutschen Originalwerks „Der kleine Prinz“ führen wir dich durch authentische deutsche Ausdrücke, wunderschöne Satzstrukturen und die Standardaussprache. Begleite den kleinen Prinzen auf seiner kosmischen Reise und lass dein Hörverständnis sowie dein Sprachgefühl ganz spielerisch im Fluss der Geschichte wachsen.《Der kleine Prinz》 Kapitel 1 - Vorlesungsskript:„Hallo zusammen, Der kleine Prinz ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich lese es auf Deutsch, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern, und möchte heute eine Vorlesesitzung mit euch machen. Wir lesen heute Kapitel eins.Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch über den Urwald, das Erlebte Geschichten hieß, ein beeindruckendes Bild. Es stellte eine Riesenschlange dar, wie sie ein Raubtier verschlang. Hier ist eine Kopie der Zeichnung. In dem Buch hieß es: ‚Die Riesenschlangen verschlingen ihre Beute als Ganzes, ohne sie zu zerkauen. Danach können sie sich nicht mehr bewegen und schlafen sechs Monate lang, um zu verdauen.‘Ich habe damals viel über die Abenteuer im Dschungel nachgedacht und es geschafft, mit einem Farbstift meine erste Zeichnung anzufertigen. Meine Zeichnung Nummer eins sah so aus. Ich habe sie den Erwachsenen gezeigt und sie gefragt, ob ihnen meine Zeichnung Angst mache. Sie haben geantwortet: ‚Warum sollten wir vor einem Hut Angst haben?‘Meine Zeichnung stellte aber keinen Hut dar. Sie stellte eine Riesenschlange dar, die einen Elefanten verdaut. Ich habe dann das Innere der Schlange gezeichnet, um es den Erwachsenen deutlicher zu machen. Sie brauchen ja immer Erklärungen. Hier ist meine Zeichnung Nummer zwei.Die Erwachsenen haben mir geraten, mit den Zeichnungen von offenen oder geschlossenen Riesenschlangen aufzuhören und mich mehr für Geografie, Geschichte, Rechnen und Grammatik zu interessieren. So kommt es, dass ich mit sechs Jahren eine großartige Laufbahn als Maler aufgegeben habe. Der Misserfolg meiner Zeichnungen Nummer eins und Nummer zwei hat mir den Mut genommen. Die Erwachsenen verstehen von sich aus nie etwas, und für Kinder ist es zu anstrengend, ihnen immer und immer wieder Erklärungen geben zu müssen.So endet Kapitel eins. Kurz zusammengefasst: Der kleine Junge zeichnet eine Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat, aber die Erwachsenen halten es für einen Hut. Mir gefällt besonders, wie die Art der Erwachsenen hier kritisiert wird. Bis morgen zur Lesung von Kapitel zwei! Vielen Dank fürs Zuhören!“

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Master the German language through the world’s most beloved story! This podcast is designed for German learners and literature enthusiasts alike. Each episode features a beautifully read chapter of "Der kleine Prinz" (The Little Prince) in authentic German, accompanied by clear, actionable breakdowns of essential vocabulary, beautiful sentence structures, and pronunciation tips.Follow the Little Prince on his cosmic journey while effortlessly leveling up your German listening skills, vocabulary, and cultural understanding.

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